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Psychisches Erleben beim Sex: "Aufnehmen" & "Eindringen"

w4ieauachigmmexr


Calacirya

Es gibt "männliches Verhalten" und "weibliches Verhalten". Und die jahrtausendealten Zuordnungen dazu, übrigens kulturübergreifend.

Tut mir ja Leid, Cala, aber wie sehr hast du dich mit fremden und frühen Kulturen befasst, um dies behaupten zu können? Ich hab mich damit befasst und behaupte es deshalb nicht. Belege bitte deine Behauptung. Ansonsten ist sie nichts weiter als ein Mythos, dein Glaube.

Schon alleine deshalb ist die Leugnung dieser Gegensätze schlicht dumm.

Solange du mir nicht das Wasser reichen kannst, was das Wissen über Kulturen angeht, nimm dich doch bitte zurück, andere Meinungen, die viel fundierter sind als deine eigene, als "dumm" zu bezeichenen. Damit disqualifizierst du dich nur selbst.

LYiebes}Stixch


Evolution kann man nicht auf eine einzige Generation übertragen, das sollte man besser Anpassung oder so nennen. Anpassung und Evolution sind zwei ganz verschiedene Dinge.

Du verstehst die Evolution auch falsch wieauchimmer, dein gesamter Text dazu, ohne auf details einzugehen weil das ewig dauern würde, wirkt auf mich ziemlich aus den Fingern gesogen weil wenig Sinn ergibt.

Ein interessantes, wenn auch sehr subjektives Buch zu dem Thema was der Mensch heute noch an verhalten geerbt hat, ist "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" von Allan und Barbara Pease. Wer sich das Buch vielleicht ausleihen kann dem sei es für Denkanstöße sehr empfohlen. Allerdings muss man alle diese Vererbungs-thesen mit vorsicht genießen, das ist mehr Interpretation als irgendwas, beweisen lässt sich jedenfalls sehr wenig.

Aber eins steht fest, Frauen denken doch relativ anders als Männer, die Gehirne sind unterschiedlich spezialisiert, und nur weil wir uns auf einen gemeinsamen Nenner einigen können heißt das lange nicht das wir gleich funktionieren! Damit ist in gewisser Weise gezeigt, es ist sehr Warscheinlich das sich Männer und Frauen im Denken und Fühlen unterscheiden. Da drängt sich die Vermutung auf auch beim Sex.

w.ieau7chim7mer


LiebesStich

Anpassung und Evolution sind zwei ganz verschiedene Dinge

Na, wie lange hast du denn Darwin studiert? Klar ist Evolution Anpassung, durch Mutation und Selektion. Kann man also auch analog auf andere Beispiele übertragen.

Aber eins steht fest, Frauen denken doch relativ anders als Männer, die Gehirne sind unterschiedlich spezialisiert

Die Gehirnforschung weiß nicht einmal genau, wie das Gehirn generell funktioniert. Woher sollte die so gesicherte Feststellung stammen, dass Männer und Frauen anders spezialisiert sind? Also bitte nicht von "Feststellung" reden, wenn es sich um reine Mutmaßung handelt. Dein empfohlenes Buch gilt übrigens als populärwissenschaftlich, also generell nicht sonderlich ernstzunehmend.

C<ala(cirxya


Was allen Menschen gemeinsam ist: Die Archetypen

Ein sehr wichtiges Phänomen, dass Jung beschrieben hat, ist die Zweigeschlechtlichkeit der menschlichen Psyche. Jung hät nämlich beobahctete, dass in den Träumen von Frauen Männergestalten und in den Träumen von MÄnnern Frauengestalten auftauchen, die ganz besondere Eigenschaften haben. Diese gegengeschlechtlichen Gestaltne sind nicht Menschen, die wir aus unserem tägl. Leben kennen, sondern Männer/Frauen von unbekannter Herkunft, uönd ihr Auftauchen hat für den Träumer/Träumerin immer etwas Faszinierendes, Geheimnisvolles. Sie wirken wie eine Macht, die die Träumenden nicht mehr loslässt.

