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Emanzipation und sexuelle Unterwerfung: Widerspruch?

wLieanuchi[mmexr


Calacirya

Gus: Weibl. Natur ist eher devot, männliche eher dominant.

Weibliche Natur ist passiv, (was nicht devot ist), männliche ist aktiv (was nicht dominant ist).

Und das ist m.E. ein altmodisches Klischee. Trifft vielleicht auf dich zu, auf mich nicht und deshalb bin ich weder weniger weiblich als du, noch habe ich schlechteren Sex.

L,ov?elyI_Yxola


moon-moon,

du sprichst mir aus dem Herzen. ;-)

ich lege Wert darauf, dass mein Partner beim Sex darauf achtet, mir nicht weh zu tun, oder er sollte auch nichts tun, wo ich strikt dagegen bin, aber mit Einfühlsamkeit kann ich auch nichts anfangen. Ich habe zwar nichts dagegen (mein Partner ist einfühlsam :-/), aber es muss eben nicht unbedingt sein.

Auch die Meinung von dir, du möchtest "einen richtigen Kerl", kann ich nur nachempfinden. Wobei dies auch wieder im extremsten Maße zu Ungleichgewicht führt (typischer Macho), und die Frau dann gar nichts mehr zu melden hat - nein, danke!

Allerdings kann ich der typischen Rollenverteilung (jetzt mal von der Sexualität abschweif) nichts abgewinnen, "Frauchen in die Küche und der Mann schraubt unterm Auto". %-| Wir leben schließlich im 21. Jahrhundert! ;-)

Ich glaube, dass manche Emanzen eben schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht haben und es ein Rachezug an den Männern ist. Ich habe auch schon schlechte Erfahrungen gemacht, mit ausgenutzt werden und so, aber ich und eine Emanze - niemals!!

Zum Thema Sex und Emanzipation will ich soviel dazu sagen:

Es ist schon okay, wenn eine Frau in ihrem Sex-Leben emanzipiert ist. Das heißt ja nicht, dass sie den Mann voll und ganz unter Kontrolle hat, sondern nur, dass sie das macht und das einfordert, was ihr gefällt und Spaß macht. Und nicht, wie noch vor (ich sag jetzt einfach mal) 100 Jahren das macht, was der Mann will und dem Sex nichts befriedigendes abgewinnt.

Nun zu dem Aspekt sexuelle Unterwerfung:

Ich würde mich selbst als eine selbstbewusste (in gesundem Maße) Frau bezeichnen. Aber in der Sexualität liebe ich Unterwerfung. Das geht ja eigentlich in verschiedene Richtungen und es gibt auch viele Stufen der Unterwerfung. So ganz extrem bin ich auch nicht. Aber des öfteren mag ich es -komischerweise- benutzt zu werden, und gelenkt zu werden. Wobei ich dann keine passive Rolle einnehmen würde (wenn eine passive Rolle beim "Benutzt-werden" überhaupt möglich ist.. ;-) )

Der Orgasmus von meinem Partner ist mir fast genauso wichtig wie mein eigener, manchmal sogar wichtiger.

Ich denke auch, dass bei den meisten Paare, die richtig guten Sex haben, Unterwerfung eine große Rolle spielt, auch wenn es manchen nicht bewußt ist.

gquxs


Ähm...

Also, zuerst antwortet Calacirya wieauchimmer:

wieauchimmer:

Ich beziehe mich hier auf solche Aussagen, welche die Behauptung aufstellen, dass eine Frau, die ihre natürliche Weiblichkeit lebt, devot sein muss und die natürliche Mänlichkeit eines Mannes muss dominant sein

Calacirya: das hat hier keiner behauptet. Und ich bin es satt, hier ständig irgendwelche (böswilligen oder auch nicht) Verdrehungen meiner Worte zu korrigieren. Richtig lesen und verstehen gehört auch zu einem guten Diskussionsstil.

Und jetzt sagt sie also:

Weibl. Natur ist eher devot, männliche eher dominant.

Weibliche Natur ist passiv, (was nicht devot ist), männliche ist aktiv (was nicht dominant ist).

Können wir dann jetzt bitteschön davon ausgehen, daß du morgen auch noch dazu stehst, das gesagt zu haben?

Aknne] Declxos


Kleio

Also, der langen Rede kurzer Sinn: Mein Mann und ich haben Rechte und Pflichten, die wir so aufgeteilt haben, das jeder gleich viele Recht und Pflichten hat. Wir sind außerdem gegenseitig von einander abhängig, auch finanziell, ohne ihn hätte ich kein Geld, ohne mich hätte er keins. Wir entscheiden, wenn wir wollen, jeder für sich, keiner braucht den anderen um irgendetwas zu bitten oder gar in irgendeiner Angehegenheit um Erlaubnis zu fragen. Beide fühlen sich für die Kinder und den Haushalt zuständig, keiner verbietet dem anderen irgendetwas. Alles was wir haben, gehört uns beiden, sei es Haus, Auto oder was auch immer. Keiner beabsichtigt, den anderen zu verlassen, wir haben keinen knebelnden Ehevertrag.

Wo bitte, sind wir da nicht emanzipiert ? Beide.

Mein Mann achtet und respektiert mich als gleichwertigen Partner, als eigenständige Person mit diversen Kenntnissen und Fähigkeiten, die er nicht hat. Auch das beruht auf Gegenseitigkeit.

Ich fühle mich in dieser Ehe völlig frei, gleichberechtigt und gleichwertig und er wird mich niemals unterdrücken, weil sich das nicht mit seiner Einstellung vereinbaren lässt, nicht vor fünfzehn Jahren, nicht jetzt und nie. Er ist der einzige Mensch auf der Welt, auf den ich mich 100% verlassen kann und wieder beruht das auf Gegenseitigkeit. Und aus diesen Gründen heraus können wir unser Sexualleben auch mit noch so starken Machtgefälle gestalten, es wird sich nie auf den Alltag in einer Form auswirken, die nicht gewünscht ist. Genau deshalb kann ich mich ihm ausliefern, genau deshalb kann er das so genießen und genau deshalb erreichen wir dabei höchste Erfüllung und größte Nähe. Wäre auch nur ein Hauch von Ungleichheit in unserer Partnerschaft gegeben, bestünde die Gefahr, dass es kippen könnte - so nicht.

K6leiWo


wieauchimmer

Ich z.B.

Das stimmt zwar, aber so war es nicht gemeint, es sei, Du übernimmst nicht nur für Dein unmündiges Kind die Verantwortung und das liegt auf der Hand. Wenn Du die Verantwortung für Deinen Partner übernimmst, dann wird er auch zum Unmündigen. Selbstverantwortlich heißt für mich weder finanzielle noch "seelische", noch körperliche Abhängigkeit. Also für mich kommt auf jeden Fall nur ein Partner in Frage, der mir auf allen Ebenen ebenbürtig ist. Natürlich definiert das jeder anders für sich.

AEnneD DeQclxos


wieauchimmer (off topic)

Den von Kleio verlinkten Faden über Kinderlosigkeit habe ich nun ganz durchgelesen und zu dem, was du dort schreibst, gibt es von mir nur Zustimmung.

Und an Kleio: ich habe meine Kinder nicht bekommen, um der Gesellschaft einen Dienst zu erweisen oder gar um meine Rente zu sichern - aber das sind nichts desto weniger Folgen davon. Den gesellschaftlichen Verfalls sehe ich so wie wieauchimmer, Grund für Kinderlosigkeit ist meiner Meinung nach neben den völlig unzureichenden Rahmenbedingungen vor allem Angst vor Verantwortung, gepaart mir Egoismus, und eine Generation, die von ihren Eltern nach dem Motto erzogen wurde: 'Unsere Kinder sollen es einmal besser haben als wir' deshalb schieben wir ihnen vorn und hinten alles 'rein. Diese Generation hat nicht gelernt, zu verzichten, hat nicht gelernt, dass man selbst um elemtare Dinge kämpfen muss, und daraus ergibt sich die 'alles nehmen und nichts geben' Haltung.

Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel.

Mehr werde ich hier aber nicht dazu sagen - denn es ist wie oben schon geschrieben: off topic.

Kal eio


Anne Declos

Ich denke, die meisten Mütter bekommen ihre Kinder nicht für die Gesellschaft. Wie auch bei wieauchimmer, wird das (leider) in der Gesellschaft (noch) nicht als Leistung honoriert. Da ist eben diese Teilung - subjektive Werte und gesellschaftliche. Privat lebt jeder seine Werte und wenn im privaten Rahmen Gleichberechtigung die Befriedigung verschiedener - ich beziehe mich jetzt auf devot/dominant - Bedürfnisse hinausläuft, dann ist es für mich auch kein Widerspruch. Gleichwertigkeit gehört auch dazu, denn man vom Partner nicht respektiert wird, dann werden die Bedürfnisse auch nicht respektiert und die Gleichwertigkeit ist futsch.

KglPeixo


Anne Declos

Wo bitte, sind wir da nicht emanzipiert? Beide.

Das müsste wirklich aus meinen Beiträgen herauskommen. Wenn sich "emanzipiert" auf die Zweierbeziehung bezieht, dann bist Du es. Wenn sich emanzipiert auf die gesellschaftliche (wertfreie) Gleichberechtigung bezieht und Privatpersonen sind ein Teil der Gesellschaft, dann bist Du es nicht, weil Du von der Gunst Deines Mannes abhängig bist, was ihr beide natürlich nicht so erlebt - auch klar. Gesellschaftliche Gleichberechtigung hat nicht nur mit der Achtung und Wertschätzung der unmittelbaren Umgebung zu tun, sondern wer in welcher Gesellschaft respektiert wird und gerade Frauen, die "nur" Mütter sind und 20-30-40 Jahre ohne für Kindererziehung und ohne Arbeit von ihrem Mann leben, werden aus dieser Sicht nicht als Gleichberechtigt betrachtet, weil sie nicht die gleichen Pflichten haben, aber mehr Rechte und das ist keine Gleichberechtigung, im Sinne von entweder Bevorzugung oder Benachteiligung.

GDabrkiel !Knixght


"Weibl. Natur ist eher devot, männliche eher dominant.

Weibliche Natur ist passiv, (was nicht devot ist), männliche ist aktiv (was nicht dominant ist)."

Und das ist m.E. ein altmodisches Klischee. Trifft vielleicht auf dich zu, auf mich nicht und deshalb bin ich weder weniger weiblich als du, noch habe ich schlechteren Sex.

Genau, noch dazu ein Klischee, was wohl eher von den Männern gefördert wurde, die Angst davor haben, von einer Frau angesprochen zu werden und daher sagen: "Das gehört sich nicht. Frau ist passiv." :-)

Allerdings: Wer so naturverbunden ist, sollte wissen, das dort die Fortpflanzung an erster Stelle steht und BDSM nicht vorgesehen ist (ist ja auch nicht so einfach mit dem Codewort-Sagen bei den Fliegen ;-) ). Natürlich in der Tierwelt sind unter anderem auch Mord, Diebstahl und ähnliches, andererseits aber auch soziales Verhalten.

KKlexio


Gabriel Knight

Genau, noch dazu ein Klischee, was wohl eher von den Männern gefördert wurde, die Angst davor haben, von einer Frau angesprochen zu werden und daher sagen: "Das gehört sich nicht. Frau ist passiv."

Ja, und darin finde ich, hat die Gleichbereichtigung sehr viel ausgerichtet, da ein Mensch nicht nur seine natürlichen Triebe hat - wie man die nun auch werten mag -, sondern auch eine soziale Aufgabe und es ist nun einmal so, dass die Wertung der sozialen Stellung auch gleich die persönliche Wertung ausmacht und dadurch der Respekt vor Frauen (auch vor Männern) nicht mehr gegeben ist, denn unterwürfige Menschen im Alltag werden nicht respektiert, auch wenn es vielleicht den sexuellen Vorlieben entspricht.

AAnnek Dexclos


Kleio

Niemand, der mich persönlich kennt, würde allerdings von mir sagen, ich sei nicht gleichberechtigt. Mein Mann ist in gewisser Weise angearscht, er trägt die finanzielle Last, zweifellos. Und wenn man so will, dann ist er es, der nicht gleichberechtigt ist im Gegensatz zu kinderlosen Männern, denn die können ihr Geld ja für sich alleine verprassen, er nicht.

Ich erziehe seit knapp sechzehn Jahre Kinder und werde das noch weitere sechzehn Jahre tun, dann ist mein jüngstes Kind 18 und ich bin 63. Ich habe dann 32 Jahre lang Kinder erzogen und damit 32 Jahre zuzüglich der Jahre der Berufstätigkeit gearbeitet. Ob das gesellschaftlich anerkannt wird oder nicht - ich weiss, was ich dann geleistet habe, meine Mann weiss es, die Kinder werden es auch eines Tages wissen und jede Mutter von vier Kindern und manch ein Vater weiss es auch.

Würde ich 'nebenbei' auch noch erwerbstätig sein, vorausgesetzt, die Möglichkeiten wären überhaupt da, dann ginge das zu Lasten meiner Kinder, davon bin ich überzeugt und deswegen bin ich zu Hause.

Das hat aber nichts mehr mit dem Thema hier zu tun, oder ?

KOleio


Anne Declos

Würde ich 'nebenbei' auch noch erwerbstätig sein, vorausgesetzt, die Möglichkeiten wären überhaupt da, dann ginge das zu Lasten meiner Kinder, davon bin ich überzeugt und deswegen bin ich zu Hause.

Das ist sonnenklar, dass bei so vielen Kindern eine zusätzliche Erwerbstätigkeit überhaupt nicht in Frage kommt, im Gegenteil. Außerdem ist es doch sicher eine schöne Aufgabe, so viele Kinder zu erziehen. :-)

Das hat aber nichts mehr mit dem Thema hier zu tun, oder ?

Ich finde, das ist auch ein Aspekt des Themas, denn es wird nun einmal oft die alltägliche Stellung der Frau auch auf ihre sexuelle Stellung in der Partnerschaft übertragen. Ich denke, dass der Widerspruch für viele auch genau daraus resultiert.

GLabrielu Kxnight


Kleio

denn unterwürfige Menschen im Alltag werden nicht respektiert, auch wenn es vielleicht den sexuellen Vorlieben entspricht.

Man sieht es ja den Betreffenden nicht immer gleich an...

Anna Declos

Was mich einmal interessieren würde: Erziehst du deine Kinder mit einem Bekenntnis zur Gleichberechtigung von Mann und Frau? Oder ist eher zu erwarten, das sie sich später auch dominieren lassen/dominieren?

Das du lieber zuhause bleibst, um besser für deine Kinder sorgen zu können, finde ich lobenswert.

KXleixo


Gabriel Knight

Man sieht es ja den Betreffenden nicht immer gleich an.....

Das sie sexuell unterwürfig sind? Nein, das sieht man ihnen nicht an. Aber dass sie im Alltag unterwürfig sind, das schon. Außerdem verläuft dieses Verhalten nicht gleichmäßig. Es gibt Menschen, die im Alltag unterwürfig sind und es sexuell nicht sind, es gibt Menschen die tagsüber völlig kontrolliert sind und sexuell nicht, usw. usw. Ich denke, da setzt man einfach zu viel voraus.

wliea$uchimxmer


Kleio

Wenn Du die Verantwortung für Deinen Partner übernimmst, dann wird er auch zum Unmündigen.

Ich halse mir doch nicht die Verantwortung für einen erwachsenen Menschen auf, bin froh, wenn mein Sohn zunehmend selbständig wird. Das ist anstrengend genug, denn selbständig werden ist ja unbequem.

In einer leitenden Funktion im Job hat man auch Verantwortung, aber nicht für die Leute, sondern nur für die Arbeit, es sei denn man hat z.B. einen Lehrling. Den sollte man aber in der Lehrzeit zur Eigenverantwortung führen. Ich wäre auch blöd, wenn ich das nicht machen würde. Ist doch viel einfacher mit einem eigenverantwortlichem Team zu arbeiten.

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