Mtx -Erfahrungen? Habe angst davor.

22.10.11  22:04

Hallo. Ich habe rhwumatoide Arthritis. Diagnostiziert mit 12, werde am Dienstag 28 Jahre.

Kam bis auf einige Ausnahmen um KH Aufenthalt drum rum und habe "nur" immer cortison in spritzen und/oder Tablettenform plus ibu 600 oder tramaltropfen genommen. (oder hießen sie anders? Ich meine die auf morphiumbasis)

Sulfasalazin wurde kurz ausprobiert, vertrage ich leider nicht.

Da ich nun 2 kleine Kinder habe und ich das Rheuma jeden Tag des Jahres am schlimmsten in den Händen habe (bzw in den kleingelenken) bleibt mir auch nichts über als gegen die ursache zu kämpfen(mit mtx) und nicht nur eindämmen (mit cortison)

Der Rheumatologe macht mir nun ziemlich Druck, damit anzufangen, da ich schon "lochfraß" in einigen Handgelenken und Fingergelenken habe.

Mir fällt leider auch dauernd alles aus der hand u ich muss wirklich was unternehmen bevor was passiert.

Wie war das für euch, die erste Einnahme? Hattet ir auch so angst vor den Nebenwirkungen? Wie war das mit der ständigen blutkontrolle? Wie geht es euch nach der Einnahme? Wann hat es geholfen?

Ich soll nächste Woche wenn die leberwerte da sind anfangen. :-(

M%edlli8+JulianI0x9

22.10.11  22:18

Ich nehme MTX seit ein paar Jahren. Angst vor den Nebenwirkungen hatte ich nicht, da habe ich bei dem Cortison mehr bedenken.

ich gehe regelmäßig zur Blutkontrolle, bis jetzt ist alles ok.

Mzarrry`Pop{pinxs

22.10.11  22:30

...das ist die Abkürzung für diese Metadingens-Spritzen, oder? Auf deren Packung noch irgendwas mit !Achtung Zytoplasma! oder so steht, oder?

Würde mich gerne in die Reihe der Mitleser einreihen, denn diese Spritzen liegen seit 1,5 Wochen bei meiner Mom im Kühlschrank und sie traut sich nicht, sie zu nehmen - eben aus Angst vor den Nebenwirkungen. Allerdings hat sie zusätzlich Polycythämie Vera , was ihr Blutbild sowieso komplett verändert hat....

:)D

SMtePph-Bo@untxy

22.10.11  22:40

MTX ist Methotrexat [[http://de.wikipedia.org/wiki/Methotrexat]]

MsarryPRoppixns

22.10.11  22:43

Ups, wollte noch nicht abschicken |-o

Ich nehme das MTX als Tabletten, kenne es nicht als Spritze und kann somit leider nichts dazu sagen.

M{arTryPoWppinxs

22.10.11  22:51

Ja genau - das Wort meinte ich. Du nimmst es in Tablettenform?! Ist ja interessant. Die Spritzen wären sicher einfach seltener zu injizieren - sie sollte glaub ich in den ersten Wochen 1x pro Woche spritzen und später nur noch 1x im Monat... aber wie gesagt - auch sie hat Angst vor den Nebenwirkungen....

S3tep5h-WBjouxnty

22.10.11  23:00

Ich nehme die Tabletten einmal in der Woche, morgens, mittags und abends je eine.

Ich denke mal es kommt darauf an, wofür und ich welcher Dosis man das MTX nimmt.

Mwarry:Poppinxs

22.10.11  23:03

Meine Mom hat es wegen des Rheumas verschrieben bekommen.... Cortison nimmt sie ebenfalls. Und Blutdrucksenker. Und ASS wegen der Thromboseneigung bei PV. Und und und... ich glaube sie ist inzwischen bei 7 oder 8 Tabletten "zum Frühstück" und 2 oder 3 zur Nacht angelangt.... erinnert mich an meine Oma - sie hatte immer einen Cocktail aus knapp 20 Mittelchen zum Frühstück.... %-|

S!tepYh-Boxunty

22.10.11  23:05

War bei meiner Oma auch so und ich fand es merkwürdig. Konnte mir früher nicht vorstellen, dass ein Mensch täglich so viele Medikamente nehmen muss.

Tja, und heute sieht es bei mir nicht anders aus.

Mwarry_Poppxins

22.10.11  23:15

Konnte mir früher nicht vorstellen, dass ein Mensch täglich so viele Medikamente nehmen muss.

:)z :)z - und sie auch noch veträgt! Und sie sich untereinanander vertragen! Ich bewunderte immer, wie sie sich alle in die Hand schüttete, ab in den Mund und Sprudelwasser hinterher... :-o Und ich stelle mich bei einer Kapsel Ferro Sanol Duodenal schon an %-| ...die schwimmen aber auch immer wieder oben im Mund und wollen nicht rutschen ;-D Antibiotikum muss ich immer mit einem Bissen Banane schlucken, damit sie rutschen |-o

S'tepho- Bouxnty

22.10.11  23:21

Ich bewunderte immer, wie sie sich alle in die Hand schüttete, ab in den Mund und Sprudelwasser hinterher

So mache ich das auch, man gewöhnt sich daran.

Schlimmer finde ich die Tabletten, die man nur nehmen darf, wenn man in der Lage ist sich anschließend 30 Minuten aufrecht zu halten.

