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Was hat "sex" mit "liebe" zu tun?

w`ieaucRhimmexr


moon-moon

Bei mir ist es so, dass ich, wenn ich ehrlich bin, echt nicht weiß, ob Sex Ausdruck von Liebe ist oder nicht vielmehr der Befriedigung egoistischer Bedürfnisse dient...

Tut mir leid für dich, wenn du so denkst. dann durftest du es vielleicht noch nie erleben.

Was hat Liebe mit Sex zutun:

1. Es geht mir nicht um irgendeinen Körper, der mich entsprechend bedient, sondern umgekehrt, es geht mir darum, genau diesem Menschen durch Sex ganz nah zu sein.

2. Weil ich ihn liebe, bin ich automatisch viel aufmerksamer für ihn, weil es mich eben interessiert, was er fühlt.

3. Es hat mit Leidenschaft zutun. Wenn die Dinge, die mir Spaß machen, einfach im Prinzip austauschbar sind, dann ist das keine Leidenschaft. Leidenschaft heisst, dass sie nicht austauschbar sind, sondern es genau dieser Mensch ist, der mich intreressiert.

Altruismus ist doch für beide Geschlechter ein totaler "Abturner"- oder?

Liebe ist nicht dasselbe wie Altruismus. Wie kommst du da drauf? Scheint mir so, als wärst du noch nie geliebt worden, sondern immer nur ausgenutzt, wenn du beides gleichsetzt.

Liebe kann auch den Egoismus "opfern" und damit das "Selbst", die eigene Bedürftigkeit, zurückstellen

Selbst in der Bibel steht (wobei ich nicht gläubig bin, aber philosophisch betrachtet stehen im NT ganz gute Dinge drin) "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" und nicht "Liebe deinen Nächsten und dich selbst nicht". Wer sich nicht selbst lieben kann und sich vollkommen als Person aufgibt, kann weder lieben, noch geliebt werden. Er kann nicht geliebt werden, weil man keine Unperson lieben kann. Was soll man da lieben, wenn mir keine Persönlichkeit mit eigener Identität gegenüber steht? Geliebt werden kann man nicht, weil man ohne sich selber zu lieben das Gefühl, geliebt zu werden, gar nicht empfangen kann.

Ich hatte noch nie das Glück beim Sex das Gefühl der totalen geistig, seelischen und körperlichen SYMBIOSE zu erleben.

Ich hatte dieses Glück und das ist unvergleichbar mit Sex ohne diese Symbiose. Man hat nämlich für Momente tatsächlich das Gefühl, man würde miteinander verschmelzen in einem Trancezustand der Ekstase. Das hat neben der sexuellen Ekstase schon etwas Spirituelles (auch wenn ich von Esoterik gar nichts halte).

w.ieauc-himJmexr


Kleio

denn meiner Meinung nach, gibt es nichts, was man "nur" für andere tut.

Da stimmt. Selbst Mutter Theresa tat es für eine Belohnung von Gott, oder manche tun etwas für eine besserer Welt (aus Idealismus), weil sie selber in dieser besseren Welt gerne leben würden, selbst wenn das Ziel erst nach ihrem Tod erreicht wird. Sie tun es, um sich vielleicht selber als gute Menschen zu fühlen, also für ihr eigenes Selbstbild und Selbstwertgefühl. Oder sie tun es, weil sie dann ebenso eine Gegenleistung von anderen erwarten.

wZiea,uc&h<immer


Kleio

- da gibt es für mich viel schönere Sportarten, die mir weitaus mehr Spaß machen.

Hmmm, also bei anderen Sportarten habe ich immer Probleme mit dem Rücken und beim Sex nie. Mit der Bezeichnung "Sport" stimme ich dir allerdings zu.

w]ieaJuchximmer


Kleio

Darum schließen sich auch Aussagen, wie "auf ihn eingehen" oder von seiner Seite aus "auf mich eingehen" aus.

