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SD-Antikörper grenzwertig

ObchIotMonxia hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

was sagt ihr zu folgenden Bluwerten meines Mannes:

TSH: 3,22 (0,4-4,0)

ft3: 6,16 (2,9-7,9) pmol/l

ft4: 10,3 (7,9-14,4) pmol/l

MAK: 20 (<16)

Der letzte TSH Wert wurde im September bestimmt und lag damals bei 2,83, 2 Jahre davor war er bei 2,02.

Symptome sind vor allem Energielosigkeit/Müdigkeit und wohl auch dadurch bedingte Gewichtszunahme, Konzentrationsstörungen (kann auch am vorhandenen Vitamin B12 Mangel liegen), Muskelschmerzen.

Seine Mutter hat Schilddrüsenproleme, sie hat wohl Hashimoto. Daher hatte ich ihn gedrängt, die Schilddrüse nochmal untersuchen zu lassen auf eigene Faust, da der Arzt es aufgrund des letzten TSH von 2,83 nicht für notwendig hielt. Nächste Woche hat er nun einen Termin zur Besprechung.

Achso andere auffällige Blutwerte waren Cholesterin und ein Leberwert, weswegen er einen Ultraschall-Termin Anfang Februar bekommen hat.

Was sagt ihr zu den Werten? Außer die Antikörper sind ja alle Werte in der Norm und die Antikörper sind ja auch nur minimalst erhöht.

Antworten
O$cho}tonfia


Hat jemand eine Meinung?

Z0wackx44


Hallo Ochotonia, das fT3 = 65 %, das fT4 = 37 %, bezogen auf den jeweiligen Normbereich. Beim TSH richte ich mich nach den Ärzten und Labors, die die TSH-Normobergrenze bei 2.5 (Grenzbereich 2.0-2.5) sehen. Dies vorausgesetzt, wäre das TSH Deines Mannes erhöht (latente Unterfunktion). Auch eine latente UF ist behandlungswürdig, sofern SD-typische Beschwerden bestehen. Bei den TPO-AK (MAK) scheint es unterschiedliche Maßeinheiten zu geben. Nach meiner Information sind Werte bis 99 U/ml normgerecht, von 100-200 U/ml im Grenzbereich und darüber ein Hinweis auf eine Immunthyreopathie (z.B. Hashimoto-Thyreoiditis) oder eine SD-Autonomie. Das über die Jahre steigende TSH könnte als Indiz für das Vorliegen von Hashimoto betrachtet werden. Damit im Einklang steht das gegenüber dem fT4 relativ höhere fT3. Solche Konstellationen findet man oft bei Mangelsituationen, in denen der Körper aus Jod-ökonomischen Gründen aus jedem Krümel des SD-Vorratshormons fT4 das an den Zielorganen aktive SD-Hormon fT3 macht. Eine Sonographie der SD und, falls sich dabei Knoten zeigen, eine Szintigraphie könnten weitere Erkenntnisse bringen. Da SD-Erkrankungen durchaus familiär gehäuft auftreten, wäre in meinen Augen eine SD-Komplettuntersuchung bei einem Endokrinologen oder Nuklearmediziner ratsam.

SD-Patienten leiden oft zusätzlich unter Eisenmangel (Ferritin), Vitamin B12- und -D-Mangel, was im Falle Deines Mannes sicher auch überprüfenswert wäre.

O!chMotoxnia


Hallo Zwack, danke für deine Antwort. Übermorgen hat er den Termin zur Besprechung mal sehen was die Hausärztin sagt.

Der MAK Wert war auf jeden Fall vom Labor fett gedruckt, ich habe aber sehr unterschiedliche Normwerte gefunden, evtl hängt das dort stärker mit der Meßmethode zusammen.

Das Ferritin lag bei 50 etwa, ganz ok wie ich finde, dafür dass mein Mann seit 25 Jahren Vegetarier ist.

Vitamin B12 Mangel hat er allerdings tatsächlich wieder, vor 4 Jahren auch schonmal, damals wurde dieser behandelt (Spritzen), allerdings mit Nebenwirkungen (ganz schlimme monatelange Akne), daher ist er etwas vorsichtig und versucht sich vorerst an Tabletten. Ich denke die Konzentrationsstörungen können damit zu tun haben.

Ja und auch Vitamin D war damals zu niedrig, lag bei 6,8 ng/ml (obwohl er sich nie eincremt). Ich meide die Sonne eher und hatte wesentlich bessere Werte.

Auch das wurde damals behoben. Eine großartige Veränderung spürte er damals allerdings nicht, die häufigen Atemwegsinfekte waren besser. Dieses Jahr wurde der Wert nicht mitgetestet, das wollte er nochmal nachholen.

Zpwactk4x4


Wenn der MAK-Wert im Befund fett gedruckt war, tanzt er tatsächlich aus der Reihe (Ich nehme an, dass das Labor andere Maßeinheiten benutzt). Vielleicht solltet Ihr dem Gedanken an eine SD-Behandlung mit L-Thyroxin (strukturidentisch mit dem menschlichen SD-Vorratshormon) doch einmal nähertreten.

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