» »

Schwindel und das Gefühl "neben sich zu stehen" -

G3lbitzerLs#chuxppen hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und habe zwei kleine Kinder. Eigentlich sollte es mir gut gehen - wenn mich nicht seit geraumer Zeit ein immerwährender "Schwindel" plagen würde. Verschiedene Untersuchungen haben nichts ergeben - organisch liegt nichts vor. Aber psychisch ist wohl nicht alles so, wie es sein soll. Das alles begleitet mich jetzt schon seit fast 10 Jahren, mit steigender Tendenz. Panik - Krebsangst - Todesängste waren zunächst "nur" sporadisch. Doxepin, Psychotherapie, Citalopram - alles habe ich versucht und es hat auch geholfen: aber nie endgültig und lange. Seit einem guten halben Jahr nun begleitet mich ein Dauerschwindel, d. h. nicht ein Schwindel im herrkömmlichen Sinne, sondern eher so das Gefühl wie "Watte im Kopf"; gegen Mittag wird es immer schlimmer, während es zum Abend hin ein wenig besser wird. Jetzt soll ich wieder Doxepin nehmen, was bei meinem ohnehin schon hohen Gewicht sicherlich auch zu neuen Schwierigkeiten führt. Irgendwie fühle ich mich wie in einer Tretmühle, die mich an immer neue Abgründe führt.

Geht das jemals vorbei oder muss ich mich damit abfinden? Kennt jemand dieses Gefühl der "Watte". Manchmal hilft es schon, wenn man jemanden kennt, der ...

Über eine Antwort freue ich mich.

Antworten
Egstheur67


Ich selbst kenne das Gefühl nicht. Aber von meiner Mutter kenn ich das ganz genau. Die unterscheidet Kopfschmerzen in: ich habe einen Stahlhelm auf, ich habe ein Stirnband um, welches zu fest sitzt - und eben "ich habe Watte im Kopf".

Gerade gestern hatte sie das wieder. Nebel waberte durch ihre Gehirngänge und irgendwie fühlt sich alles taub an.

Welche der oben genannten Methode hat denn bei Dir geholfen?

Wenn Du unter Ängsten und Depressionen leidest, wäre das doch ein Ansatzpunkt, eine der erfolgreichen Methoden zu wiederholen.

Mein Mutter litt jahrelang unter Depressionen. Inklusive Angststörungen und Panikattacken. Das volle Programm. Sie hat auch Medikamente genommen und eine Therapie gemacht. Ganz weg gehen tun Depris nie, man lernt nur damit umzugehen.

Und immer, wenn was stressiges ansteht oder der Druck steigt (z.B. Besuch kommt, das Auto muss zur Reparatur, die Bügelwäsch usw) dann ist eine typische Reaktion... Kopfschmerzen...

Das kommt erstens viel vom Nacken. Wenn Dir alles zuviel wird, ziehst Du wie ein Schildkröte den Kopf ein. Als Schutz. Dein Nacken verspannt sich... also Kopfweh.

Und es kommt eben von der Psyche. Wenn ich Kopfweh habe, kann ich mich ausklinken. Die Watte im Kopf umnebelt alles, die Probleme kommen nicht an mich ran.

Bei meiner Mutter hilft folgendes.

Sie geht 2 x in der Woche in eine Gymnastikgruppe. Da trifft sie nette Leute, tut was für sich ganz alleine und hält ihren Körper fit. Kann so auch Spannungskopfschmerzen entgegen wirken.

Zu ihren extrmen Depri Zeit hat sich auch noch 1 x in der Woche Yoga gemacht. Sie fands nicht so toll, aber ich habe sie dazu ermutigt, weil Yoga bei Depris sehr gut hilft. Hat's auch. Es entspannt und man kann die Übungen z.B. für die Atmung auch zu Hause anwenden. Das gitb auch meine mutter zu ;-) Bei Panikattacken macht das Sinn.

Wenn ihr nach einem stressigen Tag alles zuviel wird, geht sie einfach eine halbe Stunden spazieren. Alleine, atment mal tief durch, überdenkt den Tag und sortiert ihre Gedanken.

Und wenn's mit der Watte im Kopf gar zu schlimm wird, hilft Akkupunktur. Das muss man zwar selber zahlen, aber das hilft ihr ungemein und die Wirkung hält ja noch längere Zeit an.

