» »

Wie man als Jungmann Weihnachten überlebt

L$olaxX5


@ happydicky

Wie kann man seine sexuelle Orientierung gefunden haben, ohne jemals Sex gehabt zu haben?

Das meinst du jetzt aber nicht ernst? Wenn ja: Mach dich nicht lächerlich! Dass manche erst ausprobieren müssen, ob sie mehr Spass mit Männern oder mit Frauen haben, heißt keineswegs, dass der Umkehrschluss erlaubt wäre!

hvappRydicxky


hehe.. provokative Aussagen und die Fische beißen an! ;-) Wenn man super strikt wäre ist es so. Aber ich denke schon, dass man weiß ob man auf Frauen oder Männer steht. Viellicht auf beides und findet es nie raus. aber darum ging es ja nicht grundsätzlich in diesem Thread.

W>üstenwsoh:n


@ happydicky

Man kann Sex bei einer Nutte nicht lernen, und wenn man dann doch durch regelmäßige treffen was lernt, dann lernt man das falsche. Eine rein körperliche und kapitalistische Beziehung.

Das scheint nicht klar geworden zu sein. Ich habe nicht die Vorstellung, bei einer Prostituierten zum Super-Stecher zu werden. Es geht mir um die rein körperliche, reale (nicht in meinem Kopf oder auf DVD - verstehst du?) Erfahrung, die ich machen will. Das angenehme bei der Kontaktaufnahme (die ja normalerweise auch ein zentrales Problem ist) mit einer Prostituierten ist, dass sie auf dich zukommt und sich Mühe gibt, dich zu bezirzen (sie ist professionell und will ihre performance verbessern). Deshalb wähle ich vorerst diese Option und nicht den deutlich schwierigeren 'Gratis'-Weg.

Das erste mal wird immer in deinem Gedächtnis bleiben

Irgendwo, ja. Aber ob es wichtig bleiben wird? Der Mensch erinnert sich immer vorallem an die guten Sachen. Echt, mein 'erstes Mal mit der Frau, die ich eroberte und die mich auch aus nicht-monetären Gründen wollte' wird diese erste Erfahrung mit der professionellen Illusionistin übermalen. Und wie gesagt: 'Das erste Mal' an und für sich ist ein Märchen aus der Jugend. Es impliziert das erste Mal mit der Traumfrau, der Ehefrau und der Mutter deiner Kinder in einem.

die du nicht mal geküsst hast

Nein, das will ich eigentlich auch nicht...

man darf ja auch mal nicht wollen

Wie alt bist du? Wenn der letzte Zug nach 'Ficken' das Abfahrtssignal gibt, willst du plötzlich einsteigen, egal wie gelassen du bisher warst. JM sind sicher oft eher bedächtige Menschen mit einer 'Wird schon mal klappen'-Einstellung. Diese hilft irgendwann nicht mehr.

Also erklär mir wie du das mit sexueller Definition meinst? Bist du übrhaupt Hetero, hast du das schon geklärt?

Bitte sehr. Sich auf Tatsachen stützend bin momentan asexuell. Das erste Mal macht mich (mindestens partiell) hetero. Bezüglich Ausrichtung: ich glaube nicht, dass es über dreissigjährige gibt, die sich selber das coming-out eingestehen. Das wäre wirklich seltsam. Ich habe mich immer nur in Mädchen und Frauen verliebt und nie eine Erektion oder eine besondere Gefühlsregung in der Nähe eines Mannes gehabt. Ich habe auch nie von Sex mit Männern geträumt. Noch Fragen?

Es ist immer wieder ein "erstes mal" wenn du eine neue Partnerin hast, da kannst du noch so viel Übung haben. Das aufeinander einspielen dauert ne Weile. Ist eine Illusion, dass es in einer Partnerschaft von Anfang an das Paradies ist. Sex mit einer Prostitierten hat auch keine Bedeutung... !

Genau das will ich doch sagen: Erst wenn gegenseitige Zuneigung besteht, wird der sexuelle Akt auf eine Ebene mit tieferer und bindender Bedeutung gehoben, weshalb dieses erste Mal auch erst zählt. Der Sex mit der Prostituierten ist die rein animalische Befriedigung animalischer Gelüste, die der Jungmann zu hervorbringen sucht. Uff...

