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Scheidungskinder und Beziehung?

L9izzXyx84


Meine Eltern ließen sich scheiden, als ich 8 war. Ab da war immer Psychoterror seitens meiner Mutter. Immer wenn wir bei ihm waren und was erzählt haben, hat sie bei ihm angerufen und ihn zusammengeschissen. Dabei haben wir eigentlich ganz normale Sachen gemacht z.B. Museen besucht.

Ich hatte mit 13 meine erste "Beziehung", ging aber ziemlich daneben... meine erste richtige Beziehung habe ich eigentlich erst seit nem guten halben Jahr, weil er der erste Mensch ist, dem ich so richtig vertrauen kann. Das war vorher kaum möglich.

Dieses "Grundvertrauen" kam wohl u.a. daher, weil er noch nie ne Freundin hatte (mit 25). Jetzt bin ich in der Beziehung sehr anhänglich und klammere, was auch nicht gut ist, aber ich habe oft Angst ihn zu verlieren, obwohl das nicht begründet ist...

Für Scheidungskinder braucht mal viel Verständnis und Geduld. Und Liebe - denn davon haben sie in ihrem Leben meist zu wenig erfahren...

C9hamälxeon


Sollen...

wir uns jetzt alle gegenseitig bemitleiden ??? ? Bin selber ein Scheidungskind & beziehungstechnisch schaut's bei mir auch alles andere als rosig aus, aber:

Man kann nicht immer alles für ewige Zeiten auf die Eltern & ihre Trennung schieben.

Ich kenne sehr wohl Scheidungskinder, die seit Jahren in stabilen & zumindest für meine Begriffe auch "gesunden" Beziehungen leben. Auf der anderen Seite kenn' ich aber auch genügend "Normalos", die eine Beziehungskatastrophe nach der anderen aneinanderreihen. Oder gar keine eingehen.

Das kommt immer auch auf einen selber an. Sicher, die Voraussetzungen sind erstmal schlechter als für Kinder aus Harmonie-Ehen. Aber es bringt nix, sich dahinter zu verstecken.

LZizGzyF8x4


Wer versteckt sich denn ???

ICH hab ja das Problem, dass ich manche Dinge verarbeiten muss, mittels Therapie. Ich verstecke mich nicht, wenn ich sage, ich habe Verfolgungswahn, habe Angst, dass mir jemand etwas tut, wenn ich etwas fallen lasse (z.B. einen Teller) oder wenn ich mal die Shampooflasche nicht zugemacht habe.

Manchen Leuten hilft es, über ihre Erfahrungen zu reden. Manche Leute verstecken sich lieber oder haben es einfach nicht als schlimm empfunden bzw. hatten keine weiterführenden Konsequenzen darauf zu spüren.

s=enxsualisxma


@alice77

du bringst viel ein, wenn du rücksichtsvoll auf die Vergangenheit der geliebten Person eingehst. Ich habe eine ähnliche Situation erlebt....

Es lohnt sich auf jeden Fall - lieben heißt ja auch, lieben ohne wiedergeliebt zu werden...die Zeit bringt es ...?

Dem Anderen Zeit lassen, ihm seine bedingungslose Liebe zeigen, das kann es weiterbringen um Vertrauen aufzubauen. Doch es kann auch vergebliche Liebesmüh sein, wie Chamäleon es schon schrieb - sich dahiner verstecken, eine bequeme Entschuldigung haben.

Wenn doch sehr massiv beteuert wird "nicht verliebt", dann würde ich nicht allzu lange Zurückhaltung empfehlen. Du musst auch irgendwann an dich denken und für dich handeln.

CThamä"leoxn


@Lizzy:

"Verstecken" im Sinne von: ich bin ein Scheidungskind, ich habe ein Trauma, deswegen gelingt mir nix in dieser Welt & alle meine Beziehungen scheitern. Fazit: meine Eltern sind schuld.

D. h. ich nehme die Scheidung als Generalentschuldigung für alle meine schlechten oder für eine Beziehung schädlichen Verhaltensmuster. Und tue nichts dagegen! Das war mit "verstecken" gemeint.

Und, nein, das tust Du wahrlich nicht :-D.

Eine Scheidung kann traumatisch für ein Kind sein. Wenn dieses Kind erwachsen ist & merkt, dass es Probleme hat (ob nun von der Scheidung oder von was anderem), dann liegt es in der Verantwortlichkeit eben dieses Menschen, daran zu arbeiten. Möglicherweise reicht es, sich klarzumachen, was da eigentlich abläuft. Vielleicht sucht man das Gespräch mit einem guten Freund. Manchmal braucht man eine Therapie. Was auch immer - jedenfalls trägt man ein Stück weit (& zwar ein ziemlich großes Stück) selber die Verantwortung, wie nachhaltig man sich von dieser Scheidung runterziehen lässt.

Ich will beziehungstechnisch nicht mit Samthandschuhen angefasst werden aufgrund der schlechten Erfahrungen meiner Eltern.

k`leenefr-Bchr0is


Hallo, ich heiße Chris und komme aus Schleswig-Holstein! Meine Eltern ahben sich im Januar getrennt und ich kann seitdem nichtmehr geradeaus denken... völlig aus der Bahn geworfen würde ich mich bezeichen weil ich in der Schule verdammt schlecht geworden bin... meine Eltern ahben seit ca. 4 Jahren kein gutes Verhältnis mehr aber nun ist es kaum noch auszuhalten... ich weiß nicht wieder ich das alles noch bewältigen soll.... ich bekomme das alles nichtmehr geregelt...ich lebe jetzt in meinem elternhause was wir duch die neue situation verlieren werden mit meinem vater und meinem kleineren bruder zusammen nur ich könnte nunrnocvh heulen weil meine mutter nicht da ist und ich sie total vermisse aber ich würde auch eminen vater vermissen wenn ichnichtmehr hier wäre... es ist verdammt schwer... vllt gibt es ja treffs für scheidungskinder oder sowas oder vllt mag mich auch mal jmd anschreiben von euch... ich muss einfach mal wieder einen geregelten ablauf hinbekommen und über alles was michsonst noch bedrückt sprechen... ich bin einfach ausgebrant....

Lxollixex03


Scheidungskinder haben nicht mehr und nicht weniger Bindungsschwierigjeiten wie andere Kinder die in schwierigen Verhältnissen aufwachsen. Viel schlimmer als eine Scheidung ist wenn die Eltern zusammen bleiben obwohl sie eigentlich nicht mehr wollen. kinder spüren das und lernen so nicht mit konflikten konstruktiv umzugehen. außerdem kann auch das zu bindungsstörungen führen. also besser ein ende mit schrecken las ein schrecken ohne ende

CGhanceP0x07


Hallo!

Bin auch ein Scheidungskind, darf also mitreden! ;-)

Ich denke, wie sehr eine Scheidung Spuren hinterläßt, hängt in erster Linie sehr davon ab, wie die Eltern während der Scheidung miteinander umgehen (Respekt, Ruhe, Einfühlungsvermögen, auch den Kindern gegenüber, das Verhalten nach der Trennung).

Bisher habe ich für kleinere oder größere Probleme jedoch noch nie die Scheidung als Ursache/Auslöser definieren können! Ich bilde mir ein, nicht mehr oder weniger Sorgen und Probleme zu haben, als andere Menschen auch!

Wenn ich persönlich diese Worte gebrauche:

beteuert, nicht verliebt zu sein

dann meine ich sie ganz sicher auch so! So etwas sagt man doch nicht daher, nur weil man ein Scheidungskind ist! :-/

SXheepx84


Danke Chance007 - du hast's mal wieder super auf den Punkt gebracht - vor allem damit:

Ich denke, wie sehr eine Scheidung Spuren hinterläßt, hängt in erster Linie sehr davon ab, wie die Eltern während der Scheidung miteinander umgehen (Respekt, Ruhe, Einfühlungsvermögen, auch den Kindern gegenüber, das Verhalten nach der Trennung).

Ich denke, es hängt auch von der Persönlichkeit (und auch dem Alter) der Kinder ab, wie gut/schlecht sie das verarbeiten.

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