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Auf der Reeperbahn, nachts um halb eins,

KNwaxk


Fragen die einen JM beschäftigen

So jetzt will ich mal was zur eigentlichen JM Problematik schreiben. Ich beschäftige mich mit einigen Fragen zu denen ich gerne eure Meinung wissen würde.

Zum ersten was stört euch am meisten am eurem JM Dasein? Ist es die Tatsache noch nie mit einer Frau Sex gehabt zu haben oder das Gefühl jetzt gerade allein zu sein – keine Freundin zu haben? Bei mir steht das erste klar im Fordergrund. Einfach nicht zu wissen wie es ist mit einer Frau Sex zu haben ist furchtbar. Immer dieses Gefühl, dass die meisten anderen einen Wissensvorsprung haben, dass die meisten etwas schon hatten was für mich unerreichbar ist. So wie Captain Future beschrieben hat wie er die Brüste der Frau betrachtet hat. Ich hätte mich sicher auch gefragt wie es sich anfühlen mag diese Brüste anzufassen, zu streicheln usw. Diese Unsicherheit kann einem ganz schön zu schaffen machen.

Das unangenehmste dabei ist, dass ich zur Zeit keine Möglichkeit sehe daran etwas zu ändern. Die Zahl der Frauen zu denen ich im Alltag Kontakt habe ist sehr begrenzt. Diese lassen sich in zwei Gruppen einteilen:

1.Würde mir gefallen ist aber vergeben.

2.Gefällt mir nicht – optisch oder charakterlich – und ist damit uninteressant.

Wie ich schon im anderen Thread geschrieben habe bin ich niemand der gerne in Disco, Kneipen usw geht. Einigen von euch geht es wahrscheinlich genauso.

Soviel mal für heute.

C-a*ptainH Futxure


Kwaks Frage

Also mich stört beides ziemlich gleich. Bisher fand ich es immer furchtbar, nicht zu wissen, wie sich ein liebender Kuß anfühlt, der Körper einer Frau, ihr Geruch, das Schmusen und natürlich auch Sex. Seit ich die dreißig überschritten habe (und meine beiden Kater gestorben sind), hat sich bei mir viel deutlicher der Wunsch nach Liebe herauskristallisiert. Die Suche nach einer Schulter zum Anlehnen, nach jemandem, der bei einem bleibt, wenn der letzte Freund sich schleicht, und das Bewußtsein, in jemands Leben das wichtigste zu sein. Das vermisse ich viel mehr zur Zeit. Wobei ich annehme, daß ich, wenn ich endlich mal randarf, erstmal die primitiven Fummeleien auskosten werden möchte und dann die Finger nicht bei mir halten werde können (allein schon, weil man sicher weiß, daß man eben nicht die Handtasche um die Ohren gehauen bekommt, wenn man mal hinfaßt). Ich denke also, daß ich mich auf eine sexuelle Eben zurückentwickeln werde, wenn's denn mal funkt, und dann erst wieder auf die Zuneigungsebene hinauf. Später irgendwann. Außerdem, und das ist wohl wirklich seltsam, verspüre ich einen starken Kinderwunsch. Viele meiner Freunde (sie haben alle Partnerinnen) umgehen das Thema, spüren dies noch nicht, doch ich schon. Ich hätte wirklich gern ein Kind. Sohn oder Tochter ist völlig wurscht, aber ein Kind, das würde ich sogar alleine großziehen. (Wobei mich klar ist, daß ich dazu erst die richtige Frau finden muß, und mit ihr einige Jahre zusammensein will)

W6ü+st.ensoxhn


Die andere Seite der Entjungferung...

Eigentlich wollte ich ja eine Weile nichts mehr schreiben und mich mehr auf das Leben konzentrieren, aber im Moment bin ich so aufgewühlt, dass ich mich nicht zurückhalten kann (und hier kennen mich ein Dutzend Leute besser was dieses Problem angeht als meine besten Freunde...). Also, es geht diesmal nicht um die 'Ich bin jetzt ein Mann, macht es auch'-Euphorie, sondern um den dunkleren Aspekt des Jungmann-Seins: die Einsamkeit.

Angefangen hat es damit, dass meine interne Jukebox in letzter Zeit öfters wieder mal 'Alice In Chains' abgespielt hat, obwohl ich diesen manisch-depressiven Junkie-Rock seit Jahren nicht mehr im CD-Player hatte. Es ist spannende und kreative Musik, aber ich fand den Bezug zur Stimmung nicht ganz. Dann wurde es mir langsam klar: Ich hörte diese Band vorallem um die zwanzig herum, in der Grunge-Phase, als ich die post-pubertäre 'Ich habe immer noch keine Freundin und was interessiert mich das Leben'-Frustration herumschleppte. Was hat das mit Sex zu tun? In den Jahren danach habe ich diese stärkeren Alleinsein-Gefühle immer besser verdrängen können, oder, etwas euphemistischer: ich habe besser damit umgehen können, es wurde weniger wichtig. Man hat ja genug spannende Beschäftigungen, denen man nachgeht, und jedes Wochenende Bier. Ich wurde immer mehr zum Mönch. Seit meinem dreissigsten bin ich aber schlicht nicht mehr bereit, gewisse Bedürfnisse zu ignorieren. Deshalb auch die 'Idee der letzten Chance' mit der Entjungferung. Es hat geklappt. Von der Proklamation bis zur Ausführung verging kein Monat. Bravo! Aber ich habe jetzt Blut geleckt. Ich denke nur noch an Sex, jeden Tag etwa 50% der Zeit. Und dadurch kommen auch all die Emotionen aus der Jugend wieder hoch. Das schlichte Problem 'Ich habe keine Freundin' übersteigt das Problem 'Ich habe nicht regelmässig Sex', wobei erstes ja das zweite implizit enthält. Wieso ich jetzt gerade speziell aufgeregt bin: Diese Woche war ich leicht erkältet und schlief viel zu wenig, weshalb der Pessimist in mir in den Vordergrund treten konnte und meine Laune dämpfte (CF: siehe PN...). Dazu kommt, dass ich diesen Winter eine Vorlesung besucht habe, wo erfreulicherweise zwei sehr attraktive Exemplare von Mitstudentinnen anwesend waren, die ich eigentlich kennenlernen wollte. Einer davon gab ich erst den Vorzug, letzte Woche aber gefiel mir die andere plötzlich besser, heute, in der letzten Vorlesung, gehen wir anschliessend mit dem Dozenten einen Kaffee trinken. Die eine sitzt links von mir, die andere gegenüber, der Dozent rechts von mir. Ja, jetzt wird es komplex. Der Dozent ist bei einer solchen Zusammenkunft natürlich der Mittelpunkt, und alle reden immer gemeinsam. Ich hätte aber viel lieber nur mit der Frau links von mir geredet, bzw. sie auf etwas zu trinken eingeladen. Aber es war unmöglich. Abgesehen davon, dass ich sowieso etwas angeschlagen, in gedämpfter Stimmung und unkreativ war, fiel mir keine Frage ein, deren Antwort nicht nur mich interessiert hätte, bzw. die die anderen mitzuhören brauchten. So sass ich da und war gelähmt. Sie hatte faszinierende dunkle Augen und eine in ihrer Ruhe erregende Art, die Ausstrahlung einer entspannten, geniessenden Frau... Ach ja, und die andere gegenüber hat ein sehr schönes Lachen und auch interessante Augen. Und südamerikanische Wurzeln. Sie ging beim Gespräch auch lächelnd auf meine Kommentare ein. ... Alles hat ein Ende,... Beim Verabschieden ging dann alles schnell. Ich hätte ja noch fragen können, ob 'jemand' essen kommt, aber die anderen Studenten (die ich übrigens nur schlecht kannte, weil ich sie ausschliesslich in dieser Vorlesung traf) standen in der Gruppe herum und ich hatte keine Lust auf ein weiteres solches Erlebnis und bin kurz 'Ade' nickend davon geschlichen. Oder marschiert. Ich hatte noch die Erinnerung, dass ich den Namen der einen aufgeschnappt hatte, und dass der Dozent eine Sammelmail verschickt hatte, sodass ich plante, eine eMail zu verschicken mit dem Vorschlag, über dies und das (Unwichtiges) zu reden, 'abgesehen davon, dass mich deine Augen fasziniert haben'. Oder etwas anderes in diesem Stil. 'Blöderweise' hat der Dozent die eMail-Adressen unterdrückt. Diese zwei Frauen seh ich nicht mehr, ausser ich verbringe Tage sinnlos an der Uni. Jetzt steh' ich hier, ich armer Tor, und bin so schlau, als wie zuvor. *innerlich schrei und Goethe in die Seite tret*. Ja, ich WEISS, dass ich ein Dutzend Vorlesungen Zeit gehabt hätte, aber der erste Teil war vor meinem Erwachen (völlig paralysiert), dann war ich zu happy und unbekümmert (geht ja, wenn man will), schliesslich ging es zu schnell. Abgesehen davon bin ich so. Ein bisschen zu perfektionistisch. Alles soll passen. Seit meinem ersten sexuellen 'Erfolg' mehr als vorher. Aber als Fazit: Eine Frau zu finden, ist immer noch der schwierigere Teil, mit oder ohne Sex-Erfahrung. Da geht es um den eigenen Charakter. Sex macht aber kontaktfreudiger. Und Jugendgefühle machen die Zeit emotionaler und launischer. Wenn man zu sensibel ist, damit umzugehen, sollte man besser ins Kloster. Tut was, jetzt! Heute gehe ich in den Ausgang. Ich bin wieder gefordert. >:(

