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Emanzipation und sexuelle Unterwerfung: Widerspruch?

gxus


Ja...

da ist diese unglaubliche Ablehnung des "gespielten" bei Calacirya.

Ich denke das ist einfach so weil sie die Willkür so ungeheuer erregend findet.

Sie will ein "wildes Tier" und alles was sie an "rationalen Gedanken" dazu bringt richtet sich danach aus und scheitert letztlich oder verwickelt sich in Widersprüche, weil sie sonst, rational zugeben müsste, daß sie eben einen ziviliesierten, beherrschten, wenn auch machohaften ...Frauenversteher will.

Aber diese Tatsache, denkt sie, macht die erregende Vorstellung kaputt, deshalb...

denkt sie nicht drüber nach.

:-)

Sie denkt sozusagen "mit dem Schwanz".

wPiea?uchaimmBexr


Kleio

Ich selbst würde mich auch nicht anpassen, auch wenn ich nicht devot oder dominant bin.

Das hast du wohl falsch verstanden. Hast du schonmal in einem Team gearbeitet, wo man sich gut aufeinander eingespielt hat? Man muss die Grenzen des anderen kennen lernen, aber auch seine eigenen, dann immer mal wieder etwas überschreiten, um zu sehen, ob die Grenzen noch erweiterbar sind. Dafür ist Einfühlungsvermögen nötig und der Wille, ein Team zu sein. Ich meine keine Anpassung im Sinne von Abweichen von seinen eigenen Wünschen, sondern Anpassen im Sinne von, eine gemeinsame Sprache finden, Interaktion. Das ist aber nach meiner Erfahrung ein recht langer Prozess, bis man sich so gut kennt. Es funktioniert aber niemals, wenn man nicht schon auf einer ähnlichen Wellenlänge ist, also die gleiche Grundsprache spricht, aber nun die Feinheiten kommen, die das ganze virtuos werden lassen. Die gemeinsame Grundsprache kann auch einfach die Lust am Ausprobieren sein.

K\lexio


wieauchimmer

Ich bin mir sicher, dass du aber entscheidest, bei wem und in welcher Situation du die Kontrolle abgibst. Da haben wir also schon wieder die Grenzen, die Rahmenbedingungen. Also ist so ein Spiel eher ein Spiel um Vertrauen. Das spielt dann wieder das "eingespielte Team" eine Rolle.

Ich habe schon oben irgendwo erklärt, dass es für mich nur Bezeichnungen sind und keine Definitionen die irgendetwas mit Vernunft zu tun haben. Ich setzte keinen Rahmen fest, wie z. B. wenn ich mit jemandem den Rahmen für eine Beziehung festlege. Ich entscheide nicht, dass ich devot bin - für mich ist das nur eine Bezeichnung, das ein bestimmtes sexuelles Verhalten beschreibt. Für mich ist das ein rein körperlicher und animalischer Akt. Keine Gedanken - keine Kontrolle. Ich persönlich gebe weder die Kontrolle ab, noch übernehme ich sie. Somit ist das meine Grenze, aber ich setze sie nicht bewusst, weil ich mich fallen lasse. Wenn das für Dich ein Grenzen setzen ist, dass ich wiedergebe, wie ich bin - dann ist das in Ordnung. Aber vielleicht verstehst Du, wie ich es meine. Genau, wie ich nicht bewusst entscheide, weil ich abwäge, wen ich liebe, entscheide ich nicht, wie ich mich sexuell verhalte.

C6ala?cirxya


Es handelt sich aber um Menschen, nicht um Tiere. Menschen können tierisch handeln, mit dem Unterschied, dass sie ihren Verstand einsetzen können, wenn sie wollen, wenn es die Situation erfordert. Tiere eben nicht.

gus, du hast nix verstanden.

Grainne

KClecio


wieauchimmer

Das ist aber nach meiner Erfahrung ein recht langer Prozess, bis man sich so gut kennt. Es funktioniert aber niemals, wenn man nicht schon auf einer ähnlichen Wellenlänge ist, also die gleiche Grundsprache spricht, aber nun die Feinheiten kommen, die das ganze virtuos werden lassen. Die gemeinsame Grundsprache kann auch einfach die Lust am Ausprobieren sein.

:)^

gxus


Somit ist das meine Grenze, aber ich setze sie nicht bewusst, weil ich mich fallen lasse.

Was ist daran "unbewußt" wenn man sich, eine "aktive" formulierung übrigens, eben "fallen lässt"?

Daß du DANN keine Grenzen mehr setzt heißt nicht, daß du dir die Situation in der DU es dir erlaubst nicht bewußt aussuchst. :-)

Calacirya sagt ganz ähnlich, sie will sich aufgeben, hat nur noch nicht "den richtigen dafür".

Der Unterschied ist, daß sie so tut als hätte sie aber "ein Recht darauf". Als wäre das "naturgegeben weiblich" und daß so viele Männer es einfach nicht geil finden bedeutet für sie, daß die alle "verweichlicht" sind.

Dann verteilt sie noch Schuld mit offenen Händen, an die Emanzen, die Hausmütterchen, die Machos, die Softis...

Am Ende sitzt sie da und ihre "erregende Vorstellung" wird größer und größer und DIE ist das einzige, was sie antreibt.

Deshalb kann sie sie keiner "rationalen Überlegung" unterordnen.

Und das sie sich damit genau von den TYPEN abschneidet, die sie gerne hätte..., merkt sie nicht.

:-)

w#ieau=chimxmer


gus

Ich denke das ist einfach so weil sie die Willkür so ungeheuer erregend findet.

Ich glaube eher, sie hat etwas dagegen, dass Spiel zu "locker" klingt. Sie beschreibt ja ihre Neigung als "Ich kann nicht anders, ich muss das so haben, ich brauche das". Ein Spiel hingegen ist eher ein Spaß. Man spielt es aus einem Bedürfnis nach Aufregung, Reiz am Austesten von Grenzen, Nervenkitzel, aus Gründen, aus denen z.B. auch Abenteurer mit ihrem Leben spielen, weil es ihnen einen Kick versetzt. Diese Lust am Nervenkitzel haben aber die meisten Menschen mehr oder minder. Alle, die z.B. in den Film "Sieben" gegangen sind, oder "Alien" ;-)

Es ist also nichts Besonderes, aber sie will ja auch wieder etwas Besonderes sein mit ganz besonderen Eigenarten, für die sie einen ganz besonderen Mann braucht, der aber ausgestorben ist, weil die Emanzen ihn vergiftet haben. Ich finde, sie nimmt sich mit ihren Neigungen ein wenig zu wichtig und muss daher allen anderen die Wichtigkeit ihrer Neigungen absprechen, sofern sie diese als "Spiel" bezeichnen. Du schriebst schonmal sowas in der Richtung hier, dass sie das Sexuelle so in den Mittelpunkt setzt, quasi ihre Persönlichkeit darüber definiert.

Wenn sie ihre Persönlichkeit darüber definiert, geht es natürlich nicht, es "Spiel" zu nennen, denn Spiel ist nicht ernst und das hieße, ihre Persönlichkeit nicht ernst nehmen.

Für mich hingegen ist es absolut in Ordnung, dass Sex Spiel ist, generell und nicht der Ernst des Lebens, das Ein und Alles, worüber sich meine gesamte Identität definiert, meine "Weiblichkeit". Ich habe viele andere Dinge, über die ich meine Identität definiere: Beruf, Mutterschaft, andere Interessen, etc. Sie aber scheinbar nicht. Jetzt werde ich wieder privat...und bekomme gleich wieder Schimpfe.

wKieauc"himmexr


Calacirya

Menschen können tierisch handeln, mit dem Unterschied, dass sie ihren Verstand einsetzen können, wenn sie wollen, wenn es die Situation erfordert. Tiere eben nicht.

Wenn man jederzeit, wenn man will, seinen Verstand einsetzen kann, dann HAT man ja Kontrolle. Du widersprichst dir! Keine Kontrolle heißt, wenn der Verstand aussetzt und man ihn auch nicht willkürlich wieder einsetzen kann (z.B. unter Drogeneinfluß)

Khlexio


gus

Was ist daran "unbewußt" wenn man sich, eine "aktive" formulierung übrigens, eben "fallen lässt"?

Darum habe ich auch das Beispiel mit der Beziehung gebracht, weil dieses "bewusst" falsch verstanden werden kann. Man könnte es sonst so verstehen, dass Sex "unbewusst" ist, was ich aber nicht gemeint habe. Ich meinte bewusst, aber ohne Abzuwägen, was zu tun ist, ständig an die Grenzen des anderen zu denken - eben fallen lassen, aber natürlich bewusst. ;-)

g.us


Ich glaube eher, sie hat etwas dagegen, dass Spiel zu "locker" klingt

Das sage ich doch.

Warum verstehst du das denn nicht, babs versteht mich doch auch?

... ;-)... :-D

Aber das "mit dem Schwanz denken" war falsch formuliert.

...

Schwänze sind doch eigentlich was nettes.

;-D

-jFixz


calacirja

du hast jetzt schon so oft deine sexuellen Phantasien und Wünsche beschreiben, aber ich konnte deinen Beschreibungen nie entnehmen, wieviel sich davon auf bereits Erlebtes bezieht.

Daher habe ich folgende Frage: wie weit bist du denn in der Realität schon an dein Ideal herangekommen? Wie viel und was von dem, was du beschreibst, hast du schon wirklich erlebt?

Das interessiert mich jetzt wirklich.

gUus


Aber...

"notgeil" klingt ja ja auch irgendwie ...abwertend.

.

.

.

:-/

.

.

.

:-)

wZieIaucrhimm[er


Kleio

Somit ist das meine Grenze, aber ich setze sie nicht bewusst, weil ich mich fallen lasse.

Das ist eine Frage der Verinnerlichung. Mal ein komsiches Beispiel dazu: Ich kann dir ziemlich genau aus einem großen Bogen Papier ein Din A 4 Format rausschneiden, ohne es abzumessen. Ist mir nämlich mal "passiert". Ich hatte es gar nicht vor und stellte hinterher fest, dass es das Din A 4 Format erstaunlich genau traf. Das war intuitiv, weil ich schon so oft ein Din A 4 Blatt in der Hand hatte.

Auch im Umgang mit Menschen merkt man, wenn man Einfühlungsvermögen hat und den Menschen gut kennt, wo seine Grenzen sind. Das hat man irgendwann im Gespür, ist aber eine Erfahrungssache. Kleine Kinder müssen ja sogar am Anfang die Grenzen ihres Mundes kennen lernen. Schon mal ein Kleinkind bei seinen ersten Versuchen, seinen eigenen Mund zu finden, beobachtet? Wir hingegen denken da nicht einmal mehr drüber nach, dass wir das alle mal lernen mussten. Es funktioniert automatisch. Oder kannst du dich noch dran erinnern, als du das erste Mal versuchtest, die Maus auf dem Bildschirm zu kontrollieren? Kannst du dir heute noch vorstellen, dass es dir mal schwer fiel? Ich nicht mehr, ich kann das jetzt im Schlaf, ohne mich darauf bewusst konzentrieren zu müssen.

Ich habe also irgendwann ein Gespür für meinen Partner, was sich immer besser entwickelt und wir müssen nicht über Grenzen verbal kommunizieren, sondern wir kennen sie intuitiv. Wir haben sozusagen die bewusste Kontrolle durch die intuitive ersetzen können, weil es uns in Fleisch und Blut übergegangen ist. Das meine ich aber mit "Aufeinander Einspielen".

C-alacxirya


fiz:

du hast jetzt schon so oft deine sexuellen Phantasien und Wünsche beschreiben, aber ich konnte deinen Beschreibungen nie entnehmen, wieviel sich davon auf bereits Erlebtes bezieht.

Daher habe ich folgende Frage: wie weit bist du denn in der Realität schon an dein Ideal herangekommen? Wie viel und was von dem, was du beschreibst, hast du schon wirklich erlebt?

Das interessiert mich jetzt wirklich.

sag mir, warum soll ich in diesem zumindest unfreundlichen forum, mit usern, die mich permanent falsch verstehen wollen (ich KANN mich ausdrücken!), meine Aussagen verdrehen, sowas privates erzählen (siehe letzte posts von gus, wieauchimmer, dämliche Spekulationen über mich, die nur aussagen, dass sie gar nix verstanden haben). Wenn dich wirklich was interessiert, sieh in den Maso-Faden. Da wurde richtig diskutiert und anderer Leute Meinung akzeptiert, was eine Grundlage für JEDE Diskussion ist.

HIER ist das leider nicht so. Dein letztes post war auch nicht gerade von tolerantesten Eltern. Also, keine Antwort.

Die einzige, die hier noch diskutiert, ist kleio. Sonst keiner. Und sie bekäme auch eine Antwort.

Grainne

KOleio


Calacirya

Die einzige, die hier noch diskutiert, ist kleio. Sonst keiner. Und sie bekäme auch eine Antwort.

Danke. Wenn ich wieder eine Frage habe, dann werde ich mich auch melden. ;-)

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