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Hab Angst, schizophren zu werden

M^ietzexKatze hat die Diskussion gestartet


Hallo...

Irgendwie häuft sich bei mir grad alles an.Naja...

Also, ich (21) weiß das ich unter Depressionen u. einer Angststörung leide (seit etwa 2 Jahren). :-( Damit kann ich mal gut und mal weniger gut umgehen.Darum soll es jetzt aber nicht gehen.

Ich habe grad "Veronika beschließt zu sterben" (v. Paulo Coelho, ein sehr schönes Buch) gelesen.U.a. kommt in diesem Buch auch ein Schizophrener vor u. seine Welt bzw. wie er mit d. Welt umgeht wird ausführlich beschrieben.

Hmmm...und nun glaube ich Schizophren zu werden.Das hört sich erstmal sehr weit hergeholt an.Aber ich schätze mich selbst als einen Hypochonder ein (ob's nun um körperl. oder geistige Krankheiten geht).

Natürlich mußte ich erstmal im Internet über die Sympthome d. Schizophrenie nachlesen.

Es geht mir wirklich nicht gut damit.Ich beobachte meine Gedanken und Gefühle sehr aufmerksam.Beim kleinsten Anzeichen denke ich: OK, da hast du's, nun wirst du doch Schizophren.

Ich kann mich schwer konzentrieren und komme mir so fremd vor.Ich habe Angst die Kontrolle zu verlieren und fühle mich öfters verwirrt.In letzter Zeit bin ich auch sehr vergesslich geworden, vor allem was mein Kurzzeitgedächtnis angeht.

Ich bin schon immer ein eher schüchterner Mensch und jetzt glaube ich das die Schizophrenie etwas damit zu tun hat.

Dann sitze ich in der Straßenbahn und grüble wie es wohl genau ist Schizophren zu sein.Überlege wie es ist sich von allen verfolgt zu fühlen oder wie es ist in seine eigene Realität zu flüchten

Ich überwache meine Geisteswelt um jedes Anzeichen eines Sympthomes sofort aufzuspüren.

Letztendlich muß ich ja zugeben das ich wohl nicht wirklich weiß wie es ist Schizophren zu sein.Ich stelle mir eben vor wie es wohl sein könnte u. grüble lange darüber nach, vergleiche das mit meinem Zustand.. usw..

Das einzige woran ich mich klammere ist das mir eine entfernte Bekannte die Psychologie studiert hat erzählte das jemand der unter einer Angststörung leidet ein anderer "Psychotyp" sei als ein Schizophrener.Ob das stimmt weiß ich nun auch nicht.

Ich mache mir auch Sorgen das selbst wenn ich nicht Schizophren bin, ich es mir doch durch meine Phantasie einreden könnte...etc.

Nun weiß ich nicht ein noch aus und habe niemanden mit dem ich darüber reden könnte. :-(

Ich fühle mich echt verloren.

Was meint ihr zu all dem?

Seid lieb gegrüßt.

Antworten
Btetu@losilfvarixus


Hallo

Schisophrenie gehört wirklich in eine andere "Schublade" als Angststörungen. Und so wie Du schreibst ist es absolut untypisch für einen Schisophrenen (habe mich auch nebenberuflich mit Psychologie befasst). Deine Gefühle, so wie Du sie schilderst kommen viel mehr durch die Angst an etwas erkrankt zu sein. Und nicht durch Schisophrenie.

Läßt dich wegen der Angststörung behandeln? Es ist wichtig das Du es in Griff bekommst, dann verschwinden auch Deine befürchtungen Schizo zu sein.

Gruß

MlieetzeKdatxze


Bin bisher noch nicht in Behandlung.Versuche aber seit ca. 1 Woche endlich mal 'nen Psychologen zu finden der über die Krankenkasse abrechnet u. in nächster Zeit mal 'nen Termin frei hat. :-/

ZYin&a x5


@ MietzeKatze

wenn man an Angststörungen und depressiven Störungen leidet, kommen dabei teilweise auch Symptome vor, die eventuell an die schizophrene Symtomatik erinnern - Fremdheitsgefühle, Verwirrung, Angst vor Kontrollverlust ... aber die von Dir beschriebenen Symtome wären nur Randsymptome einer Schizophrenie, die Kernsymptome bestehen aus ganz gravierenden Störungen des Denken und Fühlens, und die kann ich in Deiner Beschreibung einfach nicht wiederfinden. Ich glaube, daß dieses ängstliche Beobachten Deines Befindens zu Deiner Angststörung gehört und daß ein Therapeut Dir auch sehr schnell diese Angst nehmen könnte!

alles Gute und viel Glück bei der Therapeutensuche

Zina

RLebec(ca


Mach Dir Nicht zu große Sorgen!

