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Angst jemand anderes zu sein

nPonaIme149x9 hat die Diskussion gestartet


hallo,

da ich nicht mehr wusste wo ich mich auf die Schnelle hinwenden kann, schreibe ich nun hier mein Problem.

Ich bin 18 Jahre alt und habe mein Abitur schon hinter mir. Nun habe ich aber seit ein paar Wochen wieder meine alten "Panikattaken" diese waren aber so gut wie immer unbegründet. Ich habe ständig Angst, dass meine größten Ängste wahr werden könnten. Zu diesen zählt unter anderem jemand anderes zu sein, und um einen Grund zu haben habe ich ständig das Gefühl eine Sternschnuppe zu sehen, und weil ich weiß wie absurd das ist, mir etwas falsches zu wünschen. ich habe solche Sachen bzgl anderer ängste schon öfters gehabt, jedoch immer in den Wintermonaten. Da es jetzt wieder so schlagartig da war, habe ich auch mit menschen gesprochen, auch einen Termin bei einem psychologen- jedoch wollte ich einfach schnell ein paar Ratschläge oder wissen, dass es andere mit ähnlichen oder sogar gleichen Problemen gibt. es ist teilweise so schlimm, dass ich mitten unter leuten anfange zu weinen.

Ich weiß zwar dass all diese Ängste niemals passieren werden doch Angst davor ist da.

Ich bedanke mich schon einmal ganz herzlich.

Antworten
BMeniPtaB.


Du solltest zum Psychiater gehen.. Und zwar baldigst.

S=pinUnerixn


Wahnideen sind das eigentlich nicht, denn du weißt, dass diese Gedanken nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben. In einem Wahn kommen einem seine Gedanken absolut real vor. Ich persönlich habe erst hinterher gemerkt, dass das alles nicht so war, wie ich es erlebt habe. Begriffen habe ich das bis heute nicht, für mich ist das immer noch echt und ich kann schlüssig begründen, wie ich auf die Ideen gekommen bin.

Ich habe hier die Tage schon einmal geschrieben, dass gerade ein so großer Einbruch wie ein Schulabschluss solche Krisen auslösen kann, insbesondere die Angstsymptomatik.

In deinem Fall ist es aber eine recht ernste Krise, die sich ungut entwickeln könnte. Deswegen schlage ich vor, dich an einen Notdienst zu wenden. Du musst keine Angst haben, dass du zu diesem Zeitpunkt zwangseingewiesen wirst oder ähnliches, in stationäre Behandlung würdest du freiwillig gehen. Und das würde ich dir auch empfehlen, denn da kann dir momentan am besten geholfen werden.


Liebe noname1499, ich würde dir auch empfehlen, dir fachmännische Hilfe zu holen, da deine Ängste so groß zu sein scheinen, dass du in deinem Alltag eingeschränkt zu sein scheinst. Ich weiß nicht, inwiefern du die Kraft oder den Mut aufbringen kannst, einfach mal das Szenario durchzuspielen, vor dem du dich fürchtest, damit du erleben kannst, dass nichts Schlimmes passiert: Wünsch dir etwas bei der nächsten Sternschnuppe, möglichst konkret (und in jedem Fall etwas Schönes, wie z. B. bei der nächsten Ziehung einen 6er im Lotto haben). Und dann warte ab, was passiert. So könntest du selber die Verknüpfung "Wunsch = eintretendes Ereignis" aufheben oder zumindest brüchig werden lassen.

Was ist denn das Schlimme an der Vorstellung, jemand anders zu sein? Kannst du die Gedanken dazu näher erläutern?

n4onaam*e14x99


Vielen Dank für deine Antowort, darf ich denn fragen wie es bei dir war?

ich weiß dass es kompletter blödsinn ist, und manchmal habe ich die nase voll und kann es lassen mir angst zu machen. ich kann aber auch nicht erklären wie ich auf die ängste gekommen bin. ich hatte dieses problem eben schon einmal und habe es geschafft doch jetzt ist es zurück ":/

w

ich werde mich auf jeden fall sofort hilfe suchen.

n8onamqeM1499


diese Angst entwickelt sich daraus dass ich merke, dass ein mensch ein leben führt dass für mich absolut das gegenteil von glücklich zu seinen scheint. ich habe angst dass ich dann natürlich alles verliere, meine familie und so weiter. wie eine art Verlustangst bloß eben völlig absurdes Szenario.

ja das Problem ist dass ich so große angst habe mir etwas falsches zu wünschen und weil ich weiß, dass es ein Blödsinn ist, mein Kopf mir sozusagen zeigen will, dass es komplett hirnrissig ist.

Sipinnexrin


ich hatte dieses problem eben schon einmal und habe es geschafft doch jetzt ist es zurück ":/

Und was hast du gemacht, dass du es geschafft hast?

Vielen Dank für deine Antowort, darf ich denn fragen wie es bei dir war?

Zuerst war es eine Manie mit Größenwahn, ich habe mich unwiderstehlich und intelligenter als andere gefühlt. Am Ende war ich überzeugt, dass nur ich den Plan des Universums begreife, und auch, dass ich mit Tieren und Pflanzen kommunizieren kann und blabla... es war schon richtig gesponnen. Alles war viel bunter und greller als sonst, und meine Gedanken sind so gerast, dass ich mich irgendwann vor den Zug schmeißen wollte, damit das aufhört. Einmal hat ein Freund vorsichtig angedeutet, dass ich psychisch etwas unnormal erscheine, da bin ich total wütend geworden.

Dann ist die Stimmung abgestürzt. Ich habe mich furchtbar für mein Verhalten geschämt, Freundschaften waren zerbrochen, meinen Job hatte ich gekündigt, und so weiter. Das war, als hätte jemand den Stecker rausgezogen. Ich habe nur noch im Bett gelegen und hatte nicht mal mehr die Kraft zum Zähneputzen. Dann war ich plötzlich überzeugt zu sein, dass mein Nachbar tot in der Wohnung über mir liegt, und auf der Straße habe ich tote Menschen in den parkenden Autos sitzen sehen. Dann habe ich Angst vor meiner eigenen Vergänglichkeit bekommen und habe mich vor meinem Körper geekelt, es kam mir vor als würde er bereits zerfallen. Das waren Angstzustände, wenn ich nur daran denke wie das war graust es mich.

naonamwe1499


ja ich bin umgezogen und habe angefangen wieder normal zu denken. Außerdem beeinflusst die Jahreszeit auch diese Angstzustände. ich habe dann zudem andere problemchen gehabt, schule und normale dinge ":/

wie hast du es denn geschafft diese Angstzustände abzulegen?

S@pinnelrin


wie hast du es denn geschafft diese Angstzustände abzulegen?

Ich war in der Psychiatrie und anschließend in einer psychosomatischen Reha, danach noch zwei Jahre in ambulanter Therapie. Jetzt nehme ich immer noch ein Neuroleptikum und ein Antidepressivum. Letzteres darf ich demnächst probeweise absetzen. Das Neuroleptikum nicht, weil die Gefahr eines Rückfalls zu groß ist.

Vielleicht kann man bei dir noch akut mit einem Antidepressivum behandeln, bevor es sich auswächst oder chronisch wird, vielleicht saisonal in den Wintermonate. Eine Gesprächs- bzw. Verhaltenstherapie finde ich aber auch immens wichtig, damit du nicht dauerhaft auf Medikamente angewiesen bist. Je länger man wartet, desto schwieriger findet man wieder aus diesen Ängsten heraus. Als ich vor der ganz schlimmen Episode bei Angstzuständen mal Escitalopram bekommen habe hat das gut geholfen.

nXona>me14b99


steht so etwas im Wege bei der Berufssuche?

nicht oder? habe mich diesbezüglich noch nicht schlau gemacht. Der Arbeitgeber kann ja nicht in die Krankenakte schauen oder etwa doch?

LHuci;3x2


Nein. Es gibt nur sehr wenige Arbeitgeber die Attests verlangen können (Verbeamtung, Piloten, Polizei, Ministerien, Bundeswehr usw.)

Ein normalen Arbeitgeber darf nicht mal den Grund wissen, warum man mit ein gelben Schein (Krankschreibung) krank ist - steht ja keine Diagnose drauf und du hast kein Pflicht deiner 3-tägige oder längere Abwesenheit wörtlich zu begründen. Der AG darf auch allgemein nichts zur Gesundheit fragen.

SopiQnLnerixn


steht so etwas im Wege bei der Berufssuche?

In rechtlicher Hinsicht nicht, aber man ist durch die Krankheit selbst eingeschränkt. Ich kann mit der Erkrankung zum Beispiel nicht studieren, obwohl ich auch Abitur habe, das schaffe ich einfach nicht. Und natürlich sehen längere Krankheitszeiten im Lebenslauf nicht gut aus.

Es gibt nur sehr wenige Arbeitgeber die Attests verlangen können (Verbeamtung, Piloten, Polizei, Ministerien, Bundeswehr usw.)

Der Betriebsarzt hat auch Schweigepflicht, über die Art der Erkrankung darf der auch nichts sagen.

nAonname1x499


das erleichtert mich ungemein danke für die antworten!!!:)

Sapi?nne\rin


Das freut mich. Mir hat es auch gut getan, mal darüber zu schreiben. Ich möchte aber betonen, dass es bei dir nicht so weit kommen muss!

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