Forum » Rheumatologie »
24.02.07 23:26
Hi,
mein Arzt hat bei mir vor 2 Wochen das Tietze Syndrom festgestellt, da ich teilweise starke Schmerzen im Brustbereich links hatte. Nachdem ich das schon einmal hatte und nach 2 Wochen Schmerzen eine Cortisonspritze bekam, hatte ich 4 Wochen Ruhe. Vor zwei Wochen find das Ganze wieder an. Manchmal ist es fast weg, dass ich denke, ich habe es geschafft und am nächsten Tag habe ich wieder Scherzen und Atemprobleme. Der Arzt tippte auf Verspannungen wegen Job am Pc und schlechte Haltung. Nehme seit 2 Wochen Voltaren resinat und Diclofenac aber keine Besserung. Arzt weigert sich mir ne weitere spritze zu geben, meinte, ich könne nicht immer Cortison nehmen. Hatte aber nur 1 Spritze bis jetzt, verstehe das nicht. Ich kann doch aber nicht ständig Tabletten nehmen, die nicht magenfreundlich sind übrigends. Hat jemand dasselbe Problem?
16.03.07 16:42
Hallo Luciana_26,
da hab ich sie endlich gefunden, eine Leidensgenossin in meinem Alter (ich geh mal davon aus, dass die 26 für dein Alter steht 
Ich weiss seit drei Tagen, dass es sich bei mir wohl um das Tietze-Syndrom handelt.
Die Schmerzen fingen vor ca. 1,5 Jahren an und da hab ich die volle Panik bekommen. Als ich 13 war, hatte ich genau unterhalb des Schlüsselbeins eine Zyste von der die erste zuerst vermuteten, dass es sich dabei um Krebs handelt. Kann dir gar nicht sagen, wie gut das mit 13 tut wenn der Arzt sagt, dass man vielleicht Krebs hat. Na ja, war halt nicht so, aber dass ich wieder einen Hubbel da hatte, hat mich richtig geschockt. Bin dann auch beim Arzt gewesen, wo das alles noch einmal geröngt wurde, aber es war leider nix zu sehen. Seit dem hab ich immer so ca. 4 Wochen Ruhe und dann geht das alles wieder los. Bei mir fängt das alles mit Schmerzen in der linken Schulter an und wandert dann langsam nach vorne. Bis ich irgendwann an dem Punkt bin, dass ich morgens nicht mehr weiss wie ich aus dem Bett krabbeln soll, weil ich mich nicht abstützen kann. Bis ich dann nach 3 Wochen oder so vorne auf dem Brustbein einen kleinen Hubbel habe.
War jetzt noch mal beim Arzt und die hat mir dann erklärt, dass es sich dabei um das Tietze-Syndrom handelt. Sie hat mir auch gesagt, dass die Schmerzen leider nicht durch Schmerztabletten zu nehmen sind, da es sich dabei um eine Entzündung des Knorpels handelt, der nicht gut durchblutet wird. Daher können Schmerzmittel dort natürlich nicht wirken.
Sie hat mir aber auch gesagt, dass ich durch Sport die Schmerzen los werden kann. Ich muss den Brustkorb vorsichtig dehnen, damit dieser sich daran "gewöhnt" beansprucht zu werden. Die Entzündug würde wohl durch Zerrungen des Knorpels kommen, die sich dann sammeln. Diese Zerrungen entstehen durch alltägliche Dinge, wie z. B. Zittern (im Winter), Spülmaschine ausräumen, Bücher aus dem Regal nehmen etc.
Wie gesagt Sport soll da helfen, aber unter Aufsicht, damit man es nicht direkt übertreibt.
Bei mir kommt noch erschwerend -und das meine ich wörtlich - hinzu, dass ich eine ziemlich große, natürliche Oberweite habe, die schwerkraftbedingt nach unten zieht.
Sie hat mir aber ein Muskelpräparat verschrieben, das helfen soll. Mydocalm- Es hat schon etwas gewirkt. Klar habe ich noch Schmerzen, aber daran hab ich mich schon fast gewöhnt.
So, vielleicht hilft dir ja mein Roman.
22.03.07 17:58
Hallo Leute!
Ich bin jetzt 16 Jahre alt und habe seit dem ich 11 bin regelmäßig ein starkes Stechen im Brustbein Bereich.
Es ist ein Druck der sich oft aber auch anfühlt wie eine spitze Eisenstange, die sich bis zur Wirbelsäule bemerkbar macht.
Hauptsächlich beim einatmen.
Ich mache mir echt große Sorgen- ich war schon bei vielen Ärtzen, wurde an der Lunge geröngt usw.
Aber man konnte nie etwas erkennen.
Mit 13 hieß es ich würde flasch atmen- als ich dann zur krankengymnastik ging um richtiges atmen zu lernen-
haben wir auch gemerkt dass es das nicht sein kann.
Die Schmwerzen gingen nicht weg.
Die Krankengymnastin vermutete eine Entzündung oder Verknorpelung... aber die war ja keine Ärztin...
Als ich 14 war hatte man mir gesagt, dass es vllt. etwas psychische sein könnte...Stress und so...
Aber so stressig ist mein Leben nun wirklich nicht.
Ich habe Angst, dass es das Tietze-Syndrom sein könnte.
Besteht denn da eine Möglichkeit?
Kennt ihr ähnliche Symptome? Das ist so wichitg, dass ihr mich informiert- ich weiß nämlich auch nicht zu welchem Arzt ich noch gehen soll oder welche Bereiche geröngt werden müssen...
Bitte, bitte schreibt mir!
eure vishy
26.03.07 13:30
Hallo,
leide auch seit dem letzten Jahr darunter. Meine Heilpraktikerin hat mir Ende letzten Jahres eine Spritze an dieser Stelle unter die Haut gesetzt. Der Name des Medikaments lautet Zeel und ist ein homöopathisches Mittel. Danach hatte ich ca. 4 Monate keine Schmerzen mehr. Als es jetzt wieder anfing, habe ich mir das gleiche Medikament in Tablettenform geholt. Nehme sie 3 x täglich und die Schmerzen waren nach 2 Tagen weg. Hoffe, es bleibt so. Soll sie jetzt erst einmal 4 Wochen nehmen. Vielleicht könnt ihr euch ja auch damit helfen, ein Versuch ist es jedenfalls wert.
Wünsche noch gute Besserung.
Chris1808
28.03.07 21:15
ein lokalanästätikum bekommen an die Stelle des Schmerzes gespritzt, nach 1 Tag waren die Schmerzen weg, Tabletten helfen mir gar nicht.
05.08.07 17:23
ich vermute mittlerweile auch, dass ich an besagtem syndrom leide.
habe seit oktober 06 ein dumpfes druckgefühl in der brustbeingegend und ein spannen im rippenbereich (mehr oder weniger nonstop, mal stärker mal schwächer). bei körperlicher anstrengung zwingen mich meine beschwerden recht schnell in die knie.
herz (ekg, ultraschall), lunge (röngten) und speiseröhre (gastro) sind soweit okay.
mein orthopäde meinte, es könnte das tietze syndrom sein, allerdings handelt es sich dabei nur um eine vermutung. wie kann ich das abklären? knubbel sind keine zu sehen.
blöderweise muss ich mich am tag zwischen 30 und 70 mal räuspern, da ich probleme mit den nasennebenhöhlen habe. ich nehme an, dass sich mein brustkorb dabei verspannt.
ob es einen zusammenhang zwischen nasennebenhöhlen (räuspern) und den schmerzen in der brust gibt konnte mir kein arzt beantworten. "das ist nicht mein gebiet" war die häufigste erklärung. liegt wohl daran, dass mein problem über 2 gebiete geht :/
21.09.07 20:49
Da gibt es doch tatsächlich Ärzte, die das Tietze-Syndrom gut kennen und auch erfolgreich behandlen können. Siehe
www.tietze-syndrom.de![]] ]]](http://3.med1.biz/l/t.gif)
16.10.07 13:47
hallo,
ich leide seit diesem Sommer unter dem Tietze Syndrom. Mir hilft Ultraschall mit Strom. Wenn es ganz schlimm ist probiere ich gerade ein homöpatisches Schmerzmittel Diluplex aus. Hat eigentlich jemand von euch auch die linke Seite (Brust,Brustbein bis Schulter) geschwollen? Auch ich habe diese Druckempfindlichkeit.
29.10.07 19:43
bin ich froh, daß ich diese seite gefunden habe. beim lesen musste ich erst mal heulen. ich dachte, ich stehe ganz alleine da. seit einem jahr habe ich jetzt diese konstanten schmerzen im brustbein die schubweise schlimmer werden. jedesmal habe ich die angst vor einem infarkt oder einer embolie. kein arzt konnte eine diagnose stellen. bis ich jetzt im mai zu einer heilpraktikerin gegangen bin. endlich gibt es einen namen für diese qual. ich bin 30 jahre alt und habe fünf kleine kinder. eine 8 j. tochter, einen 4 j. sohn, zwillinge im alter von 2 jahren und der kleinste ist jetzt ein jahr geworden. nach der letzten entbindung fingen diese schmerzen an. ausserdem bin ich auch immer müde, antriebsschwach, habe oft herzrasen und stolpern, werde nachts mit sehr hohem puls wach und bin nicht mehr belastbar. was mich aber am meisten fertig gemacht hat, war die tatsache, daß man spätestens beim dritten arztbesuch als psychisch krank abgestempelt wird.
ich habe noch keine möglichkeit gefunden, mit den schmerzen umzugehen, da ich auf grund der kinder immer sehr eingespannt bin. ich habe vor der schwangerschaft jeden tag drei pferde geritten. jetzt komme ich nicht mehr in den sattel.
auf jeden fall ist es schön, von euch lesen zu dürfen.
lg zari
29.11.07 15:12
Hallo alle zusammen 
Jeder einezelne Bericht erninnert mich daran als ich das erste mal mit 15 diese Schmerzen verspürte. Und seit dem hat es kein Ende genommen. Ich möchte euch mit meinem Beitrag nicht die Hoffnung nehmen, eher nim Gegenteil. Denn ich habe zum größten Teil gelernt damit zu leben. Was aber natürlich nicht ohne Medikamente geht. Am besten seit ihr bei einem Arzt aufgehoben der Allgemeinmedinisch behandelt und gleichzeitig auch Heilpraktiker ist. Wenn er zusätzlich auch noch Heroinpatienten hat an die er Methadon aus gibt wäre das der 6er im Lotto für euch. Ihr denkt jetzt hat die nen Knall, nein ich erkläre euch warum im nächsten Teil. Und zwar die Behandlung.
Es steht euch in der Regel ein 10er Block im Jahr an Akkupunktur zu von der Kasse, hakt nach bei eurer. Denn die Art der Behandlung löst Verspannungen und lindert Entzündungen. Außerdem fließt die Energie im Körper anders und besser. Bevor ich das erste mal die Nadeln zu spüren bekam dachte ich Schnickschnack was soll das schon bringen. Aber es bringt eine Menge. Bei mir konnten noch nicht mal an allen Vorgeschrieben Punkten die Nadeln gesetzt werden. Meine Nerven rearierten so stark darauf das sie anfingen zu schmerzen als ob da Strom durch floss. Ich war wirklich fassungslos. Und selbst ohne die volle Anzahl der Nadeln war ich nach der 5 Sitzung so gut wie schmerzfrei. Und das ich Täglich Schmerzen hatte verlagert sich nach allen 10 so sehr das ich nur noch schubweise wenns hoch kam 1 mal im MOnta für ein paar Tage Schmerzen bekam. Die Phase überstand ich dann immer mit lokalen örtlichen Betäubungen die auch dieser Arzt mir setzte. Wirkungweise = sofort. So gewann ich ein großes Stück Lebenqualität zurück. Denn ich muß hier keinem erzählen was es bedeutet mit diesen Schmerzen ein zu schlafen und auch wieder auf zu stehen.
Was nicht fehlen darf ist regelmäßige Krankengymnastik. Wo wir bei dem oben schon vorkommenden inneren Schweinehund sind. Ihr habt ganz alleine die Wahl. Schmerzen die euch wahnsinnig machen und faullenzen oder ein bisschen was tun und das ganze erträglich machen. Denn schon 10-15 min zu Hause am Tag reichen aus dazu. Lasst euch von eurem Arzt ein Rezept geben und geht zu einem Krankengymnast.
Regelmäßige Ruhe! Gönnt euch regelmäßig was schönes und Enspannendes. Ob es ein Kinobesuch ist die Sauna oder Sonnenbank. Einfach eine Auszeit nehmen mindestens einmal die Woche. Die Sonnenbank ist auch Empfehlenswert weil die Wärme die Entzündung lindert und sich positiv auf die Psyche auswirkt, vergleichbar mit Lichttherapie.
Autogenenes Training ist super entspannend und die CD´s für zu Hause kosten nicht die Welt. AM Anfang fand ich das auch blöde irgendwie aber es half mir ruhiger zu werden und auch zu bleiben.