v~ictorCkamJinskxi


Sex macht aber kontaktfreudiger.

Genau darum geht es doch, die Kontaktfreude. Nicht an einer festbeissen, die Dich/Euch ganz nett findet, aber mehr vielleicht nicht. Das ist Jugendlichen-Stil. Nett sein (im positiven Sinne), geistreich, etwas extrovertiert. Und dann einfach sehen, von wem was zurückkommt. Das muss nicht unbedingt die Granate der ganzen Truppe sein, das kann auf einmal ne bisher eher unauffällige, aber sehr nette Person 3 Plätze weiter sein. Da muss man nicht unbedingt ein Gespräch mit "derjenigen, die's unbedingt sein muss", anfangen; einfach mal ein paar Sachen in die Runde. Wenn Du einer gefällst, wird sie schon drauf anspringen. Das ist die "Frauenart des Flirtens": nicht die Initiative, aber die Entscheidung, ob was läuft. Und die fällt sie, indem sie in ein Gespräch oder auf eine Bemerkung einsteigt.

W3üstAenso/hxn


viktorkaminski

Das ist die "Frauenart des Flirtens": nicht die Initiative, aber die Entscheidung, ob was läuft. Und die fällt sie, indem sie in ein Gespräch oder auf eine Bemerkung einsteigt.

Hör auf, das hat die eine ja gemacht!

Das ist Jugendlichen-Stil.

Viel mehr habe ich nicht drauf...

Nett sein (im positiven Sinne), geistreich, etwas extrovertiert. Und dann einfach sehen, von wem was zurückkommt.

Abgesehen vom extrovertiert sein kein Problem, solange nur die eine Gehirnhälfte aktiv ist.

Das muss nicht unbedingt die Granate der ganzen Truppe sein, das kann auf einmal ne bisher eher unauffällige, aber sehr nette Person 3 Plätze weiter sein.

Das Interesse ist halt proportional zum Pulsschlag, den sie auslöst. Ich hatte auch nicht gross die Gelegenheit, alle kennenzulernen. Und es waren keine Superfrauen, sondern haben mir halt gefallen. OK, die meisten würden die zwei schon mindestens als hübsch bezeichnen. Ein kleiner strategischer Vorteil war, dass ich der einzige Doktorand unter Dipl.-Studenten war, weshalb ich schon ein bisschen Interesse geweckt habe (wenn ich in meiner Wahrnehmung nur ein Häufchen Sozialkompetenz aufweise).

