» »

Gute Freundin geht kaum raus, Depressionen und Angst

m^eli1ssat_cxat hat die Diskussion gestartet


Eine Freundin, welche ich vor ein paar Jahren in einem Chat kennenlernen durfte geht kaum raus, höchstens zum Einkaufen und einmal pro Woche zu einer Gesprächstherapie. Sie kann auch kaum etwas zu Hause machen. Aufgrund schlimmer Erfahrungen sind für sie die meisten Menschen ein Graus und sie bekommt unter ihnen Panik. Wir treffen uns manchmal auf einen Spaziergang oder haben schon einen Filmabend gemacht und was Kleines gekocht. Weg gehen ist nicht drin, für mich ist das ok, mache das selbst nicht, also feiern gehe ich nie. Aber ich denke, sie würde schon gern weg gehen, nicht unter Leute, wie in ein Café, aber mal mich oder eine andere Freundin (welche sie auch aus dem Chat kennt) besuchen. Eigentlich ist es für sie schon ein Fortschritt, dass wir uns trafen, anfangs wollte sie das gar nicht. Sie ist jetzt auch lockerer bei den Treffen, am Anfang sprach sie die ersten 2 Stunden kein Wort. Ihre Mutter wohnt im Haus bei ihr. Sie ist also nicht komplett isoliert. Ich würde ihr gerne noch mehr helfen. Wir verstehen uns gut, sind zusammen gewachsen in der letzten Zeit. Klinik kommt für sie nicht infrage. Sie hat eine Erwerbsunfähigkeitsrente für immer. Wir sind 28 und 27. Vielleicht muss sie auch einfach noch mehr Zeit bekommen und mit mir gute Erfahrungen machen. Was meint ihr?

Antworten
m<el^iss3a_crat


Ich habe das Gefühl, es hilft ihr schon (das sagte sie auch), dass wir was zusammen machen und sie mal keine Ablehnung erfährt im Leben. Aber was könnte man denn noch machen, dass sie doch auch mal zu mir fahren kann?

Blirk#enzNwCeixg


warum kommt eine klinik denn nicht in frage?

und was macht sie in der gesprächstherapie?

mzeljissVai_cxat


Eine Klinik lehnt sie kategorisch ab. Die Mutter auch. Das würde sie nie machen, allein wegen all den Leuten.

Ich denke, diese Gesprächstherapie bringt nicht so viel.

hteutje_qhixer


Möchte deine Freundin überhaupt etwas an der Situation ändern? Das wäre Grundvoraussetzung, dass sie es selber leid ist so zu leben.

Ansonsten ist eine Verhaltenstherapie eine geeignetere Möglichkeit, ihre Ängste zu überwinden.

BTW: Eine lebenslange Rente (wenn das den Tatsachen entspricht) bei einem so jungen Menschen muss eine sehr schwere Diagnose aufweisen. Vielleicht ist da mehr, als sie dir anvertraut.

Finde es toll, dass du dich für deine Freundin einsetzen willst @:) Unter den Voraussetzungen scheint es sehr schwierig zu sein.

mxeltis8sa_xcat


Sie bekommt eine lebenslange Rente, weil sie arbeitsunfähig ist und Panik unter Menschen bekommt. Sie findet es schon schade, dass sie so viel nicht kann, aber es scheint ihr schon unmöglich, zu einer anderen Therapeutin zu gehen, früher konnte sie da eher noch wechseln. Aber nun ist es schwerer. Viele denken immer, sie will nicht.. Aber das ist wie, wenn man einem Gelähmten sagen würde, er will nur nicht joggen gehen.

h^eute?_hier


In der Regel werden Renten befristet gewährleistet, weil eine gesundheitliche Verbesserung möglich und erwünscht ist. Deswegen meine Anmerkung, denn es ist schon ungewöhnlich.

Je mehr sie immer in ihren gleichen Mustern bleibt, desto mehr verhärtet sich dieses Verhalten. Verhaltenstherapie versucht in kleinen Schritten Veränderungen in den Alltag des Klienten zu bringen. Wie du siehst, ist da auch schon festgefahrener als zuvor.

Letztlich muss deine Freundin selber etwas ändern wollen und dafür auch Schwierigkeiten wie z.B. Therapeutenwechsel in Kauf nehmen.

E)lGkuseto


Sie findet es schon schade, dass sie so viel nicht kann, aber es scheint ihr schon unmöglich, zu einer anderen Therapeutin zu gehen, früher konnte sie da eher noch wechseln. Aber nun ist es schwerer.

Weil es ihr möglich gemacht wird zu vermeiden. Sie wird unterstützt darin nötige Maßnahmen zu vermeiden.

Viele denken immer, sie will nicht.. Aber das ist wie, wenn man einem Gelähmten sagen würde, er will nur nicht joggen gehen.

Es gibt Vergleiche die hinken und es gibt Vergleiche die für Betroffene ein Schlag ins Gesicht sind. Dieser hier gehört zu Letzterem.

Bei solchen Krankheitsbildern geht es nicht darum eine bestimmte Handlung zu wollen. Es geht darum etwas ändern zu wollen. Und eine solche Änderung ist nicht einfach, aber sie ist machbar. Wenn man sie denn will.

Deine Freundin scheint aber nichts ändern zu wollen.

Entweder Du akzeptierst sie und die Situation wie sie ist oder Du mußt Dich distanzieren.

m2evlissRa_caxt


Sie brachte selbst den Vergleich mit dem Gelähmten. Sie kann genauso wenig manche Dinge ändern wie ein Gelähmter Joggen.

hEeuwte_hi,er


Doch, sie kann etwas daran ändern. Sie ist nicht gelähmt.

Das ist eine ganz unglaubliche Ausrede.

Veränderungen scheinen ihr unüberwindbar. Das scheinen sie nur.

Warum konnte sie früher den Therapeuten wechseln und jetzt nicht mehr? Ganz einfach: sie will es nicht und es ist ihr zu anstrengend.

B4irkNenz8weig


Doch, sie kann etwas daran ändern. Sie ist nicht gelähmt.

Das ist eine ganz unglaubliche Ausrede.

Veränderungen scheinen ihr unüberwindbar. Das scheinen sie nur.

Warum konnte sie früher den Therapeuten wechseln und jetzt nicht mehr? Ganz einfach: sie will es nicht und es ist ihr zu anstrengend.

als ehemalige betroffene sage ich: das stimmt genau so.

wenn man etwas ändern will, kann man das auch. wenn man sich gegen alles verweigert, will man nix ändern

mfelis@sa_cxat


Es ging ihr damals vergleichsweise gut. Arbeiten ging zwar nie, aber sie konnte mit viel Überwindung noch mit ihrer Schwester mal ins Kino. Medikamente hat sie mehrere probiert, aber nicht vertragen. Da meinte auch der Psychiater, dass sie besser ohne auskommt, sie möchte auch keine mehr probieren. Sie fühlt sich wie gelähmt.

Ich gehe öfters mit ihr raus, mit der Zeit hilft ihr das bestimmt auch.

B_irkenuzKweixg


es geht ja nich nur um medikamente als hilfsangebot. ich find vor allem bedenklich,d aß sie sich so gegen eine klinik wehrt. wegen der leute.. ahja. die und deren schandmäuler sind natürlich wichtiger, als ihre gesundheit.

ihr leidensdruck ist offenbar noch nicht groß genug. sie kommt ja irgendwie durch..

mPeliss?ax_cat


Angst kann lähmen. Klinik war auch nichts für mich damals.

mIelis5sa_Vcat


Aber wir gehen, wie gesagt, öfters spazieren und das hilft ihr schon etwas.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH