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Warum bin ich SO? Warum tu ich Das?

M#oSinxe


hast Du schonmal was vom...

...Münchhausensyndrom gehört?

Da täuschen Menschen Kranheiten vor oder verletzen sich wirklich um ärztliche Behandlung zu erreichen.

muß bei Dir nicht zwingend das selbe sein, aber es gibt wohl Parallelen...

Auf jeden Fall scheint Dir etwas zu fehlen das Du ausgleichen willst. Aufmerksamkeit oder was auch immer.

Laß Dir von einem Therapeuten helfen das herauszufinden sonst wird es womöglich immer schlimmer. Früher oder später wird sowieso jemand dahinter kommen, daß Du die Krankheiten "nur" vortäuscht und Dir psychologische Beratung nahelegen. Je früher Du damit bedinnst desto einfacher wird es sein dem Ursprung auf die Schliche zu kommen (vermute ich)

Übrigens, ich denke es stimmt, daß viele Psychologen/Therapeuten selbst ihre Macken haben, sonst wären sie vermutlich nie auf die Idee gekommen diesen Beruf zu ergreifen. Aber gerade diese Eigenschaft, daß sie selber wissen wie es ist psychisch labil, krank, leidend zu sein läßt sie für mich zu vertrauenswürdigen Gesprächspartnern werden.

Bye

Simone

d)erNind7aslic^htgexht


@Justine 1981

...Und das find ich einfach nur krank, sorry ...

Das ist ja auch "krank". Daran besteht überhaupt kein Zweifel.

Du hast Hunger nach Aufmerksamkeit? Und deshalb befriedigst du dieses Bedürfnis auf die geschilderte Weise.

Das Bedürfnis selber ist nicht krankhaft. Nur das Ausmaß und die Herrschaft, die es über dich erlangt hat. Es ist vergleichbar mit ungezügelter Eßsucht, wenn man vom Begriff "Hunger" ausgeht. Psychologen mögen hier nun vielleich eine Parallele zu deinen abgelegten aber nicht aufgearbeiteten (?) Eßstörungen der Vergangenheit sehen. Ich verzichte darauf.

Dein Verhalten ist auf jeden Fall "zügellos" und "beherrscht" dich in einem gewissen Maße. Es ist eine Sucht.

Es hat viel mit "Unbescheidenheit", "Egoismus", "Egozentrik" zu tun, denn das, was du dir da an Aufmerksamkeit "stiehlst", steht dir ja nicht wirklich zu, weil du es im "Übermaß" forderst. Du erzwingst es, du nimmst es dir.

Bei Kindern, denen es an Liebe mangelte, weiß man, das sie später irgendwann mit dem Klauen anfangen. Nicht generell, aber häufig. Du "klaust" dir ja auch was. Vielleicht war deine Kindheit doch nicht so, daß man deinen Bedürfnissen gerecht wurde.

**********

Wenn du nur fragst: Warum bin ich so?, kommst du nicht dahinter. Jedenfalls nicht allein. Du siehst nur das, was oben aus dem Boden herausschaut, nicht aber die Wurzeln.

Sieh es mal so, daß jeder Mensch aus einer Vielzahl von Einzelschichten seiner Seele besteht. Jede dieser Schichten für sich ist ein Extrem in irgendeiner Richtung. Eine Art selbständige Persönlichkeit. Schichten, die lieben, die hoffen, die hassen, die alles tun, was Menschen tun. Was daraus resultiert, ist das, was du bist und was andere von dir sehen. Also eine Art Demokratie im verborgenen Inneren.

Bei psychischen Störungen kann man sich vorstellen, daß diese "Demokratie" gestört ist. Da gibt es ein paar "asoziale Elemente" unter diesen Persönlichkeitsschichten, die sich auf Kosten der anderen bereichern (oder profilieren). Das kann soweit gehen, daß solche Schichten die totale Herrschaft an sich reißen, so daß dann z.B. nur noch bestimmte Eigenschaften "regieren". Und alle anderen werden unterdrückt. Aber sie sind noch da und sie erleben "dieses Unrecht". So ist es ja auch bei dir. Du fragst ja: Warum?

Meiner Meinung nach muß man sich viel mit sich selbst beschäftigen und in sich arbeiten, wenn man damit fertig werden will. Aber du bist ja wohl alles andere als introvertiert. Diese vielen Dinge in dir, die als "Strömungen" zu diesem und jenem Verhalten führen, entgehen dir. Es hätte wenig Sinn, sich mit all dem zu beschäftigen, wenn es dir überhaupt nicht liegt. Auf jeden Fall ist es etwas "Unerledigtes", "Unaufgeräumtes" in dir.

Ohne Therapie keine Antworten auf deine Fragen. So wird es sein.