Bei allem darf man nicht vergessen, die Ursachen zu bekämpfen. Was stimmt nicht in Deinem Leben? Bin auch 37 und da stimmt so einiges nicht ;-) Zwei Kinder sind auch nicht ohne. Meine beste Freundin hat zwei. Davon eins vor allem in der Anfangszeit sehr anstrengend wg. Allergien. Eines Tages hat es sie alles soooo angekotzt, dass sie ihre Familie angebrüllt hat "leck mich doch alle am Arsch" und in den Wald gerannt ist. Damals hat sie das Laufen für sich entdeckt. Inzwischen ist sie in einer netten Laufgruppe (ohne Mann und ohne Kinder) und hat es schon zu einem Halbmarathon geschafft.

Alleine bist Du mit Deiner Watte im Kopf bestimmt nicht.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Tipps geben.

AGudreCy-xAimee


re

Hallo ,

mir geht es so ähnlich .Ich bin auch 37 und habe 2 Kinder .Sie sind in der Pubertät und nicht eben leicht ,da ich allein erziehende Mutter bin .jetzt steht auch noch ein Umzug an und ich habe das gefühl durchzudrehen .ich kann nicht mehr .Möchte alles hinschmeissen ,habe Angst .

Bekomme Beruhigungsmittel ,Atonsin und Lorazepam .Aber damit kann ich mich doch nicht immer vollstopfen .Die Ads helfen auch nicht gross .Habe das Gefühl ,das mir alles über den Kopf wächst und aus den Händen gleitet .verliere die Übersicht .Habe Angst ,das alles schief geht .

LG

reoTndrxa


Hallo,

ich bin 24. Ich war vorletztes Jahr wegen Schwindel ( Schwankschwindel) und alle möglichen andere psychosomatischen Erscheinungen wie Magenschmerzen, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Vergesslichkeit, Unkonzentriertheit etc. 3 Monate Arbeitsunfähig und habe anschließend 6 Wochen Wiedereingliederung mit der Krankenkasse gemacht.

Ich habe direkt Medikamente gegen Schwindel und hatte erst Insidon und dann Doneurin. Es half aber nicht richtig. Mittlerweile geht es mir etwas besser.

Die Watte im Kopf verschwand mit der Einnahme von MHP. Ich habe Anfang des Jahres die Diagnose ADS bekommen.

-vAn"gstx-


hallo..

ich kenne das gefühl von "watte im kopf" auch sehr gut.. sobald ich irgendwie stress habe bekomme ich starke kopfschmerzen (tabletten helfen nur sehr begrenzt) und eben dieses "unwirkliche "gefühl. besonders schlimm wird es, wenn ich unter schlafstörungen leide (ca die hälfte des monats). dann sitze ich stundenlang auf dem sofa und gucke mir bäume und autos an, ohne das es mich irgendwie "berühren" würde. ich nehme meine umwelt zwar weiter wahr, doch scheint sie nichts mehr mir mir zu tun zu haben. in diesen phasen werde ich zunehmend vergesslicher und finde mich nur schwer in meiner eigenen wohnung geschweige denn draußen zurecht. ich vergesse termine, einkaufen und zu essen.

ich habe (mitunter deswegen) letzes jahr erneut eine therapie angefangen. meine therapeuten meint, das sei eben die art meines körpers sich eine pause zu verschaffen. (hatte früher oft wochenlang fieber ohne grund etc.). wenn ich meine angst und meinen hass zu lange unterdrücke und einfach weiter mache, streikt mein körper. dazu kommen schwindel und kreislaufzusammenbrüche. das verrückte daran ist, dass ich z.z. überhaupt keinen stress habe! und wie soll ich stress reduzieren, der nichtmal vorhanden ist? denn das ist der rat meiner therapeutin gewesen..: stress ruduzieren und oft eine pause einlegen und mir einfach ein stündchen ruhe verschaffen..

ZDin]a! 5


kurze Zwischenfrage

@ rondra

was ist MHP ???

MXoSi>ne


Depersonalisation?

...hört sich ähnlich an wie das was ich oft empfinde, auch wurde bei mir Jahrelang Depression diagnostiziert, jetzt hieß es es ist möglicherweise eine Depersonalisationsstörung. Depersonalisationssymptome treten aber auch bei anderen psychischen Krankheiten wie bsp.-weise auch der Depression auf.

näheres findest Du unter : [[http://dpforum.de]].vu

Viel Glück!

