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09.02.10 20:10
Mein Bruder leidet seit seit seinem 13. Lebensjahr an Rheuma. Bis er 17 Jahre alt war, hatte er Kinderrheuma..juvenile irgendwas. Er nahm Naproxen und MTX. Es verschwand mit der Zeit, die "dicken Daumengelenke" und Fersen klangen ab ( zum Teil musste er rückwärts der Treppe hinunter gehen, wir hatten Angst, er landet im Rollstuhl, da er ja seine Kniegelenke nicht mehr einknicken konnte). Im Februar 2009 hatte er erneut Schmerzen in den Hüften. Diesmal sind auch seine Zehen betroffen. Weil das MTX die Magenschleimhaut angreift, muss er auch noch ein Magenmittel (Ranitidin) einnehmen. Dadurch werden aber seine Knochen porös.
a) Was hilft gegen die weitere Verbreitung, dass er nicht irgendwann im Rollstuhl landet?
b) Er lag oftmals gekrümmt vor Schmerzen im Zimmer, da er amTag nach der MTX Einnahme sich so schlecht fühlte. Soll er sich irgendwie schonen, d.h. nicht verkühlen etc.?
c) Was habt ihr für Erfahrungen, wird Rheuma besser bzw geht es jemals wieder weg oder wird es von Jahr zu Jahr schlimmer und er mit 30 ein Pflegefall?
c) Hilft vielleicht eine bestimmte Ernährung? Er ist doch erst 21 Jahre und fühlt sich wie ein alter Mann, denn seine Gelenke knarren ähnlich wie bei einer Schranktür.
Das klingt zwar alles seltsam, aber es ist leider bittere Realität.Gibt es noch ein anderes Medikament?
Danke für jede gute Idee...
11.02.10 20:00
Wenn MTX nicht ausreicht, gibt es noch die Möglichkeit der "Biologicals", das sind gentechnisch hergestellte Antikörper gegen bestimmte Entzündungsbotenstoffe im Körper. Medikamente dieser Gruppe wären z.B. Anakinra, Enbrel und andere.
Allerdings werden sie in der Regel nur von Rheumatologen und Rheumakliniken verschrieben und nur dann, wenn es wirklich nötig ist. Kostet nämlich je nach Medikament so ca. 1000 Euro im Monat...
Grüße
12.02.10 17:22
Vielen Dank für die Antwort. Ich mache mich kundig, schaden kann es ja nicht und er soll ja wieder gesund werden.
25.02.10 08:46
Hallo Abby,
da wäre ich mir nicht so sicher, ob die Biolocigals nicht schaden. Eher ist vom Gegenteil auszugehen, jedenfalls von der Möglichkeit an Nebenwirkungen.
Eine nachgewiesene Verbesserung der Lage kann durch vegetarische Ernährungsweise erzielt werden.
Frdl. Gruß
Kurt Schmidt
25.02.10 08:50
Eine nachgewiesene Verbesserung der Lage kann durch vegetarische Ernährungsweise erzielt werden.
da rollen sich bei mir schon wieder die augen von alleine nach oben.. 
vegetarische ernährung ...sorgt also von ganz alleine dafür das rheuma verschwindet??-ich frage mich gerade ...wieso dann vegetarier auch rheuma bekommen?!!!!
26.02.10 06:48
Hallo Phoebe,
bevor Sie weiter rollen, sollten Sie erst mal den genauen Text lesen. Es ist nicht davon die Rede, daß Rheuma von alleine verschwindet, sondern daß eine Verbesserung erzielt werden kann.
Im übrigen ist Rheuma ein weiter Begriff, der im Einzelfall eingeengt werden muß, um Konkreteres aussagen zu können.
Frdl. Gruß
Kurt Schmidt
26.02.10 09:02
ja , vielen dank, herr schmidt für die ausführliche erklärung.ich selbst habe auch rheuma -und kenne mich da sehr gut aus.
leider haben jede menge ernährungsumstellungen nicht das gewünschte ziel erreicht.
aber sie haben schon recht, wenn sie sagen,dass -eine rheumaart- zumindest mit dem weglassen von schweinefleisch- eingedämmt werden kann.
27.02.10 08:57
Hallo Phoebe,
auch das habe ich nicht geschrieben.
Wenn Sie aber schon auf Schweinefleisch anspielen und dabei zu Recht unterstellen, daß es auf die Vermeidung von Arachidonsäure ankommt, darf ich doch noch auf folgendes hinweisen:
Diese für Rheumatiker verderbliche Säure befindet sich nicht nur in Schweinefleisch oder hieraus gewonnenen Produkten, sondern vorwiegend in tierischen Produkten schlechthin, vor allem in Aal, Hühnerei, Lachs, Thunfisch, Krustentieren, Rind, Pferd, Lamm, Hering, Forelle und Kalb, nicht aber in Wild, Getreide, Gemüse und Milchprodukten.
Dazu kommt, daß auch Omega-6-Säure in Ölen nur dosiert aufgenommen werden sollte, vielmehr aber Omega-3-Fettsäuren, wobei das richtige Verhältnis eine bedeutende Rolle spielt.
Auch Eiweiß schlechthin kann eine sehr negative Rolle spielen, vor allem bei Übergewicht (Übersäuerung).
Frdl. Gruß
Kurt Schmidt
28.03.10 23:07
Hallo Herr Schmidt,
mich habe Sie ja auch vor Biologica gewarnt und allmählich wundert mich etwas, dass Sie auf Alles eine irgendwie oberschlaue, aber eben negative Antwort haben,
. Woher habe Sie Ihr Wissen über Biologica, aus dem Waschzettel? Da weiß jeder, dass das eben auch immer eine juristische Absicherung gegen alles mögliche ist.
Sie weisen auch bei der Frage nach Diät auf alle möglichen negativen Dinge hin, die ich so noch nicht gehört habe und ich frage mich, warum schreiben Sie nicht mal einem Teilnehmer was positives, negatives gibt es im Leben von Kranken genug und die suchen in aller Regel niemanden, der sie noch weiter runter zieht.Alles hat Vor- und Nachteile, irgenswann muss man sich entscheiden und dann sollte man auch dran glauben, dass es hilft. Ohne positives Denken geht nichts und das fehlt mir bei Ihren vielen Beiträgen im Forum.
Wenn Sie selbst schon so drauf sind, sollten Sie nicht noch andere, die eine Lösung suchen, mit Ihren alles schlecht machenden Kommentaren runterziehen.
Vielleicht erkundigen Sie sich ja auch mal nach positiven Ansätzen bei Leidensgenosse und versuchen es dann einfach mal, es zu versuchen und an die gute Wirkung zu glauben!!!!
29.03.10 09:54
Ohje... dass Menschen immer meinen, mit Ernährung alles hinbiegen zu können... nunja, wenn man nicht selbst betroffen ist, kann man eben viel reden.
Nimmt Dein Bruder denn kein Cortison? Würde mich etwas wundern 
Fakt ist, wenn MTX PLUS Cortison nicht helfen, wird wahrscheinlich erst Arava ausprobiert, erst wenn das nicht anschlägt, wird über Einsatz von einem Biologikum geredet.
Ich selbst bekomme seit ca. 6Monaten Remicade(Kombi MTX)- und es wirkt WUNDER! Mir gehts blendend!
Hat er sich schonmal überlegt MTX zu spritzen? Das würde die Magenprobleme komplett wegfallen lassen.
MfG
Lola
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