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Empathie verhindert guten Sex

Zce%phyxr


gagi

Deine Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen, das Thema beschäftigt mich auch gerade (huch ja, ich setze jetzt mal stillschweigend voraus, daß ich auch intelligent und emanzipiert bin ;-) ).

Mein Partner ist sehr einfühlsam und reißt sich echt ein Bein aus, stellt sich auf mich ein, tja, und ist zufrieden, wenn ich es bin. Also, etwas vereinfacht gesagt. Aber gerade dieses Bemühen und "mitgehen" ist manchmal regelrecht kontraproduktiv und sogar lustmindernd und orgasmusverhindernd :- (hab ich ihm auch schon mal gesagt, er meinte aber, er könne nicht anders...).

Aber um jetzt mal den Bogen zu kriegen: manchmal wünsche ich mir auch diesen "archaischen" Sex, bzw. solchen, bei dem man in eine Rolle schlüpfen und sich darin ganz fallenlassen kann. So ein Spiel mit Gewalt und Macht, nicht unbedingt extrem, aber eben ganz anders... Nicht immer, aber doch ab und zu, auch durchaus mit wechselnden Rollen. Davor und danach möchte ich dann aber natürlich genau diesen empathischen Menschen haben. Schon irgendwie seltsam, aber in meinen Augen auch nicht armselig.... nur: wie sage ich´s meinem Kinde ??? ;-D Naja, das ist jetzt wieder eine andere Frage...

Auf jeden Fall sehe ich keinerlei Widerspruch zwischen einerseits dem Wunsch, beim Sex mal in solche Rollen zu schlüpfen und vieles an Konventionen zeitweise zugunsten größerer Lust/Befriedígung zu vergessen und andererseits, außerhalb dieser "Welt" der Lust/Befriedigung Wert auf grundlegende menschliche Bedürfnisse, wie eben Einfühlungsvermögen, Zuneigung, Bestätigung, evtl. Liebe und was man sonst so braucht, zu legen (sorry, Schachtelsatz %-| ). In einer "echten Beziehung" kann ersteres ohne letzteres auch gar nicht funktionieren, in meinen Augen.

mIoonR-mKooxn


@marly

ja, ich weiß was der Begriff bedeutet, habe aber auch lange gezögert mit der Verwendung. Ihr wisst ja wohl, was ich meine, mit ist kein besserer eingefallen.

moon-moon

MOar:ly


moon-moon

ja ich hab dann durch die anderen beiträge verstanden, was du damit ausdrücken willst...

ich habs nämlich andersrum interpretiert, weil ich find einfühlungsvermögen beim sex, natürlich im angemessenen rahmen, ist durchaus wichtig und notwendig

meooIn-@moon


@gus

Deine Bemerkung ist schon wesentlich. Ich bin halt auch erschrocken, weil eigentlich soetwas wie Liebe in diesen Momenten eigentlich keine Rolle spielt. Geilheit kann auch in Abwesenheit von Liebe gelebt werden, bei mir zumindest.

Mit dem Rollenspiel ist das so ne Sache- letztendes ist das spiel auch nur authentisch wenn derjenige die Eigenschaften wirklich in sich hat (verdrängt oder sonstwas). Ich bin da auch hypersensibel und schlechte Schauspielerei ist der totale Abtörner. Wenn ich merke, dass jemand mir zuliebe etwas "darstellen" will, was aber völlig aufgesetzt wirkt- nee, geht nicht.

MOON-MOON

EdiPn Emotrionxaut


Ich finde den Begriff Emphatie in dem Kontext gar nicht mal unpassend

m;oon-mfoxon


@grainne

schön, dass Du auch so drauf bist. Eigentlich gibt es auch kein Problem ausser das sich ja manchmal soetwas wie eine Instanz von oben meldet und das ganze bewerten bzw abwerten will.

