Alternative zu Prednisolon?

08.02.05  11:24

Hallo,

ich mache mir Sorgen um meine Mutti.

Sie ist jetzt schon seit 5 Jahren auf der Suche nach Antworten.

Sie wird von Arzt zu Arzt geschickt und keiner gibt ihr eine aussagefähige Diagnose. Keiner behandelt sie gewissenhaft.

Ihr wird immer nur Prednisolon verschrieben in unterschiedlichen Dosierungen.

Aber wenn die Dosierungen erhöht werden macht sie es sicher nicht mehr lange.

Habt ihr nicht ein paar Tipps für mich ???

Vielleicht weiß ja irgendjemand hier einen guten Rheumatologen..

Meine Mutti ist schon so verzweifelt..Sie tut mir so leid !!! :-(

KXissMAe69

08.02.05  11:41

Was hat deine Mutter denn? also warum nimmt sie Cortison? Woher kommst du? ich meine wegen den Rheumatologen? Wieviel mg nimmt sie?

Eeb&igexl

08.02.05  11:44

naja ihr wurde bis jetzt nur rheuma diagnostiziert..nicht durch bakterien hervorgerufen..diesen test hat sie schon gemacht..

sie nimmt 5 mg..und wir kommen aus Rostock..aber der arzt kann auch aus sonst wo in norddeutschland kommen hauptsache ihr wird geholfen..

KKiss&Me69

08.02.05  11:51

So genau kenn ich mich mit Cortison auch nicht aus, aber ich glaube nicht, dass deine Mutter nicht mehr lange leben sollte, wenn die Dosierung erhöht wird. -Da werden die Ärzte schon für aufpassen- Ich kann deine Sorge aber verstehen, denn Cortison bringt ja auch so einige Nebenwirkungen mit sich. Die Erfahrung muss ich gerade machen. Tja und auf Dauer will man das ja auch nicht unbedingt machen. Ich weiß auch nicht, vielleicht solltest du mal im Netz nach einen guten Rheumatologen suchen oder den Hausarzt befragen.

Egbigbexl

08.02.05  15:57

Na, na, na - so ein Teufelszeug ist Cortison auch nicht - so wie Du hier schreibst zeugt das eher davon, dass Du von der Wirkweise und den Nebenwirkungen von Cortison überhaupt keine Ahnung hast. Entschuldige diesen Ton, aber was anderes fällt mir dazu einfach nicht ein.

Ersteinmal scheint Deine Mutter ja schon eine Diagnose zu haben, denn Du schreibst, dass Rheuma festgestellt wurde. Die Frage ist aber welche der ca. 400 Arten von Rheuma. Denn Rheuma ist (leider) nicht gleich Rheuma.

Das 2. ist, dass Deine Mutter wenn Sie regelmäßig nicht mehr als 5 mg Cortison zu sich nimmt, eine sogenannte Low-Dose-Therapie hat. Die Dosierung von 5 mg - oder weniger - wird angestrebt, da sich bei dieser Dosierung die Nebenwirkung in Grenzen halten (der Schwellenwert hierzu ist 7,5 mg).

Was die Dosierung als solches angeht, man kann sogar Cortison-Stöße (i.v.) von bis zu 1000 mg bis zu 5 Tage bekommen - also hier mal nicht schwarz sehen.

Im übrigen ist es bei vielen Menschen schwierig dem Kind den richtig Namen zu geben, dass liegt dann aber auch nicht an der Unfähigkeit der Ärzte. Sondern vielleicht auch daran, dass die jeweiligen "Zeichen" nicht oder nichtgenug ausgeprägt sind. Im übrigen ist es bei vielen rheumatischen Erkrankungen im Grundsatz unerheblich ob das Kind einen Namen hat oder nicht - wichtig ist es einzig und allein durch eine effektive Therapie (wie auch immer diese aussieht) mögliche Langzeitschäden zu vermeiden. Und da ist Cortison immer noch eines der potentesten Mittel.

Vielleicht meinst Du ich würde so über cortison schreiben, weil ich es nicht kenne - da irrst Du Dich. Ich bekomme Cortison schon seit mehreren Jahren, erst nur sporadisch seit 1,5 Jahr mit einer durchschnittlichen täglichen Dosierung von ca. 15 mg (also das 3-fach von dem was Deine Mutter erhält). Wichtig ist bei Cortison halt, dass man dem Körper zusätzlich Calcium und Vitamin D3 zuführt. Leider werden diese Präparate nur bei einer manifestierten Osteoporose bzw. bei einer Cortisontherapie von einer tägl. Dosierung ab 7,5 mg - Deine Mutter müsste es somit selber bezahlen, dieses Geld sollte sie aber auf jeden Fall investieren.

Wie sehen denn die Problem/Schmerzen Deiner Mutter aus?? Erhält Sie noch andere Medikament wegen des Rheumas z.B. Schmerzmittel? Wurde evtl. schon einmal das Thema Langwirksame Rheumamittel (MTX, Sulfasalazin etc.) oder gar andere Mittel angesprochen ??? Frag Deine Mutter doch einfach mal.

Also KissMe69 - ich hoffe ich konnte Dir - zumindest was das Cortison angeht etwas von Deiner Angst nehmen (wenn 5 mg oder höhere Dosierungen tötlich wären, würden sehr viele Rheumapatienten heute nicht mehr leben!!!) - Klar man darf Medikamente nicht unterschätzen, aber in absolute Panik verfallen ist leider auch der falsche Weg.

Gruß

trombone

tsro~mbhone

08.02.05  16:17

Hi KissMe,

da hat Trombone völlig Recht. Bei chronisch-entzündlichem Rheuma werden z.T. noch viel härtere Medikamente eingesetzt. Dagegen ist Cortison noch eine der harmloseren Varianten.

Übrigens habe auch ich 5 Jahre lang täglich Cortison geschluckt. Allerdings bin ich irgendwann von Prednisolon auf Methylprednisolon (z.B. "Urbason") umgestiegen und hatte den Eindruck, es besser zu vertragen.

Einen Rheumatologen in Eurer Gegend kann ich Dir leider nicht nennen, bin aus Österreich.

Liebe Grüße!

MYo[nsti

08.02.05  16:35

Ja das hilft mir schon ein wenig nur leider ist ja das Problem das die Ärzte die Art von Rheuma noch nich rausgefunden haben..

Sie hats schon mit Heilpraktikern und allen versucht aber ich finde die haben ihr nur das Geld aus der Tasche gezogen u irgendwie hat alles nichts gebracht.

K*issjMxe69

08.02.05  17:13

Cortison ist nicht nur schlecht

Hallo KissMe69

also deine Vorurteile was Cortison betrifft kann ich nicht nachvollziehen.

Du solltest dich besser darüber informieren schau da mal:

[[http://rheuma-online.de/static/index.php?id=877]]

Auf solchen Seiten findest du auch ein Ärzteverzeichnis, dort gib deine Postleitzahl ein und es werden die Rheumatologen in deiner Nähe aufgelistet.

Ich bekomme auch seit ca. 1,5 Jahren Cortison und in einer viel höheren Dosis als deine Mutter, aber ohne geht es eben auch nicht immer.

Viel Erfolg bei der Suche und informiere dich mal mehr über Kortison

Gruß

Tabo40 :)D

TaaDbUo40

08.02.05  18:35

alternative zu prednisolon

Hallo kissme69, hab dir eine pm geschickt.

Dwanie#la Özucetin

08.02.05  18:45

Hallo KissMe,

diese sündhaft teure und letztlich nichts bringende Erfahrung habe ich mit Heilpraktikern und naturmedizinisch orientierten Allgemeinmedizinern (u.a. Homöopathie, Nahrungsergänzungsmittel, Bioresonanztherapie, Magnetfeldtherapie, Weihrauch, Teufelskralle) auch gemacht. Es wurde immer nur schlimmer.

Sag mal, leidet Deine Mutter zufälligerweise auch unter Schuppenflechte oder jemand anderes im engeren Verwandtschaftskreis? Gerade die Psoriasisarthritis ist extrem schwer zu diagnostizieren, weil sie nämlich grundsätzlich seronegativ ist und oft selbst bei extrem schmerzhaften und deutlich geschwollenen Gelenken keine Entzündungen im Blutbefund erkennbar sind. Sie wird übrigens genauso mit Basismedikamenten behandelt wie das klassische Gelenkrheuma (cP).

Wenn Cortison hilft, liegt ganz klar eine entzündlich-rheumatische Erkrankung vor. Und wie gesagt: Mit 5 mg Prednisolon hat Deine Mutter eine fast immer gut verträgliche Low-Dose-Therapie.

Liebe Grüße aus dem tiroler Tiefschnee!

MConsxti

08.02.05  22:44

An Trombone

Wen meinst du damit, keine Ahnung von Cortison? wenn du mich meinst, weiß ich nicht warum du so reagierst? Denn ich habe doch nur geschrieben, dass ich nicht glaube, dass die Muttet nicht mehr lange leben sollte, nur weil das Cortison erhöht wird. Damit meinte ich quasi, dass die Mutter deswegen nicht stirbt,.

Gruß

E\bigvexl

08.02.05  22:57

Wie gesagt, ich weiß zwar nicht ob du mich meintest, aber wenn, dann habe ich mich vielleicht auch etwas falsch ausgedrückt. Alles Liebe!

Ebigel

Eobihgel

09.02.05  14:44

hallo Ebigel,

für Dich war diese Posting nicht gedacht - denn KissMe69 hat doch geschrieben, dass die Mutter bei Erhöhung von Cortison wohl nicht mehr lange zu leben hätte - oder ??? ?? Nichts für ungut - beim nächsten mal schreibe ich den Namen dessen dabei für den das Posting gedacht ist.

Schönen Tag noch

trombone

tIrombbonxe

10.02.05  02:08

hi,

tach zusammen

wie sieht es eigentlich nach ca 15 Jahren aus mit Cortisonbehandlung ?

würde mich interessieren, ob jemand erfahrung oder ahnung davon hat!?

mfg

TmheHapJpy

10.02.05  19:22

Hallo Happy,

ich selbst hab "nur" 5 Jahre hinter mir, allerdings die meiste Zeit recht niedrig dosiert (5-6,25 mg Prednisolon). Aus dem Forum bei [[http://www.rheuma-online.de]] weiß ich aber, dass viele das Zeugs schon seit Jahrzehnten nehmen.

Langzeitwirkungen sind vor allem (diese hatte ich z.T. auch): Die Haut wird dünner und blutet leicht. Vollmondgesicht (das haben wohl alle). Brüchigkeit der Venen. Einfluss auf die Nieren/Wassereinlagerungen. Wundheilungsstörung (vor allem nach chirurgischen Eingriffen). Abnahme der Knochendichte (Osteopenie, Osteoporose). Einflüsse auf den Hormonhaushalt (bei Frauen z.B. Ausbleiben der Menstruation). Bei Übergewichtigen u.U. Entwicklung eines Diabetes Typ II.

Wer Cortison schluckt, sollte unbedingt täglich ca. 800 mg ein Kalzium-Vit.D-Präparat zu sich nehmen. Wer zusätzlich Magnesium zu sich nimmt, sollte dies im mindestens 3-stündigen Abstand von den Kalzium-Gaben tun.

Liebe Grüße aus Österreich!

MGoGnsti

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