Weißt Du, manchmal habe ich das Gefühl, je länger man sich mit Shizophrenie beschäftigt, desto eher kann man sich damit identifizieren. Ich kenne das Gefühl auch sehr gut.

Inzwischen glaube ich, daß jeder Mensch etwas shizophrenes an sich hat, mal mehr, mal weniger. Und wenn man etwas an sich entdeckt, das an Shizophrenie erinnert, fühlt man sich schon halb erkrankt. In den meisten Fällen ist es dann aber doch ganz harmlos.

MHietzeBKatxze


Nochmal ich...

Da hab ich heute grad mal wieder 'nen super schlechten Tag.

Trotzdem muß ich nochmal was loswerden.

Ich habe hin und wieder (besonders wenn die Angststörung mal wieder zuschlägt) dieses blöde Gefühl mir selbst fremd zu sein.

Das ist wirklich ein eckliges Gefühl.

Dann kann ich mich auch sehr, sehr schlecht konzentrieren.

Einmal ging es mir sogar so das ich nachts wach wurde und nicht sofort wußte wer ich bin.Das war nur ein kurzer Moment trotzdem aber sehr erschreckend.Dementsprechend schlecht ging es mir die nächsten 2 Tage.

In letzter Zeit habe ich sogar Durchschlafstörungen, wobei ich bisher nie Probleme mit dem schlafen hatte. :-(

Was ist das nur?

Ach menno, gibt's keinen Weg mir erstmal selbst zu helfen?

Die Warteschlange bei den Psychologen ist immer endlos. :-(

Liebe Grüße....

Z;ottyelbFaer


@ MietzeKatze:

Du hast wirklich keine Schizophrenie, sondern eine reine Angststörung.

Dies führt zur Angst vor Schizphrenie, diese wiederum dazu, dass Du Dir laienhaftes Wissen anließt, um gegen diese Gefahr gewappnet zusein, was wieder dazu führt, dass Du all die Anteichen kennst, die Du bemerken musst, damit Deine Befürchtung eintritt.

Du wachst nachts auf und bist erst einmal orientierungslos. Das ist aber kein Anzeichen dafür, dass Du schizophren wirst, sondern dafür, dass Du nachts aufgewacht bist... ;-)

Es ist vollkommen im grünen Bereich.

Ach ja: Du solltest die Finger lassen von allen Romanen und sonstigen Quellen, die sich in irgend einer Weise mit Krankheiten befassen...

Dann lebst Du gesünder. ;-D

M:oSMinxe


Depersonalisationssymptome...

...nennt man das wohl was Du beschreibst, und das kommt besoners oft vor in Zusammenhang mit Angst- und Panikstörungen...und auch Depression.

mehr dazu auch unter : [[http://dpforum.de]].vu

Machs gut

Simone

M`ietRzeK9atzxe


Danke, danke...

Muntert mich etwas auf zu lesen was ihr darüber denkt.

Hat jemand hier vielleicht selbst Erfahrung damit?

Nochmal liebe Grüße, die MietzeKatze

ZCina x5


ja, ich

@ MietzeKatze

Diese Depersonalisationssymptome (was ein Wort :-o ) habe ich auch gehabt, damals war ich 16, ist also schon lange, lange her. Sie waren von einem auf den anderen Tag da und haben mir sehr viel Angst gemacht. Zusätzlich hatte ich auch sogenannte "Derealisationssymtome", d.h. nicht nur ich selbst kam mir irgendwie komisch fremd vor, sondern auch meine Umgebung erschien auch unwirklich, so als träumte ich oder säße unter einer Glasglocke. Irgendwie war immer alles so "weit weg". Ich las dann in irgendeinem Gesundheitslexikon über Schizophrenie, und wie bei Dir schien alles zu passen, und natürlich hat das alles noch schlimmer gemacht und die Symptome verstärkt :-( . Meine Mutter hat mich damals zu einer Psychiatrin geschleppt, wo ich die ganze Zeit nur geheult habe und diese diagnostizierte eine "Angstneurose" (nannte sich damals noch so) und empfahl dringend eine Therapie. Ich wollte aber irgendwie nicht.... es wäre besser gewesen, denn so habe ich mich ca. 3 Jahre damit herumgequält. Richtig verschwunden ist es erst dann, als ich 6 Jahre später eine Therapie begonnen habe...

Klar sind die Wartelisten lang. Manchmal hat man da bei ärztlichen Psychotherapeuten bessere (dh schnellere) Chancen als bei psychologischen Therapeuten. Aber versuch es doch einfach mal. Laß Dir einen Termin geben :-)

viele Grüße

Zina

WqirrNnRixs


Hallo,

Ich kann deine Situation ganz gut nachvollziehen, glaub ich.

Intensive Selbstbeobachtung, kurzzeitige Verwirrtheit, Konzentrationsschwierigkeiten, unruhigen Schlaf, "Entrückung", das kenn ich auch (wenn ich auch momentan glücklicherweise keine großen Probleme damit hab).

Und (wie ich in ´nem anderen Thread schon mal geschrieben hab)

ich hab mir sogar schonmal genau dasselbe eingeredet, wie du (schizofren zu sein/zu werden).

Allerdings ist zum einen das Spektrum an unguten Auswirkungen von Depressionen ziemlich groß - deine Symptome sind da alle ziemlich "normal".

Zum anderen findet man in der Symptomatik von Schizophrenie oft eine Unzahl von kleinen Auswirkungen, die man auch als einfach nur etwas introvertierter Mensch haben kann.

Bisweilen findet man (speziell im I-net) auch einfach absoluten Unsinn. Irgendwo hab ich sogar mal gelesen "die intensive Beschäftigung mit Philosophie oder Religion" wäre ein Anzeichen für Schizophrenie!!!

Also lass dich nicht unnötigerweise noch zusätzlich verunsichern, und versuch´s am besten vielleicht wirklich mal bei ´nem Psychologen!

M1alus


Oh ja, da sagt der Wirnis etwas ganz entscheidendes, das mit der Religion und Philosophie. Wo kämen wir denn da hin, wenn ein interessierter Mensch aufgrund seines Interesses als schizophren diagnostiziert wird... :-/

Ich habe ähnliche Probleme, wobei ich bereits unter Kernsymptomen gelitten habe, ist aber alles zum Glück gut gegangen. Ich habe zwar teils auch noch mit leichten Symptomen wie Verwirrtheit und Konzentrationsschwierigkeiten zu kämpfen, aber das ist alles im grünen Bereich.

Du sagst, dass du dir versuchst vorzustellen wie es wäre Schizophren oder sonstwie gestört zu sein. Auch bist du dir wohl sehr im Klaren über deine Gefühle. Ich sehe das eher als eine Gabe als eine ernsthafte Behinderung, denn ein Großteil der Menschen haben diese Klarheit über sich selbst nicht. Aus dieser Blindheit heraus schimpfen viele dieser Menschen sogar auf diese Menschen und entwickeln Hasse-Gefühle gegen sie. Ich sage, dass es nicht leicht ist sich seiner Selbst bewusst zu sein!

MKietzeKactze


Darum geht es eben :-(

Denn eben habe ich mal auf [[http://www.dpforum.de.vu]] (Dank an MoSine) vorbei geschaut.

Da geht es um Depersonalisierung.

Das kann eine Begleiterscheinung von Depressionen und Angststörungen sein oder auch allein auftreten und eben Depressionen usw. auslösen.

Naja, das ist nun etwas umfangreich.

Nur leider ist es so das ich immer wieder mit eben diesem Fremdheitsgefühl zu kämpfen habe.Ich kann garnicht sagen wie ich das hasse!

Ich wünschte ich könnte dieses Gefühl einfach zur Tür geleiten und rauswerfen!

Ich sehe das wie eine Art Teufelskreis.

Die Angststörung bzw. Depression ist da.Ich mache mir Sorgen und habe zu viele schlechte Gedanken.Mir geht es noch schlechter.Ich beginne mich fremd zu fühlen.Die Depressionen und Ängste werden stärker und immer so weiter...

Vielen Dank Malus für deine kleine Aufmerksamkeit.Vielleicht sollte ich das alles eher nutzen als es zu verdammen.

Liebe Grüße, die Mietze

VJexeb


@MietzeKatze

Du hast ja schon viele vernünftige Antworten bekommen und dass du dich um eine Therapie bemühst, finde ich auch gut.

Aber vor Schizophrenie oder Geisteskrankheit brauchst du nicht die geringste Angst zu haben! Schizophrene haben keine Einsicht in ihre Krankheit, sie sind persönlich gespalten und wissen nichts davon. Solange du dir über "Symptome" Gedanken machst ist es das sicherste Zeichen, dass du nicht krank bist. Das sind alles Symptome deiner Angststörung.

Höchstens sind es leichte schizoide Tendenzen. Keine Angst!! Schizoid sind viele Menschen zuzeiten, das ist keine Krankheit und hat trotz gleichen Wortstamms mit Schizophrenie gar nichts zu tun. Wenn du deine Angststörung behandeln lässt, kommt das alles in Ordnung, glaub mir. Tief ausatmen und entspannen. Es gibt für dich keinen Grund zur Angst.

Es ist eben das (Un)wesen einer Angststörung, dass man Angst hat ohne Grund. Und es gibt praktisch kein psychisches oder körperliches Symptom, das eine Angststörung nicht hervorbringen könnte. Also lass dir helfen, die Wahrscheinlichkeit ist extrem groß, dass du noch mehr als 50 Jahre Gesundheit und Leben vor dir hast.

MBietzHeKaxtze


Und noch was...

Kennt sich jemand hier mit Depersonalisierung aus?

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