@Kwak

Wenn du dich jetzt dazu entschieden hast lass dir nicht von irgendwelchen selbsternannten Moralaposteln etwas reinreden.

Moralapostel sind mir egal. Ich bin mittlerweile ein ziemlich freier Denker und versuche, das Denken auf das Handeln umzusetzen. Goethe schrieb doch: 'Der Sinn erweitert, aber lähmt. Die Tat belebt, aber beschränkt.' Mein Sinn ist erweitert (und ich gelähmt) genug, um mich jetzt (mit der Gefahr einer Beschränkung - nur noch Hetero :-) ) zu beleben. Falls ich meine Vorsätze umzusetzen schaffe, werde ich darüber schreiben.

l}achZsmiNlexy


@ Captain Future

Also, du hättest dir eigentlich vor dem Verfassen deines schon wirklich langen Beitrags, ob es sich überhaupt lohnt, sich soviel Mühe zu geben!?!

Ich denke, dass eine wesentlich gekürzte Version völlig ausgereicht hätte, um dein Anliegen anschaulich und nachvollziehbar darzustellen.

Außerdem würden dann mehrere Leute deinen Post durchlesen.

Kleine Anmerkung: ich habe den Beitrag ganz durchgelesen und kann daher zu Recht behaupten, dass du dich kürzer ausdrücken hättest können.

K;wak


Mein letzter Beitrag zu happydicky

Natürlich ist es nicht der Sinn eines Forums zu allem ja und amen zu sagen. Aber du willst hier nur mit deien provokativen Aussagen auffallen und bist am eigentlichen Thema nicht interessiert. Auch bist du nicht bereit die Aussagen und Meinungen der anderen zur Kenntnis zu nehmen und diese zu akzeptieren. So etwas finde ich arm.

Deshalb werde ich weiter Beiträge von dir einfach ignorieren. Du brauchst dir nicht die Mühe zu machen auf diesen Beitrag zu antworten. *:) *:) *:)

Cnaptain` Fut uxre


@lachsmiley

Sicher hätte man den Text kürzer schreiben können. Ich habe ihn deshalb so lang geschrieben, damit er, wie eine Art Trichter sozusagen, alle Arten von frustrierten JM ansprechen kann. Den einen JM mit dem einen Beispiel, den anderen mit der anderen Formulierung. Der Text ist auch, wie weiter oben von jemandem angemerkt, eine Zusammenfassung des 95559-Threads über das JM-Dasein. Doch er ist nicht einfach nur eine Zusammenfassung, sondern spiegelt meine persönliche Entwicklung der vergangenen 2 Jahre wieder, die ich hier im Forum erlebt habe. Die scheinbare Einfachheit der "Zusammenfassung" fällt übrigens unter die sogenannte "Illusion des retrospektiven Determinismus": Von hier aus sieht die Vergangenheit so aus, als wäre schon immer sonnenklar gewesen, wie sich alles entwickeln würde (egal, welches Thema), in Wirklichkeit ist das aber eine Illusion, weil man aus jedem "jetzt" heraus niemals eine Entwicklung vorhersehen kann. Oder war Dir damals klar, daß man Yahoo-Aktien kaufen sollte?

Mein Text spricht daher auch nur die JM an, die, wie auch in der Einleitung dargelegt, von ihrer Lage langjährig frustriert sind, die sozusagen vom Leben weichgekaut wurden bis zu einem gewissen Grade. Die "jungen Hitzköpfe" hier, die "nie und nimmer" in den Puff gehen werden und noch an die wahre Liebe glauben (was ja schön für sie ist), werden vielleicht, vielleicht auch nicht merken, daß es sich mit 30 oder mehr jungfräulichen Lenzen ganz anders darüber denkt als mit 20 oder 18.

Um es, Deinem Wunsch gemäß, wenigstens in diesem Post zusammenzufassen:

1.: Der Text ist so lang, damit möglichst viele JM sich darin wiederfinden können.

2.: Der Text spricht nur die JM an, die sich argumentativ im Kreis drehen und keinen Ausweg mehr aus ihrer Lage sehen außer Selbstmord (extremst uncool) oder Schicksal (tritt ja eh nicht ein).

@ alle:

Ich hab zwar nicht geantwortet (bis jetzt), aber ich lese aufmerksamst mit! Der Grund: Ich habe festgestellt, daß meine freie Woche nicht wirklich frei ist, ich bin ständig im Café oder im Restaurant mit lieben Freunden, die mich sehen wollen und die ich sehen will. Ich kann mich glücklich schätzen!

n:oneh-e<scxape


...

