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Eigene gefühlskälte als schutz

celemenxtine hat die Diskussion gestartet


hi , also wie fang ich am besten an ? ich hatte in den letzten jahren 2 beziehungen die eine lange die andere kurz , in beiden ist einiges schief gelaufen sodass ich selber merke dass ich kein vertrauen mehr habe. kein vertrauen in die menschen , ganz allgemein . ich kann einfach nicht mehr daran glauben , an das gute sozusagen . ich würde gerne aber alleine durch die erfahrung in letzter zeit geht das einfach nicht mehr . ich bin ein absoluter kopf mensch geworden , was ich früher aber nicht war, ganz im gegenteil . ich habe aber irgendwie angst , weil ich nicht denke dass mich irgendwas nochmal überzeugen kann ein gefühlsvoller menshc zu sein. das heißt ich bin schon nett und freundlich und so aber mir fehlt das urvertrauen. ich würde das gerne ändern nur gibt es keinen rationalen grund das zu tun. es scheint als ob mich nichts mehr davon überzeuegn könnte. obwohl ich weiß wie schön es war jemanden so zu lieben wie ich es mal gemacht habe. ich habe seit kurzen wieder einen neuen freund . er ist wirklich nett und super und ich kann nichts kritisieren , trotzdem wenn er bei mir ist ist alles super ich " denke" ich bin in ihn verliebt, aber wenn er weg ist , ist er auch wieder aus meinem gedächtnis ( vielleicht liegt das daran dass ich niemanden vermissen will, oder daran dass das gedöchtnis sehr auch mit gefühlen zu tun hat) . irgendwie will ich aber kein mensch werden der so kalt ist und so leblos, ich war früher so unbeschwert und viel ist nicht mehr da. ich mein ich denke nicht dass ich depressiv bin , im gegenteil ich bin eigentlich sehr konstant gut aufgelegt, weil mich eben nichts mehr wirklich trifft. das wollte ich auch so. ich wollte das schreckliche nicht mehr spüren , aber leider kann man nicht nur die schlechten gefühle ausblenden , ohne dass auch die fähigkeit zu lieben verloren geht. nur- wenn ich mich jetzt wieder darauf einlasse und dann wieder verletzt werde ? ich will nicht mehr und ich ertrage es nicht mehr. ich ertrage keine trennungen mehr.. ich hab jetzt viel geschrieben , ist aber noch nicht alles ich könnt noch viel mehr schreiben aber für heute lass ich es dabei.. ich hoff es schreibt mir jemand zurück . vielleicht jemand der zurück zur liebe gefunden hat . lg

Antworten
H#omo Corntemplxum


"aber leider kann man nicht nur die schlechten gefühle ausblenden, ohne dass auch die fähigkeit zu lieben verloren geht. "

Das hast du vollkommen richtig erkannt.

Das Leben ist ein zusammenspiel aus Gegensätzen.

Du kannst keine "Teile" oder Seiten vom Leben wegdenken, ohne sein Gegenteil oder gar das Leben selbst mit wegzudenken.

Bist du unfähig zu leiden, bist du auch unfähig Freude zu empfinden.

Deswegen; "Ein Mensch muss noch leiden können!" -Nietzsche

Die Kunst daran ist beide Seiten zu sehen, auch in deinem Leben ist noch vertrauen, liebe und glück. Du empfindest sie und bekommst sie auch entgegengebracht, aber du siehst sie nicht. Du bist viel zu sehr auf den (einen?) Grund fixiert das Leben zu hassen, nicht mehr zu vertrauen (= Décadence), deswegen siehst du den doch so offensichtlichen Grund zu vertrauen nicht mehr.

Ich kann nicht sagen das ich glücklich bin oder das die Liebe zu mir gefunden hätte. Aber ich vertraue. Weißt du wem ich vertraue? In erster Linie mir. Meinem Instinkt, meinem Verstand. Ja auch in meine Fähigkeit mich von Fehltritten und Wunden zu heilen, ja aus ihnen zu wachsen. Das solltest du als erstes tun:

Dir klar machen das es keine Fehltritte gibt. Increscunt animi virescit volnere virtus - Die Herzen/ Die Kraft wächst durch die Wunde.

Das klingt alles sehr theoretisch, aber wenn du dahinter steigst, wirst du wissen was ich meine.

Ich will nicht verletzend sein, aber der Grund das du dich verschließt ist Feigheit und Schwäche(=ebenfalls Décadence). Ein Teil von dir erkennt das du schwach bist und ergreift die für ihn logische Maßnahme. Er schützt sich. Allerdings gibt es nichts wovor du dich geschützt wissen musst. Was kann dir passieren? Was kann passieren wenn du mit jedem Fehler wächst, bis dir das Glück ganz unverhoft in den Allerwertesten beißt?

Hab Vertrauen. Es ist einer der Schlüssel zur Liebe, zur Beziehung, zum Selbstvertrauen, zum Glück, etc.

cil!emen2tixne


ja aber warum ?

ja ich frag mich halt nur , warum ich denn vertrauen soll. ich mein ich denke ich kann auch ganz gut alleine, also warum sollte ich denn das risiko eingehen ? ach , es ist wirklich nicht so leicht, und das siehst du richtig, ich vertraue leider nicht einmal mir selber, in letzte zeit hab ich mich oft getäuscht und bin mir nicht mehr sicher ob ich das alles richtig sehe. und dann bin ich mir nicht sicher ob meine vorsicht ein " zeichen " ist , also intuition das wirklich irgendwas nicht stimmt , oder dass es einfach nur hypersensibel ist . ich bin mir einfach nicht sicher ob die dinge wirklich so sind wie ich sie sehe. und kann dann mein mißtrauen auch nicht zuordnen. also bin ich zurecht / oder zu unrecht mißtrauisch. ich weiß es nicht. ja es stimmt xchon irgendwie, - ich mein nach ein paar tiefschlägen weiß mann dass man das leben auch alleine meistern kann . aber irgendein " schaden " bleibt immer.. naja kompliziert, aber ich hab mich sehr gefreut dass du mir geantwortet hast, von der sicht hab ich s noch nicht gesehen.. gute nacht

vzivSian1x9


clementine

Ich glaub nicht dass du mit deiner Theorie auf Dauer durchs Leben kommst. Homo Contemplum hat es sehr schön ausgedrückt. Es wäre dasselbe wenn ich sagen würde "Ich habe Angst mit dem Auto zu verunglücken und deshalb fahre ich nicht mehr" oder "Ich habe Angst zu lieben und deshalb liebe ich nicht mehr" du sagst "Ich habe Angst zu vertrauen und deshalb vertraue ich nicht mehr". Es ist nur die ANGST die so spricht. Weist du, man geht in allem ein Risiko ein. Ein Dichterin schrieb folgendes:

Wenn mir auch schwindelt,

während ich die Höhen

und Abgründe der Liebe passiere,

wenn ich auch weine, verliere und

es mich schier zerreißt,

so akzeptiere ich all das noch lieber,

als erstarrt und fernab vom Leben

mich auf keine Liebe mehr einlassen zu wollen.

Das kann man auch auf dein Vertrauen beziehen. Die Angst verhindert nicht die bösen Dinge im Leben sondern behindert nur dein Leben. Ich hatte in meiner jetztigen Beziehung auch furchtbare Angst enttäuscht oder verletzt zu werden. Ich hab soviel die letzten Jahre durchmachen müssen und bin oft am Abgrund des Lebens gestanden. Aber da war ER, ein Mensch der mich gehalten hat wenn ich gefallen bin, ein Mensch der mich liebt so wie ich bin. Es war für mich auch ein Risiko dies einzugehen aber wenn ich nicht vertraut hätte dann hätte ich der Liebe KEINE CHANCE GEGEBEN. Und das ist der springende Punkt: Ich weis es ist hart aber wenn du dich vor dem schlechten verschließt dann verschließt du dich auch dem guten. Du musst dich ja nicht fallen lassen aber du solltest deinem jetzigen Freund eine Chance geben, denn jeder Mensch in deinem Leben den du kennen lernst hat eine Chance verdient. Du kannst nie wissen ob er die Chance nutzt oder ob er dich enttäuscht. Aber das ist eine gewisses Grundrisiko im Leben. Du wirst immer und immer wieder enttäuscht werden aber auch viel Liebe erfahren. So ist das Leben nunmal. Aber gib der Liebe eine Chance. Und sprich vielleicht mit deinem jetzigen Freund über deine Ängste denn das stärkt dein Vertrauen zu ihm bestimmt viel mehr als wenn du es verschweigst. Reden verbindet und Schweigen trennt. Denk drüber nach :-)

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