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Hashimoto und fett geworden - zum Heilpraktiker?

08.03.10  22:38

Hallo Leute,

ich bin ganz neu hier. Bin 29 Jahre alt uns habe seit rund einem jahr hashimotot. Davor hatte mir mein Arzt immer gesagt, dass meine Schilddrüse an der grenze arbeitet und ich wg. Lebensstil etc. aufpassen sollte. Bei mir liegt eine Anfälligkeit für Auto-Immun-Erkrankungen leider auch in der Familie. Die letzten beiden Jahre war ich sehr, sehr viel unterwegs und habe deshalb nicht sonderlich gesund leben können. Vor einem Jahr dann ging es mir ziemlich schlecht. nach einer Weile kam dann der Doc drauf, dass es hasimotot ist. Meine Schilddrüsenwerte waren die höchsten, die er je in seinem Leben gesehen hat - damit meine ich, dass er noch nie so einen hohen TSH-Wert gesehen hat. Mit L-Thyroxin ging es dann nach einer ganzen Weile runter. Meine Werte sind immer noch nicht im Normbereich, obweohl ich schon 150 L.Thyroxin nehme. Außerdem bin ich ganz schön fett geworden, obwohl ich früher ein schlanker Typ war. meine Haare sind total dünn geworden und sehen einfach nur noch scheisse aus.

Ich bin total verzweifelt. War jetzt schon bei sieben verschiedenen Ärzten und keiner kann helfen. Alle sagen immer nur, ich soll die Hormone nehmen, am Besten noch mehr davon. Aber ich habe das Gefühl, dass ich die nicht vertrage. ich habe Muskelzuckungen und Kopfschmerzen, seitdem ich die nehme. Da ich nun echt keinenn Bock mehr auf Schulmedizin habe, will ich mal einen Heilpraktiker ausprobieren.

Hat jemand von euch Erfahrung mit einem Heilpraktiker gemacht?

Danke und Lg,

der Hashi-Man.

HFashimmoto-Mxan

08.03.10  22:51

Übergewicht und Haarausfall sind die typischen Folgen des Hormonmangels bei Hashimoto-Thyreoiditis. Wenn alle Ärzte dasselbe sagen, dann liegt es vielleicht schlicht daran, dass es stimmt! Den Hormonmangel kann man nur durch Hormonzufuhr ausgleichen, alles andere ist sinnlos. Die notwendige Dosierung ergibt sich aus dem TSH-Spiegel. Schade um das Geld, das Du zum Heilpraktiker schaffen wirst!

w*inne,tou-deWr-zweixte

09.03.10  10:38

Wie schwer bist Du? Wie lange nimmst Du schon LT150? Wie sehen denn Deine SD-Laborwerte unter 150 µg LT aus? Mit welcher Geschwindigkeit hast Du die LT-Dosis gesteigert?

Zzw-ac#k44

09.03.10  21:45

Hallo,

danke schonmal für die Antworten.

Winnetou: ich bezweifle nicht, dass ich Hashimoto habe. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Hormone die einzige Lösung sind. Da nimmst du ja immer etwas, dass dein Körper selbst herstellen sollte. Natürlich kann er das in dem Moment nicht, deswegen nimmt man den Ersatz. Aber auf Dauer wird er wohl aufhören, eigene Hormone zu bilden. Und das wäre doch eine sehr unschöne Vorstellung. Für immer Tabletten nehmen - das will ich vermeiden, wenn es geht. Stell dir vor, du bist auf einer großen reise und verlierst deine Tabletten. Und dann gibt es keine Apotheke in der Nähe - was machst du dann? Ich habe neulich mit einer Apothekerin gesprochen. die auch Hashi war. Die hat sich die ganze Scgilddrüse rausnehmen lassen, weil sie Panik hatte, dass sie zu groß wird und sie dann entstellt ist. Also lieber gleich raus, ist ja eh kaputt. Ich halte das für völlig bescheuert und will nicht auch so draufkommen.

Zwack: Ich wiege 82 Kilo. Lt-Dosis habe ich recht schnnell gesteigert. Erst zwei Wochen 25, dann 50, dann 75 und so weiter. SD-Werte jetzt bei TSH 5! Das ist zu immer noch zu hoch....obwohl ich den Mist schon einige Monate nehme....

Ich probiere jetzt die HP-geschichte mal aus und mache mich schlau, wer damit Erfahrungen hat.

Gibt es niemanden, der seine Hashi wieder in den Griff bekommen hat oder womöglich sogar geheilt wurde?

