Huhu @all, möchte hier Meinugen zu meiner Frage sammeln, ich hoffe es beteiligen sich viele. Was meint ihr, muss man sich mit Schönheitsfehlern (die einen sehr stören) abfinden? Oder findet ihr es (...) >>>
GNinn%y Poxtter am 03.03.10 20:34
04.03.10 12:35
Hallo,
ich finde niemand muss sich mit irgendetwas abfinden oder sich gar rechtfertigen. Wenn ich als erwachsener Mensch und mit entsprechendem Geld der Meinung bin, etwas an mir verschönern bzw. "normalisieren" lassen zu wollen, kann ich das machen. Das Leben ist kurz und jeder muss auf seine Art und Weise glücklich werden dürfen. Schließlich ist man selbst, der- oder diejenige, der/die mit diesen Einschränkungen umgehen muss. Wenn man das für's eigene Leben aber nicht möchte, dann "darf" man das machen, wenn man es für sich selbst moralisch vertreten kann.
Der Trend, dass sich bereits Jugendliche operieren lassen (wollen) und immer mehr Menschen meinen, dass Makel überhaupt nicht mehr vertretbar sind, da es ja die Schönheitschirurgie gäbe ("XY hat so eine große Nase, warum lässt er/sie die nicht operieren", habe ich schon gehört..), ist sehr bedenklich, aber die meisten Ärzte machen das ja nicht einfach so mit. Nasenops gibt es z.B. nur im Einzelfall ab 16, wenn absehbar ist, dass das Wachstum abgeschlossen ist und die meisten Ärzte operieren auch keine schöne Brust bei Jugendlichen bzw. raten selbst erwachsenen Frauen davon ab. Eine erwachsene Frau muss aber selbst wissen was sie und aus welchen Motiven sie etwas tut. Wenn ich eine Fehlbildung habe, muss ich mich erst recht nicht rechtfertigen oder damit abfinden, warum denn?
Ich habe eine Bekannte, die überall propagiert, dass sie sich nie operieren lassen würde und Schönheitsoperationen total ablehnt. Gut und schön, sie ist aber auch eine der schönsten Frauen, die ich je kennengelernt habe. Wenn man das nicht kennt, dann kann man das schlecht nachvollziehen, denke ich.
Zu bedenken ist nur auch, dass es genügend Beispiele für Menschen gibt, die gerade wegen ihres Schönheitsfehlers interessant und erfolgreich zu sein scheinen, da fällt mir spontan Oliver Vogel ein oder Seal. Erfolgreiche, selbstbewusste Männer haben so gut wie nie Probleme eine Frau zu bekommen. Dass z. B. erfolgreiche Sportler fast immer eine (schöne) Frau an ihrer Seite haben, ist doch nichts Neues..
Auch als Frau muss man nicht schön sein um beruflich erfolgreich zu sein sonst wäre Frau Merkel nicht unsere Kanzlerin. Im privaten Bereich sieht es anders aus, aber auch hier habe ich genug Bsp. dass ein Schönheitsfehler nicht das Problem ist. Gern wird die Ursache für persönliches Scheitern im Aussehen gesucht und Menschen stehen kostenintensive, gefährliche Operationen durch, in der Annahme, das würde ihre Probleme lösen. Danach stellen sie fest, dass die OP in der Hinsicht gar nichts geändert hat. Die Komplexe ist man hingegen allerdings tatsächlich los, entwickelt aber wahrscheinlich einfach neue.
LG
04.03.10 12:59
Ich bin kein grundsätzlicher Gegner von Schönheits OPs, sofern es wirklich auffällige Makel betrifft.
Und wenn Frau xy mit ihren Falten nicht leben will, ist es mir auch ziemlich egal, wie oft sie sich "bügeln" lässt, sofern dies auf eigene Kosten geschieht. 
Den Umgang in der Gesellschaft mit dem Thema, vor Allem bei jungen Menschen finde ich aber auch bedenklich.
Dieser Beitrag trifft es da sehr genau:
das problem ist doch auch, dass je mehr sich operieren lassen, desto weniger werden "schönheitsfehler" akzeptiert. plötzlich ist der kleine höcker auf der nase oder der kleine brustumfang nicht mehr akzeptabel. wie sollen teenies lernen, sich mit ihren körperlichen eigenheiten umzugehen, wenn immer mehr sich zurecht schnippeln? letzthin hab ich mit meiner frau eine doku über schönheits-ops bei teenies gesehen und sie meinte (sie ist 32), sie sei froh, in einer zeit aufgewachsen zu sein, als schönheits-op noch keine selbstverständlichkeit waren. denn welcher teenager ist wirklich 100% zufrieden mit seinem äussern? unter diesem aspekt finde ich den schönheits-op-trend äusserst bedenklich.
Jemand, der sich operieren lässt, sollte vorher wirklich genau prüfen, ob es tatsächlich der vermeintliche Makel ist, oder ob er nach der OP etwas anderes finden würde, weil der Makel im Selbstwertgefühl sitzt.
Ich würde ein Gespräch mit einem Psychologen vor jeder geplanten Schöheits- OP gut finden... schaden kann es ja nicht.
Wenn ich nach meiner Schwangerschaft eine extrem hängende Bauchschürze behalten würde... vielleicht würde ich das korrigieren lassen, wer weiß....
Hätte man mich aber mit 14- 16 gefragt, dann hätte ich mir meine Brust vermutlich amputieren lassen, obwohl sie nicht groß war 
In der Pubertät findet man alles Mögliche an sich schlimm.... da nachgeben kann die falsche Entscheidung sein.
Warum sollten Menschen auf Kosten der Vielfalt optimiert werden?
Für meinen Geschmack in der Masse ein Verlust.
04.03.10 13:22
ich spreche jetzt aber nur von wirklich starken makeln; leute die sich jedes noch so kleine muttermal oder fettpölsterchen wegmachen lassen sind natürlich ein trend, der abzulehnen ist
ich meinte eigentlich auch ausschliesslich diese kleinen makel... diese besagte doku, die ich letzthin gesehen habe, zeigte eine 18jährige schöne frau mit "kleinen" (je eine gute handvoll), jedoch wunderschön geformten brüsten, die gut zu ihren zierlichen körper passten. sie liess sich die brüste machen, weil sie fand, sie sei keine richtige frau.
der arzt fand die op selbst zwar unnötig, aber da bei der patientin "eine psychische beeinträchtigung" fesstellbar sei, fand er den eingriff ok. die sendung war im lockerflockigen plauderton gehalten, kein kritisches wort, denn der frau geht's ja jetzt viiel besser als zuvor - und das ist doch toll. ich gönn ja jedem so einen erfolg, aber ich frage mich ernsthaft, wohin das führt, wenn die heranwachsenden nicht mehr lernen, mit kleinen makeln umzugehen, weil es an allen ecken und enden an vorbildern fehlt und die erfolgreich operierten in jeder nachmittagssendung herumgezeigt werden. 
hinzu kommt, dass man kleine makel mit der zeit auch plötzlich als schön empfinden kann. ich fand meine nase (kleiner höcker) mit 18 echt grässlich, 10 jahre später hätte ich sie gegen keine andere eingetauscht. als teenager setzt man seine prioritäten oft anders wie als erwachsener. dummerweise ist die zeit nach dem teenageralter um einiges länger...
04.03.10 13:26
ich hab früher immer gedacht, mit einrem dicken hintern wäre gemeint, dass der po halt so -eigentlich wohlgerundet- nach hinten rausgeht und das erstrebenswerte schönheitsideal wäre ein im profil absolut flacher po 
irgendwas hatte ich da wohl einfach mißverstanden und erst während des erwachsenwerdens langsam aber sicher geschnallt, dass mein unterkörper keine katastrophe ist 
04.03.10 13:32
irgendwas hatte ich da wohl einfach mißverstanden und erst während des erwachsenwerdens langsam aber sicher geschnallt, dass mein unterkörper keine katastrophe ist
ist doch irgendwie doch auch beruhigend, wenn man merkt, wie man sich geirrt hat. immer, wenn ich mich wegen irgendwas komplett daneben finde, stell ich mir vor, dass ich in 10 jahren mit bestimmtheit anders denke. 
04.03.10 13:37
ist doch auch echt so: ich hab kleine brüste, ne große nase, ein leicht fliehendes kinn, eine zu schmale oberlippe, leichte schlupflider, reiterhosen, krüppelige zehen, zu lange
, unterschiedlich große ohren, schiefe zähne und mir fällt betimmt noch mehr ein
- alles in allem bin ich aber trotzdem davon überzeugt, dass ich nicht gerade häßlich bin und probleme wegen meines aussehens hatte ich auch noch nie 
04.03.10 13:47
bäh, ich stell mir mich gerade nach der beschreibung vor - so seh ich gar nicht aus!
ich kann mr aber vorstellen, dass sich manche leute auf grund ihrer makel genau so sehen.
also neuer versuch:
ich bin schlank und sportlich, hab lange braune haare, ein interessantes gesicht, lange finger, einen sexy po und einen wahnsinnig flachen bauch. an meinem körper passen einfach die proportionen und mein gesicht wirkt offen, freundlich und anziehend.
- ähm, auch nicht ganz
also: ich finde, jeder mensch sollte den maßstab von schönheit bei sich selber anlegen. danach kann ich jeden verstehen, der mich nicht hübsch findet (wäre zum beispiel ein jammer, wenn eine DD-frau das täte), aber auch jeden, der mich hübsch findet.
irgendwie sehe ich mich selber mit steigendem alter tatsächlich als optimum an - für mich, nicht absolut.
weniger brust ist mir zu klein, mehr brust zu groß. "normale" nasen sind mir zu uninteressant, etc.
wenn jemand käme und mir sagen würde "hallo, ich bin die gute fee, was willst du an dir ändern" - ich würd schreiend weglaufen 
04.03.10 15:19
wenn jemand käme und mir sagen würde "hallo, ich bin die gute fee, was willst du an dir ändern" - ich würd schreiend weglaufen
Bitte zu mir schicken, ich wäre gern meine diversen Gelenkprobleme los. 
Oder zählen da nur Sachen die von außen sichtbar sind?
Bei Teenies sollte man OPs generell verbieten, außer es geht um wirklich gravierende Dinge. Ansonsten fände ich ab 21 sinnvoll, da ist auch die Entwicklung komplett abgeschlossen.
Bei uns (sehr ländliche Gegend) sind Schönheits-OPs ein absolutes Tabuthema, auf einer Seite irgendwo ermutigend. Wobei ich dieses Extrem auch nicht toll finde.
04.03.10 18:14
Bei Teenies sollte man OPs generell verbieten, außer es geht um wirklich gravierende Dinge. Ansonsten fände ich ab 21 sinnvoll, da ist auch die Entwicklung komplett abgeschlossen.
Nicht nur die Physiologie ist ein Problem. Auch die Entscheidung über eine plastische Operation ist bei einem Teenager noch nicht ausgereift. Als ich 15-16 war hätte ich mir liebend gern die Ohren operieren lassen. Ich hätte damals sofort eingewilligt wenn es mir jemand vorgeschlagen hätte. Heute, mit über 30 bin ich stolz auf meine Ohren und würde sie nie im Leben verändern lassen. Gerade die elfenartige Form meiner Ohren ist das auf was ich so stolz bin.
Also am besten abwarten und erwachsen werden, es kann sein das sich die Ansichten mit dem wachsenden Selbstvertrauen auch ändern und man sich mit seinen Fehlern akzeptieren und sogar lieben lernt.

Grüsse,
Siguté
04.03.10 18:26
Nicht nur die Physiologie ist ein Problem. Auch die Entscheidung über eine plastische Operation ist bei einem Teenager noch nicht ausgereift.
Bei den meisten ist das sicher so, ich war da denk ich eher die Ausnahme. Ich hätte mit 16 alles dafür getan um einen normalen Busen zu bekommen, genauso wie mit 22 (als ich operiert wurde).
Letztendlich hat es mir meine Jugend schon schwerer gemacht, auch weil ich ganz alleine damit war.
04.03.10 18:39
Nicht nur die Physiologie ist ein Problem. Auch die Entscheidung über eine plastische Operation ist bei einem Teenager noch nicht ausgereift. Als ich 15-16 war hätte ich mir liebend gern die Ohren operieren lassen. Ich hätte damals sofort eingewilligt wenn es mir jemand vorgeschlagen hätte. Heute, mit über 30 bin ich stolz auf meine Ohren
Das stimmt, wenn man jung ist steckt man meist voller Komplexe und die Selbstwarnehmung ist häufig verzerrt. Erst später kann man sich selbst realistischer sehen. Ich fand meine Ohren damals auch schrecklich und wollte sie mir am liebsten anlegen lassen....heute weis ich dass ich garkeine Seegelohren habe, sondern ganz normale. Das wäre eine völlig unnötige Op gewesen.
04.03.10 19:29
Ich finde es auch bei offensichtlichen Makeln wichtig das man wartet wenn man zu jung ist. Wenn man volljährig ist kann man den Schönheitsfehler ja immernoch operieren lassen. 
04.03.10 19:37
Ich finde es auch bei offensichtlichen Makeln wichtig das man wartet wenn man zu jung ist. Wenn man volljährig ist kann man den Schönheitsfehler ja immernoch operieren lassen.
Sowas kann einem ganz schön die Jugend versauen, von dem her bin ich nicht generell dafür immer zu warten.
Warten ist definitiv in den meisten Fällen das beste, aber eben nicht in allen.
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