M5arr(yPop$pins

23.10.11  06:20

MTX in spritzen oder tabletten:

ich habe mich da weit von meinem Arzt aufklären lassen, da ich echt richtig angst vor diesem medikament habe

er sagte, es ist egal, welche form. es kommt das gleiche dabei raus.

auch 1 mal wöchentlich.

und am anfang alle woche zur blutkontrolle, 4 wochen lang

dann 4 wochen lang alle 2 wochen

und dann jede woche solang ich MTX nehme, da es auf die nieren und leber geht und die ganzen blutwerte durcheinander bringen kann

wegen der dosis an "chemo" die da drin ist (ist ja ein chemomedikament)

er hat gesagt, ein krebskranker hat eine einstiegsdosis von 1000 einheiten, und zum einsteigen bei rheuma in verbindung und unterstützung von cortison sind das gerade mal 10 einheiten.

er sagte auch zu mir, egal ob man mit 10 oder 30 einheiten einsteigt, entweder man HAT nebenwirkungen oder man hat KEINE nebenwirkungen.

das komme nicht auf die menge an, sondern einfach auf die inhaltsstoffe.

so wie bei einem allergiker egal ist, ob er ein reststückelchen nuss erwischt oder eine nuss.

das wichtigste ist nur, exakt 24 std nach der einnahme der ersten tablette ein gegenmedikament zu nehmen, gegen die evtl. auftretenden nebenwirkungen (atemnot, reizhusten.....)

dies heisst Flosan

ja das ist so ziemlich alles, was ich sagen kann.

ich weiss eben nur, wenn der "lochfraß" weiter voranschreitet, dann hab ich bald schiefe krumme noch mehr verbogene finger und die kann auch ein MTX nicht mehr reparieren.

dann ist es zu spät. :-(

seit ihr auch im winter so im halswirbel empfindlich?

einmal kurz kein tuch um, schon hab ich das rheuma in den halswirbeln. und bei den schultern ist es das gleiche.

M5elli+JRuli=an0x9

23.10.11  10:28

Ich nehme das nicht wegen Rheuma sonder wegen meinem Asthma.

M[arr<yP/oppinxs

23.10.11  10:45

MTX ist ein Basismedikament bei rheumatischen Erkrankungen. Es kann auch bei anderen Autoimmunerkrankungen angewandt werden. Anders als in der Krebsmedizin ist die Dosis viel geringer. Eigentlich ist es schon fast zu spät, wenn du schon lange Rheuma hast, denn was kaputt ist, bleibt auch i.d. R. kaputt. Minimale Verbesserungen sind nicht ausgeschlossen. Anders als Cortison, dass nur dei Entzündungen hemmt, geht es an die Wurzel der Erkrankung, deshalb gehört es anders wie Cortison zu den Basismedikamenten. Rheumatische Erkrankungen sind ja auch fast alle Autoimmunerkrankungen die den eigenen Körper angreifen. MTX hemmt das Wachstum der krankmachenenden Zellen (vereinfacht gesagt) und kann so die gestörten Funtionen wieder normalisieren. Je früher man damit beginnt, desto größer sind die Chancen, dass auch nach dem Absetzen des Medikamentes und das sind meist einige Jahre, die Erkankung über viele Jahre unter Kontrolle ist. Es kann aber immer wieder mal zu Schüben kommen und bei einigen Glüclichen taucht die Erkrankung nie wieder auf.

DDino?20T00

23.10.11  11:38

Mal ganz grundsätzlich: Ich wieß nicht, ob "um Krankenhausaufenthalte herumkommen" immer die beste Idee ist. Denn gerade in spezialisierten Kliniken (ich arbeite als Honorarkraft in einer Rheuma-Fachklinik) bekommt man wertvolle Hilfe und Behandlung (Kältekammer, Ergotherapie, Krankheitsinformationen, Physiotherapie,...). Und v.a. auch eine gute medikamentöse Einstellung, denn man sollte eigentlich frühzeitig über ein Basismedikament wie MTX nachdenken. Nicht erst, wenn man merkt, dass es nicht mehr geht. Weil die Basismedikamente nun mal an der "Wurzel" der Erkrankung (mehr oder weniger) ansetzen und nicht nur Symptome lindern wie Ibu/Diclo, Tramal und Cortison.

Regelmäßige Behandlungen (ich kenne Patienten, die mind. 1x im Jahr kommen), sind da hilfreich.

V.a. wenn Du Probleme mit den Händen hast, könnte eine Ergotherapie (wenigstens ambulant!) viel bringen – v.a. auch Infos über Hilfsmittel, die Dir den Alltag erleichtern mit den Einschränkungen, die nun mal da sind.

Was das MTX angeht:

Ich kenne Patienten, die es problemlos vertragen. Egal ob Spritze oder Tablette. Die es seit Jahren nehmen ohne jegliche Blutbildveränderungen etc. Ich kenne Patienten, die es gut vertragen, aber Blutbildveränderungen haben. Und ich kenne Patienten, die es nicht vertragen haben.

Man muss es ausprobieren. Es ist sicherlich ein starkes Medikament – aber nun auch nicht sooo ein Teufelszeug, wie man glauben möchte, wenn man "Chemotherapeutikum" hört. Wichtig ist, WENN man es nimmt, dass man wirklich regelmäßig das Blutbild kontrolliert, sicher verhütet etc.

Wie sieht denn Deine Behandlung sonst aus? Nur die genannten Medikamente? Wenn mehr nicht stattfindet, dränge wirklich mal auf Ergotherapie und Hilfsmittelschulung!!! Angefangen von Wäscheklammern über alles mögliche gibt's viele Dinge, die gerade bei betroffenen Händen den Alltag enorm erleichtern.

SBunflo4wer_$73

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Rheumatologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

   


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe
Startseite | Apotheke | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH