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Habe eine latente Unterfunktion – was ist das genau?

01.09.10  21:26

So, nachdem ich nun einige Arzttermine hinter mir habe (hatte davon schon mal vor ein paar Wochen hier geschrieben), habe ich endlich den Befund des Nuk vorliegen.

Diagnose: latente Unterfunktion

Jetzt soll ich LT 75 nehmen und in 6 Monaten zur Kontrolle kommen.

Hier die Werte:

FT4 1,4 (0,8-2,0)

FT3 3,3 (2,2-5,4)

TSH basal 2,4 (0,3-3)

TSH nach TRH 33,9 (0-25)

TPO-AK 16 (<60)

Sono: links 8ml, rechts 7ml, gering vergröbertes Schallmuster

Ich gehe mal davon aus, dass die Diagnose auf dem erhöhten TSH nach TRH basiert.

Beschwerden habe ich sehr viele, was auch der Grund war, wieso ich von Arzt zu Arzt gerannt bin.

Jetzt habe ich aber gelesen, dass eine latente UF gar keine Beschwerden machen soll...Kann das sein? Woher kommen aber dann meine typischen Beschwerden einer UF?

Habe auch gelesen, dass eine latente UF nur eine Vorstufe einer richtigen UF ist.

Frage mich dann aber, ob dann das LT 75 vielleicht ein bisschen viel ist.

Könnt ihr mir ein bisschen was zu den Werten und der Diagnose/Therapie sagen? Wie lange dauert es, bis meine Beschwerden unter LT 75 besser werden?

Danke schon mal für eure Hilfe @:)

cFarjxa

01.09.10  22:36

Bei einer latenten (subklinischen) UF sind schon Anzeichen (z.B. erhöhter TSH oder auffälliger TRH-Test) zu sehen, aber die UF ist noch nicht manifest geworden (mit erniedrigten freien Hormonwerten). Eine latente UF kann durchaus schon mit Beschwerden verbunden sein, und dann sollte die UF auch behandelt werden. Die Obergrenze des TSH-Normalbereichs ist übrigens in der Fachwelt strittig. Viele Ärzte rechnen mit einer Obergrenze von 2.5, und mein SD-Prof behandelt Beschwerden ab TSH = 2.0. Dein fT4 = 50%, Dein fT3 = 34%. Deine TPO-AK sind zwar nicht erhöht, aber in solchen Fällen kann man noch die TG-AK bestimmen. Allerdings können nicht erhöhte AK eine Autoimmunkrankheit nicht ausschließen, weil es auch sog. seronegative SD-AI-Krankheiten gibt, bei denen keine erhöhten AK nachgewiesen werden können. Das "gering vergröberte Schallmuster" ist wohl nicht eindeutig einem echoarmen, inhomogenen Muster einer Entzündung zuzuordnen. Vielleicht steht Deine Krankheit gerade erst am Anfang, so dass sich das typische Echomuster noch nicht ausgebildet hat.

Wenn Du LT75 als Einstiegsdosis bekommen hast, könnte das etwas viel sein. Es würde sich wohl empfehlen, eine Woche lang nur die Hälfte zur Eingewöhnung zu nehmen und erst dann auf die volle Dosis zu gehen. Wer empfindlich ist, beginnt mit LT25 und steigert nach einer Woche auf LT50.

Das Befinden verbessert sich in dem Maße, wie sich Dein Hormonpegel dem Soll-Wert nähert. Das könnte bei Dir in 3 Wochen schon merkbar sein, aber nicht umsonst setzt man die Kontrolluntersuchungen erst 4-6 Wochen nach der Dosisänderung an, weil vorher noch keine stabile Hormonlage vorliegt.

Zkwackx44

01.09.10  22:38

:)^ Zwack44 hat es wieder toll beschrieben ! :)^

SHiluberm;ondagugxe

02.09.10  07:26

Hallo,

vielen lieben Dank für die tolle Erklärung. Habe das jetzt richtig gut verstanden :)^

Mir ist aufgefallen, dass meine Werte sehr stark schwanken. Vor ca. 2-3 Wochen hatte ich schon einmal eine Blutkontrolle. Da lag der TSH bei 1,81, fT4 0,8, fT3 wurde nicht gemacht (Kontrolle durch meinen HA).

1991 wurden bei mir TPO-AK von 2200 festgestellt. Damals nahm ich LT 150.

Mein neuer HA wusste von den hohen AK nichts, ich auch nicht, die Hormone wurden 2003 daher einfach abgesetzt. Weitere Blutkontrollen zeigten, dass mit meiner SD alles in Ordnung zu sein schien. Selbst US war immer in Ordnung.

Erst als ich vor einigen Wochen an meine alten Unterlagen kam, erfuhr ich von den hohen TPOs und fing an, etwas nachzuforschen.

Die Beschwerden die bei Hashi zu finden sind, hatte ich auch alle: Kloßgefühl, Gelenkschmerzen, Regelbeschwerden, Übergewicht, Angstzustände, Müdigkeit, träge, Herzstolpern, trockene Haut, brüchige Nägel, dünner werdendes Haar,...

Die Ärzte wunderten sich, dass meine Werte und US völlig normal waren, ich aber diese Beschwerden habe. Sie sagten mir zwar alle, dass TPO-AK von 2200 Hashi bedeutet, aber dass es sehr seltsam sei, dass ich ohne LT (das wurde ja 2003 abgesetzt) noch immer eine normal aussehende SD hätte. Normalerweise hätte meine SD auch an Volumen verloren haben müssen.

Nach langem hin und her bin ich dann endlich bei diesem Nuk gelandet, der die latente UF festgestellt hatte.

Vielleicht habe ich wirklich Hashi (wegen den hohen TPOs von damals), was nun doch so langsam sich ohne dem LT bemerkbar gemacht hat. Vielleicht habe ich nur großes Glück gehabt, dass meine SD nur gaaanz langsam reagiert hat.

Das LT 75, soll ich langsam steigern. 14 Tage lang soll ich erst die halbe Dosis nehmen. Ich habe allerdings erst in 6 Monaten eine Kontrolle.

charjxa

02.09.10  10:56

Ja, langsam scheint sich bei Dir alles aufzuklären. Dabei zeigt sich auch, dass der Mensch keine Maschine ist und jedes Krankheitsbild anders aussehen kann. Eine Kontrolle in 6 Monaten finde ich etwas spät, denn wenn Du mehr als LT75 brauchst, könnte man das schon früher sehen. Deshalb: Wenn Du 4-6 Wochen lang LT75 genommen hast, laß die 3 SD-Kontrollwerte bestimmen; dann hast Du auch einen Anhaltspunkt, ob und ggf. in welchen Stufen Du steigern kannst. Wenn man sich dem Soll-Wert nähert, geht es manchmal auch etwas langsamer. Falls Du eine Feindosierung brauchst: Es gibt auch LT-Tropfen. Ich wünsche Dir, dass Deine Beschwerden bald der Vergangewheit angehören. *:)

ZXwacxk44

02.09.10  15:44

@ Zwack

@:) @:) @:)

c?arjxa

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