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Emanzipation und sexuelle Unterwerfung: Widerspruch?

m;oon#-mooxn hat die Diskussion gestartet


Das Thema wird immer wieder in verschiedenen threads gestreift und ich würde gerne mal Eure Meinung dazu hören.

Für mich ist der "Sex auf einer Ebene" einfach langweilig.

Ich krieg nur einen Anfall wenn ich sogenannte Emanzen reden höre von dem Wunsch eines respektvollen, zärtlichen, einfühlsamen Lover auf allen Ebenen (auch im Bett)... Ich will keinen Pantoffelhelden oder eine Marionette, sondern einen richtigen "Kerl".

Ich glaube dieses Bestreben der Emanzipationswelle entspricht nicht mehr dem aktuellen Zeitgeist. Die Negierung der elementaren Unterschiede der Geschlechter und das Bestreben sich irgendwo in der Mitte zu treffen, führt zu einem langweiligen, homogenen "Einheitsbrei" der jede Faszination und alles Geheimnisvolle des anderen Geschlechts zunichte macht.

Ich bezweifle, das Emanzen mit ihrem Kontrollwahn befriedigenden Sex haben (nicht umsonst sind sie oft verhärmt und zickig), weil Kontrolle und Orgasmus schon zwei unvereinbare Dinge darstellen.

Solange der Mann versucht, die Frau verstehen zu wollen und umgekehrt, entsteht ein KRAMPF. ???

LASSEN WIR DEM LEBEN DOCH DIE POLARITÄT. Denn Leben ist immer in Gegensätze gespalten. Es ist gewissermaßen ein Naturgesetz und jeder Versuch, dagegen anzukämpfen ist zum Scheitern verurteilt.

Ich gebe zum Beispiel gerne Macht ab (und manchmal meinen eigenen Willen, aber nur in bestimmten Situationen). Ich muss nicht mein Auto und meinen Computer selbst reparieren - ich bewundere das technische Verständiss vieler Männer, gerade weil es mir fehlt. Ich muss auch nicht erfolgreicher und besserverdienender sein als mein Partner. Für mich ist äußerer Erfolg relativ sekundär (weiß jetzt nicht ob das unbedingt eine weibliche Eigenschaft ist). Ich glaube aber zum Beispiel, dass die "äußere Anerkennug" für Männer viel wichtiger ist als für Frauen (ihr dürft widersprechen!).

Ist doch viel besser, wenn man nicht in Konkurrenz tritt, sondern jeder seine "ökologische Niesche" findet und man sich gegenseitig beläßt und bewundert.

Dann müssen die armen Männer auch nicht mehr im Bett ihr Gehirn verrenken im Bestreben zu erfassen, was sich Frau wohl jetzt wünschen könnte und wie sie diesem Bild am besten entsprechen und umgekehrt. Diese ständige "Sich-in-den-anderen-Hineinfühlen", ihn verstehen wollen, damit so etwas wie Pseudonähe entsteht, dass ist das eigentliche Problem.

Jeder Mann und jede Frau sollte sich auf den Weg machen zu seinen / ihren ureigenen Wurzeln !!!

Leute, es ist alles ganz einfach...eigentlich. *:)

Eure MOON-MOON :)D

Antworten
T^ur:anxdot


Sex hat für mich nichts mit Unterwerfung zu tun.

mrooni-xmoon


Habe gerade gemerkt, dass der Titel absolut nichts mit dem Text zu tun hat. Logik ist wohl nicht meine Stärke. Bin halt nur ne Frau (grins) ;-)

Also um es nochmal klarzustellen: ich bin KEINE EMANZE.

Es ist trotzdem eine Art "Gleichberechtigung" die ich will in dem Sinne, dass die Andersartigkeit NICHT GEWERTET wird. Mann und Frau sind nur anders und werden sich nie wirklich in ihrem tíefsten Erleben verstehen.

