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Emanzipation und sexuelle Unterwerfung: Widerspruch?

wGieau1ch9immxer


Kleio

und die meisten definieren unter einer Emanze ein männerhassendes lesbisches "Mannsweib".

Hier hieß es aber, dass die Emanzen so viel Macht haben, einen Einheitsbrei zu schaffen, der auch andere Frauen belastet, weil sie ihr "natürliches Frausein" nicht ausleben können und die Emanzen die Männer zu Weicheiern machen. Es können also nicht die paar Männerhasserinnen gemeint sein, denn wieso sollten diese Wenigen Einfluß auf das Sexleben aller anderen Frauen haben? Sondern die Emanzipation an sich wird wohl gemeint sein.

Was ist Deiner Meinung nach die Natur der Frau?

Die gibts so nicht. Es ist biologisch betrachtet eine Gradwanderung, kulturell betrachtet eine Zuschreibung. Zuschreiben kann man alles, was in die recht weiten, aber dennoch begrenzten Möglichkeiten der Biologie passt (z.B. steht fest, dass Frauen Kinder bekommen, das lässt sich nicht abstreiten, aber selbst da schreiten ja die Möglichkeiten der Retorte voran). Interessant ist es, sich mit anderen Kulturen oder frühen Kulturen zu befassen. Es tauchen zwar interessanter Weise viele archetypische Grundmuster auf und Grundvorstellungen (In Schöpfungsgeschichten ist es z.B. sehr beliebt, dass der Mensch aus Lehm geschaffen wurde), aber man sieht auch die Vielfältigkeit. Es gibt überall etwas, was man irgendwie Religion nennen kann. Es gibt also durchaus interessante Gemeinsamkeiten. Aber:

Ist das Natur, oder etwas, was sich mit menschlicher Denkfähigkeit und dem, welche Rolle und Strategie er in der Natur spielt, einfach anbietet? Ich meine: Z.B. Alle Menschen brauchen Wasser. Dass Wasser also in allen Kulturen eine Bedeutung spielt, ist klar und daher auch logisch, dass es in vielen Kulturen einen Wassergott gibt, oder Sonnengott. Liegt einfach nahe. Daraus entstehen m.E. Archetypen. Sie sind nicht die menschliche Natur, aber "Weisheiten", die für alle Menschen, weil sie Menschen sind, bedeutsam sind. Daher gibt es nicht wenige Parallelen zwische den Kulturen.

Interessant ist aber auch, dass z.B. alle Kinder auf der ganzen Welt, gleich anfangen zu malen und zwar Menschen. Erst Kreise, dann "Sonnen", dann Kopffüßler. Irgendwann differenziert es sich kulturspeziefisch. Ich glaube also an Gemeinsamkeiten, aber kulturelle Gemeinsamkeiten sind nicht direkt auf Natur zurükzuführen, sondern indirekt, weil unsere biologischen Rahmenbedingungen (auch unsere Arten der menschlichen Logik. Außerirdische denken ja vielleicht ganz anders und trinken Öl statt Wasser) einfach oft dasselbe nahelegen, auf das dann verschiedene Kulturen unabhängig voneinander kommen. Dass sich z.B. vornehmlich in allen Kulturen die Frauen um die Kinder kümmern, ist naheliegend, aber nicht naturbedingt (denn Kinder können auch ohne Stillen überleben und manche Frauen können nicht stillen).

Es gibt also eine naheliegende Art, wie man die Rollen auf Mann und Frau verteilt, aber je nach Bedingungen kann es auch anders sein. Bei den Inuit jagen auch die Frauen. Da gibts aber auch nicht viel zum sammeln und wieso sollte man auf die zusätzliche Hilfe der Frauen beim Jagen verzichten? Wie ich hier schon ein Zitat brachte: Es gab auch reine Frauengesellschaften, die Amazonen.

Die Vielfalt hat ihren Sinn, denn erstens ist die Flexibiliät des einzelnen in der Gruppe ein hoher Überlebensvorteil und zweitens wissen wir aus der Ökologie, dass Vielfalt sehr stabil und energiesparend ist, weil alle Nischen genutzt werden. Menschen sind da besonders gut drin, sich sowohl in der Wüste, als überall häuslich niederzulassen. Wenn Menschen also insgesamt so flexibel sind, wäre es doch sehr unlogisch, wenn die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau so starr wäre. Der Mensch kann in der Wüste überleben und im Urwald, ist also extrem wandlungsfähig, aber Männer und Fraeun sind festgelegt, so wie sie sind? Das kann doch irgendwie nicht sein, oder?

Wie würdest Du Dich beschreiben? Es ist ja die ganze Zeit von unterwürfig und dominant die Rede. Es gibt doch nicht nur diese zwei Gegensätze. ... Wobei ja Frauen, die wissen, was sie wollen schon oft als "dominant" bezeichnet werden.

Ich beschreibe mich gar nicht in dominant oder unterwürfig. Das sind keine Kategorien, in denen ich mich beschreiben könnte. Ich halte nichts von Macht, aber auch nichts davon, sich bequem der Macht anderer zu unterstellen. Wer die Verantwortung hat, muss auch das Recht haben, entscheiden zu können, denn wer wäre so dumm, die Verantwortung für die willkürliche Entscheidung anderer zu übernehmen (Es sei den, sie sind meine Vertrauten)? Wenn ich in irgendetwas von anderen für kompetent gehalten werde, kompetenter, als sie sich selbst einschätzen, überlassen sie mir freiwillig die Führung. Derjenige, der den Weg am besten kennt, führt. Das bezieht sich aber auf meine konkrete Kompetenz und nicht auf etwas Abstraktes wie meine dominante Persönlichkeit. Ich kenne zu viele Führer (und die Geschichte auch), die nicht kompetent waren, sondern nur ein persönliches Machtgehabe ausstrahlten und viele ins Verderben stürzten. Das verbinde ich mit Dominanz und finde es deshalb negativ. Ich habe also keine Dominanz, sondern höchstens Autorität auf der Grundlage von Kompetenz (natürlich auch soziale Kompetenz, emotionale, was man will).

Ich halte aber genauso wenig davon, mich anderen, die ich für nicht kompetent halte, unterzuordnen, nur weil sie mir vielleicht Angst einflößen, oder sonstwas. Manchmal bleibt einem aber nix anderes übrig, als sich unterzuordnen, aber da fühl ich mich unwohl. Daher bin ich auch ganz gerne freiberuflich.

Würdest Du sagen, dass sowohl sexuell als auch im Alltag die gleiche "Power" hast?

Ja, weil ich neugierig bin und Interessen, die mich faszinieren leidenschaftlich (manchmal schon fast besessen) verfolge. Ich habe welche, die mein Leben begleiten und andere, die phasenweise wechseln. Da google ich mir mitunter 2 Wochen lang z.B. etwas zum Thema Evolution zusammen und nach zwei Wochen reicht es mir aber, oder ich bin durch Zufall auf ein noch interessanteres Thema gestoßen. Ich bin aber auch bequem und habs gerne gemütlich, fahre lieber Auto, als Fahrrad, etc. Meine Triebfeder für Power war immer meine Kreativität und Neugier ist davon ein wichtiger Bestandteil. Wenn mich einmal etwas gepackt hat, kann ich fast wie besessen wochenlang den ganzen Tag (und manchmal auch die Nacht) dran bleiben. (Deshalb versteh ich mich auch mit Computerfreaks oder sonstigen Freaks, denn ich würde mich auch als Freak bezeichnen, auch wenn ich ein ganz normales Leben führe. Freaks gibts aber viele, ist nichts Besonderes.)

Was men Sexleben angeht, sehe ich keinen Unterschied zu meiner sonstigen Person. Ich hab manchmal den Eindruck, manche leben da etwas aus, was sie im Alltag nicht haben. Ich lebe dabei nichts aus, was ich im Alltag nicht habe, sondern bin da genauso. Ich spiele gerne (Kreativität/Phanatsie), probiere Rollen, habe aber keine feste. Ich spiele mal gerne die "dominante" Femme Fatal, aber auch das kleine Mädchen. Ich habe da keine besonderen Vorlieben sondern Lust, viel auszuprobieren und gerne auch eigene Grenzen zu sprengen.

Was bedeutet Eigenständigkeit für die Sexualität?

Erstens: Ich habe nur Sex mit Männern, die mich interessieren und nicht, weil ich es mal dringend wieder brauche. SB mach ich mir auch nett.

Zweitens: Ich mach nichts, was ich nicht will, versuche aber meine Phantasien auszuleben. Es ist mir auch egal, wenn ich Lust auf Fesselspiele habe, ob man das Bondage nennt. Ich ordne mich nirgens ein, auch nicht unter bestimmte Bezeichnungen. Es ist MEIN Sex und nicht Bondage, oder wie auch immer. Anregungen holen ist natürlich ok. Ich muss auch nicht unbedingt dieses Bestimmte oder jenes haben (anal, OV), sondern vielleicht macht mir eine Weile anal besonders viel Spaß und eine andere Phase OV mehr. Ich habe Gewohnheiten meist nur phasenweise (so wie die "blaue Phase" eines Malers). Ein Mann, der mich experimentieren lässt, selber Ideen einbringt und dem ich mich nah genug fühle, dass er mein "Lustsubjekt" ist, meine "Muse", ist genau richtig für mich und der wird auch seine Freude an mir haben ;-).

Ist Emanzipation und sexuelle Unterwerfung ein Widerspruch?

Wenn Unterwerfung ein Spiel ist, nein. Wenn es aber ein Rückbleibsel aus der Psyche ist, dem Manne untertan zu sein, dann denke ich, ja.

Warum?

Emanzipation hat etwas mit Befreiung zutun. Wenn ich es aber dringend brauche, mich zu unterwerfen oder dringend brauche, dominant zu sein, dann sind das ja innere Zwänge und eben keine Freiheit. Ein Spiel hingegen ist Freiheit.

whieaucXhimmer


Kleio

Wenn ich also die Domina spiele, dann bin ich nicht dominant, sondern eine Autorität in diesem Rollenspiel. Ebenso, wenn ich eine devote Rolle spiele. Ein guter Schauspieler taucht aber tief in seine Rolle ein und das kann er nur, weil er für diese Rolle auch ein Gespür hat, weil er sich in Angst oder Macht hineinversetzen kann, weil er, wie jeder Mensch, das Gefühl von Macht kennt, auch wenn er sie nicht wirklich auslebt im täglichem Leben (Jeder hat schon mal Momente erlebt, wo er sich mächtig fühlte, manchmal nur ein dummer Zufall, eine günstige Fügung, die mir Macht zugespielt hat. Ich gewinne z.B. im Lotto und habe die Macht, je nachem, wem ich eine Millionen spende, über Leben und Tod zu entscheiden. Mir wäre eine solche Macht unangenehm, daher spiele ich auch kein Lotto).

Weil aber das echte Gefühl von Macht und auch von Ohnmacht (auch die kennt wohl jeder) bekannt ist, ist es nicht unecht, wenn ich mich da hineinversetze und es spiele. Je nachdem, wie tief ich mich reinfallen lasse, bin ich das dann in dem Moment wirklich.

m^oon&-m5oon


wirklich interessant, wie sich diese Thread entwickelt hat..

ich hatte und hab leider nicht die Zeit in die Diskussion miteinzusteigen, obwohl ich mit so einem provokanten und verallgemeinernden posting begonnen habe.

Jetzt wird endlich das eigentliche Thema wieder aufgenommen, nachdem es um die "Art und Weise" ging, wie man seine eigene Meinung hervorbringt. Ich gebe zu, dass ich das Feuer mit der Tatsache, dass ich sog. Klischees gebraucht habe, ein bißchen angeheizt habe. Es ist trotzdem immer nur das, was ich (aufgrund meiner Beobachtungen und Erfahrungen) denke. Vielleicht ist es unklug auszusprechen, was man anderen "unterstellt". Aber wenn jeder nur dahergeht und von SICH und SEINEN Erlebnissen erzählt, ohne Reflexionen darüber ob soetwas wie Gesetzmäßigkeiten auftreten, ist es doch auch langweilig. Dann haben wie eine Aneinanderreihung von Erfahrungsberichten "also bei mir ist das so....usw.," ohne Diskussionsgrundlage und Reibung. Ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren (bin gerade dabei meine starren Bilder ein bißchen zu revidieren) und mein Interesse ist es, zu erfahren wie andere Frauen ihr Frausein leben und was sie darunter verstehen.

Grainne sagt, sie will den oftmals beschriebenen Mann für den Sex und nicht "zum leben", weil sie das alleine kann. Und Fiz fand es traurig, das Mannsein vom Menschsein abzukoppeln. Darauf will ich mich kurz beziehen:

Bei MIR ist es tatsächlich so, dass ich herausgefunden habe, dass ich mich mit vielen wunderbaren Frauen toll austauschen kann, und natürlich auch mit meinen Kumpelfreunden. Und dass ich aber von dem Typ Mann mit dem ich Sex habe, nicht verlangen kann, dass er "auf allen Ebenen" meine Bedürftigkeiten erfüllt (gebe zu, klingt jetzt ein bißchen narzistisch)...also auch der sensible Typ ist, mit dem man nächtelang bei Kerzenschein rumphilosophiert u.a. Es geht hier im Forum um SEXUALITÄT, deshalb sage ich, dass es eindeutig nicht der "nette" Typ ist, der mich magisch anzieht, aber auch nicht das Charakterschwein, obwohl es tendenziell eher in die Richtung geht.

Ich habe für mich herausgefunden, dass es mir damit besser geht, die verschiedenen Anteile meiner Persönlichkeit mit verschiedenen Menschen auszuleben und nicht all meine Wunschdenken in eine Person hineinzuprojizieren. Ich kontrolliere nicht, ich spekuliere nicht herum, was der Typ macht, wenn wir nicht zusammen sind und ich freu mich über schöne, geile Stunden, die sich dann mal so ergeben. Leben in der Gegenwart. Zur Zeit klappt das ganz gut. Habe mich lange genug mit dem Versuch "Beziehungen zu führen" herumgeschlagen. Ist nicht mein Ding in dieser Lebensphase. Bin in mir selbst zu Hause und ich lebe gerne alleine.

Soweit zu mir. Es ist sehr spannend eure Texte zu lesen. Muss mich jetzt verabschieden, meine Zeit fürs Forum ist begrenzt.

MOON-MOON

w6ieauchVimmexr


moon-moon

Es ist trotzdem immer nur das, was ich (aufgrund meiner Beobachtungen und Erfahrungen)

Du hast aber hier schon in anderen Threads mitdiskutiert, wo es um ähnliche Themen kreiste (z.B. der, wo es darum ging, sich für den anderen zu freuen.) Da hast du ja bereits die Erfahrung gemacht, dass andere Frauen es anders sehen. Das Problem ist nicht deine Meinung aus deinen Erfahrungen, sondern erstens die Behauptung, Emanzen könnten ja keinen guten Sex haben und zweitens die Anschuldigung, dass die Emanzipation dran Schuld sein soll, dass es keine in deinem Sinne richtigen Männer mehr gibt. Du gibst also die Schuld den Emanzen und das kann nicht aus deinen persönlichen Erfahrungen und Beobachtung stammen, beurteilen zu können, wer Schuld hat. Es ist also keine persönliche Erfahrung, sondern genauso ein Vorurteil wie z.B. die Behauptung: "Die Ausländer sind Schuld an der Arbeitslosigkeit". Das ist der Mechanismus, imaginäre, pauschale Feindbilder zu schaffen, denen die Schuld am eigenem Unglück zugeschoben wird. Ich sehe mich als emanzipierte Frau. Warum soll ICH mir die Schuld zuweisen lassen, wenn DU keinen Mann findest, der deinen Vorstellungen nicht entspricht?

was man anderen "unterstellt".

Das brauchst du nicht in Anführungszeichen setzen, denn es ist eine Unterstellung. Du weisst nicht einmal, ob die Frauen in weniger emanzipierten Ländern in deinem Sinne besseren Sex haben, was ich übrigens bezweifel, denn dass Frauen überhaupt heute danach gefragt werden, was SIE sexuell wollen, IST eine Errungeschaft der Emanzipation, oder meinst du in Hinteranatolien würde sich ein Mann Gedanken darüber machen, ob seine Frau beim Sex auf ihre Kosten kommt?

ob soetwas wie Gesetzmäßigkeiten auftreten

Dann denk doch mal drüber nach, wie das Sexleben der Frauen VOR der Emanzipation aussah. Da hielten es die mesiten Männer nicht einmal für nötig, zu wissen, dass es überhaupt eine Klitoris gibt. Wer hat denn dafür gesorgt, dass die weibliche Sexualität wieder eine Bedeutung bekam? Die Emanzipation! Wer hat dafür gesorgt, dass Frauen nicht nur Brutkästen waren, sondern über den Paragraph 218 diskutiert wurde? Die Emanzen. Du scheinst dir also nicht darüber klar, was die Emanzen auch für DICH erstritten haben, was dir heute wohl so selbstverständlich erscheint und von daher stimme ich mit deinen "Gesetzmäßigkeiten" die du (angeblich) aus deinen Beobachtungen ableitest, nicht überein. die Emanzen sind höchstens daran "Schuld", dass wir als Frauen uns überhaupt heute zu eigener Lust und eigenen sexuellen Wünschen bekennen können, ein Recht auf unseren Orgasmus fordern können, nicht zwangsverheiratet werden, nicht wie der letze Dreck gelten (Flittchen), wenn wir mehr als einen Partner haben, nicht in der Gosse landen, wenn wir uns trennen. Ich finde es daher extrem unfair, was du hier den Emanzen vorwirfst.

Grainne sagt, sie will den oftmals beschriebenen Mann für den Sex und nicht "zum leben", weil sie das alleine kann.

Und Zweiteres bezweifel ich, da sie in einem anderen Tread bereits berichtet hat, dass sie nicht eigenständig lebt, sondern noch bei ihrem geschiedenem Mann, ohne Job, ohne Beruf, ohne Auto, etc. Sie behauptet also m.E. Dinge, die sich mit den Erzählungen über ihr derzeitiges Leben decken.

Und dass ich aber von dem Typ Mann mit dem ich Sex habe, nicht verlangen kann, dass er "auf allen Ebenen" meine Bedürftigkeiten erfüllt (gebe zu, klingt jetzt ein bißchen narzistisch)...

Nein, klingt es nicht, denn ich würde auch meine Freundinnen und Hobbies nicht für einen Mann drangeben, denn das gehört alles zu meiner Persönlichkeit. Ich ziehe auch nicht unbedingt mit einem Mann zusammen.

also auch der sensible Typ ist, mit dem man nächtelang bei Kerzenschein rumphilosophiert u.a. Es geht hier im Forum um SEXUALITÄT

Du kannst aber nicht den vielen Frauen, die mit dem Typ, mit dem man rumphilosophieren kann, AUCH guten Sex haben, das absprechen. Ich hatte jedenfalls meinen besten Sex und das vier Jahre täglich mit einem, wie ihr es nennt "Weichei". Ich stehe aber auch nicht auf Typ "harter Mann", sondern auf den Typ "spleeniger Freak". Da ich selber in der Kunstszene zuhause bin, hab ich auch meistens mit Künstlern, Musikern oder anderen Freaks zutun und das passt zu mir. Mich zieht also "der Freak" an. So hat jede Frau etwas anderes, was sie anzieht. Manche suchen auch den verlässlichen "Vatertyp", der ihnen Sicherheit gibt. Wenn das ihrem Hauptbedürfnis entspricht, dann werden sie solche Männer erotisch finden. Das kann man doch nicht verallgemeinern. Aber genau das tust du, wenn du behauptest, dass der Typ "starker Mann" einem "natürlichem" Frausein entspricht und alle Frauen, die nicht auf diesen Typ stehen, ihre Weiblichkeit nur noch nicht entdeckt haben. Für mich sind auch Lesben richtige Frauen.

aber auch nicht das Charakterschwein, obwohl es tendenziell eher in die Richtung geht.

Das "Charakterschwein" hatte ich bereits und will ich nicht mehr haben.

ich spekuliere nicht herum, was der Typ macht, wenn wir nicht zusammen sind und ich freu mich über schöne, geile Stunden, die sich dann mal so ergeben. Leben in der Gegenwart.

Wenn das deine Art zu leben ist, meine ist das nur phasenweise. Nach einer Beziehung habe ich meist eine Weile keine Lust, mich festzulegen. Dann habe ich aber folgende Erfahrungen gemacht: 1. So was Halbes und nichts Ganzes hat auf Dauer keinen Bestand. Nie zu wissen, woran man ist, finde ich auf Dauer nicht befriedigend.

2. Selbst wenn ich den Männern klar mache, dass ich keine Erwartungen habe und auch nicht möchte, dass sie an mich welche richten, tun sie es doch. Wenn es sann zuEnde geht, sind sie trotzdem verletzt. So wie bei meinem jetzigem Lover. Ich habe ihm immer offen und ehrlich gesagt, wie es bei mir aussieht, er wirft mir auch nicht vor, nicht ehrlich gewesen zu sein. Er hat es so laufen lassen und nicht gesagt oder sich anmerken lassen, dass ER aber Hoffnungen auf mehr hatte und meint nun aber, ich hätte seine Gedanken lesen können müssen. Dennoch habe ich ein schlechtes Gewissen, auch wenn ich der Meinung bin, ER hätte das zur Sprache bringen müssen und nicht einfach von mir erwarten, denn ich wollte ja meinen Spaß und niemanden verletzen, habe es aber nun dennoch.

Mit diesen "lockeren" Geschichten habe ich also keine guten Erfahrungen gemacht.

Habe mich lange genug mit dem Versuch "Beziehungen zu führen" herumgeschlagen.

Und ich habe mehrfach den Versuch "lockere Affaire" probiert, was aber immer darauf hinauslief, dass entweder er oder ich mehr wollten und einer von beiden dann enttäuscht war, oder beide und dann doch eine Beziehung draus wurde.

Ist nicht mein Ding in dieser Lebensphase.

Ist auch nicht mein Ding in allen Lebensphasen, aber habe festgestellt, mit den lockeren Affairen funktioniert bei mir nicht. Wenn ich dabei immer die Männer verletze, dann bin ich auch nicht so abgebrüht zu sagen: "Pech, für deine unausgesprochenen Erwartungen kann ich nichts".

Bin in mir selbst zu Hause und ich lebe gerne alleine.

Das bin ich auch und stimme daher mit Cala nicht darin überein, dass ich einen Mann "brauche". So wie es auch Fiz formulierte: Sie braucht keinen, aber will zuweilen einen. Dafür wird man aber von Cala sofort diffamiert, so als sei das nur eine Ausrede eine frustrierten, sich selbst das Alleinsein schön redende Emanze. Sie akzeptiert es nicht, dass man sich damit durchaus wohl und vollständig fühlen kann, alleine zu leben und solange auf einen Mann zu verzichten, bis man einem begegnet, der einem gefällt und man nicht seine ganze Energie darauf verwendet, zwanghaft nach einem Mann zu suchen.

C*alacixrya


Fiz: Ich bin auch schon mal frustriert über die Ignoranz der Mitmenschen. Aber besonders über die der Emanzen, die mir vorschreiben wollen, wie ich meinen Sex mögen muss. Ich will eben keine Gleichberechtigung beim Sex, das langweilt mich, und genau diese Emanzen haben dafür gesorgt, dass richtige Männer heutzutage Mangelware sind.

Ich bin eine Emanze. Aber ich wollte nie genau gleich wie ein Mann sein. Ich will nur gleich behandelt werden. Ich will die gleichen Rechte. Die gleichen Möglichkeiten. Ich will das gleiche Recht wie Männer so zu sein, wie ich will.

hat für mich nix mit Emanzentum zu tun. Gleichheit im Alltag ist für mich völlig normal. Aber daneben eben bitte schön die Freiheit, zu wählen, wie ich es will. Und die gönnen Emanzen anders gestrickten Frauen eben nicht. Alles, was nach Macht, Unterwerfung beim Sex etc aussieht, ist für sie unnormal, pervers, per se Unterdrückung der Frau etc, egal, ob das frei gewählt ist oder nicht.

Tatsächich brauche ich keinen Mann für Sex, aber gelegentlich will ich einen. Das ist ein Unterschied.

Die Männer, mit denen ich bisher zu tun hatte, haben es im Übrigen immer sehr geschätzt, dass ich sie wollte, nicht nur brauchte.

Das macht das Ganze nämlich ein bisschen exklusiver.

Du verstehtst?

natürlich ist das ein Unterschied. Wollen gehört ja wohl dazu. Wenn ich nur brauche, kann ich es auch selbst machen.

Du beschwörst in diesem Text die absolute Geschlechtertrennung. Männer und Frauen können sich nur als potentielle Sexualpartner begegnen, nicht als Menschen. Das Zusammentreffen von Mann und Frau muss für dich zwingend sexuell motiviert sein, und wenn das nicht der Fall ist, wertest du es als Niederlage (für den Mann), als gescheiterte Begegnung.

falsch verstanden. Natürlich können sich Mann/Frau anders begegnen. Auf freundschaftl., menschlicher Basis. Aber erotisch ist das für mich nicht.

Und genau deshalb sehe ich Männer eben nicht nur als Menschen, wenn es darum geht, ob sie als Partner in Frage kommen, sondern auch als das, was sie ausstrahlen, bzw. ob und wieviel sie an Mann ausstrahlen.

Übrigens ist das bei Männern genauso (nicht, dass ich damit mein Verhalten rechtfertigen will, falls du das meinst), Männer verlieren i.d.Regel das Interesse an einer Frau, wenn sie merken, sie bringen es nicht bei ihr. Rein freundschaftlich wollen sie seltenst über länger e Zeit was mit Frauen zu tun haben.

Grainne

-6Fiz


calacirja

du hast leider nichts verstanden von dem, was ich geschrieben habe.

Oder vielmehr: ich glaube, du hast schon verstanden, aber du tust so, als hättest du nicht, weil du einem dann den Sinn des Beitrags verdrehen kannst in deinem Sinne.

Dass du das nötig hast, sagt aber auch was...

CBalaVcirxya


babs:

während er also weichgespült ihre grenzen respektiert, ist er möglichst überzeugend der dominanten rammler, der nicht zu früh kommt, ihr orgasmen schenkt und dabei so tut, als ob er ganz egoistisch und männlich nur an sich dächte - ein richtiger, männlicher mann eben.

nein, eben nicht. So gut, nämlich gar nicht, hast du mich verstanden.

Im Vordergrund steht das, was er will. Ich lege Wert auf einen Mann, dem es Spaß macht, es mir zu besorgen, weil er es will. Das ist ja schließlich seine Macht. Wenn er das kann. Wenn er es nicht kann, hat er keine Macht.

Und, jetzt gehts weiter: Solch ein Mann darf auch mal was, was über meine Grenzen hinaus geht. Er darf das einfach. Er darf sich auch mal nehmen, was er will, oder fordern was er will.

Also nix mit "weichgespült".

kleio:

Es ist aber möglich seine Meinung zu schreiben, ohne andere zu provozieren (gut, Ausnahmen bestätigen die Regel, denn manche fühlen sich schon durch eine eigene Meinung provoziert, auch wenn sie sachlich ist).

ja. Und solange von der "Gegenseite" laufend provoziert wird, Bsp:

Klar kannst du sagen, daß wir ja "wissen", daß Calacyria immer Sachen sagt die keine Grundlage haben und/oder sich widersprechen, ABER.

Findest du wirklich, das ist "im Prinzip dasselbe" wie auf dieses Fehlen von Grundlagen, die Widersprüche, immer wieder hinzuweisen?

wieauchimmers Hetztiraden les ich ja schon lange nicht mehr - also, solange immer weiter provoziert wird, kann man auch nicht diskutieren. Denn solche Provokationen sorgen nicht gerade für ein angenehmes Klima. Im Gegenteil; sie zeugen von äußerst geringem Intelligenzniveau bei gewissen usern hier ;-)

Grainne

gBuxs


Calacirya...

Das ist ein Widerspruch:

Gestatte, daß ich die Schwerpunkte entsprechend ändere:

Im meinem Vordergrund steht das, was er will. Ich lege Wert auf einen Mann, dem es Spaß macht, es mir zu besorgen, weil er es will.

Genau DAS ist der Widerspruch, auf den babs hingewiesen hat.

Weichgespült willst du nicht, aber trotzdem bitte genau das was DU willst.

Warum liest du eigentlich Kleios Posts auch nicht mehr?

Hetzt sie auch, oder ist sie dir nicht intelligent genug?

Oder meinst du sie hatte das hier nur nicht richtig verstanden...?

genau diese Emanzen haben dafür gesorgt, dass richtige Männer heutzutage Mangelware sind.

w%ie^auchiMmmer


Calacirya

Aber besonders über die der Emanzen, die mir vorschreiben wollen, wie ich meinen Sex mögen muss.

Wo tun sie das denn? Die einzige, die hier ständig anderen vorschreiben will, wie sie ihren Sex zu leben haben, bist du. Leider können dich hier Tausend andere darauf hinweisen und du merkst es immer noch nicht. Soviel Ignoranz findet man selten.

dass richtige Männer

Wer sind "richtige Männer". Schon wieder eine Pauschalisierung.

Cala bist du eigentlich auch nur ein winziges Bisschen lernfähig?

Und die gönnen Emanzen anders gestrickten Frauen eben nicht

Mit wievielen Emanzen hast du darüber geredet? Aus deinen Behauptungen spricht nichts als dumme, unreflektierte Vorurteile und die leierst du, völlig ignorant für das, was andere sagen, seit einem halben Jahr hier im Forum runter. Du scheinst dich nicht weiter zu entwickeln, sondern immer auf der Stelle zu treten. Ist dein Problem, aber wird hier im Forum langsam lanweilig.

Ckala%cirxya


was Kleio sagt, kann ich voll unterstreichen. Du verwechselst sie mit wieauchimmer.

Im meinem Vordergrund steht das, was er will. Ich lege Wert auf einen Mann, dem es Spaß macht, es mir zu besorgen, weil er es will.

Genau DAS ist der Widerspruch, auf den babs hingewiesen hat.

Weichgespült willst du nicht, aber trotzdem bitte genau das was DU willst.

nicht genau.

Hast du eigentlich genau gelesen, was ich schrieb?

Also nochmals: Ein Mann, der mich befriedigt, weil er es kann, weil es ihm Spaß macht, weil es ja seine Macht bedeutet über mich, wenn er es kann, der darf sich auch mal was nehmen, wenn ich nicht will, oder über meine Grenzen hinaus.

Grainne

bLabs


grainne,

es war mir völig klar, dass du meine ausführung nicht ertragen wirst können, weil es ja nicht deinem wunsch-männerbild entspricht.

wie ich bereits erklärt habe, ich eine offene grenze auch nur eine grenze. der mann weiss dann, er darf sich mit erlaubnis der frau so weit bewegen wie er es für richtig hält.

ob du das jetzt weichgespült nennen magst oder einfülsam, ist deine sache. dann möchte ich dich aber bitteschön auch dazu auffordern, anderen frauen zu überlassen, ob sie ihre partner als weichgespült oder einfühlsam bezeichnen. du bist hier nämlich nicht die eine allwissende, die allein beurteilen kann, was andere frauen männlich oder erotisch finden dürfen und was nicht.

Ich lege Wert auf einen Mann, dem es Spaß macht, es mir zu besorgen, weil er es will.

ich auch, ich musste noch niemanden dazu zwingen, sie haben es immer freiwillig und gerne getan. wo liegt das problem und was hat das mit dem thema zu tun?

wSireauch2immer


Calacirya

also, solange immer weiter provoziert wird, kann man auch nicht diskutieren.

Schade, dass du nicht merkst, dass man vor allem mit dir nicht diskutieren kann, weil du nur immer die selben Klischees, Verallgemeinerungen und Beleidigungen herunterleierst und mehr nicht zu bieten hast.

Denn solche Provokationen sorgen nicht gerade für ein angenehmes Klima. Im Gegenteil; sie zeugen von äußerst geringem Intelligenzniveau bei gewissen usern hier

Du spricht wohl von dir selber, denn immer dieselben Vorurteile runterleiern, spricht nicht gerade von differenziertem intelligentem Denken. Leider scheint dir aber das Einfühlungsvermögen völlig abzugehen, zu merken, dass mittlerweile eine Menge anderer Teilnehmer hier von dir angenervt sind.

w:ieapuchigmmer


gus

Genau DAS ist der Widerspruch, auf den babs hingewiesen hat.

Das nennt man im Fachjargon "Sei spontan"- Paradoxie und meint: Ich fordere, dass ein anderer etwas freiwillig tut. Das ist in sich paradox, denn Freiwilligkeit kann man nicht fordern, denn dann ist es keine Freiwilligkeit mehr.

Habe ich Cala auch bereits schonmal drauf hingewiesen, aber sie ist ja nicht in der Lage zuzuhören und schon gar nicht in der Lage, sich über Aussagen anderer Gedanken zu machen und daraus etwas zu lernen. Bringt also nix, kann man ihr Tausedn mal erklären, nützt nix.

wfieaucFhimmxer


Calacirya

was Kleio sagt, kann ich voll unterstreichen.

Dann scheinst du NULL verstanden zu haben, was sie geschrieben hat. Sie hat dir nämlich auf diplomatische Art ebenfalls zu erklären versucht, dass es nicht richtig ist, wie du hier pauschalisierst. Nicht gemerkt? Schade!

gzus


Ok...

zitieren wir Kleio:

Im ersten Satz fängst Du damit an, über Dich zu schreiben. Im zweiten Satz aber gehst Du weg von Dir und fängst an zu pauschalisieren, wobei ich persönlich nicht wüsste, über wen Du auf einmal schreibst, weil Du plötzlich ein "uns" verwendest. Dann führst Du "Damen Emanzen" an, die Gleichberechtigung so verstehen, wie sie es wollen und lieferst die Definition jener "Damen Emanzen". Du schreibst, dass die Damen Emanzen wollen, dass Männlein/Weiblein zu einem Einheitsbrei verkommen.

Wenn Du das bisher so erlebt hast und das Dein Eindruck von den Frauen und Männern ist, die Du bisher kennen gelernt hast, dann würde sich niemand angegriffen fühlen, wenn Du das auch so schreiben würdest. Dass diese "Emanzen", die Du kennen gelernt hast, es nicht verstehen, dass "ihr" (ich nehme an Du und einige Deiner Bekannten/Freundinnen) es nicht verstehen, dass "ihr" Gleichberechtigung anders definiert als sie. Damit hätte sich niemand persönlich angesprochen gefühlt. In dieser pauschalisierten Form, wie Du es beschrieben hast, gibt es aber eigentlich nur zwei Arten von Frauen – die, die Gleichberechtigung so verstehen, wie Du/Ihr und die Damen Emanzen, die einen Einheitsbrei wollen. Das aber trifft weder auf die UserInnen hier zu, noch trifft es bei vielen nicht auf ihre eigenen Erfahrungswelt.

Darufhin schreibst du, Calacirya:

...über die Ignoranz der Mitmenschen. Aber besonders über die der Emanzen, die mir vorschreiben wollen, wie ich meinen Sex mögen muss. Ich will eben keine Gleichberechtigung beim Sex, das langweilt mich, und genau diese Emanzen haben dafür gesorgt, dass richtige Männer heutzutage Mangelware sind.

Glaubst du Kleio hat dich nicht richtig verstanden?

???

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