04.08.11 09:17
Hallo Ihr Lieben 
Bei mir ist es nun bald soweit, zurück an die Arbeit! Momentan kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, wieder jeden Tag 8 Stunden auf Arbeit zu sein und mein Kind in einer Einrichtung zu wissen, bei dem Gedanken wird mir ganz mulmig 
Ich würde gerne wissen, wie es anderen Müttern/Vätern ergangen ist oder ergeht.
Seid Ihr wieder voll eingestiegen? Oder doch eher in Teilzeit gegangen? Habt Ihr Euch gefreut, wieder zu arbeiten? Wenn ich ehrlich bin, ist das bei mir heute so, morgen so. Völlig gemischte Gefühle....manchmal habe ich richtiggehend Angst, zu versagen, oder es nicht zu schaffen. Wie habt Ihr alles unter einen Hut bekommen? Ich kann mir vorstellen, dass es doch eine sehr grosse Herausforderung ist, nach einem langen, harten Arbeitstag zu Hause 'weiterzumachen'. Eine Kollegin hat mir erzählt, dass sie nach der Arbeit so fertig war, dass sie beim Spielen mit dem Kind oft einfach eingeschlafen ist
Hattet/Brauchtet Ihr Hilfe (Grosseltern,Schwiegereltern), wie lief die Zusammenarbeit mit dem Partner? Wie sind Eure Kinder damit umgegangen? War die Trennung schwer für Euch und die Kleinen? Wann hat sich alles normalisiert, bzw. kam Routine in die Sache? 
Fragen über Fragen 
Würde mich freuen, wenn einige hier berichten über Erfahrungen, Sorgen und Ängste. Oder eben gar nichts von dem
Soll ja Menschen geben, die, wie ich, übertreiben
Auch gerne Eltern, die länger als ein Jahr zu Hause bleiben, oder generell mit dem Kind/den Kindern zu Hause sind.
Liebe Grüsse

04.08.11 09:37
Ich kann nur von Müttern berichten, die ich kenne (meine Mama, Frauen im Büro). Sie arbeiten alle halbtags und nehmen sich oft Arbeit mit nach Hause. Dann können sie den Nachmittag für das Kind und den Haushalt nutzen und abends noch etwas arbeiten.
04.08.11 09:39
Unser Sohn Joshua ist jetzt 20 Monate und kommt Ende August in die Kita. Ich gehe seit Mai wieder Vollzeit arbeiten, mein Mann ist bis zur Kita zu Hause. Bislang klappt alles super. Er macht den Haushalt und kümmert sich toll um den Kleinen. Ich wollte auch unbedingt wieder arbeiten. Aber 8 Std. ist echt hart mit so nem kleinen Wurm. Ich mache abends auch nichts mehr, bin so gegen 16.30h zu Hause und spiele dann nur noch mit Joshua. Putzen fällt dann halt aufs WE, alles schafft mein Mann auch nicht. Ich glaube Joshua wird sich schnell in die Kita einleben, er ist ein sehr offenes Kind. Dennoch ist es halt auch eine Trennung, für Mutter und Kind. Aber man kriegt alles unter einen Hut.
Ich bin jetzt wieder schwanger und das war auch bewußt so geplant, mein neuer Job gefällt mir nicht wirklich. Beim 2. Kinnd werde ich definitiv 2 Jahre Elternzeit nehmen und dann nur noch halbe Tage arbeiten. Alles andere wird mir zuviel.
Kam für euch halbe Tage arbeiten nicht in Frage?
04.08.11 09:49
ja danke luzinde 
also ich beginne mitte des monats mit der eingewöhnung. ich muss leider vollzeit beginnen, mein sohn wird im oktober 2 jahre und ich möchte die 2 jahre zuhause mit meinem kind nicht missen!!!! ein jahr ist aus pädagogischer sicht leider auch eine miese zeit zum eingewöhnen... da meist dort die fremdelphase beginnt bzw. ihren höhepunkt hat. aber heutzutage kann man es sich als mama einfach nicht mehr aussuchen!
leider haben wir auch einen langen weg jeden tag, morgens 2h und abends 2h und ich muss bis 17 uhr arbeiten
ich werd in der woche also nichts schaffen an haushalt, außer geschirrspüler ein- und ausräumen und wäsche waschen bzw. aufhängen. wird nicht einfach, aber wir wollen dann ja ganz in die nähe meiner arbeitsstelle ziehen.
ich dachte auch immer, dass ich nur einen teilzeitjob machen werde, aber da gibts kaum möglichkeiten! also musste ich mich für den 40h-job entscheiden oder für gar keinen!
