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Krankenschein nach "Schönheits-OP"

P&echMrarie8x5 hat die Diskussion gestartet


Guten Tag,

Ich möchte eine Labioplastik durchführen lassen.

Ich habe von meinem Frauenarzt eine Überweisung zu einer Tagesklinik bekommen. Auf der Überweisung steht Labienhypertrophie – korrektur erbeten.

In der Tagesklinik wurde mir gesagt, dass die Krankenkasse die kosten nicht trägt, weil es "angeblich" nicht notwendig ist. Das ich trotzdem darunter leide, lassen wir mal dahin gestellt.

Auf jedenfall trage ich die Kosten für die OP jetzt selber 500€.

Der Arzt hat mir versichert, dass er mich, auch wenn ich die OP selber zahle für den Rest der Woche krank schreiben kann (4 Tage), weil ich ja eine Überweisung vom Frauenarzt habe und dass der Frauenarzt auch kostenlos die Nachsorge übernimmt.

Irgendwie kommt mir das aber komisch vor, weil es ja eine "Schönheits-OP" ist. Für mich ist unverständlich warum er mich nur aufgrund der Überweisung krank schreiben darf und warum ich die Nachsorge auch nicht zahlen muss.

Vielleicht kann mir hier jemand helfen.

MfG

Antworten
A]m:i]tol)a=ne


Wenn für die OP keine medizinische Inikation gegeben ist kann die Krankenkasse gegebenenfalls aus der OP resultierende Folgekosten verweigern. Allerdings kommt es auf die Art der Kosten an. Nachsorge in einer Privatklinik müsstest du beispielsweise definitiv selbst bezahlen, bei deinem Frauenarzt oder anderen Kassenärzten kommt es darauf an was sie machen. Rein ästhetisch bedingte Folgeeingriffe oder eine eventuelle Nach-OP müsstest u ebenfalls definitiv selbst tragen wohingegen Schmerzmitel, Antibiotika gegen entzndungen oder andere notwendigen Medikamente etc. von der Krankenkasse übernommen werden. Zumindest so lange es in maßen bleibt und du in Folge derOP nicht längere Zeit in Nachsorge verbleiben musst. In dem Fall kann die KK nämlich eine Nachprüfung verlangen und Folgeleistungen wie z.B. Schmerzterapie etc. verweigern.

Odein FA jetzt generell einzelne Kosten wie das Ziehen von Fäden mit der KK selbst abrechnen kann weiß ich nicht, würde aber hier auf die Aussage deines Arztes vertrauen, dass für dich bei der Nachsorge beim FA keine zusätzlichen Kosten entstehen werden und er notfalls auf solche Kleinigkeiten verzichten würde. Immer vorrausgesetzt natürlich es kommt zu keinen größeren Problemen in Folge der OP...

Die Krankschreibung betreffend kann ich nicht genau sagen was jetzt gesetzlich ok ist und ob dich der Arzt für die Folgen einer OP krank schreiben darf deren Kostenübernahme die KK abgelehnt hat. Generell würde ich mich aber schon was den Job betrifft nicht auf solches Glatteis bewegen, denn auch wenn dein Chef die Krankmeldung in Folge einer Schönheits-OP schluckt kann so etwas auch schnll zu Animositätenmit Kollegen führen.

ABmi.tol$ane


ein kleiner aber vielleicht wichtiger Nachtrag: Kommt es zu Komplikationen in Folge einer OP zahlt zwar vermutlich die Krankenkasse nichts, aber je nach Vertrag den du mit deinem Arzt für die OP schließt wird er mögliche Folgekosten die auf die OP zurück zu führen sind zu tragen haben – inklusive einer möglichen Nach-OP etc. Kommt hier halt wie gesagt auf den geschlossenen Vertrag an...

Kqafferesahxne


Soweit ich das weiß ist eine Krankschreibung nicht möglich, das lehnt die Kasse wohl ab, siehe google.

Ich würde die OP halt auf Mittwoch legen und 2 Tage Urlaub/Gleitzeit nehmen. Das sollte es einem doch wert sein. Mit Wochenende dürfte das dann doch reichen, oder?

P9echKMOarie58x5


Hallo,

vielen Dank für die Antworten :).

Ich habe jetzt das 2. mal bei der Tagesklinik angerufen und mir wurde versichert, dass es noch nie Probleme mit der Krankmeldung gegeben hat, auch bei Selbstbezahlten OPs. Ich werde auch nicht 4 sondern nur 2 Tage ausfallen.

Mir wurde auch gesagt, dass ich mir über Zusatzkosten keine Sorgen machen muss.

Mein Frauenarzt hat mir auch schon zugesichert, dass er die Fäden kostenlos entfernt.

Ehrlich gesagt weiss ich dann auch selbst nicht, wie die das alles Abrechnen.

Ich könnte mir theoretisch auch frei nehmen. Mein Chef ist aber nicht so verständnisvoll. Wenn ich ihm sagen würde mich belastet das, würde er das nicht verstehen und vielleicht sogar im Kollegenkreis herum tratschen.

Und falls ich dann doch länger ausfalle und eine Krankmeldung brauche, würde mein Chef ausflippen, deswegen habe ich Angst reinen Tisch zu machen.

Ich frage mich einfach nur, ob sich die KK, falls sie die Krankmeldung ablehnt – mit meinem Chef in Verbindung setzt. So nach dem Motto "Frau XXX hat sich einer SchönheitsOP unterzogen – wir lehnen die Krankmeldung ab" :-X

m@oon\niVghxt


Die Krankenkasse wird bestimmt nicht beim Chef anrufen und selbst wenn,was sie aber eh nicht machen werden, dürfen sie sowieso keine Auskunft geben. Sie haben genauso Schweigepflicht wie Ärzte auch. Deswegen steht auf der AU für den AG nie eine Diagnose.

mzell6ieb|ellMie


Wenn der Arzt dir das so gesagt hat, wird das auch stimmen, der macht das ja nicht zum ersten Mal.

Und übrigens, du musst deinem Chef gar nicht sagen, was du überhaupt machen lässt, das geht ihn nichts an. Es wird keine Diagnose auf der Krankmeldung stehen, sondern nur, dass du eben die paar Tage krankgeschrieben bist. Ich würde sowas nie den Kollegen oder dem Chef erzählen.

Alles Gute für deine OP

A!mitolhane


Nur weil der Arzt damit bislang noch nicht auf die Nase gefallen ist bedeutet noch lange nicht, dass es rechtens ist. Fragwürdig genug hört es sich zumindest an, weil der Grund der Überweisung hinfällig ist und von der KK nicht akzeptiert wurde. Wenn er für die KK die nicht wirkliche Ursache vermerken sollte kommt er vielleicht durch, aber dann ist es definitiv illegal – allerdings von seiner Seite !

Ich für meinen Teil würde mir den Stress nicht antun und einfach 2-3 Tage Urlaub nehmen – damit geht man dann nämlich allen möglichen Problemen aus dem Weg.

CLonxto


Generell würde ich mich aber schon was den Job betrifft nicht auf solches Glatteis bewegen, denn auch wenn dein Chef die Krankmeldung in Folge einer Schönheits-OP schluckt kann so etwas auch schnll zu Animositätenmit Kollegen führen.

Auf dem Schein für den Arbeitgeber stehen auch keine Diagnosen oder der Grund warum du krankgeschrieben wurdest...

Auf dem Schein für die Krankenkasse, aber sehr wohl... was die damit anfangen kann ich Dir nicht sagen.

N;umber rOf The jBeast


Ich frage mich auch, wie du es überhaupt in Erwägung ziehst, deinem Chef irgendwelche Details zu erzählen. Sag ihm du wirst operiert und wirst deshalb ein paar Tage krankgeschrieben. Punkt.

Rehelxia


Was spricht dagegen Urlaub dafür zu nehmen?

Als Kollege wäre ich unglaublich sauer, wenn ich wegen sowas einspringen müsste.

Ekhemaljige-r NutIzer (##525692)


Ich würde auch keinen Urlaub nehmen. Urlaub ist dazu da, dass du dich erholst. Und um die beiden Tage würde ich mir keine Gedanken machen. Du leidest darunter und die OP ist für dich notwendig. Das machen deine Kollegen auch nicht anders...der eine Arzt schreibt bei Husten-Schnupfen-Fieber 3 Tage krank, der andere 5...."Gerechtigkeit" gibt es bei sowas nicht. und wenn du ein schlechtes Gewissen hast, kannst du ja vielleicht versuchen vor der Op mehr zu schaffen oder so. Alles Gute :)*

N*annix77


Ich fürchte 2 Tage reichen da nicht aus, zumindest nicht bei einer sitzenden Tätigkeit. Ich hatte letztes Jahr ne kleine OP am Damm, extra Freitags und konnte fast ne Woche nicht sitzen. Musste also so lange krank geschrieben werden. Ich denke das ist bei einer OP an den Schamplippen nicht viel anders.

N[umber0 O6f T,he xBeast


Ich würde auch keinen Urlaub nehmen. Urlaub ist dazu da, dass du dich erholst. Und um die beiden Tage würde ich mir keine Gedanken machen. Du leidest darunter und die OP ist für dich notwendig. Das machen deine Kollegen auch nicht anders...der eine Arzt schreibt bei Husten-Schnupfen-Fieber 3 Tage krank, der andere 5...."Gerechtigkeit" gibt es bei sowas nicht. und wenn du ein schlechtes Gewissen hast, kannst du ja vielleicht versuchen vor der Op mehr zu schaffen oder so. Alles Gute :)*

:)^ Sowas ähnliches wollte ich auch schreiben. Ich hätte da wohl auch kein schlechtes Gewissen an der Stelle der TE. Klar könnte man sich auch Urlaubstage nehmen, aber wozu? Es dankt einem doch sowieso niemand und – wie schon gesagt wurde – lassen sich andere Leute wegen jedem Kleinscheiss krankschreiben (oder sogar wenn sie gar nix haben). Bei mir auf der Arbeit kann ich das auch beobachten, und mich regt eher SOWAS auf als wenn jemand eine OP machen lässt, weil er unter irgendwas leidet (sei es nun medizinisch notwendig oder nur aus ästhetischen Gründen).

AAmitol~anxe


So – jetzt noch einmal im Netz und Büchern nachgeforscht und wenn die Ärzte nicht bescheißen hat sie mit ihrer Krankschreibung generell schlechte Karten. Warum ?

1. Ihre KK hat die OP als medizinisch nicht notwendig abgelehnt

2. Für medizinisch nicht notwendige OPs und den direkt daraus resultierenden Folgen (normaler Heilungsverlauf) hast du keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung. – > KK wird den Krankenschein ablehnen – ob darauf auch eie automatische Meldung (ohne Nennung von Gründen) an deinen Chef erfolgt, dass die Krankmeldung abgelehnt wurde kann ich nicht sagen.

3. Erfolgt die Krankschreibung aufgrund angeblicher Probleme bei einer medizinisch nicht notwendigen OP (Komplikation wie Entzündung etc.) bist du verpflichtet der Krankenkasse dies zu melden, weil die Krankenkasse in solchen Fällen dann den Arzt (bzw. das Krankenhaus) in regress nehmen kann und wird der (das) die OP durchgeführt hat.

@ Number Of The Beast:

Für mich ist da ehrlich gesagt kein Unterschied, denn wenn sie wirklich Probleme hätte hätte sie ja gegen die Ablehnung der KK angehen können. So ist es schlicht eine nicht notwendige OP aus mehr oder weinger Eitelkeit bei der sie rechtlich gesehen keinen Anspruch auf Krankschreibung hat !

@ Number Of The Beast:

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