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Babyzeit genießen und das nackte Überleben

Spnäckxa


Es gibt sie, die "pflegeleichten" (was für ein Wort im Zusammenhang mit Menschen!) Babys - mein zweites ist im Großen und Ganzen so eins. Meine Tochter war nicht ganz so unkompliziert.

Meine Grosseltern haben meinen Vater mit Sicherheit nicht "bespasst", und aus dem ist was Gutes geworden

Es gibt einige Unterschiede zwischen dem Muttersein früher und heute. Zum einen war die Großfamilie weit verbreitet. Heute ist die Mutter fast immer den ganzen Tag mit dem Baby allein. 24/7, ohne wirkliche Pause, ohne Unterstützung - das ist nicht immer lustig. Es heißt nicht umsonst, es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen. Ich finde es allein schon deswegen einfacher mit dem zweiten, weil die große Schwester (2) einen Großteil der "Babybespaßung" übernimmt - bewusst und unbewusst.

Zum anderen habe ich als Mutter doch einen etwas anderen Anspruch, als dass mein Kind nur "groß wird". ich versuche, seine Bedürfnisse zu befriedigen, es als Mensch wahrzunehmen, es nicht weinen zu lassen etc. Das war sicherlich bei unseren Großeltern noch nicht der Anspruch - man war doch eher bemüht, das Kind nicht zu verwöhnen?

Shojo, in vielem, was Du schreibst (ich lese Deine Texte übrigens auch sehr gerne), finde ich mich wieder. Und das, obwohl ich immer Kinder wollte und zwei Wunschkinder habe. Obwohl ich eine von den Ewig-stillenden "Übermüttern" bin. Und obwohl ich mich kaum ins Berufsleben zurücksehne, weil ich an einem Punkt angelangt war, an dem es mir echt keinen Spaß mehr machte (der Beruf schon noch, aber die Rahmenbedingungen nicht) und mir die "Babypause" sehr willkommen war. Trotz alledem fiel es mir schon in der Schwangerschaft schwer, mich mit dem immer strahlenden Mutterglück zu identifizieren, das überall von einem erwartet wird. Und auch jetzt strahle ich nicht ständig beseelt vor mich hin...

Übrigens, es wird wirklich mit jedem Tag schöner mit den Kleinen, den sie älter werden. Und es geht ja doch recht schnell...

Ich bin übrigens auch fast jeden Tag unterwegs mit meinen beiden, weil mir (und meiner Großen) sonst die Decke auf den Kopf fällt. Eine meiner Freundinnen ist ein halbes Jahr nach mir auch Mama geworden, das ist super. Und auch meine kinderlosen Freundinnen treffe ich noch ab und zu - geht alles. Ich finde auch, dass Isabell wirklich gute Tipps gegeben hat - so ähnlich versuche ich es auch zu machen.

SjhoFjxo


Muss es denn fuer das Baby interessant, entspannend oder reizvoll sein?

Nun ja - wenn es das nicht ist, dauert es halt nicht lange, und es wird echt höllisch laut. Mal zehn Minuten allein herumliegen macht so ein Baby im Normalfall ja schon, aber manche (so kleine jedenfalls) nicht mal das, andere länger, aber auch nicht ewig.

Ja, das "bespaßen" finde ich auch furchtbar, und ich machs nicht ununterbrochen. Gerade liegt der Kleine unter einem Holzreck mit herunterhängenden Holzspielzeugen und amüsiert sich recht gut. Aber in dem Alter dauert es halt nicht ewig - sie sind ja noch schweinehilflos, er kann sich nicht mal allein umdrehen. Natürlich beschäftigen sie sich zunehmend mehr selbst (mit Rückfällen, habe ich festgestellt, phasenweise sehr lange und dann wieder ganz schlecht), und wenn sie krabbeln, ist man wohl eher aus anderen Gründen hinter ihnen her, als um sie zu "bespaßen". ;-D Mein Albtraum ist auch ein Kind, das Dauerentertainment verlangt, fürchterlich - manchmal muss er schon jetzt ein wenig quengeln aushalten. Aber eben in dem Alter nicht viel, weil er noch ganz konkret und unausweichlich auf Hilfe angewiesen ist - bei allem. In der Großfamilie wars tatsächlich sehr viel leichter, da gab es immer was zu schauen, und es hat immer mal jemand das Kind hochgenommen. Das 24/7-Mutterdasein ist so absurd, dass ich es schon lächerlich finde, kein Wunder, dasss die meisten dabei halb bekloppt werden ... so ist das nie "gedacht" gewesen.

sorry habe nicht alles gelesen aber was ich gelesen reicht mir um Dir diese Frage zu stellen

Jaja, schon gut. Nicht alles lesen, meinen Namen falsch schreiben und dann etwas fragen, was ich bereits beantwortet habe. Liebe Güte, wir haben wirklich gemeinsame Vorfahren mit den Steppenpavianen ...

SHhoxjo


Und auch jetzt strahle ich nicht ständig beseelt vor mich hin...

Macht bestimmt auch Falten! ;-D

Ich wüsste gern, woher die Erwartung kommt, Schwangere und junge Mütter hätten dauerglücklich zu sein. Ist es, weil Kinderkriegen keine Notwendigkeit mehr ist? Hm. Rätselhaft ist das. Jedenfalls erleichtert es mich sehr, dass offenbar viele das erste halbe Jahr bis Jahr sehr anstrengend fanden und es zunehmend schöner wurde! Vielen Dank auch für die aufbauenden PNs, ich arbeite mich da in den nächsten Tagen mal durch, die zu beantworten.

Vorhin hat der Zwerg auf dem Bauch auf dem Wickeltisch gelegen und sich so hoch aufgerichtet, dass man von vorn den Bauchnabel sehen konnte - und mächtig stolz gestrahlt. Das sind so Momente, wo ich es jetzt schon richtig, richtig schön finde. Da hab ich geglüht vor lauter Mitfreuen. Furchtbar süß ist er. Ich würde es gern mehr genießen, aber so freue ich mich eben über das, was schön ist, überlebe alles andere und, äh, warte. Ist komisch - während der Schwangerschaft habe ich mich sehr auf ihn gefreut, und jetzt freue ich mich, obwohl er schon da ist, immer noch auf ihn ... als wäre er irgendwie noch nicht ganz angekommen und täte das Stück für Stück immer mehr.

DQum9al


Shojo

Ich wüsste gern, woher die Erwartung kommt, Schwangere und junge Mütter hätten dauerglücklich zu sein. Ist es, weil Kinderkriegen keine Notwendigkeit mehr ist?

Natürlichkeit ist hier wohl das Stichwort. Es ist völlig natürlich, dass Frauen Kinder bekommen, Männer Väter werden, Frauen Mütter. Soweit völlig klar. Du schriebst heute morgen etwas, auf das ich schon antworten wollte:

Das 24/7-Mutterdasein ist so absurd, dass ich es schon lächerlich finde, kein Wunder, dasss die meisten dabei halb bekloppt werden ... //so ist das nie "gedacht" gewesen.//

Ja, es ist "völlig" neu, dass Mütter einfach nur das sein können. Deshalb ist das Argument "Es ist doch völlig natürlich oder auch Gottgewollt,, dass das Leben der Frau sich ab der Schwangerschaft nur noch darum dreht." auch völlig für den Hugo. (Ist das "Natürlichkeitsargument" eigentlich eh immer.)

Ich lese mal wieder Wir müssen über Kevin reden und werde bei Evas Konflikt mit dem Thema Mutterschaft immer wieder an diesen Faden erinnert. Ich zitiere mal einen kleinen Abschnitt von Seite 236 und 237:

Es ist immer die Schuld der Mutter, nicht? (...) Ein Junge baut Scheiße, weil seine Mutter trinkt oder Drogen nimmt. Weil sie ihm alles durchgehen ließ, weil sie ihm nicht beigebracht hat, was richtig und falsch ist. Weil sie nie zu Hause war, wenn er von der Schule gekommen ist. (...) Es ist schwer eine Mama zu sein. Niemand hat ein Gesetz gemacht, in dem steht: Bevor du schwanger wirst, werd erst mal perfekt. Ich bin sicher, dass sie versucht haben es so gut wie möglich zu machen."

