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Auf der Reeperbahn, nachts um halb eins,

wAie^aupchikmmexr


disappointed

Den kleinen einfühlsamen Studenten, der auch zum Hengst werden kann, aber mit seinem alten Fiesta in der Seitenstrasse geparkt hat, den hat man erst gar nicht wahrgenommen, obwohl man sich mit ihm bestimmt prima unterhalten und sich bei ihm geborgen fühlen kann etc.

Irrtum. Diese Horden von Anzugträgern in schicken silbernen Autos, die übersehe ich vollkommen. Auffallen würde mir der Manager, der mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt.

und es bei der Feuchtigkeit der Frau abhängig von tausend Faktoren wie Zyklus, Stress, körperlichen Gegebenheiten usw. stärkere Unterschiede gibt

Die meisten Errektionsstörungen sind ebenfalls psychisch bedingt und nicht organisch und sich abhängig von Faktoren wie Stress. Das ist also keine Erklärung.

Laut der gesellschaftlichen Konditionierung ist der Mann doch immer noch der unfehlbare, immer starke und allseits potente Beschützer der Frau. Das hat die Gesellschft ja über viele Jahrtausende so heraufbeschworen. Da muss man sich nicht wundern wenn sich sowas festfrisst.

Da stimme ich dir zu. Aber nach 30 Jahren Emanzipation, wo viele Frauen sich selbst beschützen und ernähren können und selber stark sind und eben nicht mehr die Rolle der hilflosen Frau spielen, sollten doch langsam auch Männer mal von diesem Tripp ruter kommen. Stattdessen geben sie aber mitunter den Emanzen die Schuld, dass sie ihr Mannsein nicht mehr ausleben können und die bösen Frauen auf andere Dinge Wert legen, als auf einen unfehlbaren und allseits potenten, starken Beschützer.

Anais beschrieb ja, wo sie bei ihrem Freund drauf Wert gelegt hat. Ich bschrieb das ebenfalls. Aber die Männer bestehen weiterhin auf ihre Klischees, so als wäre die Entwicklung blind an ihnen vorbei gegangen. Das nenn ich dann eben Ignoranz. Wieso ist es vielen Frauen gelungen, sich von diesen Rollenklischees zu befreien und wieso scheinen sich Männer aber vehement zu wehren, davon wegzukommen? Die Reaktion der Männer besteht dann aus Obermachosprüchen wie: "Du brauchst mal wieder einen, der sich richtig durchfickt".

wqieaucuhimmxer


meerman

Gute Werbung vermittelt den Leuten nicht, dass sie etwas kaufen könnten, was sie gar nicht kaufen können.

mweermaxn


Ja und? Sie ist aber keiner mehr!

Äh, Sexualität wurde durch die gesellschaftlichen Entwicklungen in gewisse Formen gepresst, aber wenn nicht aus Trieb, warum haben wir dann Sex? Weil es Spaß macht und was wird durch den Spaß befriedigt? Genau, der Trieb :)^

Dieser Trieb ist es letzendendes der uns auf Partnersuche gehen lässt.

Auch heute noch........

Was da jetzt Zellteilung mit zu tun hat ???

T5asc?henCwolfx76


Zum Thema Materialismus..

.. insbesondere der S-Verlängerung Auto. Ich hab den Spieß umgedreht. Mittlerweile sind ja mein ins "Beuteschema" passende die auf eigenen Füssen stehende Weibchen um die 30.. Da schaue ich schon ein BISSCHEN, was sie z.B. für Auto fährt. Ist es eine runtergelumperte 15-jährige Karre, wie z.B. der Panda meiner Ex, der nichtmal durch den TÜV gekommen ist und es das heiligste Auto der Welt war? Oder ist sie lieber so schlau und fährt einen jungen (Klein)wagen, der 1000mal wirtschaftlicher ist?

Neuen Bekanntschaften gegenüber erwähne ich mein Auto nie, es sei denn, sie fragen danach. Ich hab eins und gut.

vg Taschenwolf

wEieaKuchqimmexr


disappointed

ist doch auch nichts anderes ein Schmalspur-Girlfriend-Angebot.

