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Inzucht während Pharaonenzeit, Altertum und heutzutage

Ciasa^nMovxa1 hat die Diskussion gestartet


Ein Tabuthema in der heutigen Zeit ist die Inzucht. Es darf nicht darüber geredet werden. Jeder der es tut ist pervers oder auch nur daran denkt. Biologische Gründe werden ja auch immer wieder herangeholt usw.

Nun war es aber im Altertum und der Pharaonenzeit normal Bruder mit Schwester, Vater mit Tochter, Mutter mit Sohn und die ganze Verwandtschaft untereinander.

Meine Frage: Wie viele Schwachköpfe sind da eigentlich wirklich entstanden ? Kann das jemand beantworten ?

Heutzutage wird jemand als unnormal und pervers abgestempelt, wenn er nur daran denkt wie hübsch doch seine Schwester ist und wie es wohl wäre mit ihr Sex zu haben. Er hat keine Chance seine Gedanken zu äußern.

Beispiel Idee: Aus einer Beziehung entstanden Mädchen und Junge, die Trennung führte auch zur Geschwistertrennung. Keiner wusste von anderem (ja ich weiß war alles im Film schon da). Durch Zufall treffen und verlieben sich beide im Studium und haben Sex (im Film kommt es meistens gar nicht so weit, wegen Perversität), und auf einmal ach Gott kommt heraus, dass man Bruder und Schwester ist. Wie denn ? - Auf einmal Ekel vor einander bloß wegen des Wortes Bruder bzw. Schwester ??? Was hat den Menschen so tief eingebläut, dass dieses so unmoralisch, pervers und abscheuungswürdig ist ?

Antworten
C3asannova1


Scheint wohl

doch nicht so interessant zu sein ?

Tarin&ity1O9/83


doch schon...also inzucht war zu gewissen zeiten zwar gang und gebe aber da wusste man eben auch noch nicht um die möglichen folgen(erbkrankheiten etc.) ich denke diese abscheu hat sich auch gerade deswegen in der heutigen gesellschaft so etabliert..und ist ja auch richtig so

bMond,giVrxl


Ich kenne so eine Familie... Ob nun der Bruder mit der Schwester oder der Vater mit der Tochter... Man weiss es nicht genau, als Vater des Kindes wurde aber der Bruder eingetragen.

Nun, ich würde das Kind nicht als Schwachkopf bezeichen, aber sie ist schon ein wenig seltsam. Sie ist einfach nicht wie andere Kinder. Ob das nun Zufall ist oder weil die Eltern nahe Verwandte sind, ich weiss es nicht.

EkiRn E/mot,ionauxt


Ich glaube nicht daß Inzucht jemals "Gang und Gäbe" gewesen wäre. Es war IMHO immer die Ausnahme. Nicht selten entstand es aus Notwendigkeiten (Abgeschottete, kleine Gemeinschaften etc.) oder Dekadenz.

PweneDlope-w


Kleopatra war doch mit ihrem kleinen Bruder verheiratet oder? Ne Freundin von mir interessiert sich sehr dafür und erzält mir manchmal was darüber. Aber ich denk schon das des früher ganz normal war. :-/

R:yu H|oshi


Ich denke das wird jedem durch die Gesellschaft eingehämmert bis er selber glaubt das ist schlecht. Ich sehe, dass nicht so kritisch (Keine Sorge ich habe keine Schwester.... schwul bin ich nicht ..und sex mit meiner Mutter könnte ich mir unter keinen Umständen vorstellen). Ich würde sagen wer das machen will soll es machen, ich würde ihn dafür nicht verurteilen. Das ganze gibt es genauso in der Tierwelt (sogar gar nicht so unhäufig) wie auch bei Menschen.

Mtr4 Cuf$f


@ Penelope_w

Ich würde eher Emotionauts Variante, dass es aus Notwendigkeit (Dekadenz) zu Inzucht gekommen ist und es eshalb eher die Ausnahme war.

Emotionauts Theorie zu deinem Beispiel, den Pharaonen des alten Ägyptens: Als Nachkommen eines Gottes durften sich die Mitglieder des Herrscherhauses nicht mit "normalen” Menschen einlassen; Inzest war daher eine logische Alternative...

Auch im früheren europäischen Hochadel kam es immer wieder zu Inzest (Oder hart an der Grenze). Grund auch hier dass die "Ebenbürtigkeit" die Partnerwahl stark einschränkte oder man aus Unkenntnis dachte dass das "blaue Blut" so nur noch gestärkt werden konnte.

@ Ryu Hoshi

Ich würde sagen wer das machen will soll es machen, ich würde ihn dafür nicht verurteilen

Ich denke man muss auf zwei verschiedenen Ebenen unterscheiden:

- Die Moralische welche in unserer Gesellschaft solche Beziehungen ächtet, darauf hast du angesprochen.

- Und der biologischen Konsequenzen (Hohes Risiko [~25%] einer Erbkrankheit bei Nachkommen).

Bei der Ersteren bin ich durchaus deiner Meinung dass man unsere Moralischen Dogmen überdenken und revidieren darf solange darurch niemand benachteiligt wird; so zum Beispiel die Akzeptanz Homosexueller Beziehungen.

Allerdings sollte man sich dabei auch immer Fragen weshalb diese Moralischen Tabus entstanden sind; im Falle des Inzest wird es wohl wegen dem hohen Risiko der Erbkrankheiten sein (meine 2te Ebene).

Deshalb muss man spätestens wenn aus dieser Liebe ein Kind entsteht welches deswegen Behindert ist die Eltern dafür zur Verantwortung ziehen, dass sie mutwillig dessen Gesundheit riskiert haben. Rechtlich gesehen werden deshalb die Kinder solcher Beziehungen auch als Opfer betrachtet.

M.om anRd KDaeaxd


weiß nicht, wie das rechtlich beurteilt wird. Aber ich theorisiere mal ein wenig:

Sex und Fortpflanzung hängen immer häufiger nicht ummitelbar zusammen. Wenn ich mir also sicher bin, das ich keine Kinder möchte und ich eine hübsche(n)/nette(n) Cousine/Vetter oder von mir aus auch Bruder oder Schwester habe - meine Güte, dann tu ich doch keinem was böses, oder? Wie gesagt wir reden hier nur von Sex, nicht von Vergewaltigung oder dem Vergehen an Schutzbefohlenen (weshalb ich auch mal Beziehungen zwischen Eltern und Kindern ausklammern möchte, das würde ich auch eher problematisch sehen).

M]r `Cuxff


@Mom and Dad

Die Frage ist soll man die persönlichen Freiheit des Einzelnen höher bewerten als der Schutz von Leben und Gesundheit?

Lass mich mal eine Analogie gebrauchen wie dein Vorschlag für den Strassenverkehr aussehen würde:

Es gelten innerorts keine Geschwindigkeitsbeschränkungen, jeder darf so schnell fahren wie er für richtig hält (persönliche Freiheit). Wenn er jedoch jemanden überfährt ist er für sein Tun verantwortlich und muss die Konsequenzen tragen (Schutz von Leben und Gesundheit).

Was wären die Konsequenzen? Dem Staat wären die Hände gebunden. Heute gilt eine (um einen bestimmten Betrag) überhöhte Geschwindigkeit als Fahrlässige Gefährdung, so kann man dem fehlenden Verantwortungsgefühl einzelner entgegenwirken und so die Allgemeinheit schützen.

Sex und Fortpflanzung hängen immer häufiger nicht ummitelbar zusammen

Du hast Recht, dennoch kann es nicht das Ziel sein Liebes und auch Sexbeziehungen zu legitimieren wenn man genau weiss dass bei einer Zeugung andere darunter leiden müssten (In diesem Fall das Kind).

M1ikeIle


@Mr Cuff

du unterstellst, dass der staat gesetze, wie den §173 StGB mit dem ziel macht, erbkrankheiten zu verhindern bzw. einzuschränken. das ist nicht der fall.

lies mal in diesem inzest-thread die stellungnahme des bundesjustizministeriums, die ich auf meine diesbezügliche anfrage erhalten habe.

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/110548/]]

es wäre tatsächlich sehr problematisch, wenn der gesetzgeber geschlechtsverkehr zwischen bruder und schwester unter strafe stellen würde mit der ausdrücklichen begründung , es solle behiinderter nachwuchs ausgeschlossen werden. mal abgesehen davon, dass daß stark nach der rassehygiene der nazis riecht - der statt müßte sonst konsequenterweisegenauso die zeugung von nachwuchs bei personen unter strafe stellen, in deren familien vermehrt erbkrankheiten auftauchen.

übrigens,, der 17 jahre und 11 monate alte bruder, der mit seiner schwester, 16 j 11 mon, fickt und ihr ein kind macht wird nicht bestraft, sie auch nicht!

deine vermutung, das "moralische tabu" es inzest habe mit der gefahr von behindertem nachwuchs zu tun, kann ich nicht so recht teilen. mir erscheint die aussage eines anthropologen im zusammenhang mit dem sächsischen geschwisterpaar plausibler:

(sinngemäß) die abneigung geschwistern bezüglich sex miteinander rührt aus dem vertrauten miteinanderaufwachsen her. die beiden geschwister aus sachsen hatten sich erst mit15, 16 j kennengelernt.

es lohnt sich, den ganzen artikel aus der süddeutschen zeitung zu lesen. den link dazu findest du auf seite 4 oder 5 des obigen threads.

-7Ria-


inzucht gibts doch heute auch noch... kuckt euch doch mal so kleine kuhkäffer an, in denen es nur eine kneipe und eine kirche gibt... da ist jeder mit jedem verwand ;-D

sSaxxo


Inzwischen gibt es darüber

die aussage eines anthropologen

so viele Studien, daß die Tatsache (daß die z. B. geschwisterlicher Abneigung aus dem engen Zusammenleben resultiert und nicht aus einem imaginären genetischen Trick) eigentlich als bewiesen angesehen kann.

E/in Em?otioxnaut


MrCuff hat es schon gut zusammengefasst. Persönlich finde ich inzestiöse, sexuelle Kontakte die über das pubertäre Ausprobier-Stadium hinausgehen, abstossendst. Aber das ist rein persönliche Ansicht. Inzest ist für mich ein Tabu, das ich sehr gut finde. Es gibt wohl definitiv Ausnahmesituationen, aber ansonsten ist eventuell zunehmende Akzeptanz von Inzest ein markantes Zeichen zunehmender Dekadenz. Alles wiederholt sich so schön (*ansrömischereichdenk*)

T1rionity1G983


bei den tieren kommt es allerdings meist nur unter der bedingung vor dass es zwingend notwendig ist die herde aufrecht zu erhalten(besonders eben bei schlechten bedingungen) und man dabei sich nicht aus dieser entfernt um sich normal fortzupflanzen

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