Shemale beides?

13.09.05  22:33

Hallo,ich weis über das Thema wurde schon diskutiert.

Habe mal einen Film gesehen wo eine(r) Shemale beides hatte:

Einen Schwanz und eine vollausgebildete Muschi.Da haben sich 2 vergnügt und auch noch abgesprizt.Gibts sowas überhaupt?

Wenn ja,dann hätte ich ja beides.Ich bin bi veranlagt.Einen Schwanz zum blasen und eine Muschi zum ficken,das wäre ideal!

Gruß Charly

C_harlwy0x1

14.09.05  01:54

ne...

...wenn jemand beides hat, ist es keine shemale / transsexuelle(r)

Transsexuelle sind Menschen die fuehlen sich in ihrem Koerper nicht wohl.. zb welche die als Mann geboren sind, sich aber wie Frau fuehlen.. Meist faengt es dann im Teenager Alter an, wenn sie zu Transvestiten werden und sich Frauenklamotten, Schminke usw anziehen... sich am ganzen Korper rasieren etc.

Spaeter lassen sich viele dann sogar operativ die Brueste vergroessern oder nehmen Hormone. Sie haben also in diesem Beispiel einen Penis und halt Brueste... zur vollstaendigen Transformation kommt es dann bei einem eher geringem Teil zur letzten OP wo der Penis und die Hoden entfernt und die Haut des Hodensacks in eine Art Scheide umgewandelt werden.

Natuerlich gibts diese Art von Transsexuellen auch andersrum.. also Frauen die sich als Maenner fuehlen.

Wenn sie allerdings beides haben, wie du es gesehen hast (Penis und Muschi) dann sind es Hermaphroditen, bei denen von Geburt aus beide Geschlechtsteile stark entwickelt sind.

Hoffe das hilft dir weiter... ;-)

dZer6 Joxe

14.09.05  09:35

Vielen Dank Joe,für den ausführlichen Artikel.

Charly

CCha rlyt0x1

16.09.05  07:56

Shemale

Der Ausdruck "Shemale" (von englisch: she = sie + male = männlich) bezieht sich auf transsexuelle Männer, die einen weiblichen Busen durch Hormonersatztherapie und/oder durch eine Brust-OP bekommen haben und andere sekundäre weibliche Geschlechtsmerkmale aufweisen, aber sich noch nicht einer Genitalienoperation unterzogen haben und somit noch einen Penis besitzen.

Viele Transsexuelle fühlen sich durch diesen Ausdruck beleidigt; sie mögen diesen Ausdruck wegen eines oder aller der folgenden Gründe nicht:

- wegen der Assoziation mit der Sex-Industrie, wie Pornographie, Escort-Service und der Sexpartyszene

- weil viele Transsexuelle, die sich nicht der vollständigen Geschlechtsumwandlung unterzogen haben, es noch vorhaben zu tun

- weil ihre Geschlechtsidentität weiblich ist und nicht männlich und sie sich auch nicht halbweiblich fühlen

Trotzdem gibt es auch andere Transsexuelle, die sich niemals der Genitaloperation unterziehen, selbst wenn sie es sich leisten können, oder akzeptieren ihre Genitalien, weil sie die Operation als nicht notwendig für ihre individuelle Geschlechtsumwandlung erachten. Manche Transsexuelle sagen, dass sie die Genitalien bevorzugen, mit denen sie geboren wurden.

Der Ausdruck "Shemale" wird (neben "Tranny") häufig (aber nicht ausschließlich) in der Pornographie und der Sex-Industrie verwendet; Videos und Zeitschriften, in denen solche Menschen auftreten, sind ein häufiges Unter-Genre der Pornographie. Abschätzig verwendet, kann dieses Wort jedoch ein übles Schimpfwort darstellen.