P`epXpa198v3


wie ich gelesen habe, bin ich nicht die einzige, die dir sagt, dass du dich in Therapie begeben solltest, doch ich glaube, du hast noch nicht erkannt, dass es notwendig ist. Mir kommt es vor -wie auch schon andere sagten- dass du süchtig bist. Und damit man diese sucht überwindet, und man geheilt werden kann, musst du erst erkennen, dass du süchtig bist! wenn du nämlich das erkannt hast, erst dann können dir deine Mitmenschen und dein Therapeut helfen!

das ist sehr wichtig, denn dein Verhalten und dein psychischer status quo wird analysiert, und wird erklärt! so gewinnst du erkenntnisse über dich, denn laien kennen sich damit nicht aus! und können dir nicht helfen, dass muss ein fachmann tun! Was ich besonders schlimm finde, dass man dich wegen deiner Essstörungen nicht in therapeutische behandlung geben hat1

Ich glaube zudem auch, dass ein Klinikaufenthalt notwenidig sein könnte, auch aufgrund deiner Sucht-geschichte....

Insabe>llVe8V6


@Justine

Puh das war anstrengend alle Beiträge zu lesen, aber auch sehr interessant!

@ derindasLichtgeht:

Du hast eine coole Ausdrucksweise und das was du schreibst hat Hand und Fuss, darf man fragen wie alt du bist und was du beruflich machst ???

So und jetzt mal zum eigentlich Problem.

Ich hab um ehrlich zu sein einige Zeit gebraucht um zu verstehen um was es eigentlich konkret geht wenn ich ehrlich sein soll.

Ich möchte gerne einmal Psychologie studieren und mich interessieren die Probleme anderer Menschen sehr.

Justine, zu dir kann ich nur sagen:

Den ersten Schritt hast du getan!

Du hast erkannt dass mit dir etwas nicht in Ordnung ist und du suchst nach Lösungen, du postest hier, das ist schonmal klasse!

Wenn ich dich richtig verstanden habe liegt dein Problem konkret darin, dass du nicht verstehst warum du das alles brauchst und du dir Beachtung durch solch heftige Taten erzwingen musst.

Du meinst also du hast genug Aufmerksamkeit bekommen als Kind? Das was du brauchst und was du dir gewünscht hast?

Was genau fühlst du wenn du solche Dinge vortäuscht um behandelt/ beachtet zu werden?

Was bewegt dich dazu, eine Ohnmacht zu simulieren oder Tabletten zu schlucken? Du möchtest nicht dass es dir schlecht geht? Hab ich das richtig verstanden?

Möchtest du gern in ein Krankenhaus und von Ärzten etc umsorgt werden?

Von dem Münchhausen Syndrom habe ich auch schon gelesen, dabei geht es um Menschen die jede Art von Krankheit vortäuschen, um stationär aufgenommen zu werden, ja sogar operiert zu werden und ähnliches und das immer und immer wieder.

Warst du schon oft im Krankenhaus? Gefällt es dir dort?

Gehst du oft und gerne zum Arzt? Findest du Gefallen daran untersucht zu werden usw?

Hast du dich oft nicht angemessen behandelt gefühlt?

Ich finde dein Problem auf eine Art interessant *sorry*, denn sowas hat man nicht so oft.

Wenn ich das richtig mitbekommen habe hast du auch Angst vor dir selber? Davor, dass du schlimmere Dinge tun könntest nur um von anderen beachtet zu werden? Aber Mitleid willst du keins oder?

Du hast ein geringes Selbstwertgefühl okay, aber das allein bringt einen ja nicht dazu Krankheit und Kreislaufkollaps vorzutäuschen damit man umsorgt wird.

Worum geht es dir dabei genau?

Hast du schonmal darüber nachgedacht zu einem Psychologen zu gehen oder mit anderen Leuten in deinem Familien-/Freundeskreis darüber zu sprechen?

Ich würde dir wirklich gerne helfen, nur das geht übers Internet sehr schlecht und ich hab auch noch nicht wirklich viel Erfahrung (auch wenn ich mich sehr mit Psychologie etc beschäftige und mich dieses Themengebiet sehr fasziniert - ohne dass ich jetzt selbst tiefsitzende Probleme habe.. ja ja sowas gibt es auch *g*)

J7ustiQne 19x81


Danke erstmal für eure Postings.

Oh Gott so viele Fragen, ich muss mich selbst erstmal wieder orientieren....

Also NEIN ich finde es GARNICHT schön im Krankenhaus zu sein und von Ärzten etc. untersucht zu werden eigentlich auch nicht.

Dieses Münchhausen Syndrom von dem ihr schreibt trifft auf mich auch nicht zu oder wenn dann nur zu einem ganz ganz geringen Prozentsatz.

Es ist irgendwie garnicht so, dass ich Mitleid möchte.

