Wo ist eigentlich der Knopf zum Vorspulen?

01.02.12  18:07

Oder die Zeitmaschine? Ich möchte gerne die nächsten eineinhalb Jahre einfach überspringen, und dann einem fröhlichen Kleinkind zum ersten Geburtstag gratulieren. :=o

Nachdem wir im ersten Jahr nach der Geburt unseres Sohnes von dem Gedanken komplett geheilt waren, ist es also nun soweit: ein zweites Baby ist unterwegs und mich hat heute eiskalt die Erkenntnis erwischt, dass das erste Babyjahr ganz schrecklich war. Auslöser war ein Besuch beim Kinderarzt und ein Wartezimmer voll mit Säuglingen. Robben, sabbern, quengeln, getragen werden, kotzen, schreien, füttern, hektisches Gewippe und auf-und-ab-Gelaufe der Eltern... Während ich gemütlich auf der Bank saß, in Ruhe die neuesten Klatschgeschichten in der Gala studierend, derweil mein Sohn vollkommen genügsam in der Ecke mit Lego spielte. Ab und zu musste ich mal anerkenned ein Turm benicken, aber ansonsten: traumhafte Ruhe. Bis auf die Säuglinge. Ich bin an sich tiefenentspannt in dieses Raum rein, aber als wir nach der Beandlung wieder im Auto saßen, begann das Kopfkino, an dessen Ende mir der kalte Schweiß auf der Stirn stand.

Scheiße, ich hatte das alles total verdrängt. Dieses beknackte erste Jahr, in dem eine elektronische Fußfessel einem beinahe verlockend erscheint, wenn man dafür wenigstens mal für ein paar Tage sich selbst zurück hätte. Und das tue ich mir jetzt ein zweites Mal an. Und dazu noch ein Geschwisterkind. Bin ich denn irre? %:|

Ecmma_DPe[el

01.02.12  18:09

*haaaahaaaa*

nein, im ernst: ich drück dir einfach die daumen, dass man diese zeit bei wiederholung irgendwie auch schön finden kann – oder zumindest schöner.

hpag-vty2sjxa

01.02.12  18:12

Du, bei uns war das erste Jahr recht entspannt. Wenn man mal davon absieht, dass unser Kleiner nachts nicht wirklich schlafen wollte und man sich ja beim zweiten Kind tagsüber auch nicht mehr wirklich hinlegen kann.

Richtig lustig wurde es erst, als der Kleine mit 1,5 Jahren in die Trotzphase kam! Ich hatte mich schon auf ruhige Vormittage gefreut, als dann der Große in den KiGa kam. Nix war's! Jetzt ist der Große 4 1/4 und der Kleine 2 3/4, und so ganz langsam fangen sie an, ab und an auch mal miteinander zu spielen, ohne dass es gleich wieder Geschrei gibt. :=o

S1annxdy

01.02.12  18:35

Du, bei uns war das erste Jahr recht entspannt. Wenn man mal davon absieht, dass unser Kleiner nachts nicht wirklich schlafen wollte und man sich ja beim zweiten Kind tagsüber auch nicht mehr wirklich hinlegen kann.

Richtig lustig wurde es erst, als der Kleine mit 1,5 Jahren in die Trotzphase kam!

Ich glaube, Shojo war es, die mal die Begriffe "Babymutter" und "Nicht-Babymutter" prägte. ;-) Ich bin definitiv letzteres. Mein Sohn war kein Schreikind, im Gegenteil. Eigentlich ein immer-freundliches, gut essendes und trinkendes, gesundes Vorzeigebaby – so lange er irgendwie beschäftigt oder getragen wurde. Er ist jetzt zwei Jahre alt und ich finde die Trotzphase im Vergleich zum ersten Jahr beinahe entspannt. Dieses 24-h-Gekette an ein Baby ist für mich ein Horror und ich tausche das liebend gern gegen alle Trotzphasen dieser Erde. Wenn mein Sohn an einer Kasse Theater macht, dann kann er meinetwegen mit den Fäusten auf den Boden trommeln und brüllen – ich kann trotzdem in aller Seelenruhe das Kleingeld aus dem Portemonnaie kramen, ohne dass sich mein Puls merklich erhöht. Es fällt mir so viel leichter, das alles zu ertragen, weil er für mich eine Persönlichkeit darstellt, ein kleiner Mensch, der eben – aus seiner Sicht nachvollziehbar – versucht, mit allen Mitteln seinen Kopf durchzusetzen. Ich habe einen Bezug zu ihm, den ich zu einem hilflosen Baby einfach nicht hatte/entwickeln kann und daher fühlte es sich in der Säuglingszeit an wie ein Klotz am Bein und ist jetzt nur noch halb so anstrengend.

