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Wann Angehörige in die Psychiatrie einweisen lassen

JiennPy197x1 hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

es geht um meine Mutter (70+). Sie war mehrfach wegen Psychose in der Psychiatrie, damals war es mein Vater, der sie zum Arzt brachte.

Heute bin ich die Ansprechperson.

Es geht um folgendes, sie war nie bedonders logisch oder psychisch Kerngesund. doch in letzter Zeit benimmt sie sich seltsam. Zieht sich vermehrt zurück, ist aggressiv, aber eher passiv aggressiv, ihre Blicke ändern sich, sie kann nur für heute denken, Zusammenhänge von Vergangenheit und Zukunft kriegt sie nicht hin. Was mir am meisten Sorgen macht: Sie hat mich zweimal gefragt, was ich gesagt habe, einmal hat sie das Gesagte wiedergegeben , nur habe ich gar nichts gesagt gehabt.

Ihre psychische Gesundheit lässt nach und ich fange an zu denken, dass sie Demenz haben könnte oder sie rutscht langsam in eine Psychose.

Ab wann sollte ich was machen und an wen wende ich mich?

Noch sehe ich kein Grund, doch ich weiß, je kranker umso mehr wird manipuliert und die Wahrheit versteckt.

Vielen Dank im Voraus.

Antworten
V ampxy77


Wende dich dringend an den Sozialen Dienst in deiner Stadt! Die helfen ihr und stehen auch dir zur Seite!

E5leonxora


Exakt!

Emle|onoQra


[[Soziapsychiatrischer Dienst]]

Ist der Link zum Wiki-Artikel. Über Google kommst du an einen Kontakt in deiner Stadt bzw. deinem Bezirk.

E7leoGnor~a


[[https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialpsychiatrischer_Dienst klick]]

Sorry, jetzt geht er.

E;v:o<luz.zer


Spätestens bei Selbstgefährdung ist Einschreiten angezeigt.

Was bedeutet "Ansprechperson", bist du eingetragener Vormund?

NAoxfy


Du kannst gar nichts tun, so sieht es leider in D aus. Du kannst nach Hilfen für dich suchen, doch du kannst niemanden einweisen lassen, nicht durch einen Arzt, die Polizei oder sogar durchs Gericht. Es geht nicht.

Das weiß ich so genau, weil meine Mutter, auch laut Sozial psychlogischem Dienst, zu dem ich sie überreden konnte zu gehen, sie paranoide Schizophrenie hat und ich auch versucht habe sie in Behandlung zu bekommen. Das Problem ist, unser Gesetz sagt, dass jeder für sich selber entscheiden muss, ob er behandelt werden will, egal ob andere nun besorgt sind oder nicht. Außer, es droht Lebensgefahr, sprich dass die Person durch die Krankheit sterben könnte oder ernsthaft mit Suizid droht, dann kann die Polizei, für einen Tag, einweisen. Oder wenn die Person, nachweislich, sich selber oder anderen Schaden zu fügt, durch zb Gewalt, wobei das auch schwierig ist und ein Richter entscheiden muss. Gründe wie, sie vereinsamt oder lebt im Müll, genügen nicht, denn ihr steht es zu, so zu leben.

E9leornorxa


Selbst wenn du nicht direkt etwas tun kannst, kannst du dich dort beraten und nach Möglichkeit unterstützen lassen.

Das ist mehr als 'du kannst gar nichts tun'.

Gesetz dem Fall du kannst nichts direkt für deine Mum tun, ist es wichtig das du etwas für dich in der Situation tust. :)_ @:) Damit tust du deiner Mum indirekt dann auch etwas gutes. :)z

Der nächste Gedanke wäre, eine Pflegestufe zu beantragen.

E{leon=oxra


Und, egal was hier kommt: Versuch es einfach.

Erfahrungen sind wichtig, aber manchmal bekommt man doch etwas durchgeboxt. Lass dir den Mut und dein Engagement nicht nehmen! :)_

S*omm+erk1ind0x03


Ein Mensch darf nur dann zwangsweise eingewiesen werden, wenn durch die psychiatrische Erkrankungen eine Selbst- oder Fremdgefährdung besteht und diese Gefahr ambulant nicht abgewendet werden kann ([[https://www.psychomeda.de/online-beratung/therapie/darf-man-einen-erwachsenen-ohne-seine-zustimmung-einweisen-l-082011.html)]].

SWunflowxer_73


Du kannst gar nichts tun, so sieht es leider in D aus. Du kannst nach Hilfen für dich suchen, doch du kannst niemanden einweisen lassen, nicht durch einen Arzt, die Polizei oder sogar durchs Gericht. Es geht nicht.

Das ist absoluter Blödsinn, sorry! Bei eindeutiger Eigen- oder Fremdgefährdung ist jederzeit eine Einweisung möglich. 112 wählen und die Info "Zwangeinweisung/PsychKG" geben. Der Patient wird dann in der Klinik durch einen Richter begutachtet, der über längerfristige Maßnahmen entscheidet. Das kann dann so oder so ausgehen, aber bei jemandem mit entsprechender Vorgeschichte

In dem Alter und bei der Vorgeschichtet würde ich aber überlegen, auch das Thema gesetzliche Betreuung in Angriff zu nehmen. Das ist nicht ganz leicht, aber auch nicht unmöglich. Dann kann man eben grundsätzlich gegen den Willen des Betroffenen entscheiden (wenn deutlich wird, dass er nicht mehr urteils-/einsichtsfähig ist). Ich stehe mit meinem Vater geade vor dem Problem; der war bislang psychische aber unauffällig (zumindest was die Krankenakte angeht). Da ist es schwieriger und die Auffälligkeiten erschließen sich einem Außenstehenden nicht sofort. Bei etrwas Psychotischem ist es aber relativ gut zu erkennen.

Und als erster Ansatzpunkt: Hausarzt der Mutter und/oder Sozialpsychiatrischer Dienst der Stadt/des Landkreises. Bekommt sie Medikamente aufgr. der Psychosen? Nimmt sie diese wirklich?

NJoxfy


Das ist absoluter Blödsinn, sorry! Bei eindeutiger Eigen- oder Fremdgefährdung ist jederzeit eine Einweisung möglich.

Außer, es droht Lebensgefahr, sprich dass die Person durch die Krankheit sterben könnte oder ernsthaft mit Suizid droht, dann kann die Polizei, für einen Tag, einweisen. Oder wenn die Person, nachweislich, sich selber oder anderen Schaden zu fügt, durch zb Gewalt, wobei das auch schwierig ist und ein Richter entscheiden muss.

Genau das selbe schrieb ich auch.

112 wählen und die Info "Zwangeinweisung/PsychKG" geben. Der Patient wird dann in der Klinik durch einen Richter begutachtet, der über längerfristige Maßnahmen entscheidet. Das kann dann so oder so ausgehen, aber bei jemandem mit entsprechender Vorgeschichte

Wenn du den Notruf wählst, sagst dass du jemanden einweisen lassen willst, werden sie dich fragen warum. Nennst du dann zb suizid als Grund, kommt dann ein KW (Falls die Person verletzt ist) und die Polizei. Die Polizei darf für einen Tag einweisen, nur, deswegen ist es auch nur ein Tag, sollte sich rausstellen dass der Anrufer nur wen in die Pfanne hauen wollte (Die Entmüdigung wurde zb wegen missbrauch abgeschafft) kann der nach einem Tag wieder Heim, denn dann kann nur ein Richter anordnen, was nur in extrem Fällen tatsächlich passiert.

In dem Alter und bei der Vorgeschichtet würde ich aber überlegen, auch das Thema gesetzliche Betreuung in Angriff zu nehmen.

Der gesetliche Betreuer, ist ein Betreuer, kein Vormund, er darf sich um gesetliche Belänge für besagte Person kümmern, kann sie aber zu nichts zwingen.

L'ucix32


Es muss nicht mal eine Gefährdung vorliegen. Bei uns ist eine mit eine Psychose auf der Psychiatrie gelandet, weil er auf die Polizei eine verwirrten Eindruck gemacht hat (er ist harmlos, nur sehr desorientiert). Er hat sie gerufen, weil er sich von Fremden bedroht fühlte (es gab keine Bedrohung - paranoide Schizophrenie).

Geht schon.

Auch: wenn eine Psychotherapeut im Spiel ist, geht es. Seit 01.04. können Psychotherapeuten auch einweisen. Da ist es jedoch freiwillig.

NFodfy


Bei dem ist aber wieder das Problem, dass nur ein Richter anordnen kann dass die person länger als 48 Stunden in behandlung bleiben muss und das passiert leider zu selten, wenn keine gefährdung besteht, sondern nur wunderliches Verhalten. Danach kann die Person ansonsten wieder heim.

m4on<d+ster=ne


Du kannst gar nichts tun, so sieht es leider in D aus. Du kannst nach Hilfen für dich suchen, doch du kannst niemanden einweisen lassen, nicht durch einen Arzt, die Polizei oder sogar durchs Gericht. Es geht nicht.

Das weiß ich so genau, weil meine Mutter, auch laut Sozial psychlogischem Dienst, zu dem ich sie überreden konnte zu gehen, sie paranoide Schizophrenie hat und ich auch versucht habe sie in Behandlung zu bekommen. Das Problem ist, unser Gesetz sagt, dass jeder für sich selber entscheiden muss, ob er behandelt werden will, egal ob andere nun besorgt sind oder nicht. Außer, es droht Lebensgefahr, sprich dass die Person durch die Krankheit sterben könnte oder ernsthaft mit Suizid droht, dann kann die Polizei, für einen Tag, einweisen. Oder wenn die Person, nachweislich, sich selber oder anderen Schaden zu fügt, durch zb Gewalt, wobei das auch schwierig ist und ein Richter entscheiden muss. Gründe wie, sie vereinsamt oder lebt im Müll, genügen nicht, denn ihr steht es zu, so zu leben.

Ja, die Gesetzeslage sehe ich genauso. Das Gesetz schützt Mütter, die von ihren Angehörigen am liebsten in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen werden würden, zum Beispiel weil sie vereinsamen oder im Müll leben.

Was man von dieser Gesetzeslage hält, ist dann noch eine andere Frage.

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