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Sind Menschen wirklich monogam?

ovbliCvi6on


Apropos Serien-Monogamie

Hab mal irgendwo eine die Ergebnisse einer Psycho-Studie gelesen, in der stand, daß statistisch gesehen sie meisten mit ihrer Beziehung glücklichen Menschen die Serien-Monogamie leben.

w)ieXau6chimmexr


Calacirya

Monogamie ist auferzwungen, von Kirche und Gesellschaft.

Nur ein klein wenig Beschäftigung mit anderen, nicht christlichen Kulturen (auch im Islam ist Vielweiberei eher die Ausnahme für besonders Priviligierte) und vorchristlichen Kulturen und dir wird auffallen, dass deine obige Aussage nichts als ein Mythos ist. Aber scheinbar hast du dich an diesem Glauben so festgebissen, dass du davon sowieso nicht abzubringen bist.

Erstzunehmend ist es aber nicht, zumal gerade die Kirchenoberen sich besonders ausschweifend Kurtisanen gehalten haben. "Bischof Heinrich von Lüttich z.B. zeugte im 13. Jahrhundert 61 Kinder."...wohl kaum mit einer einzigen Frau. Was der christliche Glaube allerdings angerichtet hat, ist die Entsexualisierung der Frau (Jungfrau Maria). Die Monogamie aber sicher nicht. Aber ich fürchte, das können dir auch 10 Historiker und Ethnologen erzählen, von deinem Mythos bringt es dich doch nicht ab. Das nenne ich allerdings "Ignoranz".

Wenn du von Gesellschaft redest, dann musst du von allen Gesellschaften reden. Es gibt nämlich KEINE Gesellschaft, die sich nicht in irgendeiner Weise in das Sexualleben ihrer Mitglieder einmischt. Das ist so, weil der Mensch eben in Gemeinschaften lebt und dies immer gemeinschaftliche Regelungen nötig macht. Unsere Gesellschaft ist im Vergleich zu anderen sogar überaus liberal. Das scheinst du auch zu verkennen.

wfieaucchimmwexr


oblivion

daß statistisch gesehen sie meisten mit ihrer Beziehung glücklichen Menschen die Serien-Monogamie leben

Die wird auch in sexuell sehr liberalen Kulturen bevorzugt (z.B. auch in Matriarchaten), wobei "Serie" sehr verschieden sein kann. Es kann auch durchaus sein, dass es nur einer fürs ganze Leben ist, oder auch 20 oder 50 in Folge. Es kommt drauf an, wie lange es eben funktioniert. Da kann man keine Regel finden, wie lange und wie viele Beziehungen eine solche Serie in einem Leben hat. Das ist sehr verschieden.

EJxtrem%spätzünxder


Der Vergleich mit Mutterliebe hinkt! Denn Mutterlieb hat nichts mit sexueller Libido zutun.

wieauchimmer:

und ungekehrt hat sexuelle Libido nicht zwangsläufig mit Liebe zu tun. Also?

w,ieaucGhimmxer


Extremspätzünder

und ungekehrt hat sexuelle Libido nicht zwangsläufig mit Liebe zu tun. Also?

Aber mit den Bindungshormonen, denn die werden beim Orgasmus ausgeschüttet. Für die Menschen, für die Sex eine reine Selbstbefriedigung an einem andern ist, sind solche Verbundenheits-Gefühle natürlich egal. Seelisch befriedigend ist es aber meist nicht. Also gehört zu einer sexuellen seelischen und körperlichen Befriedigung Liebe doch dazu. Wenn es dir aber egal ist, Hauptsache ein Loch, dann hat das auch nichts mit polgymen oder monogamen Zusammenleben zutun, denn dann hat es gar nichts mit Zusammenleben zutun.

mB a r `v ix xn


@ wieauchimmer

Monogamie gab's auch vorher. Aber die Kirche hat die Ehe erfunden, und damit die Monogamie institutionalisiert.

Unsere Gesellschaft ist im Vergleich zu anderen sogar überaus liberal.

Das stimmt. Dennoch halte ich sie nicht für liberal genug. Und ich mache dies nicht an anderen Gesellschaften fest, sondern an meinem Idealbild. Wie dem auch sei, die Gesellschaft vertreten durch ihre Politiker hat die Ehe ins Gesetz geschrieben. Also haben beide eine nicht ganz unerhebliche Mitschuld an der Auferzwingung der Monogamie.

**

oblivion

...Partner zu Partner variiert doch ein bissel... findest du nicht ?