Aufmerksamkeit vielleicht schon aber NICHT (und das ist glaub ich das Entscheidende) von mir nahestehenden Menschen, sondern von Leuten die ich kaum kenne, aussenstehenden Leuten in der Öffentlichkeit pp (daher auch z.B. Rettungsdienstmitarbeiter o.ä.)

Ich habe ein Problem mich in der Öffentlichkeit zu präsentieren, zu agieren, ich bin nicht selbstsicher genug und stosse daher oft auf abweisende Reaktionen, weil meine "Verklemmtheit" oft als Arroganz o.ä. ausgelegt wird.

Vielleicht hat es damit zu tun.

Wenn ich Tabletten nehme (z.B.) will ich damit ja erreichen, dass man sich um mich kümmert und sorgt und das sind in dem Moment Leute die mir sonst keine Beachtung schenken würden (wenn ihr versteht was ich meine) - ich weiss nicht wie ich das erklären soll.

Es geht mir NICHT um irgendwelche Krankheiten, Krankenhausaufenthalte, Ärzte oder sonstiges - das ich das mal klar stelle!

Und hey, es ist GARNICHT so, dass ich mir nicht eingestehen will dass ich "krank" bin oder ne Therapie brauche, vielleicht würd eine Therapie mir sogar sehr gut tun, wer weiss, aber der Schritt dahin ist doch sehr... SCHWER.

Meine Mutter war es damals viel mehr, die meinte "Wir schaffen das allein, Psychologen kann man eh vergessen" als das mit den Essstörungen so extrem war.

Heute denke ich ich hätte auf jeden Fall ne Therapie gebraucht, denn selbst wenn die Essstörung jetzt weitestgehend weg ist, so ist doch nur ein SYMPTOM weg, nicht jedoch die wahre Ursache die zu diesen "Störungen" geführt hat (meine Meinung) aber was soll ich tun?

Soll ich wirklich zu meinem Arzt (DA hätt ich dann mal n wirklichen Grund zum Arzt zu gehen *lach) gehen und sagen "Geben sie mir bitte ne Überweisung zum Psychologen!" Ich kann das nicht!!! Es wär mir viel zu unangenehm, da hab ich wirklich Hemmungen!!!

Manche Aktionen, Gedanken pp von mir SIND nicht normal, das geb ich offen und ehrlich zu, würde ich sonst hier schreiben??

NEIN ich weiss NICHT warum ich oft simuliert habe, warum ich Ohnmacht pp vortäusche damit der Krankenwagen kommen muss oder warum ich 20 Aspirin schlucke bevor ich in die Stadt geh und ich hab keinen Plan ob das irgendwann aufhört dieses Bedürfnis nach AUFMERKSAMKEIT und BEACHTET WERDEN.

Ich fühl mich nicht schlecht aber auch nicht wer weiss wie gut dabei, es ist einfach das Gefühl dass ich weiss, DAS was ich tu ist nicht richtig, nicht normal so wie es ist.

d}erinda}slixchtgeht


Nun, man kann auch sagen, du möchtest Macht ausüben. Und zwar weil du dich ohnmächtig fühlst, gegenüber der Mißachtung dieser fremden Leute, die dich vielleicht als arrogant und überheblich einschätzen. In dem du deinen Ohnmachtsanfall kriegst, müssen gerade diese Leute sich nun um dich kümmern. Du hast es in der Hand und läßt sie "antanzen".

Egal, wie man das dreht und wendet, da kommst du alleine nicht durch. Übrigens kannst du, soviel mir bekannt ist, direkt zum kassenärztlich anerkannten Psychotherapeuten gehen. Soviel ich weiß, muß die 1. Behandlung von der Kasse bezahlt werden. Eine Therapie hingegen muß bewilligt werden.

Aber geh doch einfach zum Neurologen oder laß dich vom Hausarzt dorthin überweisen. Der ist doch neutral. Das was man früher als "Irrenarzt" bezeichnete. ;-D Aber da trifft man alles, Leute mit Gesichtslähmung, nervösen Zuckungen oder auch cholerischen Wutanfällen. Der Neurologe macht auch Hirnstrommessungen und wäre auch bei Hirnhautentzündung zuständig. Also da ist man nicht direkt ein psychisch Kranker. Und übrigens hat sich das schlechte Image psychischer Erkrankungen erheblich gebessert.

@Isabelle86

Danke für die Blumen. Ich bin schon ziemlich alt, beruflich hatte ich die letzten Jahre in einer Firma zu tun, die im großen und ganzen einer Irrenanstalt glich. ;-D

Ich war dort mittlerer Angestellter mit einer leitende Funktion, die in etwa so beschrieben werden kann, daß ich dafür zu sorgen hatte, daß der Laden nicht explodierte. (so kam es mir jedenfalls immer vor)

Dort habe ich sie alle kennengelernt, die Narzisten, die manisch Depressiven. Am liebsten hatte ich immer die Paranoiker. Die sind in ihrem Irresein sowas von logisch, wunderbar....

