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Psychisches Erleben beim Sex: "Aufnehmen" & "Eindringen"

C alOaci=rxya


Darwin formulierte "Survival of teh fittest". Fit ist was völlig anderes als "stark". Fit ist ein sehr weiter Begriff. Er umfasst alles, was eben erfolgreich sein kann: Stärke auch, aber ebenfalls (und heutzutage viel wichtiger) Intelligenz, soziale Kompetenz, Kreativität, etc.

stark ist der, der schnell zum Zuge kommt. Egal, wie. Ob durch Intelligenz, Körperkraft, oder was auch immer.

Blenden gehört dazu. Der Mensch - und warum dann nicht das Tier - lässt sich nun mal gerne blenden. Und es ist immer noch so, dass das dicke Auto Frauen mehr imponiert als der arme Fahrradfahrer. Weil der finanziell ausreichende Background eben das Überleben der Kinder sicherer macht.

Trotz prächtiger Federn überlebt der männl. Pfau, beim Hirsch dasselbe. Und nun? Er überlebt trotz seiner offensichtl. Behinderung. Ist er also doch körperlich fitter? Ist er doch schneller? Ist er doch stärker? Warum kämpfen männliche Tiere, um den Stärksten festzustellen? Einfach so, aus Jux? Sowas gibt es in der Natur nicht, es wäre eine grobe Verschwendung von Kraft. Es gilt einzig und allein, den Stärksten herauszufinden. Im Kampf. Weil nur der sich vermehren soll.

In der Natur gibt es keine Empathie, kein Mitleid, keine Liebe. Nix dergleichen, das ist alles menschlich. Auch deshalb hört man so oft: "Aber ich liebe ihn doch" - aber der Trieb, die Gier sagt Frauen was anderes. Dann gehen sie fremd, vorzugsweise dann, wenn sie ihre fruchtbaren Tage haben. Warum wohl? Die Natur schlägt durch, das ist so, das kannst du - oder andere leugnen, es nützt nix ;-D .. Liebe, Empathie, gar Mitleid, alles sehr menschliche, lobenswerte Eigenschaften, die werden dann hinfällig. Was zählt, ist Trieb, Gier, Sex, und: sich mit dem Stärksten fortzupflanzen. Das ist Natur. Wer das verleugnet, ist ignorant. Oder will es aus anderen Gründen nicht wahrhaben.

Und in dem Zusammenhang zählt eben der Stärkste, der, der sich durchsetzen kann etc. Der männliche Mann. Alles andere ist uninteressant.

Grainne

g<uxs


Wieauchimmer hat...

da nette Beispiele gebracht. :-)

Das Stichwort ist "innerartliche Selektion" die eben NICHT automatisch "stärkere" Individuen hervorbringt. (Und "innerartlich heißt nichts anderes, als, daß sie das individuum vor allem gegen die anderen Artgenossen "durchsetzen" muss und nicht gegen Umwelteinflüsse.)

Sehr interesssant ist auch das:

Für eine Fitneß-Maximierung zählen jedoch nicht nur die direkten Nachkommen, sondern auch Geschwister, Neffen, Nichten und alle Verwandten, mit denen das betrachtete Lebewesen Gene gemeinsam hat. Wichtig für einen evolutionären Erfolg ist die Gesamtfitneß (inclusive fitness) über die gesamte Lebenszeit, die sich aus direkter Fitneß durch eigene Nachkommen und indirekter Fitneß durch Verwandte mit möglichst hoher genetischer Ähnlichkeit ergibt, und Phänomene wie spezielle Überlebensstrategien, Familienformen, Nepotismus und Helfertum erklären kann.

[[http://www.google.de/search?q=cache:AV9El_2NhPYJ :[[http://www.wissenschaft-online.de/abo/lexikon/psycho/14583+%22innerartliche+selektion%22&hl=de]] Wisasenschaft online]]

Ebenfalls ein Beleg dafür, daß sich "Schwäche" sehr wohl "fortpflanzt".

:-)

g*us


Wieauchimmer...

ich weiß.

.

.

.

;-)

g3us


In der Natur gibt es keine Empathie, kein Mitleid, keine Liebe.

Übrigens geht es in dem zitierten Artikel genau darum WARUM es das GIBT. ;-D

Gfabmrienl aKnixght


In der Natur gibt es keine Empathie, kein Mitleid, keine Liebe.

Das stimmt so nicht.

BWuntxer


Viele Vögel singen Lieder, wer am schönsten singt, gewinnt. Laubenvögel bauen Lauben, die Beeindruckenste gewinnt (das Weibchen). Es wird auch bei Säugetieren nicht immer gekämpft! Intellektuelle Kampfkraft obliegt aber scheinbar nur den Menschen.

Bei Calaciryas Vergleichen mit der Tierwelt würde ich gerne mal eine Spezies kennen lernen, bei der das Tier mit den mächtigsten und ausdauernsten Geschlechtsorganen in Verbindung mit ausgeklügelten Stosswinkeln oder Techniken, die auf die Befriedigung des Weibchens ausgerichtet sind, dieses für sich gewinnt ;-). KEIN WEIBCHEN IN DER TIERWELT INTERESSIERT SICH FÜR DIE AUSMASSE ODER DIE BESCHAFFENHEIT DER GESCHLECHTSORGANE! Die würden wahrscheinlich als der Erhaltung der Art nicht dienend von der Evolution ausgesondert werden.

w0ieauAchiDmUmer


Calacirya

Ein anderes Beispiel: Es gibt eine Fischart (hat mir ein Biologe erzählt, hab mir den Namen dieser Art aber nicht gemerkt), die haben zwei Sorten von Männchen. Nr. 1: große starke Machos. Nr. 2: kleine schwächliche "Frauenversteher". Beide sind ebenso erfolgreich in der Fortpflanzung. Was macht die "Frauenversteher" fit? Weil sie äußerlich den Weibchen gleichen, haben die Weibchen keine Angst vor ihnen, lassen sie näher an sich dran und so sind sie schneller am Gelege. Es gewinnt eben, wer fit ist und nicht stark.

In der Natur gibt es keine Empathie, kein Mitleid, keine Liebe.

Auch das stimmt nicht Unter Primaten gibt es das sehr wohl.

Oder noch ein Beispiel: Vampirfledermäuse:

"Der Zusammenhalt der Weibchen ist sehr eng; wahrscheinlich bleiben diese Tiere ihr ganzes Leben lang zusammen (im Labor können Vampirfledermäuse fast 30 Jahre alt werden). Sie ziehen gemeinsam die Jungtiere groß, fliegen zusammen auf Futtersuche, und helfen einander, wenn ein Individuum nicht genügend Nahrung erlangen konnte.

Geht ein Koloniemitglied in einer Nacht leer aus, füttern ihn die Artgenossen mit herausgewürgtem Blut - unter nichtverwandten Tieren ist diese Fürsorge einmalig", so der Zoologe. Zudem kümmern sich die fliegenden Vampire bei der Aufzucht rührend um ihren Nachwuchs. Stirbt die Mutter eines Jungtieres, kann der verwaiste Vampir von einem fremden Weibchen großgezogen werden. Die Adoptivmutter produziert dafür Milch.

Was zählt, ist Trieb, Gier, Sex, und: sich mit dem Stärksten fortzupflanzen.

Dir scheint die Fitness des Phenomäns "Kooperation", zwecks "Gemeinsam sind wir noch fitter" nicht klar zu sein. Gerade beim Menschen ist die arbeitsteilige Kooperation ganz besonders erfolgreich. Ein einziger Jäger hätte nie ein Mamut erlegen können. Um aber von der Kooperation andere zu profitieren, wird man mit Trieb, Gier und ohne Empathie nicht weit kommen. Das macht nämlich einsam.

Aber du scheinst in deiner Ansicht so verbohrt, dass man dir wahrscheinlich Tausend Beispiele nennen könnte und sagst immer noch trotzig wie ein kleinen Kind: "Ist aber so, wie ich sage!"

"Den gesellschaftlichen Mittelpunkt der Walgesellschaft bilden die Weibchen, denn Orcas leben im Matriarchat. Das älteste und ranghöchste Weibchen führt die Gruppe an."

"Das Sozialleben der Bonobos ist also nicht nur auffallend auf die Weibchen orientiert, sondern scheint von ihnen dominiert zu sein."

Elefanten: "In den Herden herrscht das Matriarchat."

Wildschweine

"Beim Wildschwein herrscht das Matriarchat. Rotten sind Familienverbände mit einer Leitbache als unbestrittener Autorität."

"An der Spitze eines solchen Rudels stehen der Leitwolf sowie die Leitwölfin - auch Alpha-Wolf und Alpha-Wölfin genannt."

Aber trotzdem hast du natürlich Recht... ;-)

wniePauc'himxmer


Bunter

Viele Vögel singen Lieder, wer am schönsten singt, gewinnt.

Naja, war dann wohl ein echt "starker" Song, hitverdächtig! (Und wenn der Song dann erstmal im Radio läuft, dann verdient das Männchen viel Geld und kann damit die Weibchen bluffen)

C.alacixrya


hier geht es nicht um das "gemeinsam sind wir noch fitter" hier geht es darum, wer sich mit wem warum fortpflanzt. Und das sind die Stärksten. Auch im Wolfsrudel.

Also, nix Neues.

Grainne

wQieau+chimxmer


Calacirya

Und das sind die Stärksten.

Oder der, der an besten singen kann, oder die schönsten Federn hat, oder bei Menschen sind auch Künstler sehr beliebt, oder Männer, die gut reden können....

"In der Biologie wurde die Bedeutung der sexuellen Selektion, Darwins "zweiter Theorie", vor rund zwanzig Jahren wiederentdeckt, als die Forscher verstanden hatten, dass körperliche Kennzeichen, die im Alltag überflüssig oder sogar hinderlich sind, genau durch ihre Nutzlosigkeit die Chancen beim anderen Geschlecht steigern können. Die Logik dahinter: Tiere, die sich den Luxus einer solchen Verschwendung leisten können, müssen besonders fit sein und wären gute Partner, um Nachwuchs zu zeugen. Solche Merkmale wie der Pfauenschwanz, die nur dazu dienen, über die Qualität eines potenziellen Sexualpartners Auskunft zu geben, heißen daher auch "Fitness-Indikatoren". Einen Hinweis darauf, dass verbale Selbstdarstellung ein wichtiges Motiv für Kommunikation ist, liefert auch die Größe unseres Wortschatzes – die im übrigen mit der allgemeinen Intelligenz zusammenhängt und zu einem nicht unbedeutenden Teil erblich ist. Um Alltagsinformationen auszutauschen, sollten einige hundert Wörter ausreichen. Durchschnittlich umfasst unser Wortschatz aber viele zehntausend Ausdrücke, von denen die meisten nur verwendet werden, wenn es darauf ankommt sich anderen gegenüber besonders gewählt auszudrücken. Das alles sind für Miller Hinweise, dass die Komplexität von Sprachen teilweise entstanden sein muss, um den sozialen Status zu steigern und Partner zu gewinnen. Mit dieser Erfindung erhielten unsere Vorfahren einen direkteren Zugang zu den Gedanken der anderen. Eine Frau war nicht länger ausschließlich darauf angewiesen, die Reaktionen eines potenziellen Gefährten in überraschenden Lebenssituationen zu beobachten. Zusätzlich konnten sich beide jetzt am abendlichen Lagerfeuer phantasievolle und komplizierte Geschichten erzählen und damit ihre geistige Flexibilität und Kreativität unter Beweis stellen. In allen Kulturen wünschen sich die Menschen einen Lebenspartner mit Charaktereigenschaften wie Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Fairness, Mitgefühl, Gutmütigkeit, Großzügigkeit und Wohltätigkeit. Diese Tugenden sind für Miller nichts anderes als – mehr oder weniger freiwillig gewählte – Handicaps, die die eigene Fitness herausstellen sollen: "Schaut her, ich habe es gar nicht nötig, andere zu betrügen!" Wer sein Verhalten nicht an diesen Regeln orientiert, gilt im allgemeinen als selbstsüchtig, rücksichtslos und nicht zuletzt als unattraktiver Sexualpartner. "Ich denke, viele unserer geistigen Fähigkeiten, über die wir staunen und von denen wir uns fragen, wie sie wohl entstanden sein können – das sind genau die Dinge, die wir bei der Partnerwerbung am stärksten herausstellen: Kunstfertigkeit, Musikalität und moralische Tugenden wie Mitgefühl und Großzügigkeit." (Geoffrey Miller)

...Wie wäre es, wenn du mal weniger selektiv lesen würdest? Du kannst froh sein, dass man hier scheinbar keine Lernfähigkeit benötigt, um überleben zu können, sähe schlecht für dich aus.

Also, nix Neues.

Für dich nicht, weil du scheinbar NULL lernfähig bist und völlig resistent gegen alle fundierten Informationen, die gegen deine eigene trotzige Überzeugung spricht.

C<alacigryxa


ach, wer nicht deiner Meinung ist, ist NULL lernfähig?

Anscheinend kann man immer noch nicht mit dir diskutieren.

Und deshalb ist eben Schluss damit. Meine Meinung kannst du so nicht ändern, nicht mit diesem Stil *:)

Grainne

-pFi[z


und und und

Oder der, der an besten singen kann, oder die schönsten Federn hat, oder bei Menschen sind auch Künstler sehr beliebt, oder Männer, die gut reden können...

Witz und Humor muss er haben.

Großzügig (nicht nur finanziell, auch emotional) soll er sein: Geiz ist ein absolutes k.o.-Kriterium.

Geistig rege und flexibel, aufgeschlossen für Neues: wer schon "ausgelernt" hat und "alles weiß", kommt nicht in Frage.

Das ist es, was ich an einem Mann schätze.

woiea;uchimmexr


Calacirya

Deine Weltsicht scheint doch ein wenig primitiv, Cala. Das solltest du aber nicht auf andere übertragen.

"Wozu die ganze Liebesmüh?

Ein Evolutionspsychologe erklärt, warum die Menschheit Sprache und Kunst, Moral und Humor erfunden hat. Seine verblüffende Antwort: Diese Hervorbrin-gungen des menschlichen Gehirns machen sexy. Wer gut erzählen kann, wer witzig, kreativ und anständig ist, ist auch als Partner attraktiv.

zurück

Gerade die Dinge, die uns erst zu Menschen und das Leben interessant machen, scheinen die Frage nach einem biologischen Zweck auszuschließen. Kunst, Musik, Literatur, auch Religion, Philosophie und Moral folgen ihren eigenen Regeln. Und doch überschreiten amerikanische Evolutionsbiologen in den letzten Jahren immer wieder ihre Fachgrenzen. Ermutigt durch die Erfolge der Genetiker und Verhaltensforscher, wollen sie kulturelle Phänomene auf ein biowissenschaftliches Fundament stellen.

Den neuesten Versuch dieser Art unternimmt der Evolutionspsychologe Geoffrey Miller. Er sieht den Ursprung menschlicher Kulturleistungen in der Partnerwerbung – und hofft, damit weiter zu kommen als seine Kollegen, die bislang stets nach Überlebensvorteilen von Kunstfertigkeit, Musikalität und moralischem Verhalten suchten: "Seit 140 Jahren, seit Charles Dawin Die Entstehung der Arten schrieb, bemühen sich Biologen, unseren Sinn für Humor oder unsere Kreativität als Ergebnisse der natürlichen Selektion zu erklären. Aber für das Verständnis der geistigen Evolution des Menschen hat das nicht viel gebracht."

......

Bildende Kunst, wie sie heute noch in primitiven Kulturen hergestellt wird, kommt wahrscheinlich dem Kunstverständnis unserer Vorfahren recht nahe: Jeder Mensch war mehr oder weniger ein Künstler und hat sich selbst oder Alltagsgegenstände verziert. Körperbemalungen, Tätowierungen und Haartrachten, Schmuck und besondere Kleidung, Schnitzereien, Skulpturen, bemaltes Geschirr oder herausgeputzte Behausungen waren in allen bekannten Kulturen verbreitet.

.....

Ein in dieser Tradition gestaltetes Objekt dann gibt Auskunft über die Erfahrung, Geduld und Ausdauer des Künstlers, über die Schärfe seiner Sinne, seine Körperbeherrschung, Auge-Hand-Koordination und Feinmotorik, oder seinen Zugang zu wertvollen Materialien und viel freie Zeit.

Die Sprache unterscheidet den Menschen von allen anderen Tierarten und verschafft ihm zweifellos große Überlebensvorteile: Sie hilft der Stammesgruppe, gemeinsame Aufgaben wie die Jagd zu koordinieren oder Wissen an die eigenen Nachkommen weiterzugeben. Aber ausschließlich zur Übermittlung wichtiger Informationen kann auch die Sprache nicht entstanden sein, meint Miller. Dann müssten wir sehr viel geduldigere Zuhörer sein und weniger daran interessiert, in der Öffentlichkeit selbst das Wort zu ergreifen. Eigentlich ist es ja klüger, möglichst viel nützliches Wissen zu sammeln und nur wenig preiszugeben. Doch was kann man tagtäglich beobachten? Die Leute wetteifern darum, ihre Meinungen kundzutun und in großer Runde vermeintlich interessante Dinge zu erzählen."

Gmabrigel Kxnight


ach, wer nicht deiner Meinung ist, ist NULL lernfähig?

wieauchimmer hat nicht lediglich ihre Meinung kundgetan, sondern auch fundierte spezifische Abhandlungen zitiert, wie die obige von G. Miller.

Aber auf die Punkte, die imho deine trotzige Überzeugung wie ein Kartenhaus in sich zusammenstürzen lassen, gehst du leider nicht ein...

CpalaNciprya


nein, sie bezeichnet mich als NULL lernfähig. Das reicht mir, um das Gespräch abzubrechen.

Ich empfehle, RICHTIG zu lesen.

Grainne

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