Aber vielleicht ist dir ja aufgefallen, dass es sich hier um eine Satire handelt, also ich gerade diese ganzen Status-Geschichten damit kritisch darstelle. Es ist ja genau eine Kritik an diesem ganzen Status-Denken. Es gibt da nämlich auch die Dienstleistung, dass man sich ein schickes Auto vor die Tür stellen lässt, um seinen Status aufrechtzuerhalten. Die Satire besteht ja gerade darin, so zu tun, als sei das Problem der neuen Armut durch Arbeitslosigkeit, dadurch gelöst, dass man den Schein aufrechterhält. Das Problem der Armut selber wird nicht gelöst, eben "Arm sein muss keine Schande sein, wenns keiner merkt".

w7ieauuchimmHexr


dj element of crime

In vormodernen Zeiten war das alles ganz anders. Liebe gab es nicht.

Das stimmt nicht. Soll ich dir hier mal ein Liebesgedicht aus dem alten Babylon posten? Oder im alten Ägypten gabs die auch. Romeo und Julia wurde auch nicht gerade in diesem Jahrhundert geschrieben.

Diese Girlfriend-Services zeigen mir aber, dass das Problem, das wir haben, wohl doch weiter verbreitet ist, als man annimmt. schwacher Trost.

Das Problem, dass Omas vier Wochen tot in ihrer Wohnung verwesen, bevor es irgendwem auffällt, gabs zur Zeit der Großfamilien auch nicht. Es ist heute allgemein viel schwieriger geworden, soziale Kontakte anzubahnen und zu pflegen. Das wird aber dadurch nicht besser, indem man suggeriert, man könne sich das ersatzweise kaufen. Interessanter Weise ist es ein Wohlstandphänomen. Wenn ich kein Geld habe, um mir alles kaufen zu können, muss ich um so mehr meine sozialen Netzwerke pflegen und wie hört man auch oft alte Menschen sagen? "In schlechten Zeiten halten die Menschen zusammen". Ich bin aber nicht dazu gezwungen, nur weil mir das so suggeriert wird, diesem Denken zu folgen.

wmie)auchixmmer


meerman

Äh, Sexualität wurde durch die gesellschaftlichen Entwicklungen in gewisse Formen gepresst, aber wenn nicht aus Trieb, warum haben wir dann Sex?

Schon bei den Primaten hat Sex vor allem eine soziale Funktion, nämlich das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Hierzu Fachmeinungen:

"Sexualnormen und Sexualverhalten sind also historisch, sozio-kulturell und somit interkulturell unterschiedlich bedingt. Soziologische, ethnologische und psychologische Forschungen haben immer deutlicher die ungeheure, alle überkommenen Vorstellungen sprengende Variabilität und Plastiztität der menschlichen Sexualitäten enthüllt. Einen besonders eindrucksvollen Beleg dafür lieferte etwa der Cross Cultural Survey der Universität Yale (bzw. die Human Relations Area Files, Inc.), wo Material von rund 200 Kulturen gesammelt ist.

Daher kommt für die Klärung der meisten Fragen, die mit dem sexuellen Erleben und Handeln der Menschen zusammenhängen, den in einem erweiterten Sinn sozialwissenschaftlichen Forschungsperspektiven und -methoden eine überragende Bedeutung zu.

Die Normen, Werte und Bedingungen, unter denen wir leben, die Art und Weise, wie wir Sexualität "gelernt" haben, die sozialen Grundlagen, Bedingungen und Formen der sexuellen Beziehungen, die wechselseitigen Zusammenhänge von Geschlechtlichkeit, Verhalten, Gesellschaftsstruktur und Moral, mit einem Wort: die psycho-soziale Organisation der Sexualitäten: diese im weiteren Sinn sozialen Faktoren bilden den Gegenstand sozialwissenschaftlicher Sexualforschung."

(Quelle Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung und Soziologie)

Nun erleben wir Menschen Sexualität nicht nur als Weitergabe unserer Gene, sondern als Lust und - seltener - Befriedigung. Nicht nur der Mensch, sondern auch zahlreiche höher entwickelte Säugetiere können ihre Sexualität durchaus von der Zeugungsfunktion trennen.....Nicht nur Homosexuelle haben allen Ideologen zum Trotz die Sexualität von ihrer Fortpflanzungsfunktion befreit und als pures und - in repressionsfreien Gesellschaften - gebilligstes Vergnügen entdeckt. Auch unter heterosexuellen Paaren ist der Zeugungswunsch oder auch nur eine Zeugungsbereitschaft wohl das seltenste Motiv geschlechtlicher Vereinigung. Vielleicht jeder 1000ste Geschlechtsverkehr führt in den Industriestaaten zu einer Befruchtung, und längst nicht jede der wenigen Schwangerschaften ist gewollt. Im gleichen Maße aber, wie die Sexualität ihre Zeugungsfunktion verlor durch die Anwendung der nur dem Menschen möglichen bewusste Empfängnisverhütung, gewann ihre soziale Funktion an Bedeutung. Sogar schon unsere nächsten Verwandten, die Bonobos, haben die Sexualität als einen wesentlichen Bestandteil ihres Sozialgefüges entdeckt.

"Nun, auch ich komme aus der Zunft der Psychoanalytiker, ich kann aber diesem Kollegen nicht ganz zustimmen, und zwar aus folgenden Gründen. Das Wichtige erscheint mir doch, daß Triebe nicht von Haus aus am Menschen sind, sondern, daß Triebe eine "sekundäre Angelegenheit" sind, wie selbst traditionelle Analytiker sagen. Das heißt, dort, wo etwas im menschlichen Leben triebhaftnicht mehr steuerbar ist, sei es nun Aggression oder Sexualität, dort ist es eigentlich schon ein Symptom einer gestörten Beziehung. Das Primäre ist

sozusagen das Beziehungsverhalten, das Sekundäre ist das Triebhafte, und nicht umgekehrt. Wir kommen nicht als Triebwesen auf die Welt und müssen dann ein Leben lang unsere Triebe bändigen und in soziale Bahnen hineinbringen, sondern umgekehrt. Wir kommen als Menschen auf die Welt, die fähig sind, soziale Bande einzugehen. Und wenn diese Beziehungsfähigkeit des Menschen hier in irgend einer Form gestört ist, dann kann ein Symptom triebhafte Aggression, triebhafte Sexualität sein."

(Quelle unbekannt)

"Der Versuch der Menschheit das sexuelle Verhalten des Menschen zu regulieren, fußt auf der Annahme, das sexuelles Verhalten triebbedingt sei. Wie jedoch das Beispiel von "Victor" 1[?] gezeigt hat, ist dem nicht so. Sexuelles Verhalten muß erst erlernt werden. Ansonsten sind eine Vielzahl aggressiver und destruktiver Verhaltensweisen im Zusammenhang mit Pubertät erkennbar. Außer einer Vorliebe weibliche Gesellschaft aufzusuchen, findet sich jedoch nichts was an ein sexuelles Verhalten erinnert. Das muß erst erlernt werden, und erfolgt in der Regel durch:

" die liebenden Eltern, " in Relation dazu einhergehend mit dem Einsetzen der Autoerotik (im ersten bis vierten Lebensjahr) 2 und " der Aufklärung über das So-soll-es-Sein im Sexuellen.

Wie so gesehen weiterhin vom "a priori" der Triebsublimierung ausgegangen werden kann, die ein kulturelles Leben in jedem Fall verlange, bleibt unklar. 3 Ohne einen biologisch fertig ausgeformten sexuellen Trieb gibt es nichts, was sublimiert, d.h. kulturell umgebildet, werden könnte. Die Triebideologie Freuds einschließlich seiner Sublimierungstheorie ist, in der Rückschau betrachtet, eines der größten Mißverständnisse des 20. Jahrhunderts. Biologie und Kultur stehen sich nicht gegenüber, sie gehen von Anfang an miteinander einher." (von Joachim Sombetzki, kritische Männerforschung)

dSis8appoi9ntexd


@wia

Irrtum. Diese Horden von Anzugträgern in schicken silbernen Autos, die übersehe ich vollkommen. Auffallen würde mir der Manager, der mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt.

Ja DU...aber wieviele "DU" laufen da draussen rum ? Glaub nicht daß du hier, den Maßstab darstellst. Guck dich doch um wieviele Frauen da draussen wirklich so selbstbewusst auftreten, so klar für ihre (aussergewöhnlichen) Wünsche, Interessen und Ansichten eintreten und dazu wieviele Manager mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Jetzt NACHDEM bekannt wird das es individuell und sexy rüberkommt, wirds gemacht...allerdings ist es dann eben nicht mehr individuell.....und auch über sexy lässt sich da streiten.

Die meisten Errektionsstörungen sind ebenfalls psychisch bedingt und nicht organisch und sich abhängig von Faktoren wie Stress. Das ist also keine Erklärung.

Da stimme ich dir 100 % zu, habe es selbst erleben müssen :-/ , aber es ist ein Unterschied , denn bei "ein bißchen feucht" kann man leichter nachhelfen als bei "ein bißchen hart" und ausserdem schlägt eben auch hier immer noch die Konditionierungsmaschinerie voll zu. Es wird doch immer noch suggeriert, der Mann muss immer und allzeit können. Damit errichtet erst die Sexindustrie, diese schwindelerregenden Erwartungshaltungen in den Köpfen, die im Endeffekt alles kaputtmachen.

Da stimme ich dir zu. Aber nach 30 Jahren Emanzipation, wo viele Frauen sich selbst beschützen und ernähren können und selber stark sind und eben nicht mehr die Rolle der hilflosen Frau spielen, sollten doch langsam auch Männer mal von diesem Tripp ruter kommen. Stattdessen geben sie aber mitunter den Emanzen die Schuld, dass sie ihr Mannsein nicht mehr ausleben können und die bösen Frauen auf andere Dinge Wert legen, als auf einen unfehlbaren und allseits potenten, starken Beschützer.

Leider wird das noch einige Jahre dauern. Es wär auch vermessen ein Jahrtausende aufgebauschtes Klischee, das von der Sexindustrie weiter angeheizt wird innerhalb weniger sexuell aufgeklärter Jahre zerschlagen zu wollen. Entweder die Männer erkennen dies für sich selbst, oder eben nicht....glaub nicht du könntest dieses Problem für sie lösen.

Die Reaktion der Männer besteht dann aus Obermachosprüchen wie: "Du brauchst mal wieder einen, der sich richtig durchfickt".

Bitte fang nicht wieder an zu pauschalisieren, gerade als mir positiv auffiel daß du dieses mal gelassen hast. Aber der Spruch geht dir schon nah ;-) Take it easy......du weißt es besser.

SychuHtzge*ixst


mein Gott, man sollte vielleicht versuchen das wesentliche im Auge zu behalten

S;chKutzgxeist


Ich könnte auch Seitenlange Diskussionen über die Konsistenz von Eierschalen schreiben aber was würde es bringen ?

Das entfremdet meiner Meinung nach nur das eigentliche Thema und jeder der hier nach 2 Tagen mal reinschaut wird nach der letzten Seite vergessen haben worum es eigentlich überhaupt geht.

A8n"ais


Mensch

ich komm hier gar nimmer mit, gebt mir eine Chance ;-D

@ m a r v i n:

Alles in allem betrachte ich einen Mann, der in erster Linie auf sich selbst achtet, und damit auch sich selbst achtet, als stilvoll. Und genau dies sind meiner Meinung nach auch die Maenner, die auch allen anderen Menschen mit Achtung und Respekt begegnen.

Du bringst es genau auf den Punkt, besser hätt ichs nicht sagen können :-D Es ist völlig wurscht, nach welchem Stil er sich kleidet, die Hauptsache ist doch, dass es sein Stil ist, dass es seinem Wesen entspricht. Wobei es mir persönlich schon sehr wichtig ist, dass er Wert auf sich selbst legt, also gepflegt ist. Denn auch das ist für mich ein Ausdruck seines Selbstwertgefühls. Henry war damals frisch geduscht und rasiert (hm er hatte ein tolles Rasierwasser, ich bin ein Geruchsmensch), hatte ne Jeans und ein neues Hemd an, und: Er hat mich angestrahlt, als er auf mich zukam, so dass ich all seien Lachfältchen sehen konnte :-) All das hat mir auch gezeigt, dass ich es ihm wert bin beim ersten Date sich etwas "fein" zu machen

Natuerlich ist dann immer noch der Schritt "Was ist wenn sie 'nein' sagt?" zu bewaeltigen, aber die Versagensangst um einen Grossteil zu reduzieren hat doch schon was.