AAlek`sej h(m, x21)

16.09.05  07:58

Hermaphroditismus

In der Botanik wird der Begriff Hermaphroditismus (auch: Zwittertum) verwendet, um Blüten zu beschreiben, die sowohl männliche, also pollenproduzierende, Staubblätter als auch weibliche, also samenproduzierende, Fruchtblätter haben. Andere Bezeichnungen für diesen Zustand sind "bisexuell" (zweigeschlechtlich) oder "perfekt" (vollkommen). Hermaphroditismus ist bei Pflanzen weitaus komplexer als bei Tieren, da Pflanzen hermaphroditische Blüten haben können, wie eben beschrieben, oder aber unisexuelle (eingeschlechtliche) Blüten, wobei sich sowohl männliche als auch weibliche Blüten an ein und der selben Pflanze befinden, was dann eine nähere Analogie zum Hermaphroditismus bei Tieren wäre.

In der Zoologie ist ein Hermaphrodit (auch: Zwitter) ein Organismus einer Spezies, dessen Individuen sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsorgane besitzen. In den meisten Spezies ist Hermaphroditismus normaler Bestandteil des Lebenszyklus. Allgemein erscheint Hermaphroditismus bei den wirbellosen Tieren, obwohl er auch bei einer großen Zahl von Fischarten und seltener auch bei anderen Wirbeltieren auftaucht. Dabei gibt es drei Formen:

1.) der sequenzielle Hermaphroditismus, wobei das Tier als Weibchen (bzw. Männchen) geboren wird und im Laufe des Lebens das Geschlecht wechselt (z.B. um die Fortpflanzungschancen zu erhöhen, weil aufgrund eines Geschlechterungleichgewichts die Partnersuche erschwert wird).

2.) Der simultane (oder synchrone) Hermaphroditismus, wobei das Tier sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsorgane besitzt, die beide voll funktionsfähig sind. (Normalerweise tritt dabei aber keine Selbstbefruchtung auf, die bei Pflanzen hingegen nichts Ungewöhnliches ist.)

3.) Die gonadale Dysgenese: eine Form der Intersexualität, früher als echter (oder wahrer) Hermaphroditismus bezeichnet, der bei ungefähr einem Prozent der Säugetiere (den Menschen eingeschlossen) vorkommt, wobei es zwar nicht ausgeschlossen aber sehr selten ist, dass beide Geschlechtsorgane voll funktionsfähig sind. In vielen Fällen (in den westlichen Industrienationen in so gut wie 100% der Fälle) werden diese Erscheinungen medizinisch (teilweise nur durch kosmetische Chirurgie) geändert, um dem betreffenden Individuum eine eindeutige sexuelle Identität zu geben.

Der Begriff "Hermaphrodit" wurde historisch verwendet, um Personen mit zweideutigen Genitalien oder unklarem biologischen Geschlecht zu beschreiben. Der breitere Begriff "intersexuell" wird oft von vielen solcher Individuen und medizinischen Fachleuten gebraucht.

Der Ausdruck "Hermaphrodit" stammt von Hermaphroditus, dem Sohn des Hermes und der Aphrodite in der griechischen Mythologie, der mit einer Nymphe verschmolzen wurde und deshalb in einem Wesen Merkmale beider Geschlechter vereinigte. Somit war Hermaphroditus nach der modernen Terminologie ein simultaner Hermaphrodit. Die mythologische Figur des Tiresias, der sowohl in der Ödipus-Sage als auch in der Odyssee vorkommt, war ein sequenzieller Hermaphrodit, da er durch die Götter von einem Mann in eine Frau und zurück verwandelt wurde.

AUlek"sej (/m, x21)

16.09.05  08:00

Intersexualität

Eine intersexuelle Person (oder ein intersexuelles Tier einer unisexuellen Spezies) ist jemand der mit Genitalien und/oder sekundären sexuellen Geschlechtsmerkmalen beider Geschlechter geboren wurde oder bei dem Merkmale beider Geschlechter kombiniert sind. (Die Ausdrücke Zwitter, Hermaphrodit oder Pseudohermaphrodit, die früher in Gebrauch waren, werden heute als herabsetzend und inakkurat angesehen und nicht mehr verwendet, um von einer intersexuellen Person zu sprechen.) Manchmal wird der Begriff "uneindeutige Genitalien" gebraucht.

Nach den höchsten Schätzungen weist ein Prozent der Lebendgeburten beim Menschen einen gewissen Grad von sexueller Zweideutigkeit auf, wobei zwischen 0,1% und 0,2% der Lebendgeburten sexuell uneindeutig genug sind um der Aufmerksamkeit medizinischer Spezialisten zu bedürfen, chirurgische Eingriffe, um die sexuelle Zweideutigkeit zu verbergen, eingeschlossen. Andere Schätzungen gehen bei dem Auftreten echter Intersexualität von weit niedrigeren Zahlen um die 0,018% aus.

Während der normalen Entwicklung des Fötus löst die Anwesenheit des SRY-Gens die Entwicklung der Keimdrüsen (Gonaden) zu den Hoden (Testikeln) aus; die Abwesenheit dieses Gens erlaubt ihnen, sich in Eierstöcke (Ovarien) weiterzuentwickeln. Danach wird die Ausbildung der inneren Fortpflanzungsorgane und der äußeren Genitalien durch Hormone, die von den Keimdrüsen des Fötus (also von den Eierstöcken oder den Hoden) produziert werden, und der Reaktion der Zellen darauf, gesteuert. Das erste Auftauchen der Fötusgenitalien (wenige Wochen nach der Befruchtung) ist im Grunde weiblich: ein Paar urogenitaler Falten mit einer kleinen Beule in der Mitte und die Harnröhre hinter der Beule. Hat der Fötus Hoden und produzieren diese Hoden Testosteron und reagieren die Zellen der Genitalien auf das Testosteron, so schwellen die äußeren urogenitalen Falten an und wachsen längs der Mittellinie zusammen, um den Hodensack (das Scrotum) auszubilden. Die Beule wird größer und länger, um den Penis (auch Glied genannt) zu formen, wobei die inneren urogenitalen Schwellungen weiter anschwellen, sich um den Penis legen und längs der Mittellinie zusammenwachsen und dort die Harnröhre ausbilden.

Weil es Variationen in all diesen Prozessen gibt, kann ein Kind mit einer sexuellen Anatomie geboren werden, die entweder typisch weiblich ist oder weiblich in der Erscheinung, jedoch mit einer Clitoris (auch Kitzler genannt), die größer als der Durchschnitt ist; oder mit einer sexuellen Anatomie, die entweder typisch männlich ist oder männlich in der Erscheinung, jedoch mit einem Penis, der kleiner als der Durchschnitt und entlang der Unterseite noch offen ist. Die Erscheinung kann ziemlich uneindeutig sein und sowohl als weibliche Genitalien mit einer sehr großen Clitoris und teilweise zusammengewachsenen Schamlippen als auch als männliche Genitalien mit einem sehr kleinen Penis, der längs der Mittellinie komplett offen (hypospadisch) ist, und einem leeren Hodensack beschrieben werden.

Es gibt dutzende benannte medizinische Umstände, die zu einer intersexuellen Anatomie führen können. Die Fruchtbarkeit ist sehr unterschiedlich. Die Unterscheidungen "männlicher Pseudohermaphrodit", "weiblicher Pseudohermaphrodit" und insbesondere "echter Hermaphrodit" sind Überbleibsel des Denkens des 19. Jahrhunderts, das das wahre Geschlecht in der Histologie (dem mikroskopischen Erscheinungsbild) der Keimdrüsen manifestiert glaubte.

Die allgemeine Gewohnheit im späten 20. und im 21. Jahrhundert, die die Rolle der Geschlechtschromosomen über alle anderen Faktoren stellt, wenn es das Geschlecht zu bestimmen gilt, kann als Analogon zu der älteren Gewohnheit, das wahre Geschlecht in den Keimdrüsen zu finden, angesehen werden. Obwohl die Schulbiologie lehrt, dass Männer ein X- und ein Y-Chromosom und Frauen zwei X-Chromosomen haben, gibt es tatsächlich noch ein paar andere Kombinationen, wie zum Beispiel XO, XXX, XXY, XYY, XO/XY, XX-männlich und XY-weiblich, und es gibt viele Individuen, die nicht den typischen Mustern folgen (zu nennen sind Fälle mit vier oder sogar noch mehr Geschlechtschromosomen).

Somit kann gesagt werden, dass die Menschen heutzutage eher auf die Geschlechtschromosomen schauen als zum Beispiel die Histologie der Keimdrüsen. Jedenfalls ist die Biologie des Geschlechts weitaus komplizierter als nur XX und XY. Jede Menge Kriterien wurden vorgeschlagen und es herrscht noch immer keine Einigkeit unter den Forschern.

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16.09.05  08:01

Biologische Ursachen für Intersexualität

Typisch männliche Individuen haben die Geschlechtschromosomen XY und typisch weibliche Individuen XX. Eine biologische Definition eines männlichen Kindes ist das Vorhandensein eines Y-Chromosoms. Diese Definition wurde manchmal zur Geschlechtsbestimmung bei Sportveranstaltungen verwendet, hat aber für viel Verwirrung gesorgt, weil es nicht immer passte.

Der häufigste Grund sexueller Zweideutigkeit ist die congenitale adrenale Hyperplasie, eine endokrine Fehlfunktion, bei der die Nebennierendrüse (adrenale Glands) abnormal hohe Mengen männlicher Hormone produziert. In genetisch weiblichen Individuen führt das zu einer Erscheinung, die leicht vermännlicht (große Clitoris) bis fast männlich ausfallen kann.

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16.09.05  08:02

In vielen Fällen sind Individuen weder XX noch XY:

— Das Vorhandensein eines oder zweier zusätzlicher X-Chromosomen bei einem Mann (XXY oder XXXY) kann das Klinefelter-Syndrom auslösen. Solche Männer haben einen eher jungenhaften oder sogar fraulichen Körper.

— Das Vorhandensein lediglich eines einzelnen X-Chromosoms (XO) wird Turner-Syndrom genannt. Es zeichnet sich durch eine fehlende oder unvollständige Entwicklung bestimmter primärer und sekundärer weiblicher Geschlechtsmerkmale aus und wird mit einer Reihe von medizinischen Problemen in Verbindung gebracht.

— Geschlechtschromosomaler Mosaizismus (von "Mosaik"), also das Vorhandensein zweier oder mehrerer genetisch verschiedener Zelllinien, kann Ursache sein für etwas, das früher einmal "echter Hermaphroditismus" genannt wurde, das gleichzeitige Vorhandensein männlicher und weiblicher Geschlechtsorgane bei einem Individuum. Geschlechtschromosomaler Mosaizismus tritt auf, wenn zwei (oder auch mehrere) befruchtete Eizellen, aus denen normalerweise zweieiige Zwillinge (oder Mehrlinge) geworden wären, zu einem einzigen Individuum verschmelzen (quasi das Gegenteil der Entstehung eineiiger Zwillinge). Sind beide Eizellen gleichen Geschlechts, tritt natürlich keine Intersexualität auf, es kann aber sein, dass sich zum Beispiel die Zelllinien für den Lymphkreislauf von denen für den Blutkreislauf unterscheiden. Bei Gentests kommen dann unterschiedliche Ergebnisse heraus, je nachdem, ob eine Blutprobe, eine Speichelprobe oder eine Spermaprobe genommen wird.

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16.09.05  08:02

Einer der häufigsten Fälle

ist ein Fötus mit XY-Chromosomen, aus dem sich aber aus irgendeinem Grund kein fruchtbares männliches Kind entwickelt. In den folgenden Fällen erhält das Kind ein äußerlich männliches Erscheinungsbild:

— Swyer-Syndrom: defekter TDF (testis-determining factor; männlichkeitsbestimmender Faktor) wegen Fehlers im SRY-Gen auf dem Y-Chromosom; Folge: die Hoden bilden sich nicht aus, kein Testosteron wird produziert, das Individuum hat (obwohl genetisch männlich) weibliche Geschlechtsorgane.

— Anhaltendes Mullerian-Kanal-Syndrom: das Kind hat einen Uterus (Gebärmutter) und Eileiter weil das Y-Chromosom keinen MIF (Mullerian inhibiting factor; Mullerian hemmenden Faktor) produziert.

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16.09.05  08:03

Die folgenden XY-Fälle führen zu Intersexualität:

— Androgen-Insensitivitäts-Syndrom. Die Individuen entwickeln sich entweder teilweise oder ganz zu Frauen, da ihre Körper nicht auf das Testosteron ansprechen. Im Fall der vollständigen Androgen-Insensitivität reagieren ihre Körpergewebe total unempfindlich auf Androgen und sie entwickeln sich zu Frauen mit normalen weiblichen äußeren Geschlechtsorganen. Dennoch entwickeln sie keinen Uterus oder Eileiter, da ihre Hoden MIF produzieren. In der Pubertät entwickelt sich der Busen, wenn ihre Hoden Östrogen auszuschütten beginnen (sowohl Hoden als auch Eierstöcke produzieren beide Geschlechtshormone – Testosteron und Östrogen –, nur das Verhältnis unterscheidet sich bei normal entwickelten Vertretern der Geschlechter, da es durch die unterschiedlichen Faktoren der Geschlechtschromosomen reguliert wird). Menstruation tritt bei diesen Individuen nicht auf, da sie keinen Uterus haben. Die Körpergewebe von Individuen mit teilweiser Androgen-Insensitivität hingegen haben eine Teilempfindlichkeit auf Testosteron, die aber geringer ist verglichen mit der männlichen Norm. Diese Individuen können entweder eine männliche äußere Anatomie oder eine weibliche äußere Anatomie oder eine Kombination entwickeln, abhängig vom Grade der Insensitivität.

— 5-alpha-Reduktase-Mangel. Unter dieser Bedingung haben die Individuen sowohl Hoden als auch eine Vagina und Schamlippen, aber mit einem kleinen Penis, der zu einer Ejakulation fähig ist, anstelle einer Clitoris (dieser Penis scheint jedoch zum Zeitpunkt der Geburt eine Clitoris zu sein). Diese Individuen werden normalerweise als Mädchen großgezogen. Kommen sie aber in die Pubertät, senken sich ihre Hoden, verlassen die Bauchhöle und befinden sich dann knapp oberhalb der Stelle, wo eigentlich der Hodensack wäre, und beginnen mit der verstärkten Testosteronproduktion, was zur Folge hat, dass die Individuen eine tiefere Stimme bekommen, ein männliches Erscheinungsbild erhalten und deswegen meistens eine männliche sexuelle Identität entwickeln. Der Bartwuchs ist bei diesen Individuen jedoch nur sehr minimal ausgeprägt. Der Anteil dieser Personen ist geographisch sehr verschieden.

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16.09.05  08:04

Sind Feten im Mutterleib stark Androgenen ausgesetzt,

kann das zu Intersexualität bei XX-Individuen führen:

— Congenitale adrenale Hyperplasie: weibliche innere Anatomie, aber zweideutige oder männliche äußere Genitalien; Entwicklung männlicher sekundärer Geschlechtsmerkmale.

— progestinbedingte Vermännlichung: In diesem Fall werden die männlichen Hormone durch Progestin verursacht. Progestin ist ein Medikament, das in den 1950er und 60er Jahren verwendet wurde, um Fehlgeburten zu verhindern. Betroffene Individuen weisen eine innere und äußerliche weibliche Anatomie auf. Sie entwickeln aber manche männliche sekundäre Geschlechtsmerkmale und haben häufig ungewöhnlich große Kitzler.

Ein ähnliches Phänomen taucht bei Kühen auf, die zweieiige Zwillinge zur Welt bringen, bei denen einer männlich und einer weiblich ist. Weil (anders als beim Menschen, wo Fötus und Mutter eigene Blutkreisläufe haben) solche Zwillinge Hormone über die Blutbahnen der Plazenta (auch Mutterkuchen genannt) mit der Mutter austauschen, gelangen männliche Hormone des Stierfötus in das Gehirn des Kuhfötus und vermännlichen es. Das Resultat ist ein "Freemartin" (unkonventionelles Kalb), eine Kuh die möglicherweise versucht, andere Kühe zu besteigen, wie es Stiere tun.

Bei dem XX-männlich-Syndrom (auch de-la-Chapelle-Syndrom genannt) ist das betroffene Kind normalerweise phänotypisch normal männlich, aber ohne Spermienproduktion. Dieses Syndrom ist manchmal die Folge eines abnormalen Austauschs der SRY-Region eines Y-Chromosoms mit einer Region des X-Chromosoms.

ASlekDsej (xm, 21)

16.09.05  08:05

Chimärismus

Laut dem New England Journal of Medicine, Vol. 338, S. 166, haben Ärzte des Western General Hospital in Edinburgh (Schottland) über ein Kind mit einem Penis, einem Hoden und einem Eierstock mit Eileiter anstelle des zweiten Hodens berichtet. Einige der Körperzellen dieses Kindes sind XY (also männlich), andere sind XX (also weiblich). Das Kind wurde bei einer In-Vitro-Fertilisation gezeugt, und es ist wahrscheinlich, dass zwei Embryonen, ein männlichee und ein weiblicher, zu einem verschmolzen, bevor oder kurz nachdem Embryonen in den Uterus der Mutter eingepflanzt wurden.

Dieser Fall, bei dem mehr als eine Art von Zelllinien mit unterschiedlichen Chromosomengruppen den Körper bilden, ist als Chimärismus bekannt. Diese Art des tetraploiden Chimärismus kann auch auf natürliche Weise auftreten, wie schon weiter oben beschrieben (siehe dazu auch New England Journal of Medicine, Vol. 346, S. 1545).

A~lenkseHj (m,9 21x)

16.09.05  08:06

Umgang der Gesellschaft mit Intersexuellen

Intersexuelle Individuen werden von unterschiedlichen Kulturen unterschiedlich behandelt. In manchen Kulturen werden Intersexuelle in die gesellschaftliche Rolle eines "dritten Geschlechts" oder in geschlechter-vermischende Rollen zusammen mit anderen intersexuellen Individuen eingeführt. In den meisten Gesellschaften wurde und wird von intersexuellen Individuen erwartet ein Geschlecht auszuwählen und sich entsprechend dieser Geschlechterrolle zu verhalten.

Seit dem Aufstieg der modernen medizinischen Wissenschaft in den westlichen Gesellschaften werden die Genitalien Intersexueller mit zweideutigen äußeren Genitalien chirurgisch modifiziert, um entweder männlichen oder weiblichen Genitalien zu gleichen. Aber es gibt lauter werdende Rufe nach Beachtung der vielen Grade von Intersexualität, die gesundheitlich unbedenkliche Varianten darstellen und somit nicht chirurgisch korrigiert werden sollten. Einige haben die übliche westliche Praxis der Durchführung korrektiver Chirurgie an den Genitalien Intersexueller als Äquivalent der weiblichen Genitalverstümmelung in Afrika angegriffen. Trotz der Angriffe auf diese Praxis wird sie immer noch von den meisten Medizinern unterstützt. Andere haben behauptet, dass die Debatte über dritte Geschlechter eine ideologische Agenda darstellt, die das Geschlecht als gesellschaftliches Konstrukt verhöhnt, während sie glauben das Geschlecht sei eine biologische Realität.

Korrektive Chirurgie ist im Allgemeinen nicht notwendig, um das Leben oder die Gesundheit der betroffenen Personen zu schützen, sondern dient lediglich ästhetischen oder gesellschaftlichen Zwecken. Sie kann zu negativen Konsequenzen für die sexuelle Funktion im späteren Leben führen, was ohne die Operation hätte verhindert werden können; in anderen Fällen werden freilich negative Konsequenzen durch die Operation verhindert. Verteidiger dieser Praxis argumentieren damit, dass es für die Individuen notwendig ist, eindeutig als männlich oder weiblich identifiziert zu werden, damit sie in der Gesellschaft funktionieren können. Die meisten intersexuellen Individuen jedenfalls haben im Nachhinein den Ärzten die medizinische Intervention übel genommen und manche waren so unzufrieden mit dem ihnen durch die Operation zugewiesenen Geschlecht, dass sie sich in ihrem späteren Leben zu einer sexuellen Wiederherstellungsoperation entschlossen.

Die Schriftstellerin Anne Fausto-Sterling prägte die Wörter "herm" (für Hermaphrodit), "merm" (für eine intersexuelle Person, die am ehesten einer männlichen Person gleicht) und "ferm" (für eine intersexuelle Person, die am ehesten einer weiblichen Person gleicht) und schlug vor, dass diese als Geschlechter, gleichberechtigt neben männlich und weiblich, angesehen werden sollen. Die Verwendung dieser Wörter war jedoch nur ironisch; sie tritt nicht mehr für diese Ausdrücke ein, noch nicht einmal als rethorisches Mittel.

ABleksejV (m, 2x1)

16.09.05  17:59

Das Besteigen der Kühe

hat nichts mit Intersexualität zu tun.

Es geschieht, wenn in der Herde eine Kuh empfängnisbereit ist, aber kein Stier verfügbar ist. Bestiegen wird die empfängnisbereite Kuh von einer anderen (dominanten) Kuh.

In meiner Jugend, als noch keine künstliche Besamung üblich war, wurde diese Kuh noch am gleichen Tag dem (gekörten) Zuchtstier zugeführt. Heutzutage wird der Tierarzt angerufen.

Ansonsten hat Aleksej gut abgeschrieben.

nFa7rk+oxs

03.01.06  17:17

@ narkos:

Ja, das hat in der Tat nicht direkt mit Intersexualität zu tun. Darum sprach ich ja auch lediglich von "einem ähnlichen Phänomen":

Sind Feten im Mutterleib stark Androgenen ausgesetzt,

kann das zu Intersexualität bei XX-Individuen führen:

— Congenitale adrenale Hyperplasie: weibliche innere Anatomie, aber zweideutige oder männliche äußere Genitalien; Entwicklung männlicher sekundärer Geschlechtsmerkmale.

— progestinbedingte Vermännlichung: In diesem Fall werden die männlichen Hormone durch Progestin verursacht. Progestin ist ein Medikament, das in den 1950er und 60er Jahren verwendet wurde, um Fehlgeburten zu verhindern. Betroffene Individuen weisen eine innere und äußerliche weibliche Anatomie auf. Sie entwickeln aber manche männliche sekundäre Geschlechtsmerkmale und haben häufig ungewöhnlich große Kitzler.

Ein ähnliches Phänomen taucht bei Kühen auf, die zweieiige Zwillinge zur Welt bringen, bei denen einer männlich und einer weiblich ist. Weil (anders als beim Menschen, wo Fötus und Mutter eigene Blutkreisläufe haben) solche Zwillinge Hormone über die Blutbahnen der Plazenta (auch Mutterkuchen genannt) mit der Mutter austauschen, gelangen männliche Hormone des Stierfötus in das Gehirn des Kuhfötus und vermännlichen es. Das Resultat ist ein "Freemartin" (unkonventionelles Kalb), eine Kuh die möglicherweise versucht, andere Kühe zu besteigen, wie es Stiere tun.

Auch beim Menschen gibt es Männer, die mehr weibliche Züge haben als andere, so wie es auch Frauen gibt, die mehr männliche Züge habe als andere. Das hängt davon ab, wie das Verhältnis der weiblichen und männlichen Geschlechtshormone ist. So kann es natürlich auch typische Kühe und dominantere Kühe geben. Da aber Kälber im Mutterleib im Gegensatz zu Menschen keinen von der Mutter und (bei Mehrlingsschwangerschaften) von den Geschwistern getrennten Blutkreislauf haben, findet ein Hormonaustausch statt, bei dem Hormone des Bruders das Gehirn eines weiblichen Kalbs vermännlichen können, so dass eben ein "Freemartin" entsteht, ein phänotypisch und genotypisch weibliches Rind, das aber teilweise männliches Verhalten an den Tag legt und manchmal auch andere Kühe besteigt. Das weiß ich auch sicher, weil das in unserem Biologieunterricht einmal angesprochen wurde und weil ich es später noch einmal gelesen habe. Ein "Freemartin" ist aber dennoch kein intersexuelles Rind im herkömmlichen Sinne, also eines mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen. Dazu müssten die Hormondosen stärker ausfallen (wie in dem Fall der "progestinbedingten Vermännlichung" oder im Fall der "congenitalen adrenalen Hyperplasie", die aber durchaus auch bei einer zwei-, drei- oder viereiigien Vierlingsschwangerschaft mit drei männlichen und einem weiblichen Kalb eintreten kann).

Und ich habe nicht einfach nur abgeschrieben, sondern verschiedene Quellen herangezogen (die ich teilweise noch ins Deutsche übersetzen musste) und die wichtigsten Fakten zusammengefasst, wobei ich aber nicht auf eine gewisse Ausführlichkeit verzichten wollte.

AIleks|ej (m,x 21)

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