Es stimmt, es ist schon irgendwie eine Entscheidung, das gegebene auch anzunehmen und sich nicht abzumühen mit Rollen, die für einen selbst nicht stimmen. Ich denke, dass viele Frauen da auch nicht ehrlich mit sich sind oder eben so Schattenseiten ihrer Persönlichkeit nicht zulassen, weil es ihrem Bild von sich selbst nicht entspricht. Ich wunder mich halt nur und würde gerne wissen, warum man diese Bedürfnisse hat, woher das kommt.

Ich merke nur dass man über solche Dinge ja auch nicht mit jedem reden kann und das ich oft feststelle, dass sogar meine Freundinnen nicht erpicht darauf sind über ihre Intimitäten zu sprechen. Supi, dass es so ein Forum gibt.

MOON-MOON

m^oon-[mooxn


An alle, die hier schreiben

ich danke Euch für eure ehrlichen und offenen Beiträge, lese Sie mit großem Interesse

MOON-MOON

C&al|acsiryxa


Eigentlich gibt es auch kein Problem ausser das sich ja manchmal soetwas wie eine Instanz von oben meldet und das ganze bewerten bzw abwerten will.

gewöhne es dir einfach ab. Dann hast du keine Probleme mehr.

Es stimmt, es ist schon irgendwie eine Entscheidung, das gegebene auch anzunehmen und sich nicht abzumühen mit Rollen, die für einen selbst nicht stimmen. Ich denke, dass viele Frauen da auch nicht ehrlich mit sich sind oder eben so Schattenseiten ihrer Persönlichkeit nicht zulassen, weil es ihrem Bild von sich selbst nicht entspricht.

ja, aber deshalb kannst du es ja anders machen.

Welches Bild von sich selbst? Das BEWUSSTE? Und was ist mit dem Unbewussten? Der Schattenseite, eben DER Seite, der wir uns NICHT bewusst sind? Wenn wir die krampfhaft versuchen, zu verdrängen, drängt sie sich eines Tages von alleine nach vorne. Und dann kann es übel werden... ich kann dir nur raten, lass es einfach zu. Egal, wie schmutzig, egal, wie brutal.. hauptsache, du hast keine bleibenden Schäden.

Es gibt einen schönen Spruch, der passt in diesem Zusammenhang:

Das Leben will VORWÄRTS gelebt werden, und RÜCKWÄRTS verstanden.

Du verstehst, was ich meine? Nicht vorwärts verstehen, sondern vorwärts leben, einfach rein ins Getümmel. DAS ist Leben.

Woher die Bedürfnisse kommen? Das weiß keiner so genau. Einige wissen es von sich, einige nicht. Ist das nicht egal? Es ist, wie es ist, und man kann es ja lustvoll ausleben. Ja, man SOLLTE es lustvoll ausleben. Alles andere schadet.

Im real life wäre ich vorsichtig, wem ich sowas erzähle. Viele Menschen reagieren auf das Thema sehr allergisch bis abwertend.

Grainne

mjenschHenkpind


moon moon

Ich weiß eben bei mir nicht, ob ich vielleicht "medienverdorben" bin, oder ob ich sich diese Vorliebe des Devotseins eingestellt hat, weil ich meine Lust nicht aktiv zum Ausdruck bringen kann (Produkt meine moralischen Erziehung)

möchtest du mitdiskutieren?

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/124406/]]

ansonsten seh ich kein problem in dem,w as du schilderst :-)

mmoonq-moon


@grainne

Der Spruch ist eine Wohltat. Danke.

Eigentlich bin ich auch nicht im ständigen Kampf mit animalischen Trieben und den kontrollierenden (hemmenden) Instanzen im Kopf. Nur manchmal eben. Aber mit der Zeit wirds immer besser, zu wissen, wann es besser ist den analysierenden Kopf sprechen zu lassen und wann das "flow-Gefühl", das nur nach Leben und auch rauschhaftem Erleben giert. Ich hatte eine Erziehung, die extrem verklemmt war in Bezug auf Sexualität und dann dauert es eben Jahre bis man sich davon freimacht und diese LEBENSVERNEINENDEN KRÄFTE abstreift. Es ist so wichtig, dass man zu allen Teilen seiner Persönlichkeit Ja sagt, weil sie sich, wie du auch geschrieben hast, sonst Schlupfwinkel suchen und in ganz komischen, bizarren Erscheinungen auftreten (psychosomatische Beschwerden usw.).

