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Die ewige Versuchung

CgaZlJacihrya


Nö, dauert mir zulange. Ich sagte ja: Es gibt zu jeder These eine Gegenthese.

Und wenn du von allen, die hier "diskutieren" verlangen würdest, sie sollen Quellen nennen, dann könnte Dr.Schüller das forum zumachen.

Grainne

gRolden-{dxream


Squizzel

Was ist ein Gymnasion ??? Hättest du jemals ein

Gymnasium von innen gesehen,wüßtest du sicherlich zumindest, wie man das schreibt.

Srqu[izezel7x6


Nö, dauert mir zulange.

Oder einfach nur zu faul? Ich vermute ja eher zu anstrengend.

Ich sagte ja: Es gibt zu jeder These eine Gegenthese.

Das ist 1. Quatsch, 2. sind das keine Thesen und 3. will ich die erstmal aufgeführt bekommen bevor ich dich hinsichtlich dieses Themas für voll nehmen kann.

Und wenn du von allen, die hier "diskutieren" verlangen würdest, sie sollen Quellen nennen, dann könnte Dr. Schüller das forum zumachen.

Ich verlange ausschließlich eine Quellenangabe wenn hier jemand versucht etwas als Fakt durchzubringen und selbst nachweislich keine Kapazität auf diesem Gebiet darstellt.

Du kannst gerne von dir aus der Luft gegriffenen Mutmaßungen aussprechen. Dann schreib jedoch dazu dass es die Ergebnisse irgendwelcher von die gestrickten Analogien sind und sie keineswegs einen Anspruch auf Gültigkeit haben.

Ansonsten wenn du jetzt nicht mehr als nur ein "nö bin bockig, mag nicht mehr" hierzu beizutragen hast, dass lass es am besten ganz bleiben.

S@quizze"l7x6


@golden-dream

Wenn einem die Argumente ausgehen, macht man sich über die Tippfehler anderer lustig. Ist schon seit Anbeginn des Internets ein beliebter Trollfaktor und spricht nicht grade für denjenigen der sich auf ein solch kümmerliches Niveau herablassen muss um überhaupt noch etwas beitragen zu können.

WWatch-JIr'onxy


Was ist ein Gymnasion Hättest du jemals ein

Gymnasium von innen gesehen, wüßtest du sicherlich zumindest, wie man das schreibt.

omg noch schlechter, billiger und einfach lächerlicher gings echt nicht mehr oder? das u liegt direkt neben dem o, ist doch logisch dass man sich mal vertippt. meine güte wie billig

Cialac{irya


squizzel:

Nö, dauert mir zulange.

Oder einfach nur zu faul? Ich vermute ja eher zu anstrengend.

nein, zu müde. Ich fahr jetzt nach hause.

Ich sagte ja: Es gibt zu jeder These eine Gegenthese.

Das ist 1. Quatsch

sehe ich nicht so.

2. sind das keine Thesen

ja, was denn? Wissenschaftlich BEWIESENE Erkenntnisse aus der Steinzeit, oder was?

Und wenn du von allen, die hier "diskutieren" verlangen würdest, sie sollen Quellen nennen, dann könnte Dr. Schüller das forum zumachen.

Ich verlange ausschließlich eine Quellenangabe wenn hier jemand versucht etwas als Fakt durchzubringen und selbst nachweislich keine Kapazität auf diesem Gebiet darstellt.

ich habe nicht DAS als Fakt dargestellt. Etwas eilige Vermutung deinerseits ;-)

Ich habe es als Fakt hingestellt, dass die Monogamie in der westl. Welt mit Einführung des Christentums begann. Willst du ne Quelle?

Kriegst du aber nicht ;-D

Grainne

geolden-xdream


Squizzel

Da ich mich in keinster Weise an dieser sogenannten Diskussion beteiligt habe, können mir auch schlecht Argumente ausgehen.

WBatch/-Irxony


ja, was denn? Wissenschaftlich BEWIESENE Erkenntnisse aus der Steinzeit, oder was?

ob du es glaubst oder nicht auch in der steinzeit gab es dinge die bis heute bestehen und einfach feste natürliche GESETZE sind.

und eine quelle kriegt er nur deswegen nicht weil es keine dafür gibt und du einfach wie immer scheisse laberst. punkt aus.

was war denn mit den alten griechen? zugegeben sie haben sich öffter mal einen lustknaben geholt, aber ehebruch d.h das betrügen der ehefrau stand unter todesstrafe.

es gibt noch mehr solcher beispiele aus antiken kulturen, aber mit dir zu diskutieren hat eh keinen sinn. du bist total verbohrt in deinem schwachsinn und dazu noch rechthaberisch und uneinsichtig.

S[qui}zJzel76


sehe ich nicht so.

Dann bring mir mal eine Gegentheorie zur Relativitätstheorie. Manche Theorien bleiben bis in alle Ewigkeit als solche bestehen, weil es keine Möglichkeit gibt diese zu Beweisen. Trotzdem behalten diese ihre allgemeine Gültigkeit.

ja, was denn? Wissenschaftlich BEWIESENE Erkenntnisse aus der Steinzeit, oder was?

Von jedem seriösen Evolutionsforscher anerkannte Theorien. Deshalb bin ich ja auch auf deine Gegentheorie gespannt.

ich habe nicht DAS als Fakt dargestellt. Etwas eilige Vermutung deinerseits

Sobald du etwas behauptest und nicht einlenkst dass es deine Ansichten sind, stellst du etwas als Fakt dar. Das hast auf Seite 8 zwei Mal getan.

Kriegst du aber nicht

Wie ich bereits sagte: weil du nicht fähig dazu bist.

Da ich mich in keinster Weise an dieser sogenannten Diskussion beteiligt habe, können mir auch schlecht Argumente ausgehen.

Ach du willst dich garnicht an der Diskussion beteiligen, sondern flamest einfach nur mal so eben rein? Das ist ja noch armseeliger.

Gaab-riel Kfnighxt


Ach du willst dich garnicht an der Diskussion beteiligen, sondern flamest einfach nur mal so eben rein?

Sie flamet nicht, ich glaube eher, sie "snipert"... ;-)

wrieauc|himmexr


der Knilch

Expertenantwort:

"Der Konflikt zwischen monogamen Bestrebungen und außerehelicher Beziehungslust bleibt ungelöst. Wo das eine favorisiert wird, wird das andere verdrängt, und beides gleichberechtigt nebeneinander kann nur schwer existieren, da sich Monogamie und Polygamie im Prinzip ausschließen. Es bleibt (leider) nur eins zu sagen: Der Mensch muß mit diesem Konflikt leben. Jeder muß für sich entscheiden, wie er diesen Konflikt löst. Es gibt kein Patentrezept. Eine annähernd intelligente Lösung ist die Akzeptanz der anderen Seite. Entscheidet sich ein Paar für die Monogamie, muß es akzeptieren, daß die Lust auf andere Sexualpartner oder gar Beziehungen nicht zu vermeiden ist. Entscheiden sich mehrere Menschen für die Polygamie, müssen sie auch Eifersucht als festen Bestandteil annehmen. Insgesamt ist es wahrscheinlich sinnvoll, sich selbst und den anderen nicht mit Idealen zu überfordern, wobei es wiederum nicht unsinnig ist, nach einem solchen zu streben. Man muß versuchen, für sich einen Mittelweg zu finden und die menschliche Unvollkommenheit zu akzeptieren. Niemand kann vollkommen monogam oder vollkommen polygam sein. Weder Lust noch Eifersucht können vermieden, weder Treue noch Toleranz erzwungen werden."

Mit anderen Worten: Das ist mal wieder so ein blödes Ding, wo die Natur uns dazu verdammt hat: "Entscheide selber, Mensch!". Das bedeutet aber auch selber für diese Entscheidung Verantwortung tragen zu müssen und Aussagen wie "Der Mensch ist nicht monogam/polygam" eine Aussage ist, mit der man diese Verantwortung von sich wälzen will.

Der Mensch ist flexibel und das ist sein großer Vorteil. Das hat aber eben auch den Nachteil, dass es immer mehrere Möglichkeiten gibt. Bei 50:50 % Männer und Frauen in einer Gesellschaft, ist es z.B. um des sozialen Frieden Willens (die meisten Morde werden aus Leidenschaft/Eifersucht begangen) besser, wenn Monogamie propagiert wird. Ensteht ein Mißverhältnis (z.B. höherer Frauenanteil nach einem Krieg) böte sich Polygamie an. Die Indianer handhabten es so, dass eine Witwe von ihrem Schwager als zweite Ehefrau geheiratet wurde, damit sie wieder einen Mann hatte und ihre Kinder einen Vater. Es kann also auch gesellschaftliche Motive haben.

JEDE Gesellschaft in JEDER Kultur mischt sich übrigens auf ihre Weise in das Beziehungs- und Sexleben der Mitglieder ein. Es ist und war nirgens auf der Welt so, dass die Gesellschaft ("Horde") keinen Einfluß darauf ausübt, mal strenger, mal weniger streng. Wir leben in einer sehr stark individualisierten Gesellschaft, sodass jedes Mitglied nicht nur die Freiheit hat, sondern auch die Bürde trägt, individuell entscheiden zu müssen.

Freiheit hat auch ihren Nachteil. Der Stress, eigenverantwortlich zu sein, immer selber entscheiden zu müssen, was man tut und ich denke, Identitätskrisen, Orientierungslosigkeit, Verwirrtheit, etc. ist der negative Preis, eine hohe individuelle Freiheit zu haben (und der regelmäßige Besuch bei Beratungsstellen und Psychologen). Es lebt sich einfacher, wenn mir mein Lebensweg, meine Werte und Moral vorgegeben werden. Freiheit kann auch ganz schön überfordern. Womit man nun glücklicher wird, wäre die Preisfrage. Wir suchen unser Glück in der Freiheit. Manchmal scheinen aber Menschen in Kulturen, in denen viel mehr vorgegeben ist, glücklicher, weil ausgeglichener und weniger von Eigenverantwortung überfordert, zu sein.

Gaabri!el KJnighxt


wieauchimmer

Ein sehr schönes Posting von dir.

Monogamie/Polygamie sollten nach ihrem Nutzen beurteilt werden, d.h. einmal, ob sie glücklich machen oder schaden, und auch nach ihrem Nutzen für die Allgemeinheit - die Allgemeinheit muss an intakten Beziehungen interessiert sein (wieviel erwahrloste Kinder und Verbrechen gäbe es weniger :-/ ).

dxer KUniulch


@ wieauchimmer

Darf ich fragen, warum das eine Expertenmeinung ist und woher das Zitat (ist es eines?) stammt?

Ich folge mal deinen Ausführungen: Zieht man eine Skala monogam <--> polygam (Poligamie ist ein weit gestaffeltes Feld), ist das Heil also in der Mitte zu suchen. Diese Mitte mag bei verschiedenen Menschen an untershiedlichen Positionen liegen, aber ein Paar kann wiederum daraus die Mitte bilden und dort ihre ideale Beziehungsform finden. Beispielsweise: eine in den Grundfesten monogame Beziehung mit polygamen Elementen. Oder eine Dreier-/Viererbeziehung die in sich 'monogam' ist. Oder ...

Ist es also zulässig zu sagen, dass bei uns im Westen Religion und die damit verflochtene Moral einer gründsätzlich glücklicheren Beziehungsform im Wege stehen?

@ Gabriel

Ich glaube nicht, dass die Allgemeinheit ein für die Ausrichtung einer Beziehung relevanter Aspekt. Im Gegenteil: man versucht den poligamen Aspekt vor der Allgemeinheit zu verbergen, sie damit nicht zu schockieren.

w8ieaDuchilmmeVr


der Knilch

Darf ich fragen, warum das eine Expertenmeinung ist und woher das Zitat (ist es eines?) stammt?

[[http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/sof/4370.html]]

Aber auch:

[[http://mitglied.lycos.de/Gruenewald/4_kult.htm]]

ist das Heil also in der Mitte zu suchen.

Nein, es gibt kein "Heil". Erstens entscheidet die Gesellschaft, was richtig ist. Sie schafft Moral. Moral gibt es in jeder Gesellschaft, nur, dass diese je Gesellschaft andere Regeln hat. Es gibt z.B. bei einem Volk (weiß jetzt leider nicht welches), das Ritual, dass eine schwangerer Frau mit verschiedenen Männern Sex haben muss. Der Vater des Kindes findet das meist gar nicht toll. Es herrscht aber der Glaube, dass es das Kind im Mutterleib stärkt.

Und noch ein Beispiel, wie unterschiedlich die Vorstellungen sein können:

"Bei den matrilinear organisierten Bewohnern Boyowas und anderer Inseln des Trobriand-Archipels (Papua Niugini), die sich durch sehr freie und institutionalisierte voreheliche Sexualität auszeichnen, stellt die Verlobung eine "mehr oder weniger ausgedehnte Periode gemeinsamen Geschlechtslebens" dar. Die Demonstration eines vorehelichen Dauerverhältnisses gilt als "öffentliche Ankündigung der Heiratsabsichten" des betreffenden Paares und "zugleich als Probe auf die beiderseitige Neigung und Verträglichkeit", hat jedoch keine rechtlichen Verpflichtungen für die Betroffenen zur Folge. Obwohl die Verlobten zu einer gewissen Treue verpflichtet sind, kann das Verhältnis von beiden jederzeit gelöst werden. Verlobte und andere geschlechtsreife Jugendliche bzw. Junggesellen treffen sich im "Ledigenhaus" (bukumatula), wo die jungen Männer einen eigenen Schlafplatz haben [Malinowski 1929:44-51].

Die Trobriander kennen den Zusammenhang zwischen Sexualität und Zeugung noch nicht; sie glauben, dass das Kind der Frau von einem Geist geschenkt wird. Das Kind wird nur der Mutter zugerechnet. Die Frauen haben bei rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen eine wichtige Rolle. Die Häuptlingsposition ist jedoch männlich besetzt. Die gesellschaftliche Position eines Mannes vererbt sich auf die Kinder seiner Schwester.

Mit dem Beginn der Pubertät dürfen die Jugendlichen beiderlei Geschlechts einige Jahre lang sexuelle Beziehungen ausprobieren; es gibt dafür ein eigenes Jungmännerhaus, wo sich die Burschen mit ihren Mädchen treffen. Nach einer Phase von einigen Jahren bilden sich allmählich feste Paare, die heiraten und einen Haushalt gründen. Die Partner können z.T. frei gewählt werden (Liebesheirat), bei den reichen/mächtigen Familien wird der Partner von der Verwandtschaft ausgesucht. Verbreitet ist die Kreuzcousinen-Heirat: ein junger Mann muss die Cousine der Tante väterlicherseits heiraten: dadurch bleiben der Besitz und die Macht in der gleichen Familie. Die Häuptlinge leben polygam.

Ehebruch ist (wie anderswo) verboten, es gibt jedoch keine besonders strengen Sanktionen.

Die Ehen sind nicht sehr stabil; es kommt häufig zu Scheidungen und Wiederverheiratungen.

Der Ehemann hat die Rolle des sozialen (nicht des biologischen) Vaters für die Kinder seiner Frau. Neben dem sozialen Vater ist der Bruder der Mutter die wichtigste Autoritätsperson für die Kinder. Aufgrund der Unkenntnis über den männlichen Zeugungsakt besteht in bestimmten Situationen kein Anlass für männliche Eifersucht (z.B. wenn die Frau bei längerer Abwesenheit des Mannes schwanger wird).

Entscheidend ist in diesem Zusammenhang, daß im Zentrum der vorehelichen Beziehungen im allgemeinen und daher auch zwischen Verlobten sexuelle Aktivitäten stehen, jedoch die gemeinsame Einnahme von Mahlzeiten strikt untersagt ist: "Die beiden teilen das Lager und weiter nichts. ...doch nie nehmen sie Mahlzeiten gemeinsam ein. Sie schulden sich gegenseitig keinerlei Dienste, sie sind nicht verpflichtet, in irgendeiner Weise einander beizustehen, kurz, es gibt nichts, was einen gemeinsamen Haushalt ausmacht.... Auf den Trobriand-Inseln dürfen zwei Menschen, die vor der Heirat stehen, niemals eine Mahlzeit gemeinsam verzehren. Solches Tun würde die moralische Empfindlichkeit und das Schicklichkeitsgefühl der Eingeborenen stark verletzen. Ein Mädchen zum Essen auszuführen, ohne mit ihr verheiratet zu sein - was in Europa gestattet ist -, würde in den Augen des Trobrianders sehr schimpflich für sie sein."

Zweitens gibt es individuelle Unterschiede sowohl bezüglich der Stärke der Bindung, die jemand zu einem anderen aufbaut (siehe dazu die Bindungstheoreie von Bowlby) und ein unterschiedlich starkes Bedürfnis nach "fremder Haut". Das kann aber auch mit der Beziehung selber zutun haben. Es gibt Leute, denen fällt es schwer, treu zu sein. Die sollten sich einen Partner suchen, der es tolerieren kann. Es gibt andere, denen fällt es nicht schwer und die fühlen sich durch Treue auch nicht eingeengt. Für mein Empfinden spricht z.b. Treue nicht gegen meine Freiheit. Freiheit definiere ich anders. Manche definieren aber ihr Gefühl von Freiheit über sexuelle Freiheit.

wdieau&ch0immxer


der Knilch

Ist es also zulässig zu sagen, dass bei uns im Westen Religion und die damit verflochtene Moral einer gründsätzlich glücklicheren Beziehungsform im Wege stehen?

Nein. Sind durch die zunehmende sexuelle Freiheit die Beziehungen und Menschen wirklich glücklicher geworden? Einzelne vielleicht, aber was immer gerne bei all der Freiheit übersehen wird, sind die ganzen Entäuschungen nach mehreren Trennungen und die daraus resultierende Angst bei vielen, sich überhaupt zu binden. Fremdgehen wird von vielen Mensche als Vertrauensbruch empfunden und das hat nichts mit unserer christlichen Moral zutun. Diese ist nämlich eine Doppelmoral, weil es Männern z.B. immer gestattet war, ins Bordell zu gehen. Das galt nicht als Ehebruch und die Magd als Geliebte galt lange auch nicht als Ehebruch. Frauen wurden für Ehebruch immer viele härter bestraft als Männer. Offiziell galt es zwar für beide als "schändlich", bei Männern wurde es aber inoffizell akzeptiert mit der fadenscheinigen Rechtfertigung, Männer können nicht anders. Da drückte man gerne beide Augen zu. Die christliche Religion zielte darauf ab, Kontrolle über die Frauen zu haben, nicht über die Monogamie.

"...Doch selbst Kleriker handelten immer anders, als die Kirche sprach. Das Zölibat, die Ehelosigkeit von Priestern, seit dem 3. Jahrhundert propagiert, 1074 eingeführt, konnte nie wirklich durchgesetzt werden. Bischof Heinrich von Lüttich z.B. zeugte im 13. Jahrhundert 61 Kinder. Auch die Prostitution war und blieb unausrottbar. Überliefert sind Spesenabrechnungen christlicher Ratsherren, die neben Essen und Wein auch den (dreimal so teuren) Prostituiertenbesuch abrechneten. Bei großen Festessen wurden Dirnen zum Nachtisch gereicht. Die Veranstalter christlicher Kreuzzüge mussten in einem einzigen Jahr für den Unterhalt von 13 000 Prostituierten aufkommen , und als Papst Innozent III. nach achtjährigem Aufenthalt 1243 Lyon verlässt, bemerkt Kardinal Hugo zynisch: "Seit wir hierher kamen, haben wir große Verbesserungen erwirkt. Bei unserer Ankunft fanden wir drei oder vier Bordelle. Hinter uns lassen wir nur eins. Wir müssen jedoch hinzufügen, dass es sich durchweg vom Ost- bis zum Westtor erstreckt." Kennzeichnend für die christliche Sexualmoral im Mittelalter ist die Rigorosität der Strafandrohung bei gleichzeitiger Lässigkeit in deren Vollzug. Vergleichsweise mild war die Strafandrohung für die wohl übliche Vergewaltigung, die mit einer Buße bis zu einem Jahr bestraft wurde. Daher empfahl der Kaplan am Hofe der Königin Eleonore, nur um die Gunst hochgestellter Damen zu werben. Wenn aber das Interesse des Mannes auf eine ihrer Dienerinnen fällt, riet er: "Gib acht und überhäufe sie mit Lob; wenn du einen bequemen Ort findest, zögere nicht und nimm, was du suchst, und umarme sie mit Gewalt. Denn du kannst ihre äußere Unnachgiebigkeit kaum so erweichen, dass sie ihre Umarmungen ruhig gewähren ... wenn du nicht anfangs ein wenig Zwang anwendest." Wer als Höhergestellter ein Mädchen aus einer niedrigeren Schicht, das ihm gefiel, nicht vergewaltigte, machte sich unter seinesgleichen lächerlich. Aber auch in den Städten gehörte sexuelle Gewalt zu den alltäglichen und ständigen Erscheinungen des Zusammenlebens. Ca. 80% aller Vergewaltigungen waren Gruppenvergewaltigungen, zumeist vollzogen von jungen unverheirateten Burschen. Und sie waren eher die Regel als die Ausnahme..." [[http://www.geschichte-der-sexualitaet.de/inhalt.htm]]

Die Frauen wurden währenddessen keusch erzogen und ihnen die eigene Sexualität abgesprochen:

"Der britische Arzt William Acton 1857: "Die Mehrzahl der Frauen - und das ist ihr Glück - wird von sexuellen Gefühlen nicht sonderlich geplagt. Was bei Männern die Regel ist, ist bei Frauen die Ausnahme." Auch Krafft-Ebing weiß: "Anders das Weib. Ist es geistig normal und wohlerzogen, so ist sein sinnliches Verlangen ein geringes. Wäre dem nicht so, so müsste die ganze Welt ein Bordell und Ehe und Familie undenkbar sein. Jedenfalls sind der Mann, welcher das Weib flieht, und das Weib, welches dem Geschlechtsgenuss nachgeht, abnorme Erscheinungen." Dr. Otto Adler behauptet 1904, "dass der Geschlechtstrieb des Weibes sowohl in seinem ersten spontanen Entstehen, wie in seinen späteren Äußerungen wesentlich geringer ist als derjenige des Mannes". Anm. Und noch 1965 konnte "Die Frau von heute" im gleichnamigen Handbuch lesen: "Da die Frau ihrem Wesen nach normalerweise monogam veranlagt ist, stellt sie sich, wenn sie wirklich liebt, völlig auf den einen Mann ein. Er wird seelisch zu einem Teil ihrer selbst, eine Trennung kommt einer schmerzhaften Amputation gleich. So erklärt sich die Unmöglichkeit häufigen Wechsels für die Frau." (gleicher Link wie oben)

Eifersucht gibt es in jeder Kultur. Das hat nichts mit Moral zutun, sondern es ist eine normale Angst:

"In allen Kulturen hüten Frauen und Männer eifersüchtig ihre sexuellen und Fortpflanzungspartner.[ Selbst in einem Harem gibt es eine Hauptfrau mit besonderen Privilegien] Bekannterweise gibt es einige Ausnahmen wie Partnertausch, doch weltweit betrachtet und in den Dimensionen unserer eigenen Gesellschaft spielen solche Verhaltensweisen eine sehr geringe Rolle. Bisweilen wird von Völkern berichtet, in denen es keinerlei sexuelle Eifersucht gegeben habe oder gebe. Nach neuen ethnologischen Forschungen kann man aber davon ausgehen, dass solche Darstellungen auf einer ungenügenden Faktensammlung beruhen und daher unrichtig sind. Die Polynesier werden in der Literatur häufig als Menschen beschrieben, bei denen es weder sexuelle Scham noch sexuelle Eifersuchtsreaktionen gegeben habe. In der Südsee reagiert man aber auf einen »Seitensprung« des Ehepartners oder der Ehepartnerin ähnlich verletzt wie bei uns. So unterschiedlich, wie man meinen möchte, sind die Kulturen im Hinblick auf die Sexualität also nicht." (Link funktioniert nicht mehr)

In der Sexualmoral einer Gesellschaft geht es im Grunde gar nicht um Sittlichkeit als solche, sondern um die Erbfolge. Kontrolliert man die Sexualität der Frauen, kann man sich als Mann sicher gehen, dass man kein "Kuckuckskind" großzieht, dem man dann später Namen und Besitztümer vererbt. Es geht um den Besitzsanspruch der eigenen Gene.

Wie sich ein Paar diesbezüglich miteinander arrangiert, muss es selber wissen. Man kann hier weder dem einem fehlende Toleranz vorwerfen, noch dem anderen Unmoral. Es geht einfach um Gefühle, die man niemandem zum Vorwurf machen kann. Wenn DU meinst, du bist in einer polygamen Beziehung glücklicher und hast auch keine Problem damit, wenn deine Partnerin ebenfalls ihre sexuelle Freiheit lebt, kannst du dir nicht anmaßen zu behaupten, damit wären alle Menschen glücklicher, wenn die böse christliche Moral nicht wäre. Damit machst du dein eigenes Glücksempfinden zum Maßstab für andere. Eifersucht ist ein normales Gefühl und wer es verdrängt, weil er meint, es entspräche nicht dem freiheitlichem Ideal, ist nicht besser in seinem Dogmatismus als derjenige, der Untreue vollkommen verteufelt. Es gibt keine Norm, sondern es ist einzig eine Frage der eigenen Gefühle. Man verbiegt genauso einem Menschen, der "nicht treu sein kann", indem man ihn zur Monogamie zwingt, wie man einen Menschen psychisch Gewalt antut, den man dazu zwingt, seine Eifersuchtsgefühle zu unterdrücken. Da muss jeder in der individuellen Beziehung sehen, wie er es regelt. Es gibt nichts Allgemeingültiges.

man versucht den poligamen Aspekt vor der Allgemeinheit zu verbergen, sie damit nicht zu schockieren.

Das ist nicht wahr, siehe meinen Text aus der Geschichte. Es herrschte immer eine Doppelmoral. Es wurde zwar Treue als offiziell richtig propagiert, aber nie ernsthaft vollzogen, jedenfalls nicht für Männer.

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