Ich finde, wenn man liebt, geht man ganz automatisch auf den anderen ein. Wenn man ein gutes Buch besonders liebt, dann liest man es ja auch automatisch sehr aufmerksam und einfühlsam. Wenn mich der andere interessiert, bin ich schon deshalb aufmerksam für ihn, weil ich neugierig auf ihn bin und nicht mit dem Zweck, aufmerksam sein zu wollen. Ich konzentriere mich ganz automatisch auf ihn und sich konzentrieren, also tief in die "Materie" oder den Geist eintauchen, hat schon wieder viel mit Leidenschaft zutun. Wenn ich mich mit etwas leidenschaftlich befasse, vergesse ich die Welt um mich herum und bin in diese Welt eingetaucht, sodass man mich manchmal zweimal laut ansprechen muss, um mich aus dieser Welt wieder rauszuholen. Ich höre es einfach nicht, wenn mich einer anspricht.

Dazu eine nette Geschichte von meinem Ex, mit dem ich ja auch die ersten zwei Jahre in einem Team zusammen gearbeitet habe und meine Kollegen erzählten die Geschichte. Wir gingen immer mittags zusammen Essen. Einer sagte dann: "Wollen wir nicht mal langsam Essen gehen?". Manchmal dauerte es aber eine halbe Stunde, bis alle so weit waren. Einmal, als sie so weit waren aufzubrechen, sprachen sie meinen Ex fünfmal an, dass sie jetzt Essen gehen wollen. Er reagierte nicht. Sie gingen ohne ihn. Als sie wieder da waren und schon eine halbe Stunde vergangen war, sagte mein Ex: "Wollen wir nicht mal Essen gehen?". Der war so in seine Arbeit eingetaucht, dass er nicht einmal mitbekommen hatte, dass sie alle schon eine halbe Stunde weg waren und wir arbeiteten alle in einem Raum.

Beim Sex mit Leidenschaft ist das so ähnlich. Man vergisst die Welt um sich herum, weil man so auf das gemeinsame Erlebnis konzentriert ist. sowas geht auch mit einem guten Gespräch, aber auf körperlicher Ebene kann man sich nur durch Sex so nah sein und weil man auch da selten vollkommen seinen Kopf ausschaltet, findet auch gleichzeitig eine geistige und emotionale Interaktion statt, aber mehr auf intuitiver Ebene als auf rationaler.

TyhePreside"nt200x9


Sex hat überhaupt nichts mit Liebe zu tun. Es gilt hierbei nur ihn zu befriedigen.

wYieaOuchnimmxer


GeorgeandGeorgy

Fau/Mann haben phantasievollen, phantastischen, richtig suechtig machenden Sex miteinander... und ...

das muss nicht aber kann richtig SUECHTIG machen und fuehrt zur SUCHT zu NEHMEN und zur SUCHT zu GEBEN.

Und wenn das gegenseitig ist, das ist dann die fraulichste/herrlichste LIEBE!!!!

Ja, man ist tatsächlich total süchtig aufeinander (und das ist nicht nur eine Analogie, sondern es werden ja auch tatsächlich körpereigene Drogen ausgeschüttet, die süchtig machen, Endorphine), aber eben so, dass man genau auf diese Person süchtig ist und nicht nur auf den Sex mit ihr. Man ist süchtig nach dem Geruch dieser Person, nach der Stimme, nach jedem Hautfitzelchen, auf seine Gedanken, man geniesst es, ihn einfach anzuschauen, man ist sogar süchtig darauf, dass er seine Eigenarten hat und selbst wenn es objektiv betrachtet eher nervige Eigenarten sind, fehlen sie einem. Man freut sich regelrecht, diese Eigenarten zu erleben. Z.B. hat mir mein Ex als Computerfreak ständig was von Linux und so erzählt. Ich hab zwar irgendwann sachlich abgeschaltet, weil ich ihm einfach nicht folgen konnte, aber ich habe es immer genossen, zu erleben, wie begeistert und enthusiastisch er von etwas erzählte. Ich hab ihm auch gerne zugehört, auch wenn ich kein Wort verstand.

w^ieaucohimmexr


Calacirya

das ist mir zu idealistisch...Idealfall auf allen 3 Ebenen.

Den Idealfall kenne ich aber nicht.

Ich finde es gar nicht idealistisch, was Kleio geschrieben hat, denn so habe ich es auch real erlebt, diesen Idealfall. Was man natürlich einschränkend sagen muss. Jeder hat auch seine eigenen Welten und man konzentriet sich natürlich nicht ständig auf den anderen. Auch in einer Beziehung, wo es auf allen Ebenen passt, passt es nie 100% (denn man ist ja nicht derselbe Mensch, was dann auch total langweilig und ohne Reiz wäre) und man muss auch immer mal wieder bewusst drauf achten, dass man diese Verbindung zueinander nicht verliert.

Die kann nämlich im Alltag unwillendlich vernachlässigt werden und dann vergehen. Das passiert dann oft, wenn meine Aufmerksamkeit nachlässt, weil der andere so selbstverständlich ist. Gerade wenn man gut miteinander harmoniert besteht diese Gefahr. Man sollte sich m.E. also auch mal bewusst vergessen, um sich immer wieder finden zu müssen. Wenn man aber noch anderer wichtige Interessen hat, dann funktioniert es automatisch. Ich war Sonntagsmorgens froh, wenn er nach dem Frühstück ging und ich Zeit für mich hatte, aber abends wieder sehnsüchtig. Ist auch logisch.

Wenn man süchtig ist, aber immer den Pegel gleichmäßig hält, dann lebt es sich mit so einer Sucht wie Alltag, man merkt auch nichts von einem Rauschzustand. Wenn man sich immer mal wieder seiner Sucht enhält, also Phasen der Enthalsamkeit hat, sich nicht ständig sieht, dann merkt man erst die Sehnsucht und es ist dann um so schöner, wenn diese wieder gestillt wird. Wir haben sogar absichtlich beziehungsfreie Tage vereinbart, um uns immer wieder richtig aufeinander freuen zu können und dass der Suchpegel nicht zur alltäglichen Gewohnheit wird. Wenn ein Rauschzustand gewöhnlich wird, dann empfindet man ihn nicht mehr als Rausch.

Wenn es nur auf körperlicher Ebene passt, aber nicht auf den beiden anderen, dann erlebe ich nicht annähernd diesen Rauschzustand, dann ist es ganz guter Sex, aber im Vergleich zu ekstatischem, leidenschaftlichem Sex eben so ähnlich wie guter Sport. Das ist mir zu wenig.

waieauchEimmxer


moon-moon

Ich kann trotzdem Lust erleben, auch wenn die Seele nicht klammert. Das ist für mich eine neue und interessante Erfahrung.

Ich habe aber leider dabei die Erfahrung gemacht, dass die ersten Male ganz spannend sind, weil neu und Eroberung, ich aber an dieser Person schnell die Lust verliere, weil sie einfach für mich, egal wie gut der Sex technisch ist, den Reiz verliert. Sie hatte auch nie so viel Reiz für mich, wei jemand, in den ich auch verliebt bin. Ein Mann, der mich erotisch sehr interessiert, das ist auch ein Mann, in den ich mich verlieben könnte, weil die Chemie insgesamt stimmt. Wenn mich emotional und geistig nichts reizt, dann ist die Luft schnell raus. Man sollte ja auch nicht vergessen, dass Lust im Kopf ensteht. Lust ist eine Emotion. Das Gehirn ist das größte und wichtigste Sexualorgan. Im Kopf sind aber alle Dinge stark vernetzt. Da kann man Gedanken von Gefühlen nicht wirklich trennen, weil sie wechselwirkend sind. Ich glaube nicht, dass man wirklich Sex von Gefühlen trennen kann. Wenn man für diese Person keine Emotionen empfindet, wie kann man dann richtig Lust für sie empfinden? Trennt man dies, ist es eben gefühlloser Sex und da wären wir wieder bei Sport.

Viele Frauen wollen unbedingt auch die seelische Verschmelzung dazu und projizieren dann ihre Wünsche in den Partner... bis sie aus ihrem Märchentraum erwachen.