Jung entdeckte im Laufe seiner Arbeit, dass diese geheimnisvollen gegengeschlechtlichen Traumfiguren psychische Inhalte verkörpern, die jeweils eine wichtige Ergänun zu dem Leben darstellten, dass die Träumenden auf Grund ihres Geschlechtes in ihrer Kultur zu ihrer Zeit führten. Von der Biologie her ist dsa Geschlecht eines Menschen eindeutig festgelegt (mit Ausnahmen), das gilt aber nicht für die menschl. Psyche. Sie beherbergt auch jeweils den gegengeschlechtlichen Anteil, und es ist sehr wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen, diesen gegengeschlechtlichen Anteil zur Kenntnis zu nehmen und ihn in sein tägliches Leben und seine Alltagshandlungen zu übernehmen. Genauso wie die Frau in ihrer Psyche männliche Elemente trägt, enthält auch die männliche Psyche weibliche Elemente. Das männl. Element in der Psyche der Frau hat Jung "Animus" genannt, das weibl. Element in der Psyche des Mannes "Anima".

Jung, der seine Feststellungen zunächst an Schweizer Klienten machte, hat im Laufe seines Lebens die Welt bereist und festgestellt, dass diese inneren Bilder von Mann und Frau überall anzutreffen sind. Er prägte für diese auf der ganzen Welt gültigen Bilder den Begriff "archetypen". Mit diesem Begriff bezeichnete er Strukturelemente der menschlichen Psyche, die die ganze Menscheit besitzt.

Diese Archetypen tauchen auf der ganzen Welt auf, unabhängig von Kultur etc.

Wie der Instinkt Tiere dazu bringt, ein bestimmtes Handlungsmuster an den Tag zu legen, so erweckt das Auftauchen eines bestimmten Archetyps im Menschen eine bestimmte Stimmungslage und eine ganz spezifische Handlungsbereitschaft. In der Fachsprache nennen wir das Auftauchen eines archetyps mit all seinen Begleiterscheinungen: Ein Archetyp konstelliert sich. Menschen sollten im Laufe ihrer Persönlichkeitsentwickllung lernen zu erkennen, wenn ein Archetyp sich in ihrer Psyche konstelliert hat. Und sie sollten wissen, wie sie mit den Stimmungen und Handlungsbedürfnissen unzugehen haben, die dieser Prozess mit sich bringt.

Ein bedeutsamer Archetyp, der unser Seelenleben beträchtlich beeinflussen kann, ist der innerpsychisch angelegte gegengeschlechtliche Teil in jedem Menschen, der innere Mann in der Psyche der Frau und umgekehrt.

(aus: M. Storch: Die sehnsucht der starken Frau nach dem starken Mann- fortsetzung folgt)

Grainne

C@alacimrya


2. Teil.

Das, was Menschen überall auf der WElt mit "Weiblich" und "männlich" verbinden, ähnelt sich in hohem Maße. Da wir uns im Folgenden viel mit diesen Bildern der beiden Geschlechter befassen werden, ist es sinnvoll, eine Zusammestellung derjenigen Qualitäten an den Anfang unserer Überlegungen zu stellen, die mit diesen beiden Archetypen weltweit verbunden werden. Wir zitieren hierzu eine Zusammenstellung von H. Barz, der diese verschiedenen Qualitäten sehr umfassend und einfühlsam beschrieben hat:

"Zu den Attributen des weiblichen Prinzips gehören in der Natur die Erde und die Nacht. Oft - aber wie man im Deutschen sieht nicht immer - ist auch der Mond weiblich. Das Wasser wird vorwiegend als weiblich erfahren; bezeichnenderweise Quellen und stehende Gewässer mehr als bewegte Flüsses. Denn zum WEiblichen gehören Ruhe und allmähliche Wandlung, während rasche Veränderung eher zum Männlichen passt. Darum sind alle rhythmischen Naturvorgänge weiblich, insbesondere alles, was mit dem Wechsel der Jahreszeiten mit Fruchtbarkeit, Wachstum und Ernte zusammenhängt. Das Weibliche ist das Werden- und geschehenlassen, es ist das Abwartende und Empfangende, und in diesem Sinn ist es passiv. Es ist weich, schmiegsam, warm, flüssig, wie es in der tonalen Musik im Tongeschlecht "Moll" zu hören ist. So sind auch die Gefühlsqualitäten, die mit Weiblichem assoziiert werden, eher moll-haft sehnsüchtig bis melancholisch, allenfalls besonnen- heiter. Strahlend schmetternde dur-Trompetenklänge gehören eher in den männlichen Bereich. Aber obgleich kriegerische Angriffslust im Allgemeinen dem Weiblichen nicht zugerechnet wird, ist es doch auch gefährlich und unheimlich. Es tritt als Hexe oder Nixe in Erscheinung, es kann verlocken, verzaubern, in den Abgrund ziehen, in den Wahnsinn treiben. Und ebenso wie es Fruchtbarkeit, Leben und ewige Wiederkehr meint, bedeutet es auch Tod und ewige Ruhe....

Während dem weiblichen Prinzip Erde und Nacht entsprechen, ist dsa männliche mit Himmel und Tag verbunden. Statt des weibl. Wassers gehört in den männlichen Bereich der Berg, statt des nächtlichen Mondes die Sonne. Den weichen und dunklen Moll-Qualitäten steht das Harte und Helle des Dur gegenüber. Nicht Natur-Rhythmus, Wandlung und ewiger Kreislauf, sondern lineare, gewollte und durchgesetzte Veränderung bestimmen die Dynamik des männl. Prinzips. Nicht die Bilder liebt es, sondern die Begriffe, nicht den Rausch, sondern die Nüchternheit. Die Ekstase ist ihm verdächtig, weil es dahinter den Wahnsinn fürchtet. Es ist bestrebt, von sich aus Ordnung zu setzen, und verhält sich deswegen unterscheidend, plandend, aktiv und agressiv. Dabei gerät es immer wieder in Gefahr, den Boden unter den Füßen zu verlieren, indem es ihn entweder zerstört oder sich über ihn zu erheben versucht. Nur in der ätherischen Höhe vermeint das Männliche Geist zu gewahren, und weil es sich mehr nach deisem Geistigen sehnt, statt sich vom Natürlichen tragen zu lassen, will es beständig "hinaufgelangen". Der einseitig männlich konzipierte Begriff des "oberen" Geistigen ist nicht nur in Gefahr, die Natur zu vergewaltigen, sondern zusammen mit ihr auch seine eigene Grundlage, nämlich die geistige Qualität des Natürlichen, zu vernichten. Wenn aber die weibliche Form des Geistes, deren Stärke in der Fähigkeit zur liebevollen Synthese besteht, dme exklusiv männlichen Geist abhanden kommt, dann degeneriert es zum zerlegenden Werkzeug, das zwar männliche Macht demonstriert, aber letztlich zum Preis des Lebens."

Diese Beschreibung der Qualitäten des weiblichen und des männlichen Prinzips soll deutlich machen, mit wie vielen unterschiedlichen Bildern und Symbolen man sich diesn Archetypen nähern kann.

Grainne

w1iLeaucGhimmer


Calacirya

Ja, ja C.G. Jung. Ganz interessant, aber eben nur EINE Theorie von vielen und nicht die Wahrheit an sich. Du scheinst aber dran zu glauben, wie religiöse Fanatiker an Gott.

m8oon-3moxon


hab die Diskussionen nicht weiter verfolgt, bin nur gerade über die von Grainne aufgeführten Reflexionen C.G.Jungs zum weiblichen um männlichen Prinzip "gestolpert" und finde, dass dem echt nichts mehr hinzuzufügen ist. Das dort Gesagt findet absolut Resonanz in meinem Erleben. Danke Grainne.

MOON-MOON

D~asl Carmexlion


es ist schön zu sehen,dass sich hier auch leute mit fachliteratur beschäftigen...aber vergesst bitte nicht bei allem was geschrieben steht...es muss NICHT so sein!!! bitte nicht immer so pauschalisieren, es gibt immer ausnahmen...ausserdem, wie oft sind wissenschaftliche erkenntnisse überholt worden? und es ist dabei jetzt mal egal,ob es um die erde geht,die mal ne scheibe war *gg* oder die erste mondlandung,die ja nur ein fake war.oder? :-) ich würde sagen,jeder sollte sich mal an die nase fassen und sich mal überlegen,was er wirklich fühlt...und dabei würde ich die tollen bücher mal ausser acht lassen. ich denke mit einem gesunden menschenverstand lässt sich alles von selbst lösen...und gerade wenn es sich um die eigene sexualität dreht. da kann ein buch zwar ne gewisse hilfe oder einen anstoss zum nachdenken geben, aber mehr auch nicht!!! bücher sind wie schubladen...wenn du sie aufmachst stehen immer die gleichen sachen drin...selbst wenn sie überholt sind.

(will die bücher jetzt nicht schlecht machen,aber wir sind doch wohl selbst in der lage nachzudenken,oder? )

so und nun zum anfangstread.....

ich hab mir auch mal gedanken darüber gemacht und ich kann leider nicht alle meinungen so vertreten,wie sie hier stehen... ich weiss z b nicht,was das mit überwindung zu tun hat,wenn mann etwas bei frau reinsteckt... ich meine die natur hat es ja so vorgesehen,wozu also überwindung'? es dient in der natur dazu sich fortzupflanzen. das ist der innere antrieb des mannes...ich könnte jetzt sagen ,grenzen überwinden...ok,aber das müssen wir frauen wohl auch!!! ich weiss nicht... ich finde das gefühl einfach nur schön und muss da auch kein drama draus machen... wenn mein partner sich mit seinem heissen "glied" mir nähert und ich die wärme spühre,dann würde ich gerne viel mehr von ihm in mir aufnehmen als nur seinen schw... am liebsten hätte ich es wenn er ganz in mich kriechen könnte...eben weil ich IHN begehre und mich auch in ihm verlieren möchte... ich fühle dann lieber als das ich denke.......wenn ich denken würde ,wie dreisst (sorry moon-moon),hätte ich schon keine richtige lust mehr,denn dreisst ist ,wenn jemand etwas macht,obwohl ich es ja eigentlich nicht will,...es einfach tut, oder?...oh man das hört sich ja fast nach vergewaltigung an...lol

dreist:...dreist, frech, skrupellos, rücksichtslos... Dreistigkeit ist seelische und körperliche Gewalt mit dem Ziel, für sich Vorteile zu erhalten, die einem nicht zustehen.

nur das ihr versteht warum ich das so schreibe!

mfg

Gdammaz-Atö"mchxen


Ja, C.G Jung hatte ja schon zu lebzeiten Gegner. Adler glaubte etwas anderes, Fromm glaubte etwas anderes, gaz zu schweigen von den Behaviouristen. ich persönlich halze viel von Fromm, der llerdings auch einiges zu den Unterschieden der Geschlechter schreibt. Allerdings denke ich e i n e s nicht:

Dass es sich hier um Wahrheit handelt. Diese ganzen Tiefenpsychologen sind für mich Märchenerzähler, die ein bestimmtes literarisches Genre hervorgebracht haben, nämlich die Analyse dessen, was sie "menschliche Psyche" nennen in einer sehr bildhaften, symbolischen Sprache. Ich nehme das als Anregung sehe es aber nicht als wissenschaftliche Untersuchung im Sinne des englischen Begriffes "science". Es sind allenfalls geisteswissenschaftliche Abhandlungen oder Essays, die allerdings auf der langjährigen Erfahrung dieser Autoren mit Menschen beruhen. Aber kulturell und subjektiv sind diese Essays schon.

Besipiel: Die tonart Moll, wird möglicherweise nur aufgrund kultureller Prägung als traurig bzw. melancholisch empfunden (Auf Wunsch Quelle).

Nicht weniger Märchenhaft sind die Geschichten der Evolutionspsychlogie. Da wird unter dem Schein des wissenschafftlichen begeistert im trüben gefischt mit ebenfalls subjektiv und kulturell geprägter Fantasie.

Übrigens ist ja schon der Begriff "Anpassung" unkorrekt und eher eine Metapher. Letztlich ist es so: Alle heute lebenden Wesen, existieren deshalb, weil sie bis heute genug Nachkommen hatten. Punkt. Das liegt daran, dass diese Wesen Eigenschaften hatten, die ihnen ermöglichten genügend Nachkommen zu erzeugen, so dass man sie noch heute wachsen, kreuchen und fleuchen sieht.

Beim menschen war eine dieser Egenschaften sicher die extrem große und komplexe Großhirnrinde, die uns ermöglicht, unser verhalten Bewusst zu verändern. Und unsere Einstellungen zu beeinflussen.

Fazit: Wir sollten uns hier nicht gegenseitig mit Theorien beschmeißen, sondern einsehen, dass hier nur jeder seine subjektiven Ansichten und Erfahrungen posten kann. Vielleicht kommen wir auf einen gemeinsamen Nenner, der dann aber auch nicht die Wahrheit ist sondern natürlich subjektiv und auch von unseren kulturell geprögten Voreinstellungen beinflusst ist.

w`ieauchCimmer


Wenn wir hier schon bei Legenden sind...

Das Weibliche ist das Werden- und geschehenlassen, es ist das Abwartende und Empfangende, und in diesem Sinn ist es passiv. Es ist weich, schmiegsam, warm, flüssig, wie es in der tonalen Musik im Tongeschlecht "Moll" zu hören ist.

Lilith, ein Gegenbeispiel. Die Figur der Lilith taucht bereits in sumerischen Legenden auf (noch vor den Babylonieren, ca. 6000 - 3000 v. Chr.) und es wird vermutet, dass die Sumerer eine matriarchale Kultur waren:

Die Figur Lilith existiert in zahlreichen Legenden und Mythen. Ebenso zahlreich und unterschiedlich sind dabei die Darstellungen über ihr Wesen. In der altorientalischen Überlieferung ist sie ein weiblicher Dämon, im Alten Testament wird sie nur einmal kurz als Bewohnerin eines von Gott gestraften und zerstörten Landes erwähnt (Jesaja 34,14), im jüdischen Volksglauben gilt sie als Adams erste Frau.

Gott schuf Lilith genauso wie Adam aus Staub und Erde. Diese körperliche Gleichheit löste zwischen beiden ständigen Streit aus, denn Lilith weigerte sich u.a. auch beim Beischlaf die Unterlegene zu sein, und sich Adams Rhythmus anzupassen. Sie beanspruchte Gleichberechtigung. Als Lilith erkannte, daß ihre Forderung von Adam nicht beachtet wurde, wandte sie sich an ihren Schöpfer. Mit weiblicher List entlockte sie ihm sein größtes Geheimnis, seinen Namen. Sie tat das Verbotene, indem sie ihn bei seinem geheimen Namen nannte und befahl ihm ihr Flügel zu verleihen, damit sie nicht mehr an den fruchtlosen Ort des Paradieses gebunden war. Lilith entfloh zur Erde, in die Wüste und an die Ufer der Meere, paarte sich dort mit Dämonen um ihre eigene Brut zu sichern. Fortan wollte sie als ewige Rächerin die Nachkommenschaft der Menschen verhindern, indem sie die unbeobachteten Säuglinge erwürge. Als Gott zwei Engel entsandte, um Lilith in den Himmel zurückzuholen, damit sie keinen weiteren Schaden anrichte, weigerte sie sich. Sie traf jedoch ein Übereinkommen mit den Gesandten, welches besagte, daß jedes Neugeborene, das ein Amulett mit ihren Namen trüge, von ihrer Rache verschont bliebe.

Eine andere Auslegung sagt: Gott schuf den Menschen männlich und weiblich, einen Menschen mit zwei Gesichtern. Diese Einheit aber empfand Gott als Beleidigung seiner eigenen Ganzheit, so gab er jedem Gesicht seinen eigenen Rücken und es entstanden Mann und Frau aus einem Fleisch. Der daraus berechtigte Anspruch Liliths auf Gleichheit führte wieder zum Konflikt, welcher bereits zu Beginn der Schöpfung ihre gegebene Ordnung stört, so fehlte nach der Flucht Liliths das andere bedeutende Glied in der Schöpfung, Adams weiblicher Gegenpart. Adam forderte eine neue Partnerin und Gott schuf ihm, wie es im zweiten Schöpfungsbericht des Alten Testaments steht, aus der Rippe Adams Eva, einen Ersatz, ein Zugeständnis, eine Gehilfin...

Historische Fakten um den Lilith-Mythos zu erklären, gibt es einige. Lilith symbolisiert die kanaanitschen Frauen, die Anath anbeteten und sich mehrere "Männchen" hielten. Die israelischen Propheten befürchteten, dass diese Lebensart den jüdischen Frauen gefallen könne und webten einen ungeheuerlichen Mythos um das kanaaitische Weib. Es sagte nämlich mit Vorliebe wahr, arbeitete als Priesterin und bestimmte die Regeln dieser Kultur.

wDieausch\imxmer


Gamma-Atömchen

Dass es sich hier um Wahrheit handelt. Diese ganzen Tiefenpsychologen sind für mich Märchenerzähler, die ein bestimmtes literarisches Genre hervorgebracht haben, nämlich die Analyse dessen, was sie "menschliche Psyche" nennen in einer sehr bildhaften, symbolischen Sprache. Ich nehme das als Anregung sehe es aber nicht als wissenschaftliche Untersuchung im Sinne des englischen Begriffes "science". Es sind allenfalls geisteswissenschaftliche Abhandlungen oder Essays, die allerdings auf der langjährigen Erfahrung dieser Autoren mit Menschen beruhen. Aber kulturell und subjektiv sind diese Essays schon.

Zustimmung. Dazu kommt, dass es eben auch in Kulturen und deren Legenden ganz andere Beispiele gibt. Von den babylonischen Mythen, die ersteinmal aus der Keilschrift übersetzt werden mussten, wusste Jung sicher noch nichts.

Zum Thema Interpretation: "Durch ein männliches Vorurteil sind steinzeitliche Wandmalereien bisher als Jagdszenen interpretiert worden, selbst wenn sie tanzende Frauen darstellten. Doch haben die Göttinnen auch als Herrinnen von Tieren und Pflanzen gegolten, die sie hervorbrachte. Daraus resultieren die häufigen Darstellungen natürlicher Motive. Von den konservativen Archäologen sind jedoch weibliche Formen der Anbetung entweder völlig ignoriert oder als bloße männliche Sexualobjekte abgetan worden (frühgeschichtliche Pornos)."

Übrigens ist ja schon der Begriff "Anpassung" unkorrekt und eher eine Metapher.

Der Begriff ist deshalb irreführend, weil die Evolution nicht zielgerichtet ist. Die Anpassung ist ein zufälliger Prozess und erst im Nachhinein am Erfolg lässt sich bestimmen, ob die Anpassung "gelungen" ist oder nicht. Wer überlebt hat, war erfolgreich. Insofern ist die ganze Evolutionsthese natürlich auch fadenscheinig. Denn es ist natürlich simpel im Nachhinein etwas als "richtig" zu bezeichenen, wenn es bereits erfolgreich war. Das ist so, wie wenn man sagt: Weil ich noch lebe, habe ich alles richtig gemacht. Vielleicht lebe ich aber nur deshalb noch, weil andere etwas faslch gemacht haben, sodass mein eigenes falsches Handeln ebenfalls dadurch richtig war. Vielleicht wäre auch etwas völlig anderes genauso richtig gewesen.

Beim menschen war eine dieser Egenschaften sicher die extrem große und komplexe Großhirnrinde, die uns ermöglicht, unser verhalten Bewusst zu verändern.

Insofern trifft für Menschen aber auch die Möglichkeit bewusster Anpassung zu (Die bewusste Selektion, z.B. Völkermord, wird ja von Menschen auch betrieben). Aber auch die hat natürlich ihre Grenzen, einfach, weil man nicht in die Zukunft blicken kann. Aber es wird ja oft versucht mit Zukunftprognosen heutige Entwicklungen an eine erwartete Zukunft anzupassen. Das funktioniert mäßig über kürzere Zeiträume (Ich kann ruhig schonmal jetzt Heizöl kaufen, damit ich im Winter nicht erfriere), kaum aber über längere Zeiträume.

LXieb;esdSxtich


Na, wie lange hast du denn Darwin studiert? Klar ist Evolution Anpassung, durch Mutation und Selektion. Kann man also auch analog auf andere Beispiele übertragen.

Ich habe es nicht nötig das zu studieren, um solche einfachen Zusammenhänge zu begreifen.

Evolution findet in vielen hunderten Generationen statt nicht von heute auf morgen, jedes deiner Beispiele bezog und bezieht sich auf winzige Zeiträume, also reine Verhaltens-anpassung. Das kann man auch nicht analog übertragen weils nicht das gleiche ist.

Evolution passiert, wie du übrigens auch schreibst, durch Mutation, also Zufall, und Selektion, welche wir Menschen heutzutage weitgehend ausgeschaltet haben, zumindest die Darwin'sche. Nicht die gesündesten, stärksten, attraktivsten pflanzen sich fort sondern soziale Kriterien zählen und jeder bekommt Kinder.

Sag mal du hast das doch alles in deinem Post angeschnitten, wieso

kannst du auf die Schlußfolgerungen nicht allein kommen?

Unsere nähsten lebenden Verwandten sind in der Entwicklung viel zu weit von uns entfernt um jetzt Rückschlüsse auf unser Sexualverhalten ziehen zu können, hier überhaupt den Versuch zu machen Vergleiche zu ziehen ist absurd.

Die Gehirnforschung weiß nicht einmal genau, wie das Gehirn generell funktioniert. Woher sollte die so gesicherte Feststellung stammen, dass Männer und Frauen anders spezialisiert sind? Also bitte nicht von "Feststellung" reden, wenn es sich um reine Mutmaßung handelt.

Ich habe nirgendwo was von "gesicherter Feststellung" gesagt, aber da ich eh sehe das ich mehr Informationen (oder sagen wir, überhaupt welche) über das Thema habe, nämlich das man schon sehr gut im Tomograph Gehirnaktivitäten messen und Funktionsbereiche zuordnen kann, erübrigt sich eine "Diskussion" mit dir darüber.

Ich bin es auch Leid, ich halte mich bei Grundlagendiskussionen doch lieber an meine Freunde und Bekannte die sind wenigstens auf einem ähnlichen Level und geben offen zu wenn sie über Themen keine Ahnung haben. immer dieses blabla von Wegen kein Fakt, nicht bewiesen, selbst aber keine alternative anbieten, einfach nur sinnlos.

Dein empfohlenes Buch gilt übrigens als populärwissenschaftlich, also generell nicht sonderlich ernstzunehmend.

Das tut fast schon weh. Hab ich denn was anderes behauptet? Hab ich nicht mehrmals drauf hingeweisen, das es sich um reine Interpretationen handelt? Wo habe ich geschrieben das es ein wissenschaftliches Buch ist? ROFL

wTieamuchimxmer


LiebesStich

Evolution findet in vielen hunderten Generationen statt nicht von heute auf morgen

Es geht um ein Prinzip! Auch in anderen Zusammenhängen, z.B. Politik, unterschiedet man Evolution von Revolution. Evolution heißt nichts anderes als Entwicklung und das evolutionäre Prinzip von Darwin meint Entwicklung durch Veränderung und Selektion zwecks Anpassung. Dieses Prinzip kann man auf die Entwicklung von Arten anwenden (biologisch), dann dauert es Generationen. Dieses Prinzip kann man aber auch auf ganz andere Beispiele anwenden, dann kann es in Tagen oder Wochen vonstatten gehen.

also Zufall, und Selektion, welche wir Menschen heutzutage weitgehend ausgeschaltet haben, zumindest die Darwin'sche. Nicht die gesündesten, stärksten, attraktivsten pflanzen sich fort sondern soziale Kriterien zählen und jeder bekommt Kinder.

Da hast DU das evolutionäre Prinzip nicht verstanden. Wir haben die Selektion nicht ausgeschalten, wir greifen nur in sie ein. Wer überlebt, hat Recht. Ob er nun klug, attraktiv, stark und gesund ist, oder nicht. Wenn er überlebt hat, hat er "gewonnen". Sag mal, wieso kommst du auf diese Schlußfolgerung nicht?

aber da ich eh sehe das ich mehr Informationen (oder sagen wir, überhaupt welche) über das Thema habe...

Nun spiel dich mal nicht auf. Ich habe da eine Menge Informationen drüber. Man weiß nicht einmal, wo genau das Gedächnis liegt oder wie es genau Informationen speichert.

nämlich das man schon sehr gut im Tomograph Gehirnaktivitäten messen und Funktionsbereiche zuordnen kann, erübrigt sich eine "Diskussion" mit dir darüber.

Toll, da blinkt es irgendwo auf und dann weiß man genau, welcher Gedanke das war und welches Verhalten dem folgen wird. Das weiß man eben nicht!

geben offen zu wenn sie über Themen keine Ahnung haben.

Kannst du dir auch ein Beispiel dran nehmen.

selbst aber keine alternative anbieten

Welche Alternative gibts denn zu: "Man weiß es nicht genau"?

Im Wust moderner Wissenschaften, wo sich Erkenntnisse und Theorien gegenseitig widersprechen und man bei der Quantenforschung sogar aufgegeben hat, an Ursache und Wirkung zu glauben, sollte dir doch auch schon aufgefallen sein, wie es um Wahrheitsanspruch versprechende "Fakten" bestellt ist. Es gibt immer mal gute Hinweise, Wahrscheinlichkeiten, Plausibilitäten, aber nie ohne Ausnahmen von der Regel und das ganze Ausmaß komplexer Zusammenhänge wird man wohl nie in eine hübsche runde, absolute "Wahrheitstheorie" fassen können, denn dafür reicht schon allein unserer Sprache gar nicht aus, um etwas Absolutes ausdrücken zu können.

Es werden immer nur punktuelle Erkenntnisse gemacht, die aber aus dem Zusammenhang genommen, keine Gesamtaussagen machen können. Sobald sie in einen anderen Zusammenhang gestellt werden, können sie schon wieder hinfällig sein. So gilt auch als wissenschaftlich, wenn BEI GLEICHEN BEDINGUNGEN immer das Gleiche herauskommt. Gleiche Bedingungen kann man aber nur in einer Laborsituation schaffen und selbst da ist es schon schwer, Nebeneffekte, die einen unerwünschten Einfluß haben, vollkommen auszuschließen. Das tägliche Leben ist aber keine Laborsituation, also wieviel sagt eine Erkenntnis aus einer Laborsituation über das tägliche Leben aus, was viel komplexer ist? Da können nur Hinweise gegeben werden, wie es möglicherweise sein könnte (aber auch ganz anders sein könnte, wenn man vielleicht eine andere Erkenntnis aus einem anderen Labortest nimmt), aber keine absoluten Wahrheiten.

Hab ich denn was anderes behauptet?

Du hast da gar nichts zu gesagt und diese Buch angepriesen, als würde es Wahrheiten verkünden.

LXie+besSJticxh


Tut mir Leid das so sagen zu müssen, aber entweder in deinem Kopf herrscht zuviel chaos, oder du bringst dein "wissen" nicht richtig rüber.

Ich stoße mich jedenfalls an jedem 2. Satz wenn du "wissenschaftlich" wirst. Da wird alles mögliche verwurstet. Umso interessanter finde ich das du anderen dann auchnoch ungenaue Ausrucksweise oder Vermutungen unterstellst, wo du genauso am schwimmen bist. Genau da solltest du dann bitte konkreter werden, aber da das nicht passiert kann ich die Art zu diskutieren nicht ernst nehmen.

Ich hab auch jetzt die Lust verloren tut mir Leid, nicht der klügere gibt nach sondern der müdere :-/

GPabrieOl Knxight


wieauchimmer

Du scheinst aber dran zu glauben, wie religiöse Fanatiker an Gott.

Wie soll man den Satz interpretieren? Das alle, die an Gott glauben, religiöse Fanatiker sind?

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