04.08.11 09:51
Kam für euch halbe Tage arbeiten nicht in Frage?
In Frage gestellt habe ich es schon, mein Freund und ich werden uns da auch nicht so wirklich einig. Es geht hierbei um das Finanzielle. Ich würde es zumindest versuchen wollen, er sieht das eben anders. Ich soll es eben erst voll versuchen, dann kann ich immernoch auf weniger Stunden gehen. Ich arbeite im Schichtdienst und bin nach dem Spätdienst erst 20:00 zu Hause. Ob ich nun halbtags arbeite, oder nicht. Mir geht's schon darum, wie Du auch bereits erwähnt hast, nach 8 Stunden noch 'auf Zack' zu sein...
04.08.11 09:54
luzinde, ich glaueb fast, mit auf zack sein wirds nix mehr werden! wann müsstest du morgens denn raus, wenn du bis 20 uhr dienst hast?
04.08.11 10:21
Hi Steph..
Naja, ich fange halb zwölf an, wenn ich spät habe. Muss ihn aber trotzdem morgens in die Krippe bringen, weil mein Freund halb sechs schon zur Arbeit fährt. Er holt ihn dann nachmittags ab. Im Frühdienst geht's 8:00 los, da bring ich ihn dann auch vorher weg.
aber heutzutage kann man es sich als mama einfach nicht mehr aussuchen!
Ja da hast Du Recht. Ich hätte auch gerne ein Jahr mehr gemacht, die Zeit gibt einem keiner zurück. Aber das liebe Geld 
Dein Arbeitsweg ist ja echt der Horror, hoffentlich klappt's mit dem Umziehen. Das ist bei uns wieder anders, wir haben es beide nicht weit.
luzinde, ich glaueb fast, mit auf zack sein wirds nix mehr werden!
Ich auch nicht. 
04.08.11 10:58
hi luzinde,
mein sohn wird im november 4. 1 tag nach seinem ersten geburtstag bin ich wieder voll eingestiegen.
freude: ja, ich habe mich irrsinnig gefreut auf den wiedereinstieg. ich mag meinen job sehr und ich bin einfach der typ mensch, der den job zum ausgleich braucht. nur mama und partnerin sein hat mich nicht ausgefüllt.
mein chef war sehr kulant und so konnte ich meine arbeitszeit verschieben, das sieht dann so aus:
5 Uhr Weckerklingel
5:40 Uhr Mann und Kind wecken, noch kurz reden, den Tag planen
6:10 Uhr los zur Arbeit
7:00 Arbeitsbeginn
16:00 Uhr Feierabend
16:30 Uhr Ankunft in der Kita
Papa hat seinen Job auf 9 – 18 Uhr gelegt, so dass er den krümel bringt und abends pünktlich zum abendbrot wieder zu hause ist.
Wenn ich den kleinen aus der Kita habe, gehen wir je nach wetter auf einen spielplatz, zu spielfreunden von ihm, in den tierpark, pfützenspringen, laufrad fahren oder malen, kneten, basteln, lesen geschichten zu hause und schmusen und kuscheln. ab und an müssen wir nachmittags auch zu (arzt) terminen.
er erzählt mir von seinem tag, was er so gemacht hat, will auch ein wenig von meinem tag wissen. zum sandmann sind wir dann zuhause, schauen den gemeinsam, decken dann den tisch und freuen uns diebisch auf den papi.
beim abendessen wird der tag nochmal besprochen, jeder darf erzählen, die brote für den nächsten tag werden geschmiert, dann wird äufgeräumt und der kleine sagt mir gute nacht – die papa-zeit beginnt. ich räume in der zeit dann küche, tisch und kleinigkeiten auf.
wenn der kleine schläft, haben wir noch etwas zeit für uns allein, dann falle ich ins bett.
klingt anstrengend, ist es auch, aber dennoch ist es wirklich schön so, denn alle haben einen teil zeit für ihre bedürfnisse.
putzen, einkaufen etc wurde von uns aufsm wochenende verbannt.
04.08.11 11:11
hag-tysia 
Dass es anstrengend ist, glaube ich sofort
Also ich find's gut, dass Ihr Euch das so schön eingeteilt habt. Ich bin ja auch eher so ein Planungs-Freak, aber habe momentan den Eindruck, dass ich das irgendwie nicht kann. Will es erstmal auf mich zukommen lassen und dann sehen, wie es klappt. Gespräch mit dem Chef steht noch aus, geht dann drum, ob's für mich in die Stammfiliale zurück geht oder nicht. Das hoffe ich natürlich sehr, alles ist neu, da wäre es schön, in etwas 'Vertrautes' zurück zu kommen. Verschieben kann ich leider nichts und samstags muss ich auch arbeiten. Also jeden zweiten in der Regel. Ich denke mal, wenn das Gespräch stattgefunden hat, wird's mir auch anders gehen. Ich weiss dann, was mich erwartet, zumindest was das Berufsleben betrifft.... 