Aber es ist nicht umsonst ein Traum, denn dieses komplette verschmelzen ist eine echte Erfüllung. Ein Märchen ist es allerdings nicht. Du glaubst vielleicht, das gibt es nicht, weil du es noch nie erlebt hast, aber das gibt es. Es ist aber nicht sehr wahrscheinlich, dass man so oft im Leben jemanden findet, wo es passt (manche nie), aber wenn du mit den Einstellung dran gehst, dass es sowieso nur Märchen sind, dann wirst du auch dagegen blockieren und es wird auch nie funktionieren. Es besteht natürlich immer die Gefahr, wenn man sich auf allen Ebenen fallen lässt, ganz böse abzustürzen. Das hindert viele daran, es zu versuchen.

Man muss dafür selber in sich psychisch stabil sein, eine gefestigte Persönlichkeit sein, selbstsicher, um das Wagnis überhaupt einzugehen, denn man muss sich dem anderen ganz öffnen. Man darf also keine Angst davor haben, sich so offen zu geben wie man ist, denn man kann ja auch nur so geliebt werden, wie man ist, wenn man sich auch ganz offen so präsentiert wie man ist.

w!iseauchWimmxer


moon-moon

Mein Geheimrezept ist es, Menschen gewissermaßen zu "funktionalisieren",

Willkommen im Roboterzeitalter! In SF-Geschichten ist es ja schon angedacht, Androiden, die wie Menschen aussehen und sich dann auch so anfühlen. Schon allein bei dem Wort "funktionalisieren" vergeht mir jede Lust und ich finde es ziemlich traurig, so zu denken, wie du.

w ieau(chi6mmexr


Kleio

denn beim Kennenlernen hab ich noch keine Ahnung, was, ob oder welche Wellenlänge jemand hat und "weiß" intuitiv oder instinktiv beim ersten Blick, ob es das ist oder nicht.

Der erste Kuss kann aber schon oft verraten, ob ich es mit einem leidenschaftlichem Menschen zutun habe, oder nicht. Verliebtheit kann dabei natürlich Sinnestäuschungen hervorrufen, aber die Verliebheit vergeht nach ca. einem halben Jahr bis Jahr und dann endeten auch meine meisten Beziehungen. Ich finde es aber auch richtig, schnell mit jemandem, in den man sich verliebt hat, Sex zu haben (noch am besten, bevor man sich richtig unheilbar veschossen hat).

Dann reicht ein Wort, ein Kuss oder eine Berührung oder ein Blick des Mannes, den ich liebe, um mich anzuturnen.

Bei uns reicht sogar eine E-Mail mit dem Inhalt: *....*

Wir wissen, was das heisst und in einer passenden Beziehung entwickelt man nach meiner Erfahrung viel neue, eigene, interne Schlüsselreize. Das führt dann auch zu einer Art der Verständigung, die man nur mit dem anderen hat und Fremde ausgeschlossen sind und das hat wieder viel mit Intimität zutun. Man schafft sich eine eigene gemeinsame Sprache.

w*ieauc>himmxer


gus

Intuitiv heißt doch, man macht was man unmittelbar als das Richtige empfindet ohne groß bewußt nachzudenken.

Ja, man lässt sich eben fallen. Das tut man aber nur, wenn man weiß, dass egal, was man tut, es nicht zur Ablehnung meiner Person führt. Dabei ist es was anderes, ob man eine bestimmte Handlung ablehnt. Das finde ich kein Problem, zu sagen: "Das mag ich nicht, wenn du das tust", aber als Person ist man grundsätzlich akzeptiert mit all seinen Fehlern, Defiziten und vor allem: Peinlichkeiten. Sich fallen lassen heisst für mich auch, dass man alles tun kann (auch pupsen), ohne dass es mir peinlich sein muss, weil ich als Person akzeptiert werde. Ich muss mich also nie beherrschen, oder eine Maske tragen (Dass man nicht den ganzen Tag ungeniert rumpupst, ist natürlich klar).

Man muss sich vor dem anderen in keiner Weise profilieren oder ihm irgendwas vorspielen, was man nicht ist (z.B. Stärke oder Coolness). Man ist also vollkommen ungehemmt und muss sich nicht fragen "Wie kommt das bei dem anderen an, was ich tu, wie ich mich gebe?"...praktisch das Gegenteil eines Bewerbungsgesprächs, obwohl ich mich dabei mittlerweile auch nicht mehr verstelle. Ich vestelle mich aber deshalb nicht mehr, weil ich mir sicher bin, dass das, was ich bin und biete, vollkommen ausreicht und ich mich nicht mit irgendetwas brüsten muss oder irgendwie krampfhaft einen guten Eindruck machen muss.