Lg, Hashi-Man.

HiasihimotHo-Maxn

09.03.10  23:58

Zugegeben, das ist nicht schön, von Tabletten abhängig zu sein. Aber es ist nun mal so. Die Schilddrüse ist durch die schleichende Entzündung gewissermaßen "ausgebrannt" und kann die benötigten Hormone jetzt und auch künftig nicht mehr ausreichend herstellen. das ist die Realität, der man ins Auge blicken muss. Das Motto, dass "nicht sein kann, was nicht sein darf" hilft leider nicht. Sei froh, dass die Hormonsubstitution so unproblematisch mit einer Tablette möglich ist. Ein kurzfristiges Auslassen z.B. auf einer Reise hat übrigens keine nennenswerten Auswirkungen.

Eine andere Auskunft wäre schön, ist aber (bis heute jedenfalls) Wunschdenken.

Eine Restfunktion ist aber i.d.R. vorhanden, weshalb es Unfug ist, die Schilddrüse deshalb zu entfernen. Das würde auch kein Chirurg machen. Da lag wohl eher eine Vergrößerung, Knotenbildung oder auch Überfunktion als Ursache zugrunde

Gruß!

w-innet<ouD-deur-zwe{ixte

10.03.10  06:16

Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Hormone die einzige Lösung sind.

Hashimoto-Man, Du scheinst etwas beratungsresistent zu sein. Wenn Du nicht glaubst, was Dir Ärzte und winnetou-der-zweite erzählen: Warum machst Du Dich nicht einfach selber schlau? Das Inet bietet Dir tausende von Quellen.

Z*wac*k,44

11.03.10  00:03

Hashimoto-Mann

Winnetou: ich bezweifle nicht, dass ich Hashimoto habe. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Hormone die einzige Lösung sind.

Was nichts heißt, denn Laien können sich oft etwas nicht vorstellen, was nun einmal Fakt ist. So auch bei dieser Krankheit. Wenn Du Dich ein bisschen durch die Fäden liest, wirst Du merken, dass das leider eine Krankheit ist, die man behält, wenn man sie mal hat und dass sie gar nicht auf die leichte Schulter genommen darf, da sie sich noch mehr rächt.

Für immer Tabletten nehmen - das will ich vermeiden, wenn es geht.

Das ist nun einmal so. Auch nach einer Operation gibt es keinen anderen Weg, als lebenslange Einnahme von Tabletten und wenn man Glück hat, dann kann man eingestellt werden und es geht einem gut, sonst geht es einem weniger gut.

Also lieber gleich raus, ist ja eh kaputt. Ich halte das für völlig bescheuert und will nicht auch so draufkommen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Arzt die SD nur aus dem Grund operiert, bei mir zumindest war es nicht der Grund.

Gibt es niemanden, der seine Hashi wieder in den Griff bekommen hat oder womöglich sogar geheilt wurde?

Ich nicht - aber die Operation und die Tabletten haben mir soweit geholfen, dass mein Leben wieder lebenswert ist. Es wird nie so sein, wie vorher, aber wohl auch nicht mehr so schlimm wie es vor der OP war.

Krlexio

11.03.10  00:39

TSH bei 5 bei einer einnahme von LT150 finde ich sehr hoch.

wie sind denn deine freien werte? (ft3 und ft4)

kann sein, dass es eine Umwandlungsstörung (also von ft4 nach ft3) bei dir gibt.

nimmst du selen?

M@rU.JRonoes

11.03.10  00:50

Die Krankheit hat es nunmal an sich, dass man ein Leben lang die Hormone nehmen muss. Ich glaube nicht, dass deine SD die nochmal selber produziert, wenn dein TSH so hoch war. Ich hab mal gehört, dass manche Leute die Hormone wieder absetzen konnten, aber eigentlich muss man die dann immer nehmen.

Haare und Gewicht müssten aber dann wieder in Ordnung kommen, das war bei mir jedenfalls so.

W6atexrli

11.03.10  09:30

hallo, Hashi-man, Du stehst Deiner "Erkrankung" ganz schoen aggresiv gegenueber.

mach Dich doch nicht selber verrueckt, was aber evtl auch damit zusammen haengt. ich hab's auch, lass mich aber nicht davon fertig machen.

Aber eins moecht ich kurz noch dazu sagen: wenn Du so hohe LT-Dosen nehmen musst, lass Dir auch die Leberwerte testen. ich hatte auch 150 mit sehr ansteigenden Leberwerten. Fazit: die stiegen, weil ich 150 genommen habe, aeh, lt Arzt nehmen musste. nachdem er meinte, er wuerde meine Leberwerte im "Auge" behalten und sie weiterstiegen, hab ich den Arzt gewechselt. Dosis reduziert, Leberwerte wurden besser - aber nicht normal, wobei sich dann bei ner Biopsie ein A1-AT-Mangel zeigte. d.h. Leberwerte waren anscheinend noch nie normal (keiner hatte was erwaehnt vorher) aber sind durch die hohe Dosierung extrem angestiegen.

Entspann Dich, atme tief durch und unterhalt Dich mal ein bischen mit Deinem Koerper -tu ich auch.

weisst Du, Du bist nicht der einzige mit steigendem Gewicht. Was meinst Du, wie ich mich als Frau fuehle, wg. diesem "kleinen Japaner" 30 kg zugenommen zu haben? wenn man vorher Aerobic, Yoga etc machen konnte und auf ein Mal stoert die Taille, der Bauch, die Oberschenkel.

denk immer dran, es gibt viele Menschen, denen es richtig dreckig geht. hab grad von einer 26 j. Kollegin erfahren, die sich Bestrahlungen unterziehen muss. oder von der 16 j. Tochter einer Kollegin, die einen Hirntumor operiert bekam. da danke ich Gott, dass ich nur einen "kleinen Japaner" im Hals hab. (Kermit is halt out heutzutage: :=o also Kopf hoch Kleiner! :p> ja, ess mal was Gutes. hab mal gelesen, man soll sich ab und zu einen "food-orgasmus" goennen.

r(eneUea

17.05.10  21:02

Hallo,

mal sehen, ob das überhaupt noch jemand liest, nachdem ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe. Ich war erstmal ziemlich down. Ich habe auch nicht so ganz verstanden, warum ihr alle denkt, ich würde meiner Erkrankung !Aggressiv" gegenüberstehen ;-) Ich will sie halt loshaben.

Jedenfalls habe ich meine Kilos wieder verloren, die Haare werden besser und ich nehme nur noch 25er L-Thyroxin.

Ich bin gegen euren Rat zu einer Heilpraktikerin in Überlingen am Bodensee gegangen und habe mich behandeln lassen bzw. bin noch in Behandlung.

Es funktioniert super. Meine Blutwerte sind wieder perfekt, alles im normalen bereich. Außerdem – und das gibt es laut einigen Leuten überhaupt nicht – habe ich keine Antikörper mehr im Blut. Das heisst, meine Schilddrüse degeneriert nicht mehr, sondern kann sich erholen.

Ich kann allen "Arztbegeisterten" nur raten, nicht alle anderen Ansätze gleich zu verurteilen. Für mich hat der alternative Weg viel besser funktioniert. Zwar nehme ich auch L-Thyroxin, das braucht man schon, aber ich habe jetzt hute Aussichten, bald wieder eine funktionsfähige Schilddrüse zu haben.

Ihr müsst mir nicht glauben. Trotzdem wollte ich das hier aufschreiben. Vielleicht kann ich ja so dem einen oder andern helfen, mal etwas vorurteilsfreier zu denken und sich selbst ein paar zusätzliche Heilungsschancen zu erschließen.

Und nein, das soll auch keine Werbung für Heilpraktiker sein oder für einen bestimmten. Ich werde den Namen der Dame auch nicht rausgeben – weile eben keine Werbung. Ich habe nur viel an die Diskussion gedacht und mich im Nachhinein sehr gewundert, dass einige Menschen einerseits so hilfsbereit und dann doch so negativ sein können. Die Art "Nimms hin und halt die Fresse" fand ich sehr, sehr dumm.

Schönen Tag und alles Liebe,

Hashi-Man.

H*ashim&ot\o-Maxn

17.05.10  21:05

@ reneea:

nichts gegen dich. Deine Antwort hat mir geholfen. Gerade dir würde ich mal empfehlen, es bei nem Heilprakiker zu versuchen. Die Methode, nach der du suchen musst, ist die Elektroakupunktur nach Voll. Oder eine spezielle Art der Akupunktur namens Colorpunktur, beides hat mir sehr geholfen.

Lg,

Hashi-Man.

HfasVhimo<to-Man

17.05.10  21:12

Hallo Alle,

habe jetzt nochmal den ganzen Faden gelesen und mus mich entschuldigen. Die Antworten habe ich anders in Erinnerung gehabt. Bei mir ist anscheinend vor allem die (erste) Meinung von "Winnetou-der-zweite" hängengeblieben. Sorry, ich wollte euch nicht "dissen".

Ich hoffe, ihr nehmt meine Anregung trotzdem an und seid nicht alle der Meinung, dass Heilpraktiker ihr Geld nicht wert sind. Man muss halt die richtigen finden. ich war auch erst bei einem Typen, der sehr zweifelhaft war und ein richtiger Drecksack. Aber schwarze Schafe gibts immer. Jetzt fühle ich mich sehr gut aufgehoben und der Erfolg gibt mir ja recht.

Lg,

Hashi-Man.

HOashiDmotsoA-Man

19.05.10  10:35

Dass Hashimoto in sehr, sehr seltenen Fällen ausheilen kann, ist bekannt. Dass AK verschwinden können, ist auch bekannt (bei mir nach Jaaahren auch der Fall - ohne Akupunktur). Was für mich Akupunktur bei Hashi fraglich macht, ist die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse (schließlich haben es einige user erfolglos probiert) - aber der Versuch sei jedem unbenommen. Die Problematik bei Hashi ist für mich nicht, wie man damit umgeht (morgens LT zu schlucken, bringt einen ja nicht um), sondern die hohe Rate an Fehldiagnosen, die hier in vielen Fäden belegt wird, und die mangelhafte Aufklärung vieler Hashi-Patienten durch den behandelnden Arzt.

ZXwaYcqk44

19.05.10  19:16

Als Physiotherapeutin habe ich seit Jahren festgestellt, dass viele Patienten mit hartnäckigen und schmerzhaften Muskelverspannungen das Medikament L-Thyroxin einnehmen.

Nach meiner Beobachtung sind die Muskelverspannungen dieser Patienten sehr schlecht beeinflussbar. Massage, Muskeldehnung, Entspannungstechniken... – irgendwann kurz nach der Behandlung verspannen sich die Muskeln wieder. Sie ziehen sich quasi zusammen wie Silikon. Daher nenne ich diese Art von Verspannungen "Silikon-Phänomen".

Diese Schilddrüsen-Patienten scheinen also zeitlebens zu Rücken- und Nackenschmerzen verdammt zu sein, denn Schilddrüsenmedikation wie L-Thyroxin muss laut Schulmedizin lebenslang eingenommen werden.

Im Anamnese-Fragebogen unserer physiotherapeutischen Praxis werden neben Herz-, Blutdruck- und Schmerzmitteln Schilddrüsenmedis routinemäßig abgefragt. Das ist aus o.g. Gründen sinnvoll.

Die zentrale Frage für mich ist folgende: Wie können Schilddrüsen-Patienten vermeiden, von hormonellen Präparaten abhängig zu werden?

Als Alternative zu L-Thyroxin wird gelegentlich das homöopathische Mittel Spongia genannt.

Das halte ich für totalen Quatsch, und zwar aus folgendem Grund:

Ich bin selbst seit Jahren Homöopathie-Patientin und habe eine Anzahl von guten und weniger fähigen Homöopathen kennengelernt.

Wirklich gute HomöopathInnen arbeiten meiner Erfahrung nach nicht diagnose- sondern symptombezogen.

Das heißt, es gibt kein Mittel für die Schilddrüse und keines für Niere, Leber, Herz oder sonst irgendein Organ. Es gibt lediglich individuelle Mittel in individueller Dosierung für Einzelpersonen in ganz bestimmten Lebenssituationen.

Z.B. kann eine Patientin mit Schilddrüsenunterfunktion aufgrund ihrer individuellen Symptome mit Pulsatilla C30, eine andere dagegen mit Ignatia Q18 und weitere Patienten mit noch ganz anderen Mitteln in verschiedenen Potenzen sinnvoll behandelt werden. Wichtig ist es hierbei, erfahrene Homöopathen zu finden, die aufgrund umfassender Anamnese das konstitutions- und situationsbedingt optimale Mittel herausfinden können.

Die Homöopathen haben hierbei mehr Erfolg, je früher die Patienten zu ihnen kommen. Nach jahrelanger Einnahme von L-Thyroxin wird selbst die erfahrenste Homöopathin Schwierigkeiten haben, die sogenannte Lebenskraft (S. Hahnemann) des Patienten wieder in Schwung zu bringen, weil Hormonpräparate diese "Lebenskraft" quasi mit dem Hammer bearbeiten.

H"ilde~kammxer

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