C}apta5in 7Futurxe


Warum

schreibt denn keiner mehr was? Komisch...

kfleenier-dd


?!

Ich warte gespannt auf Wüstensohn's gewählte Option, also sein Statement nach "Ausführung"...

oiblivYioxn


Vielleicht weil...

...alles Wesentliche schon 20mal gesagt wurde ? ;-)

Wees nich...als Nicht-Jungmann fehlt mir vielleicht die Einfühlungsgabe, aber ich sag jetzt mal einfach, wäre ich in dieser Situation (jenseits 30, empfinde mich als zu minderwertig für eine Beziehung, zu minderwertig um als ONS-Partner ausgesucht zu werden, bin zu verschüchtert und unerfahren um selbst zu jagen) würde ich 1000-2000 Euro sparen, mich ein Wochenende lang in ein billiges Hotel am Frankfurter Bahnhof einmieten, und so lange Sex haben wie das Geld reicht.

Ist natürlich nur Theorie, vielleicht basiert diese "What the heck - Tu es einfach"-Haltung ja nur auf meiner Erfahrung...die eben ein JM nicht hat. Vielleicht würde ich als JM Sex für etwas so Monumentales halten, daß ich es nicht auf so "schmutzige" Weise bekommen möchte. Vielleicht hätte ich vor Prostituierten genauso viel Angst wie vor anderen Frauen. Ich weiß es nicht.

Ich versuche nachzuempfinden, warum man es nicht einfach mal probiert, mal etwas ANDERES probiert...wenn das Leben als JM so höllisch ist (was ich nicht bezweifle), dann sollte man doch alle Motivation haben, etwas ZU TUN. Selbst wenn dieses Etwas den eigenen Moralvorstellungen widerspricht, selbst wenn es ein Scheiß-Erlebnis sein kann...hergott, ist halt ein schlechtes Erlebnis mehr, aber wenigstens mal ein ANDERES als bisher.

Diese Bewegungs- und Mutlosigkeit, dieses ewige Nachgrübeln hat Krankheitswert, ist eine Depression...und ich bin der Meinung, daß viele JM-Schreiber, vor allem ihr Captain, mal über den Gang zu einem Psychologen nachdenken sollten. Nein, falsch, nicht nachdenken, das tut ihr schon zuviel...MACHEN.

h^ap|pydxicky


Fickt doch die Welt!!!

@ oblivion:

da gibt es eine gute Seite wo sich Depris(natürlich anoynm) austauschen

Wenn du die Url haben willst, dann schreib mir ne Message.

ich stimme dir zu, dass langes Jungmann sein wohl wirklich zu starken DEpressionen und Minderwertigkeitsgefühlen führen kann, und wohl über kurz oder lang auch führen wird. Die werden dann durch ein "1. mal" bei einer Prostituierten aber wahrscheinlich noch verstärkt. Es ist dort eine andere Form von Sex , aber: wieso sollte es da einfach so mit dem Sex klappen? Beim ONS klappt es doch bestimmt auch nicht immer(hatte noch keinen). So eine andere Welt ist die der Prostituierten auch nicht. Nervosität wird immer dabei sein. Die Prostituierte spielt dann das Verständnis nur! Es gibt auch Frauen, die Verständnis haben wenn Mann mal nicht kann! Müsst ihr euer Frauenbild mal korrigieren männliche Jungfrauen

An die anderen männlichen Jungfrauen: Man kommt auch schwer aus sowas raus(wie weiter Jungmann sein), wenn man sich nicht eingesteht, dass es evtl schon pathologische Züge hat(bei Bedeutung, die es in eurem Leben hat),wenn man man hier zudem pausenlos postet und zum Teil Andersdenkende runtermacht(es wissen schon die Richtigen wen ich da meine).

Eure Ausgrenzung macht ihr selber! Was für ewig lange Texte immer nur zu einem Thema! Gibt es auch noch andere? Schönes Beispiel für: Sex regiert die Welt - ohne Sex kann man dann halt nicht regieren seid ihr anscheinend!