Ein Mensch, der mich liebt, der akzeptiert es aber nicht nur, wie ich bin, sondern der liebt es sogar, der Findet meine Art der Unperfektheit ganz besonders liebenswert, der würde etwas sehr vermissen, wenn ich plötzlich perfekt funktionieren würde.

w8ieauchiAmmxer


moon-moon

Die Wahrheit ist: ich bin voller Widersprüche.

Ich denke, diese Widersprüche stecken in uns allen. Als mein Ex mich verließ und ich vorher um ihn gekämpft habe, weil ich ihn ja soo geliebt habe, da habe ich mir aufgrund dieser Enttäuschung auch erst gesagt: Nie wieder werde ich mich so fallen lassen. Ich werde in Zukunft nur noch oberflächliche Affairen haben, die ich ganz cool abhandel. Den Leuten scheints ja besser zu gehen, die da ganz cool mit umgehen.

Das bin ich aber nicht. Ich bin nicht cool, auch wenn ich mich druchaus auch mal ganz cool geben kann, aber nicht gegenüber Personen, die mir nahe stehen. Es würde also bedeuten, dass ich keinen mehr nah an mich ran lasse, damit ich cool sein kann. Dann würde ich aber auch nicht mehr diese Leidenschaft und Innigkeit erleben, es würde alles nur so dahinplätschern an der Oberfläche.

Wer tiefe Gefühle zulässt, kann eben auch tief verletzt werden. Wer aber das Risiko vermeiden will, tief verletzt zu werden, der kann sich nicht auf tiefe Gefühle einlassen und das ist m.E. ein großes Manko, es ist ein riesiges Stück verpasste Lebensqualität, nämlich das tiefe Empfinden von Glück, auf tiefe Gefühle zu verzichten.

Ich habs überlebt und nachdem der Schmerz sich so langsam erholt hat, bin ich im Grunde dankbarer um die drei glücklichen Jahre, als ich wütend und enttäuscht über das heftige Ende bin. So sehr, wie man sich während der Liebe akzeptiert, angenommen fühlt, so sehr fühlt man sich eben wie weggeworfen, wenn es vorbei ist. Man muss sich erst wiederfinden, sich wieder bewusst werden, dass es für den eigenen Selbstwert vollkommen reicht, wenn man sich selber akzeptiert und es nicht der Akzeptanz eines anderen bedarf. Wenn man aber grundsätzlich selbstbewusst ist, dann findet man sich auch schnell wieder.

Das Blöde an Liebe ist nämlich, dass man durch die Sucht abhängig wird. Auch wenn man noch so ein eigenständiger Mensch ist, solange man liebt, glaubt man, man sei nichts Wert, ohne seine Liebe. Es ist aber m.E. gar nicht so schwer, aus dieser Abhängigkeit wieder rauszukommen. Für Menschen, die aber keine stabile Persönlichkeit und Psyche haben, kann das zum Verhängnis werden. Die werden "hörig" und sind nicht mehr in der Lage, aus der Abhängigkeit rauszukommen.

Man muss sich also genug selber lieben und selber akzeptieren, dann besteht auch keine Gefahr, dass man vollkommen ins Verderben stürzt. Dann kann man sich auf tiefe Gefühle einlassen, kann aber mit dem Schmerz umgehen und, weil man eine stabile eigene Pesönlichkeit als Basis hat, die einen wieder auffängt. Dass es mit Schmerz verbunden ist, kann man nicht vermeiden. Aber wieso auch. Man kann schließlich nicht einmal vermeiden, dass geliebte Menschen streben oder es Unfälle, Katastrophen und Krankheiten gibt. Schmerz gehört also zum Leben und bei Liebe hat man ja sogar ganz viel Glück gehabt und der Schmerz bezieht sich auf etwas, was man verloren hat, das man aber vor der Liebe auch nicht hatte.

Man hat also "nur" etwas verloren, was man vorher hinzugewonnen hatte, sodass man nach dem Verlust auch nicht weniger hat, als vor der Liebe. Man hat "nur" ein Geschenk verloren, eine Bereicherung und daher ist es nicht einmal ein richtiger Verlust, denn ich habe ja nur etwas verloren, was ich vorher gewonnen habe und nichts, was mir wirklich gehörte und Teil meiner Person ist. Natürlich wird es dennoch als schmerzlicher Verlust empfunden, aber das heilt die Zeit.

wqieayuchi{mmer


Calacirya

Liebe trübt den Blick. Zustimmung

M.E, trübt Verliebtheit den Blick. Liebe stellt sich ja erst dann ein, wenn die rosarote Wolke sich verflüchtigt, aber die Gefühle trotzdem da bleiben und mir der andere immer noch ganz toll gefällt, auch wenn ich ihn nicht mehr mit getrübtem Blick sehe.

Dann gibt es aber natürlich auch wieder die Gewohnheit, die den Blick trübt, aber weil ich gar kein Gewohnheitsmensch bin, besteht die Gefahr bei mir nicht. Weil ich auch keine Angst vor dem Alleinsein habe, muss ich mir auch nichts schönreden. Weil ich unabhängig bin, fühle ich mich auch von nichts weiter abhängig, als von dem Gefühl der Innigkeit. Wieso sollte ich von dieser Droge nicht abhängig sein? Sie hat keine negativen Nebenwirkungen (wie Heroin oder so, sondern ist sogar sehr gesund). Der Entzug kann auch gelingen, wenn man diese Abhägigkeit nicht mehr will, also warum auf diesen Rausch verzichten?

T;rinizty1x983


jeder mensch legt das ja anders aus aber für mich hat sex immer was mit liebe zu tun....und das ist nicht nur bei frauen so ...viele männer sehen das genauso..

LG T

Gteorg\eandG6eorgy


wieauchimmer

Ich habe die SUCHT hier mal kurz eingeworfen, u.a. weil ich mal eine Partnerin tatsaechlich sexuell auf mich SUECHTIG (addicted) gemacht habe und zwar in vollster Absicht. War nicht gut von mir und ich bin mit nichten Stolz darauf aber aus der Situation heraus ohne Alternative bzw. die waere noch schlechter gewesen. Lange Rede kurzer Sinn, wir habens dann bald beide genossen!!

Aber die Geschichte selbst gehoert hier nicht her.

Was Du dazu schreibst, das ist einfach schoen. !

Du hast es mit Herzblut geschrieben und das meine ich ernst.!

Ja, so ist es und wenn sie, die SUCHT, beidseitig funkt ist es um so schoener.

Das ist aber letztlich erst einmal eine Momentaufnahme, die Zeit des Augenblicks!

Wie sieht es langfristig aus?

Alltagstrott, Stress, Sorgen, Routine etc. das sind die Gift-Essenzen und wirken toedlich fuer die SUCHT. Dem muss man gewachsen sein und entgegenwirken koennen und das kann bei Weitem nicht Jede(r) und daher eben die vielen Probleme.

Ich lebe seit jetzt fast 7 Jahren (in dem selbigen Verflixten) mit meiner Partnerin in einer losen Beziehung. Und so wahr, wie ich hier die Tasten quaele, in all den Jahren ist kein BOESES Wort gefallen, es hat keinen Streit gegeben.

Die "Streitlustigen" unter Euch werden jatzt sagen oooh, wie langweilig.

In der ersten Zeit ist mir das garnicht weiter aufgefallen.

Wie haben wir es gelebt.? Mit Achtung voreinander, mit Hamonie im Miteinander und mit Sehnsucht aufeinander, etc. und das in jeder Situation des taeglichen Einerlei.

Spaeter wurde uns das dann irgendwann einmal bewusst und haben es so beibehalten und es ist schoeoeoeoeoeoeoen fuer uns Beide. Mit Langweile haben wir wirklich nichts am Hut.

Jetzt ist der Text schon wieder so lang geworden. Sorry

VLG *")

George

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