Was soll ich noch sagen? Schade halt. Life goes on...

Kowaxk


@ Wüstensohn

Ja so ging es mir auch schon. Neben einer interessanten Frau gesessen und nicht gewußt was ich sagen soll oder konnte nichts sagen ohne dass andere es mitgehört hätten. Ein frustrierende Sache.

Ich denke schon seit einiger Zeit darüber nach wie du mein JM Dasein durch den Besuch imBordell zu beenden. Du schreibst, dass es seitdem unangenehmer für dich geworden ist alleine zu sein. Diese Bedenken hatte ich auch schon :-/ Keine Freundin zu haben macht mir zur Zeit weniger aus. Die fehlende Erfahrung wie es denn ist mit einer Frau Sex zu haben stört mich sehr.

Tröste dich erstmal damit, dass auch das Singleleben seine Vorteile haben kann. Keine Frau verlangt von dir, dass du mit ihr Schuhe kaufen gehst :-)

Ist wahrscheinlich ein schwacher Trost aber ich hoffe es hilft dir etwas.

WBüstenxsohn


@kwak

Du schreibst, dass es seitdem unangenehmer für dich geworden ist alleine zu sein.

Ich versuche es mit einem Vergleich: Nimm einen hungernden Menschen aus einem Drittweltland mit nach Europa, gib ihm einmal zu essen und warte, was passiert. OK, schlechter Vergleich. Vielleicht dieser: Stell dir vor, jeder bäckt Brot und isst es gerne. An einem Tag gehst du das teure Laden-Brot kaufen und isst es. Gerne. Jetzt willst du auch selber backen, aber irgendwie kriegst du einfach das Back-Rezept nicht zusammen...

Keine Frau verlangt von dir, dass du mit ihr Schuhe kaufen gehst

Wieso denn nicht? Ich würde das zwischendurch gerne machen und ihr die Schuhe an den Fuss stecken. Welche Nummer hätten's gern? Muss ja nicht jeden Samstag sein.

Ist wahrscheinlich ein schwacher Trost aber ich hoffe es hilft dir etwas.

Nur darüber zu schreiben und ein paar Antworten zu erhalten hilft schon. Es ist interessant, wieviel es bringt, einfach etwas geäussert zu haben. Selbst im anonymen Kreis. wia hat einmal geschrieben, das hier sei keine Selbsthilfegruppe, sondern ein Forum. Aus meiner Perspektive IST es eine Selbsthilfegruppe. Es muss ja nicht gleich um psychische Schäden gehen. Oder ist es grundsätzlich krankhaft, eine Frau zu begehren?

Ktwaxk


@ Wüstensohn

Oder ist es grundsätzlich krankhaft, eine Frau zu begehren?

Wahrscheinlich nicht. Sonst wären 95% aller Männer auf diesem Planeten krank.

Ich finde dieses Forum ist etwas ähnliches wie eine Selbsthilfegruppe. Besonders weil hier Themen besprochen werden die in der Öffentlichkeit meist verschwiegen werden. Wer erzählt schon gerne, dass er mit deutlich über 20 noch JM ist. Ich habe dieses Forum zufällig gefunden und bin sehr froh darüber. Vorher wußte ich nicht, dass es noch so viele andere gibt die das Schicksal genauso verarscht hat wie mich. Nachdem ich hier lange nur mitgelesen hatte, habe ich mich entschlossen auch selbst hier zu schreiben. Das tut mir sehr gut.

Ein sehr wichtiger Punkt ist, dass hier mit einigen Vorurteilen über JM aufgeräumt wird. Viele denken offensichtlich, dass JM sich nicht waschen, ungepflegt herumlaufen usw und deswegen keine Frau abbekommen. Wie man hier sehen kann sind die JM ganz normale Männer die alle aus sehr ähnlichen Gründen Pech hatten. Sie sind einfach etwas zurückhaltender, ruhiger und unsicherer wie andere.