04.08.11 11:22
Hallo!
Ich wollte eigentlich 2 Jahre zuhause bleiben, aber als die Kurze 14 Monate alt war, lief mir zufällig der perfekte Job über den weg. Wirklich gut war, dass die Kleine eh schon zwei mal die Woche für 3 Stunden bei der Tagesmutter war (einfach, damit ich mal Zeit für mich und für Erledigungen habe), die Eingewöhnung war also schon erledigt. Der Job ist von zuhause aus knapp 10 Minuten mit dem Auto entfernt, ich brauche morgens inklusive Kind abliefern und kurzem Schwätzchen mit der TaMu keine 30 Minuten 
Ich habe mit 20 Stunden wieder angefangen, ein gutes halbes Jahr später bin ich auf 30 Stunden hoch gegangen. Es passt so für uns ganz gut, weil die Kurze dann schon gegessen und geschlafen hat, wenn ich sie um 14:45 abhole, wir haben also den ganzen Nachmittag für uns.
Das funktioniert eigentlich alles sehr gut.
Was leider bisher nicht geklappt hat, ist, dass mein Mann irgendwie noch nicht wirklich realisiert hat, dass ich auch 7 Stunden am Tag weg bin und mich somit nicht mehr um alles kümmern kann. Ich gehe also arbeiten, versorge morgens die Kleine er hat wechselnde Arbeitszeiten, start zwischen 7:00 und 10:00, selbst wenn er spät hat, kommt er nicht mal von selbst darauf, mit aufzustehen und die Kleine zu versorgen. Nach der Arbeit gehe ich einkaufen, unternehme was mit dem Kind, koche, wäsche, aufräumen, gehe zum Turnen mit der Kurzen und erledige alles, was sonst noch so zu tun ist (KiTa Anmeldungen, Finanzielles, wir planen gerade ein Haus zu kaufen, da liegt irgendwie auch alles bei mir).
Das ärgert mich wirklich sehr und da würde ich mir irgendwie mehr Initiative von ihm wünschen. Es kommt öfter mal vor, da fühle ich mich, als hätte wäre ich alleinerziehend mit zwei Kindern, das nervt wirklich sehr.
Ich habe da teilweise auch echt dicht gemacht, vieles, was nicht unbedingt notwendig ist, mache ich einfach nicht mehr. Liegt seine Wäsche halt überall rum, sieht die Wohnung eben aus wie sau. Ich kann mich schließlich nicht vierteilen 
04.08.11 11:40
also mein tagesplan würde so aussehen:
4 uhr aufstehen mit männe zusammen
5 uhr kind wecken u flasche geben (er trinkt morgens im liegen noch ne milch)
5.45 ins auto, männe bringt uns in die stadt zur s-bahn.
7.30 an der krippe
7.50 mein arbeitsbeginn in der selbigen.
16.30 bzw. 17 uhr dienstende
19 uhr zuhause
20 uhr alle im bett (hoffentlich)!
mein mann geht auch lang arbeiten, bis vor einem jahr hat er extreme arbeitszeiten ohne freie tage gehabt! jetzt ist er etwas besser von den arbeitszeiten her. leider kann er meinen sohn nicht abholen, da er von münchen aus nachhause auch schon fast ne stunde fährt und unsere krippe in der nochmals entgegengesetzten richtung liegt! aber er scheint auch zu denken, dass er mit seinem job schon alles erledigt hat. er hilt nur mit besonders (lauter) aufforderung meinerseits im haushalt, er kümmert sich um den kleinen, allerdings mit einer ruhe, die ich nicht ertrage, denn ich will auch mal fertig werden... unsd leider bin ich sehr penibel was den haushalt angeht, 3x wischen die woche muss da schon drin sein u wahrscheinlich werde ich wenigstens mittwochs mal den schrubber abends schwingen u dafür 1-2h später ins bett gehen. ich muss mich da halt auch noch ändern u den haushalt entspannter sehen. ein tag hat nun mal nur 24h!
04.08.11 11:49
jep, aber aus finanziellen gründen u damit ich endlich berufserfahrung sammle, müssen wir da durch. ich habe natürlich ein echt schlechtes gewissen unserem sohn gegenüber. aber es soll nicht länger wie ein halbes jahr sein.
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