Soll Jungmann sein eine neue Bewegung werden? Mit eigenen Fahnen und Symbolen und tausenden armen ausgegrenzen Jungmännern, die von der Gesellschaft verstoßen ein Rebellendasein führen? Gegen Medien und andere einen erbitterten Kampf um ihre Anerkennung führen?

Nein: tauscht euch aus, dann gewinnt ihr Stärke. Ihr interessiert euch irgendwann einen scheißdreck drum was andere sagen.

Muss man ja nicht jedem mitteilen, dass man noch männliche JUngfrau ist! Schon das Wort "Jungmann" ist ja eine Kreation eurer "Bewegung"!

Wenn man es doch jedem mittweilen muss, hat es wieder diesen Rebellencharakter!

An meinem Posting zeigt sich, dass ich kein Jungmann bin: es ist einfach zu kurz! ;-)

Und um mal Zynismus reinzubringen: Fuck The World! Da gibt es genug zu ficken, aber bitte nur mit Gummi! Und die Welt lässt sich auch gut ficken, tun ja tausende Menschen jeden Tag

peace**

CEaGpta"in: JFutRure


Stimmt schon...

Das wesentliche wurde tatsächlich schon mehrfach gesagt. Ich würde mich dennoch freuen, wenn die Leser dieses Threads frustrierte JM auf selbigen hinweisen würden, das würde denen nämlich möglicherweise helfen. Denn die Mehrzahl derer, die hier posteten, gehören ganz offensichtlich nicht (mehr) zur Zielgruppe.

Ich wünsche Euch allen einen guten Anfang, viel Glück und Erfolg insbesondere den JM im neuen Jahr! Den "Liebenden" wünsche ich die Energie, die weniger vom Glück gestreiften etwas weniger wirsch anzugehen in Foren wie diesem oder gar im RL.

Also, durchhalten, und toi toi toi für 2005!

Euer

W4üs]ten<sobhn


Herr Jungmann im Puff - Ein Tatsachenbericht

Es war einmal ein junger Mann, dessen Schüchternheit und jugendlicher Idealismus dazu führten, dass er es bis über dreissig nicht schaffte, mit einer Frau zusammenzukommen. Kurz vor seinem zweiunddreissigsten Geburtstag las er ein Buch, welches ihn zum Reflektieren über sich selber anregte und er darauf als ein zentrales Problem seine Jungfräulichkeit definierte. Er suchte und fand Informationen darüber im www, sowie ein Forum, wo andere Betroffene über ihr Schicksal und die Lösung des Problems, d.h. einen Ausweg aus der Jungmann-Sackgasse diskutierten. Durch die Teilnahme am Forum fühlte sich Herr Jungmann so angeregt und fast ein wenig verjüngt, dass er kurzerhand den Plan schmiedete, seine Jungfräulichkeit noch im selben Jahr zu beenden, im folgenden Jahr zwölf One Night Stands auszuprobieren und ein Jahr später eine echte Beziehung einzugehen, z.B. mit einer Art Traumfrau. Für den ersten Schritt wählte er die technisch einfachste Variante – das Treffen einer Prostituierten, welches im folgenden beschrieben wird.

Teil 1: Die Planung

Herr Jungmann kannte von Gran Canaria und einem Schuppen seines Wohnortes schon den üblichen Ablauf in gewissen Bars. Sobald man sich irgendwo hinsetzte, dauerte es etwa eine halbe Minute, und schon befand sich eine im allgemeinen junge hübsche Frau daneben, worauf dann ein eher oberflächliches Gespräch begann (‚Woher kommst du?’ und so), welches in erster Linie erörtern sollte, ob ein Interesse für mehr vorhanden war. Seinerzeit war er aber völlig unvorbereitet darauf und noch in seinen Idealen verstrickt gewesen, weshalb er alle diese Angriffe mehr oder weniger gekonnt pariert hatte. Heute kannte er dieses Szenario zumindest, weshalb er sich an einen guten Freund wandte, der einschlägige Erfahrungen gemacht hatte und ihn somit etwas herumführen konnte. Herr Jungmann fand dies eine gute Option. Er suchte auch weitere Informationen im Netz, z.B. über Preise und möglicherweise erfahrenere Frauen mit Gespür für die Probleme sexuell unsicherer Männer, welche das Unternehmen mit noch weniger Druck ablaufen lassen würden. Zu letzterem fand er nach vielleicht zu geringen Nachforschungen gar nichts. Zu den Preisen dagegen schon. Sie bewegten sich zwischen (von CHF umgerechnet) etwas über 100 Euro für den GV mit im Fenster ausgestellten Sofort-Möglichkeiten (den Strassenstrich im engeren Sinn schloss Herr Jungmann aus) bis zu über 500 Euro für die in Bars oder Erotik-Tempeln über teuren Champagner-Konsum für etwas längere Zeit zu geniessenden Damen. Da er sich existentiell bedroht sah, spielte Geld akut eine sehr geringe Rolle, weshalb er ein Budget von etwa 300 Euro definierte. Der Plan war also klar: Mit dem Puff-gewandten Freund würde man ein mittleres Etablissement aufsuchen, ein Bier trinken und darauf warten, dass sich eine reizende Gespielin daneben setzte. Dann würde man mit ihr aufs Zimmer gehen und das Tier wecken.

Teil 2: Die Vorbereitung

Herr Jungmann war gestresst. Er hatte schon immer seine Mühe gehabt mit Neuem, wo seine Fähigkeiten gefragt waren. Es gab halt keine Gebrauchsanleitung, man benötigte Erfahrung. Aber er schaffte es trotzdem, sich in eine positive, angeregte Stimmung zu versetzen, z.B. indem er Sport trieb oder eine seiner Lieblings-CDs hörte. Diese hatte er während einem Sprachkurs in Sevilla entdeckt und erinnerte ihn jeweils sofort an diese einerseits lockere, aber auch emotional starke Zeit. Er hatte damals zwei parallele Ferienflirts gehabt, welche der Zauderer natürlich nicht zufrieden stellend ausgekostet hatte. Dies aber als Tip am Rande an alle Jungmänner, vor allem diejenigen in den Zwanzigern: Besucht eine Sprachschule im Süden. Spass und interessante Mitschülerinnen sind fast garantiert. Und ihr seid dort völlig frei von allen bisherigen gesellschaftlichen Zwängen. Ihr könnt sogar ein Rollenspiel spielen, wenn ihr wollt, und schauen, wie das Umfeld darauf reagiert. Ja, solche Erinnerungen belebten Herrn Jungmann. Er hatte weitere Motivations-Tricks, welche er benutzte, im Stil von ‚Fuck it all!’ oder ‚No more fear!’. Diese waren aber auch nötig, weil gleichzeitig ‚der Andere’ anfing, Fallen aufzustellen: ‚Ich bin zu müde, nicht in Stimmung.’ Oder: ‚Eigentlich ist mir das doch nicht so wichtig.’ Und sogar: ‚Ich WILL das einfach nicht!’ Ja, letztes stammt aus der Unkenntnis. Der Fickinstinkt fehlt. Hol. Ihn. Dir!