IMHO nein. Die Abläufe im Gehirn sind die gleichen, und die Empfindungen iim Zusammenleben auch. Bei Partner+Partner kommt noch der sexuelle Aspekt _hinzu_, man muss eben auch "geil" aufeinander sein. Aber alles andere...

wSieau{chim&mxer


Extremspätzünder

Du verwechselst polygam mit promiskur. Polygame Beziehungen sind: Dreiecksbeziehungen, Gruppenehen, Harems, Bigamie, etc. Gibts alles sehr selten und zwar in allen Kulturen selten. Wild durch die Gegend poppen, hat mit Beziehung nichts zutun, weder mit monogam, noch mit polygam.

Cfalaxcirxya


Bindungshormone werden bei jedem Orgasmus ausgeschüttet. Jedwede moralische Verteufelung irgendwelchen promiskuitiven Verhaltens ist hier nicht angebracht.

Grainne

wRieaTuchBimmexr


m a r v i n

Aber die Kirche hat die Ehe erfunden, und damit die Monogamie institutionalisiert.

Stimmt nicht. Auch im alten Babylon gab es schon die Ehe und auch recht strenge Ehegesetze. Möchstest du einen Auszug dazu aus den Gesetzen des Hamurabi haben, oder glaubst du mir auch so?

Dennoch halte ich sie nicht für liberal genug.

Dann kannst du ja mit der Durchsetzung deines Idealbildes anfangen und dafür eintreten und deiner nächsten oder aktuellen Freundin sagen, sie solle sich doch bitte neben dir noch ein paar andere Männer suchen, lieben und Sex mit ihnen haben, damit sie deinem Idealbild entspricht.

Oder hattest du da eventuell mehr an ein Ideal für DICH gedacht?

Wie dem auch sei, die Gesellschaft vertreten durch ihre Politiker hat die Ehe ins Gesetz geschrieben.

Und welchen Sinn das ganze hat, außer, wie du meinst, dich von deinen freien Gelüsten abzuhalten (die du ja gerne ausleben kannst, dich zwingt keiner zum Heiraten), darüber hast du wohl noch nie nachgedacht? Ich würde mit Sicherheit für keinen Mann meinen Beruf drangeben und seine Kinder erziehen und den Haushalt schmeißen, wenn ich nicht durch Ehe rechtlich abgesichert wäre. Das wäre auch ziemlich dumm.

Also haben beide eine nicht ganz unerhebliche Mitschuld an der Auferzwingung der Monogamie.

Frag doch mal, wie viele Menschen sich eine stabile, monogame Beziehung wünschen, weil sie ein Bedürfnis nach einer solch vertrauten Nähe haben? Meinst du tatsächlich, dieses Bedürfnis wäre aufgezwungen? Dann scheinst du von menschlicher Psychologie nicht viel zu wissen und dir auch noch nicht viel Gedanken dazu gemacht zu haben.

wBieauc+him<mer


Calacirya

Jedwede moralische Verteufelung irgendwelchen promiskuitiven Verhaltens ist hier nicht angebracht.

Du darfst gerne rumpoppen wie es dir gefällt und das für den Rest deines Lebens mit ständig wechselnden Partnern (das bedeutet nämlich Promiskuität), hab ich kein Problem mit. Ich bezweifel allerdings, dass dich das auf Dauer zufrieden und glücklich macht. Aber das wirst du sicher selber irgendwann feststellen.

m. a! r }v i n


@ wieauchimmer

Auch im alten Babylon gab es schon die Ehe und auch recht strenge Ehegesetze

Im alten Griechenland gab es auch die Ehe. Und dennoch wurde Polygam gelebt (Mann, Frau, Knaben, Geliebte... war alles vohanden). Das sich die Kirche überall herausgriff, was ihr am besten passte, ist ja klar... und in der heutigen Zeit ist sehr wohl die Kirche an unserer Auffassung der Ehe schuld... Im Gesetz ist sie nicht definiert, und nur die Kirche ist mächtig genug, als Intuition so kräftig hinter einem staatlich nicht definierten Konzept zu stehen, dass sich Auswirkungen sogar im STGB finden lassen...

Dann kannst du ja mit der Durchsetzung deines Idealbildes anfangen und dafür eintreten ...

wozu dieser persönliche angriff? und ja, ich setze mich für mein Idealbild der Gesellschaft ein, aber dies gehört hier wohl nicht her. Im übrigen habe ich mit keinem Wort erwähnt, dass ich die Ehe abgeschafft haben möchte; ich finde es nur sinnlos, sie auf einen Mann und eine Frau zu beschränken. (wobei dies ja im gesetz gar nicht steht, wenn wir uns mal etwas mehr von der kirche verabschieden würden, wäre der weg frei den Art 6 GG auch für zwei frauen, zwei männer, zwei männer und zwei frauen usw. zu öffnen... und die ganzen steuerrechtlichen Vorteile auf Familien(wobei gilt: "Familie ist da, wo Kinder sind") zu beschränken... naja, wie gesagt, das gehört eigentlich nicht hierher).

Es geht nicht darum, sich nicht zu binden, sondern darum, die möglichkeit zu haben, sich mit mehreren zu binden. (promiskuität vs polygamie, du selbst hast es angesprochen)

Dann scheinst du von menschlicher Psychologie nicht viel zu wissen und dir auch noch nicht viel Gedanken dazu gemacht zu haben.

In der Tat nicht. Ich kenne einfach mind. 2 glückliche polygame beziehungen(habe das hier im forum auch schon mal irgendwo erwähnt...) Manchmal hilft eben das reale leben bei der meinungsbildung...

Woatchy-Irrony


ist der mensch monogam?

ich - ja

meine freundin - ja

der rest der welt ist mir sehr egal in dieser beziehung. ich sehe nur dass sowohl meine eltern als auch mein bruder als auch meine freunde sehr monogam veranlagt sind. keine ahnung worans liegt, ist mir auch wurscht.

S/quzizzxel76


Da ich dieses Thema, wie viele andere, schon zu oft durchgekaut habe möchte ich hier nur eine Randbemerkung setzen. Ist es wichtig was der Mensch von "Natur" aus ist? Er macht schon lange nicht mehr das wofür ihn die Natur geschaffen hat.

Der Mann braucht von Natur aus auch nur ein Drittel der Zeit von der Frau bis zum Orgasmus. Soll es ihm deshalb gleichgültig sein weil es von der Natur so vorgesehen war? (berechenbare Kommentare können an dieser Stelle weggelassen werden)

Einige können ja weiterhin in Höhlen leben und Beeren sammeln gehen. Für diejenigen die sich darüber erheben: willkommen in der Zivilisation.

bWonnderigexl


Thema Monogamie

Ich glaube auch nicht an die reine Monogamie, allerdings bin ich der festen Überzeugung, daß es sich einige Menschen sehr einfach damit machen, wenn sie ihre eigene Monogamie brechen.

Stichwort Medien:

Man muß sich schon sehr geschickt anstellen oder einfach richtig Glück haben, einen Tag nicht mit Seitensprungangeboten konfrontiert zu werden.

Will ich im Videotext lediglich ein paar Sportergebnisse (als Bsp.) nachschauen, taucht am oberen oder unteren Rand eine Anzeige zum "Springen" auf:

"Seitensprung Seite 680" oder "diskretes Fremdgehen Seite 720"

Das gleiche im Internet. GMX und [[http://Web.de]] lassen da freundlich grüßen. Wer nur seine Mails nachschauen möchte, wird mit gleichlautenden Poppangeboten konfrontiert, wie im Videotext.

Zeitungen und Fernsehprogramme reihen sich da logischerweise in die gleiche "Schlange der Angebote" mit ein. Oder warum verdienen sich Seitensprungagenturen (das es sowas überhaupt geben muß) eine goldene Nase an in Beziehungen gelangweilten Menschen, die mal eine neues Bett kennenlernen wollen?

Wer sagt, daß man diesen Angeboten nicht nachgeben muß, hat vordergründig ja Recht, allerdings zeigt es doch sehr deutlich, wie einfach heutzutage der Seitensprung geworden ist. Er ist mittlerweile so einfach zu bekommen, wie eine Ware aus dem Supermarkt um die Ecke oder die Pizza vom Bringdienst.

Das manche da die eigenen Triebe nicht mehr bei sich behalten können, liegt klar auf der Hand. Genauso wie die billigen Rechtfertigungen der ertappten "Springer".

Viele Reize sind eben des eigenen Vorsatzes Tod.

Ich frag mich nur, warum viele Männer immer noch Milliarden € zu Prostituierten tragen, wenn eine Affäre erstens so leicht zu haben und zweitens ja auf Dauer billiger ist, als eine Hure?

Bei einer käuflichen Dame zahle ich schließlich pro Sex, bei einer Affäre kann ich da öfters rammeln.

Naja, mein Problem ist das GottseiDank nicht.

bonnerigel

K:Ljun!kiexs


Dies ist ein Thread, in dem ich wieauchimmer zustimme. Liebe schmeisst man nicht leichtfertig weg. Sie ist zu wertvoll. Da muesste man schon der absolute Hengst sein, wenn man dauernd eine Liebe nach der anderen oder mehrere gleichzeitig finden koennte.

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