Das ist meine Beobachtung. Und ich sehe nur, dass viele Frauen da noch einen weiten Weg vor sich haben, ihre "dunklen, vielleicht sogar dämonischen Seiten" in ihre Persönlichkeit zu integrieren.

Es gibt viel zu viele "brave Mädchen" im Erwachsenenalter.

MOON-MOON

C"ailaciPrya


Ich hatte eine Erziehung, die extrem verklemmt war in Bezug auf Sexualität und dann dauert es eben Jahre bis man sich davon freimacht und diese LEBENSVERNEINENDEN KRÄFTE abstreift.

ja, das kenne ich :-o ... sowas hemmt ungemein. Ohne dass man es will.

Es ist so wichtig, dass man zu allen Teilen seiner Persönlichkeit Ja sagt, weil sie sich, wie du auch geschrieben hast, sonst Schlupfwinkel suchen und in ganz komischen, bizarren Erscheinungen auftreten (psychosomatische Beschwerden usw.).

Das ist meine Beobachtung. Und ich sehe nur, dass viele Frauen da noch einen weiten Weg vor sich haben, ihre "dunklen, vielleicht sogar dämonischen Seiten" in ihre Persönlichkeit zu integrieren.

Es gibt viel zu viele "brave Mädchen" im Erwachsenenalter.

so gefällst du mir ;-D

Grainne

w\iGeauIchimxmer


moon-moon

schlechte Schauspielerei ist der totale Abtörner.

Ich seh es nicht als Schauspielerei, wenn man in eine Rolle schlüpft, die man gerne spielen möchte. Im Kindesalter tut man das ständig und auch im Karneval. Wenn einem diese Rolle gar nichts gibt, man sich in ihr nicht wohl fühlt, dann sollte man sie natürlich auch nicht spielen. Es kann aber sehr spannend sein, etwas zu spielen, was man im normalen Leben gar nicht sein will, aber in Rollenspielen.

wBieEau<cphim+mxer


moon-moon

Schattenseiten ihrer Persönlichkeit

Sehe ich auch nicht so. Ich bin ein friedlicher Mensch und stehe trotzdem auf Thriller oder Horrorfilme. Das ist keine Schattenseite, sondern einfach ein Nervenkitzel, den ich im realen Leben aber natürlich nicht haben wollte, aber im Film oder als Spiel schon. Ich möchte auch um Gottes Willen im normalen Leben niemals vergewaltigt werden. Als Spiel finde ich das aber durchaus eine reizvolle Vorstellung.

w9i`eayuchi]mmxer


moon-moon

Ich hatte eine Erziehung, die extrem verklemmt war in Bezug auf Sexualität

Da hast du doch deine Erklärung.

mfoo#n-?mooxn


@wieauchimmer

also...

ich muss das nochmal klarstellen, was ich mit Rollenspiel meine.

Es ist eigentlich wie bei einem guten Schauspieler, wo du als Zuschauer nicht das Gefühl hast, "der denkt, dass er jetzt böse gucken soll", sondern er hat die Rolle soweit introjiziert dass er in dem Moment wirklich der Mensch IST, der er vorgibt zu sein. Er hat einen Teil seiner Persönlichkeit wiedergefunden, der sonst vielleicht eher nicht zu Tage tritt.

Konkret meine ich, es gibt halt Männer, die sind so herzensgute Kerle, dass ich merke, dass ihr pseudodominantes Verhalten (mir zuliebe)aufgesetzt ist, weil sie nicht drin sind im Film.

MOON-MOON

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