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Babyzeit genießen und das nackte Überleben

aV.fisxh


"Wie bitte?! Haben Sie meinen Sohne gerade einen Affen genannt?! Entschuldigen Sie mal, Behaarung ist bei uns familiär nun einmal etwas stärker ausgeprägt, wie könne Sie.. oh.. äh.. der Junge im Affengehege? Nein, mit dem habe ich nichts zu tun... Augenzeugen..? Gesehen, wie ich die zwei getauscht habe? Ich bitte Sie, das würde doch nur eine völlig Irre ma.. FANG DEN AFFEN, GNHIHIHIHI" *wegrenn*

Enhemal"iger Nutze-r (#1x5)


a.fish

Wer spricht denn hier von Austausch??? ":/ ;-D ;-D

h:agL-t@ysjxa


ach liebe shojo, das kenn ich gut und ich hab mich auch immer so undankbar gefühlt und unfähig.

die ersten monate schreikind – ich war müde, überfordert und irgendwann überzeugt, ich wäre eine sch*** mama und mein kind wüsste das schon jetzt.

ab 6 monate dann kam der trott. aufstehen, bad, irgendwas putzen, breichen kochen....

mich hat damals meine freundin gerettet, die jeden tag mit ihrer kleinen tochter und mir im sommer von 11 – 18 uhr unterwges war mit den kids. mal waren wir im park, haben geschnackt während die kids geschlafen haben, shoppen oder den wocheneinkauf machen oder wir haben ein eis gegessen (die mäuse waren ja noch zu klein, um neidisch drauf zu sein ]:D ), waren am strand, mit den füßen im wasser oder einfach nur stundenlang laufen, um fit zu sein. auch banale tätigkeiten – aber sie waren für UNS und zwar nur für uns.

klar zwischendurch wurden die mäuse auch wach und wir haben sie beschäftigt – auf der wiese, aber wir hatten uns immer noch als erwachsene. vielleicht lernst du ja doch eine normale mama kennen oder du krallst dir eben eine freundin ohne kind – für unterhaltungen sicher eine bereicherung.

und dennoch war ich froh, als das elternjahr rum war, ich voll berufstätig, in dem beruf, den ich liebe und mein kind vom papa betreut, der sonst est um 19 uhr heim kam.

ich finde daran nichts verwerflich, nicht jeder ist geboren fürs leben als mutter und hausfrau, das heisst nicht, dass du deshalb ne schlechte mutter oder lieblos wärst, du brauchst einfach nur mehr, damit du ausgeglichen bist.

achja, ich sags lieber dazu, ich liebe meinen inzwischen 3,5 jahre alten sohn über alles und ja, wir sind angekommen im land der drachen, der buden-bauens und gesellschaftsspiele spielens :-) irgendwie lief die zeit nach dem ersten jahr viel schneller. vielleicht ist das ja son gesetz und bei dir wirds auch so *:) *:) *:)

D^uqmxal


Shojo kann ja auch einfach mit einer Affenmama die Plätze tauschen. Affenmama raus, Shojo rein.

at./fish


@ Isabell

Eine Frau, die einen Kinderwagen ohne irgendein ein kindliches Wesen in der Nähe durch die Gegend schiebt, fällt aber u.U. auf. Dem Affen das Mützchen über den Kopf und sooo groß ist der Unterschied dann ja auch gar nicht mehr. :-p ;-D

MKoppxen


*:)

Ich schick direkt mal eine solidarische :)_ vorweg... Aaaalso...

Mein überwiegendes Lebensgefühl ist: warten. Darauf, dass es mir besser geht. Dass ich mich in meinem Leben wieder zu Hause fühle. Dass ich nicht mehr immer mal wieder von der heftigen Empfindung überfallen werde, einen schrecklichen Fehler gemacht zu haben, indem ich ein Kind bekommen habe.

Kenne ich gut. War lange Monate mein immer wieder kehrender Begleiter. Ich habe mich immer gefragt, ob ich ne verschleppte Wochenbettdepression hab oder einfach nur kein Muttertyp bin und diesem armen, unschuldigen Wesen da mit mir jemanden zumute, der es nie glücklich machen, weil ich es einfach nicht schaffe, in mein neues Leben zu finden und wieder glücklich zu werden.

Von meinem Hirn werden unzählige Stunden am Tag nur maximal keineahnungwiewenige Prozent gebraucht, und TROTZDEM bin ich überfordert und fühle mich unzulänglich.