(wenn du Psychologie studierst, dann guck dir die Professoren immer ganz genau an, so sehen nachher auch manche Patienten aus ;-D)

Viele Grüße

IAsab0ebllxe86


@ derindasLichtgeht:

Bidde bidde.. WOW.. obwohl, wirklich wissen was du beruflich machst/ gemacht hast tu ich jetzt immernoch nicht *LOL* aber egal..

Du hast jetzt aber keine psychologische Ausbildung oder Ähnliches, oder doch?

Hihi, ja ja, ich werd mir die Professoren an der Uni dann mal ganz genau anschauen.

Ich hoffe dass ich den NC schaffe und schnell n Studienplatz krieg, wo ist mir eigentlich egal, die Wohnung krieg ich so und so bezahlt *froi*

@JUSTINE:

Okay, jetzt sind wir schon ein bisschen weiter.

Du bist also nicht gerne im Krankenhaus, lässt dich auch nicht gern von Ärzten etc behandeln, das schliesst das Münchhausen Syndrom schonmal weitgehend aus.

Du möchtest dir auch nicht selbst weh tun, hast keine Wut gegen dich selbst, möchtest dich nicht wirklich verletzen, Borderline würd ich sagen ist bei dir auch eher unwahrscheinlich.

Aber vielleicht eine Art Mischung aus allem, gibt es sowas?

Macht ist ein guter Ansatz.

Das was DERINDASLICHTGEHT geschrieben hat find ich (malwieder ;-)) klasse, hört sich durchaus plausibel an.

Du übst ja in dem Moment wirklich Macht aus.

Eine Macht die du sonst nicht hast, bzw. nicht zu haben glaubst, und in dem Moment hast du die Fäden in der Hand.

Wenn der Rettungsdienst wegen dir kommen muss z.B. kommt er nur für dich, weil du es sozusagen bestimmt hast, dass diese Leute sich um dich kümmern müssen. (abgesehen davon dass es eine staatliche Einrichtung/Feuerwehr/Gesundheitssystem ist, die jedem zusteht, aber eben nur dann wenn derjenige Hilfe braucht)

Dir wird geholfen, man kümmert sich um dich, du stehst im Mittelpunkt und wirst in dem Moment von Leuten beachtet/behandelt die sonst (weil fremd etc) nur mit Ablehnung/Ignoranz reagieren (hab ich das jetzt richtig verstanden?)

Du allein bestimmst was mit dir geschieht, genauso ist es auch bei Essstörungen (unter denen du ja auch gelitten hast) - das hat auch ganz viel mit Macht und dessen Ausübung (besonders den Angehörigen, auch Ärzten etc gegenüber) zu tun und ich denke da sollte man ansetzen.

Du hast ein Defizit an Selbstwertgefühl, denkst du bist es im Grunde nicht wert dass man sich um dich kümmert und somit erzwingst du jene Aufmerksamkeit/Fürsorge die du so vermisst, die jeder Mensch braucht (der eine mehr der andere weniger).

Aber die Wege wie du dies tust sind nicht okay, das haben wir alle glaub ich festgestellt.

Ich denke es ist komplizierte als es ausschaut und ich bin kein Therapeut.

Mal ne blöde Frage, aber sind hier überhaupt auch Leute mit psychologischer Ausbildung im Forum??

M$oSicne


psychologischer Ausbildung

glaub ich kaum, daß welche anwesend sind und wenn dann nur zufällig.

Deshalb finde ich es auch so wichtig immer wieder darauf hinzuweisen, wie wichtig es ist sich im realen Leben an fachlich ausgebildete Personen zu wenden.

Der Austausch unter Betroffenen ist auch wichtig, kann aber nur selten wirklich die einzige Lösung sein.

@Justine

Du hast die Essstörung mit Hilfe Deiner Mutter scheinbar überwunden, habt ihr auch die tieferen Ursachen dafür gefunden?

Ich denke bei Dir hat eine Symptomverschiebung stattgefunden. Du hast die Essstörung (Kontrolle/Macht/Aufmerksamkeit) aufgegeben und dafür andere Symptome entwickelt die wiederum mit Kontrolle, Macht, Aufmerksamkeit zu tun haben.

Ich kann nur wiederholen : mach eine Therapie, möglicherweise in einer Klinik. Gibt es einen Arzt, dem Du vertraust und mit dem Du darüber reden könntest?

Simone

d8erin$daIslYichtgeht


@Isabelle86

...sind hier überhaupt auch Leute mit psychologischer Ausbildung im Forum??

