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Ambivalenz der Männer: Sex wollen + Frau dafür verachten

bcriksxka hat die Diskussion gestartet


Männer, die Sex wollen, und die Frau, mit der sie das haben können, dafür verachten.

Eine prüde Erziehung sorgt dafür, dass der Mann das "reine" und "keusche" verinnerlicht, gleichzeitig ist der Wunsch da und die Sehnsucht nach wildem Sex:

Sex an ungewohnten Plätzen, Hemmungslosigkeit, Analsex, Hingabe der Frau, exzessive Befriedigung der Frau, das Laute beim Sex....

wenn der Mann das mit einer Frau erleben kann, ist der Mann unbewusst verstört und reagiert verletzend:

Er lehnt das ab, was er sich wünscht und jetzt erlebt. Er lehnt das ab, indem er die Frau erniedrigt. Sie wird das Feindbild und ist gleichtzeitig das Sehnsuchtsbild.

Wer hat das schon mal analysiert, erfahren, erlebt?

Antworten
S/abixne


briska

Das hatten wir im Prinzip schon mal, damals vor allem am Beispiel von AV, den Männer ja nicht unbedingt ablehnen. Aber ich sage Dir gleich, das war (ist, da noch offen) ein ganz wildes Ding, Internet brutal:

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/68607/1/]]

Der "Schlampen"-Inquisitor des Forums (seit langem nicht mehr tätig, gilt als verschollen) fühlte sich jedenfalls auf den Plan gerufen wie kaum je.


Zu Deiner letzten Frage

Er lehnt das ab, was er sich wünscht. (...) Sie wird das Feindbild und ist gleichzeitig das Sehnsuchtsbild. Wer hat das schon mal analysiert, erfahren, erlebt?

gibt es eine treffende Stellungnahme von Dbaer, zu finden im "Schlampen"-Faden Nr. 2:

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/67861/]]

Beitrag vom 7.3.04, 12.43 Uhr. Dbaer berichtet dort von einer früheren Berufskollegin und faßt alles Wesentliche zusammen.

CLali\forn'iaGold


Interessant!

Deine Schilderungen über dieses Thema sind höchst interessant.

Wo erlebt man soetwas? Das ist doch nicht normal, durch Erziehung ein solch schlechtes Bild zu bekommen.

Aber wenn ich mir das so durchlese:

Sex an ungewohnten Plätzen, Hemmungslosigkeit, Analsex, Hingabe der Frau, exzessive Befriedigung der Frau, das Laute beim Sex...

wenn der Mann das mit einer Frau erleben kann, ist der Mann unbewusst verstört und reagiert verletzend:

Kann es auch sein, dass der Mann möglicherweise bei solchen "schmutzigen" Dingen (die eigentlich nicht schmutzig sind aber für den hier gemeinten Mann so gesehn werden) die Kontrolle verlieren könnte und dadurch eine Schwäche zeigt? Wenn wir nun dies (die Induktion ist gut...) voraussetzen, dann folgert sich die Verspottung der Frau aus dem Schutz vor dem kompromittieren, wie auch schuldvergebenden Verhalten, denn der Mann lässt es entweder nicht zu, dass ihm ein solches Malheur passiert, oder aber der Mann gibt der Frau die Schuld an dem Vorfall.

Das ist jetzt ziemlich weit hergeholt. Deinen Ausführungen zufolge haben also solche ambivalenten Männer eine strenge Erziehung (nach "Zucht und Ordnung") mehr oder weniger ... genossen, wenn auch der Begriff genossen besser durch erhalten substituiert werden könnte.

G-abri@el Knixght


Kann es auch sein, dass der Mann möglicherweise bei solchen "schmutzigen" Dingen (die eigentlich nicht schmutzig sind aber für den hier gemeinten Mann so gesehn werden) die Kontrolle verlieren könnte und dadurch eine Schwäche zeigt

Das könnte bei manchen ein Grund sein.

Noch ein Gedanke: Vielleicht stellen sich manche Männer vor, ihre Tochter/Schwester/Mutter würde so etwas tun und sich womöglich erniedrigen lassen. Das lehnen sie dann strikt ab.

Es ist eine Art Doppelmoral - der fehlende Respekt vor der Frau ist ein Ausdruck für die Angst vor sich selbst und den eigenen Fantasien...

mqotiZoxn


@ briska:

Hast du sehr zutreffend beschrieben. Ist eigentlich absolut schwachsinnig, aber bei vielen Männern ist es genau so.

