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01.02.10 19:59
Hallo!
Ich bin mir nicht sicher, ob Ich hier in der Rheumathologie richtig bin. Ich habe schon seit 2 Jahren Probleme und versuch mal hier meine Leidensgeschichte zusammen zu fassen. Ich hoffe es kennt sich vielleicht jemand aus und kann mir weiterhelfen.
Frühjahr bis Sommer 2008:
- Zuckungen in verschiedensten Körperregionen (einschliesslich der Finger)
- kurze stechende Schmerzen in den Gelenken (kein Dauerschmerz)
- kurez stechende Schmerzen in der Muskulatur (Schulter, Waden, Oberschenkel usw.)
- tägliche Morgensteifheit der Finger (beider Hände) - nach paar Minuten aber wieder i.O.
Besuch beim Neurologen - Diagnose: "leichtes" Karpaltunnelsyndrom (ich vermute Fehldiagnose)
Danach folgte ein gutes halbes Jahr mit kompletter Beschwerdefreiheit!
Frühjar 2009 bis Sommer 2009
Die Symptome kehren leicht verstärkt wieder zurück:
- tägliche Morgensteifheit der Finger und diesmal auch der Zehen
- stärkere Zuckungen
- Schmerzen in der Muskulatur (Die Schmerzen sind stärker und ähneln einem Muskelkater)
- Schmerzen in den Gelenken
- teilweise richtiges Vibrieren der Oberschenkelmluskulatur
Danach folgte wieder eine beschwerdefreie Zeit bis letzter Woche!
Januar 2010:
- Bewegungs- und Funktionsstörungen der Hände und Finger. Ich habe dass Gefühl als ob meine Finger manchmal den Drang haben sich zu verkrampfen. Manchmal muss ich mich konzentrieren, dass die Finger das machen was sie sollen! Es ist aber nicht ständig so, sondern nur phasenweise. In diesen Phasen kommt es mir auch so vor als ob ich einen Kraftverlust in der Hand und den Fingern habe. Es wirkt dann irgendwie alles "verlangsamt". Es ist relativ schwer das Gefühl zu erklären. Allerdings habe ich keine Schmerzen in den Händen und Fingern!
- wieder Morgensteifheit der Finger (diesmal aber keine Zehen)
- wieder stechende Schmerzen in der Muskulatur
- leichte Schmerzen in den Gelenken!
Kann mir jemand sagen, ob diese Symptome auf was rheumatisches hindeuten oder ist es vielleicht doch was neurologisches?!
Wär schön wenn mir jemand helfen könnte!
02.02.10 07:43
Warst du schon mal bei einem internistischen Rheumatologen? Um rauszufinden ob eine irgendeine entzündliche rheumatische Erkrankung dahintersteckt, bedarf es oft vieler Jahre. Ich würde auch mal testen, ob in der Zeit in der grade die Beschwerden akut sind, Entzündungswerte wie BSG od. CRP erhöht sind.
02.02.10 09:20
Würden denn diese Bewegungssstörungen- Verkrampfen und Kraftverlust der Hand (aber nur phasenweise) auch zu Rheuma passen?
02.02.10 09:50
Es gibt gut und gerne 400 verschiedene Arten. Ich kann dir nun aber ganz bestimmt nicht sagen, was es ist. Du solltest es einem Facharzt schildern. Der kann entsprechende Untersuchungen machen. Rheum. Erkrankungen haben die Angewohnheit, schubweise zu verlaufen. Zu Beginn einer Erkrankung können zwischen den Schüben auch lange Pausen sein. Mit der Zeit werden in der Regel die Pausen kürzer und die Symtome stärker. Geh dann mal zu einem intern. Rheumatologen und lass dich untersuchen.
27.03.10 10:37
ich wollte keinen neuen Faden eröffnen und denke das passt von der Überschrift eigentlich auch ganz gut zu mir 
Ich bin mir nämlich mit meinen Symptomen nicht sicher ob es sich überhaupt um eine rheumatische Erkrankung handeln könnte, oder ob ich es vielleicht gänzlich ausschließen kann. 
Alles hat vor etwa drei Jahren angefangen, da beam ich an kalten, nassen Tagen hauptsächlich heftige schmerzen in den Fingern. Sie wurden aber nie Dick oder warm. Im Gegenteil ich hatte eher das Problem dass sie eiskalt waren. Nach langem Hin und Her meines Hausarztes und vielen Bluttests bei einem Rheumatologen bekam ich dann die Antwort dass das viele junge, dünne Mädchen hätten und ich weiterhin Ibuprofen nehmen sollte. Die speziellen Rheumablutwerte hatten ergeben das ein Wert leicht erhöht war. Seitdem bin ich weiter mit diesen Schmerzen rumgelaufen und habe versucht so wenig wie möglich an schmerzmitteln zu nehmen. Mit den Schmerzen in den Fingern hab ich mch dann abgefunden. Zwischenzeitlich hatte ich auch immer wieder Entzündungen im Ellenbogen und Sehnenscheidenentzündung. Nun habe ich seit einer Woche etwa wieder Schmerzen, aber diesmal umfasst es so viele Gelenke wie noch nie (rechtes Knie, Nacken, Rücken, vorderer Brustkorb, beide Ellenbogen und Schultern) das ich nochmal zu einem Arzt gegangen bin. Da wurde mir wieder Blut abgenommen (die normalen Werte waren alle ok) und dann wurde nochmal eine Blutprobe zur Bestimmung der Rheumawerte eingeschickt und ich habe in zwei Wochen einen Termin bei einem anderen Rheumatologen. Meine Frage ist nun, wenn die normalen Blutwerte alle in Ordnung sind und vor einigen Jahren auch schon nichts gefunden wurde, dann ist es doch jetzt ziemlich wahrscheinlich dass diesmal auch keine rheumatische Erkrankung vorliegt, oder
?
ich wäre um eine Antwort sehr dankbar!!!
liebe Grüße Honigtopf 
27.03.10 11:33
Das kann man so nicht sagen. Es gibt z.B. bestimmte rheumatische Erkrankung wie die Spondylarthritden, die gar keine auffälligen Blutwerte haben, außer daß mal im Schub die Entzündswerte erhöht sein können. Irgendein Wert war ja aber schon mal bei dir positiv.
Also abwarten, was die weiteren Untersuchungen bringen.
27.03.10 22:08
Hallo Honigtopf,
ich will Dir sicher keine Angst machen, aber die "normalen"Blutwerte sagen meist gaaaar nichts über eine rheumatische Erkrankung aus. Mein großes Blutbild ist meist PERFEKT, aber die Rheumafaktoren sprechen oft eine ganz andere Sprache...
Bei einem extremen Schub war das CRP klar immer explosionsartig gestiegen, die Blutsenkung (BS) grauenhaft, aber wenn der Schub nur "leicht" war, hat man am "normalen" Blutbild rein gar nichts gesehen und auch die BS war völlig i.O..
Wurdest Du denn auf Borrelien (Borreliose durch Zeckenbiss) untersucht? Das ist nämlich auch oft die Ursache für Gelenkschmerzen.
Das Wichtigste aber ist, egal was Dein Blut sagt, egal, ob Deine Symptome nicht dem "typischen" Rheuma entsprechen, beharre bei Deinen Ärzten darauf, dass sie die wahre Ursache finden.
Schmerzen muss und darf man nicht einfach so akzeptieren, schon gar nicht, wenn man gar nicht weiß, woher sie eigentlich kommen!
Alles Gute,
Lola
28.03.10 13:42
Hallo,
Naja also speziell darauf (Borreliose) wurde ich denke ich zumindest nicht untersucht. Also jedenfalls hat mir keiner was gesagt. Aber da müssten dann doch auch bestimmte Blutwerte erhöht sein oder? Wenn ja dann hätte man das anhand der Blutabnahme ja sehen müssen 
Bin im moment wirklich total überfragt. Heute Morgen hat mein freund an meinem rechten großen Zeh eine rote Stelle entdeckt und er meinte wenn er es nicht besser wüsste dann würde er sagen dass ich Rheuma hätte, weil so würde das wohl auch aussehen wenn seine Mutter wieder einen neuen Schub bekommt (sie hat schon sehr lange mit Rheuma zu kämpfen).
Nun werde ich die rote Stelle mal beobachten und gucken ob sie schnell wieder weggeht.
Seit vorgestern nehme ich für die Nacht ein Paracetamolzäpfchen (Tabletten greifen meinen Magen immer so an) 1000mg und damit kann ich wenigstens einschlafen und vier Stunden durchschlafen bis die Schmerzen dann wieder durchkommen.
28.03.10 16:00
Nein, Borrelliose sieht man definitiv nicht am Blutbild, nur wenn auf Borrelien untersucht wird. Kläre das auf JEDEN Fall nochmal ab!
Ein kleiner Tip- falls es WIRKLICH Rheuma sein sollte, hilft ziemlich sicher Cortison (plus Magenschutz!) dagegen.
Sprich das mal bei Deinem Arzt an. Einen "Versuch" ist es wert.
Und wie gesagt, beharre darauf, dass schnell heraus gefunden hat, was mit Dir nicht stimmt!
28.03.10 16:13
Vergessen: Cortison in hohen Dosen ist selbstverständlich keine Dauerlösung!!!
Aber wenn Borreliose ausgeschlossen ist und Cortison die Schmerzen nimmt, ist definitiv von einer Entzündung auszugehen, ev. eben auch einer rheumatischen...Lass auf jeden Fall nochmal speziell Deine Rheumafaktoren testen.
Wie war denn Dein Harnsäurewert? Normal?
28.03.10 19:18
Ähm soweit ich weiß ist der Harnsäurewert normal. Also die rote Stelle am großen Zeh ist übrigens wieder weg. War wohl nur gestoßen oder so.
Und das mir der Borreliose werde ich dann auch nochmal sagen. Ich bin jetzt erstmal froh wenn ich nachher schlafen gehen kann und wenigstens für vier Stunden ruhe habe.
Vielleicht noch ein wenig kühlen, hilft wenigstens ein bischen.
Danke nochmal für eure Antworten, die machen mir sehr viel Mut das weiter zu verfolgen und nicht aufzugeben.
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