Jedes Geschlecht ist auf seine Art wunderbar und hat seine Berechtigung.

Schreibt mal was!

MOON-MOON

PFeneDlope-xw


Hm... du bringst mich zum Nachdenken :)^

C.a9laciryxa


moon, du kennst meine Meinung zu dem Thema.

Emanzipiert sein heißt für mich, das zu fordern, was ich will/brauche. Nur, leider haben uns die "Damen Emanzen" da einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn sie verstehen Emanzipation nur so, wie sie es verstehen wollen: Eben Gleichberechtigung, auf allen Ebenen. Dass dabei Männlein/Weiblein zum Einheitsbrei verkommt, ist egal. Hauptsache, alles ist political correct. Du kannst tagelang mit Emanzen diskutieren, sie werden nicht einsehen (Können/wollen), dass ein Machtgefälle beim Sex geil ist, ja, erwünscht ist. Sonst haben wir nämlich den Einheitsbrei, keiner tut was, weil ja jeder Angst hat, was falsch zu machen - damit meine ich vor allen Dingen die Männer, die unter der Emanzenfuchtel groß geworden, so erzogen worden sind.

Irgendwo solls ja noch ein paar andere Männer geben. Nur, finden muss man sie.

Ich glaube nämlich, dass letzten Endes im Sex alle gleich sind. Und zwar gleich im Begehren, gleich in Lust, gleich in Libido, gleich in Geilheit, das schlummert in allen.[Mir sagte mal ein Mann, ich würde Sex beschreiben wie ein Mann, soviel zu dem Thema, das ist so, weil ich keine Scheu, keine Schranken im Kopf hab). Es muss - vor allen Dingen in Frauen - oft erst geweckt werden. Frauen haben es natürlich auch leicht, in irgendwelche Rollen zu schlüpfen, allen voran die Mutterrolle. Dann fällt Sex halt flach. Oder in andere Rollen, erfolgreich im Beruf z.Beispiel. Oder wir hatten hier vor kurzem das Beispiel der pingelig sauberen Hausfrau, die täglich 4 Stunden putzt. Auch so eine Rolle. Aber nicht die Natur. Die Natur ist bei allen gleich, nur sie kommt nicht raus. Erziehung, Emanzipation usw. Sie muss geweckt werden, die Natur, die Libido, die Geilheit (manchmal klappt gar das nicht mehr). Und dazu braucht es einen unemanzipierten Mann, und keinen Frauenversteher. Keinen, der sich endlos lang in Frau einfühlt (Klar, ein bisschen ist schön, aber dann muss es auch gut sein), sondern einen, der weiß was er will und sich nicht verarschen lässt, weil Mann das so macht.

Grainne

Wmatcxh-Ir&ony


Sex hat für mich nichts mit Unterwerfung zu tun.

sex hat für mich auch nichts mit emanzipation zu tun.

wXieauchwimxmer


moon-moon

und das Bestreben sich irgendwo in der Mitte zu treffen, führt zu einem langweiligen, homogenen "Einheitsbrei" der jede Faszination und alles Geheimnisvolle des anderen Geschlechts zunichte macht.

Rollenklischess führen zu einem persönlichem Einheitsbrei. Ich habe viele Fazetten und genau das möchte ich bei einem Mann. Phantaise ist angesagt, in verschiedene Rollen schlüpfen zu können. So jedenfalls hatte ich 4 Jahre lang ein sehr gutes und spannendes Sexleben. Wie lange ist es geheimnisvoll, wenn beide immer ihre Rolle spielen und was ist überhaupt daran geheimnisvoll? Kennt doch jeder.

Jeder Mann und jede Frau sollte sich auf den Weg machen zu seinen / ihren ureigenen Wurzeln !!!

Und du bestimmst anhand der traditionellen Rollenklischees, welches die Wurzelnh von Mann und Frau sind? Soll ich jetzt lieber Balett machen, statt Kampfsport und häkeln, statt handwerken?

wtieau%ch&immxer


Calacirya

Eben Gleichberechtigung, auf allen Ebenen.

Wenn DU damit nicht klar kommst, können da irgendwelche imaginären Emanzen nix für. Was haben die denn mit ihrer Einstellung damit zutun, ob und wie du ein befriedigendes Sexleben zustande bringst? Aber ist ja prima, wenn man andere findet, die man dafür verantwortlich machen kann.

Dass dabei Männlein/Weiblein zum Einheitsbrei verkommt, ist egal.

Was können andere Frauen dafür, dass ihr so einfältig seid und kein spannendes Leben auf die Reihe bekommt? Wenn ihr nicht in der Lage seid, zu überraschen. Ich überrasche immer wieder mit meiner Vielseitigkeit.

Ich glaube nämlich, dass letzten Endes im Sex alle gleich sind. Und zwar gleich im Begehren, gleich in Lust, gleich in Libido, gleich in Geilheit, das schlummert in allen.

Klar, und natürlich sind alle so wie du, denn du bist diejenige, die es als einzige erkannt hat. Amen!

allen voran die Mutterrolle. Dann fällt Sex halt flach. Oder in andere Rollen, erfolgreich im Beruf z.Beispiel.

Ich bin Mutter, berufstätig und habe trotzdem guten Sex. Vielleicht fehlt dir einfach die Power.

Aber nicht die Natur. Die Natur ist bei allen gleich, nur sie kommt nicht raus.

Zurück auf die Bäume, ihr Affen!

Was die menschliche Natur ist und ob sie überhaupt trennbar von der Kultur ist, darüber zerbrechen sich schon lange viele Experten den Kopf (Psychologen, siehe Freud, Philosophen, Soziologen, Biologen) und da gibts kein Ergebnis und wird es auch sicher nie.

Aber Hört, hört: Cala weiß als einziger Mensch, was die Natur des Menschen ist. Whow!

Und dazu braucht es einen unemanzipierten Mann, und keinen Frauenversteher.

Du musst es ja wissen...

C-alacifryxa


Wurzeln sind keine Rollen. Wurzeln sind echt. Anscheinend haben viele das Gespür für ihre Wurzeln, für ihre Echtheit, verloren. Sonst würden sie nicht verleugnen, dass es sie gibt.

Rollen sind das Gegenteil von Wurzeln. Sie sind unecht, aufgesetzt, hohl. So unecht wie das, was die Emanzipation uns "vorschreibt". Einheitsbrei ist wenig authentisch. Echt ist das, was in uns ist, ganz tief. Da kommt kein Rollenspiel, kein Emanzipations-Wischiwaschi mit. Und langweilig wird es eigentlich nie. Weil es kostbar ist. Kostbarer, als Rollenspiel, Einheitsbrei. Und genau deshalb bekommen das von mir auch nur die echten zu Gesicht. Die, die fordern. Die, die mich als Fraufordern. Alle anderen täusche ich. Rollenspieler sowieso. Und die emanzipierten Einheitsbrei-Männer, die nu ja keinem wehtun wollen, sowieso. Die kriegen nix von mir... na ja, vielleicht den kleinen Finger. Aber nicht mich, das Innere, das Echte.

Grainne

wSieaXuchixmmer


Calacirya

Wurzeln sind echt

Niemand weiß, wie die Natur des Menschen ursprünglich ist. Schonmal davon gehört, dass die frühen Kulturen matriarchal waren und die Frauen das Sagen hatten? Sind das die Wurzeln, oder setzt du sie erst da an, wo das Patriarchat seinen Siegeszug hatte? Setz dich doch mal mit frühen Kulturen auseinander und dann kannst du vielleicht über Wurzeln reden. Aber du maßt dir mal wieder an, dass DU weißt, wo es langegeht und alle anderen, die anderer Meinung sind, nicht.

Echt ist das, was in uns ist, ganz tief.

Da hab ich dir ja was vorraus, denn ich habe immer so gelebt, wie es tief in mir steckte. Also was willst DU mir hier eigentlich von "echt" erzählen?

Aber nicht mich, das Innere, das Echte.

Seit wann hast du dein Inneres entdeckt? Trag mal bitte nicht so dick hier auf. Andere leben schon lange IHR Leben, während du nur davon redest. Das finde ich langweilig!

mMooLn-mooxn


@ grainne und wieauchimmer:

ich versuche gerade zu verstehen...

Also ich denke, dass was "echt" am anderen ist, spürt derjenige, der selbst authentisch ist (seine Wurzeln gefunden hat). Natürlich spreche ich nur für mich, wenn ich sage, dass mich eben bestimmte Eigenschaften, die ich ECHT "männlich" empfinde, anziehen- ich glaube ich bin hypersensibel für alles "Unechte".

Und interessanterweise bin ich ja nicht so allein mit dem was ich empfinde und mir wünsche. Es ähnelt dem, was Grainne schreibt. Und es gibt in meinem Freundeskreis viele Frauen, denen es auch so geht, komischerweise.

Wenn wieauchimmer dem "switch" in alle möglichen Rollen als spannend und befriedigend erlebt, hat das sicher auch seine Berechtigung.

Seine weiblichen Wurzeln erkennen und leben ist trotzdem nicht gleichzusetzen mit Einseitigkeit und schon gar nicht mit dem Begriff Einnehmen einer "Rolle". Es ist lediglich eine Gefühlsgrundlage. Entweder man fühlt es oder nicht. Es macht irgendwie wenig Sinn darüber zu theoretisieren (merke ich gerade).

MOON-MOON

wHieau+ch>immer


moon-moon

Also ich denke, dass was "echt" am anderen ist, spürt derjenige, der selbst authentisch ist (seine Wurzeln gefunden hat). Natürlich spreche ich nur für mich, wenn ich sage, dass mich eben bestimmte Eigenschaften, die ich ECHT "männlich" empfinde, anziehen

Was ist denn "echt männlich"? Ein Klischee, ein Prototyp und was haben Klischees und Prototypen mit "autentisch" und "ihre Wurzeln gefunden" zutun? Nichts!

Was soll das sein, ein "echter" Mann? Ist ein Homosexueller ein "echter Mann"? Für dich sicher nicht, für mich genauso echt wie alle anderen und gerade DIESER hat autentisch seine Wurzeln gefunden. Ist ein guter Vater, der gerne Kinderwagen schiebt ein echter Mann? Darf ein Mann weinen?

Oder bin ich eine echte Frau? Ich bin schon als Kind gerne auf Bäume geklettert, wollte Winnitou und Robin Hood sein. Ich geh lieber in ein Heimwerkergeschäft, als in einen Schuhladen. Ich mag keinen Schmuck, gehe selten zum Frisör....Bin ich eine "echte" Frau? Mit Sicherheit, denn ich habe immer autentisch das gelebt, was ich wollte.

Du verwechselst etwas. Du verwechselst autentisch "echt" mit Rollenklischee von Mann und Frau. Das ist genau nicht autentisch echt. Das wäre ein Prototyp aus dem Genlabor, was dir hier als "echt" vorzuschweben scheint, denn echte Männer im echten Leben sind überaus facettenreich. Mann und Frau ist eine Gradwanderung.

ich glaube ich bin hypersensibel für alles "Unechte".

Nein, du scheinst eher völlig eingenommen für klischeehafte Rollenbilder von Mann und Frau, so wie sie in der Werbung, in Männlichkeitskult und Weiblichkeitskult, etc. geschaffen werden.

"... Es heißt immer, der soziale Unterschied zwischen den Geschlechtern nehme heutzutage ständig ab. Doch meine Erfahrungen in beiden Geschlechtern haben mich gelehrt, daß es offenbar keinen Bereich unseres Daseins, keinen Augenblick, keinen Kontakt, keine Abmachung und keine Reaktion gibt, die nicht für Mann und Frau verschieden sind. Schon allein der Ton, in dem man zu mir sprach, die bloße Körperhaltung eines Menschen, der neben mir in derselben Schlange stand, die ganze Atmosphäre, wenn ich einen Raum betrat oder mich in einem Restaurant an einen Tisch setzte, brachten mir meine veränderte Stellung zu Bewußtsein.

Aber nicht nur die Reaktionen der anderen Menschen änderten sich, sondern auch meine eigenen. Je mehr man mich als Frau behandelte, desto mehr wurde ich zur Frau. Ich paßte mich wohl oder übel an. Hielt man mich für außerstande, ein Auto richtig einzuparken oder eine Flasche zu öffnen, dann merkte ich auch, daß mir das merkwürdig schwerfiel. Hieß es, ich könne doch den Koffer oder die Kiste nicht heben, kam mir das auch so vor. ..."

Jan Morris. transexueller britischer Reiseschriftsteller (1993)

Seine weiblichen Wurzeln erkennen und leben

Dann beschreibe mir doch mal, was zu einer "echten" Frau dazu gehört. Ich schätze mal, da kommen alle Klischees zutage, die man finden kann, aber mit "echt" hat das sicher nichts zutun und was Grainne angeht, scheint sie erst seit 1,5 Jahren nach ihren Wurzeln zu suchen und erscheint mir dabei extrem widersprüchlich.

Auch dein "Traumprinz", so wie du ihn mal beschrieben hast, scheint ein alsolut widersprüchliches Klischee zu sein. Ein echter harter Mann soll er sein, um dich genug anzumachen, aber im täglichen Leben soll er sanft und einfühlsam sein und kein Macho. Bei deinen Beschreibungen fallen mir immer irgendwelche Filmhelden ein, Phantasieschöpfungen. Dennoch meinst du, das sei "echt männlich". Das ist "echt hollywoodmäßig"!

Es ist lediglich eine Gefühlsgrundlage. Entweder man fühlt es oder nicht.

Dir scheint nicht einmal aufzufallen, dass diese "Gefühlslage" geprägt ist von Klischees. Du willst mir wohl nicht erzählen, dass DU spürst, wie denn ein Mann von Natur aus zu sein hat, wie seine Wurzeln sind. Das ist nämlich von Kultur zu Kultur verschieden.

b0abs


moon-moon,

vielleicht ist dir aufgefallen, dass deine threads immer in streit ausarten.

wie wäre es damit, wenn du deine meinung etwas weniger verallgemeinernd und provokativ formulieren würdest und nicht ständig masochismus und weiblichkeit durcheinander bringst?

du schreibst hier über DEINE sexualität. nicht über "die weibliche sexualität".

bOab;s


Ich krieg nur einen Anfall wenn ich sogenannte Emanzen reden höre von dem Wunsch eines respektvollen, zärtlichen, einfühlsamen Lover auf allen Ebenen (auch im Bett)... Ich will keinen Pantoffelhelden oder eine Marionette, sondern einen richtigen "Kerl".

wer beurteilt denn, was unter "kerl" und was unter "pantoffelheld" fällt? für dich persönlich kannst du das beurteilen, aber nicht für alle frauen.

ich will auch keinen mann, der sich für mich verbiegt und sich meinen vorstellungen angleicht, das würde mich sogar abstossen. ich will nur einen, der zu mir passt. wer nicht zu mir (oder in mein männerbild) passt, ist deshalb nicht gleich ein totaler nichtbringer. er passt halt besser zu anderen frauen mit anderen vorlieben.

ich bin eine sehr sanfte, stille und oft zu schüchterne person, und mag in ihrer persönlichkeit ausgereifte männer, mit ecken und kanten (auch äusserlich - optisch "weichgespültes" liegt mir nicht). beim sex bin ich manchmal etwas agressiv und füge gern körperlichen schmerz zu. ein sexuell dominanter mann wäre meinen neigungen schlicht im weg. gerade der kontrast, der sich ergibt, wenn ich einem "richtigen mann" schmerz zufüge, ihn durch meine hände leiden sehe, macht mich geil. deshalb bin ich noch lange keine "emanze", die männer verbiegen will, das ist doch blödsinn.

eine frau, die beim sex keinen dominaten mann will, ist automatisch eine emanze? - das ist nur ein klischee. genauso wie ein frau, die beim sex einen dominanten mann will, nicht automatisch ein schwaches dummchen ist - auch nur ein vorurteil. das ergebnis lässt nicht immer so einfach erraten, woraus und warum es entstanden ist - aber es ist leicht, irgendwelches verhalten in schubladen zu stecken. das tust du hier.

Diese ständige "Sich-in-den-anderen-Hineinfühlen", ihn verstehen wollen, damit so etwas wie Pseudonähe entsteht, dass ist das eigentliche Problem.

Jeder Mann und jede Frau sollte sich auf den Weg machen zu seinen / ihren ureigenen Wurzeln !!!

kannst du wirklich beurteilen, woraus andere menschen in ihrer beziehung oder in ihrem sex die grösstmögliche nähe schöpfen? kannst du wirklich davon ausgehen, dass alle frauen so fühlen wie du? nein, kannst du nicht.

und nebebei erstickst du die gegensätzlichkeiten, indem du festlegst, wie sex auszusehen hat. du erklärst mit deinen aussagen, dass sex nicht vielfältig sein darf, du forderst einseitigkeit, einen einheitsbrei... der so aussieht, wie es dir gefällt.

du erlaubst zwar, dass mann und frau gegensätzlich sind, aber dass jedes pärchen seine eigene sexuelle niesche findet, erlaubst du mit deinen theorien nicht.

KXleio


Emanzipation & sexuelle Unterwerfung=Widerspruch?

Für mich ist das ein Widerspruch und zwar darum, weil der, der sich unterwirft, immer die Kontrolle hat - also die Macht. Abgesehen davon, dass zwei dazu gehören, einer der es tut und einer, der es zulässt. Emanzipation dagegen bedeutet für mich Gleichberechtigung, wobei nicht gesagt ist, welchen Rahmen diese Gleichberechtigung annimmt. Entweder indem beide Partner abwechselnd die Macht ausüben oder in allem gleichwertig sind – zwei "mächtige" sind auch gleichberechtigt und auf Sex bezogen – wie könnte es sonst wilden Sex geben?. Gleichberechtigung kann aber eben genauso heißen, dass zwei Menschen sexuell übereinander herfallen und wilden leidenschaftlichen Sex haben,. Wenn jemand freiwillig auf ein recht verzichtet, so hat das noch nichts mit der Macht des anderen zu tun, denn dazu wäre eine gewaltsame Unterwerfung nötig - also gegen den Willen des Partners und das bezeichne ich als Willkür und als Vergewaltigung, das gerade vor Zeiten der Emanzipation in Partnerschaften an der Tagesordnung stand. Wenn jemand aber freiwillig von seinem recht zurücktritt, übergibt er die Verantwortung dem anderen und es muss natürlich einer da sein, der diese Verantwortung auch übernehmen will. Alles, was freiwillig gemacht wird und jederzeit durch eine Neuentscheidung revidierbar ist, dafür ist Respekt und Akzeptanz nötig egal, ob im Alltagsverhalten oder auf dem sexuellen Gebiet und das ist Gleichberechtigung.

Männer und Frauen = Polarität? Ich sehe keine Polarität in Männern und Frauen, denn dann hieße es, dass es keine Polarität unter Frauen oder unter Männern gäbe. Es gibt solche und solche und Polarität im Sinne von verschiedenen Neigungen, Wünschen, Denkweisen, gibt es auf jedem Gebiet und auch unter den Geschlechtern. Jeder Mensch hat seine Bedürfnisse und wie die Bedürfnisse eines "Mannes" oder einer "Frau" sind, hängt von viel zu vielen Faktoren ab, von ihren Fähigkeiten, Gefühlen und ihrer Denkweise, als das ich sie für mich als männlich oder weiblich typisieren würde. Eine Emanze bedeutet etwas Anderes als eine emanzipierte Frau, denn das Wort hat oft eine Negativwertung wie z. B. Schlampe, mit dem Attribut, dass Emanzen als männerfeindlich eingestuft werden, was bei emanzipierten Frauen absolut nicht der Fall ist. Es gibt aber Emanzen (wertfrei), die der Meinung sind, dass "die Welt keine Männer braucht", dass sie alles ohne Männer können – solche Denkweisen sind sexistisch. Es ist kein Widerspruch, dass emanzipierte Frauen sowohl Männer als auch Frauen bewundern im Sinne von anerkennen und achten, egal ob sie nun dieselben Fähigkeiten besitzen oder nicht. Ich kann jemanden bewundert, auch wenn ich es genauso kann. Das ist für mich kein Widerspruch. Gleichberechtigung heißt für mich, dass ich anderen auf gleicher Ebene entgegengehe und andere weder abwerte noch aufwerte. Das hindert weder die Auslebung von Lust, von Leidenschaft, von Zärtlichkeit, von Wildheit, usw. usw. - es geschieht nur auf einer Ebene. Es geht um Gleichwertigkeit und nicht um Gleichheit und eben gerade darum, dass eine Frau nicht nur sanft, nicht nur helfend, nicht nur sorgend ist - das ja einem bestimmten Klischee von "Frau" entspricht - sondern, dass eine Frau genauso dann Frau ist, wenn sie wild ist, wenn sie leidenschaftlich lustvoll ist, sanft ist, usw. usw. und das hat etwas mit dem Selbstwert der betreffenden Frau zu tun und wie sie sich als Frau definiert und als Frau definiere ich mich in allem, was mich ausmacht. Wenn man "Frau" in ein ihr vorgegebenes Klischee hineinzwängt, dann kann sie nicht so sein, wie sie von naturaus ist. Wenn eine Frau zu ihrem "Frausein" steht, wie sie von naturaus ist, dann spielt Gleichberechtigung die Rolle, dass es ihr zugestanden wird, sie nicht aufgrund ihrer Selbstwertes nicht diskriminiert wird und für mich geht es auch in der Gleichberechtigung darum, dass egal ob Mann oder Frau, zu dem stehen können, wie sie von naturaus sind und dass das in Ordnung ist. Für mich ist ein Mann nicht weniger Mann, wenn er sanft ist, genauso ist für mich eine Frau nicht weniger Frau, wenn sie herb ist, oder Autos repariert, aber genauso ist eine Frau weniger Frau, wenn sie sanft ist und Autos repariert oder sanft ist und Hausfrau. Elementare Unterschiede gibt es mehr als genug und das nicht nur zwischen Männern und Frauen, sondern jedem Menschen. Klischees hingegen kommen nicht von naturaus sondern sind Phantasien, die in den Köpfen anderer entstehen, die dann versuchen Frauen oder Männern zu überzeugen, dass sie diesen Klischees zu entsprechen haben, ohne auf ihre eigene Natur Rücksicht zu nehmen und ihnen nicht "erlauben" wollen so zu sein, wie sie sind, weil sie der Meinung sind, dass sie besser wüssten, wie "Frau" oder "Mann" zu sein hat, wie sich "Frau" und "Mann" zu fühlen hat, zu denken hat, als die Betreffenden selber.

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