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Devotes Verhalten

Nligh8ter hat die Diskussion gestartet


Ich habe mal eine Frage wo devotes Verhalten, nicht unbedingt (nur) im Sexuelle anfängt.

Wenn ich meine Freunden fragen würde ob sie dominant oder devot ist, würde sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen: "weder noch".

Vor die Wahl zwischen diesen beiden Einstellungen gestellt, würde sie wohl eher "devot" wählen.

Sexuell sind wir ziemlich ausgeglichen und hin und wieder nimmt schon mal der gerade aktive Part die etwas dominante Rolle ein und "zwingt" den passiven Partner zB in eine Position in der er sich weniger bewegen kann und so die sexuellen Handlungen des aktiven/dominaten Partners an sich "ertragen muss" .. also ganz leichte dom/dev-Spiele. Grundsätzlich halte ich mich eher für einen beim Sex eher dominanteren Charakter, auch wenn ich mich auch gerne mal devot ergebe.

Soviel zur Einleitung ... durch eine Eröffnung die mir meine Freundin letzte Woche gemacht hat, habe ich mir die Konsequenzen dieser Neuigkeit für die Beziehung und meiner Gefühle für sie ein paar Tage erst mal durch den Kopf gehen lassen. Diese für sie erschrecken heftige Reaktion meinerseits hat sie extrem erschrecken lassen und seltsamerweise war der Sex dabei (speziell für sie) extrem gut und sie hat gemeint, dass sie noch nie in ihrem leben so heftige und angenehme sexuelle Gefühle hatte.

Ich habe das dann versucht zu hinterfragen, wieos das ausgerechnet in der Zeit ist, meinte sie das für sie die sexuelle Intensität extrem gesteigert wird, je unsicherer sie sich meiner wäre und eventuell sogar Angst hat mich zu verlieren. Ich hab sie dann natürlich gefragt (schon fast rethorisch) ob ich sie nun in permanenter Unsicherheit wiegen müsste, damit sie den absoluten Kick bekommt.

Hat sie natürlich verneint, denn außerhalb des Sex ist der Gedanke für sie schier unerträglich das ich sie mich verlieren könnte. Das äußert sich schon fast in einer Art Panikattaken, wenn sie sich die Situation (Trennung) in Gedanken durchspielt. Aber beim Sex gibt ihr dieser Gedanke scheinbar den Kick schlechthin!?!?

Zum Rahmen: wir sind seid einem guten halben Jahr zusammen, kennen uns seit gut einem Jahr in allerdings etwas merkwürdiger Konstellation, die hier aber meines Erachtens nichts weiter zur Sache tut.

Ich weiss nun gar nicht ob ich da eine konkrete Frage dazu habe, vielleicht eher Kommentare dazu, oder vielleicht Anmerkungen von speziell von Frauen die das eventuell auch so kennen und damti irgendwie erklären können und wie dieser "sexuelle Kick" aufrecht erhalten weren könnte ohne dass ich sie im unsicheren halten müsste (das ist nämlich auf Dauer anstrengend! ;-))

Antworten
I[jo_n T'icxhy


zwei Fragen dazu

denn so werde ich nicht schlau daraus:

Was für einer Art war diese Eröffnung, Erfahrung ... gehts dabei um die Einstellung dom/dev, und wenn dann in welcher Konstellation?

Welchen Grund gibt es, das sie solche Trennungsängste hat?

N)ighBtexr


nein

mit dem Thema dom/dev hat die Ursache des Themas nichts zu tun. Ich kann nur sagen, dass es etwas war das mich über die Grundlagen der Beziehung nachdenken ließ... ich hoffe das reicht. Näheres kann ich dazu im Moment nicht sagen...sorry

t#ifxfie


Nunja, wenn Deine Freundin solche Ängste hat, Dich zu verlieren, dann wäre doch der Umkehrschluss, dass sie den Sex in/nach solchen Situationen als besonders extrem und intensiv empfindet, weil in diesem Moment dann die ganze Unsicherheit und die Angst nachlässt. Du bist wieder da, Du schläfst mit ihr, sie hat Dich vermisst, sie hat sich Gedanken gemacht, du hast sie nicht allein gelassen. Sie fällt von Angst in Erleichterung. Alle aufgestaute Energie, die durch die Ängste erzeugt wurde, muss raus.

So könnte ich mir zumindest halbwegs vorstellen, was in Deiner Freundin vorgehen könnte. Ob ich damit richtig liege, weiss ich nun auch nicht. Aber es wäre meine Interepretation dessen, was bei ihr abläuft. (zumindest Deiner Beschreibung nach)

Wie man dies allerdings im spiel "nachahmen" könnte... wahrscheinlich nicht in der Intensität, die eine solche "echte" Situation erzeugt. Spiel ist Spiel, da ist normalerweise keine echte Angst dabei. Erzeugt man im Spiel echte Ängste, dann driftet das Ganze in eine Psycho-Schiene weg, die schwer kontrollierbar ist. Dabei verschwimmen schnell die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit und das kann schnell schiefgehen, wenn man nicht aufpasst. (auch wenns doof klingt: Warum erinnert mich das die ganze Zeit an 9 1/2 Wochen? Er dom, sie etwas dev; er unterwirft sie immer mehr; nie ist klar, wann er spielt und wann er es ernst meint). Ich denke, dieses Schema funktioniert im Spiel innerhalb vordefinierter Grenzen nicht, weil einfach keine vergleichbare Angst erzeugt werden kann. Und wie gesagt, lässt man die Grenzen offen, begibt man sich auf dünnes Eis, denn dann greift das Spiel, dass vorher rein auf die sexuelle Beziehung ausgelegt war, im schlimmsten Fall auf die gesamte Beziehung über und das kann irgendwann zum Aus führen.

Man möge mich korrigieren, wenn ich mich hier völlig auf dem falschen Dampfer befinde, aber das ist meine Interpretation und Ansicht hierbei ;-)

t&iffOie


Jetzt, wo ich mir mein Geschreibsel nochmal durchlese, fällt mir auf, dass nicht vollkommen das rüberkommt, was ich eigentlich schreiben wollte. Ich glaub ich bin gerade einfach zu müde ;-) Vielleicht finde ich nach etwas Schlaf bessere Wort dafür.

N}ighWtexr


Tiffie

Ich glaube schon herauslesen zu können was Du meinst, zumindst im ersten Teil. Danke für Dein Statement.

Der Clou war ja, dass ich nie "weg" war oder ihr den Eindruck vermittelt hatte, dass IHR Bild bei mir nun eine Änderung erfahren hätte .. und während dem Sex war die Situation ja nicht anders, dh. das Thema wurde da noch gar nicht angesprochen, sondern erstmals am Tag danach besprochen.

Ich glaube allerdings nicht, das es so ist wie bei einer Bekannten von mir, die sich in mich verliebt hatte aber ich mich nicht in sie und ihr dies deutlich zu verstehen gegeben hatte. Symphatie ist da, ja, aber eben zu keinem zeitpunkt mehr. Als sie das begriffen hatte, wollte sie dass ich "wenigstens" eine Nacht mit ihr verbringe. Obwohl ich zu dem Zeitpunkt solo war, kam das für mich auch nicht in Frage. Daruaf hin war mir die Lady endsauer, weil DAS ihren Stolz verletzt hatte: "Ein Mann sagt einer Frau nicht,dass er keinen Sex mit ihr möchte!" und habe auch zunächst ziemlich viel Prügel von ihren Freindinen bezogen. Bis zu dem Zeitpunkt als mir eine ihrer freundinen bestättigt hatte, dass sie versucht hatte (wie es anscheinend viel Frauen machen würden) mich über den Sex zu bekommen und an sich zu binden.

Dieses Verhalten liegt hier aber meines Erachtens nicht vor, denn die extremen sexuellen Gefühle kommen nicht aus einer kalkulation herraus. Die haben wohl eher etwas mit "ich will noch so viel wie möglich mitnehmen, denn ich begreife in dem Moment dass es endlich ist"-Einstellung. Klingt doof, ich weiss aber nicht wie es anders besser beschreiben könnte!?

t}iffxie


Dieses Verhalten liegt hier aber meines Erachtens nicht vor, denn die extremen sexuellen Gefühle kommen nicht aus einer kalkulation herraus. Die haben wohl eher etwas mit "ich will noch so viel wie möglich mitnehmen, denn ich begreife in dem Moment dass es endlich ist"-Einstellung.

Sehe ich genauso. Es macht keinerlei Anschein (zumindest aus Deiner Beschreibung), dass da Berechnung hintersteckte.

Wenn ich das jetzt richtig verstehe, dann habt ihr erst miteinander geschlafen und euch dann am nächsten Tag erst richtig ausgesprochen? Würde dann also bedeuten, dass sie sich währenddessen nicht klar war, was kommt, sozusagen Zweifel, ob das vielleicht das letzte Mal sein könnte. Auch ne Möglichkeit, das gebe ich zu... das passt dann auch das, was Du mit der Endlichkeit schreibst.

Dennoch zweifle ich, dass man diesen "Kick", den das scheinbar bei ihr erzeugt hat, irgendwie nachspielen könnte, mir würde da jetzt zumindest nix einfallen, was nicht irgendwann vermutlich unweigerlich in arge Probleme entartet und wahrscheinlich auf Dauer mehr kaputt macht als Freude zu bringen.

Ich denk nochmal drüber nach.

NkigAhtexr


Danke für die überaschend schnelle Antwort

Ich bin in meiner Beschreibung dessen ja auch etwas eingeschränkt, da ich die Emotionen auch nur aus zweiter Hand beschreibe. Meine Freundin will demnächst selbst dazu mal etwas anmerken, vielleicht kann sie es dann deutlicher beschreiben auch was den Kick betrifft, den sie so wieder spüren will...

Mtoni2ka65


Die haben wohl eher etwas mit "ich will noch so viel wie möglich mitnehmen, denn ich begreife in dem Moment dass es endlich ist"-Einstellung. Klingt doof, ich weiss aber nicht wie es anders besser beschreiben könnte!?

Find ich ganz nachvollziehbar, dass das einen gewissen Kick gibt. Sex und viel Sicherheit mag kuschlig sein, aber ein Fünkchen Unsicherheit macht ihn auf jeden Fall geiler ;-)

N9imghxter


Monika

Sex und viel Sicherheit mag kuschlig sein, aber ein Fünkchen Unsicherheit macht ihn auf jeden Fall geiler

Das waren fast wörtlich ihre Worte als sie versucht hat es mir zu Beschreiben. darauf hin kam meine Frage, ob ich sie nun in permanenter Unsicherheit halten sollte.

(Das ganze Gespräch lief nicht so ernst ab, wie es sich hier bei mir anliest, sondern schon mit einem kräftigen Augenzwinkern)

M'oniHka65


Nighter

Paare, die sich häufig streiten, haben oft ein regeres Sexleben. Sex stellt Nähe her und dazu muss vorher eine gewisse Distanz da sein. Hat nur sie das so erlebt, du noch nie?

Eine psychologische Erklärung dafür habe ich auch mal irgendwo gelesen. Paare, die sehr harmonisch leben, haben so viel innere Nähe, dass die Lust auf Sex nachlässt. Kann ich 100 Prozent bestätigen. Erklärt wurde es damit, dass das gewissermaßen eine Art Schutz der Seele vor vollständiger Verschmelzung wäre.. nun, das kann man als Erklärung akzeptieren oder nicht, erfahrene Tatsache ist, dass ab und zu oder auch regelmäßig ein wenig Distanz das Sexleben auffrischt.

NLightexr


WOW

Schutz der Seele vor vollständiger Verschmelzung wäre..

Das kann ich gewisser Weise auch bestätigen. Mit meiner ExFrau mit der ich 13Jahre zusammen wurde die innere Verbindung so extrem eng, dass wir teiweise heute noch dabei sind unsere Persönlichkeiten wieder auseinaderzufieseln. tatsächlich wurde der Sex, der die ersten drei jahre durchschnittlich täglichstattgefunden hat schliesslich auf durchschnittlich einmal im Monat reduziert, zu unser beiden Leidwesen. Das das mit der extremen innernen Verbundenheit zusammenhängt habe ich so noch nie betrachtet, da ich das für normale "Abnützungserscheinungen" einer sehr langen Beziehung betrachtet habe.

Durch den extremen Kick meiner Feundin den ich beschrieben habe, habe ich den Sex auch als sehr außergewöhnlich erlebt. Aber weniger aus mir selber heraus sondern weil ich quasi mitgerissen wurde als sie ihren Flug über die Stratosphäre hinaus angetreten hat. Ich habe noch nie, weder direkt noch indirekt (also davon gehört), sowas erlebt und weiss auch nicht ob das wieder pasieren wird!

C#alamcirxya


Das hat was mit der rasend schnell steigenden Intimität zu tun, die man nur am Anfang einer Beziehung hat, wenn man sich kennenlernt. Alles ist neu, aufregend, und genau das lässt die Intensität so unvergleichlich vorkommen.

Wenn man sich mal länger, genauer kennt, weiß, wie der andere wann reagiert, wird es langweilig in dem Sinne, dass keine Intimitätsteigerung mehr MÖGLICH ist - man kennt den anderen ja! Man weiß, wie er reagiert, wie er küsst, wie sich seine Hände anfühlen etc.... das wird fast langweilig, weil nix Neues mehr. Andererseits mehr Verbundenheit, aber dadurch sinkt auch der sex. "Kick".

Deshalb stimmt es auch, dass Paare, die sich häufig streiten, oder sogar mehrmals trennen und wieder zusammenfinden, besseren Sex haben. Man streitet, trennt sich - auch emotional - blockt ab, entfremdet sich vielleicht sogar ein wenig, und dann geht das Spiel von Neuem los.

Grainne

y%otsefxf


Streit

Deshalb stimmt es auch, dass Paare, die sich häufig streiten, oder sogar mehrmals trennen und wieder zusammenfinden, besseren Sex haben. Man streitet, trennt sich - auch emotional - blockt ab, entfremdet sich vielleicht sogar ein wenig, und dann geht das Spiel von Neuem los.

Das ist eine verzwickte Sache. Natürlich ist der Sex interessant, voller Spannung. Aber die Streiterei ist ebenso nervenaufreibend. Man weiß in einer solchen Situation nicht, was man lieber hätte: etwas mehr Harmonie oder doch lieber den spannenderen Sex.

Also mir war am Ende eine gut laufende Beziehung lieber. Die Selbstzweifel und Krisen, die man durch die dauernde Streiterei mitmachen muss, ziehen einen doch ganz schön runter.

D!er F|l2aaneuxr


Möchte mich yoseff anschließen

Die wenigsten Paare führen eine derart konstruktive Streitkultur, wie sie von Cala oder von Monika65 geschildert wurde. In der Regel endet Streit doch in Groll, wird von den Partnern nicht wirklich verarbeitet. In solch einer Situation wird der Sex alles andere als gut sein. Ich zweifle also, daß Paare, die häufig streiten, automatisch auch den besseren Sex haben.

Und dann, Cala: Harmonische Beziehungen sind nicht per se langweilig. Das mag von außen so wirken, weil die Partner sehr "monolithisch" in Erscheinung treten und anscheinend durch nichts aus der Ruhe zu bringen sind. Der Gedanke, daß konstante seelische Nähe mit dem Verlust von Intimität einhergeht, daß also der sexuelle Kick in einer längeren Partnerschaft zwangsläufig abnimmt, halte ich für die typische Sichtweise einem [man verzeihe mir diesen Gedankensprung] vom kapitalistischen Warenfetischismus geprägten Fortschrittsdenken. Uns geht's schlechter, weil die Wirtschaft nicht wächst? Liebe erfüllt uns nicht mehr, weil keine weitere Steigerung mehr möglich ist? "Schneller, besser, intensiver" - ist das die Formel des Glücks, Cala?

"Wer möchte sich denn wünschen, eine Tafel zu sein, auf der die Zeit jeden Augenblick eine neue Schrift setzt...?" (Sören Kierkegaard, Die Wiederholung). Ich für meinen Teil plädiere für die Wiederholung.

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