» »

Ctg alle zwei Wochen wirklich notwendig?

m2eersrcThauxm hat die Diskussion gestartet


Hi, ich bin 9.Monat (von 10) und habe seit der 29.SSW alle zwei Wochen CTGs beim Frauenarzt. Die gehen immer eine halbe Stunde. Die Feststellung ist immer: Nichts los, alles bestens, keine Wehen.

Muttermund ist ja auch immer zu, wie sich in der anschließenden Untersuchung herausstellt.

Jetzt die Frage.

Ist so eine engmaschige Kontrolle eurer Meinung nach überhaupt notwendig?

Habe keine Risikoschwangerschaft, keinerlei Probleme und einen sehr aktiven Bauchzwerg, schon die ganze Schwangerschaft über. Es ist allerdings ein logistischer Aufwand für mich, in die Praxis zu kommen. Sie ist zum einen weit weg, zum anderen habe ich keine Betreuung für mein erstes Kind (2). Der Papa ist mittlerweile beim unbezahlten Urlaub, Freunde sind auf der Arbeit, der Opa arbeitet noch und die Oma (Rentnerin) möchte nicht kommen und möchte auch nicht auf ihn aufpassen. Meine Schwester wohnt 500 km weit weg, meine Eltern sogar im Ausland.

In der FA Praxis selber können sie sich aber auch auf keinen Fall um ihn kümmern, und mein FA hat schon klipp und klar gesagt, dass er die Kinder während des CTGs nur mit Betreuungsperson haben will, was ich auch voll und ganz verstehe.

Jetzt auch noch die zusätzlich blöde Situation, dass die Busfahrzeiten und Linien umgestellt wurde und die Busse dadurch morgens so überfüllt sind, dass man bis zur Fahrertür steht.

Hinterher sind wir aber alle immer enorm gestresst, mehr als anderen Tagen.

Was würdet ihr tun?

Antworten
zjopf"muscter


Ja, ich halte ein CTG im mindestens vierzehntägigen Abstand für absolut notwendig. Versorgungsprobleme lassen sich so nunmal am ehesten frühzeitig erkennen.

Ich hatte ebenfalls keine Risikoschwangerschaft, keinerlei Auffälligkeiten, alles war gut. Bis zum Tag vor der Geburt in der 42. Woche, da war das CTG erstmalig auffällig, kaum Kindsbewegungen zu erkennen, Herztöne eingeengt, mäßige Wehentätigkeit. Insgesamt hing ich zwei Stunden am CTG, bis die Hebamme einigermaßen zufrieden war. Ich ging nach Hause, bekam kräftigere Geburtswehen, die das Kind nicht mehr vertrug, weil die Plazenta es nicht ausreichend versorgen konnte. Mein Kind war bereits tot, als ich zur Geburt in der Klinik eintraf. Hätte man beim auffälligen CTG sofort reagiert und einen Doppler oder Wehenbelastungstest veranlasst, wäre meine Tochter jetzt am Leben.

Natürlich geht meistens alles gut. Manchmal aber auch nicht und dann ist es so wichtig, diese Vorsorgen wahrzunehmen. Im besten Fall können sie das Kind retten, im schlimmsten Fall kann man sich wenigstens nicht vorwerfen, auf eigenes Risiko nicht alles unternommen zu haben.

CcaliforMnierixn


Hast du eine Hebamme, die nach hause kommen könnte und die Herztöne per Doppler abhört?

Ich hab einen fast 4-jährigen Sohn, den ich auch schon zum Gyn mitnehmen musste (bin 34.ssw) und nehme dann ein Buch oder notfalls auch nen tragbaren DVD-Player mit.

Ich halte die Untersuchungen schon für wichtig, weil es gerade in höheren Wochen ja auch zu Unterversorgungen durch Plazentainsuffizienz kommen kann (kommt selten vor). Sollten sich die Herztöne aus irgendeinem Grund verschlechtern, müsste sehr schnell gehandelt werden.

Ich weiss, dass der Trend heute wieder mehr dazu geht, auf die vielen Untersuchungen zu verzichten und ich hab z.B. in den ersten ssw keinen US gemacht.

Aber jetzt auf der letzten Etappe habe ich da etwas mehr Schiss ":/

CoaQlifo6rniexrin


huhu zopfmuster *:) meld dich doch mal bei den Aprilmamis :)_

A-leoqnoxr


An und für sich gehört das CTG nicht zur Standardvorsorge. Mein FA hat mich in der 30. SSW kalt erwischt, da habe ich eines machen lassen.

Danach hab ich dann gefragt "Warum?", bekam keine schlüssige Antwort und brauchte keines machen.

Hab die Vorsorge dann eh hauptsächlich bei der Hebamme gemacht und die fand auch nicht das es nötig wäre.

Ans CTG bin ich dann erst wieder wegen Terminüberschreitung, das hat dann erst die Hebamme gemacht und dann bin ich zur Klinik, in der ich auch entbinden wollte.

Was würdet ihr tun?

Mir den Stress definitiv nicht antun. Ich fand CTG ja nur langweilig, aber wenn das dann noch so ein Theater mit sich bringt und es nicht mal eine Indikation dafür gibt ... nä.

a@kaqf


Zopfmuster, was Du erlebt hast, ist ganz schrecklich.

Trotzdem ist das meines Erachtens kein Grund dafür, regelmäßig CTG zu schreiben. Sondern eher dafür, ca 2 Wochen vor ET per Doppler nach der Versorgung zu schauen. Und ab ET einigermaßen engmaschig zu überwachen, auch mit gelegentlichem CTG.

Aber dieser Wahn, bei unauffälligem Verlauf schon recht früh und häufig CTG zu schreiben, tut mMn nicht Not.

Eine Hebamme hat übrigens nienicht ein Doppler-US Gerät. Die hat so ein kleines Gerät zum Horchen, das mit US funktioniert. Ich glaub aber nicht, dass das besonders aussagekräftig ist.

CTG und co sind auch immer nur Momentaufnahmen, ein Doppler-US ist wesentlich aussagekräftiger.

z~opfQmu}stexr


Meine Hebamme spricht sich auch gegen allzu häufige Kontrollen aus. Ich hatte eine Hausgeburt geplant und habe alle Vorsorgen bei ihr machen lassen. Dennoch war ab Woche 32/33 ein vierzehntägiges CTG auch zu ihrer Absicherung vonnöten, ab der 36./37. Woche sogar im wöchentlichen Rhythmus. Nach Erreichen des Geburtstermins war ich alle zwei Tage bei ihr. Hätte meine Hebamme das Schreiben der CTGs unterlassen oder seltener veranlasst, hätte ich sie rechtlich belangen können. Es war für beide Seiten wichtig, dass wir uns an die gängige Empfehlung gehalten hatten. Ansonsten war meine Schwangerschaft minimal überwacht. Kein Ultraschall mehr nach der Feindiagnostik, alles ganz öko und vertrauend und zuversichtlich.

Ja, ein CTG ist eine Momentaufnahme. Aber wenn die Versorgung grundsätzlich nicht mehr optimal ist, sieht man das im CTG. Dann können weitere Maßnahmen wie ein Doppler-Ultraschall veranlasst werden, so wie es bei mir hätte getan werden müssen.

Eine Hebamme hat übrigens nienicht ein Doppler-US Gerät. Die hat so ein kleines Gerät zum Horchen, das mit US funktioniert. Ich glaub aber nicht, dass das besonders aussagekräftig ist.

Stimmt - aber dieses Gerät wird auch Dopton oder Fetaldoppler genannt. ;-) Eine besondere Aussagekraft hat es nicht, da nicht über einen längeren Zeitraum aufgezeichnet wird. Ein Doppler-Ultraschall beim Pränatalspezialisten ist eine Flowmessung des Blutflusses in, vom und zum Kind.

a3kaxf


Meine ganz normale FA hat ein nicht besonders US Gerät, mit dem sie aber auch Doppler-Aufnahmen machen kann (die Blutströme werden da farbig dargestellt). Insofern war für mich zweimalige Doppler Untersuchung ohne zusätzlichen Aufwand sinniger, als ständig am CTG zu hängen. Sie hat sich bei jeder der drei Svhwangerschaften schriftlich geben lassen, dass ich nach erfolgter Aufklärung auf Feindiagnostik und regelmäßige CTGs verzichte. Damit ist sie abgesichert, und durch die erfolgten Doppler-Aufnahmen war klar, dass die Versprgung gut ist. CTG habe ich jeweils einmalig zum üblichen "Starttermin" machen lassen, und dann nochmal so ca 2 Wochen vor ET. Wäre ich je bis zum ET gekommen, hätte ich es von da an engmaschiger kontrollieren lassen.

Letztlich ist es einfach wichtig, dass man sich gut informiert und beraten lässt und dann das machen lässt, was einem vernünftig erscheint. Für den einen ist das dann das volle Programm mit allem drum und dran, für einige eine Minimalvariante, und für die meisten halt irgendwas dazwischen.

Es darf halt nur nicht passieren, dass etwas schiefgeht (was leider einfach immer passieren kann, auch wenn man sich gegen alles versucht abzusichern) und man sich dann Vorwürfe macht, aus mangelndem Wissen eine falsche Entscheidung getroffen zu haben.

FWledermsäuschexn85


Es besteht keine Pflicht, wenn man schwanger ist, zum Frauenarzt und /oder zur Hebamme zu gehen. Man muss also keine einzige Vorsorgeuntersuchung machen lassen. Was ich damit sagen will ist, du kannst alles mitmachen, was das Vorsorgeprogramm für Schwangere vorsieht oder auch gar nichts davon. Jede Schwangere sollte für sich abwägen, welche Untersuchungen für sie in Frage kommen und welche nicht. Da kann dich keiner dazu zwingen.

B3abe>l2


Also ab der 30. SSW alle 2 Wochen CTG ist bei meiner FÄ ganz normaler Standard. Bekomme schon seid der 26. Woche bei jedem Termin eins. Stresst mich ehrlich gesagt aber auch überhaupt nicht. Bin der 100 % Mensch.

Aber du hast es ja eh bald geschafft, soviele Termine sind es ja nicht mehr. Und wenn du partout kein CTG haben möchtest, sage es doch deinem FA. Zwingen wird er dich nicht.

H/aru^kies


vielleicht habt ihr ein geburtshaus oder hebammenpraxis (manchmal auch hebammenladen genannt) in der nähe, bei den das möglich ist und weniger schwierig, dein kind mitzunehmen. die könnend as ja auch abrechnen. oder du fragt im kreissaal der wunschklinik ob du das dort machen lassen kannst, zbsp abends oder mal an einem samstag, wenn dein mann auf euer kind aufpassen kann. dort ist ja 24h jemand. prinzipiell solltet ihr schon schauen, dass ihr jemanden findet, wo dein 2-jähriger mal kurzfristig betreut werden kann. Nachbarin, freundin von dir usw. Es kann immer wal was sein bzw. kann es auch sein, dass du mal häufiger zum ctg oder zur vorsorge musst usw.

ich finde ctgs wichtig, klar sind es momentaufnahmen, aber sie geben einfach hinweis darauf, dass was nicht stimmen könnte, wenn sie "schlecht" sind und man untersucht einfach nochmal genauer.

L/ittlBe-mit-xLotte


In den Leitlinien steht es nicht, das heißt dein Arzt macht es bei dir (sofern normaler Verlauf deiner Schwangerschaft) weil es Geld in die Kasse bringt. Ich persönlich habe keine CTGs wahrgenommen, die unnötig waren sondern nur indizierte CTGs, also beispielsweise das Aufnahme-CTG/Geburts-CTG zuhause bei Wehenbeginn.

Meine Hebamme hat zum Ende hin bei jeder Vorsorge 1 min Herztöne gehört, Fruchtwassergehalt ertastet und Kindslage, Gewicht geschätzt (beim 1. Kind deutlich genauer als der Ultraschall im Krankenhaus) und alles, was nötig war. Wenn etwas auffällig gewesen wäre, hätte ich dann ein CTG bekommen.

Vaginal untersuchen würde ich mich gar nicht lassen!! Jedenfalls nicht nach 34+0, denn danach macht es keinen Unterschied mehr.

L>ittnle-mitI-Laotxte


Eine Hebamme hat übrigens nienicht ein Doppler-US Gerät. Die hat so ein kleines Gerät zum Horchen, das mit US funktioniert. Ich glaub aber nicht, dass das besonders aussagekräftig ist.

Laut des internationalen NICE Standards ist das Dopton absolut ausreichend, da damit die wichtigen Parameter abgefragt werden (Oszillation, Frequenz) um ein eventuelles CTG (das keine Verbesserung des fetal/maternal outcome, sondern sogar eine Verschlechterung des maternal outcome bewirkt wenn nicht indiziert, vgl. NICE) zu indizieren oder eben nunnötig zu machen.

Jedenfalls bei einer gesunden Schwangerschaft :-).

DHinxa90


Hier wird oft drauf hingewiesen, was bei einer gesunden oder normal verlaufenden Schwangerschaft unnötig ist.

Nur wie stellt man ohne Kontrolle fest, wann aus einer normalen Schwangerschaft eine risikoreiche wird?

In einem anderen Faden hat es mal jemand treffend gesagt.

Komplikationen im Mutterleib kündigen sich nicht an!

Um alles auszuschließen bräuchte man natürlich eine 24h Überwachung, was ja unmöglich ist. Aber zumindest alle 2 Wochen finde ich sinnvoll.

Klar ist es mit Aufwand verbunden, aber nur so lassen sich eventuelle Komplikationen erkennen, gerade zum Ende der Schwangerschaft.

Möchte noch dazu sagen, dass ich aufgrund der eigenen Erfahrung (plötzlich sehr schlechte Herztöne ohne Vorankündigung und ohne erkennbaren Grund) natürlich übervorsichtig bin.

Bestimmt verlaufen auch die allermeisten Schwangerschaften ganz ohne CTG völlig normal und am Ende kommt ein gesundes Kind raus. Ich persönlich möchte nur nicht zu den 0,? Prozent gehören, bei denen durch die (zwei) wöchentliche Kontrolle etwas erkannt werden muss.

ABleonxor


Das stimmt natürlich. Bei der Bewertung ob eine Maßnahme sinnvoll ist und empfohlen wird spielt aber auch eine Rolle ob es da zu "Falschmeldungen" kommen kann, obwohl an sich alles ok ist.

Das kann bei CTGs halt auch passieren.

Deswegen gehört das andauernde CTG schreiben auch an und für sich nicht zu den empfohlenen Vorsorgemaßnahmen. Einfach weil empirisch gesehen der Nutzen nicht höher ist als der potentielle Schaden

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Schwangerschaft oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Kindermedizin · Säuglinge · Gynäkologie · Sexualität · Beziehungen · Kinderwunsch · Sternenkinder · Verhütung · Kinder nach Geburtsmonaten


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH