Haaranalyse beim Hautarzt: wie teuer? Erfahrungen?

11.11.04  09:00

Hi,

da ich ja auch schon seit einer ganzen Weile an diffusem Haarausfall leide, werde ich nächste Woche zum Hautarzt gehen. Mich würde mal interessieren, ob

1.) bei diffusem Haarausfall (allerdings verstärkt an der Stirn am Haaransatz, da sieht man es deutlich, der Haaransatz ist richtig krumm geworden und sehr löchrig) diese Haaranalyse möglich ist, wo einem 100 Haare oder so ausgezupft und dann analysiert werden und

2.) ob man diese Analyse komplett selbst zahlen muss oder ob die Krankenkasse da was übernimmt? (Wie teuer ist das im Zweifel, wenn mans selbst zahlen muss?)

Würde mich einfach nur schonmal vorab interessieren, damit ich weiss, auf was ich mich da einstellen muss. Achja, ich bin weiblich, falls das nen Unterschied bei der Sache macht. Hab mal irgendwo gelesen, dass bei Männern von den Krankenkassen nix kommt, weil bei denen wohl der Haarausfall gesellschaftlich akzeptiert wird, bei Frauen es aber wohl als Krankheit gilt...

Wär schön, wenn jemand was dazu schreiben könnte, im Netz hab ich gerade zu den eventuellen Kosten nix finden können.

tyifxfie

11.11.04  09:36

Hi!

Ich habe vor ca. zwei Jahren eine Haaranalyse machen lassen.

Dabei wurden mir die Haare nicht ausgezupft, sondern es wurden einige Strähnen aus dem Nacken (damit es nicht so auffällt)abgeschnitten und nach Amerika zur Analyse geschickt.

Bezahlt hab ich dafür glaub ich so 150-200 Euro. Die Krankenkasse hat nichts dazu bezahlt - war aber auch bei keinem Kassenarzt.

AtndrePa1981

11.11.04  09:40

Und hat die Analyse irgendwas sinnvolles ergeben?

Bei dem Preis kann ich das eh knicken, bin im Moment noch armer Studi und kann mich mit meinem Studi-job gerademal über Wasser halten. 200 Euro sind für mich arg viel. Ich hab ja schon Horror davor, dass ich irgendwelche teuren Mediskamente oder sog. Nahrungsergänzungsmittel verschrieben bekomme, die ich selbst zahlen muss...

tMiffxie

11.11.04  10:25

Bei mir wurde das ganze auch wegen Haarausfall und auch generell wegen Verdacht auf Schwermetallbelastung durchgeführt, der sich dann übrigens auch bestätigt hat.

Die Metalle ausleiten und die anschließenden Nahrungsergänzungsmittel wie du schon richtig bemerkt hast, haben wirklich eine Stange Geld gekostet, da geb ich dir schon Recht.

Die Sache ist halt die, dass ich bei einer Komplementärmedizinerin war und nicht bei einem normalen Hautarzt. Vielleicht sieht es da mit der Kostenübernahme seitens der Krankenkasse anders aus. Ich hab jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass die KK für alternative Methoden keinen Groschen dazugibt.

Ich an Deiner Stelle würde einfach mal mit dem Hautarzt sprechen. Hat er zur Analyse geraten? Mit ihm kannst du ja mal abklären was für Kosten auf dich zukommen werden. Ich glaube aber schon, dass du dich darauf einstellen solltest, dass du anschließend sicher einige Nahrungsergänzungsmittel, etc. bekommen wirst. Was für einen Sinn hätte das ganze denn dann auch, wenn du zwar dann wüsstest was dir fehlt, die Sachen aber dann nicht einnimmst.

A(ndre?a;1x981

11.11.04  10:26

Ich komme übrigens aus Österreich - erfahrungsgemäß gibt es auch Unterschiede zwischen den Krankenkassen in Österreich und Deutschland.

A_nd_rea5198x1

11.11.04  10:51

Nein, mir wurde noch zu gar nix gerate, ich hab Montag erst den Termin beim Hautarzt. Meine Gyn will mir immer nur ziemlich teures hochdosiertes Zink andrehen, lässt sich aber nicht dazu überreden, mal Blut abzuzapfen oder nen Hormonstatus zu machen, um zu sehen, woran es wirklich liegen könnte :-/

Und einfach Zink auf Gutdünken schlucken will ich auch nicht, da will ich vorher erstmal wissen, ob ich irklich nen Zinkmangel hab oder ob ich mir das Geld sparen kann (sie wollte mir Zink verschreiben, bei dem die Packung mit 20 Tabletten ca. 20 Euro kostet, hallo?!) Nachher liegts garnicht am Zink und ich kauf das ewigst umsonst...

Naja, ich werd mich Montag mal beraten lassen. Ich hoffe, nur der Doc kommt nicht auf die Idee, ich solle eine antiandrogene Pille nehmen... die vertrag ich nämlich nicht ;-) Ich hab eh gerade erst nen Pillenwechsel hinter mir, aber den Haarausfall hat das in keinster Weise verändert, ist also weder schlimmer noch besser geworden.

t/if0fie

11.11.04  11:13

Achso du nimmst die Pille auch!!

Naja, ich möchte dich jetzt ja wirklich nicht entmutigen, aber der Haarausfall kann auch von der Pille kommen.

Ich hatte 3 verschiedene Pillen und mein Haarausfall wurde erst besser, als ich die Pille ganz abgesetzt habe. Sogar extra Pillen (Valette, Diane), die bei Haarausfall helfen sollten haben die Sache eher verschlechtert (Valette).

Mein voriger Frauenarzt meinte, das könne auf keinen Fall von der Pille kommen, die jetzige Ärztin räumte es immerhin ein.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich habe die Pille abgesetzt und der Haarausfall hörte nach ein Paar Monaten auf! :-)

A;ndreSay198x1

11.11.04  12:03

Ja, ich weiss, dass es von der Pille kommen kann, hatte nur gehofft, dass ein Wechsel helfen könnte. Mit antiandrogenen hatte ich nur Probleme. Valette hab damals bekommen (damals hatte ich noch keinen Haarausfall), aber unter der hatte ich drei Monate stärkste Blutungen und Krämpfe, die von meiner Gyn damals nur mit wehenhemmenden Mitteln gestoppt werden konnten (bäh). Ausserdem bekam ich von der so übel trockene Haut, dass ich mir selbst nach 5maligem Eincremen pro Tag die Haut im Gesicht blutig kratzen konnte, weils so juckte und blätterte. Vor kurzem hab ich nen Wechsel zur Yasmin versucht, ging völlig in die Hose. Nach drei Tagen Einnahme Herzrythmusstörungen, Pulsrasen und Herzstechen. Seither will ich keine östrogenhaltigen Pillen mehr nehmen, das hat mir doch Angst gemacht.

Weil eben auch die Pille schuld sein kann, ärgert es mich so, dass meine Gyn nen Hormonstatus nicht machen will. Sie meinte, das mache keinen Sinn :-/ Naja, mal schauen, was der Hautarzt sagt, vielleicht kann man ja auch ohne Absetzen der Pille erstmal versuchen rauszufinden, was der wirkliche Grund ist. Dann kann man immer noch weitersehen *hoff*

tuifLfie

11.11.04  12:47

haarausfall gehört nicht zum hautarzt

hallo tiffie,

habe jetzt nicht alles genau gelesen.

ich will gar nicht immer über hautärzte meckern und deren kompetenz in frage stellen, aber: wenn du die ursache für deinen haarausfall wirklich wissen willst, dann schenke dir die untersuchung beim hautarzt (der kommt sonst auch sicher noch mit der allseits beliebten diagnose: androgenetische alopezie). hautärzte heißen nicht zu unrecht so, mit der haut mögen sie sich vielleicht auskennen, mit den abläufen im körper nicht! und haarausfall ist meist ein stoffwechsel- und hormonproblem. auf die pille wurde in diesem zusammenhang schon angesprochen, diese ist nicht zur behebung von hormonstörungen entwickelt worden, sie wird nur als solches missbraucht...

kann dir gerne noch mehr dazu schreiben, auch was du alles abklären lassen solltest, musst nur bescheid sagen, ich wills nicht umsonst schreiben.

gruß

rinchen

r^incZhexn

11.11.04  17:22

huhu rinchen,

danke für Deine Antwort. Klar bin ich an weiteren Infos interessiert :-) (Gerne auch per PN)

Ja, ich weiss, Hautärzte gehen da immer den gleichen Weg und die verschreiben auch gern schnell antiandrogene Pillen dagegen (will ich aber eh nicht, weil ich genau diese Pillen nicht vertrage).

Zu welchem Arzt sollte ich denn aber dann damit?! Meine Gyn? Die stellt sich stur, macht keinen Bluttest, Hormonstatus sei wenig sinnvoll und will mir immer nur teures Zink andrehen ohne zu testen, ob es wirklich daran liegt.... *grummel* Ich dachte, ein Hautarzt würde zumindest vielleicht auch mal nach anderen Sachen forschen, vor allem, wenn ich mich weigere, auf antiandrogene Pillen zu wechseln...

Wär echt lieb, wenn Du mehr Infos für mich hättest :-)

t-ifffixe

11.11.04  18:04

hallo tiffie,

ich beschäftige mich z.z. mit den ursachen von haarausfall, die im bereich nährstoffmangel, gestörtem stoffwechsel und hormonhaushalt liegen. natürlich gibt es auch noch andere ursachen wie z.b. virusinfektionen, haarausfall durch medikamente, stress,... dazu kann ich dir aber nicht so viel sagen. wobei ich auch denke, dass die erst erwähnten ursachen wesentlich häufiger sind und man auch da zuerst mit suchen anfangen sollte, bevor man sich an das andere macht, zumal da die diagnose auch sehr schwierig bis unmöglich werden könnte.

ich habe verschiede infos dazu in einer word-datei aufgeschrieben, u.a. auch welche werte man testen lassen sollte. vielleicht kannst du ja dann deinen hausarzt dazu überreden alles zu machen und selbst erstmal überprüfen ob auffälligkeiten vorliegen, dann musst du nicht gleich zu unterschiedlichen spezialisten rennen. hast du eigentlich auch noch andere gesundheitliche beschwerden oder "nur" (blödes wort für solch ein belastendes problem...) haarausfall?

wenn du die datei möchtest, dann gib mir am besten mal deine e-mail-adresse und dann schicke ich dir das gleich. und wenn du dann noch fragen hast, dann kannst du das ja alles per pn schicken.

gruß

rinchen

rrinchxen

11.11.04  18:15

hast du eigentlich auch noch andere gesundheitliche beschwerden oder "nur" (blödes wort für solch ein belastendes problem...) haarausfall?

Hm.. in welcher Richtung meinst Du jetzt genau? Ich hatte X Jahre mit Trockenflechten zu kämpfen, allerdings stellte sich heraus, dass die scheinbar von meiner letzten Pille verursacht war. Mit dem Absetzen dieser Pille waren die Flechten spontan weg...

*denk* Nö, ausser Haarausfall fällt mir jetzt nix ein. Weder Akne noch sonst irgendwas...

tqiff3ie

11.11.04  19:21

ich meinte in keine bestimmte richtung. einfach auf den ganzen körper bezogen (und wenns nur "banalitäten" wie ständig müde, ständig hunger,... sind). manchmal bekommt durch mehr beschwerden ein umfassenderes bild und kann dadurch eher auf grunderkrankungen schließen mit denen der haarausfall zusammen hängen könnte.

gruß

rinchen

rXincxhen

11.11.04  21:00

Hm.. nein, mir fällt nix ein. Die meisten Beschwerden, die ich hatte, kamen von der vorigen Pille und sind seit dem Wechsel weg (fühlte mich vorher dauerschlapp, müde, träge, hatte ständig Kopfweh, etc seit einem Jahr, nach 5 problemlosen Jahren mit dieser Pille). Jetzt fühle ich mich wie ausgewechselt. Bin fit, munter, kein Kopfweh mehr usw.

Ich hatte ja vor kurzem auch überlegt, ob ich vielleicht doch nen Zinkmangel hatte, wegen der jahrelangen Trockenflechte. Ist ja immerhin eine Entzündung der Haut und dafür wird ja auch Zink benötigt. Allerdings hätte dann jetzt mit Verschwinden der Flechten auch der Haarausfall weggehen müssen, weil ja mein Zinkverbrauch nicht mehr für die Instandhaltung der Haut draufgeht, oder?

Oder das muss sich einfach alles noch ein wenig regulieren oder mein Zinkpegel steigt erst langsam an... Vielleicht doch noch Nachwirkungen von der alten Pille bzw. den Problemen mit der?

Mal ne andere Frage (gesetzt den Fall, der Ausfall kommt von der Pille): Können bei diffusem, pillenbedingten Haarausfall die Haare wieder nachwachsen, wenn man die Pille absetzt/wechselt/wasauchimmer? Oder sind die ausgefallenen Haare auch dabei für immer futsch? Ich weiss, dass es Formen von Haarausfall gibt, die reversibel sind, aber dabei?

t|if$fie

11.11.04  22:57

haarausfall durch eisenmangel ist wesentlicher häufiger als durch zinkmangel. meist fehlt auch nicht zink alleine, sondern noch andere vitamine und mineralstoffe wodurch der stoffwechsel dann nicht richtig funktioniert. dann kommen noch hormonstörungen dazu (sexualhormone, schilddrüse,...) und das chaos ist perfekt.

die haare wachsen wieder nach, wenn der haarausfall durch die pille kommen sollte, vorausgesetzt natürlich der pillenschaden wird behoben. mag da auch schauermärchen geben, aber da halte ich weniger von. nur es ist wie bei allem im medizisches bereich: die wissenschaft streitet da munter...

gruß

rinchen

r1inch(exn

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