Hm, marvin, ich denke es liegt an einem selbst zu lernen mit Frust umzugehn und den auch auszuhalten, sein Selbstwertgefühl als Erwachsener eben nicht davon abhängig zu machen.

AEnxais


meerman

Du meinst damit, dass Frauen einen Mann nett finden könnten, aber durch die Tatsache, dass er ein schönes/dickes Auto fährt, werden sie abgeschreckt?

Naja net grad abgeschreckt. Bei mir kommt da eher der Gedanke:" Was ist denn das für einer, der sich so ein Auto kaufen muss, um aufzufallen, wieso braucht der das? Ist da sonst nix dahinter?" Und beeindrucken tuts mich schon gleich gar nicht

d*j Jelesment -of crixme


@wieauchimmer und allgemein

Romeo und Julia ist sogar ein schönes Beispiel, weil es einen Übergang in Europa markiert. Man muss sich klar machen, dass das damals anders rezipiert wurde, nämlich als Tabubruch! Klar, das Gefühl "Liebe" gab es wahrscheinlich schon immer. Aber als eigenständiger Wert kann es erst später betrachtet werden, wenn Partnerbildungsprozesse zur aufrechterhaltung der ökonomischen Ordnung nicht mehr gebraucht werden.

Das ist die Umstellung vom "wir" auf das "Ich". Die Gebur der Individualität!

Heutzutage ist es klar: Die Kinder sind die Guten, die Familien die bösen. Man sollte nicht davon ausgehen, dass das immer so gesehen wurde. Dieser Übergang zur Moderne war ja auch kein aprubter. Das hat gedauert. ich weiß nicht, ob er schon so vollständig vollzogen ist, wie du annimmst. Ich weiß es wirklich nicht. Und es ist allgemein ein strittiger Punkt.

Aber wir Europäer sind am weitesten, das ist klar. in Indien siehts z.B. ganz anders aus.

Da ein schönes Off-Topic-Beispiel: Es gibt in Indien Heerscharen von verarmten Straßenmusikern, die völlig verarmt, weil absolut untalentiert sind. Warum? Weil sie nichts anderes tun dürfen als Musik machen, qua Geburt. Und dürfen auch nur ihresgleichen heiraten. Und die Kinder genauso. Für die: normal. Für uns: Wahnsinn.

Das Problem, dass Omas vier Wochen tot in ihrer Wohnung verwesen, bevor es irgendwem auffällt, gabs zur Zeit der Großfamilien auch nicht. Es ist heute allgemein viel schwieriger geworden, soziale Kontakte anzubahnen und zu pflegen.

Stimmt! Aber das eigentlich interessante ist ja, die Paradoxe Entwicklung: Die Menge potentieller Kontakte ist fast unendlich. Die wenigen, die man vor diesem Hintergrund hat, gewinnen da erst ihre Exklusivität. "Freundschaft" und (massenhafte) "Fremdheit" (vor allem bei bewohnern von Großstädten) sind also Dinge, die sich gegenseitig bedingen. Freundschaften und Liebesbeziehungen gewinnen dadurch einen eigenständigen wert an sich, ohne irgendwelche ökonomischen oder traditionellen oder Standesmäßigen Abhängigkeitsverhältnisse (Das ist ja gerade hier der Streitpunkt - sind wir schon so weit, dass das absolut uneingeschränkt gilt?)

Das macht es so wertvoll, wenn man es hat und so erstrebenswert. Damit bekommt auch die Sexualität eine so eigenständige und wichtige Bedeutung an sich und für sich.

Aber für Freiheiten bezahlt man mit gesteigerten Unsicherheiten.

Denn mit diesen Entwicklungen kommt ein Denken in die Welt, das vom "starken Subjekt" ausgeht: Wenn's nicht klappt - selber Schuld!

So denken ja hier auch einige. Und welche werktätige Mensch hat sich angesichts der Arbeitslosen nicht schon mal gedacht: "Sollen sie doch arbeiten"...?

Ich bin ja der Meinung, dieses Denken ist Korrekturbedürftig.

Man kann das sogar an unserer Sprache sehen: Es herrschen aktive Verben vor. Es gibt andere Sprachen, bei eher primitiven Völkern, die schon linguistisch gar nicht von handelnden Subjekten ausgehen, sondern von einem "Strom der Ereignisse" der sich selbst vollzieht und die Subjekte nur als Teilnehmer einbindet, abern icht als Ursachen. Irre spannend, finde ich. Nicht direkt praxisrelevant in unserem Fall, aber als verständnishilfe, was eigentlich los ist evtl. hilfreich (hoffe ich).

mTeexrman


wai...

also habe wir Sex, um Lust zu empfinden. Vll. habe ich in meiner schlichten Ausdrucksweise einfach Lust=Trieb gesetzt.

Nun erleben wir Menschen Sexualität nicht nur als Weitergabe unserer Gene, sondern als Lust und - seltener - Befriedigung.

Klar

ihre soziale Funktion

sollte man nicht unterschätzen

Nun, auch ich komme aus der Zunft der Psychoanalytiker, ich kann aber diesem Kollegen nicht ganz zustimmen, und zwar aus folgenden Gründen. Das Wichtige erscheint mir doch, daß Triebe nicht von Haus aus am Menschen sind, sondern, daß Triebe eine "sekundäre Angelegenheit" sind, wie selbst traditionelle Analytiker sagen

Frage 100 Experten und du findest 100 Meinungen, alt bekannt.

3 Ohne einen biologisch fertig ausgeformten sexuellen Trieb gibt es nichts, was sublimiert, d.h. kulturell umgebildet, werden könnte. Die Triebideologie Freuds einschließlich seiner Sublimierungstheorie ist, in der Rückschau betrachtet, eines der größten Mißverständnisse des 20. Jahrhunderts. Biologie und Kultur stehen sich nicht gegenüber, sie gehen von Anfang an miteinander einher."

Das hätte ich gerne erläutert

-BFixz


disappointed,

Glaub nicht daß du hier, den Maßstab darstellst. Guck dich doch um wieviele Frauen da draussen wirklich so selbstbewusst auftreten, so klar für ihre (aussergewöhnlichen) Wünsche, Interessen und Ansichten eintreten und dazu wieviele Manager mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Jetzt NACHDEM bekannt wird das es individuell und sexy rüberkommt, wirds gemacht... allerdings ist es dann eben nicht mehr individuell... und auch über sexy lässt sich da streiten.

da hast du völlig Recht; wenn Sexappeal an einer Mode oder am Besitz festgemacht wird, dann gibts natürlich unendliche Möglichkeiten, etwas vorzutäuschen. Für beide Seiten.

Aber: ich zum Beispiel finde an Männer Humor unwiderstehlich.

Und Intelligenz.

Das hat man oder man hat es nicht. Simulieren kann man beides nicht.

Das Auto ist ziemlich unwichtig. Ich erwarte lediglich, dass es verkehrssicher ist, wenn ich mitfahren soll und dass der Mensch gut fährt: rücksichtsvoll, defensiv und ohne ständig zu fluchen.

Das kann man auch nicht simulieren - nur so nebenbei.

Ach ja: ich fände es wichtig, dass die Karre (egal welche) halbwegs bezahlt ist - das wird um so wichtiger, je protziger der Schlitten ist, weil: Typen, die auch noch auf Pump eine Schwanzverlängerung durch die Gegend fahren, kann ich nicht überhaupt nicht brauchen)

Dein anderens Argument, dass Männer ihre Unsicherheiten und Versagensängste im Bordell "heilen" sollen, wenn sie das wollen, halte ich für groben Ungug.

Umgekehrt hat jede Jungfrau auch Ängste vor dem ersten Mal: vor Ungeschicklichkeit, vor Schmerz (!), davor, leer auszugehen, an einen Pfuscher zu geraten, ausgenutzt zu werden usw.

Aber wer bitte schön hat jemals einer Jungfrau ernsthaft angeraten, sie soll ihre Jungfräulichkeit doch einfach an einen Stricher loswerden, der sie vielleicht "fachgerecht", aber völlig seelen- und gefühllos eine viertel Stunde lang vögelt und dann kassiert.

Nee, falsch,andersrum: erst kassiert.

Gibt dir das denn nicht ein bisschen zu denken?

Gruß,

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