Deine Erklärung mit dem Brot finde ich gut. Wenn man einmal etwas schönes erlebt hat will man es wieder haben. Das liegt in der Natur des Menschen. Leider ist es in deinem Fall nicht so einfach deinen Wunsch zu erfüllen. Mir wäre es in dieser Situation sicher auch nicht gelungen eine der Frauen anzusprechen. Eine Musterlösung wie man in so einem Fall vorgehen sollte gibt es leider nicht. Mir ging es schon sehr ähnlich.

K?wxak


@ Captain Future

Der von dir beschriebene Wunsch nach Liebe war bei mir auch eine Zeit lang sehr stark. Aber bei realister Betrachtung der momentanen Situation mußte ich erkennen, dass sich dieser Wunsch nicht so bald erfüllen wird. Dieser Wunsch ist noch vorhanden aber er ist im Moment nicht so stark wie er einmal war.

Jetzt stört mich dieses "schwarze Loch" in meiner Lebensgeschichte am meisten. Ich weiß einfach nicht wie es sich anfühlt eine Frau anzufassen, sie in den Arm zu nehmen und natürlich wie Sex ist. Die meisten meiner Altersgenossen haben diese Erfahrung sicher schon gemacht. Nur an mir ist da etwas vorbeigegangen. Irgendwie hat mich das Schicksal verarscht. Aber warum ausgerechnet mich ???

Und was mich gerade jetzt ärgert ist, dass sich daran in nächster Zeit wohl nicht viel ändern wird.

Klwxak


Was wollen Frauen ?

Es wird hier ja immer wieder geschrieben die JM sollen sich ändern. Aber was wollen Frauen denn nun? Wenn eine Frau gefragt wird wie ihr Traummann sein soll gibt es eine Standardantwort: groß mindestens 1,85. Kann sich jemand erklären warum? Über Charakterfragen sagen sie meistens nichts. Wenn kommt meistens: soll treu sein oder soll Kinder mögen. Wenn man sich kennen lernt denkt man doch nicht gleich ans Kinder kriegen. Übrigens dieses Wissen beziehe ich aus dem Fernsehen, ich hab noch keine Frau persönlich gefragt. Aber die Häufung dieser Standardantworten ist auffällig.

Ich weiß, dass ich auf Frauen nicht ganz abschreckend wirke. Aber mehr leider nicht. Es gib ein par Frauen mit denen ich mich unterhalten kann aber mehr nicht. Es sind auch welche dabei die mir gefallen aber alle haben einen entscheidenden Fehler: sie haben schon einen Freund. Irgendwie scheinen Frauen mich nicht als möglichen Freund wahrzunehmen. Woran das liegt habe ich bis heute nicht herausgefunden. Ist ja auch etwas schwierig. Man kann ja schlecht einfach fragen:"Woran liegt es eigentlich, dass ich für dich als Freund nicht in Frage komme?" Wenn alle Frauen um einen herum schon vergeben sind bringt es auch nicht viel sich zu verändern. Vorallem weil man nicht weiß was man wie verändern sollte.

Was sind eure Erfahrungen was Frauen erwarten? Wäre schön wenn auch eine Frau antwortet, weil Männer können ja nur Vermutungen anstellen.

G2entielle


Oweh!

Ich weiss nicht, in welchem der Fäden ich schreiben soll...

Hab mich nun für die Reeperbahn entschieden - weil großartig von mir angekündigt, auf der letzten Seite. ;-D

Allerdings beginne ich "sexfrei":

Es ist interessant, wieviel es bringt, einfach etwas geäussert zu haben.

Genau das ist der Punkt! :-D

Letztlich ist es doch so, dass jeder die für sich relevanten Antworten bereits im Inneren umherträgt – sie müssen nur noch herausgekitzelt werden.

Und das kann eben am besten in Form eines Dialogs stattfinden, in dem man sich artikuliert und Position bezieht. Das ist meiner Meinung nach Sinn dieses Forums.

Die Antworten finden - auch und vor allem in sich selbst.

Und nicht vergessen: Die Ratschläge hier kommen ja überdies noch von gänzlich fremden Menschen! :-o

Daher fand ich den Ausruf des DJs, er würde keine Tips mehr annehmen, reichlich passend.

Und selbst wenn es für einige von uns Aussenstehenden nach einem ewig zirkelnden "JM-Hamsterrad" ausschaut, weil Ihr nicht sofort aufspringt und alle Anregungen realisiert – ich finde doch, dass hier einiges in Bewegung gerät.

Ihr regt Euch gegenseitig an!

Und es dauert eben, neue Gedanken auf Tauglichkeit für das eigene Leben hin zu prüfen und sie so sehr zu verinnerlichen, dass etwaige daraus resultierende Entscheidungen, Veränderungen, wirklich aus dem eigenen Bauch heraus kommen.

Bevor jetzt jemand daherkommt und mir vorwirft, ich würde Euch bestärken darin, die Ohren zu verschliessen und nichts zu unternehmen:

Kurz nach meiner Registrierung bin ich auf den "JM mit 25 Jahren"-Faden gestossen, habe instinktiv in die Hände gespuckt und wollte einen großen Berg gut gemeinter Ratschläge, durchsetzt mit "So ticken die Frauen" hineinschütten.

Mit besten Absichten. Wachrütteln, Mutmachen und dergleichen.

Habe es nicht getan – und bin im Nachhinein froh drum.

Ich habe nämlich einen der JM kennenlernen dürfen.

Und spätestens da musste ich begreifen, dass es ganz schön vertrackt ist,

und die Lösung eben nicht lautet "Kauf Dir coole Jeans, geh raus und treib mehr Sport".

Dieser Mann war nämlich hübscher als Freunde von mir.

Aber dann könnten/müssten die doch auch JMs sein... :-/

Tja, sind sie aber nicht!

Er war kommunikativ, hat lustig und interessant erzählt, ohne mich vorher jemals gesehen zu haben...

An Schüchternheit liegt es auch nicht!

Ich gebe zu: Ich bin mit meinem Latein am Ende. :-(

(Sehr hilfreich, ich weiss...

Na, aber vielleicht doch hilfreich in dem Sinne, dass ich als Aussenstehende in zumindest einem Fall ganz klar feststelle: Es liegt nicht schlicht und einfach an "A", "B" oder "C" - höchstens an einer diffizilen Kombination aus allen dreien - gepaart mit wirklich reichlich Pech.)


Zum Sex:

Ja, Kleener-dd, ich muss Dich in der Tat enttäuschen – keine heissen Gigolo-Abenteuer von meiner Seite... :°( 8-)

Ich hatte mich auch etwas ungeschickt ausgedrückt...

Wollte mich beziehen auf... Hm.

Ich kann die Stelle grad nicht wieder finden – entschuldigt - aber einer von Euch (war es der DJ?) hatte sich ausgemalt, von einer professionellen Dame in die Geheimnisse des weiblichen Körpers eingeweiht zu werden, und durch diese Schule zu lernen, wie man eine Frau restlos befriedigt.

Ich war ganz... ja, gerührt, muss ich sagen, als ich das las.

Das ist so lieb!

(Und widerspricht auch den Beiträgen, die hier vorwurfsvoll daherkamen:

"Ihr wollt ja bloß drüberrutschen, der Rest ist Euch ganz gleich!")

Nein, nein.

Frauen hören das gern, so einen Pioniergeist gibt es nicht allzu häufig...

Dazu zwei Punkte:

Zum Einen: Man kann sicherlich die Grundgegebenheiten erlernen.

Aber allein hier im Forum zeigt sich doch, wie verschieden die Menschen reagieren: Der eine zergeht vor Lust, wenn man ihm die rechte Brustwarze zwirbelt, der andere (grad erst irgendwo gelesen) verkündet, dass weder Hand noch Mund an seinen Nupsies etwas verloren hätten...

So sind die Menschen halt.

Man kann sicherlich eine Prostituierte regelmässig und über einen längeren Zeitraum aufsuchen, dadurch lernt man wohl ihren Körper besser kennen. Aber eben nur ihren!

Bei der nächsten Frau kann alles ganz anders sein.

(Das war der "Lernfaktor", den ich meinte.)

Ihr könnt sicherlich etwas lernen – vor allem aber über Euch selbst und wie sich Sex für Euch anfühlt, denke ich.

Weniger über "Wie bin ich ein guter Liebhaber, der alle Frauen satt und glücklich macht."

Und ein wenig sprech ich doch aus persönlicher Erfahrung...

Den ersten Männerkörper meines Lebens konnte ich mir innerhalb von acht Jahren in liebevoller Kleinstarbeit sehr vertraut machen. All die Feinheiten und Nuancen.

Irgendwann gab es dann aber Mann Nummer zwei – und da war alles so komisch, seltsam, unrhythmisch... Anders!

Meine Lehre:

Immer wieder neu beginnen.

Nie denken, man wisse Alles.

Und ich glaube, dass genau das gute Liebhaber/innen ausmacht:

Kein irgendwann erlerntes Standard-Programm abspulen.

Sex ist Kommunikation – zwei Körper reden miteinander.

Und auch da gilt eben: keine Floskeln fallenlassen, sondern WIRKLICH zuhören.

Damit komme ich zum zweiten Punkt:

Wenn immer wieder alles neu ist, ist auch immer wieder alles aufregend.

Ich weiss, dass es hier im Forum manchmal so klingt, als würden alle Frauen von ihrem Gespielen erwarten, dass er sowohl versiert mit der Reitpeitsche umzugehen weiss, als auch aus dem Stand einen dreifachen Rittberger auf ihrem Bauchnabel springen können muss... :-o

Dem ist nicht so! >:(

Ich steh sicher nicht allein hier, wenn ich sage:

Am wichtigsten ist, dass der Mann meinen Körper will.

Ihn kennenlernen und erforschen.

(Wobei ich auch gerne anleite)

Wenn er aufgeregt ist und vielleicht sogar ungeschickt – na und!

Ich selbst hab auch noch nicht sooo viele nackte Männer gesehen – und würde man mir jetzt sofort einen in den Flur stellen, ich würd hier vom Stuhl kippen und Zitterfinger kriegen, vor Nervosität.

Jeder Mensch möchte doch etwas Besonderes für einen Anderen sein.

(Ich zitiere aus "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" den absoluten Sehnsuchts-Satz: "Auf dass wir am Ende sagen können: Auch ich wurde einst angebetet.")

Die meisten der Frauen hier werden mir beipflichten, wenn ich sage:

Es ist gut, wenn man dem Anderen im Bett anmerkt, dass es etwas Besonderes für ihn ist.

Ihr müsst also nicht cool und technisch ausgefeilt sein.

Einfach nur begeistert bei der Sache.

:-D

(Ich frag mich grad, ob dieser Beitrag auf irgendeine Weise hilfreich ist... :-/

Nun ja. Zumindest hab ich ihn liebevoll verfasst. Wenn er keinen Sinn ergibt, könnt Ihr ihn einfach als freundlichen Gruß sehen. :-) )

GIentJille


Hallo Kwak!

*:)

Jetzt hab ich eben Euren Faden geschwemmt und Du lädst zu einem weiteren Beitrag ein:

"Was Frauen wollen."

???

Das wird wohl bunt und unterschiedlich sein...

Aber ich kann Dir sagen, was "Gentille" will! :-)

Auf mich persönlich wirken Männer attraktiv, die irgend etwas "besonders gut können" - und es muss nicht lukrativ sein, nach dem Motto: Talent = viel Erfolg und noch mehr Geld.

Nein, es könnte auch einfach sein, dass er Loopings spucken kann...

Und es nur für mich, im stillen Kämmerlein tut.

