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hat jemand auch das problem sich nackt vor dem partner zu zeigen (speziell bei bestimmten satellungen), aus dem grund das sie/er sich in der unteren zone wenig attraktiv findet?
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c1arox81 am 04.06.08 02:00
05.06.08 22:44
... das stimmt in der Tat.... 
Doch zu wissen,dass jemand da ist, gibt mir mehr Kraft das auch durchzusetzen. 
Ich glaube wir sind im Thread vom Thema abgekommen 
07.06.08 12:27
ja so geht es mir leider auch. das problem ist das ich echt schwierigkeiten habe meine sexualität auszuleben. mein partner darf mich da weder anfassen, geschweige denn hin fassen und das obwohl wir schon drei jahre zusammen sind. hätte auch enorme angst davor mich einem anderen mann zu zeigen falls es soweit kommen sollte. ich geh deshalb nicht einmal zum frauenarzt weil ich mich so furchtbar schäme. finde es selbst total unschön
Du und dein Freund seid seit 3 Jahren zusammen und er durfte da noch nicht anfassen 
Dann bin ich ja nicht die einzige, bin mit meinem erst seit 2 Monaten zusammen, aber anfassen oder sowas ähnliches darf er mich da unten auch nicht, ich kann es einfach nicht weil ich mich da unten einfach schreklich finde... 
Und mich nackt vor dem zu zeigen überhaupt das allerschlimmste...
Hab mich vor dem noch nie nackt gezeigt, erstens meine Brüste und naja dann meine Schamlippen... 
07.06.08 23:54
Mitnichten
Die Untersuchungen, dessen Ergebnisse Thema der Sendungen waren, wurden von einer deutschen Universität auf wissenschaftlichen Grundlagen erstellt
Desshalb ist auch deine Behauptung
"Daß Männer logischer denken als Frauen, ist haarsträubender Unsinn und wissenschaftlich nicht belegt"
schlicht falsch
ich habe die sendung gesehen und von "logischer" denken war nicht die rede, iirc.
die studien, auf die sich die sendung bezogen hat, sind ebenfalls mit vorsicht zu genießen.
www.talkteria.de/forum/topic-6966.html
es gibt auch andere dieser studien, die ebenfalls nachweisen wollen, dass frauen im allgemeinen einen niedrigeren iq als männer haben. dass manche dieser sogenannten wissenschaftler auch schon dafür bezahlt wurden, einen "nachweis" zu erbringen, dass zb schwarze dümmer sind als weiße, sei nur am rande bemerkt.
dass das vermutlich nichts an deiner meinung ändert, ist mir durchaus bewusst. frauen müssen und mussten schon immer damit leben, von männern nicht als gleichwertig betrachtet zu werden.
08.06.08 09:33
Ich denke das große Problem ist, daß viele Menschen hergehen und irgendwelche Aussagen verallgemeinern. Sprich, wenn bei Frauen oder Männern durchschnittlich eine Eigenschaft mehr vertreten ist, schließen sie darauf, daß das bei allen Frauen bzw. Männern so wäre.
Daß bei Frauen das Interesse an Naturwissenschaften (die wiederum auf logisches Denken aufbauen) deutlich geringer ist als bei Männern dürfte außer Frage stehen (Man muß nur mal an die Universitäten schauen..).
Meine persönliche Erfahrung ist, daß Frauen im Vergleich zu Männern deutlich emotionaler reagieren, sich tiefer in irgendwelche Sachen reinsteigern, und durch die starken Emotionen auch weniger bereit sind, sich mit anderen Sichtweisen auseinanderzusetzen. Nochmal damit es nicht zu Mißverständnisen kommt: Nicht jede Frau. Ich kenne auch Frauen und Mädchen, die sehr offen für neue Sichtweisen sind und sich nicht um jeden Preis an ihre klammern. Aber diese Frauen sind meiner Erfahrung nach sehr selten.
Schau dich mal hier im Forum um, die ganzen Frauen und Mädchen, die ein "Problem" mit ihrem Körper haben. Auch wenn es medizinisch gesehen gar kein Problem gibt. Beispiel Schamlippen (um wieder das Thema des Threads anzustoßen), Körperhaare, die Figur (in extremen Fällen Magersucht), die Brüste... schau mal wie sehr sich viele Mädchen und Frauen da reinsteigern und gar nicht drauf eingehen, wenn ihnen gesagt wird, daß sie normal oder hübsch sind oder sie nur oberflächliche Menschen nach solchen Kriterien beurteilen würden. Zum einen ist die Zahl der Frauen mit solchen "Problemen" zumindest in diesem Forum sehr viel höher, zum anderen auch die Art anders, wie viele damit umgehen. Männer / Jungen treten bei ihren Problemen weniger emotional auf, sie "kämpfen" nicht so intensiv und emotional gegen Meinungen an, die ihrer Vorstellung, mit ihnen würde etwas nicht stimmen, widersprechen.
Das sind zumindest meine Erfahrungen zu diesen Themen. Und gleichzeitig unterhalte ich mich sehr gern mit Mädchen und Frauen, die sachlich bleiben können und nicht nur emotional reagieren und alles, was ihre Sichtweise in Frage stellen könnte, verdrängen.
Es ist übrigens einfach, solche Beobachtungen und Erfahrungen auf die Gene zu schieben. Ich tu das nicht. Ich vermute hingegen, daß dieses Verhalten allein (oder zumindest größtenteils) von der Psyche bestimmt wird und im Laufe des Lebens angelernt wurde, indem man sich dem Rollenbild seines Geschlechts unterordnet. Diese Sichtweise läßt dann auch Raum für die Frauen, die nicht dem Durchschnitt entsprechen, die sehr interessiert an Naturwissenschaften und Logik sind, und die ihren Körper annehmen und gern haben können, egal was andere sagen, selbst wenn er nicht dem Durchschnitt entspricht.
08.06.08 09:48
oh.. was mir gerade noch einfällt, es könnte natürlich sein, daß Mädchen und Frauen ihre Probleme häufiger auf ihren Körper projezieren (und ihm die "Schuld" geben und dann symbolisch gegen ihn ankämpfen) und Jungen und Männer die Schuld häufiger im "Außen", also bei anderen Menschen oder den Umständen suchen.
Diese Beobachtung würde zu der gesellschaftlichen Entwicklung der Menschheit passen, daß sich die Frau lange Zeit unterordnen mußte (sich also gegen das "Außen" nicht wehren konnte) und Männer die Möglichkeit hatten, andere anzugreifen, zu erobern, Strategien zu entwickeln (logisches Denken, Kombinationsgabe) usw. um ihre "Probleme" zu lösen. Frauen hingegen hatten diese Möglichkeiten nicht oder machten sich durch derartiges Verhalten unbeliebt. Solche Erfahrungen und Gefühle werden auch unbewußt an die folgenden Generationen weitergegeben bzw. herrschen unterschwellig immer noch in unserer Gesellschaft vor, die sich gerade im Umbruch befindet. Könnte daher auch mit ein Grund sein, warum viele Frauen eher bereit sind, sich selbst (ihren Körper) zu hassen als von anderen Menschen (egal ob es "Freundinnen" oder potentielle Partner sind) ein gewisses Maß an Feinfühligkeit und Anerkennung zu erwarten, oder auch gar nicht mehr an die Anderen denken und es ihnen "nur um sie selbst" geht, um ihrer verzerrten Vorstellung von "normal" oder "schön" zu entsprechen...
08.06.08 12:32
im großen und ganzen schließe ich mich deiner meinung an. ich glaube auch nicht, dass dies alles biologisch bedingt sein soll. die tatsache, dass frauen größere probleme mit ihrem körper haben als männer, finde ich nicht besonders überraschend, da frauen diesbezüglich - in einer sehr komplexen art und weise - wesentlich größeren gesellschaftlichen zwängen unterworfen werden als männer. die konsequenzen daraus sind natürlich äußerst bedauerlich (wenn zB jedes zweite 12jährige mädchen bereits eine diät hinter sich hat), aber warum das auf so massive verwunderung stößt, ist mir persönlich ein rätsel. würde man mit männern das selbe machen wie mit frauen, wäre ihr verhalten wohl ähnlich.
zu weiblichen/männlichen fähigkeiten: es gibt untersuchungen, die zb zeigen, dass frauen in bestimmten disziplinen schlechter abschneiden, wenn sie wissen, dass ihre ergebnisse mit denen von männern verglichen werden (hier ging es um die auswertung von testergebnissen in naturwissenschaftlichen belangen. aber es gibt auch andere, einfachere beispiele, wie einparken).
was mich an der ganzen diskussion so stört ist, dass es oft so rüberkommt, als müssten männer immer wieder nach beweisen suchen, dass sie frauen überlegen sind und nicht mal eine gleichstellung der frau akzeptieren können.
das problem an studien, die versuchen dies zu untermauern, liegt meiner meinung nach darin, dass hier oft eine furchtbar eindimensionale betrachtung statt findet. wie pierre bourdieu es in seinem buch "die männliche herrschaft" zb beschreibt, kann man gerade hier oft eine biologisierung des gesellschaftlichen feststellen, die stillschweigend akzeptiert wird, da es aus einer vermeintlich wissenschaftlichen quelle kommt.
ich kann simone de beauvoir nur rechtgeben: man wird nicht als frau geboren, man wird dazu gemacht.
08.06.08 15:07
hallo kartoffelkopf 
zu weiblichen/männlichen fähigkeiten: es gibt untersuchungen, die zb zeigen, dass frauen in bestimmten disziplinen schlechter abschneiden, wenn sie wissen, dass ihre ergebnisse mit denen von männern verglichen werden
Wer liefert denn keine schlechteren Egebnisse, wenn er unter dem Druck steht, sich rechtfertigen zu müssen, verglichen zu werden, "bewertet" zu werden, oder schon bereits im Voraus verurteilt wird?
Zum Thema Wissenschaft, das ist generell ein großes Problem. Denn das, was viele Menschen als "wissenschaftlich" bezeichnen hat mit Wissenschaft nicht das geringste zu tun: Die Menschen vergessen die Grundregeln der empirischen Wissenschaft, oder vergessen sie viel zu schnell. Am Anfang steht immer eine Beobachtung und ein Modell, das diese Beobachtung beschreibt, und das in Experimenten überprüft wird. Kein Modell (also keine "wissenschaftliche" Aussage) hat den Anspruch auf eine absolute Wahrheit, sondern ist nur so lange gültig, bis es widerlegt oder verbessert wird. Und vor allem: Die "wissenschaftlichen" Aussagen beziehen sich nur auf gewisse Rahmenbedingungen. Zum Beispiel kann man im Regenzglas nachweisen, wie ein Medikament in einem einfachen System wirkt, wie es z.B. Krankheitserreger abtötet. Aber kein Mediziner kann sagen, wie sich dieses Medikament letztendlich im Gesamtsystem Mensch mit seinen vielen tausend parallell ablaufenden biochemischen Vorgängen verhält. Deshalb werden viele Nebenwirkungen auch erst nach dem "Versuch" an der Masse bekannt - andere wiederum gar nicht, weil sie entweder eine zu lange Inkubationszeit nach sich ziehen. oder die Auswirkungen nicht mehr auf das Medikament zurückführbar sind. Somit wirt oft fälschlicherweise etwas als "sicher" und "wissenschaftlich bewiesen" beworben, obwohl es formal korrekt heißen müßte: "Wir haben keine Ahnung was es sonst noch macht".
ich kann simone de beauvoir nur rechtgeben: man wird nicht als frau geboren, man wird dazu gemacht.
Bei dieser Aussage fühle ich mich ein wenig unwohl... trägt sie doch die Sichtweise in sich, daß man selbst als passives Element seinem Umfeld nur ausgeliefert ist (und demnach Verantwortung und Schuld bei "den Anderen" sucht, anstatt sein Leben selbst in die Hand zu nehmen). Man kann sich an dieser Stelle drum streiten, ob das Leben vorherbestimmt und man ihm nur ausgeliefert ist, oder ob es so etwas wie einen "freien Willen" gibt. Entscheidend find ich die Konsequenzen, die man daraus für sich zieht - ob man jammert und Anderen die Schuld gibt, oder ob man sich entscheidet, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und auch die Verantwortung für seine Entscheidungen zu tragen.
da frauen diesbezüglich - in einer sehr komplexen art und weise - wesentlich größeren gesellschaftlichen zwängen unterworfen werden als männer
Das kann man auch von verschiedenen Seiten sehen. Oftmals sind diese angeblichen "Zwänge" nur eine Illussion. Ich erinnere mich zum Beispiel an meine Schulzeit, wie dort ein Mädchen begonnen hatte, sich die Beine zu rasieren (sie hatte helle Härchen, die wunderschön in der Sonne geleuchtet haben). Und kurz darauf hab ich einige Jungen aus unserer Klasse reden hören, wie sie sich darüber unterhalten hatten, und das nicht verstehen konnten, meinten das Mädchen sei doch dumm, daß sie sowas macht, und das hätte so schön ausgesehen.
Ein anderes Beispiel hab ich von einer Bekannten vor kurzem gehört, eine Freundin von ihr rasiert sich auch nicht, war zuerst etwas unsicher aber steht inzwischen zu den Haaren und hat sie gern. Und sie hat mehrmals aus ihrer Klasse Komplimente bekommen, daß sie "anders" wäre, im positiven Sinne. Es gibt natürlich auch Leute, die über sowas lästern, die gobt's wohl überall... aber der Druck, so wie ihn viele empfinden, ist in Wirklichkeit nicht da (es reicht schon, mal paar Wochen nicht fernzusehen und keine Zeitschriften zu lesen, und man fühlt sich gleich viel ausgeglichener...).
Ein anderer wichtiger Punkt ist noch, wenn sich Frauen wegen ihrer Schamlippen (was ja hier das Thema ist) oder ihrer Figur (die eigentlich ganz normal bzw. in gesundem Rahmen ist) schämen, dann richten sie ihre Aufmerksamkeit vor allem auf die Menschen, die andere oberflächlich nach dem Aussehen beurteilen. Wenn sie wirklich ihr Leben an dieser Art von Menschen ausrichten wollen, wenn sie von diesen sympatisch gefunden werden wollen anstatt von denen, die rücksichtsvoll sind und einen mit allem was zu einem gehört annehmen und gern haben, dann ist das ihre eigene Entscheidung. Wenn sie versuchen, andere mit ihrem Aussehen zu "erobern", dann ist es nicht verwunderlich, wenn sie auch nur auf ihr Aussehen reduziert werden... und diejenigen, die mehr in einem Menschen sehen und mehr von ihm annehmen wollen, sich ignoriert oder ausgeschlossen fühlen (wie kann man auch jemanden gern haben, der sich selbst nicht gern haben kann?) Man hat schlichtweg eine Wahl, nur ist es einfacher, sich die nicht einzugestehen und die Schuld auf Andere (oder seinen Körper) zu projezieren...
08.06.08 16:18
kann sich an dieser Stelle drum streiten, ob das Leben vorherbestimmt und man ihm nur ausgeliefert ist, oder ob es so etwas wie einen "freien Willen" gibt.
da hast du ein bisschen zu viel hineininterpretiert. man ist natürlich kein passives element, aber darüber, dass man von klein auf sehr stark von der unmittelbaren umwelt beeinflusst wird, brauchen wir ja wohl an dieser stelle nicht diskutieren. vieles, was wir als "weibliches" verhalten bezeichnen ist uns anerzogen, wird gesellschaftlich gefördert, akzeptiert, nicht anders erwartet (gleiches gilt auch für "männliches" verhalten).
