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Hermaphrodit/Intersexuell...(?)

u'pela


Naja. Das würde ich jetzt nicht überbewerten, jedenfalls nicht am Anfang - das ist für eine zwölfjährige, geschweige denn früher noch kein akutes grosses Problem (ausser ihr macht es zu einem). Nicht: "Du wirst nie Kinder haben können", sondern "Das bedeutet halt auch, dass du Kinder adoptieren musst, falls du welche möchtest" (also einfach als Alternative aufzeigen, die genauso möglich ist, wie selber welche zu produzieren).

a nnCa[lenax40


Plueschfrosch

Das finde ich richtig, sie /ihm selbst entscheiden zu lassen, ob er sich als Mann fühlt oder als Frau später. Ich selber bin lesbisch und kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass sich da auch nicht viel erziehen lässt. Ich bin ein ganzes Mädchen, aber wollte weder Puppen noch irgend ein Rock anziehn und das schon im Alter von 2 Jahren. Ein Glück habe ich tolle Eltern die das alles immer respektiert haben und mich zu nichts gezwungen haben. In deinem Falle, ja, man muß dem Kind ja einen Namen geben und es erst einmal als Mädchen oder Junge betrachten. Wenn sie weibliche Geschlechtsmerkmale hat, täte ich es auch als Tochter ansehen.Könnte aber gut sein, das sie sich eines Tages als Junge und Mann sieht. Mit dieser Option im Hinterkopf muß man leben. Aber ich finde , die Selbstentscheidung ganz, ganz wichtig damit bei ihr der Druck abfällt.Und wichtig ist doch geliebt und akzeptiert zu werden, egal ob nun Mann oder Frau !

aynnpalenYa4x0


Sorry, ich lese deinen anderen Beitrag jetzt erst.... Also steht fest das sie eigentlich genetisch ein Junge ist. Ich denke das wird gar nicht nötig sein , ihr zu erklären das sie selber keine Kinder bekommen kann.Eines Tages müßt ihr sie ja eh aufklären was los ist. Vielleicht fragt sie auch schon relativ früh und bekommt ja eh mit das sie anders ist, als andere. Ja und es könnte auch gut möglich sein, dass sie vom Mädchen-Dasein gar nichts wissen will. Ich würde echt erst mal in den ersten Jahren die Entwicklung abwarten.Und auch neutral Kleiden. Nicht spezifisch als Junge oder Mädchen. Sei denn du siehst sie als reines Mädchen an. Ob sie das dann auch sein will, wirst du sicher schon im frühen Kinderalter heraus finden.Wie sie sich gibt, womit sie spielt, wie sie spielt.Was die interessen sind.Man merrk schnell ob ein kleiner Junge drin steckt oder doch ehr ein Mädchen....

f;ooty


und gibts was neues ? *:)

a?nnalexna40


Das hätte ich auch gern mal gewußt !!!

Jaul}iaV2228x8


Hallo Plueschfrosch *:)

Mich würde mal interessieren, wie weit sind denn weibliche Merkmale angelegt, ist denn eine Scheide vorhanden oder muss in jedem Fall in eine Richtung operiert werden?

C(olc+hicin


Die Frage kann ich vmtl auch schon beantworten ^^ Plüschfrosch schrieb, dass bei ihrem Kind eine "testikuläre Feminisierung" diagnostiziert wurde, "bestätigt" durch das Karyogramm (46, XY).

Bei diesem Phänotyp liegt eine Androgenresistenz vor, das bedeutet, dass zwar Testosteron im Körper vorliegt, der Körper das aber nicht erkennt und glaubt es sei keines da. Während der embryonalen Entwicklung ist Testosteron ein sehr wichtiger Botenstoff, der maßgeblich an der ausprägung des männlichen Geschlechts beteiligt ist. Ist er nicht da, oder wird nicht wahrgenommen entwickelt der Körper weibliche äußere Geschlechtsmerkmale entwickeln. Das heißt sie wird ganz normal eine Vagina haben, sowie weibliche Behaarungsmuster und Brustwachstum. Allerdings wird sie halt keine Kinder kriegen können, da sie anstelle von Eierstöcken vmtl trotzdem Hoden entwickelt hat, welche sich evtl in die Schamlippen absenken können, in manchen Fällen bleiben sie auch in den Leisten (müssten dann evtl entfernt werden, das weiß ich aber nicht genau).

So gesehen müsste sie nicht operiert werden, wenn sie denn als Frau leben möchte. Hoffe ich konnte dir weiterhelfen (auch wenn ich jetzt bei Plüschfroschs Kleiner jetz nicht nachgeschaut hab, ich ging jetzt nur vom Krankheitsbild aus ;-) )

J;uli|a2^22x88


danke :-)

i5xcxhXxdxoxlcxh


@ Plueschfrosch

Also euere Tochter, mit einem männlichen Gensatz und eventuell dann so später auch Hormonhaushalt, Ihr wisst nicht, wie erziehen, - ich würde da sagen, einfach Spielsachen , die neutral sind, anbieten, oder für beide Geschlechter geeignet. Immer wieder schauen, was eher bevorzugt wird, eine Richtung, vielleicht auch eine ganz eigene, wird sich abzeichnen. Eine Rolle zuweisen oder drängen halte ich für falsch. Und wie ein vorposter auch bemerkt hat, die geschlechstsspezifität schrumpft, es gibt heute viele Fussballerinnen, genauso wie Stewards... - nur um mal 2 harte Vertreter zu nennen. Sollte euer Kind, mit weiblichen gesichtszügen einen bart bekommen, - in Portugal oft ganz normal- das ist dann kosmetisch einfach zu korrigieren. Fühlt sich eher dem männlichen Geschlecht zugehörig oder bekommt mehr Muskeln, - auch nicht mehr ungewöhnlich. ...Und - keine Kinder? - wie sieht es mit den Hoden aus? werden die nicht im Körper auch geschlechtsreif werden? Vielleicht ist bis in ca. 20 Jahren das dann auch kein Thema mehr, nach den derzeitigen entwicklungen. - Ihr als Eltern "Müsst" Ihm/Ihr nichts klarmachen, nur die ergänzenden Sachen und richtigen Worte und erklärungen beizeit zur Seite stellen,- und zu stehen.

Also ich finde, der einzige nachteil wäre %:|, das euer Kind halt nicht bei den Olympischen Spielen teilnehmen kann... aber bis dahin... :)*

C0olchic.ixn


wie sieht es mit den Hoden aus? werden die nicht im Körper auch geschlechtsreif werden?

Nein. Ohne Testosteron (bzw ohne wahrgenommenes Testosteron) keine Reifung und keine Spermaproduktion. Wenn sie im Körper bleiben (im Leistenbereich wo sie sich während der embryonalentwicklung entwickeln) kann das ein erhöhtes Krebsrisiko bedeuten (zumindest ist das bei Jungs so, bei denen sich die Hoden nicht absenken und es nicht entdeckt wird)...

mInb


Tja, leider ist das nicht so einfach. Das Kind braucht ja seinen Platz im Leben, wird es sich den selbst aussuchen? Wie empfindet es ein Kind, wenn es weder ein "Er" noch eine "Sie" ist und nicht weiss, ob es auf die Mädchen- oder Jungentoilette gehen soll, im Gegensatz zu allen anderen Kindern? Ich glaube nicht, dass es möglich ist, ein Kind "ungeschlechtlich" aufwachsen zu lassen. Das ist leider das Problem, irgendeine Entscheidung muss her.

Das ist ein Irrtum.

Anstatt das Kind in eine "Form" zu pressen können die Eltern ihm auch beibringen, wie es mit solchen Situationen umgehen kann! Zum Beispiel welche Toilette es benutzen soll, oder wie es reagieren kann wenn es auf irgendeine Besonderheit angesprochen wird. Hier sind dann aber wirklich die Eltern gefragt... und Antworten auf all diese Fragen zu finden ist deutlich anstrengender als einfach zu tun, als hätte man einen normalen Jungen oder ein normales Mädchen. Können die Eltern kompetent mit der Situation umgehen, so lernt auch das Kind, damit umzugehen. Verdrängen die Eltern, so beginnt auch das Kind zu verdrängen... lernt von den Eltern "Verdrängung" als Strategie, mit der eigenen Situation umzugehen. Bis es irgendwann mit den verdrängten Anteilen konfrontiert wird.

kyrisskelvixn


Das ist ein Irrtum.

Eher eine andere Sichtweise. ;-)

Das Kind muss schon vom Gesetz her einem Geschlecht zugewiesen werden (ob man das nun gut findet oder nicht).

Anstatt das Kind in eine "Form" zu pressen können die Eltern ihm auch beibringen, wie es mit solchen Situationen umgehen kann! Zum Beispiel welche Toilette es benutzen soll, oder wie es reagieren kann wenn es auf irgendeine Besonderheit angesprochen wird.

Das ist völlig richtig. Das Kind wird allerdings mehr als genug Gelegenheiten haben, mit seiner Besonderheit Aufmerksamkeit zu erregen. Lässt man es konsequent geschlechtsneutral aufwachsen, mit neutralem Namen, neutraler Kleidung, Frisur etc., wird es sich bei jeder Gelegenheit, bei jedem Menschen den es kennenlernt und bei jeder Formalität rechtfertigen müssen, was denn da nun los ist, denn das Gegenüber will doch wissen ob es sich um Männlein oder Weiblein handelt. Ich glaube, das ist etwas zu viel für ein Kind. Ich bin aber kein Psychologe oder Erzieher und kann mich täuschen; es ist denkbar dass es funktionieren würde, bei einem Kind das vom Charakter her wenig unsicher ist und mit entsprender Unterstützung der Eltern.

Hier sind dann aber wirklich die Eltern gefragt... und Antworten auf all diese Fragen zu finden ist deutlich anstrengender als einfach zu tun, als hätte man einen normalen Jungen oder ein normales Mädchen. Können die Eltern kompetent mit der Situation umgehen, so lernt auch das Kind, damit umzugehen. Verdrängen die Eltern, so beginnt auch das Kind zu verdrängen... lernt von den Eltern "Verdrängung" als Strategie, mit der eigenen Situation umzugehen. Bis es irgendwann mit den verdrängten Anteilen konfrontiert wird.

Hier stimme ich uneingeschränkt zu.

In unserer Gesellschaft werden zunehmend Abweichungen von den klassischen Geschlechterrollen akzeptiert, aber es ist wohl weniger echte Toleranz als ein achselzuckendes Hinnehmen. Deshalb würde man meine Ansicht einem Kind mit einer konsequent geschlechtsneutralen Erziehung zu viel aufbürden.

Ich würde daher zumindest formal das Kind zunächst entweder als Mädchen oder Junge aufwachsen lassen (und ihm später selbst die Wahl lassen) und es früh darüber aufklären, was mit ihm los ist. Je mehr man über die Dinge Bescheid weiss, desto weniger hat man das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen, und desto leichter ist der Umgang damit. Unwissenheit und fehlende Information schafft dagegen nur Unsicherheit.

Das gilt auch für die Mitmenschen. Wenn nur Gerüchte über etwas im Umlauf sind, über eine geheimnisvolle Sache, wird viel mehr geredet und gemunkelt, als über etwas, was medizinisch genau erklärt ist. Letzteres ist deutlich weniger spannend.

:)D

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