Teil 3: Der Abend

So, die Wohnungstür wurde abgeschlossen und Herr Jungmann eroberte die Strasse, wo er in ein Tram einstieg und zwei Stationen in die Nähe eines Billardcenters fuhr. Dort traf er sich mit dem besagten Kumpel und spielte als auflockernde Einstimmung ein paar Spiele, welche er relativ schlecht absolvierte. Anschliessend gingen die beiden in ihre Lieblings-Bar, wo sich meist hübsche junge Menschen im ‚Mainstream-Alternative’-Bereich trafen. Herr Jungmann trank nun ein grosses Bier und fühlte sich stetig besser. Ihm fiel auf, dass alle Frauen heute sehr attraktiv waren. Ein gutes Zeichen. Er wäre gerne noch ein wenig länger geblieben (…), aber der Freund erinnerte ihn daran, worum es heute eigentlich ging. Also begaben sie sich nun in das berühmt-berüchtigte Zürcher Rotlichtviertel und steuerten die geplante Bar an. Der Freund trat ohne Umschweife ein, Herr Jungmann folgte. Der Raum war etwas dunkel, aber gut gefüllt mit Frauen und Freiern. Sie setzten sich an einen Tisch am Rande, bestellten ein Bier, und tatsächlich befand sich eine halbe Minute später eine hübsche junge Frau neben Herrn Jungmann. Er war vorbereitet und sie plauderten kurz über allerlei, z.B. ihre Herkunft, die Ukraine, und passenderweise die dort stattfindenden Wahlen, sowie über seine ‚Unerfahrenheit’, bevor sie ihn zum Bestellen eines Champagners aufforderte und er dann ziemlich direkt die finanzielle Seite klärte. Champagner-Kauf war Pflicht, preislich zwischen 100-200 Euro. Mit ihr aufs Zimmer zu gehen, kostete alleine zusätzlich etwa 300 Euro, was sein Budget sprengen würde. Sie schlug ihm vor, ins chambre séparée zu gehen, welches sich direkt neben der Bar befand. Dort machte sie dem Studenten das Angebot, für nur 150 Euro (statt über 200) auf ihm den Akt zu vollziehen. Herrn Jungmann war das etwas unangenehm, weil ja jederzeit jemand reinkommen könnte, willigte aber, überraschend zielgerichtet, ein. Sie ging sich waschen, Herr Jungmann trank etwas Champagner, als sein Kumpel mit einer anderen Dame in das gleiche ‚séparée’ eintrat und sich an einen Tisch setzte. Die Ukrainerin kehrte zurück und Herr Jungmann zauderte ein bisschen, liess es dann aber doch geschehen, dass sie ihm die Hosen öffnete und sich an ihm zu schaffen machte. Wegen des konstanten Körperkontaktes und mithilfe von ein paar Tricks (am Ohr knabbern zum Beispiel wirkte gut) weckte sie tatsächlich das Tier. Sie zog das Kondom über, dann kam der französische Teil, welcher Herrn Jungmann nicht besonders gefiel. Er hatte das immer als etwas erniedrigend empfunden. Er bat sie, sich nun auf ihn zu setzen. Sie benutzte etwas Gleitcrème und tat es. Dann fing tatsächlich der GV an. Sie bewegte sich auf ihm, und er war etwas irritiert über die geringe Reibung. Die körperliche Nähe empfand Herr Jungmann aber als sehr angenehm, und er genoss das ganze weit mehr als er befürchtet hatte. Ihm fiel zwischendurch auf, dass die mit weichem Polster belegte Bank, auf der sie sich befanden, im Rhythmus ihrer Bewegungen quietschte, und einmal vernahm er auch einen Ruf aus der Bar nebenan, dass das ‚Geklopfe’ jetzt dann mal aufhören könne. Es dauerte, sie wirkte langsam etwas ungeduldig, aber schliesslich entlud sich Herr Jungmann. In der Frau. Sie stieg runter und es wurde etwas Reinigung betrieben. Dann sass Herr Jungmann einfach da und lächelte etwas schäfisch, innerlich viel stärker als äusserlich. Die weiteren Details sind unwichtig und unspektakulär. Man verliess die Bar, der Freund war auch gut gelaunt und freute sich mit über die gelungene Aktion, man plauderte kurz irgendwas, schliesslich ging Herr Ex-Jungmann nach Hause.

Teil 4: Erkenntnisse

So, es ist tatsächlich passiert. Ich habe eine Frau penetriert und bin deshalb technisch gesehen entjungfert. Nach eineinhalb Tagen hat sich allerdings auch der Kritiker in mir wieder gemeldet und einige Punkte hervorgehoben. Sie hat die ganze Arbeit verrichtet, weshalb ich meine ‚männliche Rolle’ nur passiv erfüllt habe. Sie war auch eine kleine, freundliche und insgesamt unbedrohliche Frau. Sozusagen ein einfacher Einstieg (Gut, das muss ja kein Nachteil sein, sondern eher ein vernünftiger Anfang). Ohne die enthemmende Wirkung des Alkohols wäre die Erfolgschance deutlich vermindert gewesen. Und ohne die Hilfe des Kumpels wäre wahrscheinlich gar nichts gelaufen. Es ist (natürlich) keine Liebe im Spiel gewesen, was dem ganzen tatsächlich etwas den Glanz geraubt hat. Es war kein überirdisches Erlebnis. Aber: Mein Instinkt ist da und ich funktioniere. Und egal, welche Gründe man nun für den Jungmann-Knacks anführt (gesellschaftlicher Druck oder individuelles Problem) – ich fühlte mich unmittelbar danach und auch am Tag darauf und jetzt extreeeeeeeem entspannt und zufrieden. Ich fühle mich männlicher und auch ein bisschen jünger, belebter. Zum Teil liegt das wahrscheinlich daran, dass ich mir im Bewusstsein der Schwierigkeit des Unterfanges vorgenommen habe, bis Ende Jahr das Jungmannentum zu beenden und dies unter grosser psychischer Anstrengung auch geschafft habe. Aber ist vielleicht auch ein rein genetisches Programm im Spiel? Die belohnende Dopamin-Ausschüttung, wenn in eine Frau ejakuliert wird?

PS: extreeeeeeeem entspannt und zufrieden… Ach ja, noch was: Danke auch für den Gedankenaustausch in diesem Forum, und z.B. kleener-dd’s Ansporn. War nicht unwesentlich!

CzaptaNin xFuture


@Wüstensohn

Hallo Wüstensohn,

ich bin hocherfreut, daß Du das so deutlich erzählt hast. Klingt ja nach einem fast perfekten Ablauf. Mich hätte die Anwesenheit des Freundes gestört sowie die Tatsache, daß die anderen das hören können, aber jeder Mensch ist ja anders. Herzlichen Glückwunsch zum Erreichen einer Oase in der Wüste! Der weitere Marsch in Richtung fruchtbarer Täler kann nun ja wohl wesentlich leichter vonstatten gehen als vorher, als Du, wie viele von uns hier, halbvertrocknet durch den Sand gekrochen bist. (Und nun hast Du ja sogar den Beweis, daß es diese Täler auch tatsächlich gibt)

Ich bewundere Deinen Mut und Deine Entscheidungsfreude, vor allem aber, daß das Ganze sich emotional ungefähr so entwickelt hat, wie Du es Dir vorher ausgemalt hast. Das ist sehr beruhigend für meinereiner, denn wir JM müssen alle mal ran - wenn auch nicht zwingend im Puff - und da macht man sich natürlich vorher verrückt, ob man's nachher bereut oder nicht. Ich hab's mir extra nicht vorgenommen für 2005 (mich also nicht festgelegt, weder auf das eine, noch das andere), weil der Feedback, den ich hier im Forum (und per PN) bekomme, mich derzeit so beflügelt, daß ich ein richtiges Hoch erlebe.

Wie dem auch sei, ich freue mich ehrlich für Dich, und Du kannst nun "mit ruhiger Hand" auf das neue Jahr anstoßen und Dich auf andere Prioritäten des Lebens konzentrieren. Ich habe neulich in einer Mail einen passenden Vergleich für die Problematik gefunden: Die Jungfräulichkeit sitzt einem im Bewußtsein wie eine Wespe im Motorradhelm. Solange sie da ist, kann man sich trotz aller Mühe auf kaum was anderes konzentrieren.

Ich wünsche Dir ein erfolgreiches 2005! Und den anderen Lesern hier natürlich auch!

WSüsktexnsohn


@captain future

Mich hätte die Anwesenheit des Freundes gestört sowie die Tatsache, daß die anderen das hören können, aber jeder Mensch ist ja anders.

Mich hat es anfänglich auch ziemlich gestört, es war mir sofort peinlich. Deshalb spielte ich mit dem Gedanken, das Ganze abzubrechen oder doch tiefer ins Portemonnaie zu greifen. Das Erstaunliche ist aber, dass der Trieb stärker war. Und im Nachhinein finde ich es eine ziemlich witzige und was mein Verhalten angeht coole Situation. Das allein ist schon die Erinnerung wert.

Herzlichen Glückwunsch zum Erreichen einer Oase in der Wüste

Danke. Der Vergleich ist sehr passend. Es ist nur eine Oase. Mit Suchtgefahr, wie ich von verschiedener Seite gehört habe. Der Aufwand ist nur finanziell (mit einem gewissen Gefahrenpotential), ansonsten geht es sehr einfach. Die Frauen sind im allgemeinen auch attraktiv. Aber der Marsch muss tatsächlich weitergehen. Ich denke, momentan noch etwas euphorisiert, dass die fruchtbaren Gebiete aber nicht mehr allzu weit entfernt liegen und dass ich an der Oase einen Kompass fand.

Wie sich meine Emotionen weiterentwickeln werden, ob ich mir z.B. jetzt tatsächlich genug Appetit geholt habe, um meine Schüchternheit zu verdrängen, wird die Zukunft zeigen.

Aber echt ein, ähm, perfekter Jahresabschluss. Je mehr ich darüber nachdenke, desto besser... OK, ich höre hier auf. Allen einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH