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verloren, erschöpft, ratlos

N$oXfy


Wurde deine müdigkeit schon mit medikamenten behandelt? Hätte eine idee was helfen könnte, aber kann ja sein dass in die richtung schon was passiert ist.

D"olXly01


Wurde deine müdigkeit schon mit medikamenten behandelt? Hätte eine idee was helfen könnte, aber kann ja sein dass in die richtung schon was passiert ist.

nicht die erschöpfung direkt sondern nur die vermuteten ursachen dahinter also die schilddrüse vitamin d vitamin b12 diverse antidepressiva habe ich bekommen.

was hast du denn im sinn?

E]lF PinGtxor


Hey habe mit großer Neugier deinen Faden gelesen weil es mir in den vergangenen Jahren ähnlich ergangen ist und ich auch eine Odysee hinter mir habe. Vielleicht kannst du nochmal genauer auf deine Symptome eingehen und vorallem wann diese Erschöpfung angefangen hat. Gab es ein konkretes äußeres Ereignis was zu mit deinem jetztigen Zustand ursächlich in Verbindung setzt? Wie sind bzw. waren deine familiären Verhältnisse? Treten in deiner Familie psychische Krankheiten gehäuft auf? Hattest du schon Probleme zur Schulzeit?

Ich glaube dein Therapeut hat schon recht, Studium würde ich in deiner aktuellen Lage nicht empfehlen, eher eine Ausbildung oder einen einfachen Job um dich schrittweise wieder an ein normales Leben zu gewöhnen.

waintersKonne3 01


richtig aber was für eine lehrstelle soll ich schon bekommen

versuche doch erstmal dich zu entscheiden, welcher Beruf dir geafllen könnte bzw. was du dir wenigstens vorstellen könntest zu machen. Schon das ist eine große Aufgabe.

Was hast du denn mal studiert.

Hperzm;itVerxstand


Liebe Dolly01,

dies ist mein allererster Beitrag hier im Forum und du hast mich dazu gebracht mich nun endlich zu registrieren. Herzlichen Glückwunsch, du hast mich nun auf dem Hals :-) Ich lese schon länger mit aber dir wollte und muss ich schreiben, weil dein Faden mich berührt hat. Man kann es ja kaum mit ansehen, was für ein trostloses Dasein du führst. Ich hoffe, du findest hier Anregungen und Unterstüzung, so dass du es Schritt für Schritt ändern kannst bzw wenigstens es versuchst!

Ich bin hier noch nicht fit mit zitieren, daher habe ich mir Stellen von dir herauskopiert, die mir auffallen und zu denen ich Fragen oder Anmerkungen haben, diese werde ich fett markieren, meinen Teil findest du dann darunter, ok? :-)

der faden verlor sich schon vor langer zeit als ich mein studium das ich direkt nach dem schulabschluss begann abbrach weil ich durch diese verdammte erschöpfung überhaupt nicht mehr hinterherkam.

Für mich noch sehr unklar, wie man gleich nach Beginn des Studiums abbrechen kann und dann gar keinen Versuch einer Ausbildung mehr unternimmt? Einer weniger anspruchsvollen, die dich nicht so erschöpft hätte? Wäre vielleicht hilfreich, wenn du diese Ereignisse nochmal genauer beleuchten könntest. Wie war das damals im Studium? Die Symptome, die dich ausser Gefecht gesetzt haben. Wie kamst du denn vorher mit der Schule klar? Du musst ja Abi gemacht haben, sonst hättest du nicht studieren können. Das hast du also geschafft und das ist ja auch kein Spaziergang. Wieso gab es da keine Erschöpfung? Wieso erst plötzlich im Studium? Und wieso gab es danach nie wieder einen Versuch der Aktivität?

ich war früher schon schüchtern aber nun lebe ich schon seit jahren allein fast ganz ohne austausch mit anderen.

Ich lese nichts über das Verhältnis zu deinen Eltern. Hast du Familie? Habt ihr Kontakt? Was sagen sie zu deiner Situation? Unterstützen sie dich irgendwie? Du bist doch eigentlich kommunikativ, hier im Forum funktioniert es doch ganz gut mit dem Austausch :)_

Ich lese auch nichts von Beziehungen? Hattest du jemals einen Freund? Hättest du gern Liebe in deinem Leben? Oder ist das kein Ziel für dich?

und ich glaueb auch nicht dass ich in jedem beruf automatisch glücklich werde. ich finde das sowieso fragwürdig dass man die gesamte zufriedenheit an der arbeit festmachen soll. nicht jeder liebt seine arbeit

Da stimme ich dir prinzipiell zu. Bevor man aber deswegen gar nichts macht, frag ich dich aber die umgekehrte Frage: bist du glücklicher ohne Arbeit? Kannst du dir dein ganzes weiteres Leben ohne Arbeit vorstellen? Womit könntest du es füllen (ausser Sofa und TV und surfen), so dass du das Gefühl hättest, es wäre ein ausgefülltes Leben?

ja natürlich möchte ich das ändern aber ich habe angst dass es dafür schon zu spät ist und mein ganzes leben so sein wird. oder dass die erschöpfung für immer bleibt.

Durchgehendes Motiv: unglücklich über den IST-Zustand aber zuviel Angst, etwas auszuprobieren, weil es ja fehlschlagen könnte. Frag dich, was würde denn passieren? Was ist das WorstCase-Szenario, wenn du etwas versuchst und es nicht funktioniert? Eigentlich doch nur, dass du wieder so lebst wie gerade jetzt schon. Warum es also nicht wenigstens probieren? Angst haben wir doch ALLE, die Angst vor dem scheitern meine ich. Die kennt wirklich jeder, egal auf welchem Level. Wichtig ist doch, dass man sich von ihr nicht davon abhalten lässt, es wenigstens zu versuchen. Dass man sich nicht vom Leben abhalten lässt, so wie du es leider tust. Denn in meinen Augen lebst du gar nicht richtig, du existierst. :-/ Du hast keine Interaktion – weder mit Menschen noch mit Tieren wie es scheint. Ausser natürlich mit Ärzten… :-(

Excellenter Beitrag übrigens von anfangmitfreude! Der Austausch mit Betroffenen, die etwas verändert haben, kann dir am meisten helfen. Denn sie kennen diese Gemütslagen und wissen, dass alles besser ist, als so weiterzumachen wie bisher.

zum einen glaube ich nicht daran dass ich in diesem zustand der arbeitswelt gewachsen bin aber vorallem könnte ich es ja nicht mal ausprobieren. laut therapeut ist die arbeit mein einziger weg raus aus dem elend.

Ich glaube auch nicht, dass du einfach so wieder in die Arbeitswelt geschmissen werden solltest. Du hast dich jetzt seit Jahen von jeglichen Heruasforderungen ferngehalten, du hast eigentlich verlernt wie man mit den permanenten Lebensherausforderungen bzw. - anforderungen umgeht. Oder hast es vielleicht nie gelernt? Die Angst vor einem Fehlschlag lässt dich vermeiden. Das Leben an sich vermeiden. :-/ Warum, ist mir allerdings noch nicht klar.

Du solltest aber anfangen, irgendetwas zu TUN ausser daheim zu sitzen. Es gibt so viele Möglichkeiten. Ein Ehrenamt wäre zum Beispiel eine gute Möglichkeit, Tierheime freuen sich immer über Hilfe. :)z Saubermachen oder auch Hunde ausführen, falls das etwas für dich wäre. Katzen bespassen etc.

Oder etwas mit alten Menschen? Für nicht mehr fitte Menschen einkaufen gehen, einfach mal eine Stunde mit denen erzählen, die keine Angehörigen mehr haben und einsam sind. In Altersheimen gäbe es sicher auch genug Menschen, die sich sehr über deine Gesellschaft freuen würden! Es könnte dir ein schönes Gefühl geben, dass dich jemand erwartet, deine Gesellschaft schätzt, dass du Gutes tust. Wir als Menschen haben doch alle das Bedürfnis, dass wir irgendwie zählen in der Welt, dass irgendwer uns gern hat und braucht. Du könntest auch bei den Tafeln mithelfen.

Du solltest vor allem mit wenig Zeit pro Tag anfangen: 1-2 Stunden am Tag. Damit du dich langsam daran gewöhnst, dass es im Leben mehr als die eigene Wohnung und das Arztzimmer gibt. Dass du die ungewohnte Kommunikation mit Menschen wieder lernst und sie dich nicht mehr stresst.. Das geht nicht von 0 auf 100, daher verstehe ich den Vorschag deines Therapeuten wirlich nicht. Du musst dich langsam wieder rantasten und sehen, ob ud wie du es schaffst. Gib auch nicht gleich nach ganz kurzer Zeit auf sondern setzt dir eine Frist von 2 Monaten, die du Aktivitäten von 1-2 Stunden pro Tag ausprobierst. Nach den 2 Monaten ziehst du dann eine Bilanz.

Das alles kann natürlich nur helfen, wenn es wirklich keine körperlichen Ursachen hat. Aber hey, was sollte dich daran hindern, es wenigstens auszuprobieren? ;-) Im schlimmsten Fall geht es eben nicht. Dann bist du eben wieder da, wo du jetzt auch schon bist. Du hast also nicht wirklich etwas verloren dadurch.

Die Frage ist auch, selbst wenn es doch eine köperliche Ursache haben sollte, wo sind deine Grenzen? Wieviel geht, wieviel ist zu viel? Momentan sehe ich jemanden, der alles komplett eingestellt hat, aus Angst es wird zu viel. ":/ Es ist Zeit, deine Grenzen zu testen und zu sehen WIEVIEL gehen könnte, mal ganz unabhängig davon, was denn nun die genaue Ursache ist.

Du sagtest selbst, du hast jahrelang all deine Energie darin gesteckt, zu Ärzten zu laufen und zu schauen, was ist da los. "Du könntest auch sagen: sie finden nichts. Ich muss das jetzt vielleicht mal annehmen, dass es so ist und meine (Rest)energie ins ausprobieren stecken, was denn innerhalb dieses Erschöpfungsrahmens trotzdem geht." Fände ich viel gewinnbringender. Denn zu verlieren hast du doch absolut nichts?

Viele liebe Grüße und ich würde mich freuen, mehr von dir zu lesen @:)

Für mich liest sich alles so, als ob du dich lang aufgegeben hast. Du bist unter 30! Da liegen noch so viele Jahre vor dir. In denen du soviel wenigstens probieren könntest. Denn das macht das Leben aus! Trial and error. Love and hate. Tun und entspannen. Freude und Leid. Leben eben! Hab keine Angst vor scheitern – denn genausogroß wie die Möglichkeit, dass etwas nicht klappt, ist doch auch die Möglichkeit, dass etwas klappt! Wenn du also 50 verschiedene Dinge ausprobierst und die Möglichkeit scheitern/funktionieren ist 50:50…dann klappen wenigstens 25 der Dinge! Und das sind 25 mehr als du jetzt in deinem Leben hast! Denn das ist absolut leer…

Ich wünsche dir sehr, dass du hier Hilfe findest und würde mich freuen, weiter von dir zu hören. Es ist NIE zu SPÄT. Erst wenn man tot ist und davon bist du gsd weit entfernt!

Liebe Grüße @:)

HerzmitVerstand

wuintersoLnneo 01


Ich bin hier noch nicht fit mit zitiern,

unter dem Buton F (für fett) ist ein Buton

(aber die Zeichen andersherum auf de Schalter , so gibt es diese aber auf der Tastatur nicht...) da draufklicken und den Text dazwischen einfügen... na du wirst es sicher finden ;-)

w9interVsonneF 0x1


mh ...nee da steht nicht Zitat , sondernzwei doppelpfeile ...schlecht zu beschreiben ... jedenfalls Schalter (Buton) unter dem fette F

Zitat hat er wohl geschrieben , weil ich die kleiner als und größer als Zeichen von der Tastatur benutzt habe , aber jeweils doppelt, so sieht es auch aus, wenn man die Schaltfläche benutzt

Dbollyx01


danke wintersonne01 :)^

Hey habe mit großer Neugier deinen Faden gelesen weil es mir in den vergangenen Jahren ähnlich ergangen ist und ich auch eine Odysee hinter mir habe. Vielleicht kannst du nochmal genauer auf deine Symptome eingehen und vorallem wann diese Erschöpfung angefangen hat. Gab es ein konkretes äußeres Ereignis was zu mit deinem jetztigen Zustand ursächlich in Verbindung setzt? Wie sind bzw. waren deine familiären Verhältnisse? Treten in deiner Familie psychische Krankheiten gehäuft auf? Hattest du schon Probleme zur Schulzeit?

also die erschöpfung ist einfach so als wäre man sehr müde also auch die schusseligkeit und verminderte konzentration und körperliche energie. aber durch schlaf wird man gar nicht wacher. ich merke das auch im vergleich zu anderen menschen in gesprächen zum beispiel dass die einfach viel wacher schneller und klarer in ihren gedanken sind und ich sehe auch sehr müde aus. in der schule hat das auch schon ein wenig gestört. da war ich auch nicht voll leistungsfähig. an ein konkretes ereignis dass das ausgelöst haben könnte kann ich mich aber nicht erinnern. zur familie habe ich keinen kontakt mehr es gibt aber soweit ich weiß den ein oder anderen fall von depressionen aber sonst nichts.

Ich glaube dein Therapeut hat schon recht, Studium würde ich in deiner aktuellen Lage nicht empfehlen, eher eine Ausbildung oder einen einfachen Job um dich schrittweise wieder an ein normales Leben zu gewöhnen.

der therapeut hielt ein studium gar nicht für eine schlechte idee. der sinn soll sein dass ich mir eine zukunft aufbaue egal ob nun durch ausbildung oder studium.

versuche doch erstmal dich zu entscheiden, welcher Beruf dir geafllen könnte bzw. was du dir wenigstens vorstellen könntest zu machen. Schon das ist eine große Aufgabe.

die jobs an die ich vielleicht wenn überhaupt noch gelangen könnte gefallen mir eigentlich alle nicht so sehr

DXoll4y01


Liebe Dolly01,

dies ist mein allererster Beitrag hier im Forum und du hast mich dazu gebracht mich nun endlich zu registrieren. Herzlichen Glückwunsch, du hast mich nun auf dem Hals :-) Ich lese schon länger mit aber dir wollte und muss ich schreiben, weil dein Faden mich berührt hat. Man kann es ja kaum mit ansehen, was für ein trostloses Dasein du führst. Ich hoffe, du findest hier Anregungen und Unterstüzung, so dass du es Schritt für Schritt ändern kannst bzw wenigstens es versuchst!

hallo HerzmitVerstand

vielen dank das hoffe ich auch. und ich hoffe auch dass vielleicht auch andere mit ähnlichen problemen hier etwas finden das ihnen weiterhilft.

Für mich noch sehr unklar, wie man gleich nach Beginn des Studiums abbrechen kann und dann gar keinen Versuch einer Ausbildung mehr unternimmt? Einer weniger anspruchsvollen, die dich nicht so erschöpft hätte? Wäre vielleicht hilfreich, wenn du diese Ereignisse nochmal genauer beleuchten könntest.

Ich wollte damals mein abi nicht einfach wegwerfen und wollte nach abbruch des studiums schnell wieder gesund werden um wieder auf die richtige bahn zu gelangen. damals war ich ja überzeugt davon ich hätte eine körperliche erkrankung und dann habe ich mich irgendwie verrannt mit den ganzen arztbesuchen.

und damit habe ich ironischerweise mein abi und somit alle chancen dann tatsächlich weggeworfen und das hat mir den rest gegeben.

Wie war das damals im Studium? Die Symptome, die dich ausser Gefecht gesetzt haben. Wie kamst du denn vorher mit der Schule klar? Du musst ja Abi gemacht haben, sonst hättest du nicht studieren können. Das hast du also geschafft und das ist ja auch kein Spaziergang. Wieso gab es da keine Erschöpfung? Wieso erst plötzlich im Studium? Und wieso gab es danach nie wieder einen Versuch der Aktivität?

doch in der schule gab es die symptome auch schon aber da ich nur ein schlechtes abi gemacht habe war das recht einfach mit den symptomen umzugehen. ich musste ja nicht viel leisten um es einfach nur zu schaffen. das studium war vom inhalt her auch nicht schwer meine noten ganz gut aber die tage waren einfach viel länger.

Ich lese nichts über das Verhältnis zu deinen Eltern. Hast du Familie? Habt ihr Kontakt? Was sagen sie zu deiner Situation? Unterstützen sie dich irgendwie? Du bist doch eigentlich kommunikativ, hier im Forum funktioniert es doch ganz gut mit dem Austausch :)_

nein ich habe gar keinen kontakt zu meiner familie. und bezüglich der kommunikationsfähigkeit ist schreiben ja noch etwas ganz anderes als der direkte kontakt mit anderen menschen.

Ich lese auch nichts von Beziehungen? Hattest du jemals einen Freund? Hättest du gern Liebe in deinem Leben? Oder ist das kein Ziel für dich?

nein ich hatte nie eine beziehung und ich glaube das hat mich auch immer etwas unglücklich gemacht. aber das kann ich jetzt sowieso vergessen weil ich im leben so versagt habe.

Da stimme ich dir prinzipiell zu. Bevor man aber deswegen gar nichts macht, frag ich dich aber die umgekehrte Frage: bist du glücklicher ohne Arbeit? Kannst du dir dein ganzes weiteres Leben ohne Arbeit vorstellen? Womit könntest du es füllen (ausser Sofa und TV und surfen), so dass du das Gefühl hättest, es wäre ein ausgefülltes Leben?

weiß ich nicht. ich kann mir aber nicht vorstellen dass mein leben besser wäre wenn ich nun einige stunden des tages damit füllen könnte regale im supermarkt einzuräumen oder schmutz aufzuwischen nur um anschließend dann doch nur aufs sofa zu fallen.

also rein vom standpunkt der zufriedenheit her. vor arbeit möchte ich mich nicht drücken nur als quelle der zufriedenheit sehe ich sie nicht. das ist aber nicht der grund meiner arbeitslosigkeit.

Durchgehendes Motiv: unglücklich über den IST-Zustand aber zuviel Angst, etwas auszuprobieren, weil es ja fehlschlagen könnte. Frag dich, was würde denn passieren? Was ist das WorstCase-Szenario, wenn du etwas versuchst und es nicht funktioniert? Eigentlich doch nur, dass du wieder so lebst wie gerade jetzt schon. Warum es also nicht wenigstens probieren? Angst haben wir doch ALLE, die Angst vor dem scheitern meine ich. Die kennt wirklich jeder, egal auf welchem Level. Wichtig ist doch, dass man sich von ihr nicht davon abhalten lässt, es wenigstens zu versuchen. Dass man sich nicht vom Leben abhalten lässt, so wie du es leider tust. Denn in meinen Augen lebst du gar nicht richtig, du existierst. :-/ Du hast keine Interaktion – weder mit Menschen noch mit Tieren wie es scheint. Ausser natürlich mit Ärzten… :-(

Ich glaube auch nicht, dass du einfach so wieder in die Arbeitswelt geschmissen werden solltest. Du hast dich jetzt seit Jahen von jeglichen Heruasforderungen ferngehalten, du hast eigentlich verlernt wie man mit den permanenten Lebensherausforderungen bzw. - anforderungen umgeht. Oder hast es vielleicht nie gelernt? Die Angst vor einem Fehlschlag lässt dich vermeiden. Das Leben an sich vermeiden. :-/ Warum, ist mir allerdings noch nicht klar.

ein scheitern würde mir aufzeigen wie hoffnungslos meine lage doch ist und dass ich noch weniger kann als ich dachte. ich brauche unbedingt erfolgserlebnisse. deswegen habe ich mich vermutlich bisher nicht einfach in x-beliebige aktivitäten geworfen sondern sorgfältig ausgewählt was ich probiere.

Du solltest aber anfangen, irgendetwas zu TUN ausser daheim zu sitzen. Es gibt so viele Möglichkeiten. Ein Ehrenamt wäre zum Beispiel eine gute Möglichkeit, Tierheime freuen sich immer über Hilfe. :)z Saubermachen oder auch Hunde ausführen, falls das etwas für dich wäre. Katzen bespassen etc.

Oder etwas mit alten Menschen? Für nicht mehr fitte Menschen einkaufen gehen, einfach mal eine Stunde mit denen erzählen, die keine Angehörigen mehr haben und einsam sind. In Altersheimen gäbe es sicher auch genug Menschen, die sich sehr über deine Gesellschaft freuen würden! Es könnte dir ein schönes Gefühl geben, dass dich jemand erwartet, deine Gesellschaft schätzt, dass du Gutes tust. Wir als Menschen haben doch alle das Bedürfnis, dass wir irgendwie zählen in der Welt, dass irgendwer uns gern hat und braucht. Du könntest auch bei den Tafeln mithelfen.

ich muss aber doch arbeiten gehen denn ich muss mir eine zukunft aufbauen. aktivität und struktur alleine haben mir in der vergangenheit auch nicht geholfen. es muss also etwas sein durch das ich eine gute perspektive für die zukunft bekomme.

Du solltest vor allem mit wenig Zeit pro Tag anfangen: 1-2 Stunden am Tag. Damit du dich langsam daran gewöhnst, dass es im Leben mehr als die eigene Wohnung und das Arztzimmer gibt. Dass du die ungewohnte Kommunikation mit Menschen wieder lernst und sie dich nicht mehr stresst.. Das geht nicht von 0 auf 100, daher verstehe ich den Vorschag deines Therapeuten wirlich nicht. Du musst dich langsam wieder rantasten und sehen, ob ud wie du es schaffst. Gib auch nicht gleich nach ganz kurzer Zeit auf sondern setzt dir eine Frist von 2 Monaten, die du Aktivitäten von 1-2 Stunden pro Tag ausprobierst. Nach den 2 Monaten ziehst du dann eine Bilanz.

ich denke und vermutlich dachte der therapeut ähnlich dass es einfach zu spät ist für ein langsames herantasten. ich bin viel zu alt um noch langsam vorzugehen. ich hätte schon vor langer zeit ein leben aufbauen sollen.

Das alles kann natürlich nur helfen, wenn es wirklich keine körperlichen Ursachen hat. Aber hey, was sollte dich daran hindern, es wenigstens auszuprobieren? ;-) Im schlimmsten Fall geht es eben nicht. Dann bist du eben wieder da, wo du jetzt auch schon bist. Du hast also nicht wirklich etwas verloren dadurch.

Die Frage ist auch, selbst wenn es doch eine köperliche Ursache haben sollte, wo sind deine Grenzen? Wieviel geht, wieviel ist zu viel? Momentan sehe ich jemanden, der alles komplett eingestellt hat, aus Angst es wird zu viel. ":/ Es ist Zeit, deine Grenzen zu testen und zu sehen WIEVIEL gehen könnte, mal ganz unabhängig davon, was denn nun die genaue Ursache ist.

Du sagtest selbst, du hast jahrelang all deine Energie darin gesteckt, zu Ärzten zu laufen und zu schauen, was ist da los. "Du könntest auch sagen: sie finden nichts. Ich muss das jetzt vielleicht mal annehmen, dass es so ist und meine (Rest)energie ins ausprobieren stecken, was denn innerhalb dieses Erschöpfungsrahmens trotzdem geht." Fände ich viel gewinnbringender. Denn zu verlieren hast du doch absolut nichts?

zum teil habe ich das auch schon versucht allerdings nur für mich alleine ohne menschenkontakt. meine grenzen habe ich ausgetestet indem ich mich ein bisschen im sport versucht habe und mich auch einige stunden pro tag mit unterschiedlichen themen befasst habe um etwas zu lernen. ich wollte die zeit ja gar nicht vergeuden. ich habe immer wieder etwas gemacht.