Ich bewundere ihn. Er kann meinen Horizont erweitern.

Genauer ausgedrückt:

Er sollte eine Leidenschaft haben - etwas, worin er sich auskennt, was ihn beschäftigt, worin er gut ist, wofür er brennt.

Ein Beispiel aus meinem Leben, welches mir vor grad vor kurzem wieder einfiel:

Ich war seeehr lange und hoffnungslos in einen Astro-Physiker verliebt.

Der hatte eine Art, einem das Universum zu erklären - toll! :-D

Hat mein Weltbild maßgeblich beeinflusst.

Er hatte zwar ein feines Gesicht, aber eher ungewaschne Haare, Brille - kein Schönling!

Jedoch: Er hatte eine Freundin. Und auf die war ich ganz neidisch, weil er so aufregende Sachen mit ihr machte, wie: Auf dem Flug in den Urlaub die kosmische Strahlung an Bord des Flugzeugs mittels Geigerzähler messen.

Oje. Ich rede zuviel. :-(

C<laud]sia


Hi Gentille, noch wach?

dkj ele}me{nt ofG cri{me


I wake up at 2 o'clock in the morning/

@ Gentille:

Dieser Mann war nämlich hübscher als Freunde von mir.

Aber dann könnten/müssten die doch auch JMs sein...

Tja, sind sie aber nicht!

Er war kommunikativ, hat lustig und interessant erzählt, ohne mich vorher jemals gesehen zu haben...

An Schüchternheit liegt es auch nicht!

Ohne Überheblich zu wirken:

Kenn wir uns vielleicht? Das klingt nach einer Beschreibung von mir. Wie alt war der betreffende denn?

Man kann sicherlich eine Prostituierte regelmässig und über einen längeren Zeitraum aufsuchen, dadurch lernt man wohl ihren Körper besser kennen. Aber eben nur ihren!

Bei der nächsten Frau kann alles ganz anders sein.

Stimmt! Aber ich glaube, dem betreffenden (ich wars übrigens nicht) geht es eher darum, etwas über sich selbst zu lernen.

Übrigens zu den gutgemeinten Ratschlägen.

Bei manchen Frauen, die hier reingeschrieben haben, hatte ich das Gefühl, sie haben hier Anweisungen, wie man zu ihrem persönlichen Traummann wird gegeben. Das ist erst mal n bisschen viel und geht sowieso am Punkt vorbei.

Oder in gewohnt DJesker Planierraupenpolemik formuliert: Alles Schrott.

Ich selbst hab auch noch nicht sooo viele nackte Männer gesehen – und würde man mir jetzt sofort einen in den Flur stellen, ich würd hier vom Stuhl kippen und Zitterfinger kriegen, vor Nervosität.

was uns hier eingeprügelt worden ist war, dass jeder Anflug von Nrvosität oder auch nur der leichtesten Unsicherheit völlig abtörnend und unmännlich ist. Und genau deshalb sind wir Loser, denn wir sollten lieber in jeder Sekunde überlegen und Leitwölfe sein. Wie alle anderen, die Sex haben, diese 99% Leitwölfe – wen leiten die eigentlich? Alles Scheisse.

[Die größte Selbstsicherheit hab ich immer beim niedermachen von Quatsch – Ist doch schon mal was oder?]

Ich frag mich grad, ob dieser Beitrag auf irgendeine Weise hilfreich ist...

Nun ja. Zumindest hab ich ihn liebevoll verfasst. Wenn er keinen Sinn ergibt, könnt Ihr ihn einfach als freundlichen Gruß sehen.

Auf jeden Fall! Weil er die Angelegenheit auf ein realistisches Maß runterkocht, wogegen viele andere einfach zu viele HipHop Videos auf MTV gesehen haben.

d\j eRleme0nt of crxime


@gentille II:

Genauer ausgedrückt:

Er sollte eine Leidenschaft haben - etwas, worin er sich auskennt, was ihn beschäftigt, worin er gut ist, wofür er brennt.

kein Witz: Ich bin dein mann!!!

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