was körperliche zwänge betrifft:
das mit dem rasieren kann ich zb sehr gut verstehen. ich sehs zb nicht ein, warum ich mir die beine rasieren sollte. und ich bleib da meist auch sehr standhaft. das problem ist nur folgendes: ich kenne kein mädel in meinem alter (bin 23), das das nicht tut. gut, kann ja mir egal sein, sollte man denken. wenn ich dann aber einen kurzen rock anhabe, in der ubahn sitze und mir mit leicht angewidertem gesichtsausdruck auf die beine gestarrt wird - und sich sowas mehrfach wiederholt, dann muss man doch ein ausgeprägtes selbstvertrauen haben, um sich nicht dem gesellschaftlichen zwang zu beugen. und dieses selbstvertrauen haben viele frauen nicht, weil der weibliche körper einfach nicht perfekt genug sein kann, wie uns suggeriert wird.
um nun auch einmal auf die schamlippen-thematik zu kommen: ich finde lange innere schamlippen einfach klasse! meine sind auch um einiges größer als die äußeren und ich hab eine menge spaß damit :) sie sind sehr berührungsempfindlich und ich würde sie um nix auf der welt gegen kleinere eintauschen wollen. ich glaube, wenn man sich als frau mal intensiver mit dem eigenen geschlecht beschäftigt (genau anschauen, zärtliches streicheln, rausfinden was einem gefällt), dann ist es auch einfacher, es zu akzeptieren oder sogar wegen seiner einzigartigkeit schön zu finden.
08.06.08 17:13
Oh, das mit dem "freien Willen" sollte keine Interpretation deiner Worte sein, sondern nur ein Hinweis darauf, worauf solche Diskussionen letzten Endes hinauslaufen würden.
Zu dem "Starren" der Leute... auch da ist es lediglich eine Interpretation, daß dieses "Starren" abwertend gemeint ist. Ich denke, dieses "Starren" ist ein völlig natürliches Verhalten - so wie ein kleines Kind auch etwas "Neues", was es nicht kennt, was ihm nicht vertraut ist, genau anschaut und sich damit beschäftigt. Wußtest du eigentlich, daß die Körperhaare genaugenommen sogar anziehend auf das andere Geschlecht wirken? Es ist ein Instinkt, der einem zeigt, daß jemand ein potentieller Partner ist, da die Haare auch auf die Geschlechtsreife hinweisen. Kannst du dich noch an das Alter erinnern, wo diese Haare angefangen haben zu wachsen? Auch Jungen spüren dabei "etwas". Sie verspüren das Bedürfnis, sich damit zu beschäftigen. Und ich bin mir relativ sicher, daß auch gerade aus diesem bedürfnis heraus manchmal verletzende Bemerkungen entstehen... weil man selbst nicht weiß, wie man mit diesen Gefühlen umgehen kann, weil man sie nicht offen aussprechen und leben kann, weil man Angst hat, dann als "abartig" oder "krank" bezeichnet zu werden.
Wenn du es mal von der Seite siehst... daß diejenigen, hinter deren Blicken wirklich ein abwertendes Urteil steckt, im Grunde damit nur gegen sich selbst ankämpfen... wenn du siehst, wie viel sie unterdrücken, wie sie ihr Leben von irgendwelchen Normen bestimmen lassen... verlieren die Blicke dann ein wenig ihren Schrecken?
und dieses selbstvertrauen haben viele frauen nicht, weil der weibliche körper einfach nicht perfekt genug sein kann, wie uns suggeriert wird.
Hier sind es schon wieder "die Anderen", die einem etwas suggerieren. Aber man selbst gehört auch dazu: Es braucht immer eine Person, die sich etwas suggerieren läßt, die sich den Suggestionen aussetzt! Nehmen wir nur mal die Medien und die Werbung als Beispiel. Würde Werbung nicht tatsächlich das Empfinden und damit das (Kauf)Verhalten der Menschen beeinflussen, dann würde niemand so viel Geld hineinstecken. Es ist schlichtweg eine Eigenschaft unseres Gehirns, die Umwelt die wir "wahrnehmen" in unserem Kopf "nachzumodellieren" und sich in diesen Bereichen zu bewegen - die einzige Ausnahme: Eine Wahrnehmung wird mit einem stark genugen Gegenimpuls verknüpft - zum Beispiel körperlichem oder psychischem Schmerz (es müßte einem sozusagen jedes Mal den Magen rumdrehen, wenn man Werbung für Damenrasierer oder Wachs sieht, um dies nicht irgendwann als "normal" zu empfinden). Ist dies nicht der Fall, dann versucht das Gehirn, eine Harmonie zu seinem Umfeld einzugehen - die Grundlage der "Anpassungsfähigkeit" des Menschen.
Daß Suggestionen da sind steht außer Frage. Aber man hat zumindest in einem gewissen Rahmen die Möglichkeit, sich diesen Suggestionen nicht auszusetzen (wie gesagt, Verzicht auf entsprechende Fernsehprogramme, Zeitschriften usw., aber auch Achtsamkeit bei der Wahl des Freundes- und Bekanntenkreises).
ich glaube, wenn man sich als frau mal intensiver mit dem eigenen geschlecht beschäftigt (genau anschauen, zärtliches streicheln, rausfinden was einem gefällt), dann ist es auch einfacher, es zu akzeptieren oder sogar wegen seiner einzigartigkeit schön zu finden.
Dem kann ich nur zustimmen. Und weißt du was? Kinder haben sogar diese Fähigkeit, diese Verbundenheit mit ihrem Körper! Kinder kommen nicht von allein auf die Idee, etwas an ihrem Körper könne "falsch" sein. Im Alter von grob 12-13 fangen dann die meisten an, dieses Körpergefühl einzutauschen, sie sind bereit, sich gegen ihren Körper zu richten, um dafür Anerkennung von Anderen zu bekommen (auch wenn diese Anerkennung am Ende nur ein Schein ist). Wenn jemand zu einem Kind sagt, irgendwas an ihm sei häßlich, dann wird es vielleicht erstmal verwundert sein, und dann diese Person meiden, weil es sich bei ihr nicht wohl fühlt. Jugendliche beginnen dann oft, um die Meinung dieser Person zu "kämpfen", zu versuchen, die Meinung des Anderen zu ändern (man kann aber keine Menschen ändern, man kann nur sich selbst ändern). Dadurch geraten sie in eine Abhängigkeit.. in einen Teufelskreis, umso mehr man von seiner "Seele" verkauft und sich selbst aufgibt (und sich dem Urteil Anderer unterordnet), umso weniger kann man sich selbst gern haben, und umso größer ist das Bedürfnis nach Anerkannung von Anderen...
Wenn dich nun das Starren in der U-Bahn stört, warum stört es dich? Was macht es so wichtig, was für ein ild diese Person von dir hat? Daß die Situation für dich unangenehm ist steht außer Frage. Aber womit würdest du dich letztendlich besser fühlen? Mit rasierten Beinen und der Tatsache, daß du das Starren nicht mehr ertragen mußt? Oder mit dem angestarrt werden und gleichzeitig dem Wissen, daß du dir dein gutes Verhältnis zu deinem Körper von niemandem auf der Welt nehmen läßt? In welchem der beiden Fälle könntest du dich selbst mehr lieben?
08.06.08 17:49
starren: viele - und das lässt ich auch hier im forum gut nachlesen - finden beinbehaarung an frauen unästhetisch und "männlich". ich bemüh mich sowas zu irgnorieren, da mir die meinung der meisten menschen herzlich egal ist, und mich daran zu erfreuen, ein mensch zu sein, der sich nicht von jedem modetrend beeinflussen lässt. trotzdem ist das manchmal nicht einfach, weil ich es einfach leid bin mich für so etwas natürliches zu rechtfertigen.
Hier sind es schon wieder "die Anderen", die einem etwas suggerieren. Aber man selbst gehört auch dazu: Es braucht immer eine Person, die sich etwas suggerieren läßt, die sich den Suggestionen aussetzt!
ja, natürlich sind es die anderen. kein mensch kann sich von allen äußeren einflüssen abschirmen. wir werden von unserer umwelt geprägt und stehen im direkten bezug zu ihr. und von dieser umwelt geht leider auch viel blödsinn aus (frauen sollen eine möglichst ebene und glatte, jugendliche haut haben, möglichst schlank sein, der busen sollte nicht zu klein sein, härchen sind maximal in der bikinizone und am kopf erlaubt ...). es sind nicht gerade wenige solcher einflüsse, denen wir jeden tag ausgesetzt sind. natürlich kann man versuchen gegen diese beeinflussung anzukämpfen. manche machen das erfolgreich, andere schwimmen mit der masse, wobei zweiteres wesentlich einfacher ist, da man sich nicht permanent für seine "außenseiterstellung" rechtfertigen muss. und damit wären wir wieder beim selbstbewusstsein.
08.06.08 18:47
niemand behaptet, daß es einfach wär. Selbstbewußtsein fällt nicht vom Himmel, sondern entsteht dann, wenn man sich vond er Meinung anderer Menschen löst und sich mehr mit sich selbst beschäftigt, anfängt in sich hineinzufühlen... so wie du es weiter oben mit dem genauen Anscheuen und zärtlichen Streicheln des eigenen Körpers beschreibst. Viele haben im wahrsten Sinne des Wortes "Berührungsängste" mit ihrem eigenen Körper. Aber eine Angst verschwindet erst, wenn man sich ihr stellt. Selbstbewußtheit entsteht dann, wenn man selbst aktiv wird, selbst entscheidet. Erst dadurch fühlt man, wie man sich "selbst" anfühlt. So lange man sich unterordnet fühlt man nur die Anderen oder die "Gesellschaft".
Ein interessanter Mensch hat mir mal folgendes erklärt: Die meisten Menschen denken, sie bräuchten zuerst Kraft, um einen gewissen Weg gehen zu können. Das ist ein Irrtum. Die Kraft findet man dadurch, daß man einen Weg für den man sich entschieden hat geht. Am Anfang steht de Entscheidung... wenn diese getroffen ist wird sie nicht mehr in Frage gestellt, und man geht den gewählten Weg, egal wie steinig er ist... und dadurch findet man in seine Kraft, und am Ende auch in Weisheit...
wir werden von unserer umwelt geprägt und stehen im direkten bezug zu ihr
wenn ich den Fernseher auslasse dann werd ich so gut wie gar nicht mehr mit diesen Dingen konfrontiert. Ich seh in der Regel niemand, der über unrasierte Beine oder Achseln lästert (es gab hier im Studentenwohnheim schon mehrere Bewohnerinnen, die sich nicht rasiert haben - keine wurde deshalb dumm angemacht oder ausgeschlossen). Hier un da jammert mal eine Bewohnerin, sie sei zu dick, aber da sieht man dann auch schnell, wie viel Watte diese Person im Kopf hat, und nimmt sie nicht ernst. Auch ansonsten kann ich sagen: Wenn man nur einen Menschen hat (z.B. eine Freundin), der einen so annimmt und gern hat wie man ist, dann relativiert das die möglichen Beleidigungen von allen Anderen. Zumindest wenn man weiß, welcher Mensch einem wirklich wichtig ist.
natürlich kann man versuchen gegen diese beeinflussung anzukämpfen. manche machen das erfolgreich, andere schwimmen mit der masse, wobei zweiteres wesentlich einfacher ist, da man sich nicht permanent für seine "außenseiterstellung" rechtfertigen muss.
Ankämpfen ist selten gut und sinnvoll, wer gegen etwas ankämpft möchte etwas verändern, und wie ich schon sagte kann man keine Menschen verändern, nur sich selbst, seine Sichtweise, seinen Standpunkt. Das Zauberwort heißt Akzeptanz. Akzeptieren, daß es Menschen gibt, die einen nicht annehmen, nicht achten. Und man nichts dagegen tun kann. Dann braucht man auch nicht mehr dagegen ankämpfen, dann fühlt man sich nicht mehr schlecht, dann ist man nicht mehr anfällig für ihr "Urteil". Falls dir das "Akzeptieren" nicht gelingt, dann kannst du dich mal fragen, was du von dieser anderen Person überhaupt möchtest/erwartest, warum du von ihr nicht ablassen kannst. Durch Erwartungen werden wir von anderen Menschen abhängig. Und können sie (oder die Situation in der wir uns befinden) nicht so wie sie sind akzeptieren.
Vor wem mußt du ich denn rechtfertigen? Vor der Person aus der U-Bahn? Vor dem Typ im Schwimmbad? Vor der lästernden Tussi auf der Straße? Wer gibt diesen Menschen die Macht und das Recht, eine Rechtfertigung von dir zu verlangen? Doch nur du selbst. Wenn jemand ein Problem mit deinem Körper hat, dann ist es genau sein Problem und nicht deins. Du machst es zu deinem, wenn du versuchst, dich zu rechtfertigen.
Nochmal ein paar interessante Worte, die mir mal jemand gesagt hat: "Die Energie folgt der Aufmerksamkeit". Sobald du in einem Konflikt bist, sobald du etwas verändern willst, richtet dein Körper seine Aufmerksamkeit auf diese Dinge... du nimmst sie viel intensiver wahr. Der Sinn dahinter ist, sie besser "kennenzulernen", um dir so deinen "Wunsch" erfüllen zu können. Oder herauszufinden, daß du dir deinen Wunsch nicht erfüllen kannst. Oder dort nicht das findest, was du wirklich suchst.
Viele Grüße 
08.06.08 19:12
hm, teilweise legst du einzelne wörter auf die goldwaage. zum thema rechtfertigung: mein ex mochte rasierte beine. und ich musste ihm immer wieder erklären, dass ich mich nicht rasiere, nur weils ihm besser gefällt. wie gesagt, ich kenne auch andere menschen, teilweise gute freunde, die natürlich behaarte frauen unästhetisch finden. habe ich mich deswegen rasiert? nein.
übrigens bin ich kein mensch, der sich für besonders viel rechtfertigt. wenn jemand - der mir nicht besonders nahe steht - ein problem damit hat wie ich aussehe, dann ist mir das normalerweise scheißegal. ich lebe ja nicht für andere.
die dinge, die ich oben geschrieben habe, waren im übrigen vor allem allgemein gemeint. ich versuche lediglich zu verstehen, warum die dinge so sind, wie sie sind.
akzeptanz ist schön und gut. aber meiner erfahrung nach haben da viele menschen eine art mangelerscheinung ...
08.06.08 20:19
Oh, wollt nicht, daß das so rüberkommt mit der Goldwaage.
Verstehen zu wollen, warum die Dinge so sind wie sie sind, find ich gut.
Ich versuche auch noch, die andere Richtung zu erkennen... wie sich etwas weiterentwickelt, was ich mit meinen Reaktionen bewirke, was die Folgen mienes Handelns sind. Und hab da irgendwann mal gemerkt, wenn man für alles 'ne Rechtfertigung findet, alles "versteht", alles "in Ordnung" findet, dann trägt man selbst dazu bei, daß sich die Situation noch weiter festfährt... drum hab ich mich entschieden, für nicht alles Verständnis aufzubringen, z.B. für die Bequemlichkeit der Menschen, daß sie mit dem Strom schwimmen und sich damit die Überwindung sparen, sich ihren Probleme zu stellen. Um glaubhaft zu sein muß man eben auch eine klare Position beziehen und kann es nicht jedem Recht machen wollen. Ich weiß, daß ich mir damit auch Feinde mache, aber für die paar Menschen, die es zum Nachdenken bringt und denen es vielleicht weiterhilft, ist es mir das wert :)
Sollte nun auch allgemein gemeint sein, nicht auf dich bezogen 
23.06.08 18:46
aber aber caro!!! da solltest du aber unbedingt mal hin gehen,ich bin krankenschwester beim gyn und du kannst mir glauben das ca 70% der frauen heraus ragende labien haben bei der einen mehr bei der anderen weniger.es gibt überhaupt kein grund sich für lange sl zu schämen!!!!
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