Simone

Grerd_xK


Re: Schwindel und das Gefühl "neben sich zu stehen"

Hallo,

ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. 4 Jahre war ich auf einer Art ‚Ärztetournee’. Nichts, aber auch gar nichts konnten die Ärzte finden. Es war dann letztes Jahr so schlimm, dass ich 7 Monate arbeitsunfähig war. Konnte nicht einmal mehr das Haus verlassen (Panikattacken, Schwindel und alle möglichen Psychosomatische Beschwerden). Habe dann eine 6 wöchige ReHa in Bad Camberg gemacht. Zur Unterstützung nehme ich Trevilor 150. Nun bin ich seit der ReHa schon 8 Monate beschwerdefrei. Die ReHa hat super geholfen. Ab und zu schlägt es noch mal durch, aber mit den Erfahrungen aus der ReHa-Klinik kann ich damit umgehen und es ist schnell wieder vorbei. Seit nun 14 Tagen ist die Menge Trevilor halbiert worden, auf Trevilor 75. Nach weiteren 8 Monaten soll noch einmal halbiert werden, um das Medikament dann ganz abzusetzen.

vG Gerd K.

c2hriKsto]pher9x1


Hallo, ich bin 21 jahre alt und habe ähnliche Symptome ich bin immer müde fühle mich dauaerhaft so als währe ich betrunken obwohl ich keinen Alkohol getrunken habe. Mir ist schwindlich habe probleme mich zu orientieren über sachen nachzudenken und mir sachen zu merken, ich kann soviel schlafen wie ich möchte und bin immer noch müde habe versagens Ängste und das ich irgendwelche krankheiten habe krebs, tumore, etc. ich bin verzweifelt habe schon sämtliche ärtzte kontaktiert und sie haben nichts gefunden ausser das ich Allergien habe gegen die ich allerdings Spritzen bekomme. Kann mir irgend jemand sagen wie er diese Symptome am besten behandeln lassen hat ?

Danke für Beiträge und Hilfe :-)

s`chne{cke1x985


@ audrey-aimee

Wer verordnet dir die Medikamente?

Wenn Hausarzt, dann würd ich dir dringend raten, einen Psychiater aufzusuchen, der ist in der Regel der Fachmann für Psychopharmaka. Gerade das Lorazepam sollte NICHT über einen längeren Zeitraum genommen werden (Faustregel ist max. 2 Wochen), weil bei dieser Medikamentengruppe ein sehr hohes Suchtpotenzial herrscht. Lorazepam und Konsorten gelten als Notfallmedikamente, die im Akutfall (z.B. einer Panikattacke) angewendet werden. Um den Problemen dauerhaft Herr zu werden führt kein Weg an einer Psychotherapie vorbei (ich empfehle da Verhaltenstherapie).

@ Glitzerschuppen

Doxepin, Psychotherapie, Citalopram – alles habe ich versucht und es hat auch geholfen: aber nie endgültig und lange

Einerseits ist mit diesen drei Optionen noch lange, lange nicht das Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft! Es gibt eine Unmenge an Antidepressiva, die durchprobiert werden können. Daneben gibt es noch sehr viele Therapieformen (Klinik, Tagesklinik, Kunsttherapie, Ergotherapie ect.pp.), die du mit Sicherheit noch nicht alle durch hast ;-)

Andererseits sind viele psychische Erkrankungen rezidivierend, d.h. sie treten immer wieder auf. Da hilft nichts, als am Ball zu bleiben! Auch wenn es anstrengend und nervig ist.

@ all

Wie schon angemerkt, klingt das "neben sich stehen" nach Depersonalisation. Ich habe das selbst über Monate erlebt, es kommt einem vor, als würde man Träumen / angetrunken sein. Bei mir ging das soweit, dass ich mich nicht mehr im Spiegel erkannt habe :°( allerdings war es auch eines von den ersten Symptomen, die unter Medikation und Therapie rasch zurückgingen. :)^

slchnetck%e198x5


@ christopher

1. Schritt: Psychiater / Neurologen kontaktieren – da kriegt man in der Regel schnell einen Termin und bekommt gegebenenfalls Medikamente.