LrichtWKris5tallxxX


Ist komisch – während der Schwangerschaft habe ich mich sehr auf ihn gefreut, und jetzt freue ich mich, obwohl er schon da ist, immer noch auf ihn ... als wäre er irgendwie noch nicht ganz angekommen und täte das Stück für Stück immer mehr.

Das hast Du sehr schön beschrieben! Und darin finde ich mich absolut wieder! :)z

a^.fissh


Ich wüsste gern, woher die Erwartung kommt, Schwangere und junge Mütter hätten dauerglücklich zu sein.

Nun ja. Wird einem nicht immer – von Schwangeren und Müttern – erzählt, dass Kinder das größte Glück der Welt sind? Dass man ja nie richtig geliebt hat, bis man nicht sein eigenes Kind im Arm hatte? Dass die Schmerzen Geburt sofort vergessen sind, in Anbetracht der tiefe der Gefühle? Dass ein Leben ohne Kinder allein und einsam endet, nein, IST und nur Kinder erfüllen es mit wahrer Freude, die der abgestumpfte Kinderlose in seiner materiellen Fixierung.. nun, Du weißt schon.

Können wir Kinderlose doch nix dafür, wenn ihr Mütter an euren eigenen Mythen erstickt. ;-)

@ Dumal

Ich lese mal wieder Wir müssen über Kevin reden...

Wie – mal wieder? Ich hab dieses Buch mit Mühe ein einziges Mal herunterbekommen. %:| Brutal.

S^holjo


Brutal

Hat's Dir nicht gefallen? Oder wirst Du weich? ;-D

Können wir Kinderlose doch nix dafür, wenn ihr Mütter an euren eigenen Mythen erstickt.

Gnahahaha! Trau Dich mal her, Du, ich hau Dir direkt das Baby über die vorlaute Klappe. :-D

Aber ja, dieses saublöde Gequatsche von der unvorstellbaren Liebe und so, die für Kinderlose nicht nachvollziehbar sei ... hm. Überhaupt die Trennung in Eltern und Nichteltern. Falls die Geburt wirklich universumsumwälzende Erkenntnisse mit sich bringt, hab ich es irgendwie verpennt. Ich fühle mich nicht anders als vorher, vor allem nicht schlauer beziehungsweise "weiser". Nur sehr viel müder.

a/.f!ish


Hat's Dir nicht gefallen? Oder wirst Du weich?

:-p Nein, es ist emotional sehr aufwühlend, nicht graphisch brutal. Eine Mutter, die versucht, den Amoklauf ihres Sohnes zu verstehen. Bzw. überhaupt ihren Sohn zu verstehen. Von perlentaucher.de:

Vielmehr stellt Shriver den Mythos in Frage, der Mutter-Kind-Beziehungen umrankt und damit auch das "Postulat unbedingter Mutterliebe – und das "mit radikaler, manchmal geradezu pathetischer Emphase".

Vielleicht gerade genau das richtige für Dich – oder genau das verkehrte. Naja, jedenfalls gut!

Gnahahaha! Trau Dich mal her, Du, ich hau Dir direkt das Baby über die vorlaute Klappe.

;-D Jetzt retten mich keine Kekse mehr..

D|uXmal


a.fish

Brutal.

Absolut. :)z Ich bin auch ein wenig überrascht, dass du das Buch nicht verschlungen hast.

oder genau das verkehrte

Ich hatte ja Bedenken es anzusprechen... ;-D

IlzKzyx31


Mir kommt es oft als Rechtfertigung vor, das übertriebene "Glücks-Gerede". Man sagt so lange, wie toll alles ist, bis man es VIELLEICHT selbst glaubt. Ich fand (und finde) Achterbahnfahrt passender als Ausdruck meiner Gefühle seit ich Mama bin. Mit leider sehr vielen Tiefs am Anfang, ich meine zu vielen. Vielleicht auch eine postpartale Depression? Keine Ahnung ":/ . Hältst du das bei dir auch für möglich?

Aber – man soll ja nicht über selbstgewähltes Schicksal klagen, also anfangen, sich aus dem "Sumpf" zu ziehen, das beste draus machen. Auch heute (der Kleine ist jetzt 2.5) gibt es Tage, an denen ich gern schreiend davon laufen würde, aber wir haben hauptsächlich viel Spass zusammen. Ich sehe seine Trotz-Anfälle als Herausforderung, wie kann ICH damit besser umgehen, wie bleib ICH cool, wie löse ICH die Situation und lasse mich von der Unberechenbarkeit eben nicht aus dem Konzept bringen... Wenn's klappt bin ich stolz drauf. Bin ich schlauer geworden? Wohl eher nicht. Aber man lernt viel über sich selbst, finde ich.

Dampf ablassen, hören, dass bei anderen auch nicht immer alles klappt, dass man ach so tolle Vorsätze über Bord werfen muss, manchmal inkonsequent und alles andere als perfekt ist – das hilft! Das Beispiel mit den Trotzanfällen hilft DIR allerdings vermutlich wenig, das liegt noch in weiter Ferne :)_ . Hast du Hilfe? Kriegst du mal ne Pause? Ich hab die mir viel zu selten gegönnt, im Hinterkopf die verquere Vorstellung, dass ich dann ja dankbar sein müsste und hinterher nicht mehr jammern dürfte, wie schwer ich es habe |-o . Schräg, ich weiss. |-o Aber ich habe wirklich wenig Hilfe, meistens bin ich tatsächlich auf mich gestellt, Mann im Ausland auf Geschäftsreise, Grosseltern weit weg, Freunde hier nur kinderlose Akademiker, die sich nicht kümmern könnten (und sollten, zum Schutz aller Beteiligten ]:D ) und Mamis mit gleichaltrigen Zwergen, die selbst schon genug belastet sind. Vor allem könnte ich mich bei denen nicht revanchieren. ICH trau mich nämlich nicht, den Zwerg der Freundin zusätzlich zu meinem zu betreuen, allein beim Gedanken krieg ich Schweissausbrüche.

Tja, und da ich leicht grössenwahnsinnig bin, kommt nun (vermutlich in den nächsten Tagen) Nr 2 auf die Welt x:) ]:D . Aber dann sehe ich heute eine Mutter in der Stadt mit 3 Kindern offensichtlich alle unter 3 Jahre alt :-o. Wahnsinn. Ich hätte schon mit zweien einen Höllenrespekt, im Stadttrubel unterwegs zu sein (auch allein mit Jonathan schon kein Spass ]:D )...

Hoffe es geht dir BALD besser @:) @:) !

aM.foisxh


@ Dumal

Ich bin auch ein wenig überrascht, dass du das Buch nicht verschlungen hast.

Ich habe es ja gelesen, aber es lag mir schwer im Magen.

Ich hatte ja Bedenken es anzusprechen...

;-D Aber Du hast es zuerst geschrieben, also bist im Zweifelsfall Du schuld – damit kanm ich leben. 8-)

DHuhmal


a.fish

Ich habe es ja gelesen, aber es lag mir schwer im Magen.

Oh, das glaube ich und überrascht mich auch nicht. Ich hatte dann wohl Ich hab dieses Buch mit Mühe ein einziges Mal herunterbekommen. falsch verstanden.

Aber Du hast es zuerst geschrieben, also bist im Zweifelsfall Du schuld – damit kanm ich leben.

Shojo wird es denke ich mal gelesen haben. Ich wollte nicht, dass sie einen falschen Eindruck von meinem Eindruck bekommt. "Wieso denkt Dumal bei diesem Faden an ein Buch, in dem eine Mutter versucht den Amoklauf ihres Sohnes zu verstehen? Was will er mir damit sagen? :-o "

;-D

Heeliax 80


Schön mal die ehrlichen Gefühle einer Mutter zu lesen. ;-D

Ich bin keine Mutter doch es wäre mein sehnlichster Wunsch eine zu werden. Nur leider weiß ich nicht ob es je soweit kommen wird. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich finds jedenfalls sehr interessant so tiefe Einblicke in die Gefühlswelt einer jungen Mutter zu haben. Ehrlich und schonungslos. Das eben nicht alles so Friede-Freude-Eierkuchen ist. Denn genau das ist es was ich mir im Moment so vorstelle. ":/

Schön morgens aufstehen, dann Baby versorgen (über dessen rosigen Bäckchen natürlich den ganzen Tag ein goldiges Grinsen liegt), Hausarbeit, dann wieder Baby zwischendurch... Ja so stell ich mir das vor, und in meiner Phantasie bin ich natürlich die absolute Übermutter. Den ganzen Tag mit einem seligen Lächeln im Gesicht, denn ich hab ja ein Kind. Ja ich weiß, etwas (oder sehr?) weltfremd, aber was solls, träumen ist erlaubt. ;-D

Shojo, wenn ich deine Beiträge hier lese wechselt mein Gesichtsausruck immer zwischen ;-D und :-o bis zu ":/ .. ( Ich kanns jetzt grad mit Worten schlecht beschreiben).

Auf alle Fälle ein dankeschön für diesen Faden! Den hab ich jetzt gefühlsmäßig grade gebraucht.

Achja, solltest du dich je dazu entscheiden mal ein Buch zu schreiben, dann laß doch bitte das Fischlein mitschreiben, ich kaufs auch ganz bestimmt. So ein Ratgeber für junge Mütter vielleicht? Was mache ich falsch wenn plötzlich ein Affenbaby im Buggy sitzt? ]:D

L|ichtQKristxallxX


Achja, solltest du dich je dazu entscheiden mal ein Buch zu schreiben, dann laß doch bitte das Fischlein mitschreiben, ich kaufs auch ganz bestimmt.

Und der Kontrast,dass das Fischlein ja kinderlos ist,wird das Buch zu einem absoluten Bestseller und Dauerbrenner machen ;-D :)^

K_omanxy


shojo,

also deinen Beitrag, mit dem du den Faden eröffnet hast, der hätte von mir stammen können 8-) das sage ich nicht einfach so, denn auch ich bin eine Mama, die bis wenige Stunden vor der Geburt gearbeitet hat, und nach dem Krankenhausaufenthalt (wenige Tage später) wieder mit arbeiten angefangen hat. Auch am Schreibtisch, bin aber nicht Selbstständig. Dafür mein Freund. Und wir leben von seinem Vedienst und ich schultere die gesamte Buchhaltung alleine (was beachtlich ist).

Ich frage mich heute, wie ich das eigentlich geschafft habe, mein Freund ist auch den ganzen Tag nicht zu Hause. (Manchmal hat halt meine schwiema auf die Maus aufgepasst). Meine Kleine wird sechs Tagen ein Jahr alt. Die Anfänge waren schrecklich für mich, nicht zuletzt, weil sie 3 Monate fast nur gebrüllt hat, außer wenn sie schlief. Und WENN sie schlief, habe ich mich an die Arbeit gemacht, anstatt mich auszuruhen. Jeden Tag. Ich war einfach nur noch knülle. Vor Weihnachten habe ich teilweise 6-7 Stunden am PC verbracht. Das Gute zu diesem Zeitpunkt war, dass sie da bereits 7 Monate alt war, und sich fast den ganzen Tag alleine beschäftigt hat (rumdrehen, versuchen zu robben, alles in den Mund stecken), aber wenn du schreibst, dein Baby ist erst 4 Monate, dann kann ich das echt verstehen, dass da nix geht arbeitstechnisch ;-) außer wenn sie schlafen. Das ist bei mir nun auch wieder so. Weil sie Action braucht und wenn man nicht aufpasst, reißt sie den kompletten Fernseher vom Schrank. Auch ich werde mein Kind in den Kindergarten geben, wenn sie ein Jahr ist. Manchmal geht es halt nicht anders.

Ach ja, weil du schriebst, du wünschst dir manchmal, dein Kind wäre schon älter: auch das kann ich hundertprozentig bei mir wiederfinden. Ich habe die Tage gezählt, wann sie endlich ein Jahr alt wird, und immer wenn eine Woche rum war, atmete ich auf |-o

Aber es ist schöner geworden, das weiß ich jetzt. Und ich blicke mit Freude auf das zweite Jahr.

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