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Schwangerschaft - wo bleiben die positiven Gefühle?

Hhatsc1hePpsut_ hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

gleich vorweg, dieser Beitrag wird nicht politisch korrekt, sondern spiegelt meine Stimmung wider, ungefiltert und ich erhoffe mir Rat, was ich machen kann. Wenn sich jemand angegriffen fühlt, dann gleich als Disclaimer, es ist nicht meine Absicht.

Also, ich bin jetzt Ende vierter Monat. Während alle um mich herum ausflippen vor positiven Gefühlen, hänge ich gerade todtraurig auf der heimischen Couch und frage mich, wann ich endlich einmal Licht am Ende des Tunnels sehe. Es ist ein Wunschkind, wir haben bewusst die Verhütung weggelassen. Vielleicht fängt es da schon an: Ich war nie die Frau, der bei fremden Kindern sofort warm ums Herz wurde oder der Drang aufkam, selbst Kinder haben zu wollen. Mit fremden Kindern kann/konnte ich recht wenig anfangen (kann es immer noch nicht). Ich finde den Gedanken an eine Familie schön, er war mir wichtig, aber ich merkte auch, dass Familie immer eine Option in meinem Leben war.

Als ich schwanger war, wollte ich es gar nicht allen mitteilen. Ich wollte es für mich behalten, als meinen persönlichen Schutzraum. Ich hatte nie und habe absolut keine Lust, mich mit anderen über meine Schwangerschaft zu unterhalten. Ich meinem Freundeskreis sind gerade viele Mütter und - ganz ehrlich - das ganze Gerede über Kinder/Säuglinge nervt mich. Ich will die praktischen Dinge klären und das war es. Ich will keine App auf dem Handy, mich nicht stundenlang über Schwangerschaftsnebenwirkungen austauschen. Und als wir kürzlich die Schwangerschaft offiziell machten, war ich regelrecht genervt, als dann Kommentare kamen wie "Endlich", "Das haben wir euch soooo gewünscht" oder ähnliche Anmerkungen. Ja, ich hatte auch vorher ein schönes Leben und habe mit der Schwangerschaft keine neue, höherwertige Lebensstufe erklommen. Ich habe mich nur für eine andere Richtung im Leben entschieden.

Tja, und dann sind da die Nebenwirkungen. Ich habe vorher keine Medikamente geschluckt, jetzt muss ich es aufgrund gewisser auffälliger Werte. Renne von Arzt zu Arzt und fühle mich nicht mehr schwanger, ich fühle mich krank. Darüber hinaus kämpfe ich seit Anbeginn mit heftiger Übelkeit (ohne Übergeben), Müdigkeit, jetzt die dicke zweite Erkältung. Ich röchel wie ein Kettenraucher, huste, bis mir alles hochkommt und darf neben den Hausmittelchen nichts nehmen. Und als I-Tüpfelchen kann ich ab heute beim Husten meine Blase nicht mehr kontrollieren, sitze also mit Handtuch auf der Couch und fühle mich einfach nur sch... . Sport würde ich gerne machen, bin aber mit dieser ollen Übelkeit und den Erkältungen absolut nicht einsatzfähig. Ach ja, und mein Ischias hat auch ein Eigenleben entwickelt und es fühlt sich an, als trete mir einer in den Hintern.

Ja, und wenn dann aus dem Umfeld nur das Gegrinse und Sprüche wie "das ist es Wert", "Das vergeht" etc. kommen, will ich einfach nur die Leute anbrüllen. Himmel, was fehlt mir gerade mein altes Leben. Ich habe das Gefühl, dass mein Körper mir nicht mehr gehorcht, dass er nicht mehr funktioniert und jede Woche eine weitere negative Eigenschaft dazukommt. Ich fühle derzeit nichts Positives, bin zu allem distanziert, auch zu dem kleinen Wesen in meinem Bauch. Ja, ich will es nicht mehr hergeben, aber ich merke, dass ich Abstand halte, dass ich mich nicht freuen kann. Ich will es ja, fühle mich deswegen schlecht, mein Gewissen meldet sich lautstark, doch gerade sehe ich alles nur dunkel und negativ.

Habt ihr Tipps? Ich treffe diese Woche meine Hebamme, werde ich meine Gedanken mitteilen und vielleicht kann sie mir auch etwas weiterhelfen. Hattet ihr auch solche Phasen? Wie seid ihr rausgekommen?