2. Schritt: So viele Psychotherapeuten durchtelefonieren, wie man kann und den frühesten Termin schnappen. Oft kann der Hausarzt oder die Krankenkasse bei der Suche nach einem Therapeuten helfen bzw. es beschleunigen. Und dann Psychotherapie machen und an sich arbeiten. Angsterkrankungen lassen sich sehr gut behandeln!

s=chae]fche;n3x4


hallo christopher *:) , mir gehts genauso.......... :(v habe heute wieder ein beruhigendes blutergebnis bekommen, das meine krebsangst etwas herab gesetzt hat,mal sehen wie lange es diesmal dauert! ":/ schlafen kann ich auch immer zu, das nervt unendlich, ich verlasse mich jetzt einfach drauf, dass es besser wird, wenn der frühling kommt @:) ! allerdings bin ich seit anfang februar in therapie, was ich genau für ne störung habe ist noch nicht klar, ich bin mir aber sicher, es ist ne generalisierte angsstörung! %:|

cuhristo[pherx91


Danke für eure Beiträge mit *:) meinem Herzen ist alles in Ordnung und alle anderen organischen Sachen wurden auch schon merfach kontrolliert. ich werde morgen erst einmal versuchen ein Termien beim Psychater zu bekommen. Am schmlimmsten ist es wenn ich vergesse was irgendwer zu mir gesagt hat, dass macht mich ziemlich fertig und auf der arbeit macht es mir auch zu schaffen. hatte damals familiere probleme die jetzt nicht mehr da sind. Als ich ein wenig zur Ruhe gekommen bin nach den ganzen strapazen fing die ganze geschichte an mit Betrunkenheitsgefühl etc. danke für weitere Anregungen ach ja ??? und ist es dann auch Normal das man keine Freude mehr verspürt, ich habe das Gefühl das alles was mir mal Spass gemacht hat jetzt alles relativ egal ist, Ich´verspüre keine Emotionen, Freude oder Leid mehr zumindest nicht so wie Früher man freut sich zwar Äußerlich aber Innerlich bin ich Leer und habe keine gefühle mehr .... hat dort Jemand auch Erfahrungen gemacht ?

B-AYD} GUSY 78


Ja ich war bei allem traurig, wochenlang geweint. Die Kinder hatten Spaß, ich saß daneben Und war emotionslos dabei, erst vor 3 Monaten war es so akkur das ich erkannte was ändern zu müssen. Nehme jetzt cita und das bringt mir die Energie wieder. Ich lerne Kleinigkeiten wieder zu schätzen.

JMa*ni8x3


Hallo an alle,

ihr könnt euch nicht vorstellen wie froh ich bin dass ich mit solchen Problemen nicht alleine bin. ich kenne das Gefühl neben sich zu stehen oder alles durch einen Nebel wahrzunehmen nur zu gut. leider dachte ich die ganzen Jahre (ja Jahre seit ich ein kleines Kind bin) dass das normal ist. oder eher ich wusste es stimmt was nicht aber was soll man auch sagen hey ich denk ich bin verrückt? jetzt bin ich 28 und endlich erkenne ich das es nicht normal ist und ich auch nicht verrückt bin sonder krank. Mein großes Problem ist nur das ich so lange so gelebt habe, dass ich jetzt nicht mehr weiß was normal ist. ich habe das Gefühl nur in diesem Zustand zu funktionieren. Es ist teilweise wie ein Autopilot. ich mach alles und bekomme es auch mit aber wie einige von euch schon geschrieben haben, ist es bei mir dann auch das ich nicht mehr genau weiß wem habe ich was erzählt, wann war was. ich habe das Gefühl mein ICH sitzt in mir und steuert alles. man das hört sich so verrückt an.

Seit ca. einem Monat als ich das erste Mal mit jemand gesprochen habe und weiß dass es eine Krankheit oder Störung ist...die Depersonalisation hat meine Symptome ziemlich gut getroffen, geht es mir noch schlechter naja erst besser jetzt bringt es mich voll durcheinander. ich denk es sind auch Depressionen dazugekommen. Das was du schreibst christopher91 kann ich nur allzu gut nachvollziehen. äußerlich lache ich bin nach außen hin normal aber es kommt nichts bei mir an. Die Sonne scheint ich weiß wenn die Sonne scheint sollte es mir gut gehen, aber ich spür gar nichts ich bin so leer. :-( diese GEfühl ist mal schlimmer mal weniger schlimm das Fremdheitsgefühl dagegen ist immer da!

Ich hatte vor ca. einer Woche einen Termin bei einer Psychiaterin...das war das schlimmste was ich je getan habe, mir ist das so peinlich und ich habe so angst dass sie mir nicht helfen können. Diese meinte ich sollte mindesten drei Vorgespräche haben um den passenden zu finden. Die Vorstellung das immer und immer wieder zu erzählen löst bei mir herzrasen und Angstzustände aus und weinen ja das tu ich auch ständig.

ich hoffe das ich irgendwann normal im hier und jetzt leben kann und voll da bin und keine Angst davor habe ich zu sein.

jetzt habe ich sehr viel geschrieben...freu mich auf eure Rückmeldungen :-)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH