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Ist das Böse im Menschen von der Psyche abhängig?

KOl\exio


JensGB

Gibt es für Dich Menschen, die keine psychische Gewalt ausüben?

JIensxGB


Hallo Kleio

Ich meinte, das hinter der Gewalttat ein Gedanke oder eine spontane Entscheidung steht! (oder auch ein Plan)

Grüße, Jens

K6leixo


JensGB

Ich meinte, das hinter der Gewalttat ein Gedanke oder eine spontane Entscheidung steht! (oder auch ein Plan)

Wenn mir jemand eine runterhaut, würde ich nicht nachdenken, ob ich zurückhauen soll oder nicht. Ich würde es einfach tun. Auf Aktion folgt Reaktion. Aber jeder ist anders. :-D

d2erinda:slich&tgehxt


Das ist aber auch nichts Böses. :-)

K^leiKo


derindaslichtgeht

Das ist aber auch nichts Böses.

;-D ;-D ;-D ;-D Warum nicht? Glaubst Du nicht, dass der, dem ich eine zurückhaue, es als böse empfindet?

JMensGxB


??? ??? ??? ??? ??? ??

Das ist aber auch nichts Böses.

Würdest Du stattdessen sagen, das ist nur eine Reaktion = agressiv?

dersichindersonnedenpelzverbrennt

dCe5r9indasqlicEhtgexht


@Kleio :-)

Deine Frage impliziert den Bestand des Bösen außerhalb des Individuums als eine Art Grundsubstanz, die sich trennen und wieder zusammenfügen könnte, wie Wasser z.B.. Aber deine Frage ist wohl eher etwas provokativ gemeint. ;-D

Du schriebst ja vorher selbst

...Was "Böse" ist, hängt vom Betrachter ab und wie er Böse definiert...

Da ich diese Meinung teile, ist das Böse immer wieder "neu geboren und lebt nur in dem, der es gebiert". Das Böse könnte man anders besser benennen: "Das, was der Liebe Raum wegnimmt"

Umständlich, aber es ist die einzige Eigenschaft, die es hat.

Und wenn der andere nun deine Reaktion als böse empfindet (gar nicht so abwegig), gibt er im gleichen Moment seinem eigenen Bösen etwas neuen Spielraum, der zuvor nicht gegeben war. Das heißt, die Unterstellung, du hättest eine böse Tat getan, ist für sich allein genommen etwas Böses, denn dort, wo nur Liebe ist, wird man nichts Böses unterstellen. (abgesehen davon, daß es zu den Ohrfeigen gar nicht erst käme ;-D)

Jetzt muß ich nur noch ausdrücklich sagen, daß eine derartig "reine Form der Liebe" überhaupt nicht anwendbar oder praktizierbar ist, außer vielleicht im Ashram unter Ausschluß der Welt. Ansonsten ist und bleibt nach wie vor das Böse "der Motor jeglicher (Weiter-)Entwicklung".

Auf einer hohen Ebene der Seelentwicklung, wo jeder gut sein will, ist das Böse Mangelware. Denn eine "der guten Seelen" muß es ja tun, damit es geschieht. Gesellschaftliches Zusammenleben ohne Reibereien und letztlich ohne Mord und Totschlag und Krieg ist nicht denkbar.

Wir messen daran, daß es unmöglich allein "unsere Welt" sein kann, in der wir leben. Da sind große Mächte am Werke, die etwas wie "Wunsch nach Krieg" und/oder "Wunsch nach Frieden" in unsere Welt "einstreuen". Und wir haben trotzdem unseren Spielraum zur individuellen Entscheidung. In jeder Sekunde neu.

d/erindaSsliFchtgxeht


@JensGB

...Würdest Du stattdessen sagen, das ist nur eine Reaktion = agressiv?...