Kann mich jemand verstehen?

E_mm~a_Pexel

01.02.12  18:46

hier, ich *:) *:) *:)

bin ebenfalls keine baby-mama und konnte dieser zeit nur grausen abgewinnen. gut, ich hatte ein schreikind, aber auch, als das mit 6 monaten erledigt war, wurde es nicht sehr viel schöner für mich.

die trotzphase hatte oft etwas ungewollt komisches und ich genügend sarkasmus und dickkopf, um davon so gar nicht beeindruckt zu sein.

und nun mit 4 1/3 ist er ein cooler kerl, zu dem ich eine richtige beziehung habe, dessen verhalten und gedanken ich verstehen kann und der mich nicht durch babygebrüll zum herzinfarkt treibt, sondern, dem ich im zweifel verbal die butter vom brot nehmen kann, wenns mir reicht.

hbag-htysja

01.02.12  18:54

Ich bin auch so eine Nicht-(Baby)mama, obwohl ich sie inzwischen absolut zum Fressen finde, weil sie allesamt nicht meine sind.. Ich habe mich beim zweiten Kind vor einer Depriphase dadurch gerettet, indem ich mir immer wieder klar gemacht habe, dass es vorbei gehen wird. Beim ersten Kind war mir das zwar im Kopf auch klar, aber gefühlt habe ich mich wie eine Gefangene. Beim zweiten Kind hatte ich die Erfahrung, es wird besser (anders..) und das hat mir sogar dazu geholfen, dass ich die Zeit richtig genießen konnte. Es gibt ein paar Sachen an ganz kleinen Babys, die unwiederbringlich sind, und das kann man wirklich nur genießen, wenn man weiß, wie kurz die Zeit ist. Nichtsdestotrotz möchte ich gerade nicht in deiner Haut stecken.. :)_

MLoni.ka6,5

01.02.12  18:55

Wo ist der Knopf zum Rückspuelen?

Kann mich jemand verstehen?

Die Jahre gingen so schnell dahin!

qQueng{lxer

01.02.12  19:05

Ich habe die Babyzeit unserer Zweiten und auch der Dritten ziemlich gut mit Tragetuch überstanden. Kind auf den Rücken (!) gebunden, und ich konnte mich ungestört meiner Arbeit widmen. Baby war in meiner Nähe, hatte was zu gucken, wurde geschaukelt, brauchte aber nicht fortwährend meine Aufmerksamkeit. Und ich konnte mit den großen Geschwistern spielen, kochen, staubsaugen und was dergleichen Beschäftigungen sich sonst so finden. Irgendwann schlief Baby ein und wurde mitsamt Tuch ins Bettchen gepackt.

Und wieder Ruhe ;-D .

M>a#e8x2

01.02.12  19:07

Beim zweiten Kind hatte ich die Erfahrung, es wird besser (anders..) und das hat mir sogar dazu geholfen, dass ich die Zeit richtig genießen konnte.

Das ist auch mein Strohhalm. ;-D

Letztens meinte ich noch zu meinem Mann, dass das erste Jahr vielleicht erträglicher gewesen wäre, wenn ich gewusst hätte, was da für ein drolliger kleiner Zwerg bei rauskommt. :-/

Egmma>_kPeel

01.02.12  19:16

Ich habe die Babyzeit unserer Zweiten und auch der Dritten ziemlich gut mit Tragetuch überstanden. Kind auf den Rücken (!) gebunden, und ich konnte mich ungestört meiner Arbeit widmen

das habe ich ja schon beim Ersten versucht, aber irgendwie war's nicht das Gleiche. Behindert ja trotzdem... Beim auf dem Sofa lümmeln, beim Duschen, beim Autofahren... ]:D

Ne, ernsthaft: es ist so entspannt, zum Kind sagen zu können "Los, geh schon mal rein." oder "Setz dir schon mal die Mütze auf." Das Einschlafritual ist regelrecht niedlich und entspannt, er kann sein Zimmer in Ansätzen allein aufräumen, beschäftigt sich regelmäßig allein, kann allein essen und wenn er heult, kann er mir sagen, warum. Puh... Und das alles nochmal jemandem beibringen?! {:(

Ebmcma_TPexel

01.02.12  20:47

Na ja, einerseits ist es ja toll, wenn man dann mit dem Kind so richtig kommunizieren kann. Aber wenn man morgens um sieben schon 2x Gebrüll hat, weil der eine Bruder den Schemel getragen hat obwohl doch der andere wollte, und weil mind. einer NICHT aufs Klo und NICHT waschen und anziehen will, und wenn dann wieder geheult wird weil Kaba auf dem Tisch steht und nicht die pure Milch, und wenn man dann die Kinder im Auto anschnallen möchte und der Kleine sich steif macht und "DER PAPA SOLL DAS MACHEN" brüllt obwohl der Papa bei der Arbeit ist, kann es schonmal ein bisschen anstrengend werden. Dann bin ich echt froh, wenn der eine im KiGa und der andere 2x die Woche bei der Kleinkindbetreuung ist. ]:D Bei uns ist auch der Große zur Zeit unheimlich ICH-bezogen. Alles gehört ihm, auch was eigentlich dem kleinen Bruder gehört, und WEHE, der fasst was vom Großen an. Umgekehrt gilt das natürlich nicht.

Und was beim Großen gerade der Klassiker ist: Ich biete ihm zwei Dinge zur Entscheidung, und als Antwort kommt "Ich will's dir nicht sagen". Also entscheide nach Vorankündigung ich und hab dann wieder Gebrüll, weil's falsch war.

Nee, nee, so anstrengend die Babyzeit auch war, die Trotzphase ist schlimmer!

SYannxdy

01.02.12  20:57

Meine Tochter ist nun 20 Jahre alt und rückwirkend kann ich sagen,

die Pubertät schlägt alles !!!!

Genieße die Babyzeit, sie kommt niemals wieder und vielleicht kannst du sie beim zweiten Kind auch entspannter und schöner erleben ? Ich wünsche es dir :)*

aCmylxe

01.02.12  21:07

:)D

t/uff%arxmi

01.02.12  21:07

Ich stecke gerade mitten in diesem ersten Jahr, mein Sohn ist jetzt 4 Monate alt. Ich verstehe dich vollkommen denn manchmal denke ich auch.... Was hab ich mir da nur angetan?? :-o

ABER

Ich möchte das alles nicht verpassen. Es gehört nunmal dazu.

Trotz dem ganzen geschreie, weinen, rumtragen, fütter und so weiter liebe ich es wenn ich entdecke das er etwas neues kann, ich liebe es gerade ihm beizubringen vom Löffel zu essen auch wenn mehr Brei in meinem Gesicht landet als in seinem Bauch, ich liebes es zuzusehen wie er beim Fläschchen fast einschläft und mich ganz zufrieden und glücklich anguckt.

Ich freu mich aber auch schon auf alles was noch kommt und bin auch froh wenn ich mal wieder zeit NUR für MICH habe. ;-D

VDalitxaan

01.02.12  21:13

Liebe Emma,

ich kann und will gar nichts schreiben um dir Mut zu machen oder dich zu trösten.

Ich lese immer sehr gern von dir, weil du oft formulieren kannst, was ich auch denke.

Mag sein, dass es etwas unpassend ist (Entschuldigung dafür) aber ich hab mich ehrlich gefreut zu lesen, dass du wieder schwanger bist. Ich wünsche dir eine schöne Ss und alles Gute.

VG

A:Fincbhen

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