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Emanzipation und sexuelle Unterwerfung: Widerspruch?

g-uzs


-Fiz...

Was Calacirja will, ist so verzwickt, dass einem schon beim Drübernachdenken ganz schwindelig wird. Jemand hat es mal mit diesen unmöglichen Treppen von Escher verglichen. Ein hervorragender Vergleich.

Nein. :-)

Sie will ganz einfach jemanden den sie liebt.

Aber das kann und darf nicht sein.

Also will sie statt dessen jemanden, der sie auch dazu zwingt.

Sie hat diese sexuellen Phantasien und, nachdem ihr die bewußt geworden sind, denkt sie DAS wäre jetzt der Schlüssel zu ALLEM.

Bei nem Typen würde man es einfach notgeil nennen.

In anderen Worten, man ist so auf den Sex fixiert, daß man denkt, das "allergeilste" wäre notwendigerweise auch das beste an sich.

An anderen Stellen schränkt sie diesen "Anspruch" auf "absolute Unterwerfung" ja aber auch selbst ein.

Aber nicht sosehr, als daß sie die "geile" Vorstellung der Unterwerfung irgendetwas Anderem unterordnen könnte.

Dadurch entsteht dieses "verzerrte" unmögliche "Männerbild".

:-)

w,ieUauch;imwmer


-Fiz

Und wenn er eigentlich die Macht nicht genießt, die er hat.

Kleiner Einwurf: Die Macht als Rollenspiel kann man sehr wohl genießen, gerade, weil es nur ein Spiel ist. Ist etwas jedoch zwanghaft, dann kann das schnell zu einer Bürde werden, etwas, womit man sich selber im Wege steht, was mein Leben belastet, einengt (z.B. "Waschzwang".)

g{us


Kannst Du Dir Deine Bedürfnisse aussuchen?

Sicher nicht.

Aber man kann sich aussuchen, ob man sich zu ihrem Sklaven machen lassen will, oder ob man sich als etwas empfindet, was über sie entscheidet.

8-)

wyieauQchixmmer


Kleio

Bei einem Rollenspiel wäre es aber eine Verstellung, eine Phantasie, ein sich hineindenken, dass man den anderen unterdrücken will, obwohl man selber nicht so ist. So wie ich es bisher verstanden habe, geht es aber darum, dass es beide Partner genießen

Ja, aber wieso soll man Phantasie nicht genießen? Wieso schaut man sich "Herr der Ringe" oder sonst was im Kino an? Ich steh auch auf brutale oder gruselige Filme, aber eben nur in der Phanatsie. Echt möchte ich das nicht erleben. Es gespielt erleben könnte ich aber sehr genießen.

-:Foiz


wieauchimmer

Kleiner Einwurf: Die Macht als Rollenspiel kann man sehr wohl genießen, gerade, weil es nur ein Spiel ist.

das stimmt.

Deshalb ist ja ein Spiel.

Aber das soll es ja nicht sein.

-|Fi,z


Essenspause

*:)

g[u#s


Was ist...

ein Spiel?

Realität in klaren Grenzen.

...?

KAlecio


Calaciryia

gute Frage

Antwort: Nein. Ab einem gewissen Punkt, der bei mir unweigerlich kommen würde irgendwann mal, weil ich diesen Punkt suchen würde, nicht mehr. Das unterscheidet mein Bedürfnis von dem eines Rollenspielers.

Ja, das verstehe ich.

kommt drauf an, wie du genießen definierst. Sexuell ist es dann ab einem gewissen Punkt, im Sinne von Befriedigung, nicht mehr erregend. Im Sinne von Devotsein, d.h. das zu tun bzw. zu dem gezwungen zu werden, was er will, schon. Also, ihm zu willen zu sein, ist dann auch Befriedigung. Emotional, verstehst du?

Und damit ich mit diesem meinem Bedürfnis nicht auf egoistische Arsch***** stoße, die das dann nur ausnutzen würden, hab ich eben meine Bedingungen an den Mann..

Ja, ich verstehe, dass "genießen" nicht ganz der zutreffende Begriff ist. Also die höchste Befriedigung ist für Dich, wenn der Mann Dich auf die aus Deiner Empfindung her sexuell auf die Art erniedrigt, die für Dich erregend ist, denn wenn er es "falsch" macht, also die Unterdrückung in dem Sinne "genießt", dass er eine andere als eine sexuelle Lust dabei empfindet, dann ist es für Dich nicht mehr erregend. Ist ja auch irgendwie logisch, denn dann wäre es keine sexuelle Handlung mehr, wie z. B. eine Vergewaltigung, denn die meisten Vergewaltiger wollen ihre Macht demonstrieren und Sexualität spielt keine Rolle.

richtig. Und sowas gibt es, vielfach, ist kein Märchen. Die Macht des Mannes wird von ihm angestrebt. Bewusst. Und zwar idealerweise sexuell. Wie sonst

Ich verstehe.

wqieauch/immexr


babs

ja dann eigentlich gar nicht mehr willkürlich ist, sondern sich innerhalb von grenzen bewegt, über die sich beide teile einig sind.

Aber es ist kontrolliert, denn ohne Selbstkontrolle würden die Grenzen ja nicht eingehalten, also ist es schon wieder willkürlich. Man kann sich ja nur so sehr "fallen lassen" wie man aber noch die Kontrolle hat, die Grenzen einzuhalten. Daher macht man bei SM Treffen mit Fremden, so hab ich gelesen, immer einen Stopp-Code aus, wo der andere sich nach richten muss. Das heißt aber, Kontrolle ist gerade bei solchen Spielen nötig, sonst wird aus der Leidenschaft gewürgt zu werden, schnell eine erwürgte Leiche.

Man bestimmt ja klare Regeln, wie in einem Spiel. Inwieweit man sich in dieses Rolenspiel reinversetzen kann und es wie echt wird, ist eine Frage der Vorstellungskraft und Fähigkeit zur Sinnlichkeit.

w[ieau]ch5immexr


gus

ein Spiel?

Realität in klaren Grenzen.

Ich würde sagen: Selbst erzeugte Realität, die man, weil selbst erzeugt, auch unter Kontrolle hat und deren Regeln man selber bestimmen kann. Aber auch Spiele können aus dem Ruder laufen, daher ist es gerade bei solchen Spielen wichtig, sein Bewusstsein nicht vollkommen auszuschalten.

C%alac=iryxa


Kleio:

kommt drauf an, wie du genießen definierst. Sexuell ist es dann ab einem gewissen Punkt, im Sinne von Befriedigung, nicht mehr erregend. Im Sinne von Devotsein, d.h. das zu tun bzw. zu dem gezwungen zu werden, was er will, schon. Also, ihm zu willen zu sein, ist dann auch Befriedigung. Emotional, verstehst du?

Und damit ich mit diesem meinem Bedürfnis nicht auf egoistische Arsch***** stoße, die das dann nur ausnutzen würden, hab ich eben meine Bedingungen an den Mann..

Ja, ich verstehe, dass "genießen" nicht ganz der zutreffende Begriff ist. Also die höchste Befriedigung ist für Dich, wenn der Mann Dich auf die aus Deiner Empfindung her sexuell auf die Art erniedrigt, die für Dich erregend ist, denn wenn er es "falsch" macht, also die Unterdrückung in dem Sinne "genießt", dass er eine andere als eine sexuelle Lust dabei empfindet, dann ist es für Dich nicht mehr erregend. Ist ja auch irgendwie logisch, denn dann wäre es keine sexuelle Handlung mehr, wie z. B. eine Vergewaltigung, denn die meisten Vergewaltiger wollen ihre Macht demonstrieren und Sexualität spielt keine Rolle.

nein.

1. Die höchste sex. Befriedigung ist natürlich Befriedigung. Das ist für mich in einer Beziehung Voraussetzung. Dass er das kann, jederzeit, dass er das will, dass es ihm Spaß macht.

2. Wenn Punkt 1 stimmt, wenn er das kann, dann, aber nur dann, darf er mich benutzen, wie er es will , wobei man natürlich im Vorfeld weitgehend abklärt, inwieweit man da einigermaßen bezügl. der Vorlieben kompatibel ist. Es gibt für mich auch absolute "No's", so ist das ja nicht ;-) Ich nenne sie Tabus. Alles andere sind Grenzen, die sind erweiterungsfähig, da bin ich flexibel.

Und natürlich darf er nicht nur, er muss es genießen, sonst würde er es ja nicht machen. Und mir würde es nicht die emotionale Befriedigung geben.

Grainne

Kbleiuo


-Fiz

das alles ist in Einzelstücken schon richtig.

Aber wenn du versuchst alle Einzelteile in einem Bild zusammen zu fügen, dann passt es nicht.

Das verstehe, warum es für Dich nicht passt. Du hast ja geschrieben: Tatsächich brauche ich keinen Mann für Sex, aber gelegentlich will ich einen. Das ist ein Unterschied.

Die Männer, mit denen ich bisher zu tun hatte, haben es im Übrigen immer sehr geschätzt, dass ich sie wollte, nicht nur brauchte.

Das macht das Ganze nämlich ein bisschen exklusiver.

wIiea9uchDimmexr


Kleio

Es passt deshalb nicht, weil man, wie Cala ja selbst sagt, die Grenzen regeln muss. Das bedeutet aber, dass es eben ein Spiel ist mit Regeln. Bei jedem anderen Spiel klärt man ja die Regeln auch vorher und spielt dann danach. Genauso beschreibt es Cala ja im Grunde auch.

Abe sie leugnet eben hartneckig, dass es ein Spiel ist, sondern die "tierische" Natur des Mannes. Wenn es aber tatsächlich seine "tierische Natur" ist, dann hat es es nicht unter Kontrolle (so wie Tiere eas auch nicht unter Kontrolle haben, wenn sie auf einen Schlüsselreiz reagieren) und kann keine Regeln und Grenzen einhalten. Das ist der Widerspruch daran, das, wo es nicht passt.

K=leixo


Calacyria

Also, dass es "grenzenlos" ist und dass es keine "No's" gibt, davon bin ich gar nicht ausgegangen. Ich glaube aber schon, dass ich im Prinzip verstehe, auch wenn ich da nicht ganz die treffenden Worte finde, aber darum geht es ja, dass es eine rein gefühlsmäßige und körperliche Auseinandersetzung ist und wenn der "Rahmen" festgelegt ist, nicht mehr nachgedacht wird und auch werden sollte, sonst könnte man sich seiner Lust nicht hingeben.

g9us


Wieauchimmer...

ich denke du sagst genau dasselbe wie babs. :-)

Ihr redet nur von "unterschiedlicher" Willkür, und das Wort scheint hier eh für Verwirrung zu sorgen.

Willkür ist wohl, wenn sich jemand nicht an Regeln hält.

babs meint daß es ja "grundsätzlich" keine Willkür ist, wenn es übergeordnete Regeln gibt, du meinst, daß es ja innerhalb der Grenzen Willkür ist.

Ihr beide betont, daß es eben keine völlige Unterwerfung ist, solange da überhaupt Grenzen bestehen.

Calacirya ficht das nicht an, denn bei Gelegenheit schreibt sie ja selbst:

nur dann, darf er mich benutzen, wie er es will , wobei man natürlich im Vorfeld weitgehend abklärt, inwieweit man da einigermaßen bezügl. der Vorlieben kompatibel ist.

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