Das ist eine Reaktion, ja. Aber nicht "aggressiv". Um aggressiv zu sein, müßte ein Gedankenablauf gegeben sein, der eine Absicht enthält. Z.B. "Blaues Auge hauen" ;-D

Dafür ist aber überhaupt keine Zeit, so schnell ist das Gehirn nicht. Die Reaktion erfolgt, wie man so sagt "instinktiv". Ich würde sagen "motorisch".

Wie du oben lesen kannst, was ich zu Kleio geschrieben habe, ist

das Böse nicht "irgendwo vorhanden" und lauert darauf, zum Zuge zu kommen. (Die Personifizierung wäre der Teufel.)

Es ist hingegen so, daß es jedesmal "neu" mit einer Tat hervorgebracht werden muß (was uns Menschen offenbar nicht so schwer fällt).

Man stelle sich einmal einen Industrieroboter vor (Roboterarm 5 Meter Reichweite z.B.), der durch einen Defekt die Arbeiter in seinem Arbeitsradius mit seinen optischen Sensoren blitzschnell erfaßt und "ansteuert", um irgendwelche Löcher in sie hineinzubohren. Oder daß er dir partout ein Blech 10 x 10 auf die Backe schweißen will. ;-D (derartige Unfälle sind nicht undenkbar, im Gegenteil, es hat das schon reichlich gegeben) Das hätte absolut nicht Böses an sich, soweit klar.

Handelt es sich statt um einen Roboteer um einen Menschen, der auf Grund einer Viruserkrankung im Gehirn so handelt, sehe ich ebenfalls weit und breit nichts Böses.

K-lei,o


derindaslichtgeht

Deine Frage impliziert den Bestand des Bösen außerhalb des Individuums als eine Art Grundsubstanz, die sich trennen und wieder zusammenfügen könnte, wie Wasser z.B.. Aber deine Frage ist wohl eher etwas provokativ gemeint.

Meine Frage war nicht als Provokation gedacht. Gerade wenn Du meine Meinung teilst (falls ich Dich richtig verstanden habe), dass etwas dann böse ist, wenn man es zum Bösen macht und es jeweils vom Einzelnen abhängt, was er zum Bösen macht und was nicht, dann muss ich ja fragen, was Du zum Bösen machst? Demnach sind Gefühle an sich auch nicht böse. Die einen teilen auf in Hass, Wurt, etc. = böse und Liebe, Freude = gut, aber voraussetzen kann man das nicht, und darum meine Frage. ;-D

Da ich diese Meinung teile, ist das Böse immer wieder "neu geboren und lebt nur in dem, der es gebiert". Das Böse könnte man anders besser benennen: "Das, was der Liebe Raum wegnimmt"

Umständlich, aber es ist die einzige Eigenschaft, die es hat.

Und wenn der andere nun deine Reaktion als böse empfindet (gar nicht so abwegig), gibt er im gleichen Moment seinem eigenen Bösen etwas neuen Spielraum, der zuvor nicht gegeben war. Das heißt, die Unterstellung, du hättest eine böse Tat getan, ist für sich allein genommen etwas Böses, denn dort, wo nur Liebe ist, wird man nichts Böses unterstellen. (abgesehen davon, daß es zu den Ohrfeigen gar nicht erst käme )

Sofern er keine Doppelmoral betreibt (für mich genauso legal wie jede andere und nicht wertend gemeint), indem er für sich seinen Angriff als sein gutes Recht und gut definiert und mein Zurückschlagen dann als böse definieren würden. ;-)

Jetzt muß ich nur noch ausdrücklich sagen, daß eine derartig "reine Form der Liebe" überhaupt nicht anwendbar oder praktizierbar ist, außer vielleicht im Ashram unter Ausschluß der Welt. Ansonsten ist und bleibt nach wie vor das Böse "der Motor jeglicher (Weiter-) Entwicklung".

Jetzt gehst Du wieder von Deiner Meinung weg zum Allgemeinen Begriff von Böse, oder siehst Du das auch so? Findest Du auch, dass das Böse der Motor jeglicher Entwicklung ist? (auch keine Provokation |-o )

Auf einer hohen Ebene der Seelentwicklung, wo jeder gut sein will, ist das Böse Mangelware. Denn eine "der guten Seelen" muß es ja tun, damit es geschieht. Gesellschaftliches Zusammenleben ohne Reibereien und letztlich ohne Mord und Totschlag und Krieg ist nicht denkbar.

Wir messen daran, daß es unmöglich allein "unsere Welt" sein kann, in der wir leben. Da sind große Mächte am Werke, die etwas wie "Wunsch nach Krieg" und/oder "Wunsch nach Frieden" in unsere Welt "einstreuen". Und wir haben trotzdem unseren Spielraum zur individuellen Entscheidung. In jeder Sekunde neu.

Du bist der Meinung, dass wenn auch der Mensch sich selbst gut und böse konstruiert, er selber auch die Wahl hat gut und böse zu sein. Habe ich Dich richtig verstanden? ;-D (Ist auch keine Provokation, sondern ob Du mir bestätigst, dass ich Dich verstanden habe)

d`erinPdasl,ichtgexht


Oh Kleio, Du und ich im Fahrstuhl eingeschlossen... ;-D

Zunächst: "etwas provokativ" heißt "herauslocken", "herausfordern", ist aber keinesfalls eine "Provokation". Eine Provokation ist feindselig. Das sehe ich natürlich hier nicht.

...Was "Böse" ist, hängt vom Betrachter ab und wie er Böse definiert...

Das hatte ich eigentlich etwas anders verstanden.

...dass etwas dann böse ist, wenn man es zum Bösen macht und es jeweils vom Einzelnen abhängt, was er zum Bösen macht und was nicht, dann muss ich ja fragen, was Du zum Bösen machst?...

Ja, Nein! Das sind zuerst mal archetypische, tief im Inneren des Einzelnen verwurzelte Dinge, die man auch als "Gewissen" bezeichnen könnte. Und je nachdem aus welchem Kulturkreis er stammt, können sie von denen anderer abweichen. Dann kommt noch das hinzu, was du meinst. Also was ihm anerzogen wurde und was er sich selbst an Ethik erarbeitet hat. (letzteres paßt in meist bequem in die kleinste Hosentasche ;-D)

"Doppelmoral" ist auf der Ebene des eigenen Gewissens nicht möglich. Findet sie dennoch statt, ist man nicht auf dieser Ebene, sondern noch ein Stück davon entfernt.

...Jetzt gehst Du wieder von Deiner Meinung weg zum Allgemeinen Begriff von Böse, oder siehst Du das auch so? Findest Du auch, dass das Böse der Motor jeglicher Entwicklung ist?...

Das eine ist doch die Beschreibung der Grundlagen (die ich wohl nicht erfunden habe). Das andere ist "das Leben", so wie man die Auswirkungen dieser Grundlagen "erlebt". Wenn ich darüber diskutiere, stelle ich mich "außerhalb" dieser Funktionen. Muß ich zwischendurch aufs Klo, bin ich schon wieder mitten drin im wirklichen Leben.

Diese hohe Form der Liebe ist das "ewig unerreichbare" Ziel menschlichen Strebens. In einer Welt, in der es ums Überleben und um Recourcen geht, ist das Erreichen nicht möglich. Aber die Aufgabe liegt darin, dennoch nach oben zu streben und unentwegt aufzusteigen. Man gebe sich nur nicht der Illusion hin, daß diese "Bewegung nach oben" besonders zügig sei. Im Gegenteil, seit der Steinzeit ist sie nicht effizienter geworden. Aber sie ist gegeben.

Ja, ich bin der Meinung, daß das Böse der Motor dieser Welt ist.

Wir sind wie Kieselsteine, die sich nur durch Reibung aneinander abschleifen können. (auch hier im Forum ;-D)

Würden wir alle treu und brav nebeneinander den großen Strom hinunterschwimmen und uns nur liebhaben, würden wir uns nicht aneinander unsere Ecken abschleifen können.

...Du bist der Meinung, dass wenn auch der Mensch sich selbst gut und böse konstruiert...

Nein, nach meiner Vorstellung ist es nicht der Mensch, der sich selber konstruiert. Der Mensch führt nur aus, was er sich selbst als seine Seele "als Lernprogramm" aufgetragen hat. Wir als Menschen sind niemals in der Lage, unsere ganze Seele zu erkennen, geschweige denn ihre Motivationen. Dazu müssen wir erst sterben. Also warten wir es ab. Aber ich denke mal, daß sind "Glaubensfragen". Die lassen sich nicht mit Argumenten beweisen. Wenn jemand das nicht sieht, oder anderes glaubt, werden ich nicht den Versuch machen, das zu ändern.

"Missionieren" ist der schlimmste Frevel dieser Welt.

JkensxGB


Psychische Gewalt

Wenn jemand, jemand anderen psychisch fertig macht, zum Beispiel Mobbing am Arbeitsplatz, hat mit er mit keinerlei strafrechtlichen Folgen zu rechnen! Der, der mit körperlicher Gewalt reagiert, findet sich im Knast wieder. Ich finde, das da bis jetzt, der Gesetzgeber, eine ziemliche Mattscheibe hat. Ist nicht der, der Gewalttäter, der als erster anfängt?

Grüße, Jens

d0erEindasl'ichtg9eht


___JensGB___

Keinesfalls gilt, das Maß der Gesellschaft. Das Böse erzeugt man in sich, wenn man einen anderern mobbt. Hat mit "strafbar" oder nicht "strafbar" absolut gar nichts zu tun.

Was willst du mit dem Gesetzgeber? Gesetzgebung allein ist schon ein ewiger Kompromiß und ein ständiges "Neuanpassen an Veränderungen des Zeitgeistes". Noch weit schlimmer steht es mit der Ausführung der Gesetze. Du glaubst doch wohl nicht an Gerechtigkeit?

JLensGzB


derindaslichtgeht?

Du meist, wenn ich an Gerechtigkeit glaube, lacht mich jeder aus, wir leben schließlich im Urwald wo man die Bibel liest!

Grüße, Jens

dlerindWas\licht}geht


___JensGB___

An die Gerechtigkeit der Staatsorgane glaubt man bis etwa zum Alter von 30. Das ist ganz pauschal, man kann diesen Glauben auch viel früher verlieren oder sein Leben lang behalten. Aber im Schnitt bis 30. Danach verliert "der Staatsbürger" durch eigenes Erleben und kritisches Denken immer mehr den Glauben an die Hoheit.

Das ist jetzt kein Wissen aus irgendeiner Untersuchung, sondern meine Einschätzung auf Grund von Lebenserfahrung und Umschau. Andere mögen andere Erfahrungen machen.

Im Prinzip wäre daraus "Resignation" zu ziehen. "Scheißegal!" Das aber zieht "eigenes Handeln" nach sich und das wieder "eigenen Ärger" mit diesen Staatsorgangen. Am besten lebt es sich, wenn man eine eigene, hohe Moral hat und von dort auf die schlechte Welt herunterschauen kann. Ach ja..., das sagt sich auch so leicht dahin.

Das Schicksal greift in einen großen Sack und "sät uns aus". Je nachdem, wo wir landen, auf einem satten Kuhfladen oder einem trockenen Stein, gehen unsere Keim auf und können anwachsen.

;-D

Grüße

JPen^sGxB


derindaslichtgeht

Vielleicht überzeugst Du mich ja doch noch mal irgendwann vom Glauben!

Grüße, Jens

Ein Bekannter von mir versucht es hartnäckig!

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