Antworten
dgana@e87


:)_ Ich fand Schwanger-sein beide Male total scheiße. Echt richtig scheiße. Ich war froh als es rum war und das hat mich auch senkrecht gehalten, die Aussicht, dass es ein endlicher Zustand ist. BEckenbodentraining würde ich aber an deiner Stelle versuchen einzubauen, muss ja nichts übles sein, aber von wegen Entbindung und so wäre das sinnvoll, wenn du schon jetzt zur Inkontinenz neigst. frag da unbedingt die Hebamme nach. :)_

S2venjba 87


Schwangerschaft ist ein Ausnahmezustand des Körpers. Diese Nebenwirkungen sind so temporär wie die Schwangerschaft selbst. Nach der Geburt ist der Körper wieder normal.

Da musst Du jetzt halt durch. Kopf hoch. :)^

LG Svenja

L}oZlaxX5


Als ich schwanger war, wollte ich es gar nicht allen mitteilen. Ich wollte es für mich behalten, als meinen persönlichen Schutzraum. Ich hatte nie und habe absolut keine Lust, mich mit anderen über meine Schwangerschaft zu unterhalten. Ich meinem Freundeskreis sind gerade viele Mütter und - ganz ehrlich - das ganze Gerede über Kinder/Säuglinge nervt mich. Ich will die praktischen Dinge klären und das war es. Ich will keine App auf dem Handy, mich nicht stundenlang über Schwangerschaftsnebenwirkungen austauschen. Und als wir kürzlich die Schwangerschaft offiziell machten, war ich regelrecht genervt, als dann Kommentare kamen wie "Endlich", "Das haben wir euch soooo gewünscht" oder ähnliche Anmerkungen. Ja, ich hatte auch vorher ein schönes Leben und habe mit der Schwangerschaft keine neue, höherwertige Lebensstufe erklommen. Ich habe mich nur für eine andere Richtung im Leben entschieden.

:)^ Ich weiß nicht, ob's dir hilft, aber ich finde es super, wenn eine Frau das Thema Schwangerschaft nüchtern sieht und so wie du sogar unter Beweis stellt, dass man NICHT automatisch durch irgendein ominöses Diktat der Hormone zu einem doof-glücklichen "Honigkuchenpferd" mutiert. :)= ;-D

Ich wünsche dir, dass es dir bald besser geht! Aber wegen der nüchternen und vielleicht auch etwas distanzierten Haltung würde ich mir echt kein schlechtes Gewissen machen (oder einreden lassen)! *:)

Hab' übrigens kürzlich gelesen, dass das Vorhandensein von Schwangerschaftsübelkeit aus irgendwelchen Gründen die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt deutlich reduziert! Vielleicht findest du diesen Gedanken ja beruhigend, dass es wenigstens irgendwas gutes hat.

H,atsc4heps%ut_


Dass ich da durch muss - ja, das weiß ich. Ich habe nur das Gefühl, dass mein Umfeld so verstrahlt ist, dass die gar nicht hören wollen, wie ätzend ich das gerade alles finde. Und ich habe auch keine Lust, denen was vorzumachen, sie anzugrinsen und zu erzählen, wie toll alles ist. Danach ist mir nämlich nicht.

m1inNucQh|in


Ich war nie die Frau, der bei fremden Kindern sofort warm ums Herz wurde oder der Drang aufkam, selbst Kinder haben zu wollen. Mit fremden Kindern kann/konnte ich recht wenig anfangen (kann es immer noch nicht).

So geht es mir auch und ich bin nun seit einem Monat Mutter. Die Schwangerschaft war für mich total abstrakt, emotionslos, die Ultraschallbilder vom Arzt erschienen mir immer wie von einem anderen Kind. So eine richtige Bindung zu dem kleinen Wesen bekam ich erst nach der Geburt.

Mach dir keine Gedanken, deine Gefühle sind normal.

E$hemal+iger ANutzver (#2x82877)


Wegen der Erkältung: Das Immunsystem fährt ja runter (Kind besteht immerhin zu 50% aus Fremdmaterial, was eigentlich bekämpft gehört) und das macht einen anfälliger für Infekte.

Ich hatte auch eine richtig wüste Erkältung und hab dann irgendwann zu ACC gegriffen. Das ist laut Embryotox auch ok.

H7atscherpsuxt_


:)^ Ich weiß nicht, ob's dir hilft, aber ich finde es super, wenn eine Frau das Thema Schwangerschaft nüchtern sieht und so wie du sogar unter Beweis stellt, dass man NICHT automatisch durch irgendein ominöses Diktat der Hormone zu einem doof-glücklichen "Honigkuchenpferd" mutiert. :)= ;-D

Ich wünsche dir, dass es dir bald besser geht! Aber wegen der nüchternen und vielleicht auch etwas distanzierten Haltung würde ich mir echt kein schlechtes Gewissen machen (oder einreden lassen)! *:)

Hab' übrigens kürzlich gelesen, dass das Vorhandensein von Schwangerschaftsübelkeit aus irgendwelchen Gründen die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt deutlich reduziert! Vielleicht findest du diesen Gedanken ja beruhigend, dass es wenigstens irgendwas gutes hat.

Ich habe halt nur das Gefühl, dass ich da die einzige bin mit den Gefühlen. ":/ Ok, hier im Forum sehe ich, dass ich nicht völlig allein dastehe :). Andere schienen es sogar zu genießen, sich die Seele aus dem Leib zu kotzen, weil es einem höheren Zweck diente. Und ich stehe dann da, weiß gar nicht, was ich politisch korrekt antworten soll, um dem anderen nicht verbal vor das Schienbein zu treten.

Einen Babyladen habe ich auch noch nicht betreten und als eine Bekannte mir ihre Babywiege andrehen wollte, habe ich meinen Freund vorgeschickt, damit er höflich absagt. Und auf Fragen, wie groß denn mein Bauch geworden sei, antworte ich gar nicht - weil ich den auch nicht messe.

Ja, das mit der Übelkeit wurde mir auch gesagt. Das war auch etwas, an das ich mich geklammert habe, wenn meine "Seekrankheit" wieder begann und ich nicht wusste, ich mich hinlegen soll {:(

E`mmix92


Ja, und wenn dann aus dem Umfeld nur das Gegrinse und Sprüche wie "das ist es Wert", "Das vergeht" etc. kommen, will ich einfach nur die Leute anbrüllen.

Unbedingt. Könnte ich auch immer und mir geht es so per se echt gut.

Aber wenn mir dann mal leicht übel ist und jemand kommt mit "Freu dich doch!" dann gehe ich auch gern an die Decke. ;-D

Ich war nie die Frau, der bei fremden Kindern sofort warm ums Herz wurde oder der Drang aufkam, selbst Kinder haben zu wollen. Mit fremden Kindern kann/konnte ich recht wenig anfangen (kann es immer noch nicht)

Nein, ich auch nicht und ich bin sau froh, dass meine beste Freundin (bereits Zweifachmami) nicht groß über ihre Kids redet, wenn wir zusammen was unternehmen. Ich frage gerne mal und sie erzählt kurz, aber eben kurz und nicht 3 Stunden am Stück. Wir haben ja noch andere Themen. Sie ist auch sehr froh, dass ich sie in erster Linie lieber ohne Kinder da haben möchte, einfach weil sie selber sagt, dass es ihr gut tut mal ab und zu rauszukommen. Nur Kinder geht ja auch nicht. ;-)


Da es mir nicht schlecht geht, empfinde ich die Schwangerschaft bis jetzt (bin 18+5) als nichts Negatives, allerdings auch nicht als ganz tolles Ding. Ich bin ständig müde und unmotiviert. Das tut nicht weh, nervt nur etwas. Mein Mann hat da zum Glück Verständnis für und freut sich einfach für uns beide zusammen. Das ist echt niedlich. x:)

HgatsPchepsxut_


@ Minuchin

Ja, das ist wie Alien-Gucken ;-D Ich bekomme den Bezug auch nicht hin zwischen dem Wesen, das vor sich hinwackelt beim Ultraschall und meinem Bauch. Mein Freund schlug vor, Ultraschallbilder an meine Eltern zu schicken, das habe ich vehement abgelehnt. Ich war auch immer irritiert, wenn Bekannte/Freunde mir ihre US-Bilder hinhielten.

@ Aleneor

ACC steht bei mir auch noch auf meiner Liste, wenn der jetzige Saft nicht hilft. Ich bin mir nicht sicher, weil ich ASS nehme, aber dann muss ich da noch einmal meinen Arzt fragen. Auch immer schön, Frauenarzt sagt das oder gar nichts, Hausarzt sagt dies und Apotheker/in will gar nichts rausrücken von den Empfehlungen. Komme mir vor wie der letzte Depp dann jedes Mal.

_)delitlaxh_


Ich wurde letztes Jahr ungeplant schwanger und obwohl ich mir generell immer Kinder gewünscht habe, ging es mir eine Weile (wenn wahrscheinlich auch aus anderen Gründen) ähnlich wie dir. Mein Umfeld hat sich gefreut und ich war irgendwie so distanziert zu dem kleinen Mann in mir, hab mich manchmal sogar gefragt, wie es wohl wäre wenn die Schwangerschaft nicht intakt wäre, ich wieder mein "altes Leben" hätte etc. Wie du sagst, man hat wegen seinen Gedanken ein schlechtes Gewissen, ich hab mich auch gefragt ob das Baby spürt dass ich noch nicht so die Verbindung zu ihm habe, oft gestresst oder traurig bin...und dann war mein Gewissen noch schlechter. Körperlich ging es mir gottseidank immer recht gut bis auf Zipperlein wie Ischias und Co., bzw. die letzten Wochen (und ich durfte den Kleinen dann bis zur 42. Woche mit mir herumtragen, er wollte lieber noch im gemütlichen Bauch bleiben ;-), aber ich kann mir vorstellen, dass körperliche Beschwerden natürlich noch zusätzlich die Stimmung drücken.

Ich muss zugeben, ich hatte bis zum Ende immer mal wieder so Phasen, ich konnte mir auch einfach nicht vorstellen, wie das "neue Leben" so aussieht, wie es mir gehen wird, wie man sich als Paar verändert...alles war so neu und ich bin jemand, der sich mit Veränderungen und neuen Dingen immer recht schwer tut. ;-) Mir hat geholfen, die Gedanekn irgendwann einfach anzunehmen, zu akzeptieren dass sie da sind und nicht mehr dagegen "anzukämpfen" oder mein Gewissen zu sehr damit zu belasten. Wenn es mir schlecht ging oder ich gegrübelt hab, hab ich auch mal mit meinem Partner oder meiner Schwester darüber geredet, ansonsten versucht mir was Gutes zu tun und mir zu sagen, dass diese Phase auch wieder vorbeigeht.

Jetzt ist der kleine Mann fast 5 Monate und es ist einfach toll, er ist ein sehr aktives Baby, aber es macht trotz aller Anstrengung wahnsinnig viel Spaß und sämtliche Bedenken in der Schwangerschaft hinsichtlich meiner Bindung zu ihm etc. sind dahin. Ich glaube, ich konnte all das einfach erst richtig annehmen, als er dann auf der Welt war, vorher war das Thema "Baby" und die damit verbundenen Veränderungen vielleicht einfach noch zu wenig greifbar.

Also wäre mein Tipp - versuch, dich zu entspannen, auch wenn es schwer fällt und den negativen Gedanken nicht zuviel Raum zu geben bzw. sie anzunehmen und nicht dagegen anzukämpfen. Mit deiner Hebamme sprechen finde ich, ist auch eine gute Idee. Und wenn es zu schlimm werden sollte, gibt es auch gute Beratungsstellen, wo man sich mal mitteilen und sich Hilfe holen kann.

Alles Liebe dir weiterhin für deine Schwangerschaft!

:)*

L3olaXx5


Und ich stehe dann da, weiß gar nicht, was ich politisch korrekt antworten soll, um dem anderen nicht verbal vor das Schienbein zu treten.

Ich bin ja an sich sehr für politische Korrektheit. Aber diese völlig überzogene Mutterschafts- und Schwangerschaftsideologie, die heute so gängig ist, würde ich persönlich nicht als "schützenswert" einstufen. ;-) Sogar im Gegenteil: Ich bin dafür, aktiv dagegen aufzutreten. Warum solltest du den Honigkuchenpferd-Vertretern die Deutungshoheit überlassen?! Deine Gefühle sind genauso legitim wie deren Gefühle.

Wenn du Lust auf einen verbalen Tritt vor's Schienbein hast, ist das 1. nur Notwehr und 2. meiner Meinung nach ein wertvoller Beitrag zur Klischeebekämpfung... Also nimm dir doch einfach die Freiheit!

H,atsch1epsuxt_


@ Emmi92

Mein Mann hat da zum Glück Verständnis für und freut sich einfach für uns beide zusammen. Das ist echt niedlich. x:)

Mein Freund ist gerade echt hart im Nehmen und da bin ich sehr dankbar für (habe mich heute auch rausgeschleppt und ihm ein Blümchen besorgt - das war ein Kampf). Erst letztens habe ich ihn angepault beim Thema Urlaub. Als er meinte "das können wir dann doch alles auch zu dritt machen" bin ich halb ausgeflippt, weil ich das Gefühl hatte, dass überhaupt nicht mehr mit mir als "Einzahl" geplant wird, sondern nur noch als - wie habe ich es genannt - als "Brutkasten". Und als wir dann zu zweit jetzt den Urlaub gebucht haben, wurde ich wieder ein wenig emotional, es kommt mir vor wie eine Abschiedstournee. Denn ich weiß, dass ich solche Urlaube mit dieser Unabhängigkeit so schnell nicht mehr machen kann.

@ Delilah

Ich muss zugeben, ich hatte bis zum Ende immer mal wieder so Phasen, ich konnte mir auch einfach nicht vorstellen, wie das "neue Leben" so aussieht, wie es mir gehen wird, wie man sich als Paar verändert...alles war so neu und ich bin jemand, der sich mit Veränderungen und neuen Dingen immer recht schwer tut. ;-) Mir hat geholfen, die Gedanekn irgendwann einfach anzunehmen, zu akzeptieren dass sie da sind und nicht mehr dagegen "anzukämpfen" oder mein Gewissen zu sehr damit zu belasten. Wenn es mir schlecht ging oder ich gegrübelt hab, hab ich auch mal mit meinem Partner oder meiner Schwester darüber geredet, ansonsten versucht mir was Gutes zu tun und mir zu sagen, dass diese Phase auch wieder vorbeigeht.

Das ist bei mir definitiv auch ein großes, sehr großes Problem. Es fängt schon an mit Elternzeit und wie geht es danach weiter. Auf einmal wird alles anders und ich habe keine Ahnung, wie. Ich habe immer gerne gearbeitet, auch viel gearbeitet, und mir ist klar, dass sich das ändern wird. Und damit tue ich mich gerade schwer - weil ich eben auch noch nicht den Bezug habe. Vielleicht sollte ich mir auch öfter etwas Gutes tun. Ok, gerade ist das Höchste der Gefühle der frische Ingwertee, aber wenn ich wieder fitter bin, sollte ich das mal angehen. Problem ist bisher gewesen, dass mir in den Einkaufspassagen immer speiübel wegen der Gerüche wurde und ich ganz ungewohnt meinen Freund praktisch rausgezogen habe. Der war ganz erstaunt ]:D

@ LolaX5

Bei meinem Freund bin ich tatsächlich immer hemmungslos ehrlich, was mir manchmal auch wieder Leid tut. Als er die US-Bilder rumschicken wollte, wurde ich recht deutlich und auch, wenn ich das Gefühl habe, dass irgendwie nicht mehr ich als Einzelperson wahrgenommen werde, sondern nur noch als "Wir", werde ich pampig. Er meint es nicht böse, aber es nervt mich bombastisch.

gCr<etca_


Mir ging es auch in den Schwangerschaften überwiegend schlecht. Ich hab mich immer zu Babys und KIndern hingezogen gefühlt, aber darum geht es gar nicht. Mir war auch ewig übel und ich habe unter den Veränderungen meines Körpers gelitten. Ich will dir nur sagen, dass das nichts mit deiner Beziehung zum Kind zu tun hat. Ich liebe meine KInder (heute 5 un 8) abgöttisch und wir haben eine gute Beziehung. Trotzdem habe ich fast jede Minute der Schwangerschaften als Qual empfunden. Ich kann dir nur sagen: Es geht vorbei, auch wenn es nicht so scheint. Das mit dem Husten und der Blase ist normal, hatte ich auch, ist wieder weg. Was die Übelkeit betrifft, hat die bei mir immer erst nach dem 4. Monat aufgehört. Ich hab mich auch die meiste Zeit krank gefühlt. Mich haben die Sprüche "das ist es wert" zu Tode genervt, aber jetzt, wo ich es hinter mir habe, weiß ich, dass es stimmt. Versuch, dir alles Gute zu tun, was du kannst, und nimm deine Gefühlslage bzw. die Beschwerden nicht so schwer. Mach dir auf jeden Fall keine Sorgen, manche Frauen empfinden es genauso, und das ist alles irgendwann vorbei.

dbaOnaea8x7


Du bist nun im vierten Monat oder? Irgendwann demnächst wird es hoffentlich besser mit der Übelkeit. Mir hat ja aufraffen und Miniportionen vor dem seeehr langsamen Aufstehen. Je mehr Raum ich der Übelkeit und dem Schonen gegeben habe, desto schlimmer wurde es, auch psychisch weil ich mich mehr und mehr gefesselt gefühlt habe. Ich kann also nur empfehlen sich rauszukämpfen, auch wenn es nur für ein paar Minuten ist.

Den Bezug zwischen Bildern und Kind im Bauch hab ich kaum richtig hinbekommen, die Bewegungen die ich aber ja irgendwann spüren konnte, DIE waren sehr eindrücklich.

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