Babies können einem das Gefühl geben, unglaublich unzulänglich zu sein. :)z Ich war immer so stark und selbstbewusst, so leicht hat mich nix aus der Ruhe gebracht, der größte Stress auf der Arbeit hat mich nicht den Überblick verlieren lassen... und dann kommt dieses Bündel Mensch und reduziert mich auf ein unzulängliches, unsicheres und überfordertes Mädchen, das sich all dem nicht gewachsen fühlt und sich nur mehr irgendwie durchmogelt und hofft, dabei nicht allzuviele Fehler zu machen.

Mir sagen alle, ich soll die Babyzeit genießen, sie ginge so schnell rum. Aber das tut sie wohl nur im Rückblick [...] und abends bin ich oft zu müde, um mich zu freuen, dass wieder einer geschafft ist. So zu leben ist doch blöd - ich weiß mir aber nicht zu helfen.

Wird dich nicht überraschen, aber auch das unterschreibe ich. Dazu kann ich dir nur sagen: mach dich von dem Druck frei, etwas genießen zu müssen, dass du offensichtlich nicht genießt. Versuch nur, das Beste daraus zu machen.

Und ja, rückblickend ist die Babyzeit schnell rumgegangen. Währenddessen dachte ich, es wird niemals besser, aber kommen wir jetzt zum aufbauenden Teil meines Beitrags...

Meine Tochter ist mittlerweile fast 15 Monate alt. Sie läuft seit dem Tag an dem sie 11 Monate alt wurde frei. Ließ die Couch los und stakste auf ihren kleinen, dicken Beinchen los bis zum Korridor, dort plumpste sie auf ihren Po und guckte mich an, ebenso verdutzt über das, was sie soeben geleistet hat, wie ich es war. Und seitdem begann es langsam, besser zu werden bis zum Tag heute, wo mir mal wieder aufgefallen ist, wie toll es mittlerweile ist.

Sie hat eine eigene Persönlichkeit, einen eigenen Willen, ist ein furchtbarer Sturkopf, der mich mindestens jeden Tag einmal echt wütend damit macht, weil sie mit meinem furchtbaren Sturkopf kollidiert. Sie läuft herum, sie lacht laut, sie spricht (immer mehr). Heute haben wir auf der Couch gealbert, sie stand mir gegenüber, wir hielten uns an den Händen und aus heiterem Himmel beug sie sich vor und küsst mich auf den Mund. Ich liebe sie so sehr, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Weder bevor sie auf der Welt war, noch als die dann als schreiendes Bündel meine Welt aus den Fugen geworfen hat. Es ist wie ein ganz schlimmer Fall von Verliebtheit, nur dass es sich nicht abnutzt sondern jeden Tag stärker wird.

Langer Rede, kurzer Sinn - es wird besser. Mach dir keinen Stress, versucht, die Zeit bis dahin so gut wie möglich rumzubringen. Sie vergeht langsam, aber sie vergeht. Beschissene Tage gibt es immer noch, wird es auch mit einem 5jährigen, einer 12jährigen oder einem 23jährigen geben, fürchte ich, aber die tollen Momente werden die Überhand gewinnen. Und irgendwann kommen auch bei euch die Tage, wo du abends von Freude, Rührung, Amüsement und Lachen heimgesucht wirst, wenn du in Gedanken Revue passieren lässt, was ihr heute so erlebt habt.

unter Leute gehen mit Baby heißt überwiegend, "unter Mütter" zu gehen. Und ... hm. Das nicht immer schön.

Das hat sich - zumindest für mich - noch nicht geändert. Sorry, in diesem Punkt nichts positiveres berichten zu können. :=o

B{oar3derxmaus


;-D ;-D ;-D ;-D ;-D herrlich Deine Threads-ich fühlte mich wie bei mir zu Hause ;-D ;-D ;-D

Ich habe auch einen Sohn von 3,5 Jahren und einen Sohn von 1 Jahr. Was soll ich sagen.....ich lebe MEIN Leben und die Kids sind darin integriert ;-) Wie eine Vorschreiberin schon schrieb, Du sollst Dir Dein Leben nicht eingrenzen..... ich habe es auch erst nach etwa 1 JahrMax (mein großer) gelernt aber man ist ja glücklicher Weise lernfähig. In Krabbelgruppen war ich genau 2 mal anwesend, dann war ich bedient......negativ bedient......Ich habe auch keinerlei Kurse gemacht mit den Jungs, ich hab sie einfach Kind sein lassen und mich Frau sein lassen ;-)

EVhemalig{er NYutzerr (#15")


Dass ich nicht mehr immer mal wieder von der heftigen Empfindung überfallen werde, einen schrecklichen Fehler gemacht zu haben, indem ich ein Kind bekommen habe.

Oh jee...dieser Satz erinnert mich....und ich komme ins Plaudern....aber da wir ja hier unter uns sind ;-D ;-D...

Ich hatte meine Tochter, damaliger Zeitraum 5-7 Jahre alt. Geschieden, alleinerziehend. Grade die Ausbildung beendet. Keine Planstelle frei, also mehrere Jobs auf geringfügiger Basis. Erneutes Verlieben, Zusammenkommen mit dem Mann, mit dem ich vor meiner Ehe mal zusammen war. Lief nicht dolle. Gar nicht dolle. Die größte Horrorvorstellung: Noch ein Kind. Nochmal von Vorne anfangen – niemals nie! Nein. Geht nicht. Will ich nicht. Ich komme so gut klar wie es ist. Alleinerziehende mit einem Kind und einer "keine-Ahnung- was- ich-will-Beziehung". Auf und Abs eine unglaubliche innere Verbundenheit (Liebe?) aber es geht doch nicht. Dann: Schwanger. Panik von BEIDEN Seiten. Abtreibung. Eine sehr üble Abtreibung. Wir bleiben trotzdem zusammen. Oder erst recht? Wir wußten es glaube ich Beide nicht wirklich.

Und ein Jahr später das für uns Beide Unvorstellbare: Erneut schwanger (und war es beim ersten Mal noch wirklich Unvorsicht, so beim zweiten Mal absolut nicht). Diesmal sagte ich: Nein. NIE wieder Abtreiben. Weggeben geht auch nicht.

Die Vorstellung aber, NOCH mal ein Kind unter solchen Umständen, also wieder ohne "gute" Partnerschaft, bzw. einer solchen Grundlage. Nochmal ein Kind alleine bekommen, großziehen (denn das war ob der Charakteristik meines Partners damals "klar wie Kloßbrühe")....ich drücke es mal so aus: Es überrollte mich ein emotionaler Tsunami. In mir schrie es: "NEIN! NEIN! NEIN!"....und dann...hört sich blöde an...dann kam es über mich, vielleicht ist es auch meine Persönlichkeit, ich weiß es wirklicht nicht: "Es gibt Schlimmeres. Das bekomme ich auch noch hin.".....Als ich sie das erste mal fühlte – das war unglaublich. Mir ging es durch und durch. Und wisst Ihr, was ich da dachte, in diesem einen, kurzen, sekundenMoment? "Keine Verliebtheit, keine Endorphine aufgrunddessen können solche Gefühle auslösen. Hab' ich damals echt gedacht, gefühlt.

Und ab dem Zeitpunkt war alles einfach (naja, also emotional gesehen): Es war so wie es war und ich wußte, ich komme damit klar. Schon während der Schwangerschaft trennte ich mich von dem Vater der dies erst viiiieeel später überhaupt bemerkte (den Stress der entgültigen Auseinandersetzungen ersparte ich mir nämlich, den hob ich mir auf bis ich soweit war – sprich, als meine Tochter dann 2 Monate alt war).

So, das war eine Offenheit die ich bewußt hier anbringe weil ich jederzeit dazu stehen kann und vor allem auch will. Sozusagen, bezogen auf den Aspekt "Schreib' was im Internet und Jeder weiß es" – kein Thema, kann Morgen auch in der Bild stehen ;-).

Ich will damit vor allem Eines sagen:

Die Frage im Nachhinein ob es richtig oder falsch war habe ich mir NIE gestellt. Weder bei der Abtreibung, noch bei dem Kind. Natürlich frage ich mich schon oftmals was wohl aus dem anderen Kind geworden wäre. Es ist nicht vergessen und wird es niemals sein. Aber ich stelle meine Entscheidung nicht in Frage.

Und das möchte ich Dich an dieser Stelle auch fragen Shojo:

Stellst Du für Dich die Entscheidung in Frage das Kind bekommen zu haben??

Es geht nicht um die Frage ob es ein Fehler war – sondern nur darum, ob Du die Entscheidung dafür bereust?

S0hojxo


Ich hatte noch nie in meinem Leben so viel Angst - eigentlich habe ich sehr selten welche. Aber wenn ich ihn nicht bekommen hätte, dann hätte er vorhin nicht so ein mauliges Gesicht ziehen, mich anschauen und dann einschlafen können. Also nein, wirklich ernsthaft bereuen geht nicht. Noch mal in der Zeit zurück und dann dagegen entscheiden würde bedeuten, dass es ihn nicht gibt. Den kleinen Wurm jetzt nicht und auch alles nicht, was noch kommen wird. Ich bereue es nicht, ich bin nur ganz schön alle und ungeduldig.

Puh - danke euch allen! Geht mir gerade sehr viel besser als vorhin. Aber jetzt plumps ich lieber schnell ins Bett, solange ich noch kann. ;-)

(Fischlein: PN morgen)

E2hemali<gerX N8utzer; (x#15)


Weißt Du, dieses Angstgefühlt was Du empfindest...das nennt man allgemeinhin "Liebe" @:) – Liebe, wirklich gefühlte Liebe kann Angst machen, weil sie automatisch ein Stück Abhängigkeit bedeutet. Keine Abhängigkeit im destruktiven Sinne ("Ich brauche Dich um zu überleben") – sondern einfach "Liebe" als Solches.

Lasse sie zu – sie tut sooo gut! x:)

Sfhojo


Das wäre schön und romantisch, aber es ist tatsächlich Angst. Davor, wie alles so wird und solches Zeug (oder, in der Nacht: davor, dass das Babyfon knackt und ich aufstehen muss ;-) ). Liebe ist mir ja nicht unvertraut, und sie schreckt mich nicht, aber bisher ist es noch keine. Klingt hart, ist aber so - das, was da kommt, ist erst dabei zu keimen. Ich kenne den Kleinen in dem Sinne ja kaum. Lieben kann ich also nur in meiner "Funktion" als Mutter, so eine Art Instinktliebe, aber ihn als Person erst dann, wenn da mehr Person ist als jetzt. Noch ist ja nicht so viel darüber zu sagen, wie er überhaupt wird.

L~ianP-0Jilxl


Ich hatte noch nie in meinem Leben so viel Angst – eigentlich habe ich sehr selten welche.

Ich kenne diese Angst auch.... bei mir war es allerdings unter anderem die Angst vor der absoluten Verantwortung für einen kleinen Menschen.

Mir hat es sehr geholfen, dass der Vater meiner Kinder seine Verantwortung vollkommen selbstverständlich gelebt hat, während ich immer mal wieder wirklich Angst vor dieser Verantwortung hatte...

Als Mutter eines neugeborenen ersten Kindes hat man ja noch nicht besonders viel Sicherheit, dass schon alles von alleine gut gehen wird und macht sich sehr viele Sorgen und Gedanken, was man beachten oder sogar besser machen könnte. Ist das Kind erst einmal über den ersten Geburtstag hinaus und alle Entwicklungsschritte sind einigermaßen zeitgerecht eingetroffen, traut man sich endlich, sich selbst zu vertrauen, dass man als Mutter weitgehend instinktiv schon alles richtig macht.

Ich würde an deiner Stelle jetzt denken:

Huh, die ersten vier Monate hat er in meiner Obhut also schon mal überlebt, das Überleben kann ich ihm also schon mal sichern ;-D . (Ich hatte damals wirklich Angst, dass mir das nicht gelingen wird ;-) ).

I zzy'31


:)D *malmerke* wenn ich Zeit hab les ich das mal richtig durch, liest sich so amüsant an und ich hatte mit meinem ersten Kind auch sehr harte erste 6 Monate... Nun ist er 2.5, das zweite auf dem Weg (39. Woche) und ich hab mich tatsächlich irgendwann daran gewöhnt, an mein neues Leben, daran die schönen Phasen zu geniessen und die schlechten zu überstehen, daran, erstmal kaum noch Zeit für mich zu haben...

HWansjelixne


Shojo, mir ging es genauso. (Und mein Kind hat auch schon immer wenig geschlafen – da steht man von vornherein schonmal anders da als die Mütter von kleinen Schlafmützchen :-| , und nein, sie hat NIE "zufrieden ihre Händchen betrachtet" oder dergleichen!)

Tun, was ich tun wollte, mit Kind? Nun ja – ich hätte gerne Bewerbungen geschrieben, wissenschaftliche Literatur gelesen... geht leider nicht, wenn das Kind so gut wie immer wach ist und man andererseits mit einer ausgeprägten Stilldemez zu tun hat (übrigens kann man die auch bekommen, ohne zu stillen, das nur nebenbei). Innerhalb des ersten Jahres habe ich DREImal die Tür zugezogen und dann gemerkt, daß der Schlüssel drinnen ist (zweimal steckte er auch noch von innen).

Ich hatte auch solche Gedanken: Vom Weglaufen oder sogar, daß ich meinem Kind etwas antun würde. Bitte nicht falsch verstehen, natürlich WOLLTE ich das nie tun!

Irgendwann habe ich gemerkt, daß es für mich am schlimmsten ist, allein mit dem Kind zu Hause zu sein. Gut war immer: Unterwegs sein. Ich hatte leider keine Freundinnen in erreichbarer Nähe. Also bin ich immerhin einmal pro Woche zur Krabbelgruppe (die war unangeleitet, also eher Müttertreff und es war ein ganz netter Erfahrungsaustausch bzw. konnte man einfach mal die Kinder andere Kinder anstarren lassen und sich selbst entspannt zurücklehnen). Und dann habe ich immer öfter meine Mutter besucht. Und schließlich bin ich wie eine Bekloppte tagein, tagaus durch die Innenstadt gelaufen unter dem Vorwand des Einkaufens. Habe also immer nur so eingekauft, daß ich am nächsten Tag wieder los mußte!

Ich habe möglichst viele geeignete Veranstaltungen besucht: Gottesdienste, Stadtfest, Museum, anfangs auch Konzerte (letzteres nur, so lange sie noch so klein war, daß sie dort im Tragetuch geschlafen hat oder sich durch Stillen ruhighalten ließ).

Jetzt ist sie zweieinhalb und ich stelle fest, daß es mir schwerfällt, mit ihr zu spielen (sie interessiert sich leider vor allem für solche Spiele, die ich schon als Kind nicht gern gespielt habe und mit denen ich daher nicht viel anzufangen weiß – Autos, Sozialspiele mit Puppen oder Puppenhaus, Toben; ich könnte eher Bauklötze oder Lego oder Puppenhaus EINRICHTEN).

Vieles ist leichter, vor allem dadurch, daß ich jetzt arbeite und sie in den Kindergarten geht. In unserer gemeinsamen Zeit gehe ich möglichst viel mit ihr irgendwohin (immer noch einkaufen, Zoo, Spielplatz). Als sie 1 war, bin ich ganz oft mit ihr schwimmen gegangen, leider ist sie seit Monaten dauererkältet (Kindergarten halt), aber an sich wäre das auch eine gute Sache. Und ich lese viel vor.

Aber das erste Dreivierteljahr... :|N nee, ich fand die Babyzeit echt nicht am schönsten.

Keine Ahnung, woherbei mir der masochistische Drang kommt, irgendwann trotzdem wieder eins zu wollen... ":/

IEzzy3x1


Mich haben schon damals (mit 22 bei meiner ersten Tochter) solche "Krabbelgruppen" nicht interessiert, auch nicht das Gerede von Anderen. Wenn sowas mal kam, bin ich gar nicht drauf eingegangen. Und wenn ich "gar nicht" sage, dann meine ich das auch so. Ich habe aus dem Bauch raus gehandelt. Ich habe mein Kind mit ins Bett genommen wenn ICH meinte es sollte so sein, wenn ICH das Gefühl hatte, wir brauchen es BEIDE. Genauso habe ich es schreien lassen oder auch nicht schreien lassen – mal so mal so.

Genau DAS Selbstbewusstsein hat mir gefehlt, mir ging es auch eher so wie die TE schreibt: ich hatte überwiegend Angst davor was falsch zu machen (ging bei mir sogar so weit, dass NUR ICH alles falsch mache und alle anderen es sowieso besser können als ich und dass ich die ungeeignetste Person als Mama überhaupt bin). Und das war das Ungewohnte an der Situation. Sonst, im Berufsleben, im Studium und überall in meinem bisherigen Leben ist mir das noch nie so gegangen. Das hatte ich immer irgendwie "im Griff". Dann auf einmal nicht mehr. Am schlimmsten fand (und finde ich oft immer noch) ich die Zeiten, wo ich allein mit Kind zuhause bin und die Zeit nicht rum geht (die Kröte ]:D ). Also war ich unterwegs. Anfangs bin ich auch wie gestört durch die Stadt gerannt oder bin stundenlang mit ihm spazieren gegangen (auch durch kniehohen Schnee), dann habe ich (ich gestehe) zig Kurse besucht, von Babymassage über PEKiP zu Krabbelgruppe, all diese mehr für mich als für ihn. Dann wurde es besser. Schleichend, mit Rückschlägen (bis heute), genau wie beschrieben, aber es wurde besser.

In einigen Kursen (längst beendet natürlich) hab ich Leute kennen gelernt, denen es geht wie mir und an meinen beiden freien Tagen treffen wir uns auf dem Spielplatz, im Zoo, zuhause, je nach Wetter (ja ich arbeite wieder 60% seit Jonathan 8 Monate alt ist, und das tut uns beiden gut – er ist ab Tag 1 gern in die Krippe gegangen, die inzwischen sein zweites Zuhause ist). Wenn ich merke, es wird Jonathan zu viel, dann bleiben wir allein zuhause und ja, selbst das kann ich inzwischen geniessen. Er ist ein super Kind geworden, Kopf ständig voller Einfälle, quirlig und bockig, Quasselstrippe wie ich, phantasievoll, immer in Bewegung... Es hat, so hart es klingt, sehr lange gedauert, bis ich auf regelmässiger Basis wirklich GERNE Zeit MIT IHM verbracht hab und nicht nur versucht habe, diese rumzukriegen um einen Moment für mich rauszuschinden. Aber jetzt ist es genau so. Mit ihm zusammen in den Zoo gehen ist toll, er ist so begeisterungsfähig und das trotz Jahresabo (wir gehen etwa alle 2 Wochen hin). Es macht Spass mit ihm zusammen zu essen, obwohl er ein furchtbarer Mäkel ist, was das angeht. Und inzwischen brauch ich nicht mehr unbedingt ein Programm, er darf auch oft entscheiden, was er machen möchte und dann können wir ganz entspannt miteinander spielen, Bücher anschauen, rumalbern und schwupps ist ein halber Tag vorbei. Dann lassen wir uns in Kleinkind-Tempo treiben und das ist auch ok.

Aber eben, das hat gedauert.

Was mir auch noch geholfen hat – abgesehen davon, 3 Tage zu arbeiten: viel lesen. Ich weiss, viele finden Elternratgeber blöd, ich finde auch nicht alles toll, aber ich lese sie, um ihn und unsere Beziehung besser zu verstehen, nicht um alles 1:1 umzusetzen. Und da ich nunmal ein Kopfmensch bin, der sich ungern auf Instinkte etc. verlässt, war das richtig für mich. Ich versuche in den verschiedenen Büchern den gemeinsamen Nenner zu finden, was gar nicht so schwierig ist, und der entspricht dann vermutlich meinem Bauchgefühl ":/ . Und inzwischen finde ich, ich mache das gar nicht so schlecht.

Noch eines, was ich auch sehr hilfreich finde: Die Zeit in Relation zur Gesamtzeit zu sehen. Also was sind schon 1-2 Jahre? Und selbst 5? Und in dieser Zeit ändert sich alles so rasend schnell, dass man ständig flexibel bleiben muss, das hält fit, auch das Hirn, finde ich. Wenn man nicht ständig auf Zack ist, um neuen Entwicklungen und Bedürfnissen des Kindes entgegen zu kommen, wird man wieder und wieder von neuem überrollt. Also 5 Schritte voraus denken, und wenn man dann trotzdem mal überrollt wurde, aufstehen, Staub abklopfen und sagen, hey also SO passiert mir das nicht noch einmal ]:D , nächstes Mal weiss ich besser bescheid.

Und nun kommt Nr 2 in Kürze und wirft wahrscheinlich wieder ALLES komplett über den Haufen, aber meistens sehe ich selbst dem relativ gelassen entgegen, weil ich ja schon vom Jonathan-Zug überfahren wurde und hinterher neu und komplett anders wieder zusammen gesetzt wurde ]:D . Selbst wenn das noch mal passiert, habe ich das Wissen, dass es wieder anders wird. Wär ja sonst langweilig.

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