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Hermaphrodit/Intersexuell...(?)

fXo_oty_


Also ich lege Euch auch schwer ans Herz, alles erstmal zu lassen so wie es ist. Sie sollte später selbst entscheiden.

Und Kinder sind oft garnicht so grausam wie hier dargestellt. Erst recht, wenn Ihre äußeren Geschlechtsorgane sie als Frau auszeichnen, wird die Umwelt sie auch als Frau warnehmen.

Und es war noch nie so einfach wie heute, als autospielende, fußballspielende, schwarzgurtträgerin groß zu werden, das ist doch alles nichtmehr vom Geschlechtsschema so deutlich abgegrenzt wie vor 50 Jahren, wo ein heranwachsendes Mädchen in eine eindeutige Rolle gepresst wurde.

Die Frage ist halt, wie sich die Hoden verhalten in der Pubertät, was dann mit dem Hormonhaushalt passiert, aber bis dahin sind von jetzt noch gut und gerne 10-12 Jahre hin, das kann in der medizinischen Forschung ne halbe Ewigkeit sein. Ich denke vorher ist keinerlei Handlung nötig.

Das schlimme an geschlechtsanpassenden Operationen ist doch, dass oft viel kaputtgemacht wird. Bis hin zur Unfähigkeit Orgasmen zu erleben weil irgendwas weggeschnippelt wurde, oder Nerven aus versehen getrennt wurden.

Und jetzt sagt ja nicht hier irgendwer, dass das ja nur sekundär ist. Soll sich hier mal jeder nen Leben ohne Orgasmus vorstellen und ne Kindheit in der Jungs oder Mädels davon reden, weil sie es irgendwann entdeckt haben und sie nicht mitreden kann, weil da nix passiert, wenn sie sich unten anfasst.

Das alles kann riesige, weitreichende konsequenzen haben. Wenn sie keine Gebärmutter hat und keine Eierstöcke, kann sie zwar keine Kinder gebähren, aber das können ganz viele eindeutig weibliche Frauen auch nicht durch Unfruchtbarkeit. Aber keine dieser Frauen, würde gerne ohne Ihre Klitoris leben wollen.

Macht sie zu einer starken, selbstbewussten Persönlichkeit in der Erziehung. Umso stabiler sie ist, wenn der Tag kommt an dem sie das alles versteht, bzw. verstehen muss, umso besser für ALLE beteiligten.

Meine Meinung ist, Ihr seid auf dem richtigen Dampfer, lasst sie groß werden, lasst sie Ihre Sexualität entdecken, wie das jedes andere Kind auch tut und irgendwann müsst Ihr dann durch das Thema durch und das werdet Ihr schaffen, wenn ihr die Kraft habt und die Kraft auf Euer Kind immer übertragt. :)*

PolueAschfrosxch


Hallo Ihr *:)

Ich wollte mich nur nochmal melden weil wir heute die Ergebnisse der Chromosomenanalyse bekommen haben.

Das Ergebnis: Sie trägt einen XY Chromosomensatz in sich - Also Männliche Chromosomen.

Was mich allerdings gewundert hat: Die Ärzte meinten das sie wie ein ganz Normales Mädchen aufwachsen wird, nur das sie keine Kinder und keine Periode bekommen wird.

Wie können die sich denn da so sicher sein das sie wie ein ganz Normales Mädchen aufwachsen wird?? :-/

Sie ist ein Pseudohermaphrodit - Ein Junge gefangen in einem Mädchenkörper...

D8er_/Nix_Wxeiss


Wie können die sich denn da so sicher sein, dass sie wie ein ganz normales Mädchen aufwachsen wird?? :-/

Disclaimer: ich bin kein Arzt oder medizinisch geschult, also...

Trotzdem meine Meinung: können sie (jetzt) nicht. Aber diesem Wesen einen medizinisch beschriebenen Zustand mit einem Fachbegriff zuzuordnen und die Normalität anzunehmen lässt sie zur Tagesordnung übergehen. sozusagen den Akt ablegen, für den Moment.


Das soll übrigens keine Kritik an den Ärzten sein, denn die haben wohl im Tagesbetrieb meist akutere Probleme als die Findung einer Geschlechts-Identität in 10+ Jahren.

DGer_NixA_WYeiss


Nachtrag...

Ein Junge gefangen in einem Mädchenkörper...

Ich trete einmal einen Schritt zurück und versuche, die klassischen Geschlechter-Rollen bewusst zu ignorieren.

Das Wort "gefangen" ist mir hier zu negativ, zu "traditionell" geprägt. Wir leben ja mittlerweile in einer Welt, wo sexuelle Prägungen und Vorlieben nicht mehr so starr gesehen oder (gesellschaftlich) erzwungen und gelebt werden (müssen). Daher könnte das auch eine (seltene) Chance für diesen Menschen sein: ein Junge, der selbst teilweise (s)einen Mädchenkörper erfahren kann.

Für viele Menschen ist das wohl ein unerfüllbarer Traum....

sKlee2pyD&ragoxn


Da gibt es ein ähnliches "Krankheitsbild": [[http://de.wikipedia.org/wiki/Komplette_Androgenresistenz CAIS]]. Da fehlen die Rezeptoren für das Testosteron, wodurch die Betroffenen trotz Y-Chromosom einen weiblichen Körper bekommen.

Vielleicht hilft ja dieser [[http://www.rehacare.de/cipp/md_rehacare/custom/pub/content,lang,1/oid,14337/ticket,g_u_e_s_t/~/CAIS_%22Das_Schlimmste_war_die_Ungewissheit%22.html Bericht hier]] weiter, das Problem aus Sicht einer Betroffenen zu sehen. Denn das Wichtigste ist doch, wie das Kind damit in seinem späteren Leben umgehen kann.

Bis zur Pubertät wirds wohl egal sein, danach aber werden sich die Unterschiede zur "normalen" Entwicklung zeigen. Spätestens dann sollte man dem Kind alles erklären.

Wenn aus gesundheitlicher Sicht nichts für eine Operation spricht, so sollte man auch keine vornehmen.

Nur um ein bestimmtes Rollenbild zu erfüllen, wird wohl am ehesten zu späteren Problemen führen.

D,er_NJi~x_Weisxs


Danke für den Link zu dem Bericht!

Jetzt ist bei mir nur (mindestens) eine Frage mehr offen: ;-)

Wodurch wird das Selbstbild eines (jungen) Menschen, die Identität oder subjektive Geschlechts-Zugehörigkeit primär bestimmt: durch die Chromosomen-Kombination oder durch den (gestörten) Homoneinfluss? Einfacher gefragt, gibt es diesen Widerspruch oder Konflikt in der Entwicklung zwischen den körperlichen Merkmalen und dem Bewusstsein?

Irgendwie bin ich wohl im Moment nicht imstande, meine Frage sinnvoller zu formulieren >:( Vielleicht versteht ihr mich trotzdem...

k$riskexlvin


Bis zur Pubertät wirds wohl egal sein, danach aber werden sich die Unterschiede zur "normalen" Entwicklung zeigen. Spätestens dann sollte man dem Kind alles erklären.

Man sollte dem Kind schon viel früher alles erklären! Wenn es erst zu Beginn der Pubertät erfährt, dass es nicht ist wie andere, ist das ein extrem ungünstiger Zeitpunkt. Kinder können schon viel früher verstehen, um was es geht.

Dner_Nisx_Wexiss


Das r in Hormon... ist mir auch irgendwo verloren gegangen :-/ |-o

sCleeXpyDrag-on


Wodurch wird das Selbstbild eines (jungen) Menschen, die Identität oder subjektive Geschlechts-Zugehörigkeit primär bestimmt: durch die Chromosomen-Kombination oder durch den (gestörten) Homoneinfluss?

Die Produktion und Rezeption der Hormone wird ja durch die Gene gesteuert. Da es jedoch eine mehrstufige Wechselwirkung aus Genen, Hormonen, äußeren Reizen und deren Verarbeitung ist, kann man da nicht X oder Y allein verantwortlich machen. Am Ende wird wohl vor allem der soziale Umgang das Selbstverständnis eines Menschen prägen. Und zwar von Geburt an. Hormone und Gene bereiten nur den Unter- bzw. Hintergrund.

Die Umwelt orientiert sich nunmal primär an phänotypischen, sprich sichtbaren, Merkmalen, und dementsprechend wird das Kind wohl behandelt werden.

kNriskuelvixn


Am Ende wird wohl vor allem der soziale Umgang das Selbstverständnis eines Menschen prägen. Und zwar von Geburt an. Hormone und Gene bereiten nur den Unter- bzw. Hintergrund.

Das stimmt so nicht. Man ist in den 50er Jahren davon ausgegangen, dass die Geschlechtsrolle des Menschen sich hauptsächlich nach Erziehung und Umfeld bildet. Menschen mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen hat man daher operativ in eine Richtung "korrigiert", und auch dementsprechend grossgezogen. Wird leider heute auch oft noch so gemacht. Leider hat man da oft danebengelegen, wenn z.B. das vermeintliche Mädchen doch eher ein Junge war. Es gibt genug Berichte von Intersexuellen, die unter dem zugewiesenen Geschlecht leiden.

Gene und Hormone werden sich bemerkbar machen, und wenn man dem Menschen eine andere Geschlechtsrolle anerzieht, wird er darunter leiden.

sWleepOygDragoxn


Es gibt genug Berichte von Intersexuellen, die unter dem zugewiesenen Geschlecht leiden.

Hab ich doch geschrieben. Durch den sozialen Umgang - also "dem zugewiesenen Geschlecht" - hat sich ein Selbstverständnis herausgebildet. Dieses kollidiert dann mit dem "hormonellen/genetischen Unterbau" und zack - gibts Probleme.

Deshalb sollte man ja - gerade in so einer Situation wie hier - das Kind nicht in eine Rolle drängen, sondern schauen, wie es sich selbst entscheidet. Das meinte ich mit dem "sozialen Umgang".

kvrisBke_lviPn


Hab ich doch geschrieben. Durch den sozialen Umgang - also "dem zugewiesenen Geschlecht" - hat sich ein Selbstverständnis herausgebildet. Dieses kollidiert dann mit dem "hormonellen/genetischen Unterbau" und zack - gibts Probleme.

Ich würde das dann nicht als Selbstverständnis bezeichnen, immerhin reden wir ja momentan davon, dass einem Kind eine unpassende Geschlechtsrolle anerzogen wird...

Deshalb sollte man ja - gerade in so einer Situation wie hier - das Kind nicht in eine Rolle drängen, sondern schauen, wie es sich selbst entscheidet. Das meinte ich mit dem "sozialen Umgang".

Tja, leider ist das nicht so einfach. Das Kind braucht ja seinen Platz im Leben, wird es sich den selbst aussuchen? Wie empfindet es ein Kind, wenn es weder ein "Er" noch eine "Sie" ist und nicht weiss, ob es auf die Mädchen- oder Jungentoilette gehen soll, im Gegensatz zu allen anderen Kindern? Ich glaube nicht, dass es möglich ist, ein Kind "ungeschlechtlich" aufwachsen zu lassen. Das ist leider das Problem, irgendeine Entscheidung muss her.

Ich glaube aber auch, dass man mit angleichenden Operationen zurückhaltend sein sollte. Es gibt Fälle, wo aus rein medizinischer Sicht Eingriffe gemacht werden müssen (z.B. verkrümmter Penis, Leistenhoden, Gefahr der Entartung der Hoden wegen chromosomaler Besonderheiten...), das ist dann was anderes. Aber bei OPs, die dazu dienen, das Geschlecht optisch in die eine oder andere Richtung zu "korrigieren", stellt sich die Frage: Was ist besser für das Kind, wenn es beim Umziehen in der Schule nicht auffällt, oder wenn es lernt, mit seiner Besonderheit zu leben?

Meine persönliche Ansicht ist, dass man das Kind als Junge oder Mädchen erziehen und ihm aber einem gewissen Alter alles genau erklären sollte. Vielleicht mit 6 oder 7, ich glaube, da können Kinder schon recht viel verstehen. Später erscheint mir problematisch, weil Kinder gerade in der Pubertät "normal" sein wollen und es wohl einfach etwas zu viel wäre, wenn es dann erfährt dass es "anders" ist.

Nur meine Ansicht, Kinderpsychologen können sicher genauere Auskunft geben.

uSpela


Vor allem solltet ihr genau nachlesen, warum sie denn weibliche und männliche Anatomie hat - ob sie zu wenig männliche Hormone produziert, ob sie androgeninsensitiv ist (also produziert aber nicht wahrnehmen kann), ... - wie sich das in der Pubertät äussern wird (wird sie "vermännlichen"?) etc.

Wann und wie ihr mit ihr darüber reden könnt - eure Entscheidung - aber spätestens, wenn die Regel anstünde, kommt ihr nicht drum rum, das maximale Alter ist also sowieso vorgegeben.

PWluescrhfro[sch


Tja, leider ist das nicht so einfach. Das Kind braucht ja seinen Platz im Leben, wird es sich den selbst aussuchen? Wie empfindet es ein Kind, wenn es weder ein "Er" noch eine "Sie" ist und nicht weiss, ob es auf die Mädchen- oder Jungentoilette gehen soll, im Gegensatz zu allen anderen Kindern? Ich glaube nicht, dass es möglich ist, ein Kind "ungeschlechtlich" aufwachsen zu lassen. Das ist leider das Problem, irgendeine Entscheidung muss her.

Genau das zermürbt uns ja gerade so den Kopf...Momentan hat sie Rosa Strampler an - Interessiert die ja noch nicht, aber was wenn sie Älter wird ???

Und wie sagt man sowas den Geschwistern?*kopfkratz*

Leute Leute, sowas ist echt nicht einfach....

Pblue3schfryoscxh


Wann und wie ihr mit ihr darüber reden könnt - eure Entscheidung - aber spätestens, wenn die Regel anstünde, kommt ihr nicht drum rum, das maximale Alter ist also sowieso vorgegeben.

Stimmt.

Aber wir hatten ja auch nie vor ihr was zu verheimlichen ;-)

Vielmehr mache ich mir Gedanken ihr sagen zu müssen das sie nie Kinder bekommen wird :-(

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