Viele liebe Grüße und ich würde mich freuen, mehr von dir zu lesen @:)

Für mich liest sich alles so, als ob du dich lang aufgegeben hast. Du bist unter 30! Da liegen noch so viele Jahre vor dir. In denen du soviel wenigstens probieren könntest. Denn das macht das Leben aus! Trial and error. Love and hate. Tun und entspannen. Freude und Leid. Leben eben! Hab keine Angst vor scheitern – denn genausogroß wie die Möglichkeit, dass etwas nicht klappt, ist doch auch die Möglichkeit, dass etwas klappt! Wenn du also 50 verschiedene Dinge ausprobierst und die Möglichkeit scheitern/funktionieren ist 50:50…dann klappen wenigstens 25 der Dinge! Und das sind 25 mehr als du jetzt in deinem Leben hast! Denn das ist absolut leer…

Ich wünsche dir sehr, dass du hier Hilfe findest und würde mich freuen, weiter von dir zu hören. Es ist NIE zu SPÄT. Erst wenn man tot ist und davon bist du gsd weit entfernt!

Liebe Grüße @:)

HerzmitVerstand

ich danke dir und hoffe dass ich dir alle fragen beantworten konnte

H[erzmyitVer+stanxd


mh ...nee da steht nicht Zitat , sondernzwei doppelpfeile ...schlecht zu beschreiben ... jedenfalls Schalter (Buton) unter dem fette F

Habs gefunden, danke Wintersonne! @:)

Liebe Dolly01,

vielen Dank für deine Antworten. Ich hoffe, du hast heute nacht gut geschlafen und fühlst dich heute nicht so k.o.!

Ich möchte gern weiter darauf eingehen und hoffe, ich treffe nicht zuviele wunde Punkte. Aber mir fällt so einiges auf und du kannst selbst entscheiden, ob du auf etwas davon näher eingehen möchtest oder nicht. Ich bin dir nicht böse, wenn du das nicht tust! :-)

nein ich habe gar keinen kontakt zu meiner familie.

Das ist zumindest ungewöhnlich. Darf man fragen , warum das so ist? Gab es eventuell ein belastendes Ereignis, was vielleicht über die undurchschaubaren Umwege der Psyche sich in körperliche Symptomen wie Müdigkeit äußert? Ich versuche etwas besser zu verstehen, wie diese Erschöpfungsphase anfing, denn ich vermute stark eine psychische Ursache/Belastung als Hintergrund. Aus dem nichts kommt das sicher nicht. Und da du so jung warst, als es anfing, könnte es an einer unguten familiären Situation liegen, die dich überfordert hat? Und wo dein Körper mit STOP antwortete, weil alles auf einmal (Abi und die evtl Belastung) einfach zuviel für dich war? --> rein ins Blaue spekuliert!

und bezüglich der kommunikationsfähigkeit ist schreiben ja noch etwas ganz anderes als der direkte kontakt mit anderen menschen.

Natürlich ist es das. Aber es ist doch ein guter Anfang. Es geht doch darum Schritt für Schritt dein Leben wieder in lebenswerte Bahnen zu lenken. Prinzipiell kannst du gut kommunzieren – um diese Festellung ging es mir. Der erste Punkte auf der Habenseite sozusagen :)z

nein ich hatte nie eine beziehung und ich glaube das hat mich auch immer etwas unglücklich gemacht.

Auch das fällt sagen wir mal zumindestr aus dem Rahmen. Was meinst du woran es lag, dass du auch vor den Erschöpfungszeiten keine hattest? War da noch kein Interesse deinerseits oder warst du zu schüchtern?

Ich mein, nicht das Beziehungen das allein selig machende im Leben sind!

ich kann mir aber nicht vorstellen dass mein leben besser wäre wenn ich nun einige stunden des tages damit füllen könnte regale im supermarkt einzuräumen oder schmutz aufzuwischen nur um anschließend dann doch nur aufs sofa zu fallen.

Auch den Gedanken verstehe ich. Aber wäre es denn damit SCHLECHTER?

Für mich denkst du hier zu "kurz". Ich erklär dir wie ich das meine: Ich war mir im Studium auch nicht zu schade, in einem Supermarkt jahrelang nebenbei Regale einzuräumen. Und es war im Nachhinein betrachtet eine super Erfahrung! Nicht die Arbeit an sich aber alles drumherum. 1. waren dort viele andere Studenten und wir waren eine tolle Truppe, die sich gut verstanden hat. Es ergaben sich also neue Freundschaften (lebensbereichernd) und tolle Unternehmungen zusammen (nach der Arbeit natürlich). Dann fällt man auch aufs Sofa – aber zufrieden und glücklich. ;-) 2. Du glaubst gar nicht, was man für skurille Situationen erleben kann – quasi ein ungefiltertes Kaleidoskop menschlichen Verhaltens. Das waren quasi bezahlte Lebenslektionen. 3. Selbst wenn es stupide Arbeit war, war der Druck immens. Es waren immer zu wenig Leute da für den riesigen Supermarkt. Ich habe gelernt, Abläufe zu optimieren und so effizient wie möglich zu arbeiten und davon profitiere ich heute noch ungemein, wo ich in meinem studierten Beruf arbeite, wo der Druck ebenfalls sehr groß ist. Man erwirbt also auch in solchen Jobs soziale Kompetenzen, die man später für den "richtigen" gut gebrauchen kann ;-) Es sagt auch niemand, dass du das für den Rest des Lebens tun sollst – aber auch so eine Tätigkeit wäre ein Anfang, der dich aus deiner Höhle bringen kann und dich wieder in soziale Kontakte bringt und in eine Arbeitsroutine.

ein scheitern würde mir aufzeigen wie hoffnungslos meine lage doch ist und dass ich noch weniger kann als ich dachte. ich brauche unbedingt erfolgserlebnisse.

In meinen Augen ein ungeeigneter Denkansatz, der dich quasi zum scheitern zwingt. Von aussen betrachtet würde ich es als ernormen Erfolg sehen, wenn du es überhaupt schaffen würdest, dich zu einem Versuch aufzuraffen irgendetwas von den Dingen zu tun vor denen du solche Angst hast. Selbst wenn es dann fehlschlägt, wäre das bei mir ein großer Punkt auf der Habenseite. Ich habe es geschafft, ich habe mich überwunden! Ich lebe noch, auch wenn es nicht ganz geklappt hat. Und auch wenn man scheitert, kann man doch viel aus solchen Versuchen lernen, wenn man analysiert, was die Ursache gewesen ist. Was man beim nächsten Versuch verbessern kann oder anders angehen sollte. Deine Angst vor Fehlern ist hier ein großes Handicap. Der Mensch lernt doch nur aus seinen Fehlern. Und verbessert sich dadurch kontinuierlich.

ich muss aber doch arbeiten gehen denn ich muss mir eine zukunft aufbauen. aktivität und struktur alleine haben mir in der vergangenheit auch nicht geholfen. es muss also etwas sein durch das ich eine gute perspektive für die zukunft bekomme.

Auch hier wieder fällt mir auf: du willst gleich alles. Von Null Aktivität auf 100% mit festem glücklichmachenden Job. Das kann so nicht funktionieren. Du musst erst einen Prozess durchlaufen, den ich mal salopp Resozialisierung nennen würde. Die soziale Isolation muss zuerst durchbrochen werden, wieder etwas Farbe in dein Leben gebracht werden. Nur dafür waren die Anregungen gedacht. Sicher nicht als Aktivität für alle Zeiten. Sie könnten aber als Start dienen. Du wirst Erfahrungen machen, positive. Jemand braucht dich (Mensch, Tier), jemand ist froh, wenn du da bist. Du könntest real erfahren, dass dein Dasein einen Wert für andere hat, etwas was du dir selbst gerade völlig absprichst. Das wären kleine Erfolgserlebnisse, die du so dringend bräuchtest um die nächsten, größeren Schritte zu gehen (Ausbildung, Studium). Du musst doch erstmal wieder die reale Kommunikation mit anderen lernen, belastbarer werden. So ein Ehrenamt oder Hobby (draussen, nicht in der Wohnung) kann dir helfen, eine solche Perspektive für die Zukunft zu erlangen.

Falls du z.B. Interesse an Tieren hast, könntest du erst ehrenamtlich etwas machen oder auch in einem Verein (Deutschland hat ja bekanntlich für alles Vereine, grins). Dich wieder an Strukturen, und Arbeit gewöhnen, an die Kommunikation mit anderen Menschen, die dort arbeiten etc. Und vielleicht dann 1 Jahr später oder 6 Monate, wenn es gut läuft, dich für ein Studium Tiermedizin einschreiben. Nur als Beispiel. Natürlich kann das auch alles möglich andere sein. Ich glaube einfach nicht, dass du mit der Methode von 0 auf 100 erfolgreich sein wirst. Sondern dass man das große Ziel vor Augen (Studium xy und Arbeitsantritt) in kleinere, erreichbarere Schritte unterteilen muss. Quasi einen Weg definieren, der mir nach und nach die Qualifikationen und das Selbstvertrauen gibt, das große Ziel anzugehen und erfolgreich zu meistern.

ich denke und vermutlich dachte der therapeut ähnlich dass es einfach zu spät ist für ein langsames herantasten. ich bin viel zu alt um noch langsam vorzugehen. ich hätte schon vor langer zeit ein leben aufbauen sollen.

Finde ich für ein Studium nicht (ausbildung sieht da sicher schlechter aus). Wenn es etwas ist, was auch auf dem Jobmarkt händeringend gesucht wird. Dann kannst du auch mit Ende 30 noch abschließen und anfangen zu arbeiten, weil sie dann bei der Auswahl nicht wählerisch sein können. Informatik/Bioinformatik wäre so ein Ding. Lehrer suchen sie auch seit Jahren und können die Stellen oft nicht mit Pädagogen füllen sondern müssen auf Quereinsteiger zurückgreifen. Es gibt sicher noch jede Menge andere Jobs, wo das so ist. Bedenke mal, dass wir schon heute bis 67 arbeiten sollen. Auch mit dem Berufseinstieg mit 40 blieben dann noch 27 Jahre arbeitsleben...

zum teil habe ich das auch schon versucht allerdings nur für mich alleine ohne menschenkontakt. meine grenzen habe ich ausgetestet...

Für mich bleibt der Hauptpunkt, dass du aber genau an die Punkte ranmusst, die dich am meisten ängstigen (Menschenkontakt). Ohne Menschenkontakt und die Interaktion mit anderen wird das alles nichts bringen. Du musst deinen Elfenbeinturm verlassen üben. Und ich denke eben, dass das besser in kleinen Portionen geht als gleich mit 8h und mehr täglichem Kontakt (plus lernen!). Denn es steht zu erwarten, dass du dann allein dadurch sehr erschöpft wirst, wenn du den gleich in voller Dosis aushalten musst.

Ich sehe das so, dass es bei dir ja beileibe nicht nur um die Arbeitsthematik geht. Du bist ja völlig isoliert,musst dich ziemlich einsam fühlen. Keine Freunde, keine Familie, keine Kollegen, Vereinsmitglieder. Wenn du soziale Isolation googelst, findet man so einiges, du bist damit nicht allein! Es gibt noch mehr Menschen, denen aus den verschiedensten Gründen ähnlich geht. Und man kann da rauskommen und ein besseres Leben führen als so wie es jetzt ist.

...Und wie ich gelesen habe, kann sich die Einsamkeit sogar in Erschöpfung und Schlafproblemen äußern sowie in dem Gefühl trotz Schlaf nicht erholt zu sein. Grund hierfür sind Stresshormone, die einen auch anfälliger für Infekte machen können.Ob dies auch bei dir zumindest ein Grund für deine Erschöpfung sein könnte, weiß ich natürlich nicht! Vielleicht aber eine Überlegung wert?

Du könntest dich dafür entscheiden, diese Isolation zu durchbrechen. In kleinen Schritten. Es muss aber innerlich klick machen, das auch wirklich zu wollen, so nicht mehr weiterleben zu wollen. Denn sonst findet man tausend Gründe, warum man es gar nicht erst versuchen braucht. Dabei braucht man nur einen einzigen DAFÜR. Und dann ist alles möglich. Möglich wäre z.B. auch einen Kurs an einer Volkshochschule zu machen. Irgendetwas, was dich interessiert und eventuell sogar später nützlich wäre (Sprache? Computer?) Du würdest etwas lernen (Erfolgserlebnisse!) und kämst unter Menschen.

Liebe Grüße und einen schönen Abend @:)

D!ol/ly01


Hallo HerzmitVerstand

Das ist zumindest ungewöhnlich. Darf man fragen , warum das so ist? Gab es eventuell ein belastendes Ereignis, was vielleicht über die undurchschaubaren Umwege der Psyche sich in körperliche Symptomen wie Müdigkeit äußert? Ich versuche etwas besser zu verstehen, wie diese Erschöpfungsphase anfing, denn ich vermute stark eine psychische Ursache/Belastung als Hintergrund. Aus dem nichts kommt das sicher nicht. Und da du so jung warst, als es anfing, könnte es an einer unguten familiären Situation liegen, die dich überfordert hat? Und wo dein Körper mit STOP antwortete, weil alles auf einmal (Abi und die evtl Belastung) einfach zuviel für dich war? --> rein ins Blaue spekuliert!

Wir mögen uns einfach nicht aber mich belastet das nicht und auch damals war das kein großes problem. klar gab es immer mal wieder stress aber es war nicht so dass ich ich fürchten musste nach hause zu kommen.

Auch das fällt sagen wir mal zumindestr aus dem Rahmen. Was meinst du woran es lag, dass du auch vor den Erschöpfungszeiten keine hattest? War da noch kein Interesse deinerseits oder warst du zu schüchtern?

Für mich hat sich einfach niemand interessiert denn ich hatte auch nichts zu bieten. gerade hübsch bin ich auch nicht und so kommt das dann auch wenn man selbst gerne möchte.

Auch den Gedanken verstehe ich. Aber wäre es denn damit SCHLECHTER?

Für mich denkst du hier zu "kurz". Ich erklär dir wie ich das meine: Ich war mir im Studium auch nicht zu schade, in einem Supermarkt jahrelang nebenbei Regale einzuräumen. Und es war im Nachhinein betrachtet eine super Erfahrung! Nicht die Arbeit an sich aber alles drumherum. 1. waren dort viele andere Studenten und wir waren eine tolle Truppe, die sich gut verstanden hat. Es ergaben sich also neue Freundschaften (lebensbereichernd) und tolle Unternehmungen zusammen (nach der Arbeit natürlich). Dann fällt man auch aufs Sofa – aber zufrieden und glücklich. ;-) 2. Du glaubst gar nicht, was man für skurille Situationen erleben kann – quasi ein ungefiltertes Kaleidoskop menschlichen Verhaltens. Das waren quasi bezahlte Lebenslektionen. 3. Selbst wenn es stupide Arbeit war, war der Druck immens. Es waren immer zu wenig Leute da für den riesigen Supermarkt. Ich habe gelernt, Abläufe zu optimieren und so effizient wie möglich zu arbeiten und davon profitiere ich heute noch ungemein, wo ich in meinem studierten Beruf arbeite, wo der Druck ebenfalls sehr groß ist. Man erwirbt also auch in solchen Jobs soziale Kompetenzen, die man später für den "richtigen" gut gebrauchen kann ;-) Es sagt auch niemand, dass du das für den Rest des Lebens tun sollst – aber auch so eine Tätigkeit wäre ein Anfang, der dich aus deiner Höhle bringen kann und dich wieder in soziale Kontakte bringt und in eine Arbeitsroutine.

das macht alles sinn und nebenher würde ich das auch gerne machen und genau das ist doch der springende punkt. für dich war es etwas zusätzliches zu dem studium das dich deinem ziel nähergebracht hat. für mich wäre die arbeit selbst die einzige änderung. mit dem drumherum könnte ich nichts anfangen und die arbeit an der kasse und beim regale auffüllen sehe ich für mich nicht als langfristig bessere zukunft. in dem sinne wäre es so wirklich schlechter es zu meiner jetzigen situation nur aktivitäten hinzu, die mir nicht gefallen jedoch nichts positives. es ist ja leider kein sprungbrett

In meinen Augen ein ungeeigneter Denkansatz, der dich quasi zum scheitern zwingt. Von aussen betrachtet würde ich es als ernormen Erfolg sehen, wenn du es überhaupt schaffen würdest, dich zu einem Versuch aufzuraffen irgendetwas von den Dingen zu tun vor denen du solche Angst hast. Selbst wenn es dann fehlschlägt, wäre das bei mir ein großer Punkt auf der Habenseite. Ich habe es geschafft, ich habe mich überwunden! Ich lebe noch, auch wenn es nicht ganz geklappt hat. Und auch wenn man scheitert, kann man doch viel aus solchen Versuchen lernen, wenn man analysiert, was die Ursache gewesen ist. Was man beim nächsten Versuch verbessern kann oder anders angehen sollte. Deine Angst vor Fehlern ist hier ein großes Handicap. Der Mensch lernt doch nur aus seinen Fehlern. Und verbessert sich dadurch kontinuierlich.

Wenn es nun nur absagen bei der suche nach einem ausbildungsplatz hagelt dann verbessere ich mich dadurch doch nicht. ich weiß ja woran es scheitert meinem auftreten und dem vergeigten lebenslauf. man kann sein auftreten etwas verbessern aber ich kann nicht plötzlich jemand völlig anderes werden. und die erschöpfung ist sowieso teil meines auftretens die sieht man mir an und die bemerkt man im gespräch natürlich.

Auch hier wieder fällt mir auf: du willst gleich alles. Von Null Aktivität auf 100% mit festem glücklichmachenden Job. Das kann so nicht funktionieren. Du musst erst einen Prozess durchlaufen, den ich mal salopp Resozialisierung nennen würde. Die soziale Isolation muss zuerst durchbrochen werden, wieder etwas Farbe in dein Leben gebracht werden. Nur dafür waren die Anregungen gedacht. Sicher nicht als Aktivität für alle Zeiten. Sie könnten aber als Start dienen. Du wirst Erfahrungen machen, positive. Jemand braucht dich (Mensch, Tier), jemand ist froh, wenn du da bist. Du könntest real erfahren, dass dein Dasein einen Wert für andere hat, etwas was du dir selbst gerade völlig absprichst. Das wären kleine Erfolgserlebnisse, die du so dringend bräuchtest um die nächsten, größeren Schritte zu gehen (Ausbildung, Studium). Du musst doch erstmal wieder die reale Kommunikation mit anderen lernen, belastbarer werden. So ein Ehrenamt oder Hobby (draussen, nicht in der Wohnung) kann dir helfen, eine solche Perspektive für die Zukunft zu erlangen.

Falls du z.B. Interesse an Tieren hast, könntest du erst ehrenamtlich etwas machen oder auch in einem Verein (Deutschland hat ja bekanntlich für alles Vereine, grins). Dich wieder an Strukturen, und Arbeit gewöhnen, an die Kommunikation mit anderen Menschen, die dort arbeiten etc. Und vielleicht dann 1 Jahr später oder 6 Monate, wenn es gut läuft, dich für ein Studium Tiermedizin einschreiben. Nur als Beispiel. Natürlich kann das auch alles möglich andere sein. Ich glaube einfach nicht, dass du mit der Methode von 0 auf 100 erfolgreich sein wirst. Sondern dass man das große Ziel vor Augen (Studium xy und Arbeitsantritt) in kleinere, erreichbarere Schritte unterteilen muss. Quasi einen Weg definieren, der mir nach und nach die Qualifikationen und das Selbstvertrauen gibt, das große Ziel anzugehen und erfolgreich zu meistern.

aber all das soll ja den zweck haben die erschöpfung zu besiegen. wenn ich durch diese aktivität die ershcöpfung nicht loswerde dann kann ich doch gleich ein studium beginnen. das macht ja dann keinen unterschied ob ich jetzt erschöpft studiere oder in einem jahr nach diesen aktivitäten erschöpft studiere. und aktivität und soziale kontakte haben mir in der vergangenheit ja auch nicht geholfen

Finde ich für ein Studium nicht (ausbildung sieht da sicher schlechter aus)

ganz genau und deswegen sehe ich bei mir auch keine zukunft mehr

Wenn es etwas ist, was auch auf dem Jobmarkt händeringend gesucht wird. Dann kannst du auch mit Ende 30 noch abschließen und anfangen zu arbeiten, weil sie dann bei der Auswahl nicht wählerisch sein können. Informatik/Bioinformatik wäre so ein Ding. Lehrer suchen sie auch seit Jahren und können die Stellen oft nicht mit Pädagogen füllen sondern müssen auf Quereinsteiger zurückgreifen. Es gibt sicher noch jede Menge andere Jobs, wo das so ist. Bedenke mal, dass wir schon heute bis 67 arbeiten sollen. Auch mit dem Berufseinstieg mit 40 blieben dann noch 27 Jahre arbeitsleben...

aber irgendwo ist das doch auch kein leben immer überall hinterherzuhinken. wobei man sich ja eventuell einen freundeskreis aufbauen kann der 10 jahre jünger ist als man selbst. da bleibt dann die frage ob man da reinpasst aber das könnte man ja ausprobieren. aber auch hier bleibt die frage wie ich ein studium überhaupt finanzieren soll

D@oll"y0x1


Für mich bleibt der Hauptpunkt, dass du aber genau an die Punkte ranmusst, die dich am meisten ängstigen (Menschenkontakt). Ohne Menschenkontakt und die Interaktion mit anderen wird das alles nichts bringen. Du musst deinen Elfenbeinturm verlassen üben. Und ich denke eben, dass das besser in kleinen Portionen geht als gleich mit 8h und mehr täglichem Kontakt (plus lernen!). Denn es steht zu erwarten, dass du dann allein dadurch sehr erschöpft wirst, wenn du den gleich in voller Dosis aushalten musst.

Ich sehe das so, dass es bei dir ja beileibe nicht nur um die Arbeitsthematik geht. Du bist ja völlig isoliert,musst dich ziemlich einsam fühlen. Keine Freunde, keine Familie, keine Kollegen, Vereinsmitglieder. Wenn du soziale Isolation googelst, findet man so einiges, du bist damit nicht allein! Es gibt noch mehr Menschen, denen aus den verschiedensten Gründen ähnlich geht. Und man kann da rauskommen und ein besseres Leben führen als so wie es jetzt ist.

...Und wie ich gelesen habe, kann sich die Einsamkeit sogar in Erschöpfung und Schlafproblemen äußern sowie in dem Gefühl trotz Schlaf nicht erholt zu sein. Grund hierfür sind Stresshormone, die einen auch anfälliger für Infekte machen können.Ob dies auch bei dir zumindest ein Grund für deine Erschöpfung sein könnte, weiß ich natürlich nicht! Vielleicht aber eine Überlegung wert?

ich finde umgekehrt eigentlich dass man zuerst ein fundament braucht und sich dann soziale kontakte suchen sollte. ich wüsste gar nicht was ich jetzt mit irgendwelchen sozialen kontakten anfangen sollte. was soll ich denn mit solchen leuten unternehmen und über was mit ihnen reden. ich bin ja auf dem stand eines teenagers. das sind ganz unterschiedliche welten die da aufeinanderprallen. wenn ich in den letzten jahren vereinzelt mit anderen menschen in kontakt kam auch zum teil mit gruppen dann fühlte ich mich trotzdem einsam denn es fehlt jegliche verbindung. die unterhalten sich über einen alltag den ich so gar nicht kenne. über den idioten der ihnen morgens fast ins auto gefahren ist über irgendwelche beziehungen über ihre arbeit oder die politik. und dann sind alle diese menschen auch noch so scharfsinnig da kann ich gar nicht mithalten. für mich ist das eigentlich nur ein spiegel der mir zeigt wie ungeeignet ich bin.

vielleicht liegt es daran dass ich so erschöpft bin. aber dann ist das doch ein teufelskreis ohne ausweg. wenn sowohl der fehlende kontakt als auch der vorhandene kontakt erschöpfend ist.

Du könntest dich dafür entscheiden, diese Isolation zu durchbrechen. In kleinen Schritten. Es muss aber innerlich klick machen, das auch wirklich zu wollen, so nicht mehr weiterleben zu wollen. Denn sonst findet man tausend Gründe, warum man es gar nicht erst versuchen braucht. Dabei braucht man nur einen einzigen DAFÜR. Und dann ist alles möglich. Möglich wäre z.B. auch einen Kurs an einer Volkshochschule zu machen. Irgendetwas, was dich interessiert und eventuell sogar später nützlich wäre (Sprache? Computer?) Du würdest etwas lernen (Erfolgserlebnisse!) und kämst unter Menschen.

ja das kann ich machen. ich hatte auch schon nach kursen geguckt die angeboten werden. du hast aber recht dass ich unbedingt einen grund brauche etwas zu ändern. aber wenn ich in meine mögliche zukunft blicke sehe ich keine verbesserung auch wenn ich es im rahmen meiner möglichkeiten ändere

Liebe Grüße und einen schönen Abend @:)

dankeschön ich wünsche dir auch einen schönen abend

Hperzm:itVferstaxnd


Liebe Dolly,

erstmal einen guten Morgen :-)

So wie ich das lese, empfinde ich das so, als hätte es bei dir noch nicht wirklich klick gemacht für den absoluten Willen, etwas zu ändern. Das ist nicht als Kritik gemeint, es ist nur ein Gefühl. Was du machst ist jeden Vorschlag abzubügeln mit dem Argument, dass du ja dann trotz allem nicht den normalen Lebenslauf aufweisen wirst und damit immer etwas "anders" sein wirst als du anderen. Du also deswegen den Vorschlag gar nicht erst befolgen brauchst, weil du trotzdem anders sein wirst.

Wenn also dein Ziel ist durch die Zeit zu reisen und alles ungeschehen zu machen und so zu sein wie "alle" anderen (google und du findest viel mehr Betroffene oder menschen, bei denen der Lebenslauf aus anderen Gründen stark von der Mehrheit abweicht - Unfälle, Krankheiten, Traumata etc), dann werden dir alle unsere Vorschläge natürlich nichts bringen.

Von dem Gedanken, dass du das alles ungeschehen machen kannst und am Ende ganz "normal" sein wirst, musst du dich in mienen Augen verabschieden. Es gibt keine Möglichkeit, diese fehlenden Jahre wettzumachen und "auszubügeln". Du musst einen Weg finden, das zu akzeptieren und deinen Frieden damit zu machen und damit zu leben. Nach vorn schauen und nicht zurück. Du schaust momentan nur zurück, wenn du nach vorn schaust, weil du ja die anderen nie einholen wirst.

Ich vergleiche das mal mit einer Autorallye, wo du als einer der wenigen zu spät an den Start gekommen bist. Die anderen haben 100km Vorsprung. Du hast hier 2 Möglichkeiten: gar nicht mehr losfahren und für immer auf der Startlinie zu bleiben bis du alt und grau bist. Dann ist dein Leben vorbei und du hast absolut nichts erlebt oder getan. Oder die zweite Möglichkeit: losfahren und die Rallye so gut wie möglich geniessen, auch im Bewusstsein, dass man ganz sicher nicht als erster ankommen wird.

Wenn es im Leben nur um gewinnen geht aus deiner Sicht, macht Möglichkeit 2 keinen Sinn, das stimmt. Wenn es aber darum geht zu leben, etwas zu ERLEBEN, Herausforderungen zu meistern (schlaglöcher, Reifenpanne etc), die Landschaft durch die du fährst zu bewundern, dich bei den Zwischenetappen mit den anderen Nachzüglern oder denen von vorn zurückgefallenen zu besprechen, ein Bier zu trinken und eine gute Zeit bis zum nächsten Morgen zu haben.....dann sollte man in jedem Fall losfahren.

Ist doch egal, als wievielter man bei Petrus an der Himmelspforte anklopft, hauptsache man hatt so weit es ging eine gute Zeit! ;-)

Schon mal was von dem Satz "Der Weg ist das Ziel" gehört? Aus meiner Sicht sollte dein Ziel daher eher sein, sich auf den Weg zu MACHEN. Zu gehen, zu erleben, sich durch die Erlebnisse verändern zu lassen. Dein Ziel scheint mir aber zu sein, so zu werden wie alle anderen. Dadurch dass du dir selbst ein unerreichbares Ziel setzt, hast du natürlich eine gute Begründung (so sein wie alle), gar nicht erst loszufahren. Daher dreht sich auch unsere Diskussion etwas im Kreis...

Muss man denn so sein wie alle anderen? Was, wenn es eine greifbarere Krankheit gewesen wäre, die dich über 8 Jahre abgehalten hätte, deine Ausbildung zu machen, Freunde zu finden und ein "normales" Leben zu leben? Wenn du in der Zeit um dein Leben gekämpft und gewonnen hättest (Krebs zum Beispiel)? Würdest du dann auch aufgeben und sagen, jetzt brauch ich auch nicht mehr anfangen? Wärst du nicht eher froh, dass du überhaupt wieder soweit bist, dass du am Leben teilnehmen kannst?

Du empfindest, denke ich, große Schuld und Scham und fühlst vielleicht, dass du es gar nicht verdient hast, jetzt noch an der Rallye teilzunehmen. Weil du aus eigener Schuld zu spät gekommen bist. Aber ist das wirklich so?? Hast du dir denn deine Erschöpfung selbst ausgesucht? Ist es deine Schuld, dass sich keine körperliche Ursache finden lässt? Wäre es deine Schuld, wenn es etwas psychisches wäre? Sucht man sich das selbst aus? Was du so zwischen den Zeilen von deiner Familie erzählst und vor allem was nicht, glaube ich nicht, dass sie dir besonders viel Ermutigung mitgegeben haben oder Selbstbewusstsein (Liebe?). Ist das deine Schuld?! NEIN!

Könntest du im nachhinein nicht auch in ein paar Jahren stolz sein, dass du es geschafft hast? Und dich mit anderen Betroffenen austauschen? Denen helfen? Auch andere "Normalos" sind vielleicht irgendwann nicht mehr in allen Bereichen "normal". Es gibt Menschen, die wirft eine Trennung völlig aus der Bahn und fühlen sich als Lebensversager, weil sie das Konstrukt heile Familie nicht aufrechterhalten konnten. Es kann unterwegs so viel passieren, auch denen, die pünktlich losgefahren sind! Der Punkt ist doch, dass man sich nicht aufgibt und das beste aus SEINER aktuellen Situation macht. Und nicht immer auf die anderen schaut, wo die gerade stehen. Denn was bringt das, wenn sie doch aus einer ganz anderen Position gestartet sind?

Natürlich hast du AKTUELL nicht viel gemeinsam mit Menschen deines Alters, die pünktlich gestartet sind, hast kaum Themen, in die du dich einbringen könntest. Weil du ausser bei Filmen/Büchern ja nicht am Leben teilnimmst. Aber das ändert sich doch sobald du TEILNIMMST! Dann kannst du auch über den Weg zu Arbeit (Kurs, Verein) reden, was du dort erlebt hast. Nach und nach häuft sich dein Erlebnisschatz an und du hast immer mehr zu erzählen.

Daher lasse ich das Argument hier nicht gelten!

ich wüsste gar nicht was ich jetzt mit irgendwelchen sozialen kontakten anfangen sollte. was soll ich denn mit solchen leuten unternehmen und über was mit ihnen reden. ich bin ja auf dem stand eines teenagers. das sind ganz unterschiedliche welten die da aufeinanderprallen. wenn ich in den letzten jahren vereinzelt mit anderen menschen in kontakt kam auch zum teil mit gruppen dann fühlte ich mich trotzdem einsam denn es fehlt jegliche verbindung. die unterhalten sich über einen alltag den ich so gar nicht kenne. über den idioten der ihnen morgens fast ins auto gefahren ist über irgendwelche beziehungen über ihre arbeit oder die politik.

Und das hier glaube ich auch nicht!

und dann sind alle diese menschen auch noch so scharfsinnig da kann ich gar nicht mithalten. für mich ist das eigentlich nur ein spiegel der mir zeigt wie ungeeignet ich bin.

Du argumentierst hier sehr intelligent und scharfsinning - es ist dein Zerrbild von dir selbst, was dich das so empfinden lässt. Und natürlich, dass du in den Themen keine Erfahrung hattest. Aber die Basisvoraussetzung Intellgenz sehe ich bei dir sehr deutlich! :)_

Natürlich würde nicht gleich alles tutti paletti sein, wenn du endlich losläufst. Es wird auch vielleicht dauern bis sich wirkliche Kontakte entwickeln. Du bist ja quasi eingerostet und fühlst dich gehemmt. Aber das kann man nicht verändern, wenn man Interaktionen vermeidet. Das kann man nur durch immer wieder üben und probieren.

Frage: hättest du denn die Möglichkeit, ein zweites Studium zu beginnen und evtl durch Bafög finanziert zu bekommen? Oder geht das finanziell nicht? Denn da fragt niemand nach Lebenslauf, maximal nach dem Numerus clausus. Zumindest in den Fächern, wo ein starker Bewerberansturm besteht.

Du könntest deine Zeit heute ja darauf verwenden dich mal konkret zu erkundigen, was möglich wäre. Das nächste Semester finge ja relativ bald an. Oder du machst dich schlau, was es so für Kurse gibt und was die kosten. Oder was eventuell vom Amt angeboten würde.

ich weiß aber nicht, ob du wirklich innerlich bereit bist, etwas zu ändern und einfache Schritte nicht zu diskutieren sondern tatsächlich auch zu gehen? Ich wünsche es dir auf jeden Fall @:)

Einen schönen Tag für heute - und pass auf, es ist glatt, ich hab mich schon hübsch auf den Allerwertesten gepackt ;-D

muelb$198x5


Hallo Dolly01,

ich habe deinen Thread die letzten Tage mit großem Interesse verfolgt, weil meine aktuelle Situation deiner in vielen Punkten gleicht. Es hat mich sehr berührt, was du schreibst. Ich bin leider grade ein bisschen im Zeitdruck und würde dazu später noch was posten. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Mir brennt aber eine Sache unter den Nägeln.

Du schreibst du hättest keine Hobbys. Naja, mit Internet, Fernsehen, Haushalt, Lesen beschäftigst du dich ja schon.

Ich habe keinen eigenen Haushalt zu führen, bin aber vor etlichen Jahren "gezwungenermaßen" zum Kochen gekommen. Das war am Anfang echt nervig. Immer zur selben Zeit alles unterbrechen müssen. Mangels Kenntnissen gab es dann auch nur Fertigkram. Ich hab mich dann rangetastet und heute mache ich es gerne. Hat mir auch ein bisschen Struktur im Alltag gebracht.

Ich lese auch sehr gerne. Ich mag die Bücher von Sophie Kinsella gerne, auch Krimis interessieren mich. Zur Zeit lese ich Kater Anton und das Weihnachtsglück.

GZSZ und AWZ gucke ich regelmäßig. Ich freue mich auch wieder auf Let's Dance. Eine Schnulze ist ab und an auch mal ganz nett.

Ansonsten bin ich auch im Internet unterwegs. Ich habe ein Hobby - Nähen. Da stöbere ich ganz oft nach Schnittmustern und Stoffen. Und offensichtlich interessiere ich mich für andere Menschen. So bin ich hier hängengeblieben.

Auch über das was du tust lässt sich austauschen. Foren und Kommentarfunktionen gibt es jedenfalls genug.

Es muss ja nicht gleich der reale Kontakt zu Menschen sein, wenn du das nicht möchtest.

Magst du vielleicht was von dir erzählen? Ich würde mich freuen. Allein sein musst du jedenfalls nicht.

Zum realen Kontakt: Mir hat mal jemand gesagt: Sie müssen nicht gleich jemanden ansprechen, aber lächeln Sie. Das hat eine Menge Überwindung gekostet, funktioniert aber. Ich habe echt gestaunt, wie viele zurück lächeln. Zumindest zum Smalltalk hat es auch schon gereicht. Der ging dann aber nicht von mir aus.

Ich bin übrigens sehr überrascht über die positive und konstruktive Resonanz. Mit sicherlich berechtigter Kritik wart ihr doch recht vorsichtig. Aber mit dem Annehmen ist das halt so eine Sache - ich kann's verstehen.

@HerzmitVerstand Ich hoffe du hast dich nicht verletzt. Auf das Wetter kann man sich auch nicht mehr verlassen. Jeden Tag ein neues Abenteuer. Bei uns wird es jetzt trüb. Als ich deinen Post gelesen habe, hat die Sonne geschienen.

HYerzmitoVerRstaxnd


Siehst du Dolly, es gibt durchaus mehr Menschen, denen es ähnlich geht. ich finde es super, dass sich noch einige melden. :)=

Warum mich dein Faden getriggert hat, sind meine Nachbarn. Ein nettes Paar mit 2 Katzen, weswegen wir über die Katzenbetreuung in Kontakt kamen. Beide um die 30, er kurz drüber, sie kurz drunter. Und beide leben seit Jahren von Hartz IV, gehen kaum raus und sitzen den ganzen Tag daheim - spielen Computer und Playstation und halt fernsehen, lesen. Bei ihm hatte es anfangs gesundheitliche Gründe, blieb dann aber auch nach Genesung so hängen - aber er kann vielleicht Frühling dieses Jahres jobmäßig neu starten. Bei ihr hat es denke ich auch eine psychische Komponente. Beide sind ganz bestimmt nicht dumm oder unsozial. Mittlerweile hat zumindest sie sich aber mit dem Leben so arrangiert und hat, glaube ich, nicht mehr eine sehr hohe Motivation das zu ändern. Auch, weil man sich dann irgendwann einfach nichts mehr zutraut. Bei ihm ist das anders, er will wieder arbeiten, zu Hause hält er es nicht mehr richtig aus - also das nichtstun. Vielleicht zieht sie nach, wenn sie dann allein daheim ist, ich hoffe es für sie. ":/

Denn ich finde auch hier, es liegt doch noch so ein langes Leben vor ihnen, sie können locker noch 27 Jahre arbeiten so wie du. Sich etwas aufbauen und mit mehr Geld auch mal weggehen, alles was für andere Menschen normal ist: Kino, essen, baden etc.. Natürlich haben sie es etwas leichter als du, weil sie zumindest einander haben.

@ melb1985

Danke, mein Allerwertester ist gsd nicht knochig und so kam ich mit einem dummen Gesichtsausdruck davon ;-D

Hier scheint jetzt auch die Sonne vom blitzeblauen Himmel! :-)

Liebe Grüße an euch beide

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