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Warum finden viele "Svvler" ihre Narben schön?

MQoSi|ne


das Totschweigen...

...kenne ich auch!

Von meinen Eltern und Geschwistern hat nie jemand gefragt was das ist und wenn es noch so offensichtlich war. Bekannte haben mal gefragt sich aber ziemlich schnell mit einer fadenscheinigen Ausrede abspeisen lassen. Erst mit meiner besten Freundin habe ich darüber geredet und das Bewußtsein, daß sie weiß was los ist wenn ich neue Narben habe und sie mich fragen wird warum hat es erstmal weniger werden lassen. Erst nachdem ich in der psychiatrischen Klinik war hat mich auch mal jemand in der Familie nach den Narben gefragt.

Und erst dann hat mir eine Schwester von mir erzählt, daß sie den Mißbrauch durch meinen Bruder mitbekommen hat und selbst betroffen war. Und ich dachte immer die Welt geht unter, wenn ich mit irgendwem in der Familie darüber rede...

Wir sind eine Familie der Schweiger.

Meine Tochter(6) hat mich schon nach den Narben gefragt und ich habe ihr gesagt, daß ich mich geschnitten habe. Mit der Antwort war sie zufrieden.

Seither ist es kein Thema mehr. Vielleicht wird es ja wieder eines. Ich hoffe, daß ich es ihr dann auf die richtige Weise erklären kann.

Ich wünsch Dir viel Glück

Simone

iYtsz @mxe


ich denke wir alle waren zumindest mal eine familie der schweiger...

bei mir wusste es 7 jahre kein mensch!

und ueber die problematik wurde nie und heute eigentlich immer noch nicht geredet.

trotz der narben... die sind heute manchmal gespraechsstoff, aber es wird nie an der ursache geruehrt... ich glasube uebrigens an eine bestimmte veranlagung, allerdings weiss ich nicht was ich denke wie die weiter gegeben wird...

ist schliesslich bis heute nicht geklaert wie sich ein charakter vererbt

p5hoebxe


ich

denke da weniger an vererbung sondern mehr an die art und weise

wie ich meine kinder erzogen habe...ich bin ja nicht nur offensichtlich selbstzerstörerisch veranlagt..sondern auch nonverbal und das lernen die kinder..das lernen am modell..auch wenn es nonverbal ist.

moSine: ich habe als ich ungef. 18 war ..und eine ganz schlimme beziehung gehabt..(einer der mir sogar den finger brach) gefragt ob ich wieder zu hause einziehen könnte damit ich von ihm wegkäme...und habe ihr meine narben gezeigt.. -sie hat nur eiskalt gesagt das ich da alleine mit klar kommen müsse..sie könne nichts tun. :°(

iWts mxe


ich denke halt schon ein eine gewisse grundveranlagung, die tiefer ist als bloss erziehung...

in meiner familie ist ausser mir niemand autoaggressiv, daher denk ich nicht dass es bloss erziehung war.

ausserdem hab ich schon als gaaanz kleines kind sachen gemacht, die mir geschadet haben (kopf an die gitterstaebe meines bettchens hauen, finger einklemmen oder treppe runter fallen ABSICHTLICH!), um aufmerksamkeit zu bekommen? um mich irgendwie weg zu traeumen? ich weiss es nicht, aber da schliesse ich erziehung aus

E{n8tia


Naja, was heißt Erziehung? Borderline ist eine psychische Krankheit, sie muss also auf "Erfahrungen" beruhen. Das, was Simone gesagt hat, würde ich so unterschreiben.

Ich habe Glück, die meisten meiner Narben sind nicht so tief und sie sind relativ gut verblasst. Ich trage bei gutem Wetter T-Shirts oder krempele meine Ärmel auch oft hoch. Bloß wenn ein Gesprächsthema auftaucht, das zu dem Thema Selbstverletzung führen könnte, versuche ich meine Arme zu verstecken. Manchmal habe ich das Gefühl, dass alle bescheid wissen und keiner was sagt und manchmal denke ich auch, dass keiner etwas vermutet. Das ist mir auch lieber. Ich habe ein anderes Leben. Klar, ich muss immer wieder wegrennen, um es zu behalten, sonst holt mich die Vergangenheit doch ein, aber ich denke, dass ich auf einem guten Weg bin. Ich will nichts mehr mit dem ganzen Mist zu tun haben. Seit meinem letzten Umzug vor fast einem Jahr habe ich mich nur zweimal selbst verletzt. Beide Male nur eine kleine Narbe am Handgelenk... Ich hatte ein Pflaster drüber und wurde auch nicht drauf angesprochen, obwohl Kinder eigentlich immer fragen und mit dennen arbeite ich zusammen...

Ich habe auch viele andere Narben, als Kind habe ich meine Wunden immer aufgekratzt, ich hatte eine Verbrennung an der Hand und mir ist mal ein Glas in der Hand versprungen beim Abwaschen, ein Kanninchen hat mich mal gekratzt und ich bin mal durch eine Glastür gelaufen. Eine kleine Narbe habe ich am Kopf von einem Treppensturz, eine am Beim von einer rausstechenden Tackernadel und eine große Blinddarmnarbe. All diese Narben mag ich, das sind Zeichen, dass ich gelebt habe. Aber diese Narben an meinen Armen und an der Talie, das sind Narben, die ich am liebsten wegmachen lassen würde... Ist sowas eigentlich möglich? Ich will nicht, dass jemand sieht, dass ich ein "Psycho" bin und mich in irgendeine Schublade steckt....

Ich habe Angst meinen Job zu verlieren oder von den Eltern "schief angeguckt" zu werden. Ich gebe mir Mühe "normal" zu sein und es gelingt mir sehr oft. Ich hasse es, dass das Gegenteil so offensichtlich ist...Ein paar wenige dieser Narben würde ich ja als eine Art "Mahnmal" behalten, aber den Großteil würde ich lieber nicht mehr haben... Ich kann sie nicht erklären. Jedenfalls niemandem, der nicht zu meinen Freunden zählt.

Lyo}nlywitShdHream


Also

schön finde ich meine arme nicht... sie sind eher ein ansporn mir zu sagen: Ach, ein Schnitt mehr oder weniger tuts auch nicht mehr zu Sache.

Aber ich finde sie grässlich... Ich verstecke sie, will nicht das sie jemand sieht. Stolz werde ich nie darauf sein aber vielleicht werde ich irgendwan sagen können:

So war mein Leben mal... ich kann es nicht verstecken aber ich kann stolz drauf sein, dass ich das hinter mir gelassen habe. Dann werde ich wohl auch wieder mit kurzen Ärmeln und ohne Stulpen rumlaufen können.

Ich fände es schöner wenn diese Narben mich nicht an etwas erinnern müssten. Wenn es gar nicht erst soweit kommen hätte müssen.

Lg Lonly

ZAixmt


Ich schne*de nicht mehr.

Habe auch nur 2 Größere narben...Es sind eben weiße Striche.Man sieht sie vor allem jetzt im Sommer, wenn meine Arme leicht gebräunt sind.

Mir ist es egal...Das ist so ein Gefühl der Gleichgültigkeit. Ich hasse sie nicht, aber ich mag sie auch nicht.

Mir ist es schlichtweg egal.

Komisch eigentlich... Ich denke mir halt immer, das war so ein bestimmter zeitabschnitt in meinem Leben. Er war sehr schlecht und hat mich teilweise ruiniert. Aber ich bin wieder aufgestanden und hab mich hingestellt und gesagt ich kämpfe.

Versteht ihr was ich meine?

Darauf bin ich stolz. Nicht auf die Narben.

Gruß Z.

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