Das alles ist natürlich keine Rezept um sagen zu können ich bin geheilt. Aber es hat mein Leben wieder dahin verändert das sich nicht der ganze Tag um einen Schmerz dreht weil ja immer die Restangst dazu kommt ob es nicht diesmal doch das Herz ist. Und das macht einen fertig. Ihr müßt aber immer am Ball bleiben und dürft nicht weil ihr schmerzfrei seid mit diesen Dingen aufhören.
liebe Grüße an alle und ich hoffe das ich ein bisschen was positivest beisteuern konnte

04.07.08 22:50
Hallo,
bei mir hat es ueber 2 jahre gedauert, bevor eine diagnose erstllt wurde. ich habe danach eine akkupunktur kur (insgesamt 6 sitzungen) bekommen und war endlich schmerzfrei. es hat ungefaehr 6 monate gehalten. allerdings habe ich umzugsbedingt keinen kontakt zu meinem akkupunkteur mehr und bin daher auf der suche nach einem neuen. es ist eine nebenwirkungsfreie behandlung mit grossartigem effekt.
14.08.08 21:40
hi 
ich habe das problem seitdem ich 8bin.. mittlerweile bin ich 28. und erst heute habe ich erfahren das es das tietze syndrom ist....... wie oft dachte ich ich spinne...
aber jetzt muß ich abwarten, was ich alles machen kann um die schmerzen zu lindern...
aber was ich sagen wollte, ich habe nicht aufgehört zu den ärzten zu gehen....obwohl ich manchmal mit tränen wieder raus bin, weil mich keiner für ernst genommen hat....
ich wünsche euch allen eine gute besserung...und danke ich weiß ich bin nicht allein damit.
lg
16.11.08 04:49
Habe seit fast 8 Jahren Tietze Syndrom. Obwohl die Symptome mit einem Herzinfarkt vergleichbar waren, wusste ich dass die stressvolle Situation bei der Arbeit das Problem waren. Mein Krankengymnast erwaehnte Glucosamine Condroitin, das man in den USA im Reformhaus kaufen kann. Es ist die Molecule, des Knorpels und wird in den USA fuer Rheuma verwendet. Es wirkt nicht bei jedem, mein Krankengymnast sagte mir, dass es nach sechs Wochen wirken muesste. Ich nehme es seit ueber sieben Jahren und habe sehr selten Schmerzen. Weiss, dass es wirkt, wenn ich es einmal eine Woche nicht nehme und die Schmerzen dann zurueckkommen. Merke eigentlich nur bei starkem Husten, dass mein Brustkorb, dann die Elastizitaet verliert. Ich weiss nicht wie das Zeug auf deutsch heisst, aber man kann es ueber Google finden. Es gibt Glucosamine Sulfate und Glucosamine Condroitin, es ist wichtig, dass man Glucosamine Condroitin nimmt.
24.10.09 16:34
Hey!
Ich weiß seit gestern, wie meine Schmerzen "heißen"...:/
Vor einem Jahr -hab allein ein Bett aufgebaut- fing es plötzlich an: stechende Schmerzen im Brustbein beim Atmen und jeder Bewegung..mal mehr mal weniger, aber nie länger als eine Woche schmerzfrei.
Gestern habe ich dann mal meinen Hausarzt darauf angesprochen, der erstmal Verspannungen vermutete, irgendwelche Blockaden in der Wirbelsäule gelöst hat und letztendlich die Rippenansätze abgetastet hat.
Er ist sich sicher in der Diagnose, will noch mein Blutbild abwarten und hat mir Übungen empfohlen (die mir noch mehr Schmerzen bereiten)..was dann passieren soll ist noch unklar.. 
Nun hab ich mich ja schon ein Jahr mit den Schmerzen arrangieren können..war zwar manchmal ein wenig eingeschränkt, hab mich dann eben etwas geschohnt und dann ging's.
Seit dem "Rumdrücken" gestern, hab ich anhaltend mittelstarke bis starke Schmerzen (5-8 von 10)..kann nicht auf der Seite liegen, nicht tief einatmen und muss bestimmte Bewegungen (Rechter Arm/Schulter) meiden..
Hab Angst...mit DEN Schmerzen kann ich definitiv nicht Leben..und Schmerzmittel seh ich auf Dauer auch nicht als Lösung! Ich bin eigentlich relativ schmerzunempfindlich und "kenn" meinen Körper...aber das überfordert mich gerade.. 
Mit Sportsalbe hab ich's gestern probiert, doch die hat 0 geholfen...hat jemand einen Selbstbehandlungs-Tip für den Akutfall?
Liebe Grüße
Selenchen
26.11.09 17:18
Hi Miri09,
schau doch mal in dem anderen Gesprächsfaden über das Tietze-Syndrom hier in der Kategorie Rheumatologie. Sort werden einige interessante Themen diesbezüglich besprochen.
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