Vermutung:

Wie in allen Foren sind hier auch hin und wieder mal Experten, also z.B. Psychologen oder Psychotherapeuten. Nur muß man sehen, daß alle, die erfolgreich im Berufsleben stehen, wenig Zeit und auch wenig Bedürfnis haben, sich hier auch noch zu betätigen. Vielleicht, daß sie mal drüberlesen und auch bei ganz gravierenden Irrtümern mal einen Kommentar einwerfen. Vielleicht gibt es noch den einen oder anderen "ewigen Studenten" oder auch arbeitslose Psychologen, Sozialarbeiter etc.. Aber im Prinzip ist das hier "Austausch unter Laien". Aber vieles läßt sich aus Sicht allgemeiner Lebenserfahrung reflektieren und beleuchten.

Ansonsten ist Psychologie nichts weiter als ein System von Begriffen, mit dem man ein Ordnungsprinzip schafft und so für alles eine Schublade hat. Ordnung muß sein. Aber auch "Liebe zum Menschen" muß sein, sonst ist der Psychologe nichts weiter als ein Lagerist, der Dinge in verschiedene Regale einordnet.

JzujstiOne6 19x81


@derindasLichtgeht

NEIN wir haben keine tieferen Ursachen für meine Essstörung damals gefunden, bzw. wir haben nie wirklich danach gesucht.

Meine Mutter hat mir geholfen diese Magersucht zu überwinden?

Mmmhh.. ich weiss garnicht ob man das so sagen kann irgendwie.

Vielleicht hat sie mit dazu beigetragen weil sie so einen Druck auf mich ausgeübt hat und ich schon immer so sein wollte wie sie mich haben will, also hab ich irgendwann wieder angefangen zu essen, was dann aber dazu geführt hat dass ich das Essen garnicht mehr kontrollieren konnte.

Hatte ich früher nur einen Quark und ein Stück Knäcke am Tag gegessen, hab ich plötzlich bis zu 4000kcal(!!!) an einem Tag in Form von Kuchen, Schokolade und ähnlichem in mich herein gestopft.

Oft hab ich die Schule geschwänzt und bin dafür durch die Stadt gelaufen und hab GEGESSEN, an jeder Ecke was Anderes, alles was ich kriegen konnte, was mir so lange verwehrt gewesen war, es war schrecklich.

irgendwann hab ich dann angefangen das Gegessene wieder auszukotzen, hab Abführmittel genommen u.ä. und hab natürlich auch zugenommen (30Kg bis heute - damals hab ich 40KG gewogen!!)

Das Essverhalten hat sich GANZ GANZ langsam wieder normalisiert und heute ess ich ohne gross nachzudenken und ich zähl auch keine Kalorien mehr, versuche einfach mich gesund zu ernähren und mich halbwegs mit meiner "etwas kräftigen Figur" (70KG bei 1,77m Grösse) anzufreuden - DAS ist nicht mehr mein Problem.

Ich denke manchmal immernoch ich bin fett und hässlich und keiner mag mich deswegen so in die Richtung, aber es ist nicht mehr so wie früher..

Ich habe keinen Freund und ich glaube auch ich bin viel zu sehr mit mir selbst beschäftigt als dass ich reif für ne Beziehung bin.

Dieses "Ständig im Mittelpunkt stehen zu wollen auf absurde Art und Weise" verfolgt mich aber ständig und macht mich ganz WAHNSINNIG!

Ich würd so furchtbar gern ein GANZ normales Leben führen, ohne Ängste, ohne Süchte, ohne das Gefühl "so wie ich bin bin ich nicht gut genug"

Ich würde auch gern mal mit einem Psychologen sprechen aber dazu fehlt mir der Mut.

So absurd das jetzt klingen mag aber ich hab ein SEHR schlechtes Verhältnis zu Ärzten.

(Ich weiss das klingt komisch, zumal ich schon so oft provoziert habe, dass ich behandelt werden muss, Rettungsdienst, Krankenhaus etc.)

Aber ich hab meinen Vater sterben sehen - ein ganzes Jahr lang und die Ärzte konnten ihm nicht helfen, sie haben so gut wie nichts getan, ich habe sie dafür gehasst und ich habe das Krankenhaus gehasst in dem mein Vater lag, den Geruch dort, das Pflegepersonal, ALLES! Es ist mir schwer gefallen dort zu sein und doch war ich da - jeden Tag, so oft ich konnte, trotzdem hab ich das Gefühl mich nicht richtig von ihm verabschiedet zu haben, ihm nie richtig das Gefühl gegeben zu haben ich bin für ihn da, ich liebe ihn!

Ich war so oft so grob, so frech, so unausstehlich und dafür hasse ich mich!!!!

Aber das ist ein anderes Thema

NEIN ich habe kein "Arzt meines Vertrauens", ich habe einen Hausarzt zu dem ich gehe wenn ich krank geschrieben werden muss o.ä. aber ich mag den voll nicht, ich würd nie wagen ihn anzusprechen und zu sagen "Ich möchte zum Psychologen ich brauche ne Überweisung" o.ä. - NIE! Dazu hab ich keinen Mut, ich möchte ja nicht für "unnormal" gehalten werde, alles was ich will ist doch nur anerkannt, gemocht, geliebt zu werden *schnief*:-(

Zrina6 5


@ derindasLichtgeht

warum studierst du nicht (nebenbei) Psychologie? Du würdest sehen, daß eigentlich alle dort, irgendwelche Probleme haben. (bis hin zum Professor, oder sogar besonders der)

Psychologiestudium als Selbsthilfe sozusagen.

kann es sein, daß Du etwas falsche Vorstellungen vom Psychologiestudium hast ;-) ? Die erhoffte "Hilfe zur Selbsthilfe" beschert dem Studiengang eine Abbrecherquote zwischen 60 und 70 %...

Grüße

Zina

Zaina6 x5


@ Justine 1981

Du mußt ja nicht für ewig bei diesem Hausarzt bleiben, den Du sowieso nicht magst. Such Dir einen anderen, vielleicht kann Dir jemand einen empfehlen, der nett ist? Dann geh mal hin, laß ein Blutbild oder sowas machen - und vielleicht traust Du Dich dann. Du brauchst dort wirklich auch gar nicht ins Detail zu gehen.

Für die ersten 5 Stunden bei einem Psychotherapeuten brauchst Du allerdings keine Überweisung. Wenn die Therapie dann aber anfangen soll, muß ein niedergelassener Arzt einen sogenannten Konsiliarbericht schreiben, damit der Antrag auf Kostenübernahme durch die Kasse gestellt werden kann.

viele Grüße

Zina

dferin(daslicChtge}hxt


Stell es dir so vor, als wenn in dem "Volk deiner Seele" eine Untergrundgruppe tätig ist. Sie leisten "Widerstand". Zuerst war es die Magersucht, dann die Bulimie. Nun ist es das Münchhausen-Syndrom, oder eine Abart davon. Wird das unterdrückt, sucht sich diese Kraft ein anderes Ventil.

Das hat man bei psychosomatischen Krankheiten noch viel deutlicher. Kann sein, daß es mit Magenbeschwerden anfängt, dann zu Schlafstörungen führt und dann wieder zu Kreislauf- oder Herzproblemen. Diese zerstörerische Kraft "wandert" im Körper hin und her. Und ebenso kann sie es auch in der Psyche tun. Bei dir kann es sein, daß die jetzige Problematik gänzlich verschwindet und du kriegst dafür was neues. Man kann diese inneren Spannungen nur auflösen, indem man zu ihren Ursachen vordringt.

Ein Psychoanalytiker könnte dir dabei helfen.

So, wie du jetzt sagst: "Ich möchte ganz normal sein", so sagt der mit körperlichen Symptomen ebenfalls: "Ich möchte ganz gesund sein". Man sieht nicht im Entferntesten den Zusammenhang zu den wahren Ursachen.

********

In deinem letzten Beitrag kommt ziemlich häufig das Wort "hassen" vor. Das könnte der Schlüssel sein.

Über eines sind sich wohl die ernstzunehmenden Psychologen einig: Am Ende einer erfolgreichen Therapie gibt es keinen Haß mehr. Haß beinhaltet Unrecht, weil er neuen Haß nach sich zieht.

Wenn du die Ärzte und Pfleger des Krankenhauses gehaßt hast, dann weil du ihre Probleme damals nicht verstanden hast. Wenn du dich dafür haßt, daß du zu deinem Vater grob, frech und unausstehlich warst, dann hast du deine Probleme noch nicht verstanden, die dazu führten, daß du so warst.

Im Prinzip ist es nötig, den Ursachen nachzugehen, bis man für alles eine liebevolle, zumindest nachsichtige Erklärung gefunden hat. Nicht unbedingt eine Erklärung: "So war es!" Es genügt auch eine: "So kann es gewesen sein!"

Das ist viel Arbeit. Das kann Jahre dauern, vorausgesetzt, man gibt es nicht irgendwann auf. Dann treten aber die Kräfte aus dem Untergrund wieder in Aktion.

J+us#tine 1~9x81


@derindasLichtgeht

Du hast eine sehr schöne Art zu schreiben, weisst du das??

Ich möchte so gern mal mit jemanden reden, das hier alles zu schreiben hat mir schon so sehr geholfen merke ich, aber ich würde auch gern mit einer "realen" Person, einem Fachmann reden, der mir gegenüber sitzt.

