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Geistig Behinderte und Sex

C=ruAel8lxa


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"Fachkräfte"

Die Tätigkeiten, die die "Fächkräfte" od. auch SexualbegleiterInnen genannten Leute sind im Grunde schon Prostitution, wie z.B. Sabrina gemeint hat.

Jedoch finde ich das nicht verwerflich, unmoralisch od. sonst was. Haben behinderte Menschen denn nicht genau so ein Recht auf Dinge Sex, Zärtlichkeit, Nähe u. Befriedigung?

Sexualität ist eine Lebensenergie u. es ist auch bewiesen, dass Behinderte die sexuell aktiv sind ausgeglichener, zufriedener u. auch sozial aktivere sind als jene, denen dies verwehrt wird.

Ich persönlich denke auch, dass für einen behinderten Menschen schöner ist, wenn er einen gleichen od. ähnlichen Partner findet mit dem er ein Leben führen kann, das dem der "normalen" Menschen möglichst nahe kommt. Leider haben aber nicht viele/ nicht alle Behinderten dieses Glück u. so denke ich, dass in so einem Fall eine "Fachkraft" zumindest einige Bedürfnisse befriedigen kann.

Mfg

-OFiz


mein bedenken wäre: würde er auch käuflichen sex beanspruchen wollen wenn er noch bei sinnen wäre?

aus diesem standpunkt heraus finde ich das schrecklich

Sean, du sprichst mir aus der Seele.

Um auf das o.g. Beispiel zurück zu kommen: die Eltern/Mutter des jungen Mann wirken auf mich so, als ob sie sich mit dem Engagieren einer Prostitituierten (um eine solche handelt es sich nämlich - es gibt noch andere Berichte zum gleichen Thema, da war allerdings nie die Rede von einer "Sexualitätsfachkraft") ein Stück "Normalität" für ihren Sohn kaufen wollten. Ganz offensichtlich haben da die Eltern ein Problem mit der Sexualität ihres Sohnes, nicht der Sohn selbst.

-\Fiz


aus diesem standpunkt heraus finde ich das schrecklich <<

Sean, du sprichst mir aus der Seele.

Um auf das o.g. Beispiel zurück zu kommen: die Eltern/Mutter des jungen Mann wirken auf mich so, als ob sie sich mit dem Engagieren einer Prostitituierten (um eine solche handelt es sich nämlich - es gibt noch andere Berichte zum gleichen Thema, da war allerdings nie die Rede von einer "Sexualitätsfachkraft") ein Stück "Normalität" für ihren Sohn kaufen wollten. Ganz offensichtlich haben da die Eltern ein Problem mit der Sexualität ihres Sohnes, nicht der Sohn selbst.

-,Fixz


Cruella, dass Behinderte ein Recht auf Sexualität haben, ist unbestritten.

Aber haben geistig Behinderte auch zwingend das Bedürfnis nach Partnersex? Oder sehen nur wir Nichtbehinderten das so?

Auf jeden Fall sind solche Zwangsbeglückungsmaßnahmen wie bei dem og. 19-jährigen für mich ein Fall von sexuellem Missbrauch. Demnächst argumentieren dann auch die Vergewaltiger von behinderten Mädchen in diese Richtung und wollen am Ende noch Lob für ihre "edle Tat". Denn schließlich haben diese armen Geschöpfe ja auch ein Recht auf Sexualtität und wenn sich dann schon mal ein selbstloser Mann dafür bereit findet... ?!!!!

Schonmal darüber nachgedacht?

J|ohanNnes


die sexuelle orientierung ist mitunter auch bei geistig behinderten ähnlich partnerschaftlich orientiert wie der "normale" mensch.

die interaktion von nähe und zuneigung (die wohl jeder dem behinderten anerkennt) spielt auf der gleichen ebene wie die sexuelle auslebung der bedürfnisse.

sexualität ist allgemein bei allen geistig behinderten verhanden, selbst bei echten idioten verschafft diese ihnen die gleichen zustände wie uns. allerdings wechselt mit der behinderung auch die art der ausgelebten sexualität.

das eigentliche undefinierte problem liegt bei uns ja nur in der möglichkeit der manipulation des willens dieser personen. sex zwischen gleich behinderten wird als legitim angesehen, sex mit gefälle schon nicht mehr. es ist jetzt hier die frage wieweit man dem behinderten lebensqualität entzieht indem man ihn nur auf sich alleine beschränkt in der auslebung der sexualität.

das zustandekommen einer erektion im oben geschilderten fall dürfte als legitimationsgrund der handlung als solches aussreichen.

eine abneigung gegen diese praxis hätte zu keiner erektion geführt.

-oF1iz


das zustandekommen einer erektion im oben geschilderten fall dürfte als legitimationsgrund der handlung als solches aussreichen.

diese "Legitimation" würde ich bestenfalls bei einem erwachsenen, geistig gesunden Mann mit der Freiheit der Wahl als gegeben sehen. Hier nicht.

bfea5rmutzx1


Ich frage mich ob die Eltern des 19-Jährigen eine ähnliche "Fachkraft" anheuern würden, wenn der Junge nicht geistig behindert wäre und nur bis lang kein offenkundiges Sexualverhalten zu beobachten war. Konsequent müsste man sagen, dass jeder Mensch ein Anrecht auf Sexualität hat, auch nicht Berhinderte. Also, Hosen runter.....

-eFiz


@bearmutz

habe gerade einen ähnlichen Gedanken formuliert, den mein Rechner geschluckt hat (scheiß Maus-Pad) bevor ich ihn abschicken konnte.

Das hat sich jetzt erübrigt.

Volle Zustimmung!

bZearcmutz1


@ Fiz

"Great minds think alike"!! *:)

C~ruke:lla


Fiz, vielleicht ist das aus meinen Beiträgen nicht genau herausgekommen, aber natürlich bin ich jetzt nicht dafür, dass jeder behinderte Mann u. jede behinderte Frau "zwangsbeglückt" werden u. so eine "Fachkraft" ins Bett kriegen.

Es sollte mit den Betroffenen schon abgeklärt sein, ob sie so einen Besuch möchten. Weiters geht es bei solchen Treffen auch nicht nur um Sex. Auch Gespräche u. das einfache zwischenmenschliche Miteinander haben dabei einen hohen Stellenwert. Und wenn der/ die Behinderte dann auch etwas mehr wünscht, ist das eben drinnen.

Ist der Mensch zu stark behinert, dass er nicht in der Lage ist diesen Wunsch zu äußern od. abzulehnen, ist für mich auch klar, dass dies nicht von Eltern od. BetreuerInnen entschieden werden sollte.

Ich habe berufl. mit behinderten Menschen zu tun u. weiß deshalb auch, dass sie sehrwohl auch die partnerschaftlichen Zärtlichenkeiten usw. anstreben. Nicht selten geht es dabei auch um BetreuerInnen, da diese meist die gesamte Intimsphäre ihrer KlientInnen kennen. Sie sind die Personen, die den behinderten Menschen begleiten u. bei der täglichen Körperpflege kommt es einfach oft zu nahem Körperkontakt. Auch solche Dinge werden von Behinderte oft mit Zärtlichenkeiten in Verbindung gebracht (auch darüber muss man sich - vor allem als BetreuerIn - bewusst sein).

Was ich nun eigentlich sagen will ist, dass ich es nicht unmoralisch od. abartig finde, wenn ein behinderter Mensch eine "Fachkraft" für sexuelle Handlungen wünscht.

Unmoralisch würde ich es eher finden, wenn man ihm diesen Wunsch abschlägt u. solch ein Erlebnis nicht ermöglichen würde.

Ich hoffe, es ist nun etwas besser hervorgegangen, was ich zu diesem Thema denke.

So far...

Grüßli

-QFxiz


@cruella

ja, jetzt ist es klarer.

Größtenteils stimme ich dir zu.

Diese oben beschriebene Zwangsbeglückung eines 19-jährigen finde ich sowas von daneben. Darum ging es mir hauptsächlich.

Wenn geistig Behinderte in der Lage sind, Wünsche nach Partnersex zu äußern (und nur dann), sollte man ihnen Gelegenheiten bieten, in denen sie die Möglichkeit haben, einen entsprechenden Partner zu finden.

Dass geistig Behinderte generell in einem Umfeld leben sollten, das ihnen "Gespräche und das zwischenmenschliche Miteinander" ermöglicht, ist für mich auch selbstverständlich. Dafür braucht man aber keine Prostituierte. Dafür genügt es, Behinderte nicht auszugrenzen und nicht zu isolieren!

Aber: das Verpflichten einer "Fachkraft" sprich einer Prostituierten halte ich für keine gute Idee. Grundsätzlich lehne ich Prostitution ab, auch für gesunde Menschen, daher natürlich auch für Behinderte.

f(ragencraigen


Aber: das Verpflichten einer "Fachkraft" sprich einer Prostituierten halte ich für keine gute Idee. Grundsätzlich lehne ich Prostitution ab, auch für gesunde Menschen, daher natürlich auch für Behinderte.

Hoffen wir, dass Betroffene, die einen entsprechenden Wunsch artikulieren auch auf jemanden treffen, der bereit ist, entsprechendes zu arrangieren ohne ihnen seine moralischen Bedenken aufzwängen zu wollen.

-WFViz


fragenfragen

was meinst du mit "moralische Bedenken aufzwingen wollen"?

wenn ein geistig Behinderter in der Lage ist, eine Prostituierte aufzusuchen, würde ich ihn nicht darin hindern, genauso wie ich auch gesunde Männer nicht daran hindere.

Obwohl ich es nicht für richtig finde.

Aber ich würde auch nichts tun, um es zu untersützen.

-yFiz


noch was

in will hier und jetzt nicht über Prostitution sprechen.

Das Thema wurde im Forum bereits umfassend behandelt.

Es ging um geistige Behinderung und Sex.

CLrueellxa


Natürlich sollen Gespräche u. zwischenmenschliche Miteinander von vorn herein zum Umfeld der Menschen gehören.

Aber auch für diese Menschen ist es wichtig, auch mit anderen als BetreuerInnen Beziehungen zu haben...

Nix desto Trotz, natürlich alles nur wenn erwünscht.

fragenragen: Ja, genau das hoffe ich auch für die Betroffenen!

Aja noch was: Es gibt übrigens auch genügend behinderte Männer, die Prostituierte aufsuchen.

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