E|in EmHotionauxt


Ich weiß nicht, mir ist es absolut fremd, das "reine" und "keusche" zu verherrlichen. Reinheit in diesem Sinne gibt es IMHO nur bei gewissen religiösen Vorstellungen. Und Keuschheit ist für mich instinktiv eher das Gegenteil von Reinheit. Wer einen Trieb hat und ihn nicht ausleben kann oder will, ist (ich kann das nur intuitiv benennen) IMHO nicht wirklich "rein".

Dieses Verachtungsgehabe habe ich dagegen sehr wohl schon beobachtet, erschreckenderweise durchaus ab und zu bei mir, wobei es sich nur auf sexuelle Situationen bezog und eher unkontrolliert war und ebenso schnell wieder weg.

C+aklifor,niaGoxld


Hm, gut ausgedrückt! Das ist denke ich am zutreffensten

R ebecbca


Briska

STIMMT TOTAL!!

Und es geht mir tierisch auf den Keks.

Momentan zum Beispiel gibt es einen Menschen, der fast täglich darum bettelt mit mir schlafen zu dürfen (wohn gottlob weit weg).

Habe ihm dann mal erzählt, daß ich mich mit einem Arbeitskollegen getroffen habe, der sich überraschenderweise mit einem Kuß von mir verabschiedet hat.

Seither höre ich ständig: Du wirst als Sclampe verschrien werden. Warum tust Du das Deinem Freund an! Ich bin sehr enttäuscht von Dir. Ich hatte ja Achtung vor Dir, aber jetzt nicht mehr. Bla Bla..

Hab ihn dann mal gefragt, wie es sein kann daß er irgendwie viel mehr machen möchte als mir einen Kuß zu geben, mich jetzt aber trotzdem unentwegt Luder nennt und ja soo enttäuscht ist.

Antwort: Ja, das ist ja was ganz anderes.

Ich glaube einfach, daß Männer wnn sie geil auf einen sind kein Blut im Kopf haben. Und da ist jeder andere Mann Zielscheibe, und sei es nur weil er Guten Tag gewünscht hat. Man selbst ist dann immer die große Ausnahme.

Hat vielleicht was mit dem alten Jagdinstinkt zu tun?

bdrjiskxa


das, was ich meinte

geht auch in die Richtung, dass der Mann eigentlich Angst hat vor dem Ausleben der Sehnsüchte und Vorstellungen.

Ich kann das gut nachvollziehen: in meinen Phantasien schwirrt auch so einiges, steht Dir ein realer Mensch gebenüber, dann scheitert es manchmal daran, dass er sich nicht die Hände wäscht, BEVOR er Dich fingert.

wenn jetzt hier eine Entrüstung losgeht, dann kann ich Euch nur folgende Situation schildern:

man kommt vom gemeinsamen Essen beim Italiener nach Hause, inzwischen hat man alles angefasst, inkl. Speisekarte, Auto, Haustür, und steht sich dann in der Wohnung gegenüber. Man ist heiss, man will. Wer sagt dann: Bitte wasche Dir vorher gründlich die Hände?

Solche Sachen werden natürlich bei der Wunschvorstellung aussen vor gelassen.

Ich schweife ab. Oder auch nicht. Real ist alles anders. Im Chat oder virtuell kann man schwärmen. Wenn man sich sieht, riecht, schmeckt, spürt, ist das pralle Leben da. Die Frau ist nicht nur erregt, sie riecht auch, sie stöhnt.

Ich denke, Männer, die das wünschen, aber dann erschrecken, sind überfordert. Manche haben dann auch Angst, es "wahr" werden zu lassen. Wenn es DAZU kommt, kann jede Erregung der Frau gegen sie verwendet werden:

"Du warst doch auch so geil..."

Die Texte, Sabine, die Dbaer gepostet hat, focussieren mir zu stark auf die Wahrnehmung der Frau als Sexobjekt.

Mich interesssiert, ob ein Mann diese ablehnenden und verhöhnenden Gedanken nachvollziehen kann oder ob eine Frau so eine nachträgliche Abwertung erlebt hat.

LOätMta-Sxchuft


Mir ist dieser Komplex glücklicherweise fremd, das sage ich jetzt nicht, um zu prahlen, sondern nur um klar zu stellen, dass es da auch Ausnahmen gibt. Ehrlich gesagt respektiere ich eine sexuell aktive und selbstbewusste frau wesentlich mehr als eine "keusche", ""enthaltsame", wie auch immer. Meist ist die abstinente Frau eher "verkorkst", und die Frau die iire Sexualität auslebt kommt in der regel viel besser mit sich klar. Ausserdme ist der ex besser.

Das liegt aber velleicht auch daran, dass ich generell eher auf intelligente, selbstbewuste frauen stehe, während ein gewisser Teil meiner Freunde sich mit dem Gegenteil zufrieden gibt.

Gruß,

L-S

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