Aber ich habe solche Angst......

Heute ist ein ganz schlimmer Tag.

Die ganze Woche ist soweit prima gelaufen, doch heute fühlte ich mich schon von morgens total mies, müde und total durch den Wind.

Hab meine Mom, meine Sister nur angemotzt und bin miesmutig durch die Gegend gelaufen.

Hinzu kamen eben Kopfschmerzen, Erschöpfung pp und ich hab mich ins Bett gelegt.

Dann kam meine Mutter rein: "Essen, ich hab extra Spaghetti gemacht, ich mach nie wieder was für dich wenn du jetzt nicht kommst" - ohne zu fragen ob es mir vielleicht nicht so gut geht (immerhin hab ich im Bett gelegen, aber lassen wir das, daran bin ich ja gewöhnt).

Ich mich an den Tisch gesetzt, meine Schwester (18) kommt rein mit meinem Teller in der Hand (sie kann mich nicht ausstehen und war eh malwieder sauer auf mich).. stösst mir den Teller so dass mir die ganze brühe Spaghetti mit Hackfleischsosse fast auf den Schoss fällt, der Rest halb auf dem Tisch.

als ich mich beschwere kommt nur "Och Gott reg dich nicht auf, hab das ja nicht extra gemacht" - nimmt die mit der Hand die ganzen Spaghetti und packt sie mir so halb wieder auf den Teller... ich nochmal am Protest geben dann kommt da nur "Ach komm warum sollt ich das extra machen das bist du doch garnicht wert"... meine Mutter kommt rein, ich ziemlich am Ende, bin aufgestanden, rausgegangen und der Kommentar meiner Mutter "Gott wie alt bist du eigentlich, immernoch dieses kranke Verhalten von dir ertragen zu müssen" - hallo?? Ich hatte eh keinen Hunger weil es mir voll schlecht ging und alles und dann sowas, da hat man ja wohl das Recht ETWAS "angepisst" zu sein oder etwa nicht?

Und was ich gemerkt habe, die ganze woche lief prima, im Büro den ganzen Tag, Family kaum gesehen, auf mich allein gestellt, super..

Ich hab das Wochenende herbei gesehnt, endlich ausschlafen pp.

Aber meine Family da ertragen zu müssen macht mich echt fertig..

Ich würd so gern hier weg, die können mich alle mal.. hab keine Lust mehr immer wie das schwarze Schaf behandelt zu werden ich will endlich raus und auf eigenen Beinen stehn aber ich werde wohl auf ewig hier versauern und nie selbstständig werden, ist das alles scheisse..

Und ich KONNTE nicht anders, hab einfach 3x 10mg Diazepam geschluckt eben, einfach so?

Die dosis ist ja nicht gefährlich oder??

Hab danach auch etwas "gekotzt", ist bestimmt noch einiges bei mit raus gegangen.. ich fühl mich auch ganz "normal", kein Zittern etc.

Gott bin ich am Ende *schnief*

dFerindwaslivch~tge]ht


Hallo Justine!

Das schöne Reden nützt nichts, wenn es an der Wahrheit vorbeiführt.

So nach und nach kommt immer mehr heraus, daß die eingangs geschilderte Situation wohl Selbstbetrug war. Vielleicht ist es dir nicht möglich, die Wirklichkeit zu akzeptieren, weil sie zu unschön ist.

Eingangs schriebst du noch "Im Grunde geht es mir GUT!" und "...ich habe eine Mutter und eine Schwester mit denen ich zusammen wohne und auch halbwegs gut zurecht komme..."

Wie es jetzt aussieht, kommst du mit deiner Schwester überhaupt nicht zurecht. (das wird vielleicht auf Gegenseitigkeit beruhen, will ich nicht behaupten, aber wäre naheliegend)

Deine Mutter scheint "nicht sonderlich sensibel für Stimmungen" zu sein und so, "auf diese robuste" Art, wird sie auch damals deine psychischen Probleme und Eßstörungen angepackt haben.

Was dir fehlt, ist "ein Ort der Wahrheit", an dem du sicher sein kannst, daß niemand dir Unrecht tut, aber auch, daß niemand deine eigenen Unwahrheiten zuläßt. Und diesen Ort findet man nur in sich selbst. Er ist vorhanden, aber glaub nicht, daß es leicht wäre, dorthin zu kommen. Das kann Wochen oder Jahre dauern oder ein ganzes Leben. Je ehrlicher du zu dir selbst bist, um so leichter wird es sein. Aber im Ego sind viele Gedankenmuster, die sich von Unwahrheiten, von Beschönigungen und von Haß ernähren. Die werden dich lange begleiten, und du mußt diese Gedanken immer wieder korrigieren und zurückweisen.

Das Ego lebt von der Angst. Es ist sozusagen "die kleine Seele der Psyche". Wenn man reif dafür ist, sieht man die wirkliche große, eigene Seele im Hintergrund. Sie schweigt zu vielem, fast zu allem, weil sie eine kluge Mutter ist und das Kind nicht gängeln will, sondern seinen Weg finden läßt. Das Ego hingegen schweigt zu nichts, es biedert sich überall im Inneren hilfsbereit an, produziert Ängste und Gefahren, um dann zur Stelle zu sein und wieder Lösungsvoschläge zu produzieren. Wie eine Filmfabrik, die einen Kitschfilm nach dem anderen dreht. Vor der inneren Leinwand läuft unentwegt "die Produktion des Egos". Und je nachdem, womit es "den Zuschauer" am meisten bewegt, begeistert oder entsetzt, wird es sich letztlich darauf spezialisieren.

Im Prinzip wird man damit fertig, indem man "von Ego auf Geist umschaltet". Also den (kritischen) Verstand benutzt. Das tust du hundertmal am Tag, wenn du in der Firma bist. Dann hast dur irgendwann die innere Ebene gewechselt und bist auf der rationalen Ebene. Beobachte das mal, dann lernst du diese Ebenen zu unterscheiden. Am sichersten geht das aus der Überraschung heraus, wenn du dir irgendein Hilfsmittel zurechtlegst. (ich z.B. würde mir einen Knoten ins Taschentuch machen) Das Hilfsmittel erinnert dich plötzlich und unvorbereitet: "Position feststellen". Du schaust also, ob du gerade auf der Ebene der Ängest, also des Egos bist, oder auf der des Geistes, der irgendwas rational bearbeitet. So lernst du die beiden Ebenen zu unterscheiden. Später kannst du dann bewußt und gewollt von der Ebene der Ängste (zumindest mal für einen Sprung) auf die Ebene des Geistes wechseln. Und dort mußt du ehrlich sein und mit ehrlichen Argumenten an den Problemen arbeiten.

Das dauert, aber es wächst mit der Zeit. Und ein probates Hilfmittel bei wirklicher Reizüberflutung von inneren Ängsten, ist ein symbolisch vorgestelltes "Stop-Signal", eine Art "innerer Filzstift" mit dem man Schreckensbilder "durchstreicht". Oder ein bildlich vorgestelltes Stoppschild. Oder man ruft sich leise zu: "Halts Maul!" und richtet das an die Stimmen des Egos.

Das alles sind keine Allheilmittel. Es sind nur erste Schritte in ein Neuland: "Näher zur eigenen Seele."

*********

Versuche nicht, die Beziehungen und deren Details so zu ordnen, so daß Recht und Unrecht übrigbleiben sollen. So wie du selbst manches Unrecht getan hast, sollst du es auch anderen zubilligen. Nur mußt du es im Moment, wo es geschieht, natürlich nicht hinnehmen, damit tätest du dem anderen wirklich keinen Gefallen, und dir selbst auch nicht. Aber das Unrecht der Vergangenheit, solltest du nicht neu nach Recht und Unrecht ordnen, sondern liebevolles Verständnis suchen.

Deine Ängste vor der offenen Aussprache mit einem Psychotherapeuten sind nicht anders als die eines jeden vor einer Operation oder dergleichen. (es gibt ja auch Psychotherapeutinnen, wobei die nicht unbedingt immer die sensibleren sein müssen)

Deine Ängste sind unbegründet. Ein Psychotherapeut wird nicht von dir verlangen, "daß du auspackst". Er nimmt sich Zeit und wenn er schon etwas älter ist, gibt es auch nichts mehr, was ihn noch überraschen könnte.

Das Problem wird eher sein, einen zu finden. Denn erstens müßt ihr einen Draht zueinander haben und zweitens sind die guten ausgebucht. Wenn du ihn also gefunden hast, dauert es noch eine Zeit, vielleicht Monate, bis einer seiner Patienten mit seiner Therapie fertig ist und der Platz für dich frei wird. Einfacher ist es, in Gruppentherapien zu kommen. Auch da muß man nicht alles auspacken, es ergibt sich vieles von selbst. Die Gruppe kann viel bewirken.

***********

Wenn du studieren willst, dann mußt du ja vielleicht von zu Hause weg. Mir scheint, ihr sitzt da etwas "aufeinander". Wenn dur nur am Wochenende da wärst, würde sich manches entspannen.

Vor allem: Suche den Ratgeber in dir selber. Dann hast du ihn immer dabei. Deine Seele gibt dir Antworten auf alle Fragen. Du muß nur lernen, die leisen Stimmen zu hören. Was laut schreit, ist nicht die Seele, sondern das Ego.

Mach dich an die Arbeit